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Dr« Mum
Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der 5reien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches Nerkündungsblatt des Neichsslattdalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 225 / 9. Mrgano
Donnerstag, 17. flugust 19Z9
kinzelpreis 15 Nps.
Polnische Willkür an der örenze
lo ooo oberschlesische flrbeiter brotlos
Dr. Hanns H. Reinhardt
Massenverkastungswelle wie noch nie / liefgreifende krregung der gesamten deutschen Vevölkerung sausende von Verkostungen / Vestrlose Deutsche als Zwangsarbeiter nach Vstgalizien verschleppt
Gleiwitz, 17. August
Die polnischen Grenzbehörden haben zum ersten Male eine vollständige Grenzsperre an einem Teil der ostoberschlesischen Grenze veranlaßt. Es handelt sich dabei um eine ausgesprochene Terrormatznahme gegenüber den Tausenden von Ost- oberschlesiern, die seit Jahren aus den deutschen Gruben in Oberschlesien Brot und Arbeit finden.
Wie die „Dresdener Neuesten Nachrichten" dazu erfahren, geht Hand in Hand mit dieser Grenzsperre eine Massenverhaftungswelle über ganz Ostoberschlesien. Nach den in Kattowitz vorliegenden Angaben der davon betroffenen Familien handele es sich um die größte Aktion, die seit den Terrorwahlen von 1831 jemals gegen das Deutschtum Oberschlesiens durchgeführt worden ist. Der deutschen Bevölkerung in West- und Ostoberschlesien habe sich infolge dieser Gewaltaktion eine tiesgreifende Erregung bemächtigt.
Die willkürliche Absperrung, der oberschlesischen Grenze durch polnische Polizei ist der Anlaß zu erregten Szenen. Die Verschärfung der Absperrmaßnah- men erfolgte am Dienstag um 13 llhr. Die polnischen Polizisten nahmen den in Ostoberschlesien wohnenden Arbeitern, die auf deutscher Seite Lohn und Brot gefunden hatten, die Erenzkarten ab und zerrissen sie vor den Augen der Grenzgänger, denen damit die Möglichkeit genommen wurde, die Grenze zu überschreiten und ihren Lebensunterhalt wie bisher zu finden.
Nicht weniger als IllVVV Arbeiter sollen nach dem Willen des Woiewoden in Kattowitz durch diese Maßnahme betroffen werden. Ganze Gruppen von Arbeitern weigerten sich, ihre Grenzkarten abzugeben. Es nützte ihnen jedoch nichts, da die Polen überhaupt niemand mehr über die Grenze lassen. Diejenigen Ostober- schlesier, die noch in letzter Minute versuchten, auf deutsches Gebiet zurückzukehren, wurden von der polnischen Polizei daran gehindert.
Aus allen Ortschaften Ostoberschlesiens kommen Meldungen über Massenverhaftungen von Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Ostoberschlesien, die ganz überraschend am Montag, Dienstag und Mittwoch vorgenommen wurden.
Allen Verhaftungen gingen umfangreiche Haussuchungen voran, die in'der rigorosesten und brutalsten Weise durchgeführt wurden. Die Zahl der Verhafteten läßt sich noch nicht annähernd feststellen. Sie dürfte jedoch mindestens 358 bis 48Ü betragen. Darunter befinden sich vor allem Unterführer, Ortsgruppenleiter, Vorsitzende und Vorstandsmitglieder aller deutschen Organisationen. Die Verhafteten wurden zu einem Teil ins Kattowitzer Eerichtsgefängnis eingeliefert, zum anderen Teil in das Innere Polens, u. a. in die berüchtigten Gefängnisse von Tarnow (Klein-Polen) verschleppt.
Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, ist der Auf- stiindischen-Verband in den letzten zwei Tagen bewaffnet worden, so daß mit einem furchtbaren Terror gegenüber wehrlosen Deutschen zu rechnen ist. Die Tatsache, daß alle Nachrichtenverbindungen schon jetzt so gut wie abgeschnitten sind, wirft ein eindeutiges Licht auf das Vorhaben der Polen.
Aus Tarnowitz wird gemeldet, daß dort, abgesehen von der allgemeinen Verhaftungswelle gegen Volksdeutsche Führer in Polen noch 436 Volksdeutsche Männer, Frauen und sogar Kinder aus Ostoberschlesien und Mittelpolen verhaftet wurden, weil sie versucht hatten, angesichts des ungeheuren polnischen Terrors sich auf deutsches Gebiet in Sicherheit zu bringen. Der jüngste Verhaftete zählt erst elf Jahre. Der älteste hat bereits das 80. Lebensjahr überschritten. Wie verlautet, sollen
von diesen die noch arbeitsfähigen Volksdeutschen zu Zwangsarbeiten nach Ostgalizien abgeschoben werden.
Die Behandlung der verhafteten Deutschen in den polnischen Gefängnissen spottet jeder Beschreibung. Die Gefangenen werden in übergroßer Zahl in engen Ställen zusammengepfercht, von dem polnischen Aufsichtspersonal mißhandelt und den gemeinsten llntersuchungs- methoden unterworfen. Die Verpflegung kann man schlechthin als ungenießbar bezeichnen.
Nach Meldungen aus Ostoberschlesien hält den ganzen Mittwoch über der Terror der Polen gegen das Deutschtum weiter an. Die Massenverhaftungen nehmen kein Ende. Ununterbrochen ist die polnische Polizei unterwegs, um Haussuchungen und Verhaftungen vorzunehmen. In verschiedenen Ortschaften sind fast alle jungen Deutschen verhaftet worden. Die Zahl der in die Gefängnisse gebrachten Volksdeutschen beträgt am Mittwochabend 988 bis 1888. Unter ihnen befinden sich sämtliche Funktionäre der jungdeutschen Partei und der Volkstumsorganisationen, deren Arbeit jetzt völlig lahmgelegt ist.
Im polnischen Kerker befinden sich u. a. der Führer der jungdeutschen Partei in Polen, der frühere Senator Wiesner und der Vorsitzende der Gewerkschaft deutscher Arbeiter in Polen, der frühere Abgeordnete Jankowski.
(Siehe auch Seite 2)
Vor sükrer 25 Zakre Soldat
flppell in der fldolf-KMer-Kaserne in München
München, 17. August.
Am gestrigen Mittwoch jährte sich zum 25. Male der Tag, an dem der Führer als Kriegsfreiwilliger in das 16. Bayerische Reserve-Infanterieregiment „List" eintrat, dem er bis zum Kriegsende angehörte.
Mit einer kurzen militärischen Feier wurde dieser Tag der Erinnerung in der Adolf-Hitler-Kaserne des Infanterie-Regiments 19 begangen, des Regiments, das die stolze Tradition des 16. Bayerischen Reserve- Infanterieregimentes „List" fortführt. Von der Kaserne am Vimy-Platz flattert am heutigen Tage die Reichskriegsflagge, das Symbol des wiedererstarkten geeinten Eroßdeutschland. Die schlichte Gedenktafel vor der Kaserne ist mit Eichenlaub umkränzt. Vor der Tafel ist ein Doppelposten aufgezogen.
Im Rahmen eines Appells wurde vom Regimentskommandeur Oberst Zorn ein Tagesbefehl an die Truppen verlesen, in dem es heißt:
„Am heutigen Tage sind es 25 Jahre, seit der Führer in unserer Kaserne als Kriegsfreiwilliger in die Reihen des 18. Bayerischen Infanterie-Regiments „List" eintrat, um für Deutschland zu kämpfen. Als Traditionsregiment gedenken wir in besonderer Verbundenheit dieses Tages und jenes unbekannten Soldaten, der auszog und uns alle Kriegsjahre hindurch beispielhaft Tapferkeit, Opferbercitschaft und Treue vorlebte, den das Schicksal bewahrte in Tod und Gefahr, damit er sein geliebtes deutsches Vaterland aus tiefster Not wieder emporführe zu Macht und Ansehen. Wir sind stolz darauf, daß er in unserem Regiment kämpfte. Wir wissen, daß uns das dazu verpflichtet, es ihm in allen Soldatentugenden gleichzutun.
So erneuern wir an diesem erinnerungsreichen Tag, da sich wieder aller Augen auf unseren Führer richten, das Gelöbnis, ihm treu zu folgen und uns voll einzusetzen für Eroßdeutschlands Zukunft.
öeneralseldmarschall ööring überbringt die Sliickwiinsche der Wehrmacht
Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalseidmarschall Göring, sprach dem Führer auf dem Berg
und der Kriegsmarine sowie der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht gedachten des Tages durch Glückwunschschreiben an den Führer.
Der Reichsfllhrer Himmler erschien in Begleitung der ff-Fllhrer Heydrich und Wolfs auf dem Berghof, um dem Führer die Glückwünsche der nationalsozialistischen Schutzstaffeln zu diesem Tage zu übermitteln.
Als erste Gratulanten hatten bereits um die Mittsr- nachtsstunde die Angehörigen des persönlichen Stabes des Führers, an der Spitze der persönliche Chefadjutant, SA.-Obergruppenführer Vrückner, und der Chef- adjutant der Wehrmacht, Oberst Schmundt, dem Führer ihre Glückwünsche ausgesprochen.
Die Slückwünsche See Partei
Am Mittwochabend stattete der Stellvertreter des Führers der NSDAP., Reichsminister Rudolf Heß, dem Führer auf dem Berghof einen Besuch ab, um ihn zugleich im Namen der Partei seine Glückwünsche zum 25jöhrigen Soldatenjubiläum zu übermitteln.
Sie plückwünsche des rcaditionsregimento
Der Führer und Oberste Befehlshaber empsing am Mittwochnachmittag im Verghos auf dem Obersalzberg eine Abordnung des Infanterie-Regiments 19 (München), das die Tradition des 16. Bayerischen Reserve- Jnsanterie-Regiments List fortführt. Die Abordnung bestand aus dem Kommandeur Oberst Zorn sowie Oberleutnant Euen, Hauptfeldwebel Pirngruber und Gefreiten Reichenberger. Oberst Zorn überreichte dem Führer aus Anlaß der 25jährigen Wiederkehr des Tages seines Eintritts in das Regiment List eine Glückwunschadresse, die von Hauptfeldwebel Pirngruber künstlerisch ausgestaltet worden war. Der Führer dankte mit herzlichen Worten und überreichte jedem Mitglied der Abordnung zur Erinnerung an diesen Tag ein Bild mit eigenhändiger Unterschrift.
Zu seinem militärischen Gedenktag sprachen dem Führer im Lause des Tages ferner aus dem Verghos u. a. Reichsaußenminister von Ribbentrop, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter Bormann, General-
hof seine persönlichen und die Glückwünsche der deut-1 bauinspektor Professor Speer und Reichsbildbericht- schen Wehrmacht aus. Die Oberbefehlshaber des Heeres > erstatter Professor Hofsmann ihre Glückwünsche aus.
London am knde seines Lateins
Versuchsballon „Konferenz" — kin selten alberner Leitartikel der „Limes
London, 17. August
Die Londoner Presse zeigt angesichts der stoischen Ruhe der deutschen politischen Führung und ihrer aufmerksamen Beobachtung der englischen wie der polnischen von London maßgeblich beeinflußten Haltung außerordentliche Nervosität. Nachdem man in den letzten Tagen die einfältigsten Schwindelmeldungen über eine angebliche Spannung zwischen Berlin und Budapest lancierte, die aber von den Kolporteuren eiligst wieder dementiert wurde, sitzt die britische Pressepolitik völlig auf dem trockenen.
Wie immer in solchen Fällen, versucht man durch bedeutsame Einführung von Gedanken echt englischer Prägung, die Initiative wieder in die eigenen Hände zu bekommen. So läßt die „Times" etwas verworren, „Daily Herald" etwas gröber wie auch „Daily Mail" usw. das oft variierte Thema von einer Konferenz auftauchen, die vielleicht die Polenfrage behandeln möge. Zugleich erscheint gestern in der „Times" ein Leitartikel mit heftigen Verteidigungen der Einkreisungs- ftont. Sobald sie ihre diplomatischen und militärischen Verteidigungsinstrumente fertiggestellt hätte,, sei der Augenblick gekommen, um die Grundsätze zu formulieren, auf denen sie bereit iei, gemeinsam einen neuen Frieden üu fundieren, sowie die Bedingungen (!), unter denen sie ihrerseits zur Aushandelung einer Regelung bereit sei Der „Krieg ohne Kanonen" könne nicht endlos weitergehen.
Die Einkreisungsmächte würden dann einen gemein
samen Codex oder eine Doktrin für die internationale Praxis ausstellen. Es würde ein katastrophales Schauspiel geben, wenn die Deutschen durch eine massive und „monopolistische" Propaganda in einen Krieg getrieben würden mit Völkern, die keinen Streit mit ihnen wünschten und die weder Neigung noch Interesse daran hätten, dem deutschen Volke einen vollen und wachsenden Anteil an allen Eroberungen, die der Zivilisation noch beschieden seien, zu versagen.
Die nächste Aufgabe der Friedensmächte sei daher, die Essenz eines positiven Friedensprogramms festzulegen und der Welt zu präsentieren. Unter gewissen Bedingungen könnte dadurch der Weg zu Verhandlungen geöffnet werden. Verhandlungen seien aber nichts wert, wenn mit ihnen nicht eine Rüstungsbegrenzung einhergehe. Verhandlungen können auch zu nichts führen, wenn Deutschland nicht seine Idee vom Lebensraum aufgebe. Die deutsche Auslegung dieses Wortes
auskömmlich leben könnten, wenn sie ihre Nachba unterdrückten und ihnen sogar ihr Hab und Gut u ihr Heim rauben könnten. Die wirkliche Basis l Sicherheit für Deutschland und auch für andere lü in der Einflößung von Vertrauen. Die Sicherung seir Platzes an der Sonne bestehe wie immer in der un hörten Disziplin und dem Geschick des deutschen Volk Selbständigkeit anzustreben heiße, einer Fata Morga nachlaufen und müsse eben Einkreisung hervorruf Das Blatt erklärt abschließend: „Wenn Fortschritte einem ehrenhaft organisierten Frieden gemacht werk sollen, so muß die Abrüstung kommen. Den Tscheck muß die freie Ausübung ihres Selbstverwaltungsrech gegeben werden. Darüber hinaus müssen berechti Forderungen auf kolonialem Gebiet friedigt werden, ohne daß von einer Rückkehr zu ! alten Vorstellung, daß Völker und Länder Austau gllter seien, die Rede fein kann. Unter den moderr Treuhänderprinzipien ist eine weit umfassendere Elei heit in der Tat erreichbar, als sie durch irgendeit Handel mit „Besitzungen" erzielt werden könnte.
Dies sind die nackten Bedingungen, die durch niemc und nichts anderes als Erfordernisse des Friedens t tiert werden. Wenn sie angenommen werden, so g es keinen Grund, an einer Lösung der politisch finanziellen und wirtschaftlichen Forderungen, Europa aus den Verhandlungstisch zu legen hat. zu v zweifeln." (Siehe unseren Leitartikel.)
Konferenz, Konferenz! wispert es in den Zeitungen der demokratischen Welt — „Konferenz, Konferenz", raunt man sich händereibend auf den langeci Fluren der Dowpingstreet 10 zu! „Deutschland will verhandeln", lassen sich die Blätter aus Warschau melden, und schon steht es von offiziöser Hand lanciert in den Spalten der „Times" zu lesen, worüber konferiert werden soll und was man gnädigst zugestehen könnte.
Konferenz? Mit uns? Keimt man unseren Standpunkt noch nicht? Wir sollen diesen Wunsch geäußert haben? Wohl kaum, denn nicht wir sind es, die glauben, die Geschichte entstände auf Konferenzen. Konferenz? Kann man Fragen der nationalen Ehre am grünen Tisch aushandeln, wie den Kaufpreis für «inen Waggon Baumwolle? Wir haben nicht nach der Konferenz gerufen, denn was kann schon dabei herausspringen? Bestenfalls ein Kompromiß! Aber es gibt Fragen, in denen es nur Entscheidungen gibt und zu diesen Fragen gehört das Problem „Danzig und Westpreußen". Was würde es dem Weltfrieden nützen, wenn auf die offene Wunde an Deutschlands Ostgrenze ein Pflaster geklebt würde, das nicht ausreicht, um einen wirklichen Hei- lungsprozeß einzuleiten? Die Folge der Halbheiten wäre eine Verschlimmerung, die über kurz oder lang eintreten müßte und bald erneut die Frage auswerfen würde. Die Erfahrung der politischen Geschichte — auch der jüngsten — zeigt aber, daß es dem Frieden dienlicher ist, Probleme, die im Gären sind, gründlich anzupacken und ganz zu lösen, damit sie nicht erst weithin die internationale Atmosphäre vergiften und als 'bändige Gefahr zwischen den Völkern stehen.
Wer den Frieden will, kann keine Halbheiten wollen, Entscheidung bedeutet Frieden, Kompromisse verlängern jenen „Zwischenzustand des Krieges ohne Kanonen", von dem die „Times" meint, er könne nicht auf unbestimmte Zeit andauern. Wer wirklich den Frieden will und es ehrlich meint, muß andere Wege gehen als die „Times", in Ton und Form, in Geist und Inhalt. -Wer uns von oben herab kommt und durch das Lorgnon hochnäsig-wohlwollend anspricht, der muß sich Korrekturen gefallen lassen. Aber das sind Aeutzerlichkeiten. Wer es ehrlich meint, kann nicht in einem Atem, in diesem Falle in einer Spalte, vom Frieden reden und im gleichen Zuge seine Nase in die inneren Angelegenheiten unseres Reiches stecken, wie es die „Times" mit ihrem verdächtigen Interesse an dem Protektorat tut. Aufrichtigkeit ist Voraussetzung. Aber ist es Aufrichtigkeit, unser Recht auf Kolonien zu bejahen und im gleichen Satz dieses Recht als eine Art Teilhaberschaft zu definieren? Glaubt man, uns dadurch an den Round Table zu kriegen, wenn man unser Lebensraumprinzip böswillig dahingehend interpretiert, wir wollten „die Nachbarn unterwerfen und unterdrücken und ihnen ihr Hab und Gut stehlen"? Es ist oft genug auch von höchster Stelle betont worden, daß wir unter Lebensraum nichts anderes verstehen, als eine freiwillige Zusammenarbeit mit den Völkern, mit denen fruchtbaren Austausch zu treiben ein Gesetz für uns und den Staaten im Osten ist. Die Unruhe und das Mißtrauen, das England auf dem Balkan gegen unsere friedlichen Absichten zu verbreiten versucht, ist uns ein besserer Beweis für Englands wahren Ziele als „Times"-Artikel und King-Hall-Briefe. Taten, meine Herren! Wir haben einmal gesehen, wie aus den tragbaren Bedingungen der Wilsonschen Punkte und der Lansing- noten, die wir als Vorfrieden annahmen, die Versaillcr Ernte reifte. Kann man es uns verargen, wenn wir vorsichtig geworden sind?
Kann man uns unser Schmunzeln verdenken, wenn wir in der „Times" von einer Konferenz lesen, „die
IIM»,M,IMIMIM„„MIMM»II,M1M>M»„MIII,IIIII,IM»I,I,1»M»M„MMII,II
Unser IsgessmegeS
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In Ostoberschlesien nimmt die polnische Terrorwelle himmelschreiende Formen an.
Italien führte in Libyen große Manöver durch.
Zur Besprechung über die Sowjetsorderungen empfing Lord Halifax die Oppositionsvertreter.
Die Londoner Presse läßt Konferenz-Schalmeien vernehmen.
Japan schnürt durch eine neue Offensive Hongkong
Erstmalig stieg die Beschäftiqtenzahl für das Alt- reich auf über 22 Millionen.
Vor 25 Jahren trat der Führer als Freiwilliger in das deutsche Heer.
Vier Bremer Ortsfrauenschaftcn unterhalten herzliche Beziehungen zu den sudetendrutschen Eltern ihrer Patentindcr aus den Tagen der Flucht vor den Tschechen.
Die Torfit-Werke statteten ihren Neubau auf Werk II m,t einem hervorragenden Kameradschastsraum aus.
Zum 1, -internationalen Tabakkongreß in Bremen werden über 3888 der hervorragendsten Fachleute des In- und Auslandes erwartet.
Nur einen mageren 2:1-Sieg errang Werder gegen 1 Martin Brinkmann.