Ausgabe 
(28.11.1939) Nr. 328
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

-'N Sl-Ls- Sewele» Zetauqt ' hätte ^

'S 7 -

-f ^ 8

" bei dx/!^

^-hi-dL

-ewesen , ^

-uptni^

°'n°n Z^.'

S!.'L

L'"'S

:»»üTs

r d,e>e x,..)

Räch, ^ Elchen r-ZZ ^uterhüs^

Beispiel:

-W--l die M,,

^ W ^ ragen mq,;

Derlei di;^ hnei " sammen .rH«r« ^ iag fiirri,jk !S Anm«. 'er Iwi-M;. iter un- !M RL.-Verei«f re Fortßtz,^' her den >en EeriilE^. :tik, Dtz- s

ues gl K^j eine eiL

ckung gch, jickt in k: zembei t i i raus!«' lmendori.U - « KiM: inzigarn:- nen", dkt zu den --

Jltistzi-r " sucht mtL zu tchic,

> hellen L >bei der ür handelte a gut deut tzen. ' '"

Srscheink7malwrchenkllch

Monatsbezug E 2^0 etnsch. Zu- stellgebübr: Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 38,78 Post- zeitungsgebübri zuzügl 42 ^ Be­stellgeld Bezugspreis Ist Im voraus zablbar Postscheck: Hamburn I 7272, Eine Bekinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Teeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u.Sonntg. 51115. Sprech z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr: Schriftleitung Diens­tag und Freitag 12'/,13'/, Uhr.

vremer ZeNm

Anzeigen - Grnndprelse:

Die I nun hohe und 22 nun breite Zeile Im Anzeigenteil 13 ^4 Die 78 mw breite und 1 mn> Hohe Zeile Im Tertteil 75 2^/. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familten- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr, An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: InVremen: Am Geeren Nr, 6/8. Fernspr, 5 41 21 Nochtrul und sonntags: Fernsprecher 51115: Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121, In SNke, Mühlendamw Nr. 2,

Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt ües Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Meinen

der Nationalsozialisten Bremens

fimrNHes verkündungsdlatt des NeichsstattlMers in Oldenburg und Meinen

Nr. Z28 / 9. lahrgang

Menstag, 28. November 1SZS

kinzelpreis 15 Nps.

lodesring um knglanö!

Schiffsverluste am laufenden band

1

Britanniens flnseiien als Seemacht im Schwinden Minen und U-Boote am Werk

Im fltlantik versenkt

London, 28. November.

In London wird berichtet, daß der DampferRoyston Gränze", 8144 Tonnen, von der Reederei Houlder Line im Atlantischen Ozean versenkt wurde. Menschenleben > sind nicht zu beklagen.

Noch ein englisches Schiff...

... von deutschem U-Boot versenkt

ev. Kopenhagen, 28. November , Das englische SchiffWilliam Humphries" ist nach einer Meldung des dänischen Nachrichtenbüros Ritzau aus London von einem deutschen U-Boot mit Granaten beschossen worden und gesunken. Die ISköpsige Besatzung ist in die Boote gegangen.

Amsterdam, 28. November

Wie aus London gemeldet wird, wurde der britische DampferSta Eate" am Sonntagabend bei einem Zu­sammenstoß an der Siidkiiste schwer beschädigt. Man versucht, den Dampfer auf Strand zu setzen.

säst;os Mann ertrunken

Amsterdam, 28. November Bei der Versenkung des 1« K87 Tonnen großen briti­schen HilfskreuzersRawalpindi" wurden ein Offizier und 1« Matrosen gerettet, während der Rest der Be­satzung ertrank. Wie Reuter nachträglich bekanntgab, bestand die Besatzung des Hilfskreuzers aus 30« Ossi- zieren und Mannschaften.

civerpooler totsen-ampfer gesunken

Berlin, 28. November

Der Londoner Rundfunk meldet, daß sich am Sonntag das schwerste Unglück seit einem Vierteljahrhundert auf dem Mersey-Fluß bei Liverpool ereignet bat. Der Liverpooler Lotsendampser (!) war auf eine Sandbank gelausen. Seine Sirenensignale wurden falsch gedeutet und als Fliegeralarm ausgelegt.

Erst nach Stunden kamen daher Rettungsboote an den Ort der Katastrophe, konnten aber nicht an das Schiff heran. Die Mannschaft hatte sich an der Tagelage sestgeklammert, wurde jedoch von der stürmischen See sortgespült. Als einer der ersten kam der Kapitän ums Leben. 22 Mann sind ertrunken und nur zehn konnten gerettet werden.

Niederschmetternder kindruck in kngland

Berlin, 28. November

Die englische Oesfentlichkeit steht ganz unter dem niederschmetternden Eindruck der täglichen Schisfsver- luste, deren Ausmaß auch die schlimmsten Befürchtungen in London übertrofsen hat. Die britische Admiralität hat sich unter dem Druck der erregten össentlichen Mei-

Schwacheo Slörungsfeuer im Westen

Berlin, 28. November.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen außer schwachem Störungsseuer der Artillerie keine nennenswerten Kampfhandlungen.

nung veranlaßt gesehen, besondere Rekrutierungsbiiros einzurichten, in denen man Freiwillige für den Minen- suchdienst werben will. Man ging sogar so weit, diese Rekrutierungsbüros entgegen der traditionellen starren Einhaltung der englischen Sonntagsruhe auch am letzten Sonntag äffen zu halten, um möglichst rasch Mann­schaften zu gewinnen.

französischer fischdampfer versenkt ,

Madrid, 28. November.

Ein französischer Fischdampfer aus La Nacheile wurde von einem deutschen U-Boot versenkt. Die Besatzung ist von spanischen Fischern übernommen worden.

Holländischer Vampfer gesunken

An der Themse-Mündung durch eine Mine vernichtet Amsterdam, 28. November.

Wie die Direktion der Holland-Amerika-Linie be­kanntgibt, ist der holländische DampferSpaarndam"

gestern früh in der Themsemündung auf ein« Mine gelausen. Die Mannschaft hat das Schiff aufgegeben und ist in die Rettungsboote gegangen. Nähere Einzel­heiten fehlen noch.

DieSpaarndam", die 8857 Tonnen hat, ist am 22. September mit einer Schiffsgutladung aus New Orleans ausgelaufen und traf am 10. Oktober in den Downs ein. Darauf ist das Schiff nach Eravesend ge­fahren, von wo es gestern früh ausgelaufen war.

Schwedisches Motorschiff untergegangen

Nördlich Schottland auf Mine gelaufen

ev. Kopenhagen,28. November Das schwedische MotorschiffGustaf E. Reuter", das 8300 Tonnen groß und in Gotenbnrg beheimatet ist, lies nördlich der schottischen Küste auf eine Mine. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Sonntag. Man nimmt an, daß die Besatzung von 34 Man» gerettet worden ist.

Nussisch-sinnlscher örennwischensall

Vier Sorüjetsoldaten getötet Scharfe Protestnote Molotows

Moskau, 28. November.

Die sowjetrussische Sigentur Taß verbreitet eine amt­liche Meldung vom Stab der Truppen des Leningrader Bezirks, wonach es am Sonntagnachmittag an der finnisch-sowjetischen Grenze zu einem ernsten Erenz- zwischcnfall gekommen ist. Nach dem Bericht der Taß sei von finnischer Seite plötzlich Artillerieseuer auf das sowjetische Territorium eröffnet worden, und zwar seien sieben Kanonenschüsse abgefeuert worden, wodurch aus sowjetischer Setter drei Rotarmisten und ein Unter­offizier getötet, und sieben Rotarmisten, ein Unter­offizier und ein Leutnant verwundet wurden. Zur Aufklärung des Tatbestandes wurde von der Ersten Abteilung des Leningrader Militärbezirks sofort der Oberst Tischomirow an den Ort des Zwischensalles entsandt.

Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare und Außenkommi'ssar Molotow hat im Zusammenhang mit diesem Vorfall dem finnischen Gesandten eine Note überreicht, die folgenden Wortlaut hat:Herr Ge­sandter! Laut Mitteilungen vom Eeneralstab der Roten Armee wurde gegen unsere Truppen, die in die Gegend des Dorfes Mainila auf der Karelischen Landenge ver­legt sind, unerwartet heute am 26. November um 18.45 Uhr Artilleriefeuer vom finnischen Gebiet her eröffnet. Insgesamt wurden sieben Artillerieschüsfe abgegeben, welche zur Folge hatten, daß drei Soldaten und ein Unteroffizier getötet und weiterhin sieben Soldaten, ein Unteroffizier und ein Leutnant verletzt wurden. Die russischen Truppen, welche strengen Befehl erhalten haben, sich nicht zu einer Provokation verleiten zu lassen, beantworteten nicht das Feuer. Die russische Re­gierung bringt das zu Ihrer Kenntnis und sieht es für notwendig an, zu unterstreichen, daß bei den kürzlich vör sich gegangenen Verhandlungen mit den Herrn Tanner und Paasikivi die russische Regierung auf die Gefahr aufmerksam gemacht hat, welche die Konzen­trierung starker aktiver Truppen in unmittelbarer Nähe der Grenze gegenüber Leningrad bedeutet. Aus Anlaß des vom finnischen Gebiet aus eingetretenen provozie­renden, gegen die russischen Truppen gerichteten Ar­

tilleriefeuers ist die russische Regierung jetzt gezwungen ss, s " . ' ss ' ' . , ' 's'. Trup,

in der Nähe Leningrads nicht nur eine Bedrohung

festzustellen, daß die Konzentrierung finnischer Truppen

Leningrads darstellt, sondern tatsächlich eine feindliche Handlung gegen die Sowjetunion bedeutet, die schon zu Angriffen gegen russische Truppen geführt und Opfer gekostet hat. Es ist nicht die Absicht der Sowjetregie­rung, diesen verabscheuungswürdigen Angriff zu über­treiben, die Abteilungen der finnischen Armee unter­nommen haben, die dazu vielleicht durch ihre Führung verführt wurden, aber die russische Regierung würde wünschen, daß solche verabscheuungswürdigen Hand­lungen zukünftig nicht eintreffen.

Aus diesem Anlaß bringt die russische Regierung einen scharfen Protest vor und schlägt vor, daß die finnische Regierung unverzüglich ihre Truppen von der Kare­lischen Nase 20 bis 25 Kilometer weiter von der Grenze wcgverlegt und damit die Möglichkeiten zu neuen Pro­vokationen verhindert."

Die Verlautbarung der Taß-Meldung wird von allen russischen Zeitungen' an chervoragender Stelle wieder­gegeben, Daneben erscheint der volle Wortlaut der Note Molotows an den finnischen Gesandten. Gleich­zeitig verwenden die Blätter ganze Seiten auf die Wiedergabe der Resolutionen von Betriebsversamm­lungen, Ansprachen und Kundgebungen, die aus Anlaß des Zwischenfalls auf der Karelischen Landenge spon­tan abgehalten wurden. Sofort nachdem um Mitter­nacht der Rundfunk die Nachricht von dem Zwischen- fall gebracht hatte, wurden die zur Nachtschicht erschie­nenen Belegschaften der größten Betriebe in Moskau, Leningrad, Rostow am Don und anderen Städten zu Versammlungen einberufen. Die Resolutionen sind überaus scharf. Es wird hervorgehoben, daß, wenn Finnland jetzt nicht einlenke und den friedlichen Bor- schlägen der Sowjetunion nachgebe, die Rote Armee denProvokationen des finnischen Militärs ein Ende setzen werde". Die Politik der finnischen Regierung ent­spreche in keiner Weise der wahren Einstellung des fin­nischen Volkes gegenüber der Sowjetunion.

knolands Malbuch - fllbions Kriegsschuld

Vas verbrecherische Voppelspiel der englischen kriegsbeher eindeutig enthüllt

Berlin, 28. November.

Amtlich wird oerlautbart: Englands Vlaubuch be­weist seine Kriegsschuld. England wollte den Krieg. Beweis auf Beweis konnte Deutschland hierfür der Welt schon vor Augxn führen. Nichts hat England dem bisher entgegenzusetzen gewußt. Darum mußte es immer wieder zur Lüge und Verdrehung greisen. Das kürzlich herausgckommcne englische Blaubuch, mit dem sich die deutsche Presse bereits beschäftigte, erweist sich auch nach genauester Prüfung als nichts anderes als ein solcher'», ißlu ng euer Versuch der Ent­lastung, das heißt als ein neuer, aber schwacher Versuch der Verdrehung der Wahrheit. Tatsächlich ist diese englische Dolumcntcnsammlung für jeden, der sie zu lesen versteht, ein einziger schlüssiger Beweis für Englands unbedingten Willen zum Krieg.

Im englischen Blaubuch sind willkürlich Dokumente zusammengestellt, um einen einseitigen Eindruck ent­stehen zu lassen. Andere Dokumente wiederum sind svrt- gelassen. und auch der übrige Inhalt kann auf alles andere als Genauigkeit und erschöpfende Darstellung Anspruch erheben. Es würde zu weit führen, aus alle diese Ungenauigkeiten und Widersprüche einzugehen. Wir möchten aber doch aus dieser Fülle der Unklarhei­ten einen Punkt herausgreifen, der klar beweist, vag England nicht, wie es vorgab, ehrlich als ein Vermitt­ler zwischen Deutschland und Polen aufgetreten ist, son­dern daß es gerade als jene Kraft gewirkt hat, durch deren wohlüberlegte Dntrigen der Krieg unvermeidlich

wurde. Das Blaubuch selbst tritt den Beweis dafür an, daß die britische Diplomatie nicht etwa versucht hat, eine unmittelbare deutsch-polnische Verhandlung, auf die im Endstwdium der letzten Augusttage alles ankam, wenn der Krieg hätte vermieden werden sollen, herbeizufüh­ren, sondern im Gegenteil, «ine solche Verhandlung bös­willig verhindert hat. Entgegen der Behauptung der englischen Propaganda, Lord Halifax habe bis zu­letzt versucht, Deutschland und Holen gemeinsam an den Verhandlungstisch zu bringen, um eine friedliche Lö­sung zu erzielen, wird die deutsche These, daß das Ziel von Lord Halifax und seines Gehilfen, des britischen Botschafters in Warschau, Sir H. K e n n a r d, darin be­stand, die Polen davon abzuhalten, mit Deutschland in ernsthaft« Verhandlungen einzutreten, durch das eng­lische Blaubuch voll und ganz bestätigt. Es scheint kaum glaubbar, und trotzdem ist es so!

Die Dokumente des Blaubuches zeigen:

1. Der britische Außenminister Lord Halifax hat die Reichsregierung in gröblicher Weise hintergangen, als er behauptete, er habe aus Warschau eine Zusicherung erhalten, daß Polen zu Verhandlungen bereit sei.

2. Sir H. Kcnnard, der britische Botschafter in War­schau, hat die Ausführung des ihm aus London zuteil gewordenen Auftrages, die Polen aufzufordern, sie sollten in Verhandlungen mit der Reichsrcgierung ein­treten, bewußt solange verzögert, bis der von der R^ichs- regierung gesetzte Termin, der durch die polnischen Mo-

bilisierungsmaßnähmen notwendigerweise gesetzt werden mußte, verstrichen war.

3. Eine polnische Verhandlungsbereitschaft über die maßvollen deutschen Vorschläge war nur deshalb nicht vorhanden, weil die Polen sich auf die englische Unter­stützung verlassen zu können glaubten.

4. Auch die französische Regierung, die offensichtlich an der Entsendung eines bevollmächtigten polnischen Vertreters nach Berlin in letzter Stunde interessiert war, ist von England darüber getäuscht worden, daß in Wirk­lichkeit England überhaupt nichts dazu getan hat, um diese Verhandlungen, von denen Krieg oder Friede abhing, zustande zu bringen.

5. Der im deutschen Weißbuch bereits angetreten« Beweis dafür, baß Polen auf Grund dieses englischen DoppeUpiels niemals einen bevollmächtigten Vertreter nach Berlin entsandt hat und daß auch' der polnische Botschaft«-: in Berlin zu keinerlei Verhandlungen be­vollmächtigt war. ja, daß ihm sogar jede Art von Dis­kussionen verboten war, wird durch das englische Blaubuch in vollem Umfange belegt.

Dies sind die nackten Tatsachen, die sich aus dem von den Engländern veröffentlichten Dokumenten ergeben. Sie erhärten nicht nur Englands Schuld am Kriege. Sie zeigen vielmehr auch, daß die britisch« Regierung während der entscheidenden Tage Ende August ein n i e'. derträchtigcs Doppelspiel getrieben hat, das erst durch die englischen Veröffentlichungen vollständig überblickt werden kann. (Fortsetzung Seite 2) '

k'sliletqusllsn von 1914/18 restlos idsssitigt!

k. -. Weshalb uns der Sieg sicher ist? Weil wir nichtnur,"' über das schärfste und schlagkräftigste Schwert, sondern auch über die beste politische Füh­rung der Welt verfügen! Die Letztere sei hier zum Zweck der Wertung ihres innersten Wesens einmal zu den entsprechenden Verhältnissen des Weltkrieges in Beziehung gesetzt, wobei wir uns hinsichtlich der Gegen­wart wie der Vergangenheit an greifbare Tatsachen und Erfahrungen halten wollen.

Wesentlich für den Erfolg der kriegsmäßigen An­strengungen einer Nation ist die Konzentration aller Kräfte auf eine Gesamtausgabe, die Führung und Volk gemeinsam verpflichtet. Vorbedingung für diesen um­fassenden Einsatz der Volksgenossen ist die politische Einheit der zur Führung bestimmten Männer. Wie stand es mit der politischen Gleichrichtung 19141018 im deutschen Volk? In mehrfacher Hinsicht nicht gut! Zunächst verhinderten, weltanschaulich-staatspolitisch ge­sehen, konfessionelle, klassenideologische und parlamen­tarische Zwiespältigkeiten, auf die Reichskabinett und Länderbehörden sogar in den schicksalschweren Stunden der Nation noch Rücksicht nehmen zu müssen glaubten, die Ausrichtung des einzelnen und der ihn tragenden Gemeinschaften auf e i n Ziel. Es gab damals innerhalb der politischen Führung tausend überflüssige Meinun- gen, aber nicht eine überragende Persönlichkeit, die im Geiste Bismarcks die einander widerstrebenden Kräfte zu geschlossenem Einsatz zusammengefaßt hätte. Das kurzfristige, immer wieder veränderte Kompromiß regierte! Besonders verhängnisvoll wirkte sich der auf diese Weise bedingte Berliner Zick-Zack-Kurs auf militärischem Gebiet aus: zwischen der politi­schen Führung und der obersten Leitung der Wehrmacht tobte sich ein geradezu tatenlähmender Dualismus aus, der schon vor 1914, noch offensichtlicher aber im Ver^ lauf des Weltkrieges die an sich dringend erforderliche Straffung der Wehrkraft des deutschen Volkes verhin­derte. Wir brauchen hier nur an den Widerstreit der Auffassungen über den U-Boot-Einsatz (Reichs­kanzler contra Tirpitz) zu. erinnern, um die für Deutschland überaus schädliche Auswirkung der vor 25 Jahren herrschenden Disharmonie zwischen politischer und militärischer Führung zu verdeutlichen. Organi­satorisch schließlich war an allen Abschnitten der Inneren Front statt planmäßiger Synthese der Einzel- leistungen analysierendes Spezialistentum festzustellen. Die bewährte deutsche Organisationskraft, unter weit­schauender zentraler Leitung zu unerreichten Taten be- sahigtz wurde 191418 durch die Selbstherrlichkeit zum -teil isolierter, zum Teil sich überschneidender Instanzen erheblich geschwächt. Es bedarf keines Scharfsinns, den Gegensatz zwischen einst und jetzt zu er­kennen.^ llm die Tatsache der Fehlerausmerzung auf die einfachste Formel zu bringen: Heute ist unsere Füh­rung in allen- ihren Gliedern weltanschaulich auf die nationalsozialistische Schicksalsgemeinschaft Eroßdeutsch- lands und den Kampf um ihr Lebensrecht ausgerichtet; nnt der rein politischen Kraft ist die militärische Leitung in der Person des Führers zu einer unlösbaren Einheit verschmolzen, und die organisato.rischen Maßnahmen, gekennzeichnet durch ein Hand-in-Hand-Arbeiten aller Instanzen, find einzig und allein auf das Wohl des Ge- samtvolkes abgestimmt!

Ein weiteres wesentliches Merkmal der Unvollkom- meicheit deutscher Führung im Weltkrieg: ihr fehlte die Volksverbu n d enheit. Die Reichsregierung ließ bi« Nation an schwerwiegenden Entscheidungen und Entschlüssen nicht un-mitteIbar teilnehmen, obschon die wichtigste Voraussetzung hierfür nach der gewaltigen Volkserhebung der ersten Augusttage 1914 wie nur sel­ten zuvor in der deutschen Geschichte gegeben war Es blieb bei einer bürokratischenGeschäftsführung" der es ebensosehr an schöpferischer Initiative wie an Wen- digkeit und Anpassungsvermögen fehlte. Man sah den

IlllllllllllllllMIIIIIIItllllllllNIMIllllMIIIIIIIIIIIIIIIlllllllllMIIIIIIIIUIIIIMIIIIlllllM

Unser ^sgessnsesel

(Unsers dsutigs ^usZads umlakt sckt Seiten)

Der englische König unterzeichnete das völkerrechts­widrige Aussuhrcmbargo.

Chamberlain hielt eine von Naivität und Heuche­lei strotzende Rundfunkrede.

An der Nordwestgrcnze Indiens kam es erneut zu Zusammenstößen.

Englands Blaubuch beweist die Kriegsschuld der englischen Friedensfeinde.

Wieder sielen mehrere Dampfer dem englischen Handelskrieg zum Opfer.

Bei einem russisch-finnischen Erenzzwischenfall wur­den vier Sowjetsoldaten getötet.

Dr. Ley und Dr. Goebbels sprachen anläßlich der Jahrestagung der Reichskulturkammcr und des KdF. Der neue Kreis Vremen-Lesum der NSDAP. um­faßt 14 Ortsgruppen.

Das Oberkommando der Wehrmacht hat durch eine Sondcroerfüguilg das Vezugsscheiiivcrfahren für Wehrmachtsangehörige neu geregelt.