Ausgabe 
(6.7.1939) Nr. 183
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vreMrZelluna

parteiamtliche Lageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen

M

Anzeigen - Grundpreise:

Die 22-ruin-geile im Anzeigenteil 13 eAl, die 78-rmo-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für Kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 Nachlaßstasfel 0). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen:

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Nr. 51115; Obernstraße Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 4121. In Syke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmliiches verkündungsbiatt des Neichsstattt>alters in Oldenburg und Bremen

Nr. 1SZ / S. Zajzrgang

Vonnerstag, 6. Zuli 19ZS

kinzelpreis 15 Bps.

vulgariens Negierungsches beim fübrer

kjosseiwanoff in Berlin

Herzliche Begrüßung - kinstündige Besprechung mit dem sichrer in Segenwart des Neichsministers des fluswörtigen

Berlin.«. Juli.

Bulgariens Ministerpräsident und Außenminister Kjosseiwanofs traf am Mittwoch um 14.30 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin zu seinem angekündigten Staatsbesuch ein. Auf dem Bahnhof entbot ihm Reichsaußcnminister von Ribbentrop den Gruß des

Führers.

Zum Empfang des bulgarischen Staatsmannes, der von seiner Gemahlin und Tochter begleitet wird, hatten sich auf dem Bahnhof viele Männer des gührerkorps von Staat, Partei und Wehr­macht versammelt.

Die weiß-grün-roten Farben Bulgariens und das Rot der Hakenkreuzbanner als die leuchtenden Symbole der deutsch-bulgarischen Freundschaft schmückten am Mittwoch die Straßen und Plätze Berlins, über die Bulgariens Ministerpräsident Kjosseiwanofs den Weg vom Anhalter Bahnhof zum Schloß Bellevue zurücklegte. Die herzliche Be­geisterung von vielen tausend Berlinern gab dem bulgarischen Staatsmann auf seiner Fahrt vom Anhalter Bahnhof zum Schloß Bellevue, dem Gästehaus des Dritten Reiches, ein freudiges Geleit.

Der Anhalter Bahnhof, auf dem der Sondcrzug des bulgarischen Staatsmannes erwartet wurde, war beson­ders festlich hergerichtet worden. Die ganze Länge des südlichen Bahnsteiges, der von einem roten Teppich be­deckt wurde, flankierten hohe Lorbeerbäume. Von der Höhe der Bahnhofshalle wallten die Banner Bulgariens und des Reiches herab.

Schon lange vor Eintreffen des Sonderzuges hatten sich auf dem Bahnsteig viele führende Männer von Par­tei. Staat und Wehrmacht versammelt. So sah man u. a. den Botschafter Italiens Nttolico, den Gesandten Ju­goslawiens Andric, Reichsminister Kerrl, den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generaloberst Keitel, die Staatssekretäre Weizsäcker. Kcppler und Körner, der deutsch« Gesandt« in Sofia, die ^-Obergruppenführer Lorenz und Sepp Dietrich. !i-Gruppenführer Wolfs, den Chef der Ordnungspolizei General Daluegs, Stadtprä­sident Oberbürgermeister Dr. Lippert und* den Polizei­präsidenten van Berlin Graf Helldorf.

Auf die Minute pünktlich rollte um 14.36 Uhr, von zwei Lokomotiven gezogen, langsam der Sonderzug in die Halle des Anhalter Bahnhofs. Der Reichsministcr des Auswärtigen und Frau von Ribbentrop empfingen die Gäste. Zm Austrage des Führers begrüßte der Rcichs- ministcr des Auswärtigen den bulgarischen Ministerprä­sidenten. in dessen Begleitung sich der Leiter der Pott­aschen Abteilung Gesandter Ivan Altinoff, der Presse­chef im bulgarischen Außcnministerium Georg Seraphi- moss, der Erste Legationssckrctär Dr. Christo Schisch- manoss und Kabinettschef Constantin Pecs befanden, sowie der bulgarische Gesandte in Berlin Draganofs, der

Vor ungarische SenerMabschef vom sichrer empfangen

Berlin. 6. Juli

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht empfing in seinem Arbeitszimmer in der Neuen Reichskanzlei den Eeneralstabschef der königlich-ungari­schen Honved, General der Infanterie von Werth, im Beisein des königlich-ungarischen Gesandten v. Sztojay. Bei der An- und Äbsahrt des hohen ungarischen Gastes erwies die Wache des Infanterie-RegimentsGroß- deutschland" im Ehrenhos der Neue» Reichskanzlei die Ehrenbezeugung.

D«r ungarische Eeneralstabschef befindet sich zurzeit als Gast des Oberbefehlshabers des Heeres General­oberst von Vrauchitsch zu einem mehrtägigen Besuch in Deutschland, um Truppenteile und Einrichtungen des deutschen Heeres kennenzulernen. U. a. ist eine ein­gehende Besichtigung des Westwalles vorgesehen.

den bulgarischen Regierungschef gemeinsam mit dem deutschen Ehrendienst an der Grenze eingeholt hatte.

Reichsautzenminister von Ribbentrop überreichte der Gemahlin und der Tochter des bulgarischen Minister­präsidenten herrliche Rosensträuße und stellte dann dem bulgarischen Gast die deutschen Persönlichkeiten vor.

Dann geleiteten Rcichsaußenminister und Frau von Ribbentrop die bulgarischen Gäste zum Vahnhofs-Vor- platz, wo Ministerpräsident Kjosseiwanofs mit dem Reichsaußenminister dem bulgarischen Gesandten in Berlin Draganoff und dem Kommandeur der ss-Leib- standarte s',.-Obergruppenführer Sepp Dietrich die Front der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkom­panie der st.-LeibstandarteAdolf Hitler" unter den Klängen der bulgarischen Nationalhymne abschritt.

Tausende Berliner, die sich hier in der Möckernstraße eingefunden hatten, bereiteten den bulgarischen Gästen herzliche Kundgebungen. Heller Jubel klang auf, als der bulgarische -Ministerpräsident nach Abschreiten der Ehrenfront sich der zahlreich versammelten bulgarischem Kolonie näherte, die ihrem Regierungschef freudig zu­winkte und zurief. Dann traten Ministerpräsident Kjosseiwanofs und seine Gemahlin sowie die Beglei­tung des hohen bulgarischen Gastes die Fahrt durch die festlich geschmückten Berliner Straßen zum Gästehaus des Dritten Reiches, Schloß Bellevue, an.

Der Weg führte sie durch das Regierungsviertel, die Wilhelmstraße, über den Wilhclmplätz und die Linden, wo überall von hohen schlanken Mästen die deutschen und die bulgarischen Banner wehten. Die Tausende, die am Wegrande vom Anhalter Bahnhof bis zum Schloß Bellevue standen, begrüßten jubelnd den hohen Reprä­sentanten Vulgariens. (Fortsetzung auf Seite 2)

Her empfang beim führn

Berlin. 8. Juli.

Der Führer empfing gestern nachmittag in sei­nem Arbeitszimmer in der Neuen Reichskanzlei den bulgarischen Ministerpräsidenten und Außen­minister Dr. Georg! Kjosseiwanofs, der ihm seinen Besuch abstattete. Die etwa einstündige Bespre- st-ung mit dem Führer und dem Ministerpräsiden­ten fand in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop statt.

Ministerpräsident Kjosseiwanofs war begleitet von dem Königlich-bulgarischen Gesandten in Berlin Draga­noff, dem Direktor der Politischen Abteilung im bulga­rischen Außenministerium Gesandten Altinoff und dem deutschen Gesandten in Sofia Frhrn. von Richthofen.

Nach Beendigung des Empfanges begleitete der Füh­rer den führenden Staatsmann der befreundeten bulga­rischen Nation an seinen Wagen. Das Musikkorps der Leibstandarte spielte die bulgarische Nationalhymne, als Ministerpräsident Kjosseiwanofs die Front abschritt. Wieder wurde dem hohen Gast von der Bevölkerung lebhaft zugejubelt, als er sich in seinem Wagen zum Schloß Bellevue zurückbegab.

Vesuchsaustausch

zwischen Ministerpräsidenten Kjosseiwanofs und dem Rcichsaußenminister

Berlin, 6. Juli

Der königlich-bulgarische Ministerpräsident und Mi­nister der Aeußern Kjosseiwanofs stattet« am Mittwoch- nachmitag dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop im Auswärtigen Amt einen Besuch 'ab. Anschließend begab sich der Reichsaußenminister zum Gegenbesuch ins Schloß Bellevue.

Her knilxariovlio bliiiistvrpräsickevt KlosseiumnoII liesuodtv kkeiebsilullvnmluister von Itibdentrnp im 4rns> v'ärtiiren Luvt. (llrssss-ttokkmnnn)

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Der Aufschwung der deutschen Wirtschaftsbeziehungen zu den Ländern des Slldostens wird feit Jahren in aller Welt lebhaft erörtert. Die Gegner des Reiches unterschieben uns, wie überall, so auch auf diesem Ge­biete, phantastische Absichten! nach ihrer Meinung woll­ten wir im Südoften «in Monopol für unseren Händel aufrichten, um die Staaten angeblicherst wirtschäftlich und dann politisch." in'unsere Hand zu bekommen.

Die Tatsachen beweisen jedoch, daß wir bort nieman­den aus dem Handel ausschließen wollen; die Stär­kung unserer Handelsbeziehungen ist vielmehr ein na­türliches Ergebnis der Verhältnisse, während die Propaganda und die verlockenden Ange­bote der Westmächte nur den Zweck haben, eben diese natürliche Entwicklung zu verhindern.

Die Entwicklung unserer Handelsbeziehungen zu Bul-, garien zeigt besonders klar, daß an dieser Aufwärts- bewegung nichts Künstliches ist.

Die Ausfuhr Bulgariens nach Deutschland erreichte:

1933 31,3 Will. RM.

1936 57,6

1937 75,8

Die Einfuhr aus Deutschland betrug:

1933 17,7 Mill. RM.

1936 47,6 ,.

1937 88,2

Auf Deutschland entfielen 1937 54,8 vH. der Einfuhr und 43,1 vH. der Ausfuhr Bulgariens. Diese Anteile sind im Jahre 1938 noch weiter gewachsen, insbesondere unter Hinzurechnung der Ostmark und des Sudetenlan- des, so daß sie für die Einfuhr über 60 vH, und für die Ausfuhr über 50 vH. betragen. Der heutige großdeutsche Wirtschaftsraum (einschl. Protektorat) nimmt sogar mit 75 vH. an der Einfuhr und 60 vH. an der Ausfuhr Vulgariens teil! Demgegenüber sind die Anteile der

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Unser VssesspSsssß

Im britischen flußenamt angeordnet

kntlacvung der lügnerischen Marmmeldungen über den angeblichen Banziger Wochenendpulsch

Berlin, K. Juli

Am Wochenende war die Welt mit alarmierenden Lügenmeldlingen über den sogenanntenDanziger Nazi- putsch" in Unruhe und Aufregung versetzt worden. Diese offensichtliche Liigenkampagne kam nicht von ungefähr, sondern ist von einer bestimmten Stelle in die Wege geleitet worden: von, britischen Außcnamt. Unser Vru- derblatt in Essen, dieEssener National-Zeitung", gibt über die Entstehungsgelchichte dieser gefährlichen Alarm­nachrichten folgende Darstellung:

Die englische Regierung verfuhr ähnlich wie bei der berühmt gewordenen Präventivkrise vom 21. Mai des vergangenen Jahres, bei der Lekannilich u. a. auf Lon­doner Ral und aus direkte Veranlassung der englischen Botschaft in Berlin derAuszug" der Lritischen Kolonie aus der Reichshauptstadt vorbereitet wurde, weil angeL-, lich ein Naziangriff und damit der Weltkrieg bevorstand.

Am 1. Juli 1939 nun fuhr die englische Regierung mit ähnlich grobem Geschütz auf. Die diplomatischen Korre­spondenten der englischen Zeitungen wurden ins Foreign Office gebeten. Dort wurde ihnen bedeutet, daß die Lage sehr ernst sei und daß aus Grund eines Naziputschcs in Danzig das Schlimmste befürchtet werden müsse.

Daraufhin schrieb derDaily Herald" am 1. Juli: Berichte erreichten zuverlässige Kreise in London und Paris gestern abend, daß ein Nazicoup in Danzig für die nächste Zukunft geplant ist. Nach dielen Berichten sind 10 000 Mann deutscher Strertkräfte in Uniform und Zivil in der Stadt"Daily Mirror" schrieb am 1, Juli:Es wird erwartet, daß in den nächsten vier­undzwanzig Stunden eine Entwicklung eintreten wird, die die Einberufung einer Kabinettssitzung erforderlich macht, In der Zwischenzeit entwickelt sich dieDanziger Drohung".

Daily Mail" meldete am 1. Füll:In London und Paris liefen gestern Berichts über einen Nazicoup um,

der in Danzig für dieses Wochenende geplant ist. Nach diesen Berichten ist beabsichtigt, daß die Nazis in Danzig sich als dem Reiche angeschlossen erklären sollten, und zwar in einer Demonstration entweder heute abend oder morgen, Sonntag,"

Es erscheint uns notwendig, auf diesen Vorgang in aller Schärfe aufmerksam zu machen, gleichgültig, ob die Inszenierung dieser gefährlichen Pressehetze nun von Chamberlain und Halifax oder von Sir Robert Van- sittart und Mr. Peak, dem Pressechef des Foreign Office, angeordnet und durchgeführt worden ist.

Die Tatsachen, an denen es nichts zu dementieren gibt, sprechen für sich; mit einer planmäßigen Greuelhetze, mit gefährlichsten und unanständigsten Mitteln versucht Großbritannien, seine Einkrcisungspolitik zum Erfolg zu führen, um die Lösung der brennenden Probleme im Osten Europas zu verhindern. Es muß schlecht stehen um die englische Sache, wenn man in London zu solchen Mitteln greift wie am 1. Juli d. I.

(Unsers bsatigs Lmsgabs umtobt 14 Lsitsn)

Syrien steht vor schweren Unruhen.

Die lügnerischen Alarmmeldungen über den angeb­lichen Danziger Wochenendputsch wurden vom bri­tischen Außenamt angeordnet.

Chamberlain wurde im Unterhaus in der Frage der Moskauer Verhandlungen sowie des Hilseoerspre- chens für Polen durch Anfragen mehrmals in die Enge getrieben.

Noosevclt benutzte seinen Rcinfall in der Wasfen- ausfuhrangelegenheit zu erneuter Kriegsschürerei. Der Führer empfing den in Berlin eingctrosscnen bulgarischen Ministerpräsidenten Kjosseiwanofs. Reichsminister Funk traf im Haag ein.

Der 1. Abschnitt des Sommerlagers der Bremer HJ. in der Ostmark ist beendet.

Zu den bevorstehenden Wehrwettkämpfen der SA.- EruppcNordsee" treten 2006 Kämpfer in Bremen an.

D r Präses der Industrie- und Handelskammer Pg. Bollmeyer wurde zum bremischen Staatsrat ernannt.

Auch Deutschlands letzter Tcnnisvertreter wurde gestern in Wimbledon im Spiel gegen Coole, Au­stralien, ausgeschaltet.