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Erscheint 7m akwSchenillch
MonatSbezug E 2,80 elnschl. Zustellgebühr; Postbezugspreis monatl. 2,30 Ml! (elnschl 46.76 ^4 Post- zeltunqsgebühr) zuzügl. 42 ^4 Bestellgeld. Pezugsprels ist im voraus Zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Eauverlag Weser- Eins GmbH-, Bremen, Teeren 6-8. Fernspr.: 54121,Nachtr. u. Sonnig. 5111 Z. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr- Schriftleitung Dienstag und Freitag 12>/-—13'/- Uhr.
Reiner Mim
parteiamtliche Lageszeitung
Has Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Zielen Hansestadt Nremen
Anzeigen - Grundpreise:
Die 22-mw-Zeile im Anzeigenteil 13 die 78-mm-Zeile im Tert- teil 75 ^4. Ermäßigte Grundpreis« (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 Nachlaßstafsei 0). Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß l6 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremen:
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der Nationalsozialisten Vremens
stattliches Nerkündungsblalt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Meinen
Nr. 1SS / 9. Zalzrgang
vienstag, 11. Zuli 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
Neichsparleitag vom I. bis N. September
Dauer -es Programms verengert
Geschenke Englands an seine Trabanten
Keine wesentlichen Veränderungen, jedoch zeitliche Verlegungen gegenüber der kinteilung
bei früheren Neichsparteitagen
München, 11. Juli
die Neichspressestelle der NSdflp. teilt mit: der diesjährige Neichsparteitag der NSdflp. wird in Nürnberg in der Zeit vom 2. bis einschließlich 11. September abgehalten, die dauer des Neichsparteitages ist verlängert worden, doch werden die einzelnen teile des Neichsparteitagsprogramms keine wesentlichen Veränderungen, wohl aber gegenüber der kinteilung bei srüheren Neichsparteitagen zeitliche Verlegungen erfahren.
tliamberlain bekennt -ch zu Versailles
Seltsame krkläcungen über Vanzig — Mißglücktet fllibi-Versuch — krneute vestätigung der Polen-Sarantie
London, 11. Juli
Im Unterhaus gab der britische Ministerpräsident Chamberlain gestern eine Erklärung über die deutsche Stadt Danzig ab. Er teilte mit, daß die britische Regierung, die polnische Regierung und die französische Regierung betreffs der deutschen Stadt Danzig enge Fühlung hätten.
In Ermangelung von Bestätigungen der englischen Sensationsmeldungen über die Lage in Danzig gab Chamberlain einen grundsätzlichen Ueberblick über die Ansichten der britischen Regierung. Völkisch sei Danzig nahezu völlig eine deutsche Stadt, ihren Wohlstand verdanke sie jedoch in einem sehr großen Ausmaß — Polen. (Siehe Konkurrenzhafen Gdingen! Die Schriftleitung.) Die Weichsel sei Polens einziger Wasserweg zur Ostsee, und der Hafen an der Mündung der Weichsel sei somit von vitaler, strategischer und wirtschaftlicher Wichtigkeit für Polen. „Eine andere in Danzig eingerüstete Macht" könnte Polens Zugang zum Meer blockieren und auf diese Weise wirtschaftlich und militärisch abwürgen.
Pulvermagazin in die tust geflogen
Madrid, 11. Juli
In der Ortschaft Penaranda de Vracamonte an der Bahnstrecke Salamanca—Avila flog ein Pulvermagazin in die Luft.
Die Explosion hat fast die ganze Stadt vernichtet. Von 1360 Häusern wurden etwa 11VV zerstört. Die Einwohner des völlig geräumten Ortes wurden in Salamanca und Umgebung untergebracht. Die genaue Zahl der Opfer ist unbekannt, da die Bergung der Leichen noch lange nicht abgeschlossen ist. 40V Leichtverletzte wurden gezählt.
Die Explosion erfolgte zuerst in einem Lagerschuppen am Bahnhof, wo eine Ladung Sprengstosse zum Transport bereit lag, und übertrug sich dann aus das Haupt- sprengstosflager. Sämtliche Feuerwehren der Umgebung, ein Infanterie-Regiment sowie nach Tausenden zählende Freiwillige wurden für die Rettungsarbeiten eingesetzt. Ein weiteres Pulverlager konnte gerettet werden.
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Diejenigen, die für die Ausarbeitung des augenblicklichen Status der Freien Stadt verantwortlich waren, wären sich über die Tatsache voll bewußt gewesen und täten nunmehr ihr Bestes, entsprechende Vorkehrungen zu troffen.
Unter Uebergehung der Masseninoasion polnischer „Zollinspekteure", der Schießwut polnischer Diplomaten in Danzig und der Anlage von polnischen Munitionslagern in Danzig meinte Chamberlain, daß die Freiheiten der Danziger in keiner Weise eingeschränkt seien. Der augenblickliche Zustand sei nicht von Grund auf ungerecht oder unlogisch, obschon er sich verbessern ließe. Mit der Beibehaltung des 8tatus guo habe sich Deutschland bis zum Jahre 1945 durch den 10-Jahresvertrag mit Marjchäll Pilsudfti einverstanden erklärt.
Chamberlain verteidigte hierauf die Haltung des von seinen Leidenschaft mit fortgerissenen Polen nach Kräften, suchte aber zugleich England jeder Verantwortung zu entziehen.
Angesichts deutscher Vorschläge habe Palen es mit der Angst zu tun bekommen, „gewisse Defensivmaß- nahmen" am 28 März ergriffen und die Antwort am 26. März nach Berlin gesandt. In Deutschland sei erklärt worden, daß die Garantie der britischen Regierung die polnische Regierung aufgeputscht habe. Die
englische Garantie sei jedoch offiziell erst am 31. März abgegeben worden. Am 26. März wäre sie von seilen Englands nicht der polnischen Regierung gegenüber erwähnt worden.
Chamberlain verriet in seinen , weiteren Ausführungen dann Befürchtumgen, daß Polen in einer Weise zum Eingreifen in Danzig genötigt werden könnte, die als Aggression gelten werde. Dann könne man, sagte Chamberlain, die Frag« nicht als eine rein lokal« Angelegenheit ansehen. Der Redner fuhr fort: „Wir haben garantiert, Polen unsere Hilfe im Falle einer klaren Bedrohung seiner Unabhängigkeit zu geben, einer Bedrohung, welche Polen als so vital ansieht, daß es mit seinen nationalen Streitkräften Widerstand leistet, und wir sind fest entschlossen, diese Verpflichtung einzuhalten."
Auf eine Zwtschenfrage erklärte Chamberlain, obwohl er gesagt habe, daß die gegenwärtige Regelung weder grundsätzlich ungerecht noch unlogisch sei, sei es durchaus möglich sie zu verbessern. Es könne sehr wohl sein, daß in einer klareren Atmosphäre Möglichkeiten einer Verbesserung erörtert werden könnten
(Fortsetzung aus Seite 2)
öraf liano in varcelona
„khrengast im tiefsten Sinne des Wortes"
Barcelona, 11. Juli
Gestern um 17 Uhr traf Außenminister Gras Ciano an Bord des Panzerkreuzers „Eugenio di Savoia", begleitet von dem Generaldirektor der Mittelmeerabteilung, Botschafter Buti, und dem Direktor für spanische Angelegenheiten, Graf Pictromarchi, im Hafen von Barcelona ein. Innenminister Serrano Tuner, Außenminister Gras Jordan« sowie der spanische Admiral Salvador Moreno, begleiteten Gras Ciano unter dem Jubel der Bevölkerung an Land.
Am Kai wurde Graf Ciano-u. a. von dem deutschen und dem italienischen Botschafter, dem katalanischen Mi- litärgouvernur General Orgaz, dem Führer der italienischen Freiwilligen General Gambarra sowie von Vertretern der Falange und der Stadt Barcelona be
grüßt. Nach Abschreiten der Ehrenkompanie begab sich Graf Ciano in Begleitung der spanischen Minister zum Haus der Falange an der Päseo de Eracia, wo er am Gefallenen-Denkmal einen Kranz niederlegte und anschließend einen Vorbeimarsch der Falange abnahm.
Zur .Begrüßung des italienischen Außenministers schreibt die Madrider „Montags-Zeitnng" u. a.: „Ciano ist unser Ehrengast im tiefsten Sinne des Wortes, denn wiwr wissen, was Dankbarkeit bedeutet. Jeder Spanier wird beim Nennen Italiens, Deutschlands und Portugals diese überwältigende Dankbarkeit empfinden. Erch Ciano wird die unerschütterliche Ueberzeugung mit Heimnehmen, daß die Spanier Italien lieben und verehren, welches das Blut seiner besten Söhne für Spanien opferte."
Japanisches Ultimatum in kjankau
Die kürzlich nach dem Beschluß neuer britischer Außenhandelsgarantien getroffene Feststellung, daß England aus der Einkreisungspolitik ein lukratives Geschäft zu machen und seine Trabanten mit goldenen Ketten anzuschmieden gedenkt, erhielt jetzt eine weitere Bestätigung. Nach der Rückkehr der polnischen Unterhändler nach London sollen dort die Einzelheiten der finanziellen Unterstützung Warschaus durch die City > verbrieft werden. Dabei handelt es sich aber nicht nur um die.Bedingungen der berüchtigten britischen Exportgarantie, sondern auch — nach einer Mitteilung der „Times" — um einen zusätzlichen Kredit von 20 Millionen Pfund.
Mit dieser .Summe glaubt man, die Aufstellung einer polnischen Armee von 1 Million Mann erkaufen zu können. Wir sind zwar nicht der Meinung, daß die Aufstellung, Ausrüstung und Schlagkraft einer Armee ausschließlich eine Finanzangelegenheit ist, wie sich die Londoner Krämerseelen einzubilden scheinen. Das Wesentliche dieses Ge- chäfts ist aber die Tatsachej daß die britischen Kredite eine Prämie für die Beteiligung Polens am Einkreisungskonzern-darstellen.
Wir wissen nicht, ob der „Daily Expreß" mit einer Behauptung recht hat, der nach London zurückgekehrte polnische Botschafter befinde sich im Besitz von Anweisungen zum Abschluß einer vollen Allianz mit Großbritannien. Daß der Wunsch hierzu auf englischer Seite besteht, haben wir nie bezweifelt. Und ebenso hatten wir in den letzten Monaten oft genug Veranlassung, zu beobachten, daß man in Warschau alle Hetz- und Kriegsparv- len der Londoner Einkreiser gehorsam befolgt und sie in einer Weise ausführt, die restlos ihre Urheber befriedigt. Die Käuflichkeit der polnischen Armee und die genannten Allianzpläne sind also 'letzten Endes nur die niemand überraschende Ergänzung des längst vorhandenen Tatbestandes, daß Polen heute nicht mehr als unabhängiger und souveräner Staat gelten kann, da seine Politik und seine Handlungen von -London diktiert werden.
Der englisch-polnische Pakt ist in diesem Sinne ebenso ein „faules und übelriechendes Ei" wie das erhoffte englisch-sowjetrussische Bündnis. Dieses in bezug auf die Moskauer Verhandlungen vom „Daily Expreß" geprägte Wort kennzeichnet den zunehmenden Aerger in England über die entwürdigende Lage der britischen Türsteher vor dem Kreml. Die letzte Besprechung zwischen Molotow und den demokratischen Bittstellern ergab, nach dem in Moskau veröffentlichten Kommunique, „kein bestimmtes Ergebnis". Diese Antwort auf die „neuen" englisch-französischen Vorschläge hat wiederum manche verzweifelten Hoffnungen in London zunichte gemocht.
Hierin werden auch die tieferen Ursachen der plötzlichen britischen Vorliebe für Polen zu suchen sein, das nun unter allen Umständen und um so stärker vor den englischen Wagen gespannt werden soll, nachdem das sowjetrussische Pferd fich hartnäckig sträubt. Die weitere Zuspitzung in Fern- ost und die nicht gerade verheißungsvollen Perspektiven der englisch-japanischen Verhandlungen, die demnächst Beginnen sollen, erweisen sich darüber hinaus ebenso als eine Komplizierung der britischen Stellung, wie das ägyptische Dementi eines bevorstehenden ägyptisch-türkischen Militär- bündnisses — ganz zu schweigen von dem erfolgreichen Besuch des bulgarischen Ministerpräsidenten in Berlin mit anschließendem Meinungsaustausch mit dem befreundeten Jugoslawien und dem
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sorderungen an die jranzöststhen vehörden — Mockode in Nentstn erfolgreich
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k. b. London, 11. IM.
Die Londoner Presse veröffentlicht Meldungen über neue ernste Zwischensälle im Fernen Osten. Danach hallen einige japanische Soldaten im Hasen von Tient- sin aus den britischen Schlepper „Saxon" gefeuert, wobei aber niemand verletzt wurde. Die Japaner haben ferner gedroht, die französische Konzession in Hankau zu isolieren, falls die französischen Vehörden nicht die am letzten Freitag von ihnen verhafteten drei Chinesen freilassen würden. Außerdem verlangen die Japaner, daß ihnen die in der Konzession beschlagnahmten Flaggen und Flugzettel übergeben werden. Sollten die Forderungen nicht unverzüglich erfüllt werden, dann würde auch diese Konzession sofort blockiert werden.
Tientsin, 11. Juli.
Der japanische Generalkonsul Taschiro erklärte dem Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros in einer Unterredung, Japan sei des Erfolges seiner Blockade sicher, und es sei entschlossen, die Maßnahmen nötigenfalls ein oder zwei Jahre fortzusetzen und noch zu verschärfen, um eine Aenderung der britischen Haltung zu erzwingen.
Jetzt schon seien ernste wirtschaftliche Folgen der Blockade zu beobachten, wie z. B. die Tatsache, daß nicht- britische Firmen Filialen und Lagerhäuser außerhalb
der Konzessionen errichten wegen des Geschäftsstillstandes in dem von den Briten kontrollierten Gebiet, aus dem gerade jetzt mehr als zehn chinesische Wechselbanken verzogen sind. Der Mangel an Arbeitskräften aller Art nimmt ständig zu, da viele Chinesen die Konzessionen verlassen, wenig« aber Einlaß in die Konzessionen Le-' gehren.
Eine langandauernde Blockade, so erklärte der japanische Generalkonsul, fördert die Entwicklung neuer Geschäftszentren außerhalb der Konzessionen, die bereits begonnen hat durch den Bau einer neuen Straße und den Entwurf von Stadtbauplänen unter japanischer Förderung.
Konferenz in Isingtau eröffnet
Zur Bildung einer chinesischen Zentralregierung
Schanghai, 11. Juli
Die Konferenz der Pekinger und Nankinger Regierungen, in deren Programm die mit, der Bildung einer neun Zentralregierung zusammenhängenden Fragen die Hauptpunkte bilden, wurde am Montag offiziell in Tsingtau eröffnet. An der Erössnungssitzung nahmen aus Peking der Präsident des Vollzugsrates Wang- kehmin, Justizminister Lhushen und Innenminister Wangitang teil. Aus Nanking waren der Prädent des
Reichsvollzugsamtes Lianghungchin, der Präsident des Reichsamtes für Gesetzgebung Wentsungyal sowie Innenminister Chenchun anwesend. Wie aus Schanghai gemeldet wird, sollen Wängschingwei und mehrere seiner Mitarbeiter ebenfalls nach Tsingtau abgereist sein.
kngiand muß warten
Tokio, 11. Juli.
Der Sprecher des japanischen Außenamtes teilte auf eine Frage über den Beginn der englisch-japanischen Verhandlungen mit, daß die Besprechungen kaum vor der nächsten Woche zu erwarten seien. Zunächst beginnen vorbereitende Besprechungen zwischen den Vertretern der japanischen Armee und des Außenamtes.
Ven Nagel auf den Kopf getroffen
' Tientsin, 11. Juli.
Der japanische Sprecher in Tientsin erklärte, es sei lächerlich, daß man sich aus britischer Seite aufrege über einen gewissen Mangel an Milch in den Konzessionen, während keiner von ihnen darüber Mitleid empfinde, daß viele japanische Soldaten im Kleinkrieg der von den Engländern geschützten Banden getötet worden seien. Das Zentrum antijapanischer Elemente habe sich in den britischen Konzessionen befunden.
Unser IsgessmeKeS
(Ovssrs bsutigs ^vsgabs uivkallt. 14 Leiten)
Japan stellt an die französischen Vehörden in Hankau ein Ultimatum.
Am Buinoor-See kam es zu neuen Kämpfen zwischen mongolisch-jöwjetrusfischen und japanisch-mandschurischen Streitkräften.
Gras Ciano ist in Barcelona eingetrosse«. Chamberlain bekannte sich im Unterhaus erneut zu Versailles; für die Realitäten der Danzig-Frage brachte er kein Verständnis auf.
Die polnischen Lehrer scheuen sich nicht, die Schulkinder chauvinistisch zu verhetzen.
Der Reichsparteitag findet vom 2. bis 11. Sept. statt.
Ein freiwilliger „Arbeitsdienst" der „Werden- Kleingärtner hilft den Kräftemangel des Garten- amtes überbrücken.
Bremer Architekten lieferten preisgekrönte Entwürfe für den geplanten Umbau der „Strandlus.' in Vegesack.
Kinder deutscher Eltern trafen aus der Schweiz zur Erholung in Bremen ein.
In Luzern sielen von neun Meisterschaften im Schießen allein fünf an Deutschland.