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parteiamtliche Lageszeitung der Nationalsozialisten Vremens
vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Lreien Hansestadt Vremen flml!ick,es verkündungsbkatt des Neichsstatti,alters in Vldenburg und Vremen
Nr. 91 / 9. Jahrgang
Sonnabend, 1. flpril 19Z9
Einzelpreis 15 Npf.
Vremen begrüß» den siitzrer
Ver krwecker und Neugestalter der deutschen wehrhastigkeit aus dem Wege zu seiner Kriegsmarinestadt Vilhelmshaven
Adolf Hitler, Deutschlands Retter und großer Führer, besucht heute unseren Gau. Auf der Reise zum Stapellauf des Schlachtschiffes „6" nach Wilhelmshaven wird er um 8.57 Llhr durch Bremen kommen, wo alle Volksgenossen in höchster Spannung des Augenblicks harren, ihn, wenn auch nur für Minuten, zu sehen und jubelnd ihm danken zu können für alles, was er am deutschen Volke getan. Gewaltige geschichtliche Taten sind es, die der Führer vollbrachte, seit er zuletzt in unserer Stadt geweilt hat. Und es drängt vor allem die Bewohner Bremens, denen es in der Zwischenzeit nicht mehr vergönnt war, den größten Mann aller Zeiten von Angesicht zu Angesicht zu schauen, ihck zu huldigen, ihre Liebe und Verehrung und die Versicherung ihrer unverbrüchlichen Treue zum Ausdruck zu bringen.
In hochfestlicher Stimmung erlebt Bremen diese Stunde und läßt in immer neuer Bewunderung das grandiose Walten Adolf Hitlers in sich lebendig werden. Lleberwältigend ist jedes einzelne Glied der Kette geschichtlicher Taten, die -es Führers Wollen und Glaube, des Führers Weisheit und Kraft vollbrachten, und es wäre schwer Antwort zu geben auf die Frage, welche unter den der Unsterblichkeit angehörenden Werken das schwierigste und größte ist. Ein großes, mächtiges Deutschland ist geworden, mit dem sich die Welt fast Tag und Nacht beschäftigt. Ein Volk ist geeint, groß, tapfer und stark, an dessen Wachsamkeit, Lebens
willen und Disziplin alle Ränkesucht der Gegner Deutschlands, aller Neid und Haß seiner Feinde zuschanden werden müssen. Es war dies nur möglich durch des Führers folgerichtige, unablässige, gigantische Erziehungsarbeit an seinem Volke. Es war dies nur möglich durch des Führers staats- männischen Scharfblick für außenpolitische Gegebenheiten, an denen Durchschnittspolitiker wie blind vorübergegangen wären. Es war dies nur möglich durch des Führers unerschütterliches Vertrauen auf sich selbst und auf sein Volk.
Die Bewohner der Hansestadt Bremen sehen als ein Teil des deutschen Volkes, tief ergriffen von der Wendung deutschen Schicksals, das Adolf Hitler meisterte, ehrfurchtsvoll auf den Führer, der heute durch ihre Stadt kommt, und geloben ihm mitsamt dem ganzen Gau für alle Zeiten unentwegten Gehorsam und ewige Treue.
Mit dem innigen Wunsche, den Führer doch auch einmal wieder länger als nur kurze Minuten bei sich sehen zu können, grüßt Bremen auf seinem Boden in Liebe und Verehrung Adolf Hitler, den Führer der Deutschen, den Begründer det herrlichen nationalsozialistischen Bewegung, den Einiger des deutschen Volkes, den Erwecker und Neugestalter deutscher Wehr- haftigkeit, den Schöpfer des Großdeutschen Reiches.
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Viesmal «Iruppenzusammenziefiungen an der polnischen Srenze" — perfide Mittel im Menste britischer kinkreisungsversuche
englisches tiigenmanöver gegen Deutschland
London, 1. April
Die Londoner Blätter erschienen gestern in großer und sensationeller Aufmachung mit ganzseitigen Ueberschriften, die unverkennbar die Vorbereitung sein sollten für eine neue agitatorische Aktion Englands gegenüber Deutschland. Die Blätter scheuen sich nicht, auch in diesem Falle wiederum Lüge und Verleumdung für ihre Ziele einzusetzen. Sie betreiben erneut das verbrecherische Spiel, ihre Machenschaften zu begründen auf angebliche deutsche Truppenzusammenziehungen an der polnischen Grenze. Daß an diesen Meldungen kein wahres Wort ist. kann man allein schon an der Art und Weise, wie sie von der englischen Presse vorgebracht werden, ersehen.
Die „Times" erklärt im Zusammenhang mit den über das polnische Problem geführten Besprechungen, daß „plötzlich Berichte über deutsche militärische Betätigun- gen 'in der Nähe der polnischen Grenze eingetroffen seien. Man habe einem Teil der Meldungen späterhin keinen Glauben mehr geschenkt." „Daily Telegraph" spricht ebenfalls von großen deutschen Truppenbewegungen an der polnischen Grenze, deren Bekanntwerden in verschiedenen Kreisen gestern die größte Nervosität ausgelöst hätten. Diese Berichte seien aber in amtlichen Kreisen nicht bestätigt worden. Der „Daily Herald" greift selbstverständlich diese Berichte ebenfalls auf und erklärt, daß die früheren Erfahrungen über Meldungen von deutschen Truppenzusammenziehungen darauf hinwiesen. daß die polnische Regierung vor eine Reihe von Forderungen gestellt werden könnte, die sich auf die Androhung von Gewaltanwendung stützten. Die Trup- pcnzusammen,ziehungen an der polnischen Grenze, so heißt es, bedrohten nicht Polen, sondern Europa. Auch „News Chronicle" spricht von deutschen militärischen Vorbereitungen. Diese Gerüchte hätten in amtlichen Kreisen wegen der Größe der deutschen Maßnahmen Befürchtungen ausgelöst. Im Leitartikel spricht das Blatt von einer Bedrohung Polens.
.»Daily Mail" hingegen erklärt, daß die Gerüchte über deutsche Truppenbewegungen weder in englischen noch i» polnischen Kreise» bestätigt worden seien.
Zu diesem unsauberen und durchsichtigen politischen Manöver der englischen Presse paßte dann auch der Auftakt der gestrigen Unterhausansprache, wo sich ein bezeichnendes Frage- und Antwortspiel zwischen Chamber- lain und dem Sprecher der Opposition, Greenwood, entwickelte. Ereenwosd fragte den Ministerpräsidenten, ob
er in der Lage sei, mit Bezugnahme auf wilde Gerüchte, die im Umlauf seien, eine Erklärung abzugeben.
„Was die Gerüchte betrifft", so erklärte Chambcrlain, „so werde« sie durch keinerlei amtliche Informationen bestätigt, die sich in meinen Hände» befinden. Es darf nicht angenommen werden, daß die Regierung diese für wahr hält." Reuter erklärt dazu, daß der Ministerpräsident „jene Gerüchte meine über eine Mobilisation und Konzentration von Truppen" — wobei sich diese Wendung offensichtlich auf deutsche Truppen bezieht.
Die verbrecherische Absicht großer englischer Blätter, eine antideutsche Panikstimmung zu erzeugen, richtet sich in ihrer Verwerflichkeit selbst! In geradezu perfider Weise wird das .britische Volk auf Grund offensichtlicher Zweckgerüchte, die das Zeichen der Lüge auf der Stirn tragen, gegen die deutsche Nation aufgeputscht. Wir warnen mit allem Nachdruck davor, dieses gefährliche Spiel mit dem Feuer, das wir schon in den vergangenen Jahren mehrmals in der Londoner und Pariser Presse beobachten konnten, fortzusetzen
oder zu wiederholen! Den Machenschaften sich einander widerlegender Konfliktpolitiker und journalistischer Dunkelmänner bringt das friedliebende deutsche Volk kein Verständnis, aber auch kein Uebermaß von Geduld entgegen. Was würde wohl der englische Leser sagen, wenn Berliner Zeitungen plötzlich gerüchtweise etwa „Meldungen" in die Welt setzen würden, wonach die britische Flotte auf dem Wege nach Portugal sei, um an der Küste von Lissabon Truppenlandungen vorzunehmen?! Was würde der erstaunte Leser vor allem sagen, wenn ein derartiges^ wider besseres Wissen genährtes Gerücht in der deutschen Presse nach britischem Rezept zunächst sensationell „verarbeitet" und dann sogleich mit der unfreiwilligen Feststellung dementiert würde, jene aufregende Meldung bestätige sich nicht?? Die Entrüstung über eine solche Vergiftung der öffentlichen Meinung würde in England zweifellos orkanartige Ausmaße annehmen. Aber Gouvernanten vom Schlage der Londoner und Pariser Hetzsournaille wissen nur zu gut, daß der waschechte Demokrat moralischen Anwandlungen immer dann völlig unzugäng- l i ch bleibt, wenn die Bösartigkeit seiner innersten Natur die letzten Hemmungen abstreift. — Das Urteil darüber, wer angesichts des neuen englischen Lügenfeldzuges zwecks raffinierter „Motivierung" der antideutschen Einkreisungspolitik den europäischen Frieden wirklich bedroht, können mir ruhig der öffentlichen Weltmeinung überlassen.
v. d4ü.
flugkapitim Meterle Po- 746 Stdkm.
Der absolute eelchwinSigkeits-Veltrekord für VeutlcklanÜ erobert
Vr. öoebbels auf der flkropotts
Athen, 1. April.
Als Freund und Bewunderer der Antike widmete Reichsminister Dr. Goebbels während seines Aufenthaltes in der griechischen Hauptstadt einen der ersten Besuche der Akropolis, wo die Schönheit der Bauwerke und Ruinen den Reichsminister erneut lange Zeit fesselten. Die archäologischen Erklärungen gab Landes- grüppenleiter Dr. Wrede ab. In Begleitung des Reichsministers befanden sich der Gouverneur von Athen, Minister Kotzias, sowie der deutsche Gesandte Prinz zu Erbach-Schönberg.
» Berlin, 1. April.
Die deutsche Luftfahrt konnte am Donnerstagabend einen ihrer stolzesten Erfolge erringen. Ein Jagdflugzeug der Heinkel-Werke, ein weiterentwickelter Typ des Rekordslugzeuges »o N 2 ii, mit dem Generalleutnant Übet Pfingsten 1938 seinen Geschwindigkeitsrekord über 16V Kilometer aufstellen konnte, hat den absoluten Geschwin- digkeits-Weltrekord für Deutschland erobert. Flugführer war der Flugkapitän Hans Dieterle, der über die vorgeschriebene Drei-Kilometer-Meßstrecke in der Nähe des Werkflugplatzes Oranienburg mit dem einsitzigen Flugzeug 746,68 Stdkm. erreichte und damit den seit dem 23. Oktober 1934 von dem Italiener Fron ssco Agello mit 769,263 Stdkm. gehaltenen Weltrekord um rund 37 Stdkm. überbot. Das Flugzeug ist ein mit einem Mercedes-Benz-Flugmotor os soi von 1175 PS. Leistung ausgerüstetes einmotoriges Jagdflugzeug. (Nähere Einzelheiten aus Seite 2)
wttlielmsliaven in krwartung großer kreigMe
Wilhelmshaven, 1. April.
Die festlich gestimmte Erwartung in der Kriegsmarinestadt am Jadebusen, die dem Führerbesuch und dem Stapcllauf des neuen deutschen Schlachtschiffes „6" gilt, steigerte sich gestern von Stunde zu Stunde. Noch waren alle Hände damit-beschäftigt, die Straßen, durch die der Führer zur Werft und van da zum Hasengelände fährt, die Häuserfronten und Fenster mit Fahnen, Girlanden, Blumen und Transparenten zu schmücken, obgleich alle Straßenzüg« bereits «in außerordentlich eindrucksvolles Bild der frohen und festlichen Stimmung bieten. Tausende von Gästen sind schon am Freitag in Wilhelmshaven eingetroffen. Die Zahl. der für Sonnabend angekündigten Sonderzüge ist inzwischen auf rund 50 angewachsen. Hinzu kommt der gewaltige Verkehr an Omnibussen, Kraftwagen und anderen Transportmitteln. Aus der Ostmark, dem Sudetengau und dem Memelgebiet allein sind 1850 Teilnehmer gemeldet.
Wilhelmshaven bietet ein völlig verändertes Bild. Große Menschenmengen stauen sich in den Straßen, Marineabteilnngen marschieren durch die Stadt, überall klingt Musik auf. Auf der Werft geht die Arbeit in erhöhtem Tempo vor sich.
Eine ungewöhnliche Belebung hat auch der Hafen erfahren. Aus Anlaß des Stapellaufes ist eine große Zahl von Einheiten der Marine im Reichskriegshafen Wilhelmshaven eingelaufen, u. a. Schlachtschiff „Scharn- horst", das Flottenflaggschiff Panzerschiff „Admiral Graf Spee" mit dem Flottenchef Admiral Boehm an Bord, Panzerschiff „Admiral Scheer", Panzerschiff „Deutschland" mit dem Behelfshaber der Panzerschiffe, Vizeadmiral Marschall an Bord, Kreuzer „Nürnberg", Flaggschiff des Befehlshabers der Aufklärungsstreitkräfte, Vizeadmiral Densch, der Zerstörer „Leberecht Maaß" mit dem Führer der Torpedoboote Konteradmiral Lüttjens, ferner zwei Zerstörerflottillen, außerdem das neueste Schiff der deutschen Flotte der Zerstörer „Admiral Karl Ealster", die vierte und sechste Torpedobootflottille, die 2. Räumbootflottille, einige Boots der 2. und 3. Unterseebootflottille sowie zahlreiche andere Einheiten der deutschen Kriegsmarine. Den Repräsentanten der deutschen Wacht zur See wird sich weiter noch das neueste Schiff des Friedens, der KdF.- Dampfer „Robert Ley" gesellen, der am Sonnabend mit Dr. Ley an Bord auf der Wilhelmshavener Reede eintrifft.
Italien blickt nach Villielmsliaven
(Oraktboriebt unseres Vertreters In Uom)
vr. v. I,. Rom, 1. April.
Die faschistische Öffentlichkeit nimmt mit starkem Interesse an den Veranstaltungen in Anwesenheit des Führers aus Anlaß des Stapellaufs des neuen deutschen Schlachtschiffes in Wilhelmshaven teil. Die Presse macht Angaben über die Bestückung und die Eigenschaften des neuen deutschen Schlachtschiffes und unterstreicht den
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