Ausgabe 
(30.8.1939) Nr. 238
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parteiamtliche Tageszeitung

oas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien kiansestadt vremtt!

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtlictzes Nerkündungsblatt des Neiktzsstattkalkers in Oldenburg und Vremen

Nr. 2ZS / 9. Jahrgang

Mittwoch, ZO. flugust 19Z8

Linzeipreis 1S Npf.

Volm-Ierror wütet weiter

furchtbare Muttat: fünf deutsche Flüchtlinge in der warche erschossen

das polnische Schuldkonto eines lag es

Vorschau spitzt die Lage zu / örößenwatznstnnige ptzantasten sordern Ostpreußen

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8k. Schneidemühl, 3V. August. " Polens Irrsinn tobt sich weiter aus. Wie gehetztes Wild werden die verzweifelten Volksdeutschen Flüchtlinge gejagt. Unter den Kugeln der polnischen Mörder brachen in den Wassern der Warthe fünf Deutsche zusammen, die diesen gefähr­lichen Fluchtweg gewählt hatten. Fast stündlich wächst die Zahl der in Gefängnis und Kerker grausam zu Tode gemarterten Angehörigen der Minderheiten. Bis sie ihr Leben aufgaben,

folterte man junge Ukrainer in Neutomischel. Ein deutsches Gehöft nach dem anderen geht, von polnischen Banden in Brand gesteckt, in Flammen aus. Zu Schanzarbeiten gezwungene deutsche Frauen brechen in polnischen Schützengräben zusam­men. Und noch immer mehren sich die Berichte von furchtbaren polnischen Schandtaten aus allen Teilen des Landes. Unge­hemmt triumphieren Terror, Bluttat und Mord.

Während sadistischeAufständische" und Polizisten so ihren Deutschenhaß austoben, während die Truppenbe­wegungen an den/ Grenzen Pommerns, Ostpreußens, Oberschlesiens und der Slowakei immer bedrohlicheren Charakter annehmen, bemüht sich Warschau nach Kräf­ten, die untraghare Lage noch weiter zuzuspitzen. Ohne vorherige Ankündigung werden gegen alle Vereinba­rungen polnische Grenzpolizisten und Zollbeamte von ihren ordnungsgemäßen Dienstplätzen zurückgerufen und jeder normale Verkehr damit unmöglich gemacht. Schon hat Warschau auch den Verkehr mit Litauen ein­gestellt. Jeder Zug, der noch menschenleer die Grenze nach Oberschtesien passiert/kann der letzte sein.

Begleitmusik all dieser Verbrechen und llebrrgrisse aber sind die Auslassungen größenwahnsinniger polni­scher Phantasten. Schon erheben sie wieder aufreizender als je zuvor ihre Stimmen. Es sei erforderlich, die Ziele des polnischen Staates klar zu präzisieren, so er­kört das in Gnesen erscheinende BlattLech". Und an erster Stelle sei dabei Ostpreußen zu nennen. Es könne nicht als deutsches Land bestehen bleiben, sondern müsse Polen zufallen, mit dem es geographisch verbunden sei!

Die in Nordpommerellen zusammengezogenen pol­nischen Truppen werden weiter verstärkt. Dabei halten allerdings die Desertionen in der Armee an. Allein an

London, 30. August.

Lhamberlain gab Dienstag nachmittag im Unterhaus eine Erklärung ab. Es seien, so sagte er, seit der letzten Sitzung des Hauses wenig Aenderungen in den Grundzügen der Situation zu verzeichnen. Er könne nicht sagen, daß die Gefahr en irgendeiner Wege verringert sei. Chamberlain gab dann einen Abriß der Ereignisse. Er teilte mit. daß der britische Botschafter am Freitag vom Führer empfangen worden sei. der ihm dM Vorschlag gemacht habe, es wäre gut, wenn der Botschafter nach England flöge, um eine ausführ­liche Darstellung der Unterredung zu geben. Das Kabi­nett habe den Sonnabend und den Vormittag des Sonntags auf eine sorgfältige und gründliche Beratung der Botschaft des Führers und der Antwort an ihn verwandt, die es abschicken würde. Der Führer habe in seiner Botschaft seine Wünsche für eine englifch- deutsckie Verständigung, für einen langen und dauern­den Frieden betont. Auf der anderen Seite habe er aber die britische Regierung in keinem Zweifel über seine Ansicht wegen der Dringlichkeit einer Regelung der polnischen Fragen gelassen.

Die englische Regierung habe auch ihren Wunsch aus eine Verwirklichung einer Verständigung zwischen Eng­land und Deutschland ausgedrückt. Sie würde natürlich die Gelegenheit begrüßen, mit Deutschland die verschie­denen Wege einer Regelung zu diskutieren, wie sie in einer Dauerregelung niedergelegt werden mußten. Alles aber hänge von der Art ab. wie die gegenwärtigen Schwierigkeiten gelöst werden könnten, ünd von der Natur der Vorschläge, welche Deutschland für die>e Regelung machen würde. England habe klargemacht, daß seine Verpflichtungen zu Polen durchgeführt wur­den. Lhamberlain. sagte, er würde froh sein, wenn er eine vollständige Darstellung der ausgetauschten Bot­schaften geben könnte, aber in einer Situation von jo srnstcr Delikatesse glaube er, daß es nicht im öffent­lichen Interesse liegen würde, eine solche Veröffentlichung vorzunehmen. Die britische Regierung würde eine Ge­legenheit die verschiedenen Ansichten zu diskutieren, willkommen heißen. Eine Regelung würde aber von der Art und Weise abhängen. wie> die aktuellen Differenzen mit Polen geregelt werden könnten und wie die Natur der Vorschläge wäre.

Der Premierminister erklärte dann, daß Großbritan­nien seine Wehrmacht in den Zustand der Bere,t>chaft versetzt habe.

In diesem Augenblick sei die Lage so, daß er auf die Antwort auf die britische Botschaft warte. Er wurde hoffen daß doch eine friedliche Lösung erreicht werden könne. Diese friedliche Lösung könnte zu einer weiteren Verständigung führen, und diese wiederum zu einer Befriedung von Europa und der ganzen Welt. Wenn auch die Frage ob Krieg oder Frieden, noch unenpmie- den fei England bleibe bei der Linie, die es einge­schlagen habe Das Warten sei beunruhigend. Aber die britische Bevölkerung, die, wie Lhamberlain erklärte,

der Danziger Westgrenze im Abschnitt zwischen Zoppot und Kalthaus liegt eine ganze polnische Division. Nach zuverlässigen Berichten aus Dirschau ist die polnische Artillerie, die an der Danziger Grenze liegt, bereits vor drei bis vier Wochen mit Easmunition ver­sehen worden. Sie soll die Danziger Niederung mit Gasgeschossen belegen. Am 22. .August ist allein in Dirschau eine große Menge Gasmunition eingetroffen, lleberall an der Danziger Grenze wird eifrig geschanzt und befestigt. Polnische Pioniere bauen am Brücken­kopf von Liessau eine Tanksperre. Sie besteht aus etwa vier Meter langen Eisenbahnschienen, die soweit in die Erde gerammt werden, daß sie nur noch in einer Höhe von 1,20 Meter aus dem Erdboden Herausragen.

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Jede dieserTaten", die nur eine kleine Auswahl aus dem polnischen Schwldkonto eines Tages darstellen, spricht eine aufrüttelnde, uns Deutsche zutiefst schmer­zende Sprache. Nur einen Gedanken müßten diese Verbrechen und Hebelgriffe in allen gerecht denkenden Menschen und Völkern gebieterisch auslösen: Auf dem raschesten Wege diesen furchtbaren Terror abzustellen. Und doch glauben England und Frankreich ihrenguten Willen" nicht besser beweisen zu können, als daß sie keine Kenntnis von all diesen entsetzlichen Vorgängen

keine Meinungsverschiedenheit und keine.Veränderung ihrer Entschlossenheit kenne bewahre trotzdem ihre Ruhe.

Ver süiieer empfing den britischen votschaster

Berlin. 30. August.

Der Führer empfing Dienstagabend in der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den britischen Botschafter Sir. Neoille Henderson. Dem britischen Botschafter wurde die Antwort des Führers aus die Mitteilung der britischen Regierung am Montag übergeben.

nehmen oder sie sogar hartnäckig leugnen. Aber Paris und London irren, wenn sie meinen, durch dieses Tot­schweigen die Verbrechen ihres größenwahnsinnigen Schützlings abschwächen oder gar ungeschehen machen zu können. Blut und Tote sprechen eine eindringlichere Sprache als Dementis und Lügen. Deutschlands feste Haltung aber werden die schmerzenden Schläge dieses verbrecherischen polnischen Tuns nur stählerner formen. Der Führer hat unsere berechtigten Forderungen klar formuliert: Danzig und der Korridor! Nur durch

ihre Rückgabe kann der Osten für immer befriede: werden. Bei den Demokraten liegt jetzt die Wahl zwi­schen Krieg und Friebm.

stuf deutschem Soviel!

Frauen und Kinder beschossen Neue unerhörte Grenzverletzung durch polnische Beamte

Kattowitz, 30. August

Eine neue unerhörte Grenzverletzung machte sich die polnische Polizei im Grenzabschnitt Vobrek-Karf schul­dig. Mehrere Volksdeutsche Flüchtlinge, ausschließlich Frauen und Kinder, wurden am Montag, als sie bereits weit aus reichsdentschem Gebiet sich befanden, plötzlich hinterrücks beschossen. Mehrere polnische Grenzbeämte hatten ihre Gewehre auf die Flüchtlinge angelegt und bedenkenlos in reichsdeutsches Gebiet hineingeschossen, ohne allerdings infolge der großen Entfernung zu treffen.

Volksdeutscher ln dirschau mit Stiefelabsätzen bearbeitet

Schneidemühl, 30. August.

In Dirschau wurde der Fleischergeselle Franz Kra- lowsli, der auf dem Schlachthos beschäftigt ist, aus sei­nem Heimweg von acht Mitgliedern der Aufständischen­banden überfallen und'unmenschlich zugerichtet. Kra­kowski wurde niedergeschlagen, konnte dann aber flüch­ten und lief zurück zum Schlachthos. Der Torwächter lieh ihn aber nicht ein, so daß ihn seine feigen Ver­folger einholen konnten und ihn abermals miß­handelten. Sie bearbeiteten sein Gesicht mit Stiefel­absätzen, so daß er bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurde. Bemerkenswert ist, daß die Zeugen des Vorfalles nicht i.m entferntesten daran dachten, Krakowski Hilse zu leisten.

ckiiäo iiet-U mim lvi-iex. IV'ätir-mck äsr polnisclis Torror mit äsn tzrsu-amswn Kitteln gegen äiv VelksOeutseLsn in polen voi'gskt iinä »ueti prouen unck llinäsr nielit ver-el,»»!., k,:t/.t ämia in Senk »uk Osm 21. Lionistsn- kongreb mim jnäisobsn krieg gegen vsutsoklanck. Unser vilck neigt eine <isr jockis-osten Kellnerinnen irekienä einer lletransprsckks suk äsw köngrsü. (presss-ltoktmnnn)

tlzamberlains Unterlzausre-e

Sorgfältige und gründliche Seratung der Votschafi des fützrers"

nannten Korridor und in anderen Teilen Polens zu bestialischen Ausschreitungen polnischer Ele­mente gegen wehrlose Deutsche. Die unerhörten, von Stunde zu Stunde an Heftigkeit zunehmenden Schreckensakte des polnischenChauvinisrnus müssen in der ganzen zivilisierten Welt um so größeren Abscheu hervorrufen, als die gemeldeten furcht­baren Bluttaten sich aus uraltem deutschen Kulturboden mit überwiegend deutscher Bevöl­kerungsmehrheit ereignen. Mehr als IV- Mil­lionen Deutsche sind dem entfesselten pol­nischen Terror ausgesetzt. Hätte es noch eines Be­weises für das schreiende Unrecht bedurft, das der Versailler Schandvertrag mit der unmög­lichen Grenzziehung im Osten ins Leben rief, so wurde er in diesen Tagen mit Feuer und Blut erbracht. Dieses Unrecht muß jetzt ei» Endenehmen!

Der heilige Anspruch des Deutschtums im Korri­dor auf Wiedervereinigung mit dem Mutterland fällt aber noch weit mehr, als er sich in der Ziffer von IV- Millionen ausdrückt, ins Gewicht, da nach dem Weltkrieg auf der Grundlage des an­klagenden Versailler Vertrages nicht weniger als 1200 000 Deutsche aus Polen gewaltsam verdrängt wurden. Die Statistik meldet eine Enteignung deutschen Grundbesitzes im Umfang von insgesamt 660 000 Hektar, doch muß auch diese Ziffer noch wesentlich höher veranschlagt werden, will man ein Bild der furchtbaren Wirklichkeit des deutschen Volkstumskampfes im Korridor, diesem Wahn­sinnsgebilde verblendeter Deutschenhasser, ge­winnen.

Die Versailler Diktatoren.wußten vor 20 Jahren sehr gut, weshalb sie es in Westpreußen nicht zu einer Abstimmung kommen ließen: Im Noten­wechsel der deutschen Regierung mit Wilson und Lansing war dem Reich ausdrücklich bestätigt wor­den, daß der Friede auf der Basis der 14 Wilson- schen Punkte abgeschlossen werden sollte; einer dieser Punkte besagte unzweideutig, daß nur solche Gebiete an Polen fallen sollten, dievon einer unbestreitbar polnischen Bevölke­rung bewohnt" seien. Eine Abstimmung :m heutigen Korridor wäre nicht viel anders als die Volksentscheidung in den ostpreußischen Krei­sen Allenstein und Marienwerder ausgefallen wo sich 97,5 und 92,8 v. H. zu Deutschland bekannten

DleüberwiegendedeutscheMehrheit

in Westpreußen kann jedenfalls in keinem Sinne in Zweifel gezogen werden, wies doch bereits E -^ahlung von 1910 in diesem Gebiet 569 438 Deutsche gegenüber 460 212 Polen nach; daß die Kaschuben (etwa 100 000) 1919 für ein Verbleiben im Reich gestimmt hätten, ist mit Sicherheit aus der prodeutscheu Abstimmung der masurischen Grenzstämme in den Kreisen Meri­stem und Marienwerder zu schließen.

Doch blicken wir noch weiter in die Geschichte zurück: Schon vor der Völkerwanderung war das heutige Polen zum weitaus größten Teil ger­manisch besiedelt, was selbst von zahl­reichen polnischen Gelehrten, soweit sie sich den W^9 In einem sachlichen Urteil nicht versperren ließen, mehr oder weniger offen zugegeben wurde. ,zn diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß Prahistoriker Dr. Ianka sich zur Ansicht bekannt hat. die Urheimat der Slawen sei ° 9 N § der WeichseI zu suchen. Es ist jeden­falls eme allseitig historisch verbürgte Tatsache, daß Slawen in den zur Rede stehenden Raum erst

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Unser Tssessmesei

(Unsere ksutiM 4usxgbe umfallt 12 Zeiten)

Lhamberlain gab im Unterhaus eine Erb zur Lage ab.

Der englische Botschafter Henderson wurde vom Führer empfangen.

Die neutralen Staaten verstärken den Schutz tlnabhangigkeit. ^ ^

Im ganzen englischen Empire sind fieberhaft, teidigungsvorbcreitungen im Gange.

5 Volksdeutsche wurden von den Polen a- Flucht, schwimmend in der Warthe, erschösse Japan hat die Blockade Hongkongs ocrschär Die Treibstoff-Anträge können für Vrcme morgen beim Statistischen Landesamt > werden.

2n Mittctsbüren forderte ein Arbeitsunfall Todesopfer.

Die isländische Fußball-Nationalelf tritt gegen eine bremische Stadtauswahl an.

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