Ausgabe 
(3.7.1939) Nr. 180
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parteiamtliche Hageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadk vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmliiches Nerkiindungsblalt des Neichsstattliallers in Oldenburg und Bremen

Nr. ISO / S. Zaiirgang

Montag. Z. Juli 1SZS

Einzelpreis 15 Bps.

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Abschied von Veneral Knochenlzauer

Irauerparade und Swalsakl

Ver letzte vruß tzdolf Killers an den toten l-eneral / Anspräche des öeneraloberst von vrauchitfch

Hamburg, L. Juli

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht und mit ihm die deutsche Wehrmacht und das ganze deutsche Volk nahmen am Sonntag in Hamburg in einem überaus eindrucksvollen Staatsakt Abschied von dem verstorbenen General der Kaval­

lerie Knochenhauer.

Am Sonntag, dem Tage; des feierlichen Staatsaktes für den so plötzlich zur großen Armee abberufenen Kom­mandierenden General des X. Armeekorps und Be­fehlshaber im Wehrkeis X, General der Kavallerie Knochenhauer, flatterten über Hamburg und dem ganzen Bereich des Armeekorps die Fahnen auf Halbmast.

In den Vormittagsstunden ist vor dem General­kommando

die trauerparade

angetreten. Die Spitze hat das Musikkorps eines In­fanterie-Regiments. Hinter dem Kommandeur der Trauerparade, Generalmajor Roettig, haben die Fah­nen der Traditionstruppenteile Ausstellung genommen. Dann folgen ein Bataillon Infanterie, eine Schwadron Reiter, ein Jnfanterie-Musikkorps, wiederum ein Ba­taillon Infanterie, und zum Schluß eine Geschütz- batterie. Vor der Front der Trauerparade ist die von sechs Rappen gezogene Lafette vorgefahren, von sechs Unteroffizieren geführt.

Kurz nach 11 Uhr wird von acht Ossizieren der mit der Reichskriegsflagge bedeckte Sarg, auf dem Helm und Säbel des toten Generals liegen, aus dem Dienst- gebäude aus die Lafette getragen. Die Trauerparade präsentiert, die Kommandeure und Kompaniechefs salu­tieren. Feierlich ertönen die Klänge eines Chorals. Die Offiziere nehmen rechts und links der Lafette Aufstel­lung, vor der ein Offizier das Kissen mit den Orden des Verstorbenen trägt. Dann marschiert unter dumpfem Trommelwirbel und feierlichen Chorälen die Trauer­parade an der Lafette mit dem Sarge des toten Kom­mandieren Generals vorbei.

Nach dem Vorbeimarsch schließt sich die Lafette dem Zuge an, während dahinter, geführt von einem Unter­offizier, das Reitpferd des Verstorbenen hält. Das Trauergefolge, unter dem man zahlreiche Generale des

X. Armeekorps und das gesamte Offizierkorps des Ge­neralkommandos sieht, schließt den Zug. Der Weg führt durch das Spalier der Menge über den Jungfern­stieg zum Adolf-Hitler-Platz, wo der Staatsakt statt­findet.

Her sührer und »berste Befehlshaber der Wehrmacht trifft ein

In den Mittagsstunden verharrte eine unübersehbare Menschenmenge am Dammtor-Bahnhof in Erwartung des Sonderzuges aus Berlin, mit dem der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht um 12,45 Uhr in Hamburg eintraf, um dem toten General des-X. Armeekorps die letzte Ehre zu erweisen.

Zur Begrüßung waren auf dem Bahnsteig erschienen: der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht General­oberst Keitel, Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann, Reichsführer ss Himmler, Stadtkommandant General­leutnant von Heineccius, die ^-Obergruppenführer Sepp Dietrich und Lorenz. In Begleitung des Führers befanden sich Reichsleiter Bormann, die persönlichen und militärischen Adjutanten des Führers, SA.-Ober- gruppenführer Vrückner, ss-Gruppenführer Schaub. Hauptmann von Below und Hauptmann Engel.

Bei seinem Erscheinen auf dem Bahnhofsvorplatz wurde der Führer von der Menschenmenge der Würde des Tages entsprechend schweigend mit erhobener Rech­ten begrüßt. Nachdem der Führer und Oberste Befehls­haber der Wehrmacht unter gedämpftem Trommelwir­bel die vor dem Bahnhof aufmarschierten Ehrenkom­panien abgeschritten hatte, begab er sich mit seiner Be­gleitung im Kraftwagen durch ein in vielen Gliedern gestaffeltes dichtes Menschenspalier nach dem Rathaus, wo der Führer vom Bürgermeister Krogmann begrüßt wurde. Im Rathaus erwarteten den Führer der Ober­

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befehlshaber des Heeres, Generaloberst von Vrauchitfch, und die Vertretung des Generalfeldmarschalls Göring, Generaloberst Milch, sowie eine Reihe von namhaften Führern der Partei.

Der Adolf-Hitler-Platz ist zu einer würdevollen Trauerstätte gestaltet. Mächtige Pylonen, von Opfer­schalen gekrönt, geben dem weiten Platz ein weihe­volles Gepräge. Trauerflor umschließt die Kriegsflagge am Balkon des Rathauses. Mitten auf dem Adols-Hitler- Platz erhebt sich der schwarze Katafalk, umgeben von einer Fülle von Kränzen und Blumen. In ehrfürchtigem Schweigen harren Zehntauscnde, die den Platz und die umliegenden Straßenzüge füllen.

bstilii'er ebet äsn toten Oeneinl Knoclienlmnvr.

4euknabins: L. llrsgs, HawburA.

Auf der Ehrentribüne vor der Rathausfront haben sich zahlreiche führende Persönlichkeiten der Wehrmacht, der Partei und des Staates aus Hamburg, dem Be­reiche des X. Armeekorps und dem ganzen Reich einge- sunden, unter ihnen Reichsstatthalter Röver, Reichs­statthalter Hildebrandt, Gauleiter Oberpräfidsnt Lohse, Gauleiter Telschow und der Doyen des Hamburgische» Konsularkorps, Generalkonsul Pde. Mit Frontstellung zum Katafalk haben Ehrenabteilungen der Partei und ihrer Gliegerungen Aufstellung genommen.

Her Slaatsakt

Kurz nach 12 Uhr hat die Spitze des Trauerzuges den Adolf-Hitler-Platz erreicht. AIs der Sarg auf den

kuclolik aus rlsmEautag am Westwall" in Kaiserslautern

Ne stkstse stärker als jede Einkreisung

welljudenlum und wellfreimaurerei liehen die Völker zu einem neuen Krieg - flngriff auf den Westwall ist Selbstmord

Kaiserslautern, 3. Juli.

Der Gautag am Westwall setzte sich am Nach­mittag auf dem Stiftsplatz in Kaiserslautern mit einer Kundgebung fort, die in festlichem Rahmen von Fahnen und überreichem Schmuck vor zahl­reichen Ehrengästen aus Partei, Staat und Wehr­macht vor sich ging. Die Ankunft des Stellver­treters des Führers löste in der dicht gedrängt stehenden, über 2VÜ ÜÜV Köpfe zählenden Menge unbeschreiblichen Jubel aus.

Nach der Eröffnung der Kundgebung sprach zunächst

Sauleiter Vürckel

Mit Dankesworten für die Tat des Führers wies er auf den Westwall hin, der stark genug sei, Fragen der deutschen Geschichte mit aller Eindeutigkeit und Klar­heit zu beantworten. Beide einander hier benachbart« Völker hätten den gleichen Willen zum Frieden. Der Schuldige also werde immer der sein, der den ersten Schuß abfeuert. Das aber werde wieder nur «in Drit­ter iein,^ der schon immer kommandiert habe zum Feuern, sich aber niemals dem Feuer wirklich aussetzte. Einmal müsse diesem Treiben in der Welt ein Ende gemacht werden.

Wenn man immer wieder erfahre, daß um uns her­um eineFriedensfront" entstehe, so antworten wir: Die wahre Friedensfront besteht darin, daß man uns unser Recht zurückgibt. Wir möchten ebenso inständig an die Vernunft glauben, wie wir entschlossen sind, auf die Zähne zu beißen. So wollen wir die Sprach« des Westwalles verstanden wissen, die immer nur eines ver­kündet hat: Unser deutsches Volk, unser Deutsches Reich und sein Führer!

Dann nahm unter erneutem Jubel

der Stellverlreter des sührers Nudolf heft

das Wort zu einer mitreißenden Ansprache, in der fol­gendes ausführte:

Volk, Reich und Führer das ist der Inhalt des nationalsozialistischen Deutschlands Volk. Reich und

Führer, sie bilden heute eine Einheit, wie sie Deutsch­land noch nie gekannt in seiner Geschichte. Doch nie war das deutsche. Volk so in sich geschlossen und zugleich so bewußt seiner Kraft. Noch nie war das Reich so stark als Schutz des Volkes. Noch nie waren Volk und Reich so sicher geführt durch einen Führer!

Wir sind heute nicht mehr Spielball fremder Mächte und fremder Willkür, sondern wir sind freie Herren un­serer freien Entschlüsse. Es soll die Welt draußen auch nicht übersehen und nicht vergessen: Wir sind ein politisches Volk geworden, ein politisches Volk mit -klarem Blick für die Schicksalsfragen der Nation. Wir wissen: Es ist der einzige Wunsch unserer Feinde draußen, daß dieser Block doch noch einmal Sprünge bekom­men möge. Es ist ihre einzige Hoffnung: Zwischen Euch. zwischen das Volk und die Fiihrnng einen Keil zu treiben!

wir erinnern uns...

Wir kennen diese Methode nicht erst seit heute. Wir erinnern uns, wie 1918 Schalmeientöne zu unserem Volke herüberschallten aus den sogenannten Demokratien: nicht gegen das deutsche Volk gehe der Kampf, der Kampf gehe einzig und allein gegen seine Führung und gegen sein politisches System. Würde Deutschland seine Waffen zerschlagen, würde es sich seiner Führung entledigen und sich ein anderes politisches System zu­legen, dann so erzählte man dem deutschen Volk damals würde es einen Frieden der Gerechtigkeit erhalten, einenFrieden ohne Annexion und ohne Re­parationen."

Das deutsche Volk hat damals bekanntlich seine Waf­fen zerschlagen. Es hat sich auch bekanntlich ein neues politisches System zugelegt, und zwar gleich gründlich: es schuf eine lleber-Demokratie. Wie dann aber der sogenannte Friede der Gerechtigkeit aussah, das haben wir schaudernd erlebt!

Einmal hat das deutsche Volk das erlebt! Ein zweites Mal wird es das nicht wieder erleben. Mögen iie draußen erneut noch so liebliche Töne anschlagen: Der Kampf richte sich nicht gegen das deutsche Volk, er richte sich nur gegen seine Führung, nur gegen sein politisches System. Wir kennen die Melodei? Blast nur wieder eure alten Lieder auf neuen Schalmeien: Das

deutsche Volk ist klug geworden! und es wird nie wieder dumm werden! Verlaßt euch darauf!

Auch nicht durch alte englische Lieder wird es wieder dumm werden. Und wenn man in England heute rüh­rend besorgt ist, daß Nationen zuSklaven starker Na­tionen" werden könnten, so haben wir darauf nur zu sagen: Ach, wäre doch diese Besorgnis schon 20 Jahre früher über England gekommen! Denn damals wurde Deutschland zum Sklaven starker Staaten. Eineinhalb Jahrzehnte war Deutschland der Sklave starker Staa­ten, und es wäre es noch heute, wenn nicht der Führer mit seiner nationalsozialistischen Bewegung gekommen wäre. Denn wir glauben nun mal nicht daran, daß die so plötzlich erwachte starke Besorgnis Englands uns frei gemacht hätte..

Deutschland weiß, was es heißt, der Sklave starker Staaten zu sein, und deshalb hat seine nationalsozia­listische Führung Sorge getragen und wird weiterhin Sorge tragen, daß Deutschland nicht wieder zu einem solchen Sklaven wird trotz aller Einkreisung! Aus Eng­land hören wir weiter, daß sich seine Sicherheit durch ein freies und freundliches Irland nicht verringert, sondern unermeßlich erhöht habe, womit man wohl meint, baß auch Deutschlands Sicherheit unermeßlich größer sei, wenn die Tscheche! in ihrer alten Form wei­terbestehen geblieben wäre. Wieweit die Jrländer sich frei fühlen und wie freundlich ihre Stimmung Eng­land gegenüber ist mögen sie selbst entscheiden. Aber füglich können wir bezweifeln, daß England sich auch dann so unermeßlich sicherfühlen würde, wenn dieses Irland ausgesprochen gegen England gerichtete Pakte schlösse und wenn es gleichzeitig keinen Zweifel darüber ließe, daß es die geeignete Basis für allgemeine Luft­angriffe gegen England wäre wie einst die Tschechei gegen Deutschland. Wir fühlen uns jedenfalls wie die Dinge heute liegen sicherer.

WMudentum und Weltfreimaurerei Koben ausgespielt

Wir sind durch Not und Sorge hart geworden und wachsam, wachsam besonders gegen unsere abgeserm- testen Feinde: Weltjudentum und Weltfretmaurerei.

Weltjudentum und Weltfretmaurerei, sie möge« zur Kenntnis nehmen: ihr Spiel ist bei uns endgültig und eindeutig verloren. Daran werden auch alle ihre Ver­suche, eine neue Einkreisung gegen uns zustandezubrin- gen. nichts ändern, eine Einkreisung, die darauf ab­zielt. einen neuen Weltkrieg gegen uns zu entfachen, um uns wieder diesen internationalen Kräften gefügig zu machen.

Mögen die jüdischen und freimaurerischen Hinter- männer der Politik gewisser Staaten auch bereit sein, die letzte Selbstachtung der Völker zu opfern, mögen sie die Vertretung dieser Völker auf dem Bauch rutschen lassen, damit ein Bündnis gegen uns zustandxkomme, es wird ihnen doch nichts helfen!

(Fortsetzung auf Seite 2)

»I»I1UI1»»I»IM»IIIII»,IIII»,»I»MII»I»II»II»I»»I»I»M»M»IM1»MII

Unser Isgesspiegel

(Die bsutigs Lmsgabs umkaüt nebt Seiten)

Der Führer nahm am Hamburger Staatsakt anläß­lich der Beisetzung des Generals Knochenhauer teil. Auf demEautag am Westwall" unterstrich Rudolf Heß in packender Rede die Uneinehmbarkeit unseres Festungswalles.

Zur Verhinderung weiterer Omnibus-Unfälle wird ein Omnibus-Führerschein eingeführt.

Der neuen Adolf-Hitler-Vrücke galt gestern der Besuch Tausender.

In einem Vlitzkampf schlug Max Schmeling den Europameister Heuser.

Deutschlands Leichtathleten schlugen Frankreich, Dänemark und Luxemburg.

Deutscher Handballmeister wurde erneut der MTSA Lerpzig.

Nachrichten-SA. und SA.-Pioniere zeigten in Bre­men ihre Einsatzbereitschaft.

Die NSKK.-Gruppe Nordsee führt« Eruppenans- scheidungskämpfe durch.