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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien kjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches Verkündungsblatt des Beichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Nr. Z12 / 9. Zahrgang
Sonntag. 12. November 19Z9
Linzelpreis 15 Npf.
Der kükrsr keilt clsnen elis 1>sus, elis ikm elis Ireus gskcrltsn kesiren
Unser Sieg - Dank an die säten
der külirsr beim blünekener 5 tsstrslr!
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Vs« l^aete
Osr s'übtsi' läbt riicbt von 8sinsn Lstrsusn
München, 12. November
Das ganze deutsche Volk hat am Vormittag des 11. November die jüngsten Blutzeugen der Nationalsozialistischen Bewegung, die Opfer des fluchwürdigen Attentats im Bürgerbräukeller, zu Grabe getragen.
Sie haben ihre Treue zum Führer mit dem Tode besiegelt. Der Führer vergilt Treue mit Treue und erweist seinen alten Kameraden und Kampfgefährten beim Staatsatt vor der Feldherrnhalle die letzte Ehre. Seine Anwesenheit in dieser schmerzvollen Stunde des Abschiedes von den alten Eesolgsmannen ist das schönste und ergreifendste Symbol der Tod und Leben überdauernden, unzertrennlichen Kampsgemeinschaft, die Adolf Hitler und seine getreue» Mitkämpscr verbindet.
Rudols Hetz sprach die Worte des Abschieds, in tieser Ergriffenheit aber stand die ganze deutsche Nation mit den Teilnehmern des Staatsaktes vor den Särgen der Ermordeten und begleitete sie auf ihrem letzten Weg.
Seit zwölf Stunden stehen die Sarkophage vor den Stufen zur Feldherrnhalle, aber der Strom der Menschen reißt nicht ab, die schweigend und langsam an den Särgen vorüberschreiten und den Arm zum ehrenden Gruß erheben.
Um 10 Uhr tritt die letzte Ehrenwache vor. Die Kameraden der SA. werden abgelöst von Alten Kämpfern. Sie stehen den Toten am nächsten. Bald darauf hallt das Pflaster wider vom Marschtritt der Soldaten, dröhnenden Schrittes rücken je eine Ehrenkompanie der
-Verfügungstruppe, des Heeres und der Luftwaffe an. Sie beziehen längs der Front der Residenz auf der westlichen Seite des Platzes Aufstellung. Auf der gegenüberliegenden Seite sind die Ehrenformationen der Partei angetreten: Ehrenstürme der SA., des NSKK. und des NSFK., eine Ehren-Hundertschaft der Politischen Leiter, eine Ehrengefolgschaft der Hitlerjugend und eine Ehrenabteilung des Reichsarbeitsdienstes.
Inzwischen ist schon langst die halbe Stadt unterwegs. Wer nur irgendwie sich frei machen konnte vom Beruf und Arbeit, der bezeugt den Toten die letzte Ehre. Nicht eine einzige Lücke weist das Spalier der Tausende, der Zehntausend« auf, die die schnurgerade an die vier Kilometer lange Straße des Trauerzuges säumen. Ueber die ganze Breite der Vllrgersteige stehen die Volksgenossen in fünf, sechs und acht Gliedern. Menschen über Menschen, lautlos stehen sie dicht aneinandergerückt, Ausdruck der Gemeinschaft, der engen, verschworenen Gemeinschaft, die das Verbrechen des 8. November nur noch besser und inniger zusammengeführt und noch härter und entschlossener gemacht hat.'
keifte ktzrung durch die kitten Kämpfer
Tiefer Ernst liegt über dem Platz um die Feldherrn- hallc Auf vier Pylonen lodern Flammen. Sie hüllen die Särge und die rotsamtenen Bahrtücher mit dem Hakenkreuz in ein gedämpftes Licht. Hell und erhaben leuchtet aus dem Innern des Hallenbaues das goldene Hakenkreuz, das Zeichen, das den zahllosen Kämpfern für Führer, Volk und Reich Symbol ihres Glaubens war und ist. Und so wie das Sterben der ersten Blutzeugen vor 16 Jahren nicht sinnlos war, so wird auch der Opfertod der Jüngsten dem ganzen Volk die Kraft geben zu leben und zu kämpfen für das große Ziel, das der Führer uns steckt.
Eine leichte Bewegung geht durch die Massen. Alte Kämpfer bringen die Kränze des Führers, weiße Chrysanthemen aus grünem Lorbeer: auf roten Schleifen leuchtet sein Name. Wenig später füllt der Black der ältesten Gefolgsmänner des Führers, das breite Mittelstiick des großen Platzes. Sie tragen alle die graue Windjacke und die graue Mütze. Den Schluß bilden die Vlutordensträger aus den Reihen der Wehrmacht und der Polizei. In den Händen derer, die jetzt vor uns stehen, starben die Opfer des fluchwürdigen Verbrechens, und mit den alten Getreuen des Führers marschieren im Geist an die 60 Kameraden, die im Bürgerbräukeller geblutet haben und nun in den Krankenhäusern auf dem Schmerzenslager liegen.
In der ersten Reihe der Alten Garde sehen wir Julius Streicher, Wilhelm Frick, Heinrich Himmler, Wilhelm Brückn», Julius Schaub, Hermann Esser.
(Fortsetzung auf Seite 2)
I. B. 0. B r e m en, 12. November
Der Führer hat es sich nicht nehmen lassen, persönlich am Staatsakt, der dem Abschied der Toten vom Bürgerbräukeller galt, teilzunehmen. Die Treue denen zu halten, die zu ihm in Treue gehalten haben, erschien ihm als eine Selbstverständlichkeit, und nichts, am wenigsten der englische Geheimdienst, konnte ihn abhalten, zur Stelle zu sein, als die feierliche Ehrung der Toten stattfand. Und nicht nur das, auch den Verwundeten des verruchten Londoner Anschlages stattete er seine Besuche ab und drückte ihnen die Hand, sie tröstend und erhebend, und ihnen so ein Erlebnis schenkend, das bestimmt zu den schönsten Erinnerungen ihres Lebens zählen wird. Selbst den Schauplatz des ungeheuerlichen Verbrechens besichtigte er und ließ sich eingehend Bericht erstatten über den Verlauf der Untersuchungen, deren Ergebnisse von Stunde zu Stunde mehr die Vermutung
bestätigt, die sofort nach dem Anschlag erwachen mutzte, die Vermutung, daß die Urheber dieses Anschlages in England sitzen, in England, das ja der einzige Nutznießer gewesen wäre, wenn der Anschlag sein Ziel erreicht hätte.
enttäuschte Verbrecher
Wie gern wohl hätte das englische Lügemninisterium feinen Hörern am Rundfunk und den Üesern einer ver- judeten Presse die Meldung vorgesetzt: Adolf Hitler hat an dem Staatsbegräbnis aus Furcht vor neuen Anschlägen nicht teilgenommen. Wie gern hätte man giftigen Hohn und Spott gemischt, um der Welt zu sagen: Seht, Adolf Hitler ist gar nicht der Mann, für den ihr ihn haltet. Er weicht in Furcht vor einem anonymen Verbrechertum zurück. Er wird ebenso furchtsam vor unserer Entschlossenheit, Deutschland niederzukämpfen, zurückweichen. Dieses triumphierend in die Welt Hinausschreien zu können, hatten sich die heimtückischen Lügner und Heuchler der englischen Regierung und ihrer Helfershelfer erhofft und sehen sich nun bitter enttäuscht und müssen erkennen, daß sie sich sogar in diesem Punkt, wo eigentlich keine Unklarheit aufkommen konnte, in Adolf Hitler geirrt haben. So wie sie sich ja schon seit Jahrzehnten, seit dem Tage, da Adolf Hitler seinen Kampf um Deutschland begann, in ihm getäuscht haben.
wir können auch hassen
In tiefster Ergriffenheit hörte das deutsche Volk am Rundfunk die Worte des Stellvertreters des Führers, die jedem deutschen Volksgenossen aus innerster Seele gesprochen sind. Nicht allein Empörung, Entsetzen und Abscheu vor der satanischen Tat erfüllt heute das deutsche Volk, sondern Erbitterung und leidenschaftlicher Haß gegen die feigen Anstifter des Mordanschlags, nicht zuletzt auch gegen diejenigen in England, die sich willenlos eine Regierung aus Mördern und Verbrechern gefallen lassen und im weiten britischen Reich nicht ein einziges Wort der Verurteilung der Tat finden. Rudolf Heß hat den Nagel auf den Kopf getroffen, als er davon sprach, daß die Mordstifter an der Themse das deutsche Volk nun hassen gelehrt haben, genau so wie er recht hatte, als er sagte, daß wie das Verbrechen im Bürger- bräu sich zugunsten des Führers auswirkte, auch der vom Zaun gebrochene Krieg sich zugunsten des Führers, d. i. zugunsten Deutschlands, und schließlich zugunsten der ganzen Welt auswirken werde. Unerschütterlich steht der Entschluß des ganzen deutschen Volkes, bis zum letzten Atemzug« die bestialische Macht zu bekämpfen, die mit ihrer Unmoral eine ganze Welt verpestet, die in ruchloser Skrupellosigkeit versucht hat, Deutschland mit einem einzigen Schlage zu vernichten, indem sie ihm den Führer mordete und gleichzeitig seine ersten Mitarbeiter umbringen wollte.
Indizien
Wie äußerte sich doch'Reuter in einem seiner Berichte über München: „Nachdem die erste Bombe explodiert ist werden andere noch folgen". Das besagt wahrlich viel! Noch mehr aber entnimmt man den Aeußerungen der „Times", des Blattes mit dem frommen Pharisäer- Augen-Aufschlag, das heuchlerisch seufzend ausführt: „Auf dem Wege der Vernichtung der Nazis gehen natürlich auch einige moralische Werte verloren,'Trotzdem beten Millionen, daß der Nazismus zerstört werde." Unter diesen Millionen befindet sich natürlich auch die „Times" und ihr Schutzpatron Herr Chamber- lain mit den ihm umgebenden Rowdies Churchill und
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Unser
(Unsers ksutigs Ausgabe' umfallt 12 leiten)
Der Führer nahm an dem feierlichen Münchener Staats«« für die Vlutopfer des Attentatcs vom 8. November teil.
Rudolf Heß hielt die Traucransprache und nahm im Namen des ganzen deutschen Volkes von den Toten des 8. November Abschied.
Nach den neuesten Münchener Untersuchungen wurde das Attentat auf den Bürgerbräukcller bereits im August vorbereitet.
Der Führer sandte Viktor Emanucl III. anläßlich seines 70. Eeburstages seine Glückwünsche.
Der Psundsturz wirkte sich verheerend aus die Wirtschaft einiger neutraler Staaten aus.
Rooseoelt hat seine Zustimmung zum Flaqqcn- wechsel der USA.-Schifse zurückgezogen.
Lodz wurde in den Reichsgau Wartheland übernommen.
In Bremen fand die erste „Versammlung der Jugend" der Nordsce-HJ. statt.
Drei Bremer Bäckereien wurden in schwere Strafe genommen, weil sie das zulässige Backwarengcwicht unterschritten hatten.
Die Opker <i«-i rni'lilosen Iilnxc« auk «>e» linizre, Nimiilrellei- viii-ile» keiei'Iiel, vor <Ici- lkelilkerrnlmlle
aiikgek:,!» t. Die xmnre Xnelit r.iii» 8<,»,m>,e»il I»,ick»iel, ei» ui»i„le, I» »cliener 81,'om Uauerncker Volle« zennsseu an cken 8ärgen vorüber, um von cken Toten ^.bsebieck ru »sinnen uuck ibnen clen letzten 6ruü ru orn-eissn. (krssss-Lokkmaun)
Attentat schon im August vorbereitet!
kin angeblicher Handwerker dringend verdächtig — Ver neueste Stand der Münchener Untersuchung
>Inb. München, 12. November Der Rcichsfiihrer Z und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Es steht nunmehr fest, daß mit der Vorbereitung des verbrecherischen Anschlages im Saal des Bürgerbriiukellcrs bereits Ende August dieses Jahres begonnen wurde. Dringend verdächtig ist in diesem Zusammenhang eine Person, die im Vürgerbriiukeller wiederholt als angeblicher Handwerker aufgetreten ist und sich dort aus der Galerie des Saales zu schaffen machte.
Wer einen solchen angeblichen Handwerker nn Biir- gerbräusaal oder in der näheren Umgebung des Bür- gerbriius beobachtet hat oder Personen kennt, die nach ihren Erzählungen im Bürgerbräusaal eine Zeitlang als Handwerker beschäftigt gewesen sind, wird hiermit aufgefordert, seine Beobachtungen und Wahrnehmungen der Sonderkommission bei der Staatspolizeileitstelle
Sank des süheers an das deutsche Volk
Berlin, 12. November
, Nach dem ruchlosen Münchener Attentat sind dem Führer aus allen Gauen des Deutschen Reiches und auch von vielen Deutschen jenseits dev Grenze in Telegrammen und Briefen unzählige Bekundungen herzlicher Anteilnahme, und aufrichtiger Freude über seine Bewahrung vor dem Verbrechen zugegangen.
Da es dem Führer nicht möglich ist, auf alle diese 'Anzeichen der Treue und des Mitgefühls für die Opfer des Anschlages im einzelnen zu antworten, läßt er auf diesem Wege allen Volksgenossen, die in den letzten Tagen seiner und der gefallenen oder verletzten Kameraden und Frauen gedacht haben, den tief empfundenen Dank übermitteln.
München in München, Brienner Straße 58, unverzüglich mitzuteilen.
Der verdächtige Mann wird wie folgt beschrieben: 1KS bis 178 Zentimeter groß, 30 bis 35 Jahre alt, normale Figur, dunkles ungescheiteltes Haar. Bekleidung: Schmutziger, gelblicher graubrauner Arbeitskittel, vermutlich Knickerbocker und Sportstriimpfe.
fldolf Hitler an der Stätte des flttentats
München, 12. November Der Führer besichtigte gestern in München die Stätte des ruchlosen Sprengstofsattentates im Bürgerbräu- keller und ließ sich vom Leiter der Untersuchungskommission, Reichskriminaldirektor F-Obersllhrcr Nebe, an Ort und Stelle eingehenden Bericht erstatten.
Vie flnleilnakme Italiens, der UdSSN. und Spaniens
Berlin, 12. November.
Der Königlich-Italienische Botschafter in Berlin Attolico und der Botschafter der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Schkwarzew haben bei dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop vorgesprochen, um ihm ihre persönliche Genugtuung für die Rettung des Führers und die Anteilnahme für die Opfer zu übermitteln.
Moskau, 12. November.
Die sowjetrussische Regierung hat dem deutschen Botschafter von der Schulenburg ihr Bedauern und ihre Entrüstung über den ruchlosen Anschlag von München ihre Freude über die glückliche Errettung Adolf Hitlers aus Lebensgefahr und ihr Beileid für die Opfer des Attentats zum Ausdruck gebracht.
Madrid, 12. November.
Auf der deutschen Botschaft in Madrid gingen aus Anlaß des Attentats in München Hunderte von Telegrammen und Schreiben aus allen Teilen Spaniens ein, die die Glückwünsche zur glücklichen Errettung des Führers und die Anteilnahme für die Opfer zum Ausdruck bringen. Spanier aller Schichten trugen sich in der deutschen Botschaft in das dort ausgelegte Buch ein, um so ihre Teilnahme zu bekunden. Der deutsche Botschafter empfing eine große Zahl hochgestellter Persönlichkeiten, darunter zahlreiche Offiziere, so General Moskarde, den Verteidiger des Alcazar, und den Kriegsopferfllhrer und Begründer der spanischen Legion Milan Astray.
Sturm „fram Lutz" und „kugen Schachtn"
Berlin, 12 November
Der Führer hat auf Vorichlag des Stabschefs einem Sturm der Standarte 16 (List) den Namen ..Franz Lutz" und dem Technischen Sturm der Obersten SA.- Führung Reichsaurozug Deut>ch!and'den Namen „Eugen Schachts" verliehen. Damit tragen zwei weitere Sturm- fahne» der SA, die Namen von Blutzeugen der Bewegung, die ihr Leben gaben für den Führer und Deutschland.
Unveränderte tage im Westen
Berlin 12. November
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Westen schwache Spähtrupp- und Ärtillcrictätig- keit. Ein französischer Fesselballon wurde bei Kalmar durch ein deutsches Jagdflugzeug abgeschossen."
lie; gsnren üeutrciien Volke; /turcliuclr
10.35 Uhr.