Ausgabe 
(4.4.1939) Nr. 94
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Dürgermeisters der Lreien Hansestadt Nremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkiindungsblatt des Neichsstatttsalters in Oldenburg und Meinen

Nr. 94 / 9. Jahrgang

Dienstag, 4. flpril 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

kinziaartige Vordgemeinschaft

WWMME

der süffrer inmitten froher Volksgenossen

krlebmffe auf dem prächtigen UrlauberschiffNobert Leg"

An Bord desRobert Ley", 4. April.

Am Vormast des jüngstenKdF.-Riesen" weht noch immer die Standarte des Führers. Erst heute mittag, wenn das prächtige UrlauberschiffRobert Ley" in seinem Ham­burger Heimathafen angelangt ist. wird sie niedergeholt werden. Ueber zwei Tage hat nun der Führer schon mit den 17ÜÜ überglücklichen Arbeitern als Urlauber unter Ur­laubern zugebracht. Worte vermögen die Hochstimmung an Bord nicht zu schildern. Fast ohne Unterbrechung befindet sich Adolf Hitler mitten unter den Männern und Frauen, denen er mit der Verlängerung der Reise ein jubelnd aufgenommenes Geschenk bereitet hat.

der zweite Lag

In der Nacht zum Montag lag das KdF.-Schiss Robert Ley" in der Nähe der Emsmündung vor An­ker. Der Tag begann zunächst mit diesigem Wetter, so daß die nordfxiesischen Inseln nicht aus dem Dunst heraustraten. Gegen mittag klarte es auf. Der Führer benutzte den Vormittag, um mit Reichsorganisations- leiter Dr. Ley und und Professor Brinkmann, dem Schöpfer der. Einrichtung des Schiffes, noch einmal einen ausgedehnten Rundgang durch das Schiff anzu­treten und vor allem die sportlichen Einrichtungen des Schiffes eingehend zu besichtigen. 2m großen Turn- und Sportsaal führte eine Hamburger KdF.-Sportgruppe dem Führer rhythmische Tänze und gymnastische Uebun­gen vor.

Am Nachmitt-N nahm das Flaggschiff Kurs auf die Mbmündung. Etwa halbwegs zwischen Iadebusen und Helgoland erwartete die tausend KdF.-Urlauber ein wunderbares militärisches Schauspiel. Das U-Boot U?9", das von einer Ausfahrt zurückkehrte, paradierte vor dem Führer. Nachdem das U-Voot in langsamer Fahrt denRobert Ley" passiert hatte, führte es für die

KdF.-Urlauber in einer Entfernung von etwa 1200 Meter ein Tauchmanöver durch und tauchte nach etwa 10 Minuten unmittelbar neben demRobert Ley" wieder auf. Mit größter Aufmerksamkeit folgten die KdF.-Urlauber diesem prachtvollen Schauspiel. Dem militärischen Schauspiel folgte unmittelbar ein künst­lerisches Ereignis. In dem großen Theatersaal des Schiffes wohnten der Führer und die KdF.-Urlauber der inoffiziellen Uraufführung des neuen Hcinz-Rüh- mann-FilmsDer Florentiner Hut" bei, der infolge der überwältigenden Komik seiner Szenen und Hand­lungsführung stürmische Heiterkeit erweckte und mit großem Beifall aufgenommen wurde.

Den Abend verbrachte der Führer nach dem gemein­samen Abendessen im großen Speisesaal wieder wie am Vortage in der großen Halle im Kreise der KdF.-Urlauber, die in glücklicher Stimmung den Ab­schiedsabend dieser herrlichen Fahrt, die ihnen der

Führer geschenkt hatte, feierten, wenngleich sie natur­gemäß alle bedauerten, daß sie nicht noch einen Tag mit dem Führer zusammen sein konnten.

Gegen Mitternacht ging das KdF.-FlaggschiffRobert Ley". noch immer angefüllt mit Freude, Musik und Tanz, festlich erleuchtet in der Elbemündung auf der Reede von Brunsbüttel vor Anker, um am Dienstag- vormittag nach Hamburg einzulaufen.

Für die Urlauber aber war die vom Führer be­fohlene Verlängerung der Fahrt um einen Tag das schönste Geschenk. So konnten sie das Erlebnis einer solch einzigartigen Reise voll und ganz auf sich wirken lassen, sie konnten wie der Führer alle Räume besichti­gen, deren prachtvolle, aber gediegene Ausstattung mit den ersten Luxusschiffen der Welt wetteifern kann. Sie sahen die unendliche Weite der Nordsee, über der wie nur selten ein blauer Himmel sich wölbte. Unvergeß­lich die Eindrücke, die jeder erhielt. Viele Hunderte der Urlauber waren noch nie an der See gewesen, und jetzt durften sie mit dem Führer fahren, durften Seite an Seite mit ihm den Gruß der deutschen Kriegsmarine, der Schlachtschiffe und der schnellen Zerstörer erwidern. Ihr Jubelruf galt dem Führer, galt seinem Werk und dem ganzen deutschen Volke. Aus aller Augen leuch­tete die unerschütterliche Gewißheit: Ein solches Volk wird seinen Weg gehen so oder so. Dieser Geist der Kameradschaft, der keine Klassen und keine Schranken von Volksgenosse zu Volksgenosse kennt, macht uns für alle Zeiten unüberwindlich und sichert die Zukunft und Größe des deutschen Volkes, die wir heute nur zu ahnen wagen.

endgültige kingliederung Memels

Sauleiler koch vor den Vertretern des früheren Memellandes

Morgen feierliche flmtsübernalzme durch den Neichsprotektor in Prag

Berlin, 4. April.

Am Mittwoch, 5. April, übernimmt der Reichsprotek­tor für Böhmen und Mähren, Reichsminister Freiherr von Neurnth, seiE Amtsgeschäste in Prag. Die Amts­übernahme findet in öffentlicher und feierlicher Form statt. Der Reichsprotektor trifft um 10 Uhr mit einem Sonderzug in Prag ein, während der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Vrauchitfch, bereits um 9 Uhr mit dem Flugzeug in Prag eintreffen wird. Im Lause des Tages findet ei^e Parade der in Prag und Umgebung liegenden Truppen der Heeresgruppe 3 statt, zu der u. a. Staatspräsident Dr. Hacha mit seinem Kabi- ncttschef, Vertreter des ehemaligen tschechischen Heeres, der Oberbürgermeister von Prag und der Chef der tschechischen Polizei geladen worden sind. Ein großer Zapfenstreich aus der Präger Burg wird den Tag der Amtsübernahme durch den Reichsprotektor schließen.

flblöfung der deutschen kuppen

im Protektorat Böhmen und Mähren

Berlin, 4. April.

Nachdem im Protektorat Böhmen und Mähren die Ordnung und Sicherheit hergestellt ist, hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht angeorsnet, daß ein Teil der dort eingesetzten Truppen wieder in seine Friedensstandorte abrückt. Der Abtransport dieser Teile hat bereits begonnen.

Memel, 4. April.

Gauleiter und Oberpräsideut Erich Koch nahm am Montagmittag auf einer Tagung, an der der Eaustab Ostpreußens sowie die Vertreter der örtlichen Organi­sationen aus den drei Kreisen des bisherigen Memel­landes teilnahmen, die endgültige Uebernahme des früheren Memellandes in die Obhut des Gaues Ost­preußen der NSDAP. sowie in die staatliche Verwal­tung des Regierungsbezirkes Gumbinnen vor. Neben den Führern der ostpreußischen Parteigliederungen nahm an der Tagung des Gaustabes auch ff-Ober-. führer Dr. Neu mann teil.

Der Gauleiter brachte in seiner Ansprache zum Aus­druck, daß die unnatürliche Gründung des früheren Memelgebietes mit der parteimäßigen Eingliederung in den Gau Ostpreußen nunmehr endgültig der Ver­gangenheit angehöre. Mit dem heutigen Tage habe der Begriff Memelland aufgehört zu bestehen. Auf allen Gebieten werde nunmehr die Aufbauarbeit beginnen. Der Gauleiter gab der festen Ueberzeugung Ausdruck, daß Memel durch die wirtschaftlichen Maßnahmen in kürzester Frist sich zur zweitgrößten Stadt Ostpreußens entwickeln werde.

Der Gauleiter erteilte dann den Führern der Glie­derungen und der Aemter den Auftrag, sofort mit dem Aufbau der Partei in den drei Kreisen zu beginnen. Gauleiter Koch bleibt vorläufig in Memel und wird die Eingliederung des Memellandes selbst leiten

Vr. Neumann dankt

ff-Oberführer Dr. Neu mann übermittelte den Volksgenossen, die ibm aus dem Reich Glückwünsche sandten, folgenden Dank:Als unser Führer Adolf

Hitler das Memelland in das Großdeutsche Reich heimführte, waren die Gefühle und Gedanken des gan­zen deutschen Volkes bei uns. Davon zeugen auch die zahlreichen herzlichen Glückwünsche, die mir übermittelt wurden, und die mich mit tiefer Freude erfüllen. Sie sind für alle Deutschen hier oben im Nordosten Be­weise der tiefen und unerschütterlichen Verbundenheit aller Volksgenossen. Leider ist es mir nicht möglich, allen persönlich zu danken, und so möchte ich auf die­sem Wege im Namen aller Deutschen des Memellan- -des meinen herzlichen Dank denen sagen, die in den stolzen Tagen unserer Befreiung an uns in Liebe und Treue dachten."

kntfremdung keinem Staat dienlich

O. Leb. Genf, 4. April.

Der schweizerische Bundesrat genehmigte gestern einen Bericht des politischen Departements, in dem die Be­ziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz erwähnt werden. Nach Veröffentlichungen in der Presse kann man daraus entnehmen, daß das schweizerische politische Departement versucht hat, durch sachliche Mitteilungen in der Presse zu einer Klärung beizutragen. In dem Bericht heißt es u. a.:Alle diese Maßnahmen haben zweifellos dazu beigetragen, die Vor­aussetzungen für eine völlige Wiederherstellung der freundschaftlichen Beziehungen zum Deutschen Reich zu schaffen und die Erkenntnis zu verbreiten, daß eine Entfremdung zwischen der Schweiz und Deutschland keinem der beiden Staaten und im besonderen auch nicht irgendwelchen Teilen der Bevölkerung unseres Landes dienlich sein könnten."

Oberst veck in London eingetroffen

Von Kalifar begrüßt keute Veginn der Vesprechungen

(Von unserem sn korck ckes XäV.-b'IsKgsckikkes rvol- lenckeo 8oncksrberiekterststtsr Vr. Vreibsrr cku VrsI)

Auf hoher Lee vor Norderney, 4. April.

Fast zweimal 24 Stunden sind nun schon verstrichen, seit der Führer das KdF.-FlaggschiffRobert Ley" betreten hat, das ihn mit den tausend KdF.-llrlaubern durch die Nordsee trägt. Nach den jubelnden Aus- brüchen der unvorstellbaren Freude der beglückten Volksgenossen, einige Tage mit dem Führer unterwegs sein zu können, setzte schon am ersten Abend jene selbst­verständlich-fröhliche Stimmung ^ ein, die als das un­trügliche Zeichen jener tiefsten inneren Beschwingtheit zi^ werten ist, die einen gleichgestimmten Menschenkreis harmonisch umfängt und die seitdem vom frühen Mor­gen an bis spät nach Mitternacht das KdF.-Schiff, seine Gäste und seine Mannschaft beherrscht.

Und in der Tat, es ist etwas eigenes, hier auf dem Robert Ley" die Menschen zu beobachten und sich mit ihnen über das Erlebnis dieser Fahrt mit dem Führer zu unterhalten. Rein geographisch genommen sind die hier zusammengekommenen im kleinen ein vollständiges Abbild der Volksgemeinschaft, ist doch diesmal aus jedem Gau des Eroßdeutschen Reiches die gleiche An­zahl von Volksgenossen zugegen. Wir trafen einen Mann, der im grau-grünen Gewand der Ostmark mit leuchtenden Augen dem Führer auf einem seiner Schisfsrundgänge nachblickte. Seme Heimat Voeckla- brllck, so erklärte er uns, liegt nur wenige Kilometer von Braunau, der Heimat des Führers entfernt. Er schildert uns das Glück, das ihm zuteil wurde, als ihn als dom einzigen in seinem Kreis die Nachricht er­reichte, daß er an dieser Fahrt teilnehmen werde. Die anderen Urlaubskameraden und -kameradinnen seines Gaues stammen jeder wieder aus einem anderen Kreis.

So ist vom Führer aus gesehen jeder Fahrt- genosse der Repräsentant seines Stammes,' jeder der Sohn eines anderen Landstrichs unseres großen Reichs. Und sie alle wieder sind natürlich aus den verschieden­sten Berufen gekommen Arbeiter die meisten, dann Angestellte, Arbeiterfrauen, Stenotypistinnen, Verkäufe­rinnen, Mädchen in der Tracht der Landbevölkerung und Bauern, die noch nie zur See gefahren sind, und dazu noch eine Gruppe von Arbeitern, die denRobert Ley" erbaut haben.

Zu dieser völlig verschiedenartigen Zusammenstellung haben sich nun schließlich noch all die alten Partei­genossen eingefunden, die mit dem Führer als die Män­ner seiner näheren Umgebung oder als seine Ehren­gäste beim Stapellauf an Bord gekommen sind. Eine Halbe Stund« später haben sie sich äußerlich durch nichts mehr unterschieden, denn sie hatten dann den Dienstrock all« abgelegt.

Man bedenke: Ein Staatsoberhaupt irgendwo auf der Welt reist mit seinen ersten Mitarbeitern auf einem Passagierschiff. Was ist die Folge? Unterteilung des Schiffes, strenge Bewachung der Zugänge, Dienst- beflissenheit der einen, Neugier und verhinderte Zu­dringlichkeit der anderen. So mag es bei anderen Systemen aussehen, wenn sich die Führung des Staates überhaupt einmal entschließt, sich zu einer Erholungs­reise auf ein Schiff zu begeben, wenn sich dieAuto­rität" gnädig wirklich einmalunter das Volk mischt". Und hier? Man muß sich schon sehr zurückbesinnen auf die Anfänge der Bewegung, um das zu verstehen und zu begreifen, wie diese Gemeinschaft der Herzen möglich ist, die sich in wenigen Stunden aus dem Flaggschiff unserer KdF.-Flotte herausgebildet hat.

Der Führer, im grauen Mantel mit einer blauen Schirmmütze, kommt die Treppe vom Sportdeck zum Promenadendeck herunter, nachdem er sich den Sport­betrieb in der großen Turn- und Gerätehalle angesehen hat. Keiner stürmt vor, um ein Autogramm zu erjagen, keiner überreicht eine Bittschrift oder versucht sich auf Kosten der anderen vorzudrängen: Alle sehen nach dem

(vrnbtbsriebt unseres llouäouer Vertreters)

kb. London, 4. April

Der polnische Außenminister. Oberst B e ck traf am Montagnachmittag zu seinem 'angekündigten Besuch in London ein Auf dem Bahflsieig hatte sich Außenmini­ster Lord Halifax zu seiner Begrüßung eingefunden. Heute vormittag wird Oberst Beck seine erste Bespre­chung mit Mitgliedern der britischen Regierung haben. Der Besuch unterscheidet sich schon rein äußerlich von den Empfängen anderer ausländischer Staatsmänner; denn bezeichnenderweise sieht das umfangreiche Programm während des viertägigen Aufenthalts des polnischen Außenminister kaum Empfänge. Diners usw., dafür aber um so mehr Besprechungen und Konferenzen mit führenden englischen Staatsmännern vor.

Die Blätter sind sich darüber einig, daß Beck in Lon­don im Laufe seiner Verhandlungen mit den britischen Ministern überredet werden soll, die bisherige einseitige englische Garantie für Polen auf einegegenseitige britisch-polnische Garantie" auszudehnen. Dabei machen die Zeitungen den ungeschickten Versuch, auch Rumänien in den Kreis der britisch-imperialistischen Absichten ein- zubeziehen. Der diplomatische Korrespondent derTi­mes" erklärt, augenblicklich sei die britische Garantie für Polen -einseitig, doch müsse man ii: Verlaufe der Londoner Verhandlungen Bccks ^ersuchen, dieses Ver­

hältnis in ein gegenseitiges und diplomatisches umzu­wandeln.

Keine übertriebenen krwartungen

Warschau, 4. April.

Die Londoner Reise de^polnischen Außenministers ist das Hauptthema der polnischen Presse. Im allgemeinen enthalten sich vor allem die Regierungsblätter ein'er eigenen Bewertung der bevorstehenden Londoner Be­sprechungen und begnügen sich mir der Wiedergabe der Ausführungen der Londoner Presse zu diesem Staats­besuch.Expreß Poranny" deutet bei dieser Gelegenheit an, daß in London auch die polnischen Wirtschaftssach­verständigen etwas zu sagen haben werden, weil Polen die Gewährung einer englischen Anleihe erwartet. Das Blatt nennt dabei den Betrag von 3 0 Millionen Pfund. Das MilitärblattPolska Zbrojna" erkläxt noch einmal mit allem Nachdruck, daz die Verpflichtun­gen, die Großbritannien Polen gegenüber übernommen habe, in keiner Weise die bisherige politische Linie der polnischen Politik zu berühren vermöge.Polen war und ist weiterhin zu jeder konstruktiven friedlichen Zu­sammenarbeit mit jeder Nation bereit."

Kurjer Polski" polemisiert gegen die Ausführungen des Moskauer Senders über die Erwartungen, die man in Moskau an die Londoner Reise knüpft. Insbeson- >dere nimmt das Blatt gegen die Konzeption irgendeines

polnijch-sranzöstsch-englisches Blockes Stellung. Die Reihe der Gerüchte dieses Senders, die vielfach bereits innerhalb weniger Stunden von der.Wirklichkeit demen- tiert-werden, würde ausreichen, um die halbe Welt in das Chaos des Krieges und der Vernichtung zu stür­zen. Das Blatt verweist darauf, daß die Reise Becks lange vor der Neuregelung in Böhmen und Mähren festgesetzt war. Das Blatt meint, man dürfe keine übertriebenen Erwartungen mit der Reise des polnischen Außenministers verbinden.

Kardinal verdier bestickt polen

Der französische Kardinal Verdier beabsichtigt, wie die polnische Telegraphenagentur aus Paris mel­det, eine Reise nach Polen und Litauen zu unterneh­men. Er wird dem Kardinalprimas von Polen, Erz-, bischof HIond, einen Besuch abstatten. Hlond spielt bekanntlich in der jüngsten Entwicklung Polens eine wichtige Rolle. Er vermittelt vor allem die Eini­gung des Regierungslagers mit der Opposition und be­teiligt sich auch an der Propaganda für die Rüstunzs- anleihe, in deren Komitee erstmalig die führenden Männer aller politischen Richtungen vertreten sind.

Nach einer Meldung der offiziösenIstra"-Agentur ist der aus Prag zurückgekehrte polnische Emigrant Dr. K-iernick, der dieVolksfront"-Richtung vertritt, nach seinersymbolischen" Verhaftung nun wieder freige­lassen worden. (Siehe auch Seite 2,

IMIMMMMIIIMMIMMIMIIIIMMMMMMMMMMMIMIMMMMMMMIMI

Unser Tsgsssiriegsl

(Die bsntigo Kusgabs nwkg.Lt 20 Lotte v)

Der Führer weilte auch gestern auf dem prächtige» KdF.-FlaggschisfRobert Ley".

Freiherr von Neurath wird als Reichsprotektor für Böhmen und Mähren am Mittwoch sein Amt in Prag übernehmen.

Aus Gram über die jüngste politische Entwicklung in Polen nahm sich Oberst Slawek das Leben.

Oberst Beck tras am Montag in London ein.

Die belgischen Wahlen erbrachten eine Kammer­mehrheit der Katholiken und Liberalen.

Im Osten Bremens entstehen zwei neue Partei- bautsn.

Die Schlageterstraße wird bis zur Hastedter Heer­straße ausgebaut.

Die Dampsschifsfahrts-EesellschaftNeptun", Bre­men, begeht heute das Jubiläum des Süjährigen Bestehens ihres Rhein-Seeverkehrs.

Die Tour de France wird 1939 ohne deutsche und italienische Beteiligung gestartet werden.