Ausgabe 
(7.11.1939) Nr. 307
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches Verkiindungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. Z0? / 9. Jahrgang

Dienstag. ?. November 19Z9

LinzelpreisIS Npf.

SchonlSZö schmiedeteknaland kriegspliim

kine oerriiterische Zielkarte gefunden!

Nie englischen kriegstieher wollten keinen frieden mit deutschland Sgstematische Spionage zur Vorbereitung von

vombenangriffen auf VeutschlanS

härten. Hiernach wird auch der letzte politische Träu­mer den wahren Schuldigen an diesem Krieg erkennen: England!

In einem dieser Tage von der deutschen Luftwaffe abgeschossenen englische» Flugzeug wurde eine be­zeichnende Zielkarte gefunden. Trotz der Beschädigungen, die die Karte durch das Feuer im brennenden Flug­zeug erlitten hat, ist zu erkennen, das; bereits im Jahre 1938 Lustangrifse auf Deutschland durch planmäßige und bis ins einzelne gehende Vorarbeiten von der eng­lischen Luftwaffe vorbereitet wurden. Was ergibt sich hieraus?

1. Während die britische Regierung von Frieden sprach, die Heiligkeit der Verträge zur Erhaltung des Friedens predigte, und das Reich durch Ausstellung von Friedensprojekten einzulullen versuchte, hat der eng­lische Geheimdienst systematische Spionage in Deutsch­land betrieben, Zielkarten sür den deutschen Luftraum hergestellt und Bombenangriffe nicht etwa nur auf

militärische Ziele, sondern auf dichtbesiedelte deutsche Jndustriegegenden und Anlagen zur Versorgung der deutschen Zivilbevölkerung vorbereitet.

2. Während die britische Regierung Deutschland in den Jahren 1935/38 Vorschläge für einen Luftpakt machte, hat sie selbst insgeheim bereits im Jahre 1938 solche Bombenabwürfe geplant und vorbereitet.

3. Während die britische Regierung der deutschen Re­gierung wie der Weltössentlichkeit ihre Friedensliebe beteuerte, hat sie gleichzeitig insgeheim den uneinge­schränkten Vernichtungskrieg gegen das deutsche Volk auf allen Gebieten geplant und vorbereitet.

Denn ihre Friedensbeteuerungen hatten nicht etwa die Schassnng eines dauernden, gerechten Friedens zum Ziel, sondern sie dienten nur als Vorwand, um Zeit zu gewinnen. Erst als der britische Riistungsstand aus ein Höchstmaß gesteigert war, konnte die britische Re­gierung die Friedensmaske abwerfen und ihre dunklen Pläne gegen Deutschland ins Werk setzen.

USfl.-Schiffal,rt nach kngland stillgelegt

Veschriinkungon zuc Vermeidung von ZwischenfiMen Zur fluswirkung der pittman-VM

Berlin, 7. November.

Amtlich wird mitgeteilt: Das Deutsche Reich hat, wie erst kürzlich wieder der Reichsaußenminister in Danzig mit zahlreichen Belegen nachgewiesen hat, England ständig seine Friedenshand angeboten. Auch die englische Regierung hat in diesen,Jahren ihre Frie­densbereitschaft beteuert. Warum ist es zu diesem Frieden nicht gekommen? Warum hat England die geradezu einzigartigen Angebote des Führers nicht akzeptiert? Warum hat England nichts getan, um diesen konkreten Vorschlägen des Führers überhaupt näher zu treten? Warum ist die britische Regierung aus den großen Friedensplan des Führers vom 31. März 1936, der das deutsch-englische Verhältnis auf eine dauernde stabile Basis gestellt hätte, nicht einge­gangen? Warum hat die englische Regierung in diesen Jahren alle deutschen Vorschläge dilatorisch behandelt?

Damals faßte sich jeder an den Kopf sowohl in Deutschland als auch in der übrigen Welt und fragte sich nach den Gründen dieser unbegreiflichen englischen Politik. Heute wissen wir alle den Grund: Die eng- -lischen Kriegshetzer Churchill und Genossen wollten keinen Frieden mit Deutschland!

Wir sind nunmehr in der Lage, die wirklichen, hinter angeblichen Friedensbeteuerungen sich verber­genden Absichten der britischen Regierung erneut nnd schlagend durch einen dokumentarischen Beweis zu er-

Vas fressen der Marschierer des S. und S. November

llebertragung auf alle deutschen Sender

Berlin,?. November.

Die nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet: Das Tressen der Marschierer des 8. und 9. November 1923, das am Mittwoch, dem 8. November, im Mün­chener Vürgerbräukeller stattfindet; wird an diesem Tage ab 19.39 Uhr über alle deutschen Sender übertragen. Die Sendung wird in die örtlichen Feierstunden der NS- DAP. übernommen.

Im Hinblick auf den Kriegszustand werden die dies­jährigen Feierlichkeiten aus Anlaß des 8. und 9. No­vember in der Hauptstadt der Bewegung nur mit einem wesentlich eingeschränkten Programm durchgeführt.

Am 9. November findet mittags 12.80 Uhr eine Kranzniederlegung an der Feldherrnhalle und anschlie­ßend an den Ehrentempeln am Königlichen' Platz statt. Auch in München ist der 9. November in diesem Jahre zum Arbeitstag erklärt worden.

Washington, 7. November

Amerikas Schiffahrt nach England ist stillgelegt, nnd die Reeder rechnen lautWashington Star" mit einem Jahresausfall von mindesten 40 Millionen Dollar. Die Aussichten sind besonders daher so gering, weil es sehr zweifelhaft ist, ob die amerikanischen Schiffe durch den Handel mit Jbero-Amerila oder mit anderen Gebieten außerhalb der von Roosevelt festgesetzten Gefahrenzone das wettmachen können, was sie im Nordatlantil ver­lieren.

Amerikanische Schiffe und amerikanische Ladungen dürfen nicht den Nordatlantik überqueren. Selbst etwaige Verluste, die den.amerikanischen Versicherungs­gesellschaften durch die Versenkung einer aus Amerika kommenden Ladung entstehen könnten, gelten nach einer ausdrücklichen Bestimmung des Neutralitütsgcsetzes nicht alsamerikanisches Interesse". Diese von Amerika freiwillig ausgesprochenen Verzichte auf Anmeldung irgendwelcher Ansprüche, falls den nach England und Frankreich gehenden Bannwaren etwas zustoßqn sollte, erstrecken sich, wie es hier in jüngsten Auslegungen heißt, nicht nur auf die Gefahrenzone im Nordatlantik, sondern auch auf den in Panama festgesetztenSicher­heitsgürtel". Roosevelt erklärte nämlich am Freitag, diese in Panama bestimmte Sperrzone habe ausschließ­lich den Zweck, amerikanische Interessen zu schützen, und

er verneinte die Frage, ob deutsche Dampfer innerhalb der Sperrzone den Schutz der Deklaration von Panama genießen. Dies wurde später im Staatsdepartement dahin erläutert, daß ein amerikanisches Interesse inner­halb dieser Sperrzone dann vorliege, wenn Dampfer oder Ladung in amerikanischem Eigentum stehen oder wenn die auf Handelsdampfer Jagd machenden Kriegs­schiffe ihre kriegerischen Operationen auf den normalen von amerikanischen Dampfern im internationalen Ver­kehr benutzten Seestraßen durchzuführen versuchen sollten.

Diese Einschränkung des ursprünglichen Zieles, das in der Fernhaltung aller kriegerischen Operationen innerhalb der Sperrzone bestand, ist offensichtlich auf Einspruch Englands erfolgt, das weiterhin alle Ladungen kapern möchte, die von Jbcro-Amerika nach Europa gehen. Natürlich kann Amerika, wenn es neutral sein will, diese Einschränkung nicht einseitig den Engländern, mit denen die Regierung zur Zeit verhandelt, zugute kom­men lassen. Daher kann jetzt, wo es keine normalen Schiffahrtsrouten nach Nordeuropa für amerikanische Dampfer mehr gibt und wo kein amerikanisches Inter­esse mehr an den nach England und Frankreich gehen­den Ladungen besteht, die Deklaration von Panama nicht gegen deutsche Kriegsschiffe, die derartige Ladun­gen kapern oder versenken, angewandt werden.

Nazis lükmen Lebensmittelzufustr"

Llopd Seorge über die erfolge der deutschen Segenblochade schwer beunrtchigt

französisches flugzeug abgeschossen

Berlin, 7. November.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ,,Jm Westen an einzelnen Stellen der Front etwas leb­haftere Spähtrupptätigkeit, sonst nur schwaches Ar­tilleriefeuer. In der Gegend von Saarburg wurde durch deutsche Jäger ein französisches Flugzeug abgeschossen."

Berlin, 7. November

Der Vorsitzende des Ministerrates für die Reichsver­teidigung und Beauftragter für den Vicrjahresplan, Eeneralfeldmarschall Göring, hat die Errichtung einer Haupttreuhandstelle Ost verfügt. In einer Bekannt­machung hierüber heißt es:

Ich habe bei mir eine Haupttreuhandstelle Ost ein­gerichtet. Sie hat ihren Sitz sowohl in Berlin wie beim Generalgouoerneur, den Reichsstatthaltern und den Oberpräsidenten der besetzten polnischen Gebiete. Die Haupttreuhandstelle arbeitet im Benehmen mit dem Generalgouverneur den Reichsstatthaltern und den Oberpräsidenten. Sie errichtet Treuhandstellen in Danzig für den Reichsgau Westpreußen, in Posen für den Reichsgau Posen, in Zichenau für den Re­gierungsbezirk Zichenau, in Kattowitz für den Re­gierungsbezirk Kattowitz, in Krakau'für ein noch näher festzulegendes Teilgebiet des Generalgouverne­ments der besetzten polnischen Gebiete.

Die Haupttreuhandstelle Ost hat folgende Aufgaben: »ck die Verwaltung des Vermögens des polnischen Staates innerhalb der von den deutschen Truppen be­setzten Gebiete, b) die Regelung des Geld- und Kredit­wesens, eck die Anordnung aller wirtschaftlichen Maß­nahmen. die zur Ueberleitung der Wirtschaftsführung auf die einzelnen Vcrwaltungsgebiete erforderlich sind, und die Durchführung der etwa notwendigen Ausein­andersetzungen und Verrechnungen, ä) ihr im Einzel­fall von mir übertragene Wirtschaftsaufgaben. Be­schlagnahmen dürfen nur noch von der Haupttreuhand­stelle Ost im Benehmen mit dem beteiligten Verwal- tungschcf bzw. dem Generalgouverncur für die besetzten Polnischen Gebiete verfügt werden. Bisher von ört­lichen Stellen durchgeführte Beschlagnahmen sind nur

Newyork, 7. November.

Unter der SchlagzeileDie Nazis lahmen die Lebens­mittelzufuhr Englands" bringt das Newyorker Blatt Journal American" einen von United Features Syn­dikate vertriebenen Artikel des früheren britischen Mi- nisterpäsidenten Lloyd George, der sich hauptsächlich mit dembeunruhigenden" britischen Rationierungssystem beschäftigt und zugibt, daß bei der gegenseitigen Ve-

wirksam, wenn sie von der Haupttreuhandstelle Ost be­stätigt werden. Ist die Bestätigung bis zum 1. Fe­bruar 1940 nicht ausgesprochen, so erlischt die Be­schlagnahme. . '

Die Haupttreuhandstclle kann zur Verwaltung von Unternehmen und Vermögenswerten aller Art kom­missarische Verwalter bestellen. Soweit bereits von an­deren Stellen solche Verwalter bestellt worden sind, kann die Haupttreuhandstelle sie abberufen Und andere Ver­walter einsetzen. Die Verwalter bedürfen der Ent­lastung durch die Haupttreuhandstelle Ost. Demgemäß übt die Treuhandstelle Ost in Zukunft allein die Befug­nis über die Einsetzung von kommissarischen Verwaltern gemäß der Verordnung über deren Einsetzung für Unter­nehmungen, Betriebe und Grundstücke in den besetzten, ehemals polnischen Gebieten vom 29. September 1939 (Verordnungsblatt für die besetzten Gebiete in Palen Nr. 7/39) aus.

Die Haupttreuhandstelle Ost kann ihre Befugnisse.auf die örtliche Treuhandstelle übertragen.

Unberührt bleiben militärische Requisitionen und die Inanspruchnahme von Grundstücken, Einrichtungsgegen­ständen und andere für unmittelbare Zwecke der Zivil­verwaltung.

Die Haüpttreuhandstelle Ost kann zur Durchführung ihrer Aufgabe Verwaltungsvorschriften erlassen. All­gemeine Anordnungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Verkündung in den Amtsblättern der Verwaltungs­bezirke.

Berlin, 1. November 1939.

Der Vorsitzende des Ministcrrates sllr die Reichsvcrteidigung und Beauftragter sllr den Vicrjahresplan.

Göring, Eeneralseldmarschall.

lagerung der beiden Kriegsgegner England bereits empfindlich getroffen wurde.

Lloyd George schreibt u. a., der Krieg gleiche bisher den Vorbereitungen zweier Boxer für einen laut an­gekündigten Kampf, allerdings mit dem Unterschied, daß die Zweifel sich mehrten, ob dieser Kampf über­haupt stattfinde, und ob er wirklich ernsthaft geplant war. Weil dieser Meisterschaftskampf schwerlich an der Siegfriedlinie entschieden würde, konzentriere sich das Interesse auf die Lebensmittelversorgung der beiden Gegner.

Der Seekrieg und die Lustangrisse seien zwar erst im Anfangsstadiuin ,aber die Zahl der Versenkungen bri­tischer Handelsschisfe nehmen allenthalben zu. Diese Ver­luste seien bisher nicht zahlreich genug, um die wich­tigsten Verbindungen des britischen Empire zu gefähr­den, sie hätten aber bereits die notwendige Lebens­mittelzufuhr aus Holland, Skandinavien und den bal­tischen Ländern abgeschnitten. Die beunruhigende Ver­fügung des Versorgungsministeriums über Butter und Speck beweise, daß hier ein empfindlicher Schlag ge­fallen sei. England sei auch von Polen, Estland, Lett­land und Litauen hinsichtlich der Papierholzeinsuhr abhängig gewesen.

Lloyd George stellt dann die Frage, warum die über­mächtige britische Flotte nicht imstande sei, die Seever­bindung Englands mit Holland und Dänemark zu schützen und meint, möglicherweise verhindere die Angst vor einem deutschen Landangriff diese Länder jetzt, mit England Handel zu treiben.

Lloyd George beklagt weiter die aus der Molotom­rede ersichtlich engere Annäherung Rußlands an Deutsch­land, die er teilweise auf die brüske Ablehnung der deutschen Fricdensvorschläge durch Chamberlain zurück­führt. Beachtlich sei nicht nur die versprochene russische Matcrialhilfe sür Deutschland oder die Drohung einer russischen militärischen Unterstützung, sondern auch die Tatsache, daß Molotow die deutsche Version von den imperialistischen Kricgszielen der Alliierten und deren Friedensweigcrung übernommen habe. Rußland sei in der Lage, Deutschland vielleicht entscheidend bei der Ueberwindung der britischen Blockade zu helfen.

England müsse daher etwas tun, um die russische Er­bitterung über die seitens der Westmächte jahrelang ge­zeigte Indifferenz zu beschwichtigen. Eine Handels­mission,. die den Russen klingende Bezahlung für ihre Waren versprechen könne, iei das richtige Mittel dafür.

Lloyd George schließt seinen Artikel mit Lobesworten für die Annahme des neuen amerikanischen Ncutralitäts- gesetzes, denn er wisse aus den Zeiten des Weltkrieges die amerikanischen Munitionsschifse zu schützen.

ftaupttreuiiandstelle Ost errichtet

Zur Negelung wichtiger wirtschaftlicher flufgaben in den ehemals polnischen öebieten

AMSM

Ois I^Isutralsn s't'sizviic! ^ngloucls?

Ik. illü. Obschon die britischen Vlockademaßnahmen gegen Deutschland nach dem Urteil einflußreicher Londoner Sachverständiger infolge der energischen deutschen Ab- wehraktion sich zu einer empfindlichen' Schädigung des englischen Handels auswirken, arbeiten die von aller Vernunft verlassenen Churchills und Chamberlains an Plänen zu einerVerschärfung der Blockade". Die neuesten englischen Beschlüsse, von denen einige Lon- ' doner Blätter zu berichten wissen, sollen nämlich die Absicht des Londoner Blockadeministeriums verraten, die über neutrale Länder und auf neutralen Schiffen erfolgende Ausfuhr aus Deutschland zu drosseln". Nachdem man auf englischer Seite bisher keine beson­deren Schritte zur Behinderung dieses Handels unter­nommen habe, sei jetzt beabsichtigt, die Bildung deutscher Devisenguthaben im neutralen Ausland zu unterbinden. Soweit das seltsame Vorhaben der englischen Regierung.

Zunächst können wir den Londoner Vlockadestrategen die Versicherung geben, daß sie auch mit diesem ihren Plan, falls sie ihm wirklich einen praktischen Wert bei­legen sollten, nur einen glänzenden Reinfall erleben werden. Die Zeiten sind endgültig vorüber, in denen man an den grünen Tischen englischer Ministerien Matz- nahmen zur Schädigung des Handels anderer Völker beschließen konnte, ohne auf erfolgreichen Widerstand zu stoßen oder ohne die Zweischneidigkeit solcher Patentlösungen" wie der erwähnten Ausfuhr- Kontrolle später am eigenen Leibe spüren zu müssen. Mehr als die Frage seiner etwaigen Durchführung interessiert uns an dem famosen Projekt jedoch wiederum der Geist echt britischer Mißachtung des Völkerrechts, der aus ihm spricht und der uns in der Erkenntnis bestärkt, daß die englische Krämerseele im Interesse der anderen Völker einmal schonungslos in die Zange ver­geltender Gerechtigkeit genommen werden muß. Es be­darf nur des Hinweises, daß die aus Deutschland hin­ausgehenden Güter naturgemäß keine Banngutware darstellen, um hier das Völkerrechtswidrige der beab­sichtigten englischen Kontrolle anzuprangern.

In erster Linie würden wiederum d i e neutralen Länder getroffen werden, deren Wirtschaftszweige die Produkte deutscher Wertarbeit unter keinen Um­ständen missen wollen ganz abgesehen davon, daß die von neutralen Stellen gekauften deutschen Waren mit dem Verlassen des deutschen Hoheitsgebietes Eigen­tum des entsprechenden Handelspartners sind. Aber das kümmert die britischen Piraten nicht, die Mein und Dein ohnehin nicht voneinander trennen können. Diese britische Verworfenheit patzt ganz zu den Erpresser­methoden John Bulls, wie sie in dem (von uns bereits gestern wiedergegebenen) holländischen Orange-Vuch ge­geißelt werden. Die britische Profitgier kennt nach wie vor keine Grenzen; mir rechnet der englische Strauch- ritter diesmal zu seinem eigenen Schaden nicht mit dem unbeugsamen Selbstbehauptungswillen seines Geg­ners.

Dabei hätte Albion alle Ursache, seine Aufmerksam­keit den gefährdeten Dominien-Märkten zuzu­wenden! Schon vor Kriegsausbruch war die britische Industrie fieberhaft bestrebt, die in ihren Händen lie­gende Belieferung der Empireländer aufrechtzuer­halten, und zwar auch unter den besdnderen Verhält- nissen, die für die Lieferfirmen durch die starke rüstungsmüßige Inanspruchnahme gegeben waren. In­zwischen ist die Furcht der englischen Wirtschaftsführung vor fremder Konkurrenz in Auswirkung einer Reihe wirtschaftspolitischer Tatsachen noch erheblich gestiegen, zumal die Industrie des Jnselreiches unter wachsen- d^en Rohstoffschwierigkeiten leidet. So hat Mnancial News" zugegeben, daß für die Weißblech- industrie,^ deren Beschäftigung gerade für die Ausfuhr wichtig ist, seit Wochen keine Unze Zinn vorhanden ist. Zu diesem Materialmangel kommen Verschiffungs- schwierigkeiten. Kein Wunder, wenn der Wert der Ee-

Unser Vsgessniegel

(vis bontigs -4usZabo umfallt aobt Seiten)

Die. USA.-Schiffahrt nach England wurde zur Ver­meidung von Zwischenfällen stillgelegt.

Die englische Taktik der leeren Versprechungen schei­tert in Indien.

Englische Minen vertreiben dänische Fischer.

Die in einem abgeschossenen englischen Flugzeug ge­fundene Zielkarte legt Zeugnis darüber ab, daß England schon 1938 Boinbennngriffe auf Deutsch­land vorbereitete.

In Frankreich wächst die Unzufriedenheit unter der Arbeiter,chaft und in der Landbevölkerung.

J>n Westen wurde ein französisches Fluqzeug ab­gelösten.

Reichsprotektor von Neurath besuchte Brünn.

Eine Haupttreuhandstelle Ost wurde errichtet.

Das Treffen der Marschierer des 8. und 9. No­vember wird auf alle deutschen Sender übertragen. Es können abermals die Lebensmittelrationcn sür den einzelnen Verbraucher vergrößert werden.

In Bremen wurde die erste Freihandbücherei er­öffnet.