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partkiamEDze Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsblatt des BeichsstattHalkers in Oldenburg und Bremen
Nr. 2Z4 / 9. Jahrgang
Sonnabend, 26. flugust 19Z9
kinzelpreis 15 Bps.
furchtbares Blutbad unter wehrlosen Befangenen / Kopf
prämien auf deutsche / Neue flak-iiberfälle / stnschlag auf Staatssekretär Stuckart, Umfassende ossensiomaßntchmen an der deutschen Srenze / Iruppen;usammen;iehungen A größten Nusmaßes , Schreckenskerrschast in oberschleflen
PO. Stettin, 26. August
Fast stündlich treffen von der pommerschen Grenze Meldungen ein, nach denen die Polen deutsche Gehöfte im Korridor anzünden. Unzählige von Deutschen bewohnte Häuser gingen in Flammen aus. Weithin ist der Feuerschein sichtbar.
Polnische Horden drangen sogar auf reichsdeutsches Gebiet und zündeten das Gehöft des Bauern Radde in Grotz-Rakitt, Kreis Lauenburg, an, dessen Rückwand noch auf polnischem Gebiet liegt. Stall und Scheune standen sofort in hellen Flammen. Unter ähnlichen Umständen ging die Scheune des Mühlenbesitzers Domke in Sommin, Kreis Bütow, in Flammen aus. Sämtliche Erntevorräte wurden vernichtet. Auch dieses Gehöft befindet sich unmittelbar an der polnischen Grenze. Die Untersuchungen lassen keinen Zweifel darüber, daß es sich auch hier um eine polnische Brandstiftung handelt.
Deutsche als freiwild
Kattowitz, 26. August
Auf einer Tagung des berüchtigten Westmarken-Ver- bandes in Bielitz wurde beschlossen, aus die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Polen Kopfprämien zu setzen. Die Prämien bewegen sich in einer Höhe bis zu M Zloty. Die auf der Vielitzer Tagung vertretene Leitung des Westmarken-Verbandes, der für die gemeine Hetze gegen alles Deutsche verantwortlich zeichnet und dem auch die Unterdrückung der Volksdeutsche» Gruppe und der Kampf der aufständischen Elemente zuzuschreiben ist, wurde unter Eid verpflichtet, über die Abmachungen der Bielitzer Besprechungen Stillschweigen zu bewahren. Es ist damit zu rechnen, dasj die Zahl der Blutopfer auf Grund dieses Beschlusses um ein Vielfaches anwachsen wird.
Polen will Schlesien einverleiben
Kattowitz, 26. August.
Der polnische Größenwahn, unterstützt und geschürt von England, befindet sich in den wildesten Sprüngen.
Aus dem Gefühl der gegen Bcuthen, Gleiwitz und Hindenburg gerichteten Kanonenlänfe heraus sieht man sich bereits in Siegesträume:» und bereitet Maßnahmen für eine „rasche Uebernahme Deutsch-Oberschlesiens"
vor. So konnten wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, daß man bereits polnische Schilder (!) für die Bahnhöfe in Beuthen—Vqiom, Gleiwitz—Gliwice, Oppeln—Opale und sogar für Vreslau—Wroclaw hat anfertigen lassen. Desweiteren hat man bei der Eisenbahn, Post und Polizei bereits Vorkehrungen für die evtl. Uebernahme bestimmter Stellungen in Deutsch-Oberschlesien getroffen. So grotesk es auch klingen mag, so wahrhaftig glaubt Polen an die „bevorstehende Befreiung der polnischen Brüder jenseits der Grenze", wie es erst vor wenigen Tagen der „Powstaniec", das Organ des vom Woiwoden Grazynski geführten Aufständischen-Verban- des, wörtlich sagte.
Entsprechend gehen die Vorbereitungen zum Ueberfall weiter. Fahrzeuge werden bereitgestellt, die ersten Trupps polnischer militärischer Einheiten nähern sich der Grenze. 2n allen bedeutenden Ortschaften sind weiter Maßnahmen zur Einführung einer völligen Verdunkelung getroffen worden.
polen lm Zeichen der Mobilisierung
Biplomatischer Hochbetrieb in Warschau — Sturm auf die Sefchäste
rä. Warschau, 26. August.
Die polnischen Zeitungen sind voll von Meldungen über die englischen Kriegsvorbereitungen und die französischen Neseroisteneinberufungen. Durch den Rundfunk wurden auf Grund eines Erlasses des Ministerpräsidenten Skladkowski alle Staatsbeamten aufgefordert, ihren Urlaub abzubrechen und sofort in ihre Aemter zurückzukehren.
Die Warschauer Bevölkerung ist durch die Mobilisierungsmaßnahmen stark erschüttert. Die Geschäfte sind von Käufern belagert, die ihre Barmittel noch schnell in Waren anlegen wollen. In politischen und diplo
matischen Kreisen ist eine sehr lebhafte Bewegung zu bemerken. Auf dem Schloß des Staatspräsidenten werden dauernd verschiedene Mitglieder der Regierung empfangen. Der polnische Außenminister hatte gestern Wiederum eine lange Besprechung mit den Botschaftern Großbritanniens und Frankreichs. Gleichzeitig meldet die Presse, daß die polnischen Diplomaten in London, Paris und Bukarest Besprechungen mit den dortigen Außenministern abhielten. Wie verlautet, soll am Abend wieder ein Ministerrat stattfinden. Ueber die Sitzung in der letzten Nacht ist ein Bericht nicht herausgegeben worden. (Fortsetzung auf Seite 2)
wieder deutsche slugzeuge beschossen!
polnische flak-überfalle in See Sucht von Danzig / Staatssekretär Stuckart berichtet
Danzig, 26. August.
r in Danzig weilender Sonderberichterstatter chr. du Prel meldet:
ern nachmittag haben sich nicht weniger als drei enfälle in der Nähe von Zoppot ereignet. Um Uhr wurde ein Lufthansa-Flugzeug, das in tau-
steter Höhe außerhalb der Dreimeilenzone an der
hen Küste entlangflog, m der
eisternest aus durch polnische ^lak beschossen.
r andere Lusthansamaschine der Strecke Danzig—
n—Hamburg wurde um 14.18 Uhr, alssreZopp te. mit 18 Schuß beschossen. Der Beschug 'st umhr- ich von derselbe« Stelle erfolgt, von der auch or 13 Uhr bereits gefeuert wurde.
18.20 Uhr waren wir Augenzeuge des dritte" Überfalls auf ein deutsches Flugzeug. Es handelt enso wie gestern wieder um ein Danziger ^p - ug, das innerhalb der Danziger Bucht erst mtt chweren Schutz der Flak bedacht wurde, an die ,'ch lnzahl kleiner Geschosse an,chlo„en. Das Flugzeug ' sich während der Beschießung nur einen Kilo- vom Zoppoter Seest-g entfernt. Aus dem Seesteg : zu dieser Zeit zahlreiche Reisende mit Kos,ern Sepäck anwesend, die die Anlinst eines Damp- rwarteten. Denn die meisten Badegaste oerl°„-n >t wegen der dauernden polnischen Beunruhlgun- ind Beickienunaen. Es hätte Nicht viel ge,ehlt,
ichdiesmü?uuttr' den Reisende', meist Frauen
linder eine Panik verbreitet hatte, da nicht abzu- war, wo die Schüsse auftraten.
lannenbergfeier fällt aus
Berlin. 26. August
Amtlich wird mitgeteilt: Mit Rücksicht auf die gespannte Lage fällt die auf Sonntag, den 27. August, angesetzte Tannenbergfeier aus.
Keines der Flugzeuge wurde indes von den Polen getroffen. Auch sind Verletzungen von Einwohnern von Zoppot und den umliegenden Dörfern nicht gemeldet.
Bei der zuerst beschossenen Lufthansa-Ma-schine handelte es sich um das regelmäßige Verkehrsflugzeug, in dem sich Staatssekretär Stuckart von der Danziger Rechtswahrertagung nach Berlin zurückbegab.
Ueber zehn Schuß schwerer polnischer Flak krepierten in unmittelbarer Nähe der Verkehrsmaschine D—AHJH (.Rudolf Kleine"). Das Flugzeug befand sich weit außerhalb des Sperrgebiets der Halbinsel Hela in einer Höhe von etwa 1060 Meter, als von polnischen Kriegsschiffen aus der Feuerüberfall erfolgte. Der Führer der deutschen Verkehrsmaschine, Flugkapitän Rutschow, konnte sich nur mit Mühe dem polnischen Feuer entziehen. Außer Staatssekretär Stuckart befanden sich noch Ministerialrat Hubrich. gleichfalls vom Reichsinnenministerium. sowie 12 weitere Fluggäste in der Maschine Die Besatzung bestand außer dem Flugkapitän aus dem Flugmäschinisten Oppermann und dem Flugzeugfunker 2ells.
Der verbrecherische Vorgang
Berlin, 26. August.
Ein Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros hatte Gelegenheit, unmittelbar nach der Landung mit Staatssekretär Stuckart zu sprechen. Der Staatssekretär war noch ganz erfüllt von der Erregung, die der heimtückische Ueberfall der Pole« auf die deutsche Verkehrsmaschine in ihm auslöst«. Staatssekretär Stuckart schilderte daß die Maschine um 12.35 Uhr fahrplanmäßig gestartet sei. An Bord befanden sich außer ihm und feinem Begleiter. Ministerialrat Hubrich. vier Frauen mit ihren Kindern sowie weiter« Passagiere.
Unmittelbar nach dem Start ging Flugkapitan Rutschow weit auf See hinaus um von vornherein den Polen keine Gelegenheit zu geben. Zwischenfälle zu provozieren. Vor allen Dingen achtete der Pilot darauf. die Danziger Bucht und die Halbinsel Hela weit
außerhalb der Dreimeilenzone und des polnischen Sperrgebietes zu passieren. Trotzdem wurde das Land- flu-ggeug auf offenem Meer von polnischer Marineflak urplötzlich und ohne jeden Anlaß überfallartiq unter Feuer genommen.
Es war genau 12.47 Uhr, als schlagartig drei Salven schwerer Flakgeschosje in unmittelbarer Nähe der Maschine krepierten. Die Kabine des Flugzeuges war erfüllt von dem Krachen der Granaten, man sah, wie die Geschosse unter schwarzer Rauchentwicklung krepierten und Zhre Splitter umhcrstrcnten. Die Fenster klirrten, man sah die Explosionen so nahe bei der Maschine, daß jedermann sosort den Eindruck hatte, daß die nächsten Salven das Flugzeug treffen müßten. Der Passagiere bemächtigte sich in dem Augenblick des Feuerüberfalls ungeheure Erregung, vor allem der Frauen und Kinder, die diese Schreckensminute erlebten.
Daß die Passagiere gerettet wurden, ist nur der unerhörten Geistesgegenwart des Flugkapitäns Rutschow zu danken. In dem Augenblick, als der feige polnische Ueberfall erfolgte und die verderbenbringenden Salven in der Höhe des Flugzeugs und in seiner unmittelbaren Nähe krepierten, riß Flugkapitän Rutschow die Maschine rücksichtslos in die Höhe, wobei er gleichzeitig eine Steilkurve nach rechts ausführte und so in Sekundenschnelle das Flugzeug nicht nur aus seiner kursmäßigen Höhe herausholte, sondern es auch auf See hinaus abdrehte. Wie entscheidend dieses Manöver war, erkannten die Passagiere, die wild durcheinandergeworfen wurden, in der nächsten Sekunde. Denn eine vierte Salve der polnischen Batterien explodierte mit rasendem Krachen jetzt nur wenige 50 Meter unterhalb des Flugzeuges, genau an der Stelle, an der sich die Maschine bei weiterem Geradeaus-Flug befunden hätte. So hat Flugkapitän Rutschow ein furchtbares Verbrechen buchstäblich in der letzten Sekunde verhindert. Weit auf die Ostsee hinausfliegend. konnte die Maschine dann langsam wieder Kurs auf das Festland nehmen.
Staatssekretär Stuckart Hai sich nach der Landung in Berlin-Tempelhof in die Reichskanzlei begeben, um über diesen unerhörten, alle Grundsätze des Völkerrechts verletzenden feigen Ueberfall der Polen Bericht zu erstatten.
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In diesen Tagen internationaler politischer Hochspannung, da die Nervosität und Spannung in London, Paris und Warschau ständig wächst und die Stimmung fast stündlich von Haßausbrüchen gegen Deutschland und verdächtig aufdringlichem Siegesgeschrei bis zur tiefsten Niedergeschlagenheit variiert, steht das deutsche Volk mit seiner stärken Wehrmacht wie ein unerschütterlicher Fels im brodelnden Meer. Jeder Deutsche, der es während der Septemberkrise des vergangenen Jahres noch nicht gemerkt haben sollte, weiß es heute bei dem Züsammenbruch der britischen Einkreisungsschlacht: Längst wären sie, die Schöpfer und Verteidiger des Systems von Versailles über uns hergefallen, um den Lebenswillen und das Lebensrecht unseres Volkes zu knebeln und zu unterdrücken, wenn der Führer nicht in
Vrauchitsch-Bnfprache Heute über alle deutschen Sender
Berlin, 26. August
Die Ansprache des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, am heutigen Sonnabend von 19.30 bis 2V.VV Uhr wird als Reichssendung über alle deutschen Rundfunksender verbreitet.
kluger Voraussicht solchen Absichten einen Riegel vorgeschoben hätte, indem er eine Wehrmacht schuf, größer, stärker, moderner und besser aus- gebildet als jemals zuvor.
Die zahllosen Ausgaben, die der deutsche Mann in den vergangenen Jahren während der Wehrausbildung freudig und gern auf sich genommen hat. die wahrhaft großen Opfer, die das ganze 80-Millionen-Volk der Deutschen für seine Wehrhaftmachung gebracht hat, waren nicht umsonst. Aus ihnen wuchs das stählerne Instrument der deutschen Stärke. Freiheit und Unabhängigkeit auf. Aus ihnen entstand das Wunderwerk der besten Wehrmacht der Welt.
Was deutsche Erfinder, Techniker und Ingenieure, was vor allem aber unsere deutschen. Offiziere in wenigen Jahren vollbracht haben, steht an Schnelligkeit, Umfang der Leistung, ebenso wie an Gründlichkeit einzigartig in der Geschichte der Völker.
Man kann ohne Uebertreibung sagen, daß unsere Infanterie, die nach wie vor den Kern unseres Volksheeres bildet, die modernst ausgerüstete und am neuzeitlichsten gegliederte der Welt ist. Jedes Jnfan- teriebataillon besitzt eine MG.-Kompanie mit schweren Maschinengewehren, eine Jnfanterie-Eeschützkompanie,
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Unser Issessmeseß
(Vvssrs ksntigsn Lvsxsbs viril-, 6t 14 8siisn)
Nach dem letzten fruchtlosen Versuch, den Kreml umzustimmen, sind die französischen und englischen Militär-Delegationen aus Moskau abgereist.
Der englische Pfundsturz hält an den internationalen Devisenmärkten an.
Nunmehr wurde das englisch-polnische Abkommen unterzeichnet.
Aus ganz umfangreichen polnischen Offensivmatz- nahmen ist auf den bevorstehenden polnischen Angriff aus deutsche Gebiete zu schließen.
Wieder wurden in der Danziger Bucht drei deutsche Verkehrsflugzeuge von polnischer Flak beschossen. Polnische ME-Schiitzen metzelten 32 wehrlose gefangene Volksdeutsche nieder.
Durch planmäßige Brandstiftungen legen die Polen alle deutschen Gehöfte im Korridor in Asche. Italien hat zwei weitere Reservisten-Jahrgänge eingezogen.
Wegen der gespannten politischen Lage mutzte die Tannenbergfeier abgesagt werden.
Die Tagung der deutschen Rechtswahrer in Zoppot wurde beendet.
Zur 7. Reichstagung der Ausländsdeutschen in Eraz sprach der Stellvertreter des Führers Rudolf Hetz.
Generaloberst von Brauchitsch nahm am Staatsbegräbnis für Frhr. von Matter teil.
Die Vorschätzung der deutschen Getreideernte belauft sich auf 26,9 Millionen Tonnen.
Zu den Heiratsaussichten auf dem Land äußerte sich der Sachbearbeiter beim Reichsnährstand.
16 000 Nordsee-Pimpfe erlebten in diesem Jahr die Jungvolk-Sommerlager.
Ein neuartiges Fundamentierungsverfahren wird bei einem Erweiterungsbau der Roland-Mühle angewandt.
Auch Straßenbahner erhielten Alkoholverbot im Dienst.