Ausgabe 
(9.11.1939) Nr. 309
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Meiner Muno

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Meinen

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der Nationalsozialisten Vremens

stattliches Verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. Z09 / 9. Jahrgang

Donnerstag, 9. November 19Z9

Linzelpreis 15 Nps.

Hitler Irei seiner Zeiten Oarcle im ^llnekener LürgerkräuIcsIIer

„wir werden me kapitulieren!

der sichrer: „Ich werde das Leben und die Sicherheit des deutschen Volkes und Neiches unter allen Um­stünden durchsetzen / „die britische Negierung wird es noch erkennen, daß der verluch der Ausrichtung

einer polizeidiktatur über uns scheitern wird"

vurch Vpserzum Scheren Sieg!

Stunden stol;tzr krinnerung am Vorabend des 9. Novembers

München, 9. November.

Am Vorabend des denkwürdigen Erinnerungstages der nationalsozialistischen Bewegung trat die Alte Karde von, 9. November 1923 zum grotzen Appell an der historischen Stätte, dem BUrgerbräükeller in der Rosen- hainer Straße, an. Wie immer in den Jahren des Kampfes und aus dem Wege zur Größe des Reiches war der Führer in dieser Stunde des Gedenkens, des Erinnerns und des wagemutigen zuversichtlichen Ein­satzes sür die Grütze Deutschlands zu seinen Alten Kämpfern gekommen, um zu ihnen und damit zum ganzen deutschen Volk zu sprechen.

Zu der gleichen Stunde, in der an jenem Abend des 8. November 1923 deutsche Männer sich hier zusammen­fanden, um in der Zeit tiefster Not und Demütigung das deutsche Schicksal zu wenden, sind ste"lmeÄer oev- eint. Es sind die Alten Kämpfer, die damals nichts be­saßen als den heiligen Glauben an das ewige Deutsch­land, den unerschütterlichen Willen, die Fesseln der Knechtschaft zu sprengen, und ihr unermeßliches gläu­biges Vertrauen zu ihrem Führer Adolf Hitler. Es sind die gleichen Männer, die am Mittag des 9. November mit'ihm den Marsch zur Feldherrnhalle antraten, bei dem 16 Kameraden aus ihren Reihen unter den Schüssen der Reaktion ihr Leben für Deutschland Hin­gaben, und mit ihnen marschieren die Blutzeugen aus dem Kamps um die Macht, die Märtyrer von Wien 1934, die Toten des SudetenlaNdes, die Hingemordeten der deutschen Ostlande und die Toten der jungen Wehr- macht, die wie die Gefallenen des grotzen Krieges als Bahnbrecher und Wegbereiter für ein neues, freieres und größeres Deutschland freudig ihr Leben einsetzten.

Lange vor Beginn des Appells sind Saal und Ga­lerien bis auf den letzten Platz besetzt. Im Gegensatz zu den Vorjahren ist dirs Braun nicht mehr die beherr­schende Farbe. Diesmal ist es überaus stark durchsetzt von dem Feldgran der Soldaten und Offiziere des Hee­res, dem Dunkelblau der Kriegsmarine und dem Tau­bengrau der Luftwafse, die in buntem Durcheinander mit den Braunhemden sitzen. Aus den Marschierern von 1923 sind die Marschierer von 1939 geworden, aus der Jugend wurden Männer, aber der Geist ist der gleiche geblieben.

Laute Heiltuse und frohes Händeklatschen durchtofen den Saal. Sie melden jedesmal das Eintreffen einer der bekannten Gestalten der Bewegung: es kommen Alfred Rojenberg, Hermann Eher und Franz Taver Schwarz. Mit den gleichen tosenden Heilrufen werden Julius Streicher, Dr. Frick, Max Amann, die Kämpfer vom Stoßtrupp Adolf Hitler, an ihrer Spitze Karl Fiehler, empfangen. Kaum sind die Zurufe zu ihrer Begrüßung verebbt, da flammen sie von neuem auf, als unter den Ehrengästen des Führers Dr. Goebbels, Dr. Ley. Konstantin Hier! und Dr. Todt am Saaleingang sichtbar werden und unmittelbar an den Tsichen vor dem Rednerpodium Platz nehmen. Neben ihnen sieht man schon früher eingetroffene Teilnehmer des Appells. Un­ter ihnen Kriebel. Maurice, Ritter von Epp und viele andere dus der alten Garde. Dann kommt Wilhelm Vrllckner, der Führer des SA.-Regiments München. An jedem Tisch muß er haltmachen, um vielen Kampf­gefährten die Hände zu schütteln. Mit lebhaften Zu­rufen wird auch Schwester Pia, Trägerin des Blut­ordens, an der historischen Stätte empfangen.

Christian Weber eröffnet wie immer den Appell mit einem Gedenken an die für Deutschland Gefallenen, zu deren Ehren sich alles von den Plätzen erhoben hat.

Dann setzt der Eaumusikzug wieder mit einem alten Kampflied ein. Inzwischen ist die Stunde nähergerückt, in der der Führer eintreffen muß. Feierliches Schwei­gen unterbricht jetzt die Gespräche, alles hat sich erhoben und grüßt die Blutfahne, die das Sterben der 16 Kame­raden iah. Obersturmbannführer Erimmiuger. ebenfalls im Braunhemd, trägt das geheiligte Zeichen auf seinen Platz hinter dem Rednerpult, und jetzt muß jede Minute der Führer kommen. Die Erwartung ist auf den Höhe­punkt gestiegen, der Badenweiler Manch erkling!, die Männer ipringcn auf:

Vor sichrer kommt

Eine Woge des Jubels, die nirgends so innig sein kann wie hier im Biirgerbräukeller, schlägt ihm ent­gegen. Durch ein Spalier erhobener Arme geht der Führer, gefolgt von Rudolf Hetz, Wilhelm Brückn«, Julius Schaub und Ulrich Graf durch die Reihen seiner alten Kampfgefährten zur Saalmitte, wo er unter ihnen seinen Platz einnimmt.

Christian Weber meldet dem Führer, daß die alten Kämpser wieder zum Appell angetreten sind und aus dem Willkommensgruß, der ihn empfing, habe er er­sehen können, daß ihre Herzen gesprochen hätten. Er dankt dem Führer, daß er wieder zu seire^ alten Kämp­fern gekommen ist.

Und dann begrüßt den Führer erneut ein minuten­langer, ohrenbetäubender Sturm der Liebe und Bek­

ehrung, der erst verklingt, als der Führer, der auf dem feldgrauen Rock ebenfalls das Band des Blutordens trägt, auf die Rednerkanzel tritt, um zu den Männern vom 9. November und zur ganzen Nation zu sprechen.

Die gedämpfte Ruhe ist zur lautlosen Stille geworden. Die alten Kämpfer, die so oft den Führer in diesen

ö»ii. München, 9. November

Da die Staatsgeschäfte den Führer gestern zwan­gen, noch in der Nacht von München aus nach Berlin zurückzukehren, verliest er früher als ur­sprünglich vorgesehen, den Bürgerbräukeller und begab sich zum Bahnhof in den dort bereitstehen­den Zug.

Kurz nach Abfahrt des Führers ereignete sich im Bürgerbräukeller eine Explosion. Von den noch im Saal anwesenden Alten Kämpfern der Bewegung wurden sechs getötet und über 60 verletzt.

Das Attentat, das in seinen Spuren auf aus­ländische Anstiftung hinweist, löste in München so­fort eine fanatische Empörung aus.

Zur Feststellung der Täter ist eine Belohnung von 500 000 Reichsmark ausgesetzt worden.

Die ganzedeutscheNation antwortet auf das Münchener Sprengstoffattentat mit einer Empörung und Entrüstung, die angesichts der Schwere dieser ungeheuerlichen Fr.eveltat nicht in Worte zu kleiden ist.-In schmerzender Trauer be­klagt sie den Verlust der sechs getöteten Alten Kämpfer der Bewegung, weiß sich aber doch wie­derum vor dem Aeußersten bewahrt, ändem ihr über alles geliebter Führer lebt und nach seiner nntreistenZen Rede nun erst recht Garant der

Die Rede des Führers vor den Alten Kämpfern der Bewegung hat folgenden Wortlaut:

Parteigenossen und Parteigenossinnen! Meine deut­schen Volksgenossen! Aus wenige Stunden bin ich zu euch gekommen, um in eurer Mitte wieder die Er­innerung an einen Tag zu erleben, der für uns, für die Bewegung und somit für das ganze deutsche Volk von größter Bedeutung war.

Es war ein schwerer Entschluß, den ich damals fassen mußte und zur Durchführung brachte. Der scheinbare Fehlschlag ist zur

Seburt der großen nationalsozialistischen Freiheitsbewegung

geworden, denn in der Folge dieses Fehljchlages kam jener große Prozeß, der es uns ermöglichte, zum ersten Male vor aller Oesfentlichkeit sür unsere Auffassung, für unsere Ziele und für unseren Entschluß einzutreten, die Verantwortung zu übernehmen und damit große Massen unseres Volkes mit unserem Gedankengut ver­traut zu machen.

Wenn in den vier Jahren vom Jahre 1919 bis 1923 die nationalsozialistische Bewegung so emporwachsen konnte, daß es ihr gelang, zum ersten Male immerhin in einem aufrüttelnden Ereignis die ganze Na­tion zu mobilisieren, dann war dies der allgemeinen Lage zuzuschreiben, in der sich Deutschland befand. Eine furchtbare Katastrophe war über unier Volk und unser Land hereingebrochen. Nach einem fast 45jährigen Frie­den hatte man Deutschland in einen Krieg getrieben. Es wurde viel über die Kriegsschuld gesprochen. Wir wissen es heute genau — und wußten es damals schon —, daß den Rcichsiegierungen bis zum Jahre 1914 eigentlich nur eine einzige Schuld beigemessen werden kann, nämlich die Schuld, nicht alles getan

zurückliegenden Jahren gehört haben, stehen wieder wie immer im Banne seiner Rede. Er spricht zu ihnen, wie er nur zu Männern sprechen kann, die mit ihm ver­bunden sind durch 16 Jahre gemeinsamen Kampfes und gemeinsamer Arbeit, denn sie sind es, die ihn als erste verstanden haben.

Sicherheit des Reiches ist. Der mörderische An­schlag kann nur das teuflische Werk des Seeret Service sein. Weil die englischen Imperialisten — das ist nun mit grausamer Klarheit vor der gan­zen Welt demonstriert morden — im offenen ehr­lichen Kampf Deutschlands Selbstbehauptungs­willen nicht schwächen, geschweige denn brechen können, bedienen sie sich in verbrecherischer Hin­terhältigkeit der dunkelsten und gewissenlosesten Elemente, die sie auftreiben können. Wie mit den Urhebern der ruchlosen Tat so wird jetzt auch mit ihren Helfershelfern, den rassefremden Staats­feinden innerhalb unserer Grenzen, in der Sprache geredet werden, die sie unmittelbar ver­stehen. Die Hintermänner des scheußlichen Ver­brechens, begangen an einer der denkwürdigsten Stätten der nationalsozialistischen Bewegung gegen Kameraden des Führers, mögen davon Kenntnis nehmen: Das grostdeutsche Volk empflu­det dieses'Attentat als einen An­schlag auf sein eigenes Leben. Es wird nicht eher zur seelischen Ruhe kommen, bis die kaum faßbare gemeine Tat ihre strengste Sühne gefunden hat! Die von britischen Halunken gedun­genen Schuldigen werden ihrem Schicksal bestimmt nicht entgehen! Und mit ihnen werden wir das ganze politische Gesinde! an der Themse zur Ver­antwortung ziehen! mü.

zu haben, was im Dienste der nationalen Erstarkung getan werden mutzte und konnte. Man konnte ihnen weiter die Schuld beimessen, daß sie sich erst in dem für Dcusichland ungünstigsten Augenblick zum Kriege trei­ben ließen. Denn es war kein Zweifel, daß, wenn Deutschland wirklich den Krieg gewollt hätte, vorher bessere Gelegenheiten dazu vorhanden gewesen wären.

Diejenigen Kräfte, die damals gegen uns standen, haben auch je'-t wieder den Krieg gegen Deutschland angezettelt — mit den gleichen Phrasen und mit den gleichen Lügen. Wir alle — soweit wir damals Sol­daten gewesen sind — wissen, daß uns Engländer und Franzosen nicht auf dem Felde niedergezwungen haben. Es hat einer großen Lüge bedurft, um unserem Volte die Massen zu stehlen. Es gibt heute vielleicht den einen oder den anderen im Auslande, der sich über mein großes Selbstvertrauen wundert. Ich kann dazu nur sagen:

dieses Selbstvertrauen habe ich im selde gewonnen!

In den vier Jahren hatte ich niemals auch nur eine» Augenblick lang die Ucbrzeugung oder das drückende Bewußtsein, daß irgend ein Gegner uns überlegen sein könnte. Weder Franzosen noch Engländer hatten mehr Mut, mehr Tapserkeit und Todesverachtung aufgebracht als der deutsche Soldat!

Was Deutschland damals zum Erliegen brachte, waren die Lügen unserer Gegner. Es waren die Lüge» der gleichen Männer, die auch heute wieder lügen, weil sie ja die gleichen alten Kriegshctzcr sind, denen Deutsch­land schon im großen Krieg gegenüberstand. Damals hat Herr Churchill gehetzt, und in Deutschland war eine schwache Regierung. (Fortsetzung auf Seite 2)

Eine Erinnerungsstunde, die ins Geschichtliche wuchs

S. 0. Bremen, 9. November.

Stahlharter Siegeswille stand an der Wiege der nationalsozialistischen Bewegung, stahlharter Sieges­wille führte sie über das Verhängnis des 9. Novembers hinweg zu neuen erfolgreichen Kämpfen und schließlich zur Machtübernahme im Jahre 1933. Stahlharter Sie­geswille gestaltete dann das nationalsozialistische Groß­deutschland von inn^n und außen und stahlharter Sie­geswille durchpulst auch heute nicht minder wie damals die gesamte Bewegung und darüber hinaus das ge­samte deutsche Volk.

Es war eine wunderbare Stunde, die der Führer seinen ältesten Mitkämpfern auch in diesem Jahre wie­der im Bürgerbräukeller durch seine Anwesenheit schenkte. Die Bedeutung der Stunde aber wuchs ins Geschichtliche hinein durch die gewaltige Rede; die er an seine Getreuen und über den Rundfunk hinweg an das gesamte deutsche Volk hielt. Sie wuchs hinaus über die Bedeutung einer grotzen Erinnerung und wurde zukunftsweisend in dieser gewaltigen Zeit.

England, diese heuchlerischste und gleichzeitig brutalste Macht der Erde, gönnt Deutschland keinen Lebensraum und keine Lebensmöglichkeiten. Es neidet dem deut­schen Volk die Segnungen und Erfolge der national­sozialistischen Regierung. Die Beseitigung der Arbeits­losigkeit, der Klassengegensätze, des Elends, der Armut und der Hnngerleiderei. Es neidet dies dem deutschen Volk nicht zuletzt in der Furcht, daß das eigene engli­sche Volk, von dessen tiefem Elend in den untersten Klassen wir erst in diesen Tagen ausgerechnet aus eng­lischen Zeitungen geradezu Schauerliches vernahmen, seine Regierung bedrängen könnte, an der deutschen sozialen Betreuung auch der untersten Schichten ein Beispiel zu nehmen. Es neidet dem nationalsozialisti­schen Deutschland vor allem auch den machtpolitischen Aufstieg, der es in die Lage versetzt, die anmaßende und überhebliche englische Bevormundung stolz zurückzuwei­sen und dem englischen Weltpolizistcn, der sich in Dinge mischt, die ihn nichts angehen, die Tür zu zeigen.

Nichts, aber auch gar nichts haben wir England an­getan, und doch hat es uns den Krieg erklärt. Im Dienste der Freiheit gibt es vor, Deutschland be­kriegen zu wollen und trachtet doch nach nichts anderem als dieses selbe Deutschland wieder in die Ketten zu legen, in die es das Deutschland von 1918 schon einmal geschmiedet hatte. Für die Menschlichkeit behaup­tet England kämpfen zu müssen und führt den un­menschlichsten aller Krieg«, mit seiner Hungerblockade gegen deutsche Frauen und Kinder. Für die Kultur gibt England vor zu kämpfen, und weiß doch selber ganz gut, daß die Welt von englischer Kultur noch keine Ahnung hatte, ja, daß es noch gar keine englische Kultur gab, als die deutsche Kultur schon längst in höchster Blüte stand.

Freiheit, Menschlichkeit und Kultur! Man braucht nur einen Blick in die Geschichte des englischen Im­periums zu werfen und erkennt mit Schaudern, was England unter Freiheit versteht, was England unter Menschlichkeit versteht, was England unter Kultur versteht. Wo ist die Freiheit des Vurenvolkes, wo die des 300-Millionen-Volkes der Jndier, wo die der Ara­ber in Palästina, wie brach England brutal ein in das

nun.I.NIMM„MM„NMM»M„MN»MNNN,»NIMM»N„NN,NNINN„I

Unssr Issessßriegel

(Dia boutigs /InsZabs umfallt ackt Leiten)

Der Führer rechnete vor seiner Alten Garde im Münchener Bürgcrbräutcller in einer großen Rede mit den scheinheiligen englischen Kriegsabcn- teurern ab.

Auf den Viirqerbräulcller wurde nach der Abfahrt des Führers *ein Sprengstossattentat verübt. Amerika muß der in China geschaffenen Lage Rech­nung tragen.

Im Westen herrschte lebhaftere Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.

Die in diesem Sommer sür das Kiistcnrettungswerk in den Seebädern durchgeführten Sammlungen hatten ein sehr günstiges Ergebnis. Hauptbannführer Finkcntcy wurde mit der K-Fiih- rung des Gebietes Nordsee beauftragt.

In der gestrigen Nachmittagsziehung der Deutschen Ncichslottcrie fielen drei IIM »Oll-RM.-Ecwinnc. Aus Grönland wurden Oel-, Kohlen- und Marmor­felder entdeckt.

SprengsloffaNenlal

Her mörderische flnschlag kann nur das Werk des Intelligente Service sein!

MisdenVürgerbräukellermMünlken

Äer Wortlaut der Nede des sichrere: