Ausgabe 
(10.7.1939) Nr. 187
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Meiner Zeitung

parteiamtliche lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches Berkündungsdlatt des Blüchsstatchakers in Oldenburg und Bremen

Nr. 18? / S. Jahrgang

Montag. 10. Juli 1SZS

Einzelpreis 13 Nps.

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Machtvoller stusklang der VeWampftage

Nordsee-Sst. - truhig und blank

kinsatzfreudige Mehr- und kmzelkäinpse / Nie Hauptoeranstaltung in der mit über 12 lwst Zuschauern besetzten Kampfbatzn / Sieg der Nordsee-klf im fußball

Bremen, 1v. Juli.

Nach zwei inhaltsreichen, von freudiger Einsatz­bereitschaft jedes einzelnen SA.-Kameraden ge­tragenen Lagen, fanden die diesjährigen Wehr- kampftage der SA.-Gruppe mit einer großartigen Hauptveranstaltung in der Bremer Kampfbahn einen eindrucksvollen Abschluß. Ob aus der Weite der Papenburger Landschaft, den Niederungen der Unterweserlandschaft, von den Küsten unserer Nordsee oder auch aus den Mauern unserer histo­rischen Hansestadt alle an den Kämpfen betei­ligten SA.-Kameraden stritten für die Ehre und den Ruf ihrer Einheit, gleichzeitig aber auch Re­chenschaft ablegend von der in Jahresfrist gelei­steten wehrpolitischen Erziehungsarbeit, die für die Zukunft der braunen Bataillone von entscheiden­der Bedeutung ist.

Der SA. ist aus dem Munde des Führers eine be­sonders verpflichtende Sendung übergeben worden, sie zu rechtfertigen und zu erfüllen wird ihr ganzer Stolz sein. Den Gegebenheiten unserer Zeit entsprechend trugen dieWettbewerbe" einen ausgesprochenen wshr- kämpferischen Charakter, die Verfolgung dieser großen Linie wird deshalb das große Ziel der SA. sein. Daß sich auch die bremische Bevölkerung mit ihrer SA. ver­bunden fühlt, stellte der ausgezeichnete Besuch unter Beweis, umsäumten doch gestern nicht weniger als rund 12 000 Männer und Frauen das steinerne Rissenoval in der Pauliner Marsch.

Die beiden Tage überschlietzend kann festgestellt wer­den, daß uns allen Gebieten eine deutlich erkennbare Leistungssteigerung zu verzeichnen ist, die die Bor- aussetzung für eine erfolgreiche Durchführung der nach- militärischen Erziehungsarbeit bietet. (Ueber die ge­strigen Veranstaltungen der Wchrkampftage der SA. im Innern des Blattes.)

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tiano nach Spanien abgereist

Italiens Außenminister trifft Heute in Barcelona ein

Rom, 1«. Zul>

Außenminister Graf Ciano ist gestern vom römi­schen Wasserflughafen Ostia nach Gaeta gestartet, wo er sich sofort an Bord des PanzerkreuzersEugenio di Savoia" zu seinem einwöchigen Staatsbesuch in Spanien eingeschifft hat. Zum Abschied hatten sich am Flughafen außer zahlreichen Vertretern von Regierung und Partei der deutsche Botschastex von Mackensen und der japa­nische Votschaster Schiratori eingesunden.

Graf Ciano reist in Begleitung des Generaldirektors der Europa- und Mittelmeerwbtelilung Botschafter Buti und anderer hoher Beamter des Palazzo Chigi sowie des spanischen Botschafters Carcia Conde und zahlreicher italienischer Journalisten. Heute abend trifft Graf Ciano in Barcelona ein. Drei Kreuzer und eine Zerstörerflottille geben dem italienischen Außenminister bei seiner Fahrt durch das Mittelmeer das Geleit. Beim Passieren der Balearen wird am Montagvormittag vom FlaggschiffEugenio di Savoia" zu Ehren der gefalle­nen italienischen Legionäre in feierlicher Form ein Kranz ins Meer versenkt.

Die gesamte italienische Sonntagspresse verzeichnet mit lebhafter Genugtuung das starke Interesse, das die Reise des Grasen Ciano in den europäischen Hauptstäd­ten findet und hebt die festliche und herzliche Aufnahme hervor, die der Sendbote des Duce nach den Begrüßungs­artikeln der spanischen Presse bei seiner Freundichafts-

reise durch Spanien überall finden werde. Das Sonn­tagsblatt des halbamtlichenGiornale d'Jtglia" weist im besonderen aus die Unruhe und den Mißmut hin, der regelmäßig in der Pariser Presse zu beobachten sei, wenn die vertrauensvollen und herzlichen Beziehungen zwischen Vurgos und den Achsenmächten und ihre kon­struktive Zusammenarbeit bei den wichtigsten Problemen der Gegenwart stark nnd unzweideutig in Erscheinung treten. Diese Unruhe zeige sich, wie das'Blatt betont, um so deutlicher, als die letzte Woche für die Einkreiser wiederum völlig, passiv abschließe, während, di« deutsch- italienische Solidarität sich sowohl auf dem Balkan wie in Spanien immer deutlicher in ihrem Aufbau- und Stabil-itätswerten auswirke.

kjoffeiwanoff aus der Nückreise

Rasend ach, II. Juli.

Nach fünftägigem Aufenthalt im Deutschen Reich traf der bulgarische Ministerpräsident mit seiner Begleitung gestern um 12.35 Uhr wieder aus dem Eronzhahnhof Rosenbach ein, um nach der herzlichen Verabschiedung vom Deutschen Ehrendienst und den erschienenen Ehren­gästen seine Weiterreise fortzusetzen.

Als der geschmückte Sonderzug unter den Klängen des Polizeipräsentiermarsches im Bahnhof eingelaufen war, verließ Ministerpräsident Ksosseiwanosf den Wagen und

schritt an der Seite des Deutschen Ehrendienstes die ausgestellte Khreühundertschgft der Schutzpolizei, ab. Der Gemahlin und der Tochter des Ministerpräsidenten wurden von den Trachtenmädeln aus Kärnten Blu­mensträuße mit Nelken und Alpenrosen überreicht. Der bulgarische Gesandte in Berlin Drwganoff, der stellver­tretende Chef des Protokolls.Legationsrat von Kalem, ll-Obersührer'Stenger, Oberst Wartenberg und die übrigen Ehrengäste verabschiüdeten sich dann in'herz­licher Weise von den bulgarischen Gästen. Bevor der Zug nach 29 Minuten Aufenthalt auf der Statidn Rosenbach auslief, brachte , der Ministerpräsident noch­mals seine tiefen Eindrücke über seine Deutschland-Reise überaus herzlich zum Ausdruck. Dann fuhr der Zug unter den letzten Abschiedsgrüßen weiter nach Jugo­slawien.

Belgrad, 10. Juli

Der bulgarische Ministerpräsident und Außenminister Ksosseiwanoff trast auf seiner Mückreife vön Deutschland heute in der jugoslawischen Sommerresidenz Veldes (Bled) ein. Er wurde am Bahnhof von Außenminister Lincar-Markowitsch begrüßt, der ein Frühstück zu Ehren des bulgarischen Ministerpräsidenten gab und anschlie­ßend mit ihm eine Fahrt durch die Umgebung unter­nahm.

Beneral Bort fcchrt nach Paris

ji>, Paris, 10. Juli

Zu den .Pariser. Feierlichkeiten zum 14. Juli, zu denen England eine Infanterie-Abteilung mit Musikkapelle und 52 schwere Bombenflugzeuge entsendet, wird als Gast der französischen Regierung auch der Gcneralstabs- choi General Gort erwartet ^

LsrÜMttet M öseZstt"

Die norwegische ZeitschriftRagnarak" bringt in ihrem letzten Heft einen Artikel von Dr. Hermann Har­ris Aall, in dem der Verfasser feststellt, daß die britische Politik Jahrhunderte hindurch nur das Ziel hatte, England die Macht über das Meer als Mittel zur Macht über alle anderen Staaten zu sichern. Hierdurch habe England eine Despotie über die gesamte Mensch­heit ausgerichtet, die als das größte Verbrechen der Ge­schichte zum Himmel schreie. Diebeschützten" kleinen Nationen hätten diese Verbrechen mehr als dieIdeale" zu spüren bekommen, die England mit seiner Politik angeblich verfolge.

Jetzl wollten Englands Politiker auch wieder die Fahne derFreiheit", derDemokratie" und desRech­tes" schwingen; das gibt uns so sagt der Verfasser Grund zu Besorgnissen. Denn kein Sraat hat die Freiheit mehr geschändet als Englcknd selber gegenüber kleinen und großen Staaten, geschändet in der grausam­sten Form, Jahrhunderte hindurch, bis zu des letzten Krieges letzten Tagen und darüber-hinaus.

Wenn England jetzt, so erklärt Aall u. a. weiter, als Wächter der Freiheit und der Demokratie auftrete, müsse Man darauf aufmerksam machen, daß eine selbständig fühlende Nation vor allem Freiheit in ihrem Verhält- «4r zu anderen Staaten fordert. Wie ein Staat neben vns seine eigenen Angelegenheiten ordnet, berührt uns nicht. Die Sta-atsform eines Staates gehe nur dessen eigene Bürger an. Daher gehe die Norweger auch die > deutsche Staatsform nichts an, die ihnen nie ge­schadet habe.

Die englische internationale Diktatur berührt aber, so ruft der Berfasser aus, unsere Stellung als freies Volk. Die englische internationale Tyrannei ist nicht einmal eine rechtsordncnde Diktatur, sondern nur ein Eewaltzustand, eine Despotie über andere Staaten.

Und ihre Drohung gegen die Freiheit der nordischen Staaten ist verdoppelt durch das Bündnis zwischen Eng­land und dem marxistischen Imperium im Osten. Damit sind die nordischen Staaten, die ersten seefahrenden Nationen der Welt, am meisten von der britischen Politik herausgefordert. Und jetzt kommt England und bittet uns kleine Nationen darum, daß wir unserem Tyrannen gegen Deutschland helfen sollen und zugleich seine Tyrannei über uns aufrechtzuerhalten!

Im weiteren Verlaus seiner Ausführungen fragt Dr. Aall, ob England nicht wisse, daß ein autoritäres Regime'notwendig sei in einem Land, das von Feinde« ringsum bedroht werde. Selbstverständlich, so gibt er gleichzeitig die Antwort, weiß England das. Aber der Grund dafür, daß es trotzdem Deutschland verfolgt, ist, daß es Deutschland schwächen will und über dessen Ver­teidigungsmittel verbittert ist, denn die Staatsforn, gibt Deutschland größere Schlagkraft, sich gegen An­griffe zu wehren.

Glaubt England selber, so fragt der Verfasser, daß seine Bündnisse bzw. Vündnispläne rings um die Achsenstaaten den Frieden fördern? Wird andererseits der Frieden gefährdet, wenn Mitteleuropa seine Ange­legenheiten in Frieden ordnet, ungestört von eng­lischem Brotneid? Nur eine Erklärung ist möglich: England beabsichtigt nicht, in die Freiheit der Meere, dem Prinzip der Demokratie auf dem wichtigsten aller politischen Gebiete, einzuwilligen.

Wollen die Kriegsmächte in West und Ost wirklich und aufrichtig für den demokratischen Gedanken ein­treten, so müssen sie ihn in allererster Linie auf dem Gebiet durchführen, wo sie ohne Risiko für irgend jemand vollauf Gelegenheit dazu haben: in den internationalen Beziehungen.

Solange die westlichen Kriegsmächte weder ihre Despotie über die Meere aufgeben, noch der Aufforde­rung nach Abrüstung folgen, solange meinen sie es nicht ehrlich mit den Programmen von Freiheit, Demokratie, Frieden und Recht, sondern sie mißbrauchen diese Ideale ebenso wie 1914 als Lockmittel für naive Seelen.

polen tzak in vanzig nichts zu sagen"

Bauleiter sorster warnt Warschau / fluskösung des polnischen Munitionsbeckens gefordert

(»igsvsr »erlebt äer»reiner Leitung")

ra. Danzig, 10. Juli

Auf zwei Kreistagen der NSDAP. sprach der politische Führer Danzigs, Gauleiter Albert Förster, zu den Nationalsozialisten der Stadt Oliva und des Hafenortes Nensahrwasser. In längeren politischen Ausführungen umriß der Gauleiter klar Danzigs Verhältnis und Stel­lungnahme zu dem Nachbar Polen. Die Forderung wir wollen heim ins Reich", so erklärte er dabei, sei das natürliche Recht der Danziger, denn erstens sei Danzig eine deutsche Stadt, nnd zweitens wetzde es den Damzigern im Reich besser gehen. Schars und warnend wies Förster dann alle Anmaßungen und Ansprüche Polens in Danzig zurück.Polen hat in der freien Stadt nichts zu sagen (!)" io stellte er unter stürmischen Bei­fallskundgebungen fest.

Er zweifle nicht daran, so führte der Gauleiter unter der begeisterten Zustimmung der Nationalsozialisten aus, daß Danzigs deutsche Bevölkerung auch zum Reich zniückmöchte, wenn sie wüßte, daß es ihr unter Umstän­den dort gar schlechter ginge. Das Blut und das Herz verlangen, daß Danzigs Deutschtum zum Eroßdeuischen Reich gehört. Die unsinnige Hetzrede des Abgeordneten'

der polnischen Minderheit in Danzig. Buszynski, aus dem Fest des Meeres in Gdingen nahm der Gauleiter darauf zum Anlaß, um zu betonen, daß das, was die wenigen polnischen Mitbürger zu der Forderung der Danziger zu sagen hätten, vollkommen gleichgültig sei. Die Polen dächten ja auch nicht daran, die Würde der Deutschen zu respektieren, die bei ihnen leben In Dan­zig sollten die Polen ruhig sein. Hier seien sie nur Gäste. Sie hätten in der freienStadt nichts zu sagen, und wenn sich ihr Danziger diplomatischer Vertreter auch den Titel Eeneralkommissar eigenmächtig zugelegt habe.

In seiner Rede im Hafenvorort, Nensahrwasser for­derte Gauleiter Förster unter der Zustimmung der an­wesenden Bevölkerung die Auslösung des polnischen Munitionsbeckens. Polen habe heute, nachdem es sich in Gdingen einen eigenen Hasen geschaffen habe, kein Recht mehr, ausgerechnet im deutschen Danzig ein Muni­tionslager zu unterhalten, ein Recht, das selbst die Danziger nicht einmal besäßen.

Gauleiter Förster wies darauf hin, daß durch diese willkürlichen, durch die Politiker von 1918 geschaffenen polnischen Privilegien ein Zustand entstanden sei, der auf die Dauer unhaltbar wäre, Dayzig ist heute deutscher denn je. Und daß diesem Lande und die­

ser Stadt nichts passieren kann, daß es eines Tages nicht grundlos überfallen wird, garantieren drei Tat­sachen: Erstens: Der Führer, der durch Dr. Goebbels sagen ließ, daß das 80-Millionen-Volk der Deutschen für Danzig eintritt. Zweitens: Die deutsche Wehrmacht, die heute unbestreitbar die beste der Welt sei, und drittens: Die Danziger selbst die jederzeit'ein Gewehr tilgen werden, wenn es sein muß.

Auf die lächerlichen polnischen Bssestignngsmatznah- men wie Tanksallen und Schützengräben am der Danzig-- polnischen Grenze eingehend, führte der Danziger Gau­leiter unter der Heiterkeit der Massen aus, daß diese Maßnahmen nur einem komischen Eindruck machten. Wir Danziger haben gar keine Tanks, und es ist kin­disch. zu glauben, daß unser kleiner Staat Polen angrei­fen wird. Wir hätten eher einen Grund, Schützengraben und Drahtverhaue anzulegen, denn der sich täglich äußernde polnische Chauvinismus gibt Anlaß genug da­zu." Aber das unendliche Vertrauen zum Führer, so schloß der Gauleiter, zu unserer stolzen deutschen Wehr­macht und zu uns selbst, lassen die Danziger Bevölke-. rung ruhig und diszipliniert trotz aller polnischen Her­ausforderungen verharren.

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Unser Vsgessmeges

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Der bulgarische Ministerpräsident wurde auf seine« Heimreise von Deutschland vom jugoslawischen Außenminister empfangen.

Graf Ciano hat die Reise nach Spanien angetreten. Englands Liebeswerbcn um Moskau ist weiterhin erfolglos geblieben.

Gauleiter Förster hielt eine bedeutsame Warnred» an Polen.

In Farge wurde der Grundstein zu einem HF.- Heim gelegt.

Im Mittelpunkt der bremischen Ereignisse stände» am gestrigen Sonntag die Wehrkampfveranstaltunaen der Nordsee-SA.

Bei den Deutschen Schwimmeisterschaften in Ham­burg blieb der Bremische SB. der beste deutsche Verein.

Auf den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften lies Harbig einen neuen deutschen Weltrekord.

Der Große Preis von Frankreich sah zwei deutsche Auto-Union-Wagen als Sieger.

Einen beachtlichen 19:1-Sieg errangen die Hand­baller von Tura-Eröpelinäen über holländisch, Gäste.