Ausgabe 
(15.11.1939) Nr. 315
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parteiamtliche Lageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden VSrgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

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Die 1 ww hohe und 22 arm breite Zeile Im Anzeigenteil 13 Die 78 ww breite und 1 nun Hohe Zeile im Tertteil 75 3?/,/. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel <2. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: InBremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 541 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115: Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121, Vn Shke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches Verkündungsblatt des Neichsstattlialtecs in Oldenburg und Meinen

Nr. Z15 / 9. Jahrgang

Mittwoch, 15. November 19Z9

Einzelpreis 15 Npf.

kngland blockiert die Neutralen!

Schwedischer Vampfer verschleppt

vritische SeerSuber find auf den Oeschmark gekommen

Luftangriff auf die Sst etland sinseln

Zwei britische Flugboote zerstört die deutsche Staffel ohne Verluste

aber im allgemein anerkannten Völkerrecht. Es ist auch absolut unsinnig, der deutschen U-Vootskriegführung vorzuwerfen, daß sie keinen Unterschied zwischen aus­führenden und heimkehrenden britischen Schissen mache, denn man hat bis jetzt noch niemals gehört, daß die britische Kriegsmarine für deutsche Schiffe einen der­artigen Unterschied macht. England weiß doch selbst ganz genau, daß alle Transport- und Verkehrsmittel zum unbedingten Banngut gehören und daß es für die prisenrechtliche Einziehung eines feindlichen Handels­schiffes belanglos ist, ob es Banngut an Bord hat oder nicht. Die Behauptung, daß die deutschen U-Voote auch bei den neutralen Schiffen keinen Unterschied machten, ist eine britische P ro pag and a ge.. Die aus England nach neutralen Ländern fahrenden neutralen Schiffe sind bis jetzt von den deutschen Seestreitkräften unbehelligt geblieben. Dies schließt allerdings nicht die Möglichkeit aus, daß Deutschland seinerseits die britische Ausfuhr auf neutralen Schiffen, z. V. die Kohlentransporte nach Skandinavien unterbindet, falls England ohne Rücksicht auf das Völkerrecht seine Ab­sichten in bezug auf eine Verhinderung der deutschen Ausfuhr auf neutralen Schiffen verwirklichen sollte.

Man müßte in den interessierten britischen Kreisen mehr die Ausführungen des früheren Finanzschriftleiters desEvening Standard", A. S. Wade, beachten, der in einer Zuschrift aus die zuvor behandelten Ausführungen derFinancial News" betonte, daß eine derartige bri­tische Maßnahme einerBlockade der Neutralen" gleich­komme.

Berlin, 1S. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei yur geringer Spähtrupp- und Artillerietätigleit verlies der Montag an der ganzen Front ruhig. Trotz ungünstiger Wetterlage unternahm am 13. 11. ein deut­scher Kampfsliegerverband einen Angriffsflug gegen die Shetland-Jnseln. Hierbei wurden zwei Flugboote zer­stört. Ein vermutlicher Treffer gegen einen englischen Kreuzer konnte mit Sicherheit nicht beobachtet werden. Die eigenen Flugzeuge kehrten sämtlich wohlbehalten wieder zurück."

Seitliche Dampfer liefen aus britische Minen

" Singapore, 15. November.

Der britisch« DampferShirdhana" ist am Montag in der Straße von Singapore gesunken. Wie amtlich mitgeteilt wird, sind 11 Passagiere ums Leben gekom­men, während neun weitere vermißt werden. Eine Er­klärung von amtlicher Seite wurde nicht gegeben. Man glaubt jedoch, daß das Schiff auf eine englische Mine gelaufen und innerhalb von 15 Minuten gesunken ist. DieShirdhana" faßte 7745 Tonnen und gehörte der Britisch-Indischen Steam-Navigation-Co. an.

stchtes Opfer des Münchener Mordanschlags

Sberomtmann Schmeidl seinen Verletzungen erlegen / kin alter und bewätzrter Kampfgenosse des Wtzrers jur Standarte korst Messet abberufen

München, 15. November.

Montagabend erlag der bei dem Attentat im Viirger- bräukeller schwer verwundete Parteigenosse Oberamt­mann Michael Schmeidl, München-Solln, seinen Ver­letzungen.

Mit Oberamtmann Schmeidl ist ein alter und bewähr­ter Kampfgenosse des Führers dahingegangen, der ihn im Jahre 1923 auf seinem Marsch zur Feldherrnhalle begleitete. Mitten im Kreis seiner Kameraden sah Par­teigenosse Schmeidl am 8. November in der vordersten Reihe des Bürgerbräukellers, um den Führer zu hören und mit den Kameraden von 1923 Wiedersehen zu feiern. Als dann durch den teuflischen Anschlag die Versamm- luugsstätte zusammenstürzte, wurde Schmeidl von den Steinen, Balken und Trümmern verschüttet. Sein alter Kampfgefährte Kaiser, der noch in der gleichen Nacht an den Folgen des Attentats starb, befreite den Schwer­verletzten in vorbildlicher Kameradschaft aus seiner furchtbaren Lage. In der Chirurgischen Klinik war sein Krankenlager das erste, das Gauleiter Adolf Wagner bei seinem Besuch am vergangenen Freitag aufgesucht hatte. In bewegten Worten gab Schmeidl, der durch

eine Netzhautablösung dem Erblinden nahe war, seiner Freude über den Besuch Ausdruck, gleichzeitig aber auch seiner Dankbarkeit darüber, daß die Vorsehung den Führer gerettet hat. Seine glücklichste Stunde aber er­lebte der schwerverwundete Parteigenosse, als der Füh­rer selbst tags darauf sich nach dem Befinden der ver­letzten Kameraden an Ort und Stelle erkundigte.

Nun ist auch Michael Schmeidl zur Standarte Horst Wessel abberufen worden. Alle ärztliche Kunst konnte das Leben dieses vortrefflichen Kameraden und präch­tigen Menschen, der sich trotz seines hohen Alters an Liebe und Einsatzbereitschaft für den Führer von nie­mand übertreffen ließ, nicht mehr retten. Die Nachricht von seinem Ableben wird im ganzen deutschen Volk herzliche Anteilnahme und schmerzliche Trauer auslösen. In Ehrfurcht neigen wir uns vor dem Toten, der ebenso wie feine sieben Kameraden sein Leben für den Führer und für Deutschland geopfert hat. Sein Grab aber wird zu einer neuen furchtbaren Anklage gegen die Attentäter und deren Hintermänner, die mit ihrem Anschlag vom 8. November das ganze deutsche Volk getroffen haben.

Pandit Netze»: keine Zusammenarbeit möglich

bov. Amsterdam, 15. November.

Im Hinblick auf die englischen Behauptungen, daß das Scheitern der Verhandlungen in Indien auf das Konto der Kongreßpartei komme, hat sich der Leiter des Kongresses, Nehru, noch einmal an die Öffentlichkeit gewandt und den indischen Standpunkt klargestellt. Das indische Volk, so erklärte Pandit Nehru, könne keinen englischen Borschlag annehmen, der nicht als Verhand­lungsgrundlage eine befriedigende Erklärung über die Kricgszielc und die indische Unabhängigkeit enthalte. Gleichzeitig müsse die Machtausübnng sofort dem indi­schen Volk übertragen und eine gesetz- und verfassungs- gebcnde Versammlung einberufen werden.

Die römische ZeitungTegoere" läßt sich aus Simla melden, daß die indischen Noidwestprovinzen unter dem Hochdruck antienglischer Propaganda stehen. Die Pro-

fern von U-8ooten und Vlorkade

London ärgert sich über Sie deutschen kandelsersolge in Südosteuropa

klamation Ghandis hat den fanatischen passiven Wide stand des indischen Volkes gegen die britische Eewal Herrschaft wachgerufen. Die Stammeshäuptlinge e weisen sich überall als starke Träger und Mittler dieß britenfeindlichen Bewegung. An den Grenzen sir überall Plänkeleien zu verzeichnen. Trotz der Masse' Verhaftungen in den größeren Städten sind die en lischen Behörden höchst beunruhigt und kaum Herr d Lage. Bei einer Velsammlung von Ghandi-Anhängei in Bombay wurden 100 Personen verhaftet; dieser bri täte Uebergrifs der britischen Machthaber löste den he tigen Protest des Kongreßkomitees aus.

Anscheinend sind die Briten auch in Indien bemüht, die Kriegspsychose durch Alarmmaßnahmen künstlich zu steigern. Aus Kalkutta wird gemeldet, daß am Sonntag in Indien der erste Fliegeralarm erfolgte. Es heißt, daß ein unbekanntes Flugzeug eine verbotene Zone überflogen habe" (!).

kvv. Kopenhagen, 18. November.

Die englische Blockade geht, nachdem die Neutralen auf die neuesten Drohungen nnd Erpressungsversuche nicht rasch genug reagieren, zu dem Versuch über, schärfere Daumenschrauben anzu,etzen. Nach einer Mit­teilung, die der schwedischen Amerikalinie in Göteborg zugegangen ist, haben die Engländer den großen Ämerikadampfer dieser ReedereiDrottningholm" auf der Reise nach Amerika abgefaßt und nach dem Häfen von Kirkwall auf den Orkneq-Jnseln verschleppt. Da ein schwedisches Schiff auf der Fahrt nach den Vereinig­ten Staaten nicht gut verdächtigt werden kann, Eng­lands Interessen zu gefährden, liegt hier eine glatte und »«verhüllte Schikane vor.

Mit diesem neuen Seeränberwkt macht England die schon vor einiger Zeit ausgestoßene Drohung wahr. die Blockade gegenüber den Neutralen erheblich zu ver­schärfen, DerDeutsche Dienst" schreibt dazu; In Lon­don wurde in den letzten Tagen wieder mehrfach die Fordernnq erhoben, die englische Blockade auch auf die deutschen Ausfuhrenaufne »traten Schis- jen auszudehnen. Man kann aber ein unsicheres Nechtsgefühl bei diesem Verlangen doch nicht ganz ver­bergen und sagt daher selbst, daß sich eine derartige Biockadeerweiternng nur schwer bewerkstelligen lasse, wenn sie nicht als legal gerechtfertigt werden könnt«. Diejenigen, die diese Ansicht nicht teilten, verträten die Auffassung, daß auf Grund der allgemein anerkannten Grundsätze des internationalen Rechtes nur die deutsche Einfuhr blockiert werden könnt«. / ^

Gegen diese sehr zutreffende Auffassung der Rechts­lage ' wendet der Lombard-Trade-Korrespondent der Finanzial News" ein, daß das Recht einer Re- pressalie einen integrierenden Teil des internationalen Rechtes bilde und alle anderen Erwägungen ausschalte. Solange Deutschland in seiner U-Bootkriegsführung nicht zwischen aus- und heimfahrenden britischen oder neutralen Schiffen unterscheide, habe England das Recht, dagegen in Form einer Repressalie vorzugehen und kei­nen "Unterschied zwischen aus- und einfahrenden deut­schen Schiffsladungen zu machen.

Zu dieser Darstellung derFinancial News" ist vor allem zu bemerken, daß die aus Deutschland in neutrale Länder zur Ausfuhr gelangenden Güter mit dem Ver­lassen des deutschen Reichsgebietes bereits in das Eigentum des neutralen Käufers überge­gangen find und von diesem aus neutralen Ländern und auf neutralen Schiffen nach dem neutralen Be­stimmungsort zum Versand gebracht werden.. Eine Ver­wirklichung der erhobenen Forderung trifft also fast ausschließlich und in erster Linie die neutralen Staaten.

Man sollte sich in England überlegen, daß es sich bei einer derartigen Ausfuhr aus Deutschland in keinerlei Hinsicht um Konterbande handelt, da die in neutrales Eigentum übergegangenen Waren weder direkt noch indirekt zu einer militärischen Stärkung Deutschlands beitragen könnten, lind wenn schon be­stimmte englische Kreise der Ansicht sind, daß nur die deutsche Einfuhr rechtmäßig blockiert werden konnte, dann muß dies dahin berichtigt werden, daß nach den internationalen Rechtsnormen sogar nur gewisse Teile der deutschen Einfuhr blockiert werden könnten, nämlich die unter den Begriff der reinen Kriegskonterbande fallende Wareneinfuhr. Allein aus diesem Grunde ist es schon völlig abwegig, daß ausgerechnet England das Recht zu Repressalien in Anspruch nehmen will. Ein solches Recht zur brutalen Willkür gibt es nur in der britischen Rechtspraxis seit Jahrhunderten, nicht

Besprechungen über deutsch-schwedischen waren- und Zatzlungsverketzr

Berlin, 15. November

In der Zeit von 2. bis 14. November haben in Stock- holm Besprechungen der deutschen und schwedischen Re- gicrungsausschüsse über Fragen des gegenseitigen Waren- und Zahlungsverkehrs stattgefunden. Die Ver­handlungen werden demnächst nach Vornahme einiger noch notwendigen Ermittlungen fortgesetzt werden.

A in sterdam , 15. November

In einem längeren Artikel über die Außen!,andels- bedjngnngen der iüdosienropäischcn Länder kommt die bekannte englische WirtschastszcitungEconomijt" nicht daran vorbei, die deutschen Ersolge im Handel mit die­sen Ländern anzuerkennen. Die Zeitung schreibt, man müsse sich darüber klar sein, daß Deutschland einen unbe­streitbaren Vorsprung im siidosteuropiiischen Handel habe.

Das verdanke es drei Umständen: Einmal der erfolg­reichen Vermehrung feiner iüd oft europäi­schen Handelsintereisen in vergangenen Jah­ren, zum zweiten den sehr verbesserten Trans­portbedingungen und drittens, so seit,am das auch klinge, der deutschen Währungstechnik, die es noch stets mit sich bringe, baß die Mark im Clearing- geichäst stabil geblieben sei, während das Pfund Ster­ling und der französische Franken «ine Entwertung von etwa 15 v. H durchgemacht hätten Auch verteidigten die Deutschen jeden einmal erzielten Vorsprung hart- niickm begniiglcn sich n:chi mil Verkam oder Ankam von Gülern allein, sondern eröffneten noch überall Geschäfte. Einen weiteren Einfluß habe Deusich- land auch im Bankwesen erzielt. Deutschland habe dar­

über hinaus auch einen persönlichen Kontakt hergestellt, indem es eine Menge Handelsrei>ender, Ingenieure und Mechaniker in die!« Länder geschickt habe.

Derartig enge Beziehungen, so gesteht derEconomist" ein, seien dazu angetan, auch in Kriegszeiten fest zu bleiben.

Was die Verkehrsbedingungen im Verhältnis zu den Südoststaaten angehe, so könne Deutschland seinen Han­del säst völlig auf der Eisenbahn abwickeln, sern von U-Bosten, Blockade und hohen Versicherungssätzen. Man könne dessen gewiß sein, daß Deutschland, wo immer seine Interessen gewahrt werden müßten, auch für die notwendigen Eisenbahnwaggons zum Transport der Waren sorge. Außerdem dürst man die Donau als Transportmittel nicht vergessen. Der Verkehr aus der Donau nähme einen ungehinderten Verlaus und werde noch durch besonders schnelle Motorboote beschleunigt.

Ganz verschiede» hiervon sei aber der Handel der süd- osteuropäischc» Länder mit Westeuropa. Dabei sei von ganz besonderer Bedeutung die Entwertung des eng­lischen Pfundes. Da habe Jugoslawien eine höchst wich­tige Entscheidung getrosten und sich völlig unabbönoig vöm Ppind Sterling gemacht.

Ilas H-Iloot-Ki'ivAsolirieielion kür eekolKieielie bälnü- kaki ten. Der Oberbsksklskrcber der Kriögsmorins, Srollackmirol Dr. ti. o. llaoclor, Kot liir die 1l-8oot- dsr Ki isgsmo i'iiw liio llinküki'Ung oinox s: l>>,»l llri> .inavsi'dnnt. Dos .Ikrldcdieii

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Weiterhin lief am Montag an der englische» Süd- küste der englische DampferOnzano" (1300 To.) eben­falls auf eine englische Mine. Besatzung nnd Passa­giere konnten gerettet werden.

treibminen an der spanischen Küste

Bilbao, 15. November.

Englische Treibminen verseuchen große Teile der euro­päischen Gewässer und bringen die neutrale Schiffahrt in große Gefahr. So wurden jetzt auch an der nord- spanischen Küste Treibminen gesichtet, unweit Kap Ta- zones und in der Nähe von Ferrol. Die spanischen Ma- rinebehörden sandten Suchboote aus, die die Minen unschädlich machen sollen.

Der letzte Kampfabschnitt der nationalsozialistischen Sturmabteilungen

Daß Deutschland heute über ein solch gigantisches Ausmaß der Abwehrkraft nnd des Behwnptungswillens verfügt, ist das Ergebnis eines jahrelangen innerpoliti­schen Kampfes. In seinem Verlauf genas das deutsche Volk von dem fürchterlichen Schwächeanfall, der es wehrlos der Willkür seiner Gegner preisgab. Die Hei­lung schien damals geradezu unmöglich. Ja, der Körper dieses Volkes wehrte sich gegen jeden Eingriff, der dem Verfall Einhalt gebieten sollte. Schritt für Schritt mußte die nationalsozialistische Bewegung einen neuen Boden erkämpfen, in den erst die ne-ue Staat gelegt werden konnte. Ihre Formationen fochten einen blutigen Kampf gegen die zahllosen Bazillenträger einer politi­schen Pest, wie sie noch nie ein Volk befallen hatte. In jener Zeit hat die SA. den Grund zu dem schaffen helfen, was heute als erhabenes Gebäude deutscher Macht vor uns steht. Es waren keine bewaffneten Ver­bände wenn es zum Kampfe kam, waren der Schulterriemen oder das Stuhlbein ihre einzigen Waffen aber sie waren nicht zu schlagen, weil sie als unbeug­same Idealisten ihr Ziel verfolgten.

Wenn es einmal darauf ankommt, Beispiele dieses alle Widerstünde und Nöte verachtenden Idealismus der Geschichte unserer Zeit einzufügen, dann muß die Wür­digung höchster Hingabe an ein Ideal als großes Vor­bild kommenden Geschlechtern überliefert werden. Das Vermächtnis der Frontgenevation, der tausendfacher Uebermacht trotzende Mut deutschen Soldatentums im Weltkrieg, das alles wurde in den Reihen der Sturm­abteilungen mit einem unbändigen revolutionären Willen zu einem Feuer, dessen Glut eigentlich erst die bürgerliche und reaktionäre Lähmung in Deutschland hinwegschmolz. Denn anders wäre es nie möglich ge­wesen, ein Volk so zur Verteidigung seiner Existenz zu mobilisieren, wie wir es in den letzten vier Jahren erlebten und wie es jetzt alle Vorstellungen übertrifft.

So wurde es möglich, neben der unbezwingbaren äußeren Front eine innere Abwehrstellung zu schaffen, die sich täglich aufs neue bewährt. Da ist unser« Jugend, die ihr ganzes begeisterungsfähiges Streben in allen Bereichen der nationalen Behauptung zur Ver­fügung stellt. Da sind unsere Frauen, die ihre Männer, Väter und Bruder im Kampf wissen und ohne Zagen ihre Plätze einnehmen, die in grenzenloser Selbst­losigkeit ihr Tun und Lassen auf die Erfordernisse des Krieges ausrichten. Und mitten im großen Kreis der äußeren ünd inneren Verteidigung haben auch die

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Unser Lsgessmesel

(Unsers ksutigs Ausgabe uwkaLt ssods Seiten)

Ein deutscher Kampfsliegerverband unternahm einen erfolgreichen jUngrifssslug gegen die Shet- laiid-2nfcln.

England geht zur offenen Blockade an Neutrale über und hat bereits einen schwedischen Amerika- dampfer verschleppt.

General Hertzog fordert einen Sonderfrieden zwi­schen Südafrika und Deutschland.

Im Wilnaer Gebiet wurde die Neuordnung durch verbrecherische Elemente gestört.

Oberamtmanii Schmeidel ist seinen bei dem Münchener Mordanschlag erlittenen Verletzungen erlegen.

Zwischen Berlin und Warschau verkehrt jetzt ein direkter D-Zug.

Reichswirtschaftsminister Funk hatte in Posen Ve­sprechungen über den Wirtschastsaufbau des Warthegaues.

In der Versorgung der Bevölkerung mit Spinn- stosfwaren wurde jetzt das Bezugschcinsystem durch die Reichskleiderkarte ersetzt.

Weitere Einzelheiten über die Lebensinittelznlagc- Karte für Nacht- und Langarbciter werden be­kanntgegeben.

Der Reichssportsührcr erläßt auf Grund der Ein- iatzsreudigkeit aller NSRL.-Angchörig?» einen Gnadenerlaß.