Ausgabe 
(21.8.1939) Nr. 229
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v reiner Mim

parteiamtliche Tageszeitung

Bas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremer

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches Nerkündungsblatt des Beichsstatlhalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 229 / 9. Jahrgang

Montag, 21. flugust 19Z9

Polnische Panik im Korridor

letzt auch örenze nach Pommern gesperrt / Volks­deutsche Mutter flüchtet mit 0 Kindern / drei tage

ohne kssen und trinken

PS. Stettin, 21. August

Die Polen haben jetzt auch die Grenze nach Pommern durch starke militärische Abteilungen fast völlig gesperrt, während auf deutscher Seite völlige Ruhe herrscht, sieht man drüben Soldaten mit aufgepflanztem Seitengewehr patrouillieren. Alle Gehöfte an der Grenze sind mit Militär belegt. An der Grenzstelle in Virchau konnte man 5V polnische Generalstäbler sehen, die eingehend das Gelände studierten. Im ganzen Korridor-Gebiet herrscht eine überaus nervöse Stimmung, im ganzen packen viele polnische Familien ihre Koffer und ziehen in das Innere des Landes. Trotz der starken Bewachung der Grenzübergänge gelingt es aber immer noch zahl­reichen Deutschen, sich in das Reich zu retten.

0pser polnischer Unmenschlichkeit

Dicht an der polnischen Grenze liegt das Flüchtlings­lager Rnmmelsbnrg. In den schlichten Baracken haben die vor dem polnischen Terror geflohenen Deut­schen eine vorläufige Unterkunft gefunden. Ihre Ge­sichter sind schmal von Entbehrungen. Die Schilde­rungen der Unglücklichen würden Bücher füllen.

Einige Beispiele: Vor uns sitzt Frau Maria Krurzok aus Tarnowitz. Gerade kommt sie aus dem Entbin­dungsheim des Lagers, in dem sie ihrem siebenten Kind das Leben schenkte. Bei Nacht und Nebel mußte sie vor den Polen fliehen, von ihrem Mann und ihren sechs Kindern begleitet, deren jüngstes gerade 11h Jahre und deren ältestes zehn Jahre alt ist, schlich sie über die Grenze. Das Wagnis gelang, aber das jüngste Kind überstand die Strapazen nicht, es starb im Lager Rum­melsburg als Opfer der polnischen Unmenschlichkeit.

Yuer durch Polen geflohen

Einem deutschen Mühlenbesitzer aus Wolhynien ge­lang die Flucht quer durch ganz Polen bis zur Grenze. Er war Volkstumsführer in seinem Bezirk, in dem früher nur Deutsche und Ukrainer wohnten. Jetzt sind sie durch Polen fast völlig verdrängt. Vor einigen Wochen versiegelten die Polen seine Mühle.Ich selbst", fuhr der Flüchtling fort,wurde verhaftet und in einen Raum geführt, in dem zwei Polizisten saßen. Die Tür wurde abgeschlossen. Die Fenster waren vergittert. Die Polizisten verlangten die Auslösung meiner Ortsgruppe. Als ich mich weigerte und den schriftlichen Auflosungs- brfehl sehen wollte, schlug man mich ins Gesicht und sperrte mich ein. Ebenso erging es anderen Orts­gruppenleitern und Deutschtumsführern.

flbgeriflen und tolai verwildert

Noch schlimmer wüteten die Polen gegen die Ukrai­ner, deren junge Generation fast vollständig im Ker­ker sitzt. Zehntausende wurden gefangengenommen. Als die Gefängnisse nicht mehr ausreichten, 'wurden Unter­künfte der polnischen Wehrmacht für diesen Zweck ge­nommen. Die Empörung unter den Ukrainern wächst von Tag zu Tag, und sie hoffen immer stärker auf Er­lösung vom polnischen Druck.

Einer erzählt:' Eines Tages glückte mir die Flucht. Ich war notdürftig bekleidet. Den weiten Weg zur Grenze mußte ich in kleinen Etappen, meist nachts zurücklegen. In der Nähe der Grenze wartete ich drei Tage und drei Nächte, ohne Essen und Trinken und ohne eine vernünftige Unterkunft, in der ich hätte schlafen können. Als ich schließlich glaubte, die Grenze erreicht zu haben, fragte ich eine alte Frau, die zitterte und lief davon, denn die Unterstützung von Flüchtlingen wird mit strengsten Strafen bedroht. Kinder, die ich fragte, flohen vor mir, da ich völlig abgerissen war und total verwildert aussah. Völlig erschöpft kam ich schließ­lich an eine Straße, die gut gepflegt aussah. Jetzt wußte ich, daß ich in Deutschland war. Ein deutscher Grenzwächter nahm mich aus. Vor Ermattung konnte ich kaum ein Wort sprechen."

tagsüber im versteck

Ein deutscher Fabrikarbeiter aus der Nähe von Lodz überschritt bei Friedeberg die Grenze. Er war Unter­offizier in der polnischen Armee und machte vom 15. Juni bis 11. Juli noch eine größere Uebung mit. Als polnischer Soldat mußte er doppelt vorsichtig sein auf der Flucht. Auf dem weiten Weg von Lodz nach Posen

halfen ihm die noch im Lande befindlichen Deutschen durch Barmittel weiter. Tagsüber versteckten sie ihn vor den polnischen Häschern. Ungefährdet erreichte er schließlich eine Jagdhütte im Grenzbereich Friedeberg und zwar zusammen mit einem jungen Ehepaar, das ebenfalls in das Reich geflohen war. Sie waren aus­gehungert und erschöpft und konnten sich erst in der Jagdhütte an den hier vorgefundenen Nahrungsmitteln stärken.

Mit der Mistgabel zerstochen!

Unmenschliche Grausamkeiten gegen Volksdeutsche rg. Breslau, 21. August.

Das Schicksal aller Volksdeutschen, die in die Hände der Polen fallen, ist entsetzlich. Ein Flüchtling, der jetzt an einem schlesischen Ort die Grenze überschritt, berich­tet darüber. Er wurde blutig geschlagen und mit der Mistgabel ins Gesicht gestochen. Die polnischen Gefäng­nisse gleichen einer Hölle. In einer Einzelzelle des Tarnowitzer Kerkers waren fünf Mann nachts auf eine einzige Schlafpritsche angewiesen. Das Essen spot­tete jeder Beschreibung, es gab nur wässerige Bohnen- und Graupensuppen, die mit stinkigem Talg zubereitet waren, so daß fast alle Gefanigenen magenkrank wurden.

(Siehe auch Seite 2)

Mißglücktes englisches Lügenmanöver

Berlin, 21. August

Englische Blätter melden, datz der Führer auf dem Obersalzberg den italienischen Botschafter Attolico empfangen habe, der ihm eine negative Antwort des Duce, die Salzburger Besprechungen betreffend, überbracht hätte. Dazu wird amtlich mitgeteilt, daß diese Nachricht vollkommen frei er­funden ist und jeder Grundlage entbehrt.

27. veutsche Vstmefle eröffnet

Staatssekretär Landsried über Deutschlands handelspolitische Haltung - Deutsche Friedenswirtschaft

Königsberg, 21. August.

In feierlichem Rahmen wurde am Sonntag die 27. Deutsche Oftmefse durch den Lberpräsidenten der Provinz Ostpreußen, Gauleiter Erich Koch, eröffnet.

Oberbürgermeister Dr. Will begrüßte die zahlreich erschienenen Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, insbesondere die Staatssekretäre Dr. Landfried in Vertretung des verhinderten Reichswirtschastsmiuisters und Reichsbänkpräsidenten Funk. Dr. Neumann und Pfundtner, die Gesandten der zwei Nachbarstaa­ten Lettland und Litauen, den Präsidenten des Danziger Senats Greiser, dessen Anwesenheit er als Zeichen Dr die unlösliche Verbundenheit der deut­schen Stadt Danzig mit dem Eroßdeutschen Reich be­zeichnete, ferner die Vertreter der an der Messe betei­ligten ausländischen Staaten, nämlich außer den bereits genannten die Vertreter Estlands, Finnlands, Schwe­dens, Norwegens, der Sowjetunion, Ungarns, Bulga­riens, Mandschukuos und zum ersten Male auch Ita­liens, sowie Besucher aus Frankreich, den Niederlanden und aus Dänemark. Dr. Will konnte auch Vertreter der

Partei, der Wehrmacht und der Wirtschaft des In- und Auslandes begrüßen.

Dr. Will hob in seiner Begrüßungsansprache den

ständig zunehmenden Wirkungsbereich der Veutschen Vstmeffe

hervor, deren wirtschaftspolitische Ausgabe es sei, den Güteraustausch zwischen der westdeutschen Industrie und den Ländern des Ostens zu fördern. Die in diesem Jahre wiederum erweiterten Ausstellungsflächen der be­teiligten ausländischen Staaten seien ein Beweis für die Bedeutung der Ostmesse. Nach den Begrüßungsworten des Oberbürgermeisters sprach in Vertretung des ver­hinderten Reichswirtschaftsministers

Staatssekretär tandsried

dessen Ausführungen von der Festverfammlung mit leb­haftem Beifall aufgenommen wurden, und führte u. a. aus:

Für die nationalsozialistische Staatsführung war es oom Tage der Machtübernahme an eine nationale Pflicht, die Provinz Ostpreußen auf allen Gebieten des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens zu fördern und nach innen und außen zu stärken, damit sie ihrer geschichtlichen Aufgabe für alle Zukunft gewachsen bleibt, Bollwerk des Deutschtums im Osten zu sein; eine Ausgabe, für die der Oberpräsident dieser Provinz, Gauleiter Koch, sich von Anbeginn seines Wirkens in Ostpreußen an mit der ihm eigenen starken Tatkraft und mit allseits dankbar anerkannten Erfolgen eingesetzt hat. >.

Von welch aktueller und ernster Bedeutung dieie Auf­gabe ist, wird uns in diesen Wochen auf das e-indring-' lichste vor Augen geführt, da man in Polen Ansprüche auf uraltes deutsches Land erhebt, die in ihrer gro­tesken Maßlosigkeit einen abgrundtiefen Haß gegenüber allen Deutschen erkennen lassen. Wir hingegen sind heute hier in Königsberg zusammengekommen, um fried­licher Arbeit den Weg zu bereiten und zeigen damit der Welt, wie wenig das Deutschland Adolf Hitlers von Haß und Drohungen eingeschüchtert werden kann.

Aber wenn ich hier als Staatssekretär des Reichs- wirtichaftsmiuisteriums und damit als Beauftragter und Pertreter des Reichswirtichafts-ministers spreche, so möchte ich in dieser Stunde in der Hauptstadt des deutschen Gaues, auf den heute die ganze Welt voll höchster Spannung blickt, im Hinblick auf das Problem Polen nur das eine sagen:

wir haben auch in wirtschaftlicher Hinsicht die Lehren aus Sem verlorenen krieg gezogen

Nicht nur in seiner politischen Ausrichtung und Einigkeit und in der Ausschöpfung feiner militärischen Machtquellen, auch in wirtschaftlicher Hinsicht steht das deutsche Volt heute anders da als 1814. Heute haben wir den wirtschaftlichen Generalstab, der uns 1814 fehlte. Wir wissen, daß wir militärisch keinen Krieg gewinnen können, wenn wir ihn wirtschaftlich verlieren. Deshalb haben wir uns auch wirtschaftlich so gerüstet und vorbereitet, um die volle Lebens- und Kampfkraft der Nation auch wirtschaftlich sofort einsetzen zu können, wenn eine feindliche Welt uns hierzu zwingen sollte.

Es m«, die Ostpreußen mit besonderem Stolz und mir besonderer Befriedigung erfüllen, daß der Führer mit der Leibung dreier wirtichafttichen Ausgabe einen Sohn Ihrer ostpreußiichen Heimat, den Reichswirt- 'chaftsminister und Reichsbänkpräsidenten Walter Funk betraut hat ''Fortsetzung auf' Seite 2.1

rutsches Handels- und Kreditabkommen mit der Sowjetunion

Berlin, 21. August

Die seit längerer Zeit zwischen Deutschland und der >SSR. über eine Verbreiterung des beiderseitigen arcnverkchrs geführten Verhandlungen wurden am , August erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis der ^Handlungen ist ein Handels- und Kreditabkommen, s auf deutscher Seit« von dem Vortragenden Lega- msrat im Auswärtigen Amt Dr. K. Schnurre, auf vjetischer Seite von dem stellvertretenden Leiter der mdelsoertretunq der UdSSR. Deutschland E. Bä­rin. unterzeichnet wurde. Das Abkommen sieht einen arenkredit von 280 Millionen Reichsmark vor. den mtschland der UdSSR. gewährt und der Dr den !zug deutscher Waren zur Verfügung steht. Das Ab »iinen legt ferner fest, daß die UdSSR. innerhalb der »iten zwei Jahre sowjetische Ware an Deutschland > Werte von 188 Millionen RM. liefert.

»

Mit dem Abschluß des Handels- und Kreditabkommens it der UdSSR. tut das Reich einen weiteren Schritt st dem Wege seiner Wirtschaftspolitik nach dem Grund- tz. Handel zu treiben mit allen, die dazu bereit sind

Zweifellos sind Deutschland und die Sowjetunion zwei Länder, die sich in wirtschaftlicher Hinsicht auf das beste ergänzen. Die weiten Kornfelder Rußlands mit ihren unermeßlichen Getreideernten, die Rohstoffe des Urals, die dem Lande in reicher Fülle zur Verfügung stehen, sind Dinge, für die der deutsche Markt weitgehend auf­nahmefähig ist, ein Markt, dessen Konsumtivkraft stetig .und groß ist. Indessen findet der iowjetrussische Partner in der deutschen Industrie einen Lieferanten, dessen Pro­dukte auf manchen Gebieten Weltruf genießen. So bietet sich Aussicht, daß der in den letzten Jahren ge- schrumpfte Warenaustausch, dessen Ausmaß nicht mehr den natürlichen Bedingungen der beiden Länder ent­sprach, bald wieder aufsteigende Kurven zeigt, und daß das Austauschvolumen wieder zunimmt. Die natur­gegebene Ergänzung der beiden Volkswirtschaften ver­bürgt einen Aufschwung, der die Wirtschaft beider Län­der befruchten wird. und bringt eine Belebung der Handelsbeziehungen mit sich, die den Warenaustausch zwischen Eroßdeutschland und der Sowjetunion auf eine den Gegebenheiten entsprechende Höhe bringt. Die von Deutschland vertretene Methode des Handelsaustausches, die Ware gegen Ware tauscht, wird sich auch in diesem Falle bewähren, weil sie der Sowjetunion die Mög­lichkeit gibt, mit Korn und Rohstoffen das zu bezahlen, was die deutsche Industrie nach Rußland liefert.

Zeitgemäße Erinnerungen aus der Geschichte der letzten Jahre

Von Helmut 8üncker mann

Es ist eine alte Wahrheit, datz in der Geschichte der Völker begangene Verbrechen niemals ungesühnt bleiben, geschehene Fehler nie vergessen, gefallene Ent­scheidungen aber auch nicht mehr ungeschehen gemacht werden können: Das Verbrechen der französisch-englifch- rnssischen Politik von 1914 wird noch ferneren Jahr­hunderten ein schauriges Beispiel verantwortungsloser Krisgsentfesselung sein. Der Wahnwitz des Bersailler Vertrages hat seinen Urhebern die Flüche , von Mil­lionen und ihren Nachfolgern die Sorge um die Wieder­gutmachung der begangenen Sinnlosigkeiten und der geschehenen unhaltbaren Eewaltlösungen eingetragen. Und die Entscheidungen, die im Laufe der letzten Jahre auf dem Wege der Wiederherstellung einer natürlichen Ordnung in Europa gefallen sind, lassen sich auch von denen nicht mehr hinwegdisputieren, die heute zwanzig Jahre nach Versailles und fünf Jahre nach dem Beginn der weltpolitischen Revision dieses Diktats plötzlich beginnen wollen, Para­graphen zu verteidigen, deren Löschung durch den Führer während der vergangenen Jahre sie nicht nur hingenommen, sondern in lichten Augenblicken sogar mit Aufatmen znr Kenntnis genommen haben.

Die schrittweise Liquidierung des Ver­sailler Wahnsinns, die der Führer aus den Notwendigkeiten der deutsches Lebenserhaltung heraus im Laufe der Jahre Zug um Zug durchführte, hat gefährlichste Probleme der europäischen Politik friedlich gelöst und den Staatsmännern manchen Alpdruck vom Herzen genommen. Den glei­chen Staatsmännern, die heute Aufregung heucheln, weil die politische Entwicklung an einem Punkt angelangt ist, an dem ein weiteres forgenerre- gendes Verf-ailler Phantasieprodukt in vernünftiger und gerechter Weise ein befriedigendes Ende erfahren kann.

Um so seltsamer ist es, daß gerade an diesem Punkte jene unbeschreibliche Verlenmdungshetze eingesetzt hat, die nun schon seit Monaten die Völker vergiftet. Die dabei zutage getretene Einstellung derDemokratien" (dieser Ausdruck bat sich aus mehr technischen Gründen eingebürgert, denn von einerHerrschaft des Voltes" kann wahrhaftig in den Staaten nicht die Rede sein, die wir heute als Demokratien bezeichnen) dürfte einst als das unverschämteste und skrupelloseste pälitische Ma­növer aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

. Eine Zeit vielgestaltigen Geschehens ist leicht vergeß­lich. So vergeßlich ist sie aber nicht, um sich nicht daran zu erinnern, daß z. B. das gleiche England, das wegen Danzigs die ganze Welt zu mobilisieren ver­sucht, noch vor Jahresfrist, am 11. März 1938, in der Frage des Anschlusses der doch immer­hin sie b en M i l l io n e n O est e r rei che r an das Reich eine bedeutend kühlere Auffassung an den Tag legte und Herrn Schufchnigg auf seine Anfrage hin mitteilte, daß eine militärische Hilfe für die Unabhängigkeit. Oesterreichs" nicht in Frage käme. Wobei zu bemerken ist, daß damals die Deut­schen Oesterreichs durch das brutale System Schufch- niggs unter der Knute gehalten ihren Willen zur Rückkehr ins Reich Lei weitem nicht so deutlich Aus­druck geben konnten, wie das heute z, V, die Danziger Deutschen in unmißverständlicher Weife tun.

Ja, wir erinnern uns, in den gleichen Zeitungen, die die Rückkehr Danzigs zum Reich als eine Gefahr für dem WelHieden proklamieren, sogar vor dem An­schluß'Oesterreichs erwartungsvoll zustimmende Erklä­rungen gelesen zu haben.

So erhob sich bereit? am 27. Februar 1938 aus Wa­shington (Herold Times") die Frage:Selbst wenn Oesterreich sich an das Reich anschließen würde, was wäre denn daran so gefährlich? Nur ein Hysteriker kann wirklich glauben, daß Frankreich oder England wieder einen Weltkrieg anfangen sollten, um ein so natürliches Ereignis zu verhindern."

DieDaily Mail" vom 2. März 1938 äußerte sich ähnlich drastisch, indem sie die allgemeine Stimmung in England mit den Worten bezeichnet:Wenn diese beiden benachbarten germanischen Nationen (Deutsch­land und Oesterreich) beschließen, sich zu vereinigen, so

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Unser IsKSssmeseü

(vis ksutigs LnsZabs umkaLi aekr Ssiten)

Die Tientsin-Vcrhandlnngen scheinen endgültig im Sande zu verlaufen.

Das deutsch-russische Handelsabkommen wurde ab­geschlossen.

Die Deutschcnverfolgungen in Polen steigern sich zu barbarischen Greuelakten.

Gauleiter Förster richtete auf dem Taq des Kreises Danzig erneut einen stürmisch begrüßten Appell an die Danziger Bevölkerung.

Die 27. Deutsche Ostmesse in Königsberg würd« feierlich eröffnej.

Gauleiter Carl RLver sprach auf dem Oldenburger Großflugtag über die Bedeutung der jungen deut­schen Luftwaffe.

SA.-Gruppenführer Vöhmcker weihte das neue SA.-Heim in der Sophienstraßc.

Werder unterlag gegen Arminia-Biclefcld 1:2. Kroße Uebcrrafchung ergab die erste Schlußrunde um den Tschammer-Pokal.

Deutsche Wagen waren in der Schweiz siegreich. Deutschland gewann den Lcichtathletik-Ländei-s-moi -o<>n England.