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las flmlsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien fjansestadt Bremen
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Nr. 22? / 9. Zastrgang
Sonnabend. 19. flugust 19Z9
der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches Nerkiiridungsblatt des Neichsstatchaiters in Oldenburg und Bremen
kinzelpreis 15 Bpf.
„tieber sterben, als polnisch werden!"
Vanziger ^-keimwetzr tritt an/feierliche fadnen- Übergabe durch öauleiter forster / kine gewaltige
Kundgebung der keimattreue
Danzig, 19. August
Danzig erlebte am Freitag einen stolzen Tag. Unter freudiger und begeisterter Anteilnahme der Bevölkerung trat zum ersten Male Danzigs -Heimwehr an, die jetzt zum Schutze der alten Hansestadt gegen die ständigen polnischen Kriegsdrohungen gebildet wurde. Bei ihrem eindrucksvollen Aufmarsch auf dem Maifeld übergab Gauleiter Albert Förster der Truppe die Fahne, die künftig dem jungen Aufgebot der Danziger Freiwilligen vorangetragen werden wird.
An die hunderttausend Danziger säumten das weite Feld, auf dem in einem großen offenen Rechteck die st-Heimwchr angetreten war. Es war ein überwältigendes Bild, in Haltung und Ausdruck der st-Heimwehr- männcr die feste Entschlossenheit zu sehen, die alte deutsche Stadt zu beschirmen und im Ernstfälle zu verteidigen, ihrem heiligen Schwur gemäß: Lieber sterben, als polnisch werden!"
Die Begeisterung und Dankbarkeit der Massen kam immer wieder zu lautem Ausbruch, als Gauleiter Förster in einer Ansprache an die jungen Soldaten den entschlossenen Willen Danzigs betonte, die Heimat bis zum letzten Atemzüge zu verteidigen. Der Appell, den er an die ff-Freiwilligen richtete, fand bei den Hunderttausend stürmischen Widerhall.
Der Gauleiter führte u. a. aus: Nachdem die deutschen Truppen im Januar und Februar 1920 die deutsche
Sraf tlakv in Nom
Rom, 18. August.
Der ungarische Außenminister Graf Csakq ist um 18.80 Uhr in Rom eingetroffen. Er hatte sich von München aus im Flugzeug nach der italienischen Hauptstadt begeben.
Der ungarische Außenminister begab sich sofort in die Stadt Rom. Wie in den Spätabendmeldungen des italienischen Rundfunks bekanntgegeben wurde, hat der Duce noch am Abeitd Graf Csaky empfangen. Dem Gespräch wohnte auch Außenminister Ciano bei.
Stadt Danzig unter den Tränen der zum Abschied herbeigeströmten Bevölkerung verlassen maßten, wurde die Stadt unter den „Schutz" der Genfer Liga gestellt, die wieder Polen zur besonderen „Schutzmacht" berief.
Nun hat sich aber besonders in den letzten Monaten die politische Lage so entwickelt, daß Danzig von dem Staat, der es laut Beschluß beschützen soll, ständig bedroht wird und damit rechnen muß, eines Tages von Polen überfallen zu werden. Aus dem polnischen Staat, der von der Genfer Liga dazu ausersehen war, Verteidiger Danzigs zu sein, ist plötzlich der allein mögliche Angreifer geworden. Noch vor acht Wochen wäre Danzig und seine Bevölkerung einem polnischen Ueberfall ausgeliefert gewesen. Wir hatten damals keine Möglichkeiten, einen polnischen Angriff abzuwehren und Danzig zu schützen. Die Genfer Liga aber wäre zu einem nennenswerten Schutz weder willens noch fähig gewesen.
Es blieb uns daher in dieser bedrohten Lage gar nichts anderes übrig, als daß wir uns nach Selbsthilfe umsahen. Jede verantwortungsbewußte Staats- sührung, ganz gleich in welchem Lande, hätte nichts anderes getan, als was wir in den letzten acht Wochen getan haben. Wir haben dafür gesorgt, daß Danzig und seine Bevölkerung nicht mehr wehrlos sind: Wir haben die st-Heimwehr gegründet. In solchen Zeiten, wie augenblicklich, sind nicht tote Buchstaben aus irgendeinem Vertrag oder einer Berfasfung maßgebend, sondern der Selbsterhaltungstrieb von vielen hunderttausend Menschen.
Auf euch, genau so wie auf eure Kameraden in der Landespolizei, setzt die Bevölkerung von Danzig alle Hoffnungen. Ihr seid dazu berufen, die schöne alte deutsche Stadt und ihre Menschen im Falle eines polnischen llebergriffs zu verteidigen. Die Bevölckrung von
Danzig baut auf den Mut und die Tapferkeit ihrer Söhne.
Eine Trupoe muß aber auch eine Fahne haben. Die Fahne, die ick euch heute übergebe, trägt Symbole, die such heilig und teuer sind!
Neben dem Hakenkreuz, dem alten germanischen So linear ad, trägt die Fahne die Runenzeichen der und das Danziger Wappen. Der Totenkopf, der in der Mitte der. Fahne angebracht ist, mag euch noch eine besondere Mahnung zur Unerschrockenheit und Tapferkeit sein.
Ich brauche wohl nicht besonders zu betonen, daß für euch die Fahne mit das Höchste ist, was es gibt. Sorgen wir dafür, daß auch in der Zukunft immer diese Fahne mit dem Hakenkreuz, dem Symbol des Lichtes und der Sonne, zum Siege voranflattert. Immer werden wir dann, ganz gleich, was kommen mag, am Ende Sieger sein.
Der Gauleiter wandt« sich sodann an den Kommandeur der Danziger ff-Heimwehr und überreichte ihm die kurz vorher enthüllte Fahne.
Nun trat fs-Obersturmbannführer Goetze, der Kommandeur der Danziger Heim-wehr, vor die Mikrophone und erklärte: Zü-m erstenmal steht diese Einheit geschlossen vor uns, aber sie ist keine. Paradetruppe. Die
-Heimwehr Danzigs. will sich -einsetzen für alles, was ihr heilig ist, für deutsches Blut und deutsche Heima-t.
Begeisterter Beifall der Massen unterbrach den Redner schon nach diesen Worten. Der Beifall steigerte sich zum Sturm, als der Obersturmbannführer fortfuhr:
„Wir können ehrlich und voll Stolz sagen: Wir sind einsatzfähig, und es würde dem schlecht bekommen, der es wagen sollte, mit uns anzubinden! Die Fahne trägt die Symbole, für die die -Heimwehr sich einsetzen wird, Mann für Mann bis zur Hingabe des Lebens gemäß ihrem Schwur: Lieber sterben als polnisch werden!"
In musterhafter Ordnung marschierte sodann die st,- Heimwehr Danzigs an Gauleiter Förster vorbei. Die breite Hindenburg-Allee war auf beiden Seiten dicht besetzt mit der begeisterten Danziger Bevölkerung, die ihre Heimwehr mit Jubel überschüttete.
Sewalitar über Sewalttar
Volks- und Neichsdeutsche in Polen unter wüstem lerror — wieder ein lodesopfer!
Eleiwitz, 19. August.
Aus Ostoberschlesien treffen Meldungen über die Verhaftungen von mehr als 10V Volksdeutschen ein. Die Verhaftungen erfolgten im Anschluß an durchgeführte Haussuchungen unter den nichtigsten Vorwänden. Sie wurden auch dann vorgenommen, wenn veraltete und vollkommen gebrauchsunsiryige Sachen, die nur noch Museumswert haben, vorgefunden wurden.
Aus Vielitz werden weitere Verhaftungen von zehn Amtswaltern der Jungdeutschen Partei und anderen Volksdeutschen Organisationen gemeldet.
Zahlreiche Deutsche versuchen, sich durch die Flucht über die Grenze vor dem Zugriff der Polen m Sicherheit zu bringen. ^
In Trzynietz im Olsagebiet wurden die Reichsdeutschen Julius, Ecker, Buchmann und Scholz und ein weiterer Reichsdeutscher im Anschluß an eine erfolglose Haussuchung in Karwin verhaftet.
Gegen Volksdeutsche wird mit aller Rücksichtslosigkeit vorgegangen. Der auf Grund von Verleumdungen verhaftete Volksdeutsche Thorlla wurde mit Knüppeln blutig und besinnungslos geschlagen und erst nach zwei Tagen, die er ohne Wasser und Nahrung verbringen mußte, freigelassen. Thorlla hat infolge der Mißhandlungen ernsten Schaden genommen.
Die deutschen Landwirte des Olsagebiets werden von den Behörden gezwungen, all ihr bewegliches, totes und lebendiges Inventar abzuliefern. Innerhalb drei Tagen müssen sich alle Deutschen für den Abtransport vorbereiten.
KaNowitz, 19. August.
Unter den Verhafteten in Ostoberschlesien befinden sich, wie bereits erwähnt wurde, auch Reichsdeutsche, 1 B. der Reichsdeutsche Fritz Vreyseitel und dessen Vater in Königshütte. Der Sohn wurde bereits in das Innere des Landes abgeführt. ,
Ferner wurde der Reichsdeutsche Bonzel verhaftet. Er war, ebenso wie Breyseitel. Grenzgänger und wurde auch bereits fortgebracht ^
Auch aus der Provinz Posen laufen weiterhin Meldungen von unerhörten Schikanen gegen die deutschen Volksgruppen ein. „Eazeta Polska Kosztyn" meldet nach Schliehung der deutschen Bäckereien in Czempin jetzt auch die tzchlietzung der deutschen Bäckereien von Ritz- tnann und Höppner und der deutschen Fleischerei von Gocksch iii Schmiege!. .
Polnische Lruppen wüten in pommerellen
Schneidemühl, 19. August. Die ortsansässige deutsche Bevölkerung in den Provinzen Posen und Westpreußen (Pommerellen), w,rd von
dort in Quartier liegenden polnischen Truppen mißhandelt.
Bei den Haussuchungen, die bei Volksdeutschen im Kreise Bromberg durchgeführt wurden, wurden zwei Angehörige der deutschen Volksgruppe, die das Verhalten der Soldaten bei den Haussuchungen beanstandet hatten, von einem Offizier gezwungen, mit dem Gesicht zum Zaun an der Straße niederzuknien.
Im Kreise Schubin wurde ein Volksdeutscher Bauer, der sich weigerte, der Ortsgruppe hes polnischen Roten Kreuzes beizutreten, von einem Offizier verhaftet und in. eine Militärschrcibstube gesteckt. Hier wurden ihm die Hände auf den Rücken gebunden, worauf ihn der Offizier persönlich brutal mißhandelte. Der deutsche Bauer wurde erst 24 Stunden später mit schweren Verletzungen aus der Haft entlassen.
Die Deutschen in Polen sind in ihrer Bewegungsfreiheit bereits derart eirMjchränA dich nur Am Bruch
teil der täglichen Vorfälle zur Kenntnisnahme weiterer Kreise gelangst
Politische Leiter der stst. durch polnische Polizei mißhandelt
Berlin, 19. August.
Wie die NSK. meldet, haben die Hebelgriffe der polnischen Behörden auf Volksdeutsche in den letzten 24 Stunden Formen angenommen, die an Chauvinismus nicht zu überbieten sind. Die Bestialitäten, mit der deutsche Frauen und Mädchen mißhandelt wurden, zeigt die ganze moralische Minderwertigkeit der Polen. Daß sie darüber hinaus empfindlos genug sind, um Ausländer zu mißhandeln, beweisen die jüngsten Ereignisse.
(Fortsetzung auf Seit« 2.)
k>vi polnisebe Terror xexen ckas ventsebtum bad su einem maÜIosen lüleiick unserer Volksgenossen in polen gskübrt. Kit besoncksrer I-iebe bat Oeutseklanil sieb cker jüngsten Vlnebtlinge angenommen. Wie man siebt, ksken sie aneb ilie Schrecknisse äer leinten Wo eben vvrxessen. (pissss-klokkinÄnn.)
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London erfindet und „dcmentilrt"
Das Reuter-Büro nimmt in einer Verlautbarung zu den Kombinationen und Gerüchten über eine Vi-er- Mächt-e--Konferenz wie folgt Stellung: Während die britischen Zeitungen voller Berichte aus verschiedenen Hauptstädten Europas über die sog, Friedenspläne waren, erfährt Reuter aus amtlichen Kreisen, daß dort nichts von irgendeiner Friedenskonferenz bekannt ist. Das Gerücht, das in den letzten Tagen am meisten verbreitet wurde, bestand in, einem Plan für eine Vier-Mächte-Konferenz zwischen Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien. Dieses Gerücht, so glaube man in London, sei jedoch offenbar lediglich ein anderer Schachzug im sogenannten Nervenkrieg. Die Verbreitung dieses Gerüchtes werde als eine von den Achsenmächten geleitete Propaganda angesehen zu dem Zweck, Verdacht in polnische» Kreisen über die wahren Absichten der britischen Regierung zu erregen. Wenn es eine derartige Konferenz gebe, so würde offensichtlich Polen das hauptsächlichste Land sein, das man einlade. Was die Frage angehe, ob eine solche Konferenz überhaupt wünscheswert fei, io gehe die Ansicht in London dahin, daß die Frage nicht von der britischen Regierung entschieden zu werden brauche, noch sei dies eine Frage, zu der sie Stellung zu nehmen brauche. Die bewunderungswürdige Ruhe und Geduld der polnischen Regierung 'angesichts der ständig wachsenden Provokation werde in London voll gewürdigt (!).
Immer wenn die Westmächte nicht mehr weiter- wußten, wenn sie mit ihren genialen politischen Schach- zügen plötzlich festsaßen und nicht mehr ein- und austonnten, dann griffen sie zu dem Trick einer allgemeinen Konferenz. Irgendeine Konferenz ist stets der letzte Ausweg, auf der die verfahrene Lage nach demokratisch-parlamentarischen Spielregeln ausgekuhhandelt werden soll und wobei sich dann schon die Gelegenheit bieten würde, den Gegner, dem vorher nicht beizu- kommen war, gründlich hereinzulegen. Es ist klar: Wer sich auf einer Konferenz überstimmen lassen muß und sich weigert, fernerhin mitzumachen, ist der böse Spielverderber und Friedensbrecher. Zu diesem Zweck wird ja das ganze Konferenztheater immer wieder aufgezogen und so eifrig empfohlen. So ist in den letzten Tagen in den Einkreiserstaaten auch wieder einmal ein großes Konferenzgeschrei losgegangen, das geradezu ungewöhnliche Formen angenommen hat. Wie auf ein Stichwort tauchten die Gerüchte über eine „Friedenskonferenz" in den Blättern Englands und Frankreichs auf. Nur leichte Unterschiede waren zu bemerken. Die „Epoque" wußte von einer „Vierer- oder Fünferkon- ferenz" zu berichten, das „Oeuvre" sprach ganz allgemein von „Kompromißvorschlägen der Achse", „Figaro" erwartete von Mussolini die Uebernahme einer Vermittlerrolle für die Konferenz, „Havas" berichtete, daß sich das Reich seine Beteiligung an einer Friedenskonferenz durch die Rückgabe Danzigs bezahlen lassen werde (!). Der gleichen Ansicht ist „Daily Mail". „Jntransigeant" gibt' sich verhältnismäßig bescheiden mit der Behauptung, es werde nur ein Dreierkomitee (England, Frankreich, Schweden) über Danzig konferieren. Auch die „Times" fehlt bekanntlich nicht. Sie läßt sich aus Deutschland über „Konferenzpläne zu viert" berichten. Und so geht das endlos weiter in den letzten Tagen.
Natürlich sind alle diese Gerüchte so abgefaßt, daß der Eindruck entsteht, Deutschland und Italien schauten gegenwärtig sehnsüchtig, nach einer Konferenz aus. Reuter hat schließlich auch offen behauptet, die Kon- fercnzmeldungen gingen von Deutschland aus. Diese Anstrengungen, Deutschland und Italien die Konferenzinitiative zuzuschieben, sind reichlich plump und haben bereits die klare deutsche Feststellung ausgelöst, daß es nach deutscher Auffassung in Fragen der Ehre und des selbstverständlichen Rechts keineKon- ferenzen und keine Kompromisse gibt. Danzig und der Korridor können gar nicht Objekt einer Konferenz sein. sondern nur Gegenstand einer klaren Entscheidung. Konferenzen kann man über irgendwelche technische oder wirtschaftliche Einzelfragen veranstalten, aber niemals über so eindeutige Grundrechte einer Nation. Der Zweck des Manövers ist nur. Deutschland trotzdem in die Falle zu
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Unser Issessp essii
(Unsers Kantine Lnsgg.be nmkakr l2 Zeiten)
Auf einer Kundgebung der Danziger -Heimwehr legte Gauleiter Förster im Namen der alten deutschen Stadt ein Treugelöbnis zum Reich ab.
Die polnischen Terrorakte in allen Grenzgebieten arten zu einer wahren Dcutschenjagd aus.
Auch die slowakischen, tschechischen und ukrainischen Volksgruppen in Polen haben unmenschliche Verfolgung zu erleiden.
Bei einem neuen diplomatischen Schritt in Tokio verschon,-i sich England erneut hinter dem Neun- Miichte-Pakt.
Der ungarische Außenminister Gras Csaky wurde gestern abend vom Dnce cmpsangcn.
Die Reichsautobahnstrccke Jena—Weimar wurde von Dr. Todt feierlich dem Verkehr übergeben.
Das Luftschiff „Gras Zeppelin" wird zum Staatsakt am Tannenbergdcnkmal eine Ostpreußenfahrt unternehmen.
Die Juli-Bilanz des deutschen Außenhandels schloß mit einem Ausfuhrüberschuß von 61,5 Mill. RM. In der Nähe der Adolf-Hitler-Brücke wird das erste Bremer Seemannshcim gebaut werden.
In Huchting wurden die beiden ersten Bremer HJ.- Hcime gerichtet.