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kleiner Zeitung
parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negiereaden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen
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der Nalionaifoziaksten Vremens
flmtkches Verkündungsblatt des Neichsstattksalkers in Oldenburg und Bremen
Nr. Z1Z / 9. Jalzrgany
Montag, 1Z. November 19Z9
kmzelpreis 15 Bps.
Verfülirerwird den Krieg siegreich bestellen
der Markierte wurde Markierer
deutsche U-Voote im fltlantik
keichsminister Nr. Saebbels sprach zu Arbeitern und Soldaten
14000 tonnen-Nampser versenkt — Bestürzung bei kngländern und sranzosen
Berlin, 13.. November
Am Sonnabendabend veranstalteten der Kreis VII der NSDAP. und die Betricbsfnhrung der Firma Lsram einen Kameradschaftsabend, zu der auch die Lsfiziere und Soldaten einer Flalabteilung eingeladen waren. Im Zeichen der Verbundenheit, die heute alle Kreise des deutschen Volkes miteinander vereint, verlebten Arbeiter und Soldaten auf diesem Abend Stunden herzlicher Kameradschaft. Eine besondere Freude war es für alle Teilnehmer, als Reichsminister Dr. Goebbels erschien und im Verlaufe des Abends in einer kurzen Rede zu den Volksgenossen über den Sinn der Gemeinschaft des Volkes in dieser Zeit des Krieges sprach.
Nachdem Dr. Gookbols von Kreisl-eiter Dr. Rewecke und dem Betriebsführer der Firma Osram Dr. Krnm- beck begrüßt worden war, nahm er das Wort.
Er führte aus, daß er nicht gekommen fei, um politische Erklärungen abzugeben. Wenn «r spreche, so doch nur, um das zum Ausdruck zu bringen was in diesen Stunden und Tagen die Herzen aller Deutschen erfülle und auss tiefste bewege. -
„Wir sind uns von Anfang an darüber im Aaren gemestn, so erklärte der Minister, 'daß dieser Krieg für uns alle nicht leicht sein würde. Das Volk aber ist am besten iür dem Krieg gerüstet, das die stwi'Men Nerven hat md sie auch bewahrt. Wir wußten auch schon im Ich« 1S33. daß der Aufstieg des nationalsozialistischen Deutschland M einem gesicherten Frieden nicht ohne Mderstände vor sich gehen werde. Wir haben deshalb in den Jahren 1933, 1934, 1935 und 1936 alle Kraft daraus verwandt, das Staatsschiff sicher durch die stürmischen Wellen der internationalen Erregungen - hin- durchzuführen.
Daß uns die britische Regierung eine solche Auseinandersetzung aber einmal anszwingen würde, war nach Lage der Dinge kaum zu bezweifeln, und zwar aus folgenden Gründen:
Wir Nationalsozialisten hatten die Absicht, ein soziales Deutschland aufzubauen, ein Deutschland der Volksgemeinschaft; es sollten in diesem Deutschland alle Deutschen eine feste Heimat finden. Es war aber klar, daß. wenn 90 Millionen Deutsche unter einer einheitlichen Führung ausgerichtet in einer einheitlichen politischen Weltanschauung, zu einem Machtblock zusammengefaßt waren, bloß ihre politische Existenz allein schon von gewissen Staaten als Bedrohung angesehen werden würde, die sich daran gewöhnt hatten, Mittel- europa als ihre Kolonie zu betrachten. Das deutsche Volk ist in seiner vielgestaltigen Geschichte immer um das große Ziel seiner politischen Entwicklung betrogen worden. In dem Jahrzehnten und Jahrhunderten, in denen England die Welt eroberte und sein Imperium aufrichtete, lagen wir Deutschen uns in den Haaren u«n religiöse, konfessionelle, wirtschaftliche und soziale Fragen.'
Wir waren auch nach dem Kriege wieder im Begriff, denselben verhängnisvollen Fehler unserer deutschen Geschichte zu wiederholen. Es hieß da zwar nicht mehr: „Hie Katholizismus" und „Hie Protestantismus", wie im siebzehnten Jahrhundert sondern .Hie Bürgertum" und „Hie Proletariat"
Es ist nun das einmalige historische Verdienst des Führers und die erste große geschichtliche Tat seiner Bewegung, diese Fragestellung endgültig beseitigt zu haben. Es ist auch klar, daß damit ein ungeheuerlicher Machtzuwachs für die deutsche Nation verbunden war, und daß sie nun allein schon dadurch, daß sie da war, in den Augen der demokratischen Weltmächte eine
Bedrohung darstellte. Der FUbrer hat die Reaktion der Gegner auf diese Tatsache -.-rausgesehen und uns deshalb auch nach allen Richtungen hin darauf vorbereitet.
Er hat — nachdem sein Angebot auf eine gleichmäßige Abrüstung oder wenigstens Rüstungsbeschränkung abgelehnt war — eine Wehrmacht aufgebaut, die dem deutschen Volk gegen jeden Angriff seiner Gegner, den nötigen Schutz verleihen sollte. In den ersten Jahren unseres Regimes besaßen wir noch keine Wehrmacht, die uns in die Lage versetzt hätte, diese Auseinandersetzung siegreich zu bestehen. Unsere Feinde wollten uns von Ansang an vernichten, aber sie haben ihre Maßnahmen immer zu spät getroffen, wie ja überhaupt die Geschichte des Nationalsozialismus zugleich auch die Geschichte der verpckßten Gelegenheiten seiner Gegner ist." (Fortsetzung auf Seite L)
clnb. Amsterdam, 13. November.
Aus Vigo wird berichtet, daß bei den zahlreichen in diesem spanischen Hafen liegenden englischen und französischen Schiffen, die unterwegs nach England oder Frankreich sind, große Bestürzung herrsche durch die Nachricht vom Auftauchen deutscher U-Voote in der Umgebung dieser Verkehrsstraße des Atlantik. Diese Linie wird sehr stark von der englischen und französischen Flotte bewacht.
Nach einem aufgefangenen Funkspruch soll der 14ÜVV Tonnen große Dampfer „Ponzano" versenkt worden sein. Ein japanischer Dampfer behauptet, ein deutsches U-Boot gesichtet zu haben. Kurz darauf habe er SOS.- Rufe der „Ponzano" aufgefangen, in denen mitgeteilt
erfolgreiche Arbeit der Sonderkommissiou
Me Münchners Spur des angeblichen Handwerkers — kine wichtige technische Feststellung ' über dos Ukrwerk des Zeitzünders
München, 13. November
Bei der Sonderkommissiou zur Untersuchung des Verbrechens vom 8. November wird Tag und Nacht und auch am Sonntag gearbeitet. Aus die Mitteilung vom Sonnabendabend, daß der angebliche Handwerker gesucht wird, der sich im Viirgerüräukeller vor längerer Zeit zu schaffen machte, hat schon eine ganze Reihe von Personen Angaben gemacht. Diese Spur verdichtet sich immer mehr, zumal festgestellt werden konnte, daß der Gesuchte weder znm Personal des Bürgerbräukellers gehört hat, noch als Handwerker dort ordnungsmäßig tätig war.
Es bestätigt sich und ist klar zu erkennen, daß dieser Mann nicht nur einmal erschien, sondern daß sein Auftreten schon bis Anfang August zurückliegt. Gerade an dieser Feststellung arbeitet man bei der Sonderkom- mission mit besonderem Nachdruck, um zu versuchen,
noch mehr Anhaltspunkte hinsichtlich der Person des Mannes zu bekommen.
Weit über 1000 weitere Angaben wurden inzwischen bei der Sonderkommissiou gemacht, die an der Auswertung des Materials mit allen Kräften arbeitet. Um den Volksgenossen ihre Angaben zu erleichtern, sei in diesem Zusammenhange darauf hingewiesen, daß jede Polizeidienststelle, also nicht nur die Staatspolizeileit- stelle in München, Mitteilungen entgegennimmt und verpflichtet ist, sie zu überprüfen sowie unvorzüglich entweder an die Sonderkommisston in München oder an die zentrale Leitung beim Reichssicherheits-Haupt- amt in Berlin weiterzuleiten.
In technischer Hinsicht ist es inzwischen gelungen, zwei Firmen festzustellen, die als Hersteller einzelner Teile des Uhrwerks des Zeitzünders in Frage kommen. Hinsichtlich des Materials der anderen Teile des Sprengkörpers sind die Untersuchungen und die Ueberprüfun- gen der verwendeten Materialien noch im Gange.
Ausbruck des Haukes und der Irene
raufende besuchten Sie kukestatte der roten des S. November
München, 13. November.
Die Gedanken der Bevölkerung der Hauptstadt der Bewegung weilten auch am Sonntag bei den Opfern des Mordanschlages im Viirgerbräukeller. Der Münchener Nordsriedhof, in dem die sieben Toten ihre Ruhestätte gefunden haben, war den ganzen Tag über das Ziel von vielen Tausenden von Volksgenossen.
Besonders in den Nachmittagsstungen ergoß sich eine wahre Völkerwanderung zum Nordfriedhof. Stundenlang riß der Zug der Menschen, in deren Herzen die Dankbarkeit und Treue für die Ermordeten und die Teilnahme für ihre Angehörigen lebt, nicht ab.
Vor der mit Novemberbraun ausgeschlagenen. lor- beergeschmückten Gruft mit den herrlichen Kränzen des Führers waren in zwei langen, doppelt und dreifach gegliederten Reihen die zahllosen mit prächtigen Schlei-
L
K'!.U°'eg.»mm a... Küneken: Nes letzter 6,-uü an cki« Opker v«o,.oec.,.-.i.c.I.--, Attentat» vom
d'ovemlier 1339. (r'rssss-ttonwsnn?
fen versehenen Kränze niedergelegt, die den letzten Gruß der Treue, des Dankes und der Verbundenheit für die Toten des 8. November bilden. Entblößten Hauptes und mit zum deutschen Gruß erhobener Rechten zogen die Volksgenossen an der Gruft vorüber. Es war eine Wallfahrt der Treue zu den sieben deutschen Menschen, die ihr Leben gaben für den Führer Adolf Hitler.
Zufriedenstellendes befinden der Verletzten
München, 13. November.
Ueber den Zustand der 28 verwundeten Opfer des verbrecherischen Anschlages vom 8. November im Bür- gerbräukeller erfährt das Deutsche Nachrichtenbüro:
Alle 28 Verletzten befinden sich rn den Kliniken, doch ist eine Verschlechterung des Zustandes bei keinem der Opfer eingetreten. Ihr Zustand ist, ganz allgemein gesprochen,' zufriedenstellend. Auch das Befinden der beiden am schwersten Verletzten bessert sich. Einige leichter Verletzte stehen vor ihrer Entlassung.
Bei den 20 Opfern des Attentats, die im Krankenhaus rechts der Jsar liegen, ist eine Besserung eingetreten. Bei keinem der Patienten kann der Krankheitszustand mehr als ausgesprochen besorgniserregend betrachtet werden. Insbesondere ist auch an den schwerer Verletzten ein Fortschritt der Genesung zu beobachten. Die gefährlichsten Wunden hatte hier der Blutordensträger Thenn, bei dem das Fieber jetzt zurückgegangen und zu hoffen ist. daß die Wundheilung ebenfalls fortschreitet. Von den nenn leichter Verletzten, die in dieser Klinik untergebracht sind, können heute oder am Dienstag wahrscheinlich die ersten entlassen werden. Bei den fünf Schwerverletzten in der Chirurgischen Klinik ist keine wesentliche Veränderung eingetreten, aber ihre Gesundung macht weiterhin allmähliche Fortschritte.
Auch der Zustand des dort liegenden Schwerverletzten, des Oberamtmannes Schmeidl ist, wenn auch Komplikationen nicht ausgeschlossen sind, nicht mehr besorgniserregend. Der im Krankenhaus Schwabing untergebrachte Verletzte, der SA.-Mann Anton Gruber, befindet sich gleichfalls auf dem Wege der Besserung,
Alle Opfer des schändlichen Attentats erfreuen sich der hingebendsten Betreuung durch Aerzte, Pfleger und Pflegerinnen der Krankenanstalten.
französische Angriffe abgeschlagen
Berlin, 13. November.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Mehrere Versuche der Franzosen, in den letzten Tagen eine von unseren Gefechtsvorposten besetzte Höhe elf Kilometer südwestlich Pirmascns mit Unterstützung durch Flieger und starke Artillerie zu nehmen, sind gescheitert. Die Höhe und eine Anzahl von Gefangenen blieben in unserer Hand."
wurde, daß das Schiff versucht hatte, einem deutschen U-Voot zu entkommen, jedoch gestellt und unter Feuer genommen wurde und nun im Sinken sei.
2m Istanbuler Hafen ist ein englischer Frachtdampfer eingelaufen, der völlig schwarz gestrichen ist und eine freistehende, ungetarnte Heckkanone hat. Der Name und der Heimathafen sind übermalt.
— schon immer letztes Mittel des Teeret Service
R. lVlü. Bremen, 13. November.
Den folgenden Dialogen liegen historisch verbürgte Angaben zugrunde, die in dem aufschlußreichen, dieser Tage im „VB." besprochenen Buch des Franzosen Robert Boucard „Die Hintergründe her englischen Spionage" (1929) enthalten sind. Der hier skizzierte Fall Lord Kitchener beweist vielleicht am ieindrucksvollsten. daß der berüchtigte englische EehoimdieM, dem am 8. November in München der Führer zum Opfer fallen sollte, vor keiner Person haltmacht! Die Feststellungen über die dem Untergang des Panzerkreuzers „Hampshire" vorangegangene Minsnlegung seitens eines deutschen U-Bootes werden von dem französischen Ouellenmaterial nicht berührt.
2. Juni 1916, London:
König Georg V.: Sie wollen mich dringend sprechen — wie außergewöhnlich, Lord!"
Kriegsminister Lord Kitchener: „Majestät, in der Angelegenheit, die es zu entscheiden gilt, ist schnellstes Eingreifen erforderlich."
Georg V.: Das sagt Ihr Kriegsminister immer, wenn wir Euch mit politischen Manipulationen bei- springen sollen. Wo müssen wir eingreifen?"
Lord Kitchener: „Ich erhalte von meinem m Rußland tätigen Gewährsmann Sidney Reilly die Nachricht, daß unser östlicher Verbündeter ernsthaft mit dem Gedanken eines Separatfriedens Petersburg—Berlin spielt. Wir müssen dem Großfürsten Nikolai Nikolaje- witsch schleunigst zu Hilfe kommen und dem Zaren im Kampf gegen die russischen Außenseiter den Rücken steifen. Schreiten wir nicht sofort zur Tat, so ist das Ende des Krieges nicht abzusehen."
Georg V.: „In der Tat, da muß etwas geschehen!"
Lord Kitchener: „Ich Litte Eure Majestät um die Erlaubnis, in Petersburg selbst nach dem Rechten sehen zu dürfen."
Georg V.: „An mir soll der Plan nicht scheitern. Fürchtet der Lord keine Gefahren? Ich meine nicht nur die deutschen U-Boote, sondern auch den inneren britischen Gegner."
Lord Kitchener: „Es ist richtig, daß mich der Secret Service wie keinen zweiten Engländer haßt, aber muß ich ihn darum fürchten?"
Georg V.: „Wann soll die Reise beginnen?"
LordKitchener: „Am 5. Juli werde ich mich auf den Panzerkreuzer „Hampshire" einschiffen."
4. Iuni1916, Kirkwall:
Agent des Secret Service: „Wer im
Dienste des Secret Service steht, handelt schweigend!"
Matrose der „Hampshire": „Aber man darf
IIIII»IMI»UIMI»MMMMI»III,II,IIMI,M»,MIMIMII„M»,M,MIM„M„liNMI
Unser ^ssessmesel
(Vis bsntigs Kusgabs unikaüt ssobs Leiten)
Im Newyorker Hafen sank ein Dampfer mit zwei für England bestimmten Bombenflugzeuge».
Im Atlantik wurden deutsche U-Voote gesichtet; ein feindlicher 14 VVV-Tonnen-Dampfer wurde bereits versenkt.
Der Pressechef der holländischen Regierung hat englische und französische Hetzjournalisten verwarnt. Französische Artillerie verletzte die belgische Neutralität.
Im Westen wurden französische Angriffe abge
wiesen.
Das Befinden der beim Münchener Attentat verletzten Alten Kämpfer kann als zufriedenstellend bezeichnet werden.
Reichsminister Dr. Goebbels sprach im Berliner Osten zu Arbeitern und Soldaten.
Kreisleiter Blanke sprach auf der Langemarckseier des NSD.-Studentenbundes Standort Bremen.
Das vom preußischen Kreis Osterholz abgetrennte Gebiet soll ein selbständiger NSDAP.-Krcis
werden.
Im Rahmen der HJ.-Arbeitstagung fand eine
Morgenfeier im Tivoli statt.
Werder unterlag in der Kampfbahn dem Nieder- sachsenmeister VfL. Osnabrück unerwartet hoch
0:4.
Nach fast aussichtslosem Stand erkämpfte die deutsche Futzball-Elf gegen das Protektorat Böhmen-Mähren ein ehrenvolles 4 : 4.
Der Fußball-Weltmeister Italien erlitt in Zürich gegen die Schweizer Ländermannschaft feine erste 1:3-Niederlage.