Ausgabe 
(6.11.1939) Nr. 306
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parteiamtUche Tageszeitung E» der Nationalsozialisten Vremens

vas Amtsblatt des legierenden Mrgermeisters der Lreien stansestadt vremea flmMches verttündungsbiatt des Neichsstatthaktys in Oldenburg und Vremen

Nr. Z06 / g. Zaiirgang

Montag, 6. November 19ZS

LlnzelpreisI S Npf.

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vle Neutralen unter der Knute Englands

stolland geißelt britische Profitgier

Unser Kamps geht sür die Jugend

Haagvr Orange-buch veröffentlicht Sogar Liegegelder in den Uowns erpreßt

Neichsminifter Vr. Soebbels sprach auf der ersten silmfeierstunde der st).

doe. Amsterdam, 6. November. Da alte Protest« der holländischen Regierung gegen die Hebelgriffe der englischen Blockadestellen erfolglos geblieben sind, hat sich die niederländische Regierung veranlaßt gesehen, den ganzen Vorgang in einer um­fangreichen Denkschrift niederzulegen. Aus Grund dieser Denkschrift, die das niederländische Außenministerium am Sonntag in Form eines Orange-Buches herausge- gegeben hat, ist es der Welt ermöglicht, sich ein Urteil über die englische Kriegführung zu bilden.

Das aufschlußreiche Dokument, das schonungslos die englischen Seeräubermethoden an den Pranger stellt, ist eine erschütternde Anklage gegen den verbreche­rischen Sängerkrieg der Londoner Kriegspolitiker, von dem vor allem die am Kriege nicht beteiligten Lander betroffen werden. In der Denkschrift wird zunächst be­tont, daß die Engländer sich bereits am ersten Tage des Krieges das Recht anmaßten, neutrale Schiffe zum An­laufen in die Kontrollhä'fen zu zwingen. Diese Tatsache sowie die wochenlange Verzögerung in der Abfertigung haben der holländischen Regierung Veranlassung zu ginem Protest am 28. September gegeben. In dieser Note wurde darauf hingewiesen, daß der Aufenthalt in den Kontrollhäfen bei gutem Willen der Engländer er­heblich verkürzt werden könnte. Das Bestehen der Kon- terbaudekiste, so heißt es in der Protestnote weiter, führe W einer untragbaren Unsicherheit für den neutralen Händel.

Es stehe unzmeiselhaft fest, daß viel« Gegenstände, die auf der britischen Liste verzeichnet seien, für das Leben der ganzen niederländischen Bevölkerung, sür Handel, Industrie und Verkehr unentbehrlich seien. Die Be­schränkungen, die das Völkerrecht in dieser Beziehung den kriegführenden Staaten auferlegt, dürften nach holländischer Auffaffung nicht außer acht gelassen wer­den. Die Konterbandenliste greise scharf in die Rechte der neutralen Länder ein. Die niederländische Regie­rung müsse sich deswegen alle Rechte in solchen Fällen vorbehalten, die mit dem Völkerrecht in Widerspruch stünden und sich zum Nachteil der holländischen Staats­angehörigen auswirken.

Da die britische Regierung es nicht für nötig hielt, auf diese schweren Anklagen zu antworten, wandte sich der niederländische Gesandte mit einem neuen Protest- schreiben unter nochmaligem Hinweis auf die Riefenver- luste, die der holländischen Wirtschaft in immer stei­gendem Maße erwachsen, an den Minister sür wirt­schaftliche Kriegführung, Croß.

Aus diesem Schreiben, das am 18. Oktober überreicht wurde und jetzt zum erstenmal der Öffentlichkeit mit­geteilt wird, erfährt die Welt zum erstenmal, daß die Engländer auch noch Liegegelder für die zurückgehalte­nen Schiffe fordern. Für ein Frachtschiff wird, je nach Höhe der Tonnage, 12V0 Pfund Sterling für den Tag verlangt.

Wenn mau sich vor Augen hält, daß die meisten Schiffe mehrere Wochen in den Kontrollhäfen verbrin­gen müssen, wird deutlich ^5aß das Blockadeministerium auf diese verbrecherische Weise riesige Summen ein­nimmt. Deutlicher kann kaum die englische Profitgier unter Beweis gestellt werden.

Erst am 27. Oktober antwortete die britische Regie­rung mit der durchsichtigen Ausrede, daß einesorg­fältige llnteriuchung" ' eingeleitet sei. Nach weiteren nichtssagenden Versprechungen ließ mau dann am Schluß der Antwortnote die Maske fallen. Die Warte­zeit würde auf ein Minimum beschränkt werden, io hieß es, wenn die Reeder ein Ladungsmanifest den briti­

schen Behörden, zur Verfügung stellen würden, und zwar schon lange vorher die Ladung angeben, um auf diese Weise den ganzen neutralen Handel an sich zu reißen.

Obwohl in London der ablehnende Standpunkt der holländischen Regierung bekannt ist, wird in der Note versucht, die holländische Regierung zur Annahme dieses Vorschlages zu - überreden. Die Regierung brauche, so heißt es da, nur den Reedern zu erlauben, derartige Abkommen mit England abzuschließen.

Aber ebensowenig wie die Regierung verspüren die holländischen Reeder die Neigung, sich den britischen Erpressermethoden zu beugen, um sich den Handel voll­kommen aus der Hand reißen zu lassen.

Das Orange-Buch hat in Holland und im ganzen neutralen Ausland großes Aufsehen erregt, zumal da die meisten der Angaben der Öffentlichkeit bisher nicht bekannt gewesen sind.

Berlin, K. November.

Am Sonntagvormittag hatte sich überall im Reich so auch in Bremen die deutsche Jugend in Filmthea­tern versammelt, um ihre erste Filmfeierstunde zu be­gehen. Die Erziehungsarbeit der HJ., die naturgemäß durch den Krieg eine Umstellung dadurch erfahren hat, daß die deutsche Jugend heute an vielen Plätzen zum praktischen Einsatz kommt, wo Erwachsene fehlen und wo Hilfskräfte gebraucht werden, darf auch in diesen Zeiten so ist es die Meinung der Reichsjugendsnhrung nicht aufhören.

Weil auch dürch die Verdunkelung der Dienst einge­schränkt werden muß, so ergab sich die Notwendigkeit, die politische Erziehungsarbeit'an der Jugend aus eine andere Art und Weise als bisher durchzuführen. Aus diesem Grunde hat Reichsminister Dr. Goebbels verau-

knglands erste kriegsanleiste

Simon präsentteri die Nechnung / Lange Seflchter in kngiand

lagt. Lmtz die deutschen Ki-notheater an den Sonntagvor-

Deutschlands krport unverändert"

Betrübte kingestänönisse desMarin" vlackadelioffnungen bitter enttäuscht

us. Brüssel, 6. November.

Deutschland fährt fort, zu exportieren", stellt der Pa­riserMatin" betrübt in seinem Leitartikel vom Sonn­tag fest und bestätigt damit, daß die Blockade dem Reich nichts anhaben kann. Das Blatt geht sogar noch weiter und bequemt sich zu dem Eingeständnis, daß nach dem Abschluß des deutsch-russischen Abkommens die deutsche Festungvon dieser Seite auch durch die rigoroseste Blockade nicht mehr bedroht werden kann". Damit aber noch nicht genug: Während die französischen Exportfir­men auf den neutralen Märkten auf tausenderlei Schwierigkeiten stießen, treibe Deutschland mit diesen Ländern nach wie vor lebhaften Handel, Während die französischen Kaufleute nur auf lange Sicht und gegen sofortige Bezahlung liefern könnten, arbeiteten die deutschen weitaus geschmeidiger und vor allem rascher.

Das klend der kvakuierlen

AI BBB Barocken fehlen Nicht einmal windeln für Neugeborene

Ä. Brüssel, 8. November.

Die ungeheure Not der evakuierten Elsäfser kann auch von der französischen Presse nicht mehr verschwie­gen werden. Den ersten Enthüllungen desMatin", von der Zensur stark zusammengestrichen, folgen jetzt weitere, die das Bild noch entsetzlicher gestalten. 28 088 Baracken habe das Innenministerium angefor­dert, schreibt das Blatt; sie hätten jedoch bis zur Stunde zwei Monate nach der Eväkuierung noch nicht geliefert werden können, da die Holzfabriken nur für die Armee lieferten.

Verzweifelt durchsuchten die zuständigen Beamten die Dörfer und Städte der Sammeldepartements nachvon ihren Bewohnern in Ruinen zurückgelassenen Häusern, nach schlecht verschlossenen Scheunen und unbenutzten Räumen, die mit wenigen Kosten wiederhergestellt wer­den könnten". Aber nicht nur die Unterbringung mache den Behörden Kopfschmerzen. Vergebens habe man Oefen und Betten angefordert, aber daran leide die Armee- Intendantur selbst Mangel. Man habe schließlich Kauf­aufträge bis nach Portugal und Italien vergeben

Das Blatt beklagt,, daß ein Brief aus Deutschland ins neutrale Auslaitd betspielswetse nur zwei bis drei Tage benötige, aus Frankreich dagegen fast drei Wochen, und es sei daher kein Wunder, daß die Neutralen ihre Aufträge aus Reich geben. Es sei unbestreitbar, daß Deutschland nicht, darauf verzichte wie es anscheinend London und Paris erhofft hatten, seinen Waren­austausch fortzuführen, um sich damit die Produkte zu verschaffen, die es zur Krisgsführung benötige. Das gehe um so besser, als es bereits seit Jahren alle Vorberei­tungen dafür getroffen habe.Das Reich hat alle Schwierigkeiten des Uebergangs von der Friedenswirt­schaft zur Kriegswirtschaft beseitigt." Ein Eingeständ­nis, das, von 'gegnerischer Seite kommend, immerhin bemerkenswert ist.

müssen. Die Liste der fehlenden Sachen sei endlos; nicht einmal Windeln für die Neugeborenen ständen zur Ver­fügung.

Das Blatt weist ferner auf die Schwierigkeiten hin, die sich daraus ergäben, daß die Elfässer sich,mit ihren Zwangswirten nicht verständigen könnten. Für jede Kleinigkeit werde ein Dolmetscher benötigt, so daß die Flüchtlinge sehr oft nicht einmal bei den landwirtschaft­lichen Arbeiten helfen könnten.

Der ,;Petit Parisren" kritisierte die Tatsache, daß der Bürgermeister von Straßbnrg, derfreiesten Stadt Frankreichs", in Periguenx in einer Art Hütte habe Unterkunft suchen müssen, deren ganz« Ausstattung aus zwei eisernen Gartenstühlen und einer über Holzböcke gelegten Planke bestehe, während auf der gegenüberlie­genden Straßenseite dutzendweise Bank- und Verwal­tungspaläste ständen. Zur Kennzeichnung der Notlage der Flüchtlinge führt das Blatt eine ^Ssmerkung des Straßburger Bürgermeisters an:Ich fliche die mensch­lichen Lebentzbedingungen der Elsäfser zu retten." In St. Vincent, z. B., einem Dorf von 250 Einwohnern, seien 780 Flüchtlinge untergebracht worden.Und in St. Leon", so heißt es weiter,mußten unsere Straß- bürger buchstäblich einer über dem anderen liegen, und dos wochenlang auf Stroh in Bauernhöfen, wo es an Wasser und selbst an Milch für die kleinen Kinder mangelte.

boe. Amsterdam, 6. November.

In den nächsten Tagen wird das Schatzamt dem eng­lischen Bürger eine neue hohe Rechnung präsentieren, um den Kriegskurs der Regierung finanzieren zu kön­nen, Nach Ansicht des.politischen Korrespondenten des Daily Expreß" wird Schatzkanzler Simon in der kommenden Woche die Auflegung einer Kriegs­anleihe ankündigen- Das Blatt weist darauf hin, daß es sich hierbei zunächst um die erste Anleihe handele und daß weitere folgen würden.

Nachdem alle Berechnungen des Schatzamtes fehlge­schlagen sind, sieht die Regierung sich zu dieser Maß­nahme gezwungen, um der immer drohender werdenden Gefahr einer Inflation zu begegnen. Da die Preise seit Beginn des Kriegszustandes in England um 15 bis 28 Prozent angestiegen sind und eine steigende Lohnbe­wegung zur Folge hätten, sieht die Regierung augen­scheinlich'keinen anderen Ausweg, um der bis zum äußersten angespannten Finanzlage Herr zu werden. Die Bedingungen für die Anleihezeichnung, so fügt der Daily Expreß" bemerkenswerterweise hinzu, würden außerordentlichakzeptabel" fein. Diese Andeutung, so­wie der Hinweis, daß Schatzkanzler Simon sich in erster Linie an die Sparbanken wenden wird, weisen daraus hin, daß die Bevölkerung nur außerordentlich widerstre­bend dem Appell auf Anleihezeichnung folgen wird.

.. Daß die Kriegspolitiker sich gegenwärtig in ziemlicher finanzieller Bedrängnis befinden müssen, geht daraus hervor, daß man nicht einmal gewarter hat, bis die Öffentlichkeit sich über die angekündigte Rationierung von Lebensmiticln beruhigt Hai. Ueber die Rede des Emithrungsministers und die angekündigten Maßnah­men lobt die englische Presse, Dabei ist man sich in

seiner Kritik durchaus nicht einig. WährendDaily Expreß" meint, es hätt« genügt, wenn die Regierung an die Verbraucher «inen Appell gerichtet hätte, sich einzuschränken, schreibtDaily Herold",' Morrison habe zwar niemand zufriedengestellt, aber es sei unfair für die minderbemittelte Bevölkerung, wenn man die Ein­führung des Systems noch länger hinausschiebe. Die reiche»,! Leute würden die Gelegenheit zum Hamstern be­nutzen. Daran würde sie auch nicht ein patriotischer Appell der Regierung hindern, schreibt das Blatt, das von der patriotischen Auffassung der englischen Bevölke­rung gerade keine hohe Meinung hat. Der Labourpartei geht das System nicht weit genüg. Die Opposition wird in der nächsten Woche einen Antrag im Parlament einbringen, in dem ein umfassenderes Znteilungssystem gefordert wird, das sich aus alle Lebecsmittel beziehen soll. Auch wendet sich der Antrag gegen ein weiteres Ansteigen der Lebensmittelpreise.

Der Regierung sind alt« diese Dinge höchst peinlich, weil der Bevölkerung mit einem Male die große Ge­fahr aufgezeigt wird, die sich bei der Abschneidung der Zufuhren aus Uebersee für die englische Ernährung er­geben könnte. Der politische Korrespondent derNews Lhronicle" vermutet, daß die Regierung bei der näch­sten Gelegenheit im Unterhaus eine beruhigmde Er­klärung abgeben wird. Man werde wahrscheinlich er­klären,' daß die Rationierung nur provisorisch sei und daß die Butterrationen erhöht werden sollen, sobald die deutsche»! U-Boote von den Meerenverjagt" wor­den seien (!!). Zum größten Aerger der Engländer hat jetzt die irische Regierung die Ausfuhr von Butter nach England verboten.' Im Freistaat Irland verspürt man ebenfalls keine Lust, sich wegen der englischen Kriegs­treiber Entbehrungen aufzuerlegen.

Keine wesentlichen kampslzandlungen

Berlin, 8. November.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen keine wesentlichem Kampfhandlungen."

wieder ein feindlicher Kampfer versenkt

Paris, 8. November.

Der FrachtdampferVaoule" ist im Atlantik von einem deutschen U-Boot torpediert worden. 33 Mann, darunter der Kapitän, wurden von einem französischen Schiff ausgenommen und sind in einem französischen Hafen eingetroffen.

tlSfl-Kampser von sranrosen aufgebracht

Berlin, 8. November.

Aus Barcelona wird gemeldet, daß ein USA.-Dampfer aus New Orleans von den Franzosen am 28. Oktober nach Oran aufgebracht wurde. Die Ladung bestand aus amerikanischer Baumwolle und war für Spanien und Italien bestimmt.

Es ist ausfallend, daß die amerikan-isthe Presse, die aus der Aufbringung derCity of Flint" eine wochen­lang anhaltende Sensation gemacht hatt«, diesen Fall noch nicht aufgegriffen hat. DieCity of Flint" hatte «ine für England, also für «in« kriegführende Macht, bestimmt« Ladung an Bord, die Bannware ent­hielt. Bei dem jetzigen Fall dagegen handelt es sich um eine vollkommen rechtmäßige amerikanische Verschiffung von Waren für neutrale Länder; die diese Länder auch in Friedenszeiten regelmäßig au» Amerika beziehen.

Mittagen zu diesem Zwecke der HJ. zur Verfügung stehen. So werden darum in den kommenden Monaten in allen Gauen des Reiches Jungens und Mädels ein- oder zweimal in Monat an diesen Stätten zusammen­kommen, um aus dem Munde ihrer Führer und füh­render Männer von Staat und Partei zu hören, welche Anforderungen von der Stunde an sie gestellt werden. In diesen Morgenfeiern werden zugleich Zeugnisse des deutschen Filmschaffens gezeigt werden, die ihnen große nationülpolitische Gedanken nahebringen sollen. ' (Fortsetzung auf Seite 2)

vr. .v. L. Rom, 6. November.

Einen bemerkenswerten Aufriß der italienischen Politik gegenüber den Anliegerstaaten des östlichen Mittelmeeres gibtGeopolitica" mit einer Prüfung der Beziehungen zwischen Rom, Athen, Antara und Kairo. Es ergibt sich dävaus, daß Italien mit allen Mittel­meerstaaten gewannt werden Spanien, Griechenland, Türkei und Aegypten freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten gewillt ist bei gleichzeitiger möglichst ,.großer politischer Selbständigkeit dieser Staaten, die in dem geschlossenen Raum des Mittelmeeres einen von den westlichen Seemächten unabhängigen Block bilden. Das damit angedeutete politische Konzept ist dem Sinne nach zusammenzufassen in:Das Mittelmeer den Mittel­meerstaaten".

Je selbständiger die Stellung des einzelnen Mittel­meerstaates, desto besser für ihn und die Gemeinschaft aller wirklichen Mittelmeerstaaten.' Es ergibt sich daraus, wie die geopolitische Zeitschrift ausführt, daß Italien ebenso Freundschaft mit seinen Mittelmeernachbarn wie deren Emanzipierung von Einflüssen dritter Staaten erstrebt. Daß es sich hierbei um eine ebenso konstruk­tive wie berechtigte Zielsetzung handelt, geht aus den gegebenen Beispielen der modernen Geschichte des Mittel- meeres hervor, nachdem nämlich die drei östlichen Mittelmeerstaaten sich weit weniger über die Politik Roms etwa bei der Besetzung Albaniens auf­regten, als daß diese Aufregung künstlich von dritter Seite hervorgerufen und unverzüglich Mißverständnisse und Mißtrauen zwischen den Mittelmeerstaaten geschirrt wurde.

So stark und natürlich im Grunde genommen das' Interesse aller Mittelmeeranlieger ist, zu einer festen Gemeinschaft untereinander selbständiger Mittelmeer­staaten zu kommen, die über ihren Lebensraum, das Mittelmeer, unbeeinflußt bestimmen, so offensichtlich ist auch die Tatsache, daß England, das nur an dem Transit durch das Mittelmeer, nicht aber am Mittel­meer selbst interessiert ist, eine derartige feste Gemein­schaft fürchtet und damit die Rolle des Störenfriedes unter den Mittelmeernationen spielt. Das klassische Bei­spiel dafür war das englische Intrigenspiel gegen eine italienisch-französische Verständigung 1934, die'so weit fortgeschritten war, daß London von de'r damals natur­gegebenen italienisch-französischen Aussprache die Aus- 1 Haltung oder Minderung seines Einflusses im Mittel­meer befürchtete. In diesem Lichte ist auch die Situa. tion im östlichen Mittelmeer zu sehen. Um diesen Kampf Hinter den politischen Kulissen zu kennzeichnen, könnte man sagen, daß die Verständigungsarbeit, die etwa der italienische Gesandte in Kairo mit der ägyptischen Re­gierung einzuleiten versucht, durch Einflüsterung von Mißtrauen, Jntrigen und künstlich aufgebauschten Be­sorgnissen wieder zunichte gemacht wird. Beispiele liegsn für jedes der drei östlichem Mittelmeerländer vor. Der italienische Dodekanes stört die Türkei so lange nicht,

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Unser Issesspivssl

(vis bsntigs ^usgads vinkg.Lt ssebs Ssitsv)'

Neichsminister Dr. Goebbels richtete anläßlich der ersten Film-Feierstunde der HJ. einen Appell an die deutsche Lugend.

Durch die deutsche U-Voot-Wasse wurde erneut ein französischer Frachter versenkt.

Machtvolle Großkundgebungen des Deutschtums fan­den am Tage der Freiheit des Warthe-Eaues statt. Das holländische Außenministerinm brandmarkt in einem Orangebuch die englischen Uebergrisfe aus die neutrale Schiffahrt.

- Einer der modernsten und größten dänischen Damp- ser lief auf eine englische Mine auf.

Mit einer Feierstunde in Mahndors wurden die Ortsgruppen der Gemeinden Hemelingen und Mahndors an die NSDAP., Kreis Bremen, über­geben.

Die 2. Reichsstraßensammlung sür das Kriegswin- terhilfswerk wurde in Bremen erfolgreich abqe- schlössen.

Am Kolonial-Ehrenmal wurden zum 25. Jahrestag der Schlacht von Tanga Kränze niedergelegt.

In der Bremer Kampfbahn landete Werder über den Nordmarkmeister HSV. einen glücklichen 2:1- Sieg.

Berlins Fußballmannschaft besiegte Sofias Stadt- oli mit 4:2.