f» scke!nt 7mal wöchentlich MMsbezug « L30 einsch. Zustellgebühr- Postbezugspreis monatl. Z,30 M (einschl. 46,76 4-?/ Post- -äiungsgebühr) zuzügl. 42 4^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus ahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlqg Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. s-ernspr.: 54121, Nachtr. u. Sonnig. Z1115. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr? Schriftleltung Dienstag und Freitag 12V-—13V- Uhr.
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partnamtliche Lageszeitung
Vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien kjansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblakt des Beichsstattlialters in Mdenburg und Bremen
Nr. 228 / S. Jahrgang
Sonntag, 28. flugust 19Z9
Der polnische lerror rast weiter!
Immer neues ^liichtlmgselend / erschütternde Berichte gequälter Menschen / Her stoß diktiert
Breslau, 20. August
Die Zahl der Flüchtlinge, die ein gütiges Geschick dem Terror des polnischen Chauvinismus entfliehen ließ, nimmt ständig zu. Die Schilderungen und Berichte, die die von ihrem Heimatboden verjagten Volksdeutschen über die Schreckensherrschaft des polnischen Pöbels geben, zeigen den abgrundtiefen Hatz und das sinnlose Wüten gegen alles, was deutsch ist. Nahezu sämtliche Flüchtlinge» Männer und Frauen, Greise und Kinder, haben die gleichen traurigen Erlebnisse gehabt. Viele Einzelfälle zeugen von unfaßbarer Roheit und Rücksichtslosigkeit.
Nur wenige Volksdeutsche, die in den Flüchtlingslagern Zuflucht und Hilfe fanden und über ihr trauriges Schicksal berichteten, können namentlich genannt werden, da sie Angehörige in Polen zurücklassen mußten, über deren Verbleib sie in banger Sorge sind. Würde man alle diese abgemagerten, gequälten Menschen, die unablässig über die Grenze in das rettende Mutterland strömen, zu Worte kommen lassen, so würden dadurch ihre noch in Polen befindlichen Angehörigen den größten Gefahren und grausamsten Vergeltungsakten ausgesetzt sein.
Nach schwersten Bedrohungen und Verfolgungen entkam eine junge Frau mit ihren beiden Töchiern bei Hindenburg über die Grenze, während ihr Mann an der Flucht verhindert wurde. In den ganzen letzten Monaten, so erzählt die Frau weinend, war ihr Mann grundlos gemeinsten Schikanen durch den polnischen Gemeindevorsteher ihres Heimatortes ausgesetzt, so daß er schließlich einen Nervenzusammenbruch erlitt. Von ihrem Bruder weiß sie nur, daß er von polnischen Aufständischen angeschossen wurde und vielleicht tot ist. Von zwei weiteren Brüdern hat sie ebenfalls nichts mehr gehört.
lelegramm des sükrers
zur Eröffnung der Deutschen Ostmesse
Königsberg, 20. August.
Der Führer hat an die Deutsche Ostmesse, Königsberg, folgendes Geleitwort gerichtet: „Der Deutschen Ostmesse Königsberg, welcher die Aufgabe zuteil wurde, den Güteraustausch zwischen der deutsche« Volkswirtschaft und den Nachbarn des Ostens zu pflegen und zu fördern, wünsche ich für ihr Wirken im Dienste friedlicher zwischenstaatlicher Zusammenarbeit weitere Erfolge."
Einem jungen Mädchen wurden bei einem Ueberfall von polnischen Burschen zwei Zähne ausgeschlagen. Weiteren Verfolgungen konnte sie in letzter Minute noch entgehen, indem sie bei Hohsnlinden über die Grenze floh. Sie befindet sich gegenwärtig im Flüchtlingslager Friedland. Von ihren Eltern hat sie nichts mehr gehört, befürchtet aber das Schlimmste.
Ein Volksdeutscher, der in Vabierski tätig war, wurde von mehreren Aufständischen auf der Straße angefallen und mißhandelt. Einem zweiten Ueberfall konnte er nur durch die Flucht über die Grenze entgehen. Er befindet sich zurzeit im Flüchtlingslager Ottmachau und hörte von Volksgenossen, die nach ihm die Grenze überschritten, daß seine Frau, die er auf der Flucht zurücklassen mußte, ebenfalls überfallen und verletzt worden ist.
(llligsvsr Vorlebt äsr Viomor 2sltunZ)
Allenstein, 20. August.
Auch in Allenstein befindet sich ein Durchgangslager für Flüchtlinge aus Pole«. Bis Mitte August haben rund 8000 Deutsche polnischer Staatsangehörigkeit dieses Durchgangslager passiert und täglich tressen neue Transporte von Flüchtlingen aus allen Teilen Polens ein, die von ihrer Arbeitsstätte, von Haus und Hof vertrieben, ihre Frauen und Kinder verlassen mutzten,
Eine 27jährige Volksdeutsche aus Friedenshütte mußte nach schwersten Bedrohungen durch polnischen Pöbel mit ihren zwei Kindern, im Alter von 6 und 3 Jahren und hochschwanger, flüchten. Sie entkam bei Knurow über die Grenze. Erschütternd ist auch der Bericht eines im Flüchtlingslager Friedland aufgenommenen Ehepaares aus Matschekowitz, das sich mit seinen beiden Kindern, drei und ein Jahr alt, vor dem polnischen Terror in Sicherheit bringen mutzte. Bei einem heimtückischen Ueberfall wurde der Mann schwer verletzt. Zu gleicher Zeit wurde seine 28jährige Frau in der Wohnung überfallen, gewürgt und mit Stöcken barbarisch verprügelt. Die Wohnungseinrichtung wurde vollständig zertrümmert. Aus Furcht vor weiteren Ueberfällen entflohen beide nachts mit ihren Kindern unter der ständigen Gefahr, niedergeschossen zu werden.
Ebenfalls im Flüchtlingslager Ottmachau befindet sich der Elektriker K. aus Kattowitz. Monatelang waren er und seine Frau brutalsten Schikanen und Verfolgungen ausgesetzt, so daß seine Frau im Juli am Ende ihrer Nervenkraft ihrem Leben ein Ende machen wollte und sich aufzuhängen versuchte. Sie konnte von ihrem Mann am Selbstmord gehindert werden. Nach einem neuerlichen Ueberfall, bei dem das ganze Mobiliar zerstört wurde, gelang es dem Ehepaar, bei Birkenhain über die Grenze zu flüchten.
weil man ihnen jenseits der Grenze jede Lebensmöglich- keit genommen hat und weil sie ihres Lebens nicht mehr sicher waren.
Bei einem Aufenthalt in dem Lager erfährt man in wenigen Minuten: Tste Deutschen in Polen sind vogel- srei, man jagt sie wie Hunde von ihrem Arbeitsplatz, man boykottiert ihre Geschäfte, man wirft ihnen die Fensterscheiben ein, man mißhandelt sie, wirft sie ohne Anlaß in den Kerker oder schlägt sie auf offener Straße zu Boden.
(Fortsetzung auf Seite 2.)
Äle Mordttste in der lasche
erauenliaste Plane polnischer vandenfütirer - Von Haus und Hof vertrieben Mit firten in deutsche^ fiaus eingedrungen
vie englisch japanische Zuspitzung
vor der japanischen flntwort - ver verfall flmerikas
(Von nnssrsw Vortrstsr)
dv. London, 20. August
Die diplomatischen Gespräche in Tokio stehen, trotz aller europäischen Spannungen im Vordergrund der englischen Aufmerksamkeit, da sie für die englischen W'eltreichinteressen und besonders für die brennenden Fragen im Fernen Osten von äußerster Tragweite sind. Die entscheidende Unterhaltung am Freitag hat, wie jetzt verlautet fünf Stunden gedauert. Von japanischer. Seite ist der 'englische Standpunkt ziemlich brüsk mit dem Hinweis zurückgewiesen worden, daß England genug Zeit gehabt habe, sich mit anderen Mächten in Verbindung'zu fetzen. Eine Stellungnahme des japanischen Außenministeriums nach Unterrichtung des Kaisers sowie ein Kommunique der japanischen China- Armee werden erwartet. Ein englischer Protest gegen die Ueberfliegung Hongkongs durch 12 japanische Bomber am Freitagabend ist in Vorbereitung. Die Garnison von Singapore soll nach englischen Darstellungen in letzter Zeit verdreifacht worden sein.
Die Schwenkäng in der englischen Fernostpolitik wird in der überwiegenden Zahl der Londoner demonstrativem Beifall begrüßt, bestärkt durch Meldungen, wonach diese neue englische Haltung den -vereinigten Staaten sehr gefallen habe. Ein Teil der Presse, so der „Daily Expreß", schlägt drohende.Tone gegen Japan an, dem vorgehalten wird, daß Englanver, auch wenn sie nicht demonstrierten, „Bitterkeit für immer" bewahren würden. Japan werde noch Grund haben, die Pression zu bedauern, die es gegen England während feiner jetzigen Schwierigkeiten entfaltet habe.
erstmalig ungarische väste in Verlin
Auf Einladung Dr. Leys — Empfang im Berliner Rathaus
Berlin, 20. August
Heute treffen am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin 180 Ungarn zu einem einwöchigen Besuch rn Deutschland ein. Der Führer dieser ungarischen Delegation ist Landespräsident und Reichstagsabgeordneter Vela von Marion. Die Arbeitskameraden sind Mlt- qlieder der Nationalen Arbeitszentrale „Ehre die Arbeit".
Die Ungarn folgen einer Einladung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und werden vom Reichs amt „Reisen, Wandern und Urlaub betreut und halten sich bis Mittwoch früh in Berlin auf. Im Auf
trage des Reichsorganisationsleiters wird Reichsamtsleiter Dr. Lafferentz die Gäste begrüßen. Eine Delegation ungarischer Gäste wird von Oberbürgermeister Dr. Lippe rt im Berliner Rathaus empfangen Die ungarischen Gäste werden sowohl die Reichshauptstadt als auch die Arbeit der Deutschen Arbeitsfront in Betriebsbesichtigungen kennenlernen. Die Weiterfahrt erfolgt am Mittwoch nach Nürnberg, wo Dr. L'ey zu Ehren'der Gäste einen Empfang veranstaltet.
ölückwünftke Ses fülirers
zum ungarischen Nationalfeiertag
Berlin, 20. August.
Der Führer hat dem Reichsverweser des Königreichs Ungarn, Admiral Horthy, anläßlich des ungarischen Nationalfeiertages drahtlich seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt.
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Links: vio erste LnndAvbnnK cker DausiKei- ll-IIeimvokr. Die xvxcniiber den stiin- dixen polnisclien vroknnAen rmm Selintre vanmxs gegründete ll-llvimvvelir marseliiorte, >viv berielitol, mit all iliren Linkeitvn auf Sein Hantiger llaikeld auf. 6auleiter Leister übergab der ll-Ilsim»ebr eine von ibm gestiftete Labne und nabm ansvklieüend den Vorbei inarseb der 1500 Kann starke» Oruppe der Ileimn-vbr ab. Viv Labne der ll-lleimnvbr. —-Uecbts: 6 rat 2 e p p e I i n kiibrt navl, Ostpreu- ken. Das Lnktsebikk 1.2 130, Vrak 2oppe>in, kiibrt, nie sebon bekanntgegeben, aus ^nlal) der Lannvn- Kerg-Lvivr am 26. August eine Ostpreukenkabrt dnreb. 6r»k 2eppeli» rvird über dem Ueiebsebronmal in lannonkerg erscbeinen und bis naek Keine! fliegen, ^ukerdem ist eine Landung auf dem Llugplatr: der Stadt KiiiN-g vorgeseben. b'iir die Lost ist dieser Sonderstempel des llviebspostininistvrinms gesebakken norden. Vrssso-Üokkmanll ( ,)
stakt «eÄpaWsikee lstsete
s. L. v. Bremen» 20. August 1939
Wiedergutmachung
Wenn ein redlicher, fleißiger und intelligenter Mann in die Hände von Räubern fällt, die ihn — weil er unzureichend bewaffnet war — mißhandeln, demütigen und bis aufs Hemd ausrauben, o ist das zweifellos — zumal wenn es ungestraft geschieht — eine für jeden anständigen Menschen tief betrübende Angelegenheit. Wenn der Ausgeraubte sich eines Tages wieder erholt hat und nunmehr besser bewaffnet als vorher dem einen oder anderen seiner Peiniger begegnet und sich dann wieder in den Besitz seines geraubten Gutes zu setzen versucht (wobei es wohl vorkommen kann, daß der Räuber verdientermaßen einen tüchtigen Denkzettel davonträgt), so wird das von dem anständigen Teil der Menschheit ohne weiteres als Akt ausgleichender Gerechtigkeit nicht allein gutgeheißen, sondern sogar im Hinblick darauf, daß wieder einmal das Böse dem Guten erlag, aus vollem Herzen begrüßt. Was im Leben der einzelnen Menschen recht und moralisch ist, sollte — so möchte man meinen —, es auch im Leben der Völker sein. Deutschland, das nach jahrelangen verbrecherischen Verabredungen der Staatsführungen der Entente im Jahre 1914 unvermutet überfallen und schließlich 1918 schmählich entehrt und ausgeraubt worden ist und sich dagegen nicht wehren konnte (weil es weder seelische militärisch noch wirtschaftlich auf das, was ihm zustieß, vorbereitet war), dieses Deutschland hat sich heute, geführt von dem ' genialsten Staatsmann der Welt und dank der dem deutschen Volke innewohnenden unverwüstlichen Lebenskraft wieder erhoben, und stellt nun, Auge in Auge mit seinen Gegnern von damals, Forderungen der Wiedergutmachung des ihm angetanenen Unrechts.
was uns lleulsche empört
Polen, der kläglichste Raubgeselle von 1918, der seine nationale Wiedererstehung von damals Deutschland verdankt und dennoch, als Deutschland am Boden lag, in unersättlicher Gier aus dem Körper des überwältigten Kampfgenossen die wertvollsten Stücke riß, dieses Polen ist heute von Deutschland gestellt und soll sich entscheiden, ob es weiter das zu Unrecht erworbene Gut behalten oder wieder herausgeben will. Es ist dies eine Sache, die nur Polen und Deutschland angeht. Kein anderer Staat hat ein Recht, sich in diesen Streit zu mischen. Und da es dennoch geschieht, daß England dem kleinen Räuber zur Seite tritt und wiederum ein Konsortium zu bilden bemüht ist, das Deutschland neuerdings überfallen, demütigen und ausrauben soll, so ist ohne weiteres klar, daß die englische Staatsführung von heute sich in ihren gewalttätigen Absichten gegen Deutschland in keiner Weise von der englischen Staatsfllhrung von 1914 unterscheidet. Das ist es, was uns Deutschen sowohl gefühlsmäßig wie verstandesmäßig vollkommen klar ist. Das ist es, was uns im Innersten gegen die englische Staatsführung empört, obwohl wir selbst nie und nimmer eine Feindseligkeit gegen England im Schilde führen. Es ist eine ungeheure Verantwortung, die die englische Staatsfllhrung von heute der ganzen Menschheit gegenüber zu tragen hat und es ist tief traurig, zu erkennen, wie leichtfertig sie die Verantwortung nimmt. Man behauptet in London, daß der Versuch Deutschlands,
Unssr Lagessmegel
(Unsers bsntigo Ausgabe umfallt 24 Seiten)
Der polnische Terror gegen alles Deutsche rast mit unverminderter Heftigkeit weiter.
In der französischen Maginotlinie mußten wegen Hochwassers verschiedene Bunker geräumt werden.
Die Moskauer Militärbesprechungen scheinen sich aus einem toten Gleise zu befinden.
Im Fernost-Konslikt ist von japanischer Seite eine kategorische Antwort zu erwarten.
Benito Mussolini wird Albanien einen Besuch abstatten.
Die Jungfaschisten legten am Berliner Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder.
Der Führer hat zur Eröffnung der Ostmesse ein Vegrüßungstelegramm abgesandt.
Tausende von Bremer Kleingärtnern begingen gestern das stimmungsvolle Jahresfest der Par- zellisten.
Bremen beteiligt sich diesjährig zum erstenmal an dem Kleingartcnwcttbewerb der deutschen Städte um den Goldenen Spaten.
Die Seeberufsgcnossenschast gab ein Gcdenkbuch für die Toten auf See heraus.