Ausgabe 
(29.7.1939) Nr. 206
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der Nationalsozialisten Bremens

flmlliches verkündungsblalk des Neichsstattlialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 206 / S. Zalirgang

Sonnabend, 29. Juli 19ZS

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der Siegeslauf des deutschen Nundsunks

Vr.öoebbels eröffnete Nundfunkausftellung

flufschlußreiche Nede des Neichsmmisters für Volksaufklarung und Propaganda Zielbewußte Programmgestaltung per Konstrukteur des Volksempfängers Preisträger des Nundfunkpreises Nationalsozialismus bejaht Zeitalter der lechnikpuf dem Posten gegen Lüge und Verleumdung"

Berlin, 29. Juli.

In der großen Masurenhalle am Kaiserdamm wurde am Freitagvormittag die 16. Große Deutsche Rundfunk- und Fernseh-Rundfunk-Ausstellung Berlin 1939 durch den Schirmherr» der Ausstellung, Reichsminister Dr. Goebbels, in Anwesenheit von Ver­tretern der Ministerien und anderer Behörden, des Heeres, der Partei und ihrer Glie­derungen sowie der Rundfunkfirmen feierlich eröffnet.

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Lange vor Beginn des Festaktes hatte sich eine große Menschenmenge vor der Festhalle angesammelt, die Dr. Goebbels bei seiner Ankunft stürmisch begrüßte. Nachdem der Minister von Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert, dem Beigeordneten für das Ausstellungswesen Stadtrat Spiewok und dem Direktor der Berliner Ausstellungen Wischek empfangen worden war, begab er sich durch ein Spalier von ss-Männern unter dem Schmettern der Fanfaren zu seinem Ehren­platz.

Die Masurenhalle hatte ein festliches Gewand an­gelegt: von der Stirnwand der Halle leuchtete in rie­sigen goldenen Lettern das Goebbels-WortDer Rund­funk ist das Band, das alle Deutschen diesseits und jenseits der Grenzen geistig und seelisch umschließt". Von den Seitenwänden grüßten, flankiert von goldenen Lorbeergewinden, Aussprüche von Rudolf Hoß, Dr. Ley, Darre, von Schirach, Kriegler und Dr. Glasmeier, die sich auf die Aufgabe des Rundfunks beziehen. Riesige Fahnen des Dritten Reiches und Blumen vollendeten den stimmungsvollen Schmuck. Tiefe Stille setzte ein, als die feierlichen Klänge des Vorspiels zum dritten Akt der Oper Lohengrin, dargeboten vom Großen Or­chester des Deutschlandsenders unter der Stabführung des Generalmusikdirektors Josef Keilberth-Karlsruhe, durch die hohe Halle brausten.

Dann nahm der Oberbürgermeister und Stadtpräsi­dent Dr. Lippert das Wort, um nach Begrüßungs­worten an Reichsminister Gauleiter Dr. Goebbels und die zahlreichen Ehrengäste u. a. auszuführen: Wir alle kennen den beispiellosen Aufschwung, den der deutsche Rundfunk seit der nationalsozialistischen Machtergrei­fung genommen hat, und wir verdanken diesen Auf­schwung in allererster Linie Ihnen, verehrter Herr Rcichsminister Dr. Goebbels, der Sie auch heüte wie­der diese Ausstellung eröffnen. Wenn der Rundfunk in Deutschland diese unerhörte Stellung einnimmt, wenn er über eine fast unvorstellbare Breitenwirkung verfügt, und wenn er überhaupt aus dem Leben des einzelnen wie der ganzen Nation nicht mehr fortzudenken ist, so ist das Ihr Verdienst, Pg. Dr. Goebbels. Jede der großen deutschen Rundfunk-Ausstellungen seit dem Jahre 1933 stand im Zeichen Ihrer grundlegenden Reden, die wir als die Marksteine in der Entwicklung des' deutschen Rundfunks bezeichnen dürfen." Nach einem Rückblick auf die denkwürdigen politischen Ereignisse des abgelaufe­nen Jahres, die im deutschen Rundfunk ihr Spiegelbild gefunden haben, wies Dr. Lippert auf die ideale Zu­sammenarbeit zwischen Technik, Wirtschaft, Forschung und Organisation hin und betonte, daß es keine Rund- funkausstcllung in der Welt gebe. die so groß, so um­fassend. so tiefgreifend und so volkstümlich sei wie diese Ausstellung.

Die Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 leitete über zu der Ansprache des Neichsmiuisters für Volksaufklärung und Propaganda

Vr. öoebbels

der die großen Aufgaben des nationalsozialistischen Rundfunks schilderte.Das 20. Jahrhundert", so be­gann Reichsminister Dr. Goebbels seine Rede,ist das Jahrhundert der technischen Erfindungen. Auch aus die­sem Gebiet vollzieht sich eine Revolution allergrößten Ausmaßes, und es kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese Revolution, im ganzen gesehen, die Menschheit höher geführt hat.

Wir leben heute alle gestraffter und auch intensiver als Menschen je zuvor gelebt haben. Ja, ma kann sagen, daß die Technik überhaupt erst die Art unseres heutigen sozialen und wirtschaftlichen Zusammenlebens ermöglicht. Wie wollte man sich sonst ein Nebenein- anderwohnen von vier oder gar sieben Millionen in einer einzigen Stadt vorstellen ohne Zuhilfenahme der Technik?"

Die Fragestellung, ob die Menschen dadurch glück­licher geworden seien, sei falsch und sinnlos, denn die Massen bedienten sich der Technik, ihrer Mittel und Errungenschaften, um überhaupt menschenwürdig leben zu können. So laute beispielsweise die richtige Frage­stellung für den größten Teil unseres Volkes auch nicht, ob man sich etwa die Neunte Symphonie im Rundfunk anzuhören pflege, sondern entscheidend sei, ob das Volk an den Schätzen seiner Kultur überhaupt nicht oder

unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel teilnehmen solle.

Und darin sehen wir nun den

fortschritt unseres technischen Iatietiunderts

und zwar einen unbestreitbaren und gewaltigen Fort­schritt. Wollte man ihn verneinen, ma würde über­haupt den Sinn und die tiefere Bedeutung unserer Zeit in Frage stellen. Denn man kann sie sich ohne die Technik überhaupt nicht mehr denke«.

Auch ihre politische Entwicklung ist mit das Ergebnis der Technik. Die großen Massenbewegungen, die das augenblickliche politische Gesicht Europas bestimmen, haben sich zum Teil doch dadurch durchgesetzt, daß sie sich im Gegensatz zu ihren Gegnern in weitestem Um­fange der Technik bedienten. Sie haben sie nicht stur und eigensinnig verneint oder mit romantischen Phra­sen einem vergangenen Ideal nachgeweint. Sie haben sich vielmehr wie kühne Schwimmer in den reißenden Strom dieser Zeit hineingestürzt, und der Strom hat sie willig getragen. Auch darin lag ein gut Stück der Sieghaftigkeit, die den Nationalsozialismus gegenüber seinen Widersachern auszeichnete. Die Revolution der Technik wurde durch ihn ergänzt und ausgerichtet durch eine Revolution der Politik und überhaupt des Zu­sammenlebens der Menschen untereinander, deren Er­gebnis wir alle sind. Ob wir wollen öder nicht, wir müssen mit diesem Jahrhundert mit. Wir können es nicht bestreiken, nicht ableugnen und auch nicht ver­neinen. Wir haben nur die Wahl, der Zeit voranzu- schreiten und ihr den Weg frei zu machen oder mit ihr zu gehen oder hinter ihr herzulaufen.

Der Nationalsozialismus hat sich seit dem ersten Tage seines öffentlichen Auftretens in dieser Frage schon entschieden. Er ist für diese Zeit, er verneint sie nicht, er bejaht sie'bedingungslos. Er drückt ihr seinen Stem­pel auf und prägt sie nach seinem Geist und nach seinem Willen." (Fortsetzung auf Seite 2)

79 SowjetoWere und veamte verhaftet

wegen See Schlappen in fernost! / vestürzung in London

(Orabtdsricbt unseres llonckonsr Vertreters)

bv. London, 29. Juli.

Wie in London aus Moskauer Quelle bekannt wird, sind 79 hohe Offiziere und Beamte der Sowjetunion verhaftet worden. Dies« Nachricht hat in England gerade wegen der bevorstehenden Generalstabsibefpre- chungen in Moskau sehr unangenehmes Aufsehen erregt. Sie wirft ein zweifelhaftes Licht auf die Zuverlässigkeit der Roten Armee und läßt neue Reinigungswellen vor­aussehen. 2mDaily Telegraph" heißt es, daß Degra- dierung in Moskau gleichbedeutend mit Verhaftung sei, und daß die Betroffenen wahrscheinlich unter An­klage des Hochverrats gestellt würden. Unter den in Ungnade Gefallenen soll sich der Minister für die mon­golische Volksrepublik, der alsVizckönig der Mongo­lei" galt, befinden. Da es sich auch sonst vorwiegend um Offiziere oder Funktionäre der Fernost-Armee handelt,

werden die neuen Strafmaßnahmen auf die Schlappen der Fernost-Armee in ihren Kämpfen an der mandschu­rischen Grenze zurückgeführt.

weitere Verhaftungen bevorstehend

(Orabtdsricbt unseres parissr Vertreters)

j>>. Paris, 29. Juli.

DerFigaro" meint zur Verhaftung der Sowjet- Offiziere, es handele sich um eine Verschwörung, die besonders in der Mongolei große Ausmaße ange­nommen habe. Eine Fülle von Verhaftungen stehe noch bevor. Angeblich soll die Verschwörung den sowjetischen Kriegsvorbcreitungen gegen Japan an der mandschurischen Grenze entgegengearbeitet haben. Die Nachricht wird von den offiziösen Blättern bezeich nendcrwcise nicht veröffentlicht.

Schlecht unterrichtet, gerr King-ljall!

Deutliche ftntwort eines nationalen Mechen an die britischen Liigenfabrikanten

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Prag, 29. Juli.

6 2n der tschechischen nationalen ZeitungVlajka" ver- ' »sjentlicht Dr. Johann Pechacek einen offenen Brref an den sattsam bekannten britischenPropagandisten" King-Hall (Dr. Pechacek ist Mitglied des Hanptans- schusjes der tschechischen Nationalen Gemeinschaft). In dem Schreiben heißt es u. a.:

Wir nationalen Tschechen wissen von Ihren Briefen an das deutsche Volk. Wir haben auch von Ihnen und von diesen Briefen in den Zeitungen gelesen und im > Radio gehört (in allen Sprachen und in allen Sendern). Was Ihnen von deutscher Seite geantwortet wurde, wissen wir ebenfalls. Wir erinnern daran, Herr King- Hall, nur als Beweis dessen, daß wir alles beachten und daß wir gut unterrichtet sind. Wir verfolgen die Meldungen der englischen Blätter und Sendestationen sehr aufmerksam, obwohl es heißt, daß uns Tschechen alle Rundfunkempfangsapparate qbgenommen wurden.

Wir erfreuen uns trotzdem des unbeschränkten Ab- hörens aller Nachrichten aus dem Aether, ob nun Ihr trocken berechnendes England zu uns oder zum Welt­gewissen spricht. Deshalb müssen wir oft über die Naivität der ausländischen Sendestationen und über Sie selbst lächeln, wenn Sie diesen Nachrichten Glauben schenken. Uns scheint es, daß dies der Fall ist, wenn Sie diese allzu stark unterstreichen. Wir wundern uns nicht über Sie, Herr King-Hall, daß Sie so schlecht über viele Angelegenheiten unterrichtet sind, die uns direkt an­geben und die uns näherliegen als Ihnen,

Sie sind Engländer und sitzen hoch oben auf Ihrer Insel. Aber Ihr solltet wohl darüber unterrichtet sein,

was in Eurem eigenen Lande vorgeht. Klären Sie uns aus, warum die englischen Zeitungen den englischen Lesern das erste Interview verschwiegen haben, das der Stellvertreter des Ministerpräsidenten (Haoelka) dem Vertreter Ihres eigenen größten. Nachrichtenbüros gewährt hat, In diesem Interview ist nämlich von dem Ende des Abenteuers die Rede, das für unser Volk das Verderben bedeuten sollte. Es ist darin davon die Rede, daß wir das Verhältnis zwischen uns und den Deutschen diesmal ohne den englischenhöchsten" Schutz lösen wer­den, der für unser Volk solche Nachwirkungen haben sollte.

Die Erklärung unseres stellvertretenden Minister­präsidenten ist ein positiver Beitrag zur Erhaltung des

Friedens, Warum verschweigt demnach Ihre Presse den englischen Lesern dieses Interview? Oder hat sich die Lage der englischen Politik geändert, die die Ehre so vieler Völker für ihre selbstsüchtigen Ziele zu opfern vermochte? . '

Sie, Herr King-Hall, können uns sicherlich viel Auf­klärung gebe» und Ihre Presse und die englische Ehre reinwaschen. Unsere Augen werden Ihre Presse verfolgen und unsere Ohren den Nachrichten Ihres Rundfunks lauschen. Seien Sie versichert, daß wir Mannhaftigkeit respektieren werden, wir haben aber keine Lust mehr, uns auf Hinterhältigkeiten einzulassen."

flugreugunfall des englischen Lustscchrtministers

bv. London, 29. Juli.

Der englische Luftsahrtminister Sir Kingsley Wood erlitt Freitag abend bei einem Fluge nach Irland einen Flugzeugunfall. Ein Teil der Besatzung, die aus höheren Offizieren der englischen Luftwaffe bestand, wurde ver­letzt. Das Flugzeug wurde mitten über der irischen See von schlechtem Wetter abgetrieben und zur Rückkehr nach der englischen Küste gezwungen. Es mußte eine Notlandung vornehmen, wobei der Apparat offenbar stark beschädigt wurde. Die ersten Meldungen besagen,

daß der Luftfahrtminister selbst wohlbehalten sei, während Mitglieder der Besatzung Verletzungen erlitten Hütten. Nachträglich wird bekannt, daß die beiden Piloten sowie Luftmarichall Sie Christopher Courtenay Verstauchungen und Schocks davongetragen haben. Auch der parlamentarische Privatsetretnr des Ministers, Sir Edwards Chambell, wurde verletzt.

In London gab die Nachricht von dem Flugzcugunfall des Ministers, da er sich auf einer Reise nach Belfast befand, anfangs zu Gerüchten Anlaß, die diesen Vorfall mit angeblichen Sabotageakten von Terroristen in Ver­bindung bringen'wollten. Tatsächlich scheint jedoch der Unfall lediglich auf das stürmische Wetter zurückzuführen zu sein.

Lee

Von

IInns-Kni'I I-eistvitr: (IlauptscllulunAsaint cksr iZZOKL.)

Der Hoheitsträger der NSDAP. ist nicht schlechthin der Träger eines Amtes, wie es deren viele gibt. Er verkörpert ein Amt von besonderem Gewicht und Rang, das zum Unterschiede von anderen Aemtern durch zwei besondere Elemente ausgezeichnet ist: durch die politische Aufgabe der Menschenführung und durch die Wahrung der politischen Hoheit der NSDAP. in allen Bereichen des Volkslebens.

Die Hoheitsträger der NSDAP., von der Vielzahl der Ortsgruppenleiter und Kreisleiter bis zu den Gau­leitern, haben durch ihre alltägliche Arbeit bewiesen, daß sie gegenüber den politischen Gestalten, die, in der Vergangenheit die Menschenführung zu verantworten hatten, einen durchaus eigenständigen Typus darstellen. Der Hoheitsträger hat kein Amt inne, das in seinen Funktionen anderen nachgebildet wäre. Er steht ur­sprünglich im Lebensgesetz der nationalsozialistischen Be­wegung. und hat nicht nur durch Selbstbewußtsein, son­dern zugleich durch die tägliche Arbeitsleistung bewie­sen, daß sich in ihm eine neue Form der Erledigung von Lebensnngelcgenheiten verkörpert eben das, wcis die Wesenszüge eines neuen Gestaltungstypus ausmacht. Die Mannschaft der Hoheitsträger beweist in ihrem Ge- samterscheinungsbilde, daß sie der Gefahr, den Gesetzlich­keiten der alten Welt zu verfallen, in keiner Weise er­legen ist, sondern in klarer Gefolgschaft zum Führer über ihr steht.

Revolutionen erweisen ihre gestaltende Kraft darin, inwieweit sie auf das Nachbilden der vorhandenen Er­scheinungen verzichten können, weil ihre ursprüngliche Gestaltungskraft die Aufgaben fähiger meistert. Wissen die Männer das Gesetz, nach dem sie ursprünglich an­getreten sind, vor der Zeit zu erhalten, das heißt vor den Aufgaben und Problemen, die herantreten und be­wältigt werden Müssen, oder verfallen sie den Methoden der Welt, gegen die sie antraten das ist die Frage, die die Geschichte an jede Revolution stellt und nach deren Ergebnis der geschichtliche Rang einer Revolution beurteilt wird.

Jeder Mannschaft, die sich anschickt, eine neue Ord­nung zu gründen, ist diese Gefahr bekannt. Ob wir die Revolutionen der deutschen Geschichte, ob wir die Auf- stände der griechischen, römischen, französischen, englischen Geschichte betrachten immer und überall stehen irgendwo die Warner vor dem schleichenden Verfall an die Daseinsgesetzs des Gegners. Und in den meisten Fällen erleben sie selbst die Tragik, daß eintrat, was sie als ferne Gefahr beizeiten, sahen. Der revolutionär zu­geschnittene Typus der Französischen Revolution wurde durch einen Typ zu Grabe getragen, der nur mit neuen Namen und Begriffen die bekämpfte Sattheit, Bequemlichkeit und Zuchtlosigkeit im Ausleben weiter zu erhalten wußte, gegen die zuvor die lautesten Reden gehalten wurden; die Gesetze, nach denen das Volk der Freiheitskriege antrat, verkamen im Handeln der alten politischen Mächte im Wiener Kongreß um die Früchte des Krieges; der bürgerliche Bonze, gegen den der Marxismus in seiner illegalen Zeit laut anging, wurde danach durch keinen Typ abgerundeter dargestellt als durch den legal gewordenen marxistischen Parteifunk­tionär. Die Welt, gegen die sie marschiert zu sein schienen, fraß sie, als es so aussah, als hätten sie die Macht über diese Welt ergriffen. Der Unterlegene sprach das letzte Wort. Zwar galt die Sprache dessen, der zuerst siegte: jeder war Bourgeois, jeder Genosse, doch im stillen vollzog sich gesichert unter der schützenden Decke der neuen Begriffe, denen sich jeder anpaßte die Vernichtung des ursprünglichen Gesetzes, nach dem die Männer angetreten waren, in der Mühle des Alltags.

Wir haben aus diesen Erfahrungen, die die Geschichte vermittelt, gelernt, auf den Kern der Erscheinungen zu sehen und nicht dann schon beruhigt zu sein, wenn die Gesamtheit das neue System der Begriffe braucht, das

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Unser Isgessmeger

(Unsers llsntiZs ^.nsgabs nwkallt 12 Feiten)

Auch der zweite für Südamerika bestimmteCon- dor" erreichte nach glattem Fluge Natal.

Stalin ließ 79 höhere Sowjetoffiziere und Beamte uerhasten.

Von national-tschechischer Seite wird King Hall eine peinliche Lektion erteilt.

Benesch wurde in Pittsburg verprügelt.

Der englische Lustfahrtministcr erlitt einen Flug­zeugunfall.

Polen verhafteten einen deutschen Rcichsbahnangc- jtcllten.

Deutschland hat mit Japan einen Handels- und Kreditvertrag abgeschlossen.

Dr. Goebbels eröffnete die 16. Große Deutsche Rund­funk- und Fernsehausstellung Berlin 1939.

Die Rundfunkgeräte werden vereinfacht.

Ueber 209 jj-Junker der jj-Junker-Schule Vraun- jchweig trafen aus ihrer Deutschlandreise in Bremen ein.

Die Platjenwcrber Seefahrer-Siedlung wurde zünftig gerichtet.

Der Davispokal-Kampf Deutschland gegen Jugo­slawien steht nach dem ersten Tag unentschieden 1:1. Von schweren Unfällen wurden die Autorennfahrer Tenni und Jcnkins betroffen.

Unübersehbaren Schaden richtete ein Riescnbrand im Hafen von Algier an.