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Parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Nremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmiliches verkiindungsbkatt des Beichsstattstaltersm Oldenburg und Bremen
Nr. 92 / 9. Jahrgang
Sonntag, 2. flpril 19Z9
Einzelpreis 19 Npf.
Leklaektsekißt „lirpitz ' lisl in >ViII,vIn,»k«iv«n iin Vsisvin ^«Iol§ NiNsps von, 8tapo>
Verfülirergeißeltdiekinkreisungstaktiker
„Veulschland ist nicht gewillt, seine tebensinteressen preis;ugeben" / der kommende Neichsparteitag
wird den Namen „Parteitag des sriedens" tragen
Äilhelmshaven, 2. flpril flm ZsnnabenSvormlttag lies aus der Kriegsmarine- werst wilhelmshaven im Beisein des Führers und obersten vesehlshabers der Wehrmacht das Schlachtschiff „tirpih" vom Stapel.
Sie lausrede hielt Vizeadmiral z. V. Staatsrat von trotha. Nach der lausrede taufte srau von kassell, die tochter des Großadmirals v. lirpih, das neue Schlachtschiff.
Vas Schlachtschiff „tirpih" — ein Schwesteefchiff des im sebruar vom Stapel gelausenen Schlachtschiffes „Vismacck" — hat eine Wasserverdrängung von ZS 000 tonnen, eine Länge von 241 m, eine Breite vvn ZS m
und einen tiesgang von ^,9 m. ks ist bestückt mit acht IS-rm-Seschühen in Zwillingstürmen, zwölf iS-cm-Se- schützen und einer entsprechend starken slugzeugabwehr- artillerie. Vas Schlachtschiff ist Ende des Jahres 1SZS auf der Keiegsmarinewerft wilhelmshaven auf Stapel gelegt worden.
In den Nachmittagsstunden erlebte die Kriegsmarine- stadt wilhelmshaven dann auf dem Nathausplatz eine Kundgebung größten flusmaßes, aus der der sichrer vor kunderttausenden das Wort zu einer bedeutungsvollen außenpolitischen Nede nahm, in der er scharf mit den kriegshehern abrechnete.
lubelorkane in Viiizelmshaven
(Orakkbsrielrt avssrss IVilklvlmstravsirsr 8onäsr- bsriekksrstakksrg)
Wilhelmshaven, 2. April. Dieser Sonnabend war ein großer Tag für die Kriegs- marinejtadt der Nordsee, Wilhelmshaven. Durch die Straßen marschierten oom Morgengrauen an die braunen Kolonnen der Gliederungen der Bewegung. Fünfzig Sonderzüge brachten aus dem Reich, der Ostmark und dem Sudetenland Zehntausende Volksgenossen in die „Grüne Stadt am Meer", die ihren schönsten Schmuck angelegt hatte. Von Haus zu Haus zogen sich grüne Tannengirlandcn, übergoldet von dem strahlenden Sonnenschein dieses herrlichen Frühlingstages.
Es ist 11 Uhr vormittags. Marschmusik klingt aus. Vom Hafen, in dem alle Einheiten der deutschen Kriegsflotte liegen, hallen die 21 Schüsse Ehrensalut vöm Schlachtschiff „Scharnhorst" unid vom Flottenfkaggschiff „Admiral Graf Spee": Der Führer ist in der Kriegs- marinestadt eingetroffen.
Während der Einfahrt oes Sonderzuges auf dem Hauptbahnhof spielte ein Musikkorps der Kriegsmarine. Der Führer wurde auf dem Bahnsteig vom Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral O,- I>, e. Rnedcr, d'em Chef des
Ohe'kommandos der Wehrmacht Generaloberst Keile' B'm Oberb"fchlshabcr des Heeres Generaloberst von Brnuchitjch dem Staatssekretär der Luftfahrt Generaloberst Milch, dem Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee Admiral Saalwächter. Reichsminsstsr Dr. Lämmer, Reichsorganisationsleiter Dr. Lep, Reichsführer ss Himmler und unserem Gauleiter Reichsstatthalter Carl Rover, begrüßt.
K-W-sss
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In der Begleitung des Führers befanden sich die Reichsleiter Rcichsprcssechef Dr. Dietrich. Bohler und Vormann. Staatssekretär Hapke. die Adjutanten des Führers Obergruppenführer Brückner, Gruppenführer Schaub. Oberstleutnant . Schmundt. Korvettenkapitän Albrecht und Haupt mann von Below.
Zur Begrüßung des Führers waren ferner auf dem Bahnsteig versammelt Flottenchef Admiral Böhm, der KominandiKrende General des X. Armeekorps General der Kavallerie Knochenhauer, der Chef der Luftflotte II unp Befehlshaber Nord General der Flieger Felmp, SA.-Kruppenfllhrer Böhmcker, -Gruppenführer Prützmann. der Oldenburgische Ministerpräsident Iocl, NSKK.-G' uvucnfübrer von Bülow NSKK -Oberführer
Vev 8tapollank äes AelikelitscbiKos „Tii-pit?." in IVilliekik-stueven
I,uknglnus: Lst'üöM
Roos, Oberstarbeitsführer zur Loye, HJ.-Obergebiots- führer Hogrefe, Kreisleiter Meyer-Wilhelmshaven. der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven, Dr. Müller, der Polizeipräsident von Wilhelmshaven, ^-Standartenführer von Dolega-Kozierowski. der Kommandeur der Schutzpolizei Major Wasko und der Reichsbahn- präsident der Reichsbahndkrektion Münster, Arzt.
MumMakrt zur Werst
. Als der Führer den Bahnhossausgang erreicht hat, brandet ihm ein unbeschreiblicher Jubelsturm der Mcn-
Naeder zum Sroßaömlral befördert
Vor süffrer spricht dem Sroßadmiral Vank und flnerkennung für die Verdienste um
jchenmassen entgegen, die hier seit Stunden aus dem Bahnhofsvorplatz aus den Augenblick geharrt haben, wo sie Adolf Hitler, dem Schöpfer der deutschen Wehrsreiheit, als erste den Gruß der Bevölkerung der Kriegsmarinestadt entbieten dursten. In den sich immer erneuernden Kundgebungen dieser mit dem Meer so eng verbundenen Menschen der Nordmark liegt der Dank an den Mann eingeschlossen, der die unbesiegte deutsche Flotte, das Werk des Großadmirals von Tirpitz, neu erstehen ließ, an den Mann, der dieser jungen stolzen Flotte das Erbe von Skagerrak und Coronel übergab, der die unvergeßlichen Namen deutscher Seehelden durch die Na- mensgebung an die neuen Schiffe ehrt. In den ersten Jubelsturm hinein dröhnen vom Hipper-Hasen herüber 21 Schuß Ehrensalut, den das Schlachtschiff „Scharn- horst" und das Flottenslaggschiss „Admiral Graf Spee" seuern und vereinigt sich mit dem Heulen der Sirenen der im Hasen liegenden Schiffe und dem Läuten der Glocken zu einem mächtigen Vegeisterungsakkord.
Ken flufbau der Kriegsmarine aus
Wilhelmshaven, 2. April.
Der Führer hat am Sonnabend den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. e. Erich Raeder in Anerkennung seiner Verdienste um den Aufbau der Kriegsmarine zum Großadmiral befördert.
Der Führer sprach dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine die Beförderung Sonnabend mittag im Anschluß an den Stapellaus des Schlachtschifses „Tirpitz" an Bord des Schlachtschiffes „Scharnhorst" persönlich aus. Der Führer gedachte dabei der Tatsache, daß der Großadmiral vor 45 Jahren in die Marine eingetreten sei und seit 10°. Jahren den Aufbau der früheren Reichsmarine und heutigen Kriegsmarine Großdeutschlands geleitet habe. Er dö-.ktc dem Großadmiral für seine hingebende Arbeit beim Aufbau der deutschen Wehrmacht zur See und überreichte ihm sodann zusammen mit der Beförderungsurkunde und einem Handschreiben den Großadmiralstäb, der die Inschrift trägt: „Dem er st en Großadmiral des Dritten Reiches. Adolf Hitle r".
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine dankte dem
Führer für die ihm zuteil gewordene Ehrung und brachte zum Ausdruck, daß er in der Beförderung zum Großadmiral weniger eine persönliche Auszeichnung sehe, als vielmehr eine Anerkennung sür die Leistungen des ihm unterstellten Teiles der deutschen Wehrmacht. Der Großadmiral versicherte dem Führer, daß die Kriegsmarine auch weiterhin mit höchster Einsatzbereitschaft alle ihr gestellten Aufgaben lösen werde.
Zu der Beförderung, die auf der Schanze des Schlachtschiffes ..Scharnhorst" erfolgte, waren sämtliche Admirale der Kriegsmarine, alle Vevbandsführer und Kommandanten angetreten.
(Den Wortlaut des Handschreibens des Führers an Großadmiral Raeder veröffentlichen wir im. Innern des Blattes.)
Unter den Klängen des Präsentiermarsches schreitet der Führer die Front der vor dem BahwhofsgÄäude angetretenen Ehrenkompanie der 2. Schiffsstwminaibköi- lung ab, um haun zu einer Triumph fahrt durch das Spalier der ihm begeistert zujubelnden M ens ch en m a slen bis zum Tor der Kriegsmarinewerft anzutreten. Hier erwarten den Führer der Oberwerstdirsktor Vizeadmiral von Nordeck, der Chef des Allgemeinen Marineamtes, Vizeadmiral von Fischet, der Kommandant, der Befestigungen von Ost- friesland, Konteradmiral Fänger, mit der Taufpatin des neuen Schlachtschiffes, Frau von Hassell, der Tochter des Großadmirals von Tirpitz, und der Wehrkreis- obmann Voß.
stuf der Kriegsmarinewerst
Das unbeschreibliche farbenprächtige. Bild, das sich auf der Kricgsmarinewerft bietet, betont ebenfalls die Brücke, die von der in den Schlachten des großen Krieges erprobten Flotte hinüberführt zu Gegenwart und Zukunft,
(Fortsetzung auf Seite 2>)
Dos cisuksctlis VvIIc, sin ivslii-liciilss Vo»c I. 8. v. Bremen. 2. April.
Es ist stets ein denkwürdiger Tag für das wehr- .haste deutsche Volk, wenn ein neues Schlachtschiff seiner Marine vom Stapel läuft. Doppelt denkwürdig aber wird im Gedächtnis der Nation der 1. April 1939 haften, an dem der Führer dem stolzen Schlachtschiff ..6" den Namen des Großadmirals Tirpitz gab und gleichzeitig den Generaladmiral Raeder zum Großadmiral ernannte.
Aber eine noch weit über die Ehrung und Auszeichnung der zwei um Deutschlands Seegeltung hervorragend bewährten Männer hinausgehende Bedeutung gewann der Tag sür unsren Gau und für ganz Deutschland durch die große Rede des Führers bei der Bolkskundgebung auf dem Rathausplatz zu Wilhelmshaven. Als der größte Platz der mächtig aufstrebenden deutschen Reichskriegsmarine-Stadt konnte dieser Platz den stilgerechten Rahmen für den ebenso gewaltigen wie eindringlichen Appell Adolf Hitlers an die Welt abgeben. Diese Welt hat allen Anlaß, den Appell zu beherzigen, der vor allem die angeht, welche in kleinlicher Gehässigkeit und Növgelfucht sich immer noch nicht dazu verstehen wollen. Deutschlands Lebensrechte anzuerkennen. Wir wollen es gerne glauben, daß man in London mit größter Spannung der Rede des Führers in WiHelms- haven entgegenharrte: denn es konnten die Herren im Foveign Office sich leicht sagen, daß Adolf Hitler ihr Ränkespiel und ihre Drohungen nicht unbeantwortet lassen werde. Und die klare und eindeutige Antwort ist denn auch nicht ausgeblieben. Damit aber ist den Herren gleichzeitig Gelegenheit zum Nachdenken über ihre eigenen Werte und Antrieb zur inneren Einkehr gegeben.
Es gab die Entwicklung der Stadt Wilhelmshaven, angefangen von der Zeit des friedenlieben- den Deutschlands der Vorkriegszeit über den Krieg und den unerhörten Verfall der Nachkriegszeit hinweg bis zu den heutigen Tagen neuer wirtschaftlicher Blüte den richtigen Hintergrund, der Welt vor Augen zu führen, wohin ein Staatswesen kommen muß, das sich tatenlos einer feindseligen Einkreisungspolitik ausgesetzt sieht und nicht die Entschlußkraft aufbringt, Einkreisung und Ueber- fall abzuwehren. Das Deutschland von heute ist ein anderes Deutschland als das vor dem Kriege und begeht darum nicht den Fehler, ergebungsnoll und wehrlos hinzunehmen, was seine Gegner an Anschlägen schmieden. Es hat dieses Deutschland sowohl das Gift einer verlogenen Propaganda kennengelernt, die heute von London aus wieder in so üppiger Weise ins Kraut schießt, und es hat kennengelernt den Lug und Betrug, und ausgekostet den Wortbruch und die Grausamkeit der Mächte, die im Verdammungsurteil von Versailles glaubten, Deutschlands Verelendung und Versklavung für immer erreicht zu haben.
Es ist gut, daß der Führer daran erinnerte, daß damals ein englischer Staatsmann sagt«, das deutsche Volk müsse eben seinen Lebensstandard reduzieren und täglich vierzehn Stunden zu arbeiten lernen, um die nach astronomischen Ziffern sich darstellenden Zahlen der sogenannten Reparationen aufzubringen. Zwanzig Millionen Deutsche waren einem Clemenceau zuviel am der Welt, und wenn der Führer Deutschland nicht erstanden