Ausgabe 
(17.7.1939) Nr. 194
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Parteiamtliche Tageszeitung

'-ZZas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Nremen

Lür Nr. 194/9. Jahrgang

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8.

Montag, 1F.IM19Z9

kinzelpreis 15 Nps.

Wie das Neich wachst seine Kunst

H der Führer eröffnet die I. drohe deutsche Kunstausstellung im kaus der deutschen Kunst / das erste Ziel z! des neuen deutschen Kunstschaffens erreicht / drundsteinlegung des krgön;ungsbaues noch in diesem Jahr

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München, 17. Juli.

Die Stadt der deutschen Kunst und ihre Gäste aus dem Reich und allen Ländern erlebten am Sonntag als dem dritten Tage des großen Festes der deutschen Kunst mit der feierlichen Eröfsnung der 3. Großen Deutschen Kunstausstellung durch den Führer am Vormittag, dem wundervollen Festzug20ÜV Jahre deutsche Kultur" am Nachmit­tag und der Festnacht der Künstler eine dreifache Krönung der glanzvollen Tage und zugleich deren Abschluß.

Ein strahlendes, geradezu ideales Sommerwetter gab dem Tag schon von Anfang an die schönste Vorbedin­gung. Zu Hunderttausenden versammelten sich in den Anfahrtsstraßen des Führers und an dem Wege. den der festliche Zug nahm, schon stundenlang vorher die Volksgenossen. Flutendes Leben wogte in der ganzen Stadt. Unübersehbar war die Menge in der Umgebung des Hauses der Deutschen Kunst, die in freudiger Er­wartung des Führers harrte. Gegen Ist Uhr marschie­ren vor dem Haus der Deutschen Kunst Ehrenkompa­nien des Heeres und der Luftwaffe. Ehrenformationen der SA. und der !! und der Schutzpolizei auf. um. die Fahnen an dem rechten Flügel, in langer Front Auf­stellung zu nehmen. Zwischen den wuchtigen Säulen des' Hauses der Deutschen Kunst fügten sich 706 Standarten ultd Stander der Gliederungen der Bewegung ein. Um 10.30 Uhr erdröhnen Salutschüsse:

Her Führer kommt!

Die Hände recken sich zum Gruß, Freude und Jubel erfüllen die Straße, und schmetternd fällt der Musikzug der Wehrmacht mit dem Präsentiermarsch ein. In Be­gleitung des Kommandierenden Generals des VII. AK., General der Infanterie Ritter von Schobert, des Chess der Luftflotte III und Befehlshaber VI, General der Flieger Sperrle, des Kommandeurs des Luftgaues VII, Generalmajor Zenetti, und Reichsführer i> Himmler schreitet der Führer die Ehrenformationen ab.

Vor dem Portal des Hauses der Deutschen Kunst empfängt den Führer Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner zusammen mit dem Präsidenten Dr. von F i n ck, ferner Reichsstatthalter General Ritter von Epp und Ministerpräsident Ludwig Siebert. Dann begrüßt Präsident von Finck den Führer in herzlichen Willkommcnsworten, in denen er dem Wunsche Ausdruck gab, daß es den deutschen Künstlern vergönnt sein möge, das hohe Ziel wandelloser Schönheit angebun­dener Kunst zu erreichen, das der Führer ihnen gegeben habe.

In der Ehrenhalle des herrlichen Ausstellungs- gebäudes konnte man in dieser weihevollen Stunde alle jene Männer sehen, deren Name von Rang und Be­deutung km nationalsozialistischen Staate ist. Neben dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß und dem Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Frhrn. von Neurath. waren zugegen zahlreiche Mitglieder der Reichsregierung. Reichsminister. Reichsleiter, die hohe Generalität der Wehrmacht, eine große Zahl von Reichsstatthaltern und Gauleitern.. Vertreter der bayrischen Landesregierung und die führenden Männer der Hauptstadt der Bewegung.

Zusammen mit dem Präsidenten der Reichskultur- kammer, Reichsminister Dr. Goebbels, erschien der italienische Minister für Volkskultur. Alfieri. Die deutschen Künstler waren, soweit sie in diesen festlichen

Tagen in München weilen, ohne Ausnahme erschienen. So sah man die klangvollsten Namen aus dem Reich der Bildenden Kunst, des deutschen Theater- und Musik­lebens und des deutschen Filmes, eine Fülle von Namen, die Zeugnis ablegen von dem Reichtum und der Aktivität des kulturellen Lebens im nationalsozialistischen Deutschland.

Sie feierliche kröffnung

Gegen 11 Uhr betritt der Führer mit seiner Beglei­tung die Ehrenhalle, die fast ohne jeden Schmuck ist. da die Würde und Klarheit ihrer architektonischen Ge­staltung keiner äußeren Zier bedarf. Lediglich über dem Rednerpult hängt ein rotsamtener Teppich, geschmückt mit einem großen goldenen Hakenkreuz.

Kaum hat der Führer Platz genommen, so erklingt von der rückwärtigen Empore her die hoheitsvolle Musik desProoemions", gesungen von dem Städtischen Sing- chor Augsburg unter Leitung seines Schöpfers. Pros. Otto I 'ochuin. Anschließend intonierten die Berliner Philharmoniker BeethovensWeihe des Hauses" unter Stabführung Pros. Hermann Abendroths, der das Werk zu höchster künstlerischer Vollendung führt«.

Gauleiter Staatsminister Wagner begrüßt dann den Führer, die Ehrengäste des In- und Auslandes, grüßt die deutschen Künstler. Der heutige Tag bringe den Höhepunkt des Festes der deutschen Kunst, der immer- mehr zur gewaltigen Demonstration des kulturellen Willens des Großdeutschen Reiches werde.

Die in dieser Stunde zu eröffnende Deutsche Kunst­ausstellung". so erklärte er,ist wieder herrlicher geworden/ der Festzug ist wieder schöner und größer geworden." Der Gauleiter dankt den Gestaltern des Festes und bat dann den Führer, das Wort zu ergreifen.

Eindrucksvoll erlebten nunmehr die Festgäste in der Ehrenhalle, die vielen Tausende draußen in der Prinz­regentenstraße und die Millionen am Lautsprecher durch das Wort des Führers den «eist, der Volk und Kunst in den letzten sechs Jahren zu neuem zukunftsfrohen Schaffen ausgerufen hat.

Wortlaut der sülzrerrede

Der Führer richtete dann an die deutschen Kunst­schaffenden folgende Ansprache:

So großartig und bezwingend die. historischen Er­eignisse einst waren, die 1870/71 zur Neugründung des Deutschen Reiches führten, so unbefriedigend blieb das Ergebnis dieses geschichtlichen Prozesses in kultureller Hinsicht. Nicht daß alles, was in diesem Zeitraum künstlerisch geschaffen worden war, als schlecht bezeichnet werden könnte, im Gegenteil. Vielleicht nähern wir uns schon jenem geschichtlichen Abstand, der es gestattet, viel der damaligen Werke in ihrer Schönheit und Größe objektiver zu betrachten und zu würdigen.

Allein aus dem Zusammenwirken der verschiedenen Künste ergab sich kein ansprechendes geschlos­senes Bild. auf jeden Fall aber kein genügend markantes. Neben einer Fülle glanzvoller Einzel­leistungen vermissen wir den Gesamtausdruck einer wahrhaft repräsentativen Haltung, die der sonstigen Größe dieser Zeit entsprochen haben würde.

Den Zeitgenossen freilich ist dies selbst kaum bewußt geworden. Uns aber, die wir dem Eindruck der damals so gewaltig auf die Menschen einwirkenden politischen Geschehnisse etwas mehr entrückt sind, bleiben die Schwächen der Gesamthaltung dieser Zeit nicht ver­borgen. Ich möchte mich dabei keineswegs dem Urteil jener anschließen, die den Stab über das künstlerische Schaffen der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts einfach des­halb brechen, weil sie in ihm das mehr oder weniger übersättigte Spiegelbild der Stile zahlreicher vergan­gener Epochen erblicken. Denn ich glaube nicht, daß sich dies jemals ganz vermeiden läßt, und ich glaube daher auch nicht, daß dies von Schaden sein muß.

So wie sich unser allgemeines Wissen aus den Er­fahrungen und Erkenntnissen vieler Jahrhunderte aus­

baut und diese zur Grundlage des eigenen Weiter- strebens macht, so kann auch

Sie kulturelle Fortentwicklung

nicht die Gesamtsumme der Leistungen vergangener Generationen einfach übersehen oder gar verleugnen. Gewollt oder ungewollt werden diese Zeitepochen mit­sprechen und besonders dann in Erscheinung treten, wenn wie in der Architektur der Zweck des Bauwerkes gar kein neu erfundener, sondern ein auch schon früher vorhanden gewesener ist und mithin schon damals eine bestimmte bauliche Erfüllung gefunden hat.

Wir wissen, daß zum Beispiel Semper diese stilistische Bindung an bestimmte Leistungen der Vergangenheit nicht nur als keine künstlerische Vorbelastung, sondern als etwas Verständliches, ja geradezu Not­wendiges empfand und dies dementsprechend auch lehrte. Es kann ja auch nicht bestritten werden, daß beispielsweise die Architektur eines Theaters uns noch am ehesten dann entspricht, wenn sie eine Formensprache redet, die der kulturgeschichtlichen Herkunft dieser Institution, die ja keine neue Erfindung ist, mehr oder weniger gerecht wird. Man kann sich eben aus diesem Grunde wohl gotische Kirchen, aber unter keinen Um­ständen ein gotisches Theater vorstellen, es sei denn, man wolle die historisch bedingte stilistisch-geschichtliche Empfindung der Besucher von vornherein abstoßen und diese damit am Ende verwirren.

Dies gilt aber nicht nur für die Baukunst. Auch in den anderen Künsten leben die vergangenen Zeitalter mit. Ihre Leistungen gehören nicht nur zum vorhan­denen Gesamt-Kulturschatz eines Volkes als eine Art kostbarer Erbmasse, sondern darüber hinaus auch zum

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»Nieder mit der kinkreisungspolitik!

knglands Faschislsnkiilirer Mollen sprach / Z0000 in Londons größter stalle

London, 17. Juli

In einer gewaltigen Massenkundgebung, wie sie die englische Hauptstadt bisher noch nicht erlebt hat, nahm Sir Oswald Mosley, der Führer der Britisch-Union- Bewegung, zu der gegenwärtigen Politik Großbritanniens Stellung. Er griff dabei die Einkreifungspolitik der Regierung scharf an und forderte unter langanhaltenden Beifallsstürmen, daß England zu einer friedlichen Regelung mit Deutschland kommen müsse.

Der überaus eindrucksvollen Demonstration wohnten etwa 30 000 Engländer bei, die die aufrüttelnden und mitreißenden Ausführungen Mosleys oft mit Beifall unterbrachen.

Scotland Pard hatte ein riesiges Polizeiaufgebot nach dem Versammlungsplatz gesandt, um allen mög­lichen Störungen durch Kommunisten vorzubeugen. Der Auf- und Abmarsch der Massen vollzog sich aber rei­bungslos. Es war überhaupt eine großartige Leistung, eine für englische Begriffe so gewaltige und kaum vorstellbare Masse auf die Beine zu bringen, da die Be­wegung gegen eine ausgesprochen feindliche Presse zu kämpfen hatte, die die bevorstehende Ver­anstaltung auch nicht mit einem Wort erwähnt hatte. Außerdem hatten die meisten Hallenbesitzer in London es nicht gewagt, der Mosley-Bewcgung für den Sonn­tag einen Versammlungsraum zur Verfügung zu stellen.

Deswegen blieb der British Union' nichts weiter übrig, als die größte Halle in ganz England zu mieten, um überhaupt eine Veranstaltung durchführen zu kön­nen. Die Gegner waren überzeugt, daß es aus diesem Grunde schon zu einer großen Pleite kommen würde. Dach schon Stunden vor Beginn war die riesige Aus­stellungshalle am Carls Court beinahe gefüllt, und als gegen 20 Uhr die Fahnen einmarschiert waren, war es nicht mehr möglich, einen Sitzplatz zu bekommen. Ueber

30 000 Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung hatten der Einladung Folge geleistet.

Eine ungeheure Spannung lag über der Masse, als Sir Oswald Mosley die Tribüne betrat. Nach einer scharfen Kritik der Presse und Propaganda Englands wandte er sich der Außenpolitik zu. Mosley setzte sich dabei nachdrücklichst für eine Verständigung mit Deutsch­land ein, die aber seiner Meinung nach nur dann erfolgen könne, wenn man die berechtigten deutschen Forderungen erfülle.

Die ängstliche Frage, die heute alle Gemüter in Eng­land bewege, sei die, ob es Krieg oder Frieden gebe. Für die Erhaltung des Friedens, den seine Bewegung in ehrlichem und gerechtem Willen anstrebe, stellte Mosley -olgendes Vierpunkte-Programm auf:

Erstens: England müsse seine Interessen in Osteuropa aufgeben. (Bei dieser Feststellung brach die Menge in einen unbeschreiblichen Jubel der Zustimmung aus.) Großbritannien, meinte Mos­ley, brauche nicht der Weltpolizist zu sein, der auf der ganzen Erde den Aufseher zu spielen habe. Ost- und Tüdosteuropa seien deutsche Einflußgebiete.

Als Punkt zwei forderte er, daß es dafür in West- europa zu einer Abrüstung kommen müsse. Mosley er­

klärte wörtlich:Sagen sie Deutschland, daß wir keine Interessen in Osteuropa haben, und daß der Alpdruck der Einkreisung von. ihm genommen sei. Dann können wir uns am Konferenztisch treffen."

Als Punkt drei forderte Mosley die Rückgabe der Mandatsgebiete an Deutschland. Warum, so meinte er. wolle Großbritannien noch seinem Besitz, der ein Drittel der Erdoberfläche ausmache, noch weitere Gebiete, die dem Lande nicht einmal gehörten, hinzufügen?

Als vierten Punkt forderte er, daß sich die britische Politik auf das eigene Imperium konzentrieren solle. Gleichzeitig solle man jeder Nation auf der Welt sagen, daß England sein Land. falls es angegriffen werden sollte, bis zum letzten Atemzüge verteidigen werde.

Eine solche Politik, io fuhr Mosley fort. die sowohl von Großbritannien als auch von Deutschland in ehr­licher und gerechter Weise geführt werden würde, würde der Welt den ersehnten Frieden geben. Mit außer­ordentlicher Schärfe wandte sich Mosley dann der in England viel gehörten Behauptung zu. Deutschland wolle die Welt beherrschen. Warum, io fragte Mosley, habe der Führer dann im letzten September seine Chance nicht ausgenutzt? Denn selbst ein Mann von Kaliber wie Winston Churchill habe zugeben müssen, daß England im letzten Herbst hilflos gewesen sei.

Als der Redner den Namen Churchill erwähnte, setzten minutenlange Mißfallenskundge­bungen ein. Entweder so fuhr Mosley fort, habe Hitler eine Chance verpaßt, oder aber Churchill ist ein ganz großer Lügner. Schließlich befaßte sich der Füh­rer der British Union mit den 60 Millionen Pfund Einkreisungsgcldern und forderte energisch, daß man diese Gelder lieber dazu verwenden solle, um dringende Mißstände im Empire abzustellen. ..

Bildungsgut, aus dem heraus und mittels dem weiter- geschafsen und fortentwickelt wird.

Das, was nun der ersten Eründungszeit des neuen Reiches den für uns so unbefriedigenden Charakterzug gab, liegt daher weniger in der Vielgestaltigkeit der damaligen künstlerischen Produktionen, als in dem er­sichtlichen Unvermögen, der neuen geschichtlichen Groß­tat einen ebenso großen kulturellen zusätzlichen Eigen­ausdruck zu geben, d. h. also außer der trotz den zum Teil hervorragenden Einzelarbeiten auch noch die Kraft zu einer Gesamtleistung zu finden, die der Würde eines so. großen Zeitalters entsprochen hätte.

Der tiefste Gründ lag damals wohl in der Tatsache, daß eine ganze Anzahl Geschichte machender Männer, ich will nicht sagen amusisch veranlagt, aber zumindest

Künstlerisch mehr oder weniger desinteressiert

waren. Dies ging soweit, daß sich die erfolgreichsten Staatsmänner, größten Feldherrn und unsterblichen Künstler dieser sonst so großen Zeit in unserem Volke z. B. meist überhaupt nicht einmal persönlich kannten. Eine eigentlich doch ebenso beschämende wie erschütternde Tatsache!

Es ist aber nun so, daß geschlossene und damit befriedigende künstlerische Leistungen nur dann entstehen können, wenn sie zutiefst aus der eine Zeit beherrschenden Gedankenwelt aufgehen.

In Epochen einer langsamen Auswirkung sieghafter politischer weltanschaulicher oder religiöser Gedanken ist es natürlich, daß sich im Laufe der Zeiten die künst­lerische Produktion von selbst schon aus Gründen der Marktfähigkeit in den Dienst der herrschenden Ideale mehr und mehr zu stellen pflegt.

In Zeiten schneller revolutionärer Entwicklungen kann eine solche Anpassung nur durch einen ordnenden und leitenden Eingriff von oben geschehen. Die Träger der politischen oder weltanschaulichen Formung der Völker müssen es versuchen, die künstlerischen Kräfte selbst auf die Gefahr schwerster Eingriffe hin im Sinne der allgemeinen weltanschaulichen Tendenzen und Erfordernisse auszurichten.

Nur so kann verhindert werden, daß sich die zurück­bleibende Kunst vom wirklichen Leben der Völker mehr und mehr trennt, und damit endlich vereinsamt.

Natürlich genügt es dann nicht, den Künsten nur mit Anregungen" zu helfen oder sie durch Verbote bzw. Anordnungen zu reglementieren! Nein: Man muß

ihnen vor allem die notwendigen Arbeitsmöglichkeiten sichern, d. h. also die der Zeit dienenden Aufträge ver­geben. Denn

die zwingendste veweiskraft liegt nun einmal in der Tat

Wenn die Steine sprechen sollen, müssen sie erst gesetzt werden. Es war aber das Tragische des hinter uns liegenden Zeitalters, daß gerade eine solche befruch­tende Leitung der Künstler unterblieb.

Wie schon betont, lag es an den in dieser Richtung nicht empfindenden damaligen Gestaltern des politischen Schicksal unseres Volkes. Des weiteren allerdings wohl auch in der mehr staatlich-konstruktiven Aufgabenstellung der damaligen Zeit und vor -allem in der mehr formellen Lösung dieser Aufgaben. Die deutsche Reichs­gründung der 70er Jahre war politisch eine gewaltige konstruktive Leistung, volklich gesehen konnte sie nur das Vorspiel sein. Die Erfüllung und Vollendung mußte von der äußeren staatlichen Prägung des Reiches hinweg den Weg zur inneren Formung des Volkes finden.

In den langen Jahren des Kampfes um die Macht hatte die nationalsozialistische Bewegung natürlich keine Gelegenheit, diese von ihr übernommene Arbeit einer organischen Volksbildung auch kulturell durch praktische Arbeit zu ergänzen. Erst mit dem Januar 1033, d. h. dem Tage der Machtübernahme, konnte es sich ent­scheiden, ob die Bewegung auch auf diesem Wege ihrer Mission gerecht wurde oder ob sie, wie das vergangene

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(vis bsutigs Lusgabs umkslli ssoüs Seiten)

Der Führer eröffnete die 3. Große Deutsche Kunst­ausstellung im Hans der Deutschen Kunst in München.

Am Tag der Deutschen Kunst zeichnete der Führer zahlreiche deutsche Künstler aus.

In schärfster Form sprach, sich in London der englische Faschistensührer Mosley gegen die Ein­kreisungspolitik aus.

Gleich am ersten Tag der englisch-japanischen Be­sprechungen in Tokio kam es zu einem Zusammen­stoß.

Englische Zeitungen zeigen sich in bezug aus die Moskauer Besprechungen äußerst pessimistisch.

Der Motorsturm 15/M 62 wurde wiederum Sieger im gestrigen Eruppenwettkamps des NSKK. Erneut -überlegene Siege von Meier und Kluge gab es im Motorradpreis von Europa.

Deutsche Schwimmer landeten einen Rckordsieg über Ungarns Auswahlmannschaft.

In Italien siegten unsere deutschen Leichtathleten überlegen im Länderkampf.

Die internationale Schweizer Tennismeisterschaft im Männerdoppel wurde von dem deutschen Paar Redl/Beuthner gewonnen.