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Meiner Zeitung
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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Begierenden Bürgermeisters der Freien ljansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblatt des Beichsstattlzalkers in Oldenburg und Bremer
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Nr. 224 / 9. Jahrgang
Mittwoch, 16. flugüst 19Z9
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kmdeutige Warnung Italiens
vis rum Äußersten an -er Seite -eutschlan-s
Scharfe Worte der italienischen presse gegen die kinkreisung / „Negime sascista":
Schluß mit dem Bluff!
(Druklbvriekt unseres Vertreters in kam)
. rcl. Rom, 16. August
Daß das Wort „Vernunft" im polnischen Sprachschatz unbekannt ist, haben die Polen in den letzten Tagen häufig genug bewiesen. Italien gegenüber konnten sie es nicht schlagender dartun als mit den Ausbrüchen in diesen Tagen, in denen sie ihrer mit Furcht gepaarten blinden Wut gegen die Ergebnisse der Salzburger Besprechungen freien Lauf lassen.
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„Popolo di Roma" schreibt dazu, die italienische Presse sei „gegenüber den polnischen Frechheiten bisher viel zu höflich" gewesen, zumal Polens Antwort auf die früheren weitherzigen Ratschläge Italiens lediglich in Beleidigungen bestanden habe. Aber nicht nur die Polen verwechseln Illusion und Realität, sondern auch die großen Demokratien, wie aus „den hysterischen Reaktionen der Kriegstreiber gegen die erneut bekräftigte deutsch-italienische Solidarität" eindeutig hervorgeht. „Messaggero" antwortet auf das demokratische Geschrei: „Möge sich keiner über die
völlige Uebereinstimmung der Standpunkte Deutschlands und Italiens täuschen, und zwar nicht nur iu der Frage Danzigs, sondern in allen Problemen, die in Salzburg eine umfassende und erschöpfende Behandlung erfahren haben". In der „Eazerta del Popolo" bezeichnet Ansaldo, der den Grafen Cia-no nach Salzburg begleitet hat, den Charakter der Berchtesgadener Besprechungen als eine „äußerste und'letzte, Auge in Auge gegebene Mahnung an alle Interessierten, die natürliche und gerechte Lösung des Danziger Problems anzunehmen und auf die Einkreisungspolitik gegen die Achsenmächte zu verzichten."
Eine Einlösung des polnischen Blankoschecks bedeute ohne Zweifel den allgemeinen Krieg. Ueber die Stellung Italiens wird kein Zweifel gelassen: „Italien steht in der Danziger Angelegenheit bis zum äußersten an der Seite Deutschlands" heißt es im „Popolo di Roma".
Im „Regime Fascista" zieht der Militär Publizist 'Llaremoris in einem Aufsatz über die Kriegswussichtsn bei einem Zusammenstoß die Schlußfolgerung: „Hie Realität Europas und der Welt wird von der Tatsache des absoluten Uebergewichts der Militärmacht Deutschlands und Italiens beherrscht."
Größtes Zinkbergwerk stillgelegt
b». Belgrad, 1K. August Das größte Blei- und Zinkbergwerk Jugoslawiens, Troptscha Mines Limited bei Kosowska Mitrowica, das sich in englischen Händen befindet, wurde gestern auf Beschluß der Londoner Generaldirektion geschlossen. Damit sind 2224 Bergarbeiter — es handelt sich durchweg um jugoslawische Staatsangehörige — brotlos geworden.
Die Belegschaft ist am S. Juni aus Protest gegen die niedrigen Löhne und gegen die Nichterfüllung sozialer Forderungen in den Streik getreten. Die Bergwerksdirektion verhandelte mit den Arbeitern einige Wochen lang, weigerte sich aber im Auftrag der Londoner Zentrale. die Löhne zu erhöhen und eine Verbesserung der sehr im argen liegenden Verhältnisse vorzunehmen. Di« Schließung des Bergwerkes ist in jugoslawischen Wirtschaftskreisen, in denen man sich über die englischen Wirtschaftsmethoden schon seit einiger Zeit eigne Gedanken gemacht hat, mit großem Befremden zur Kenntnis genommen.
Frankreich könne in einem Kriege gewiß keine größeren Anstrengungen machen, als während des Weltkrieges, wo es mit allen farbigen Hilfsvölkern insgesamt 120 Divisionen gehabt habe. Auch die 18 englischen Divisionen würden nichts an dem großen Ueber- gewicht Italiens, das allein im Frieden 75 Divisionen besitze, und Deutschlands mit seinen über 280 Divisionen ändern. Was das Mittelmeer anbetrifft, so wünsche Italien, dessen zentrale Lage ihm volle Handlungsfreiheit gewähre, den „schrecklichen englischen Seeangrisf" nur zu erleben. „Schluß deshalb mit dein Blust", heißt es abschließend, „die Achsenmächte wollen den Frieden der Gerechtigkeit und haben nicht die geringste Absicht, einen wahnwitzigen Konflikt zu provozieren. Aber sie fürchten den Krieg nicht, weil er mit ihrem sicheren Siege enden müßte."
Italiens Kronprinz inspiziert in Libyen
. rä. Rom, 16. August.
Der italienische Kronprinz hat sich Montag früh im Flugzeug Balbos, das von dem Marschall selbst gesteuert wurde, nach Libyen begeben, um in seiner Eigenschaft als Inspekteur der italienischen Infanterie die in den Provinzen Tripolis und Jsurata stehenden Truppen der libyschen Armeekorps zu besichtigen.
Am Montag wurde eine große Alarm- und Einsatzübung der Truppen, verbunden mit ausgedehnten Luft- schutzübungen in Tripolis, durchgeführt. Während
mehrere Luftangriffe auf Tripolis stattfanden, begann um 18 Uhr die Versammlung der Truppen auf ihren Alarmstationen. Starke motorisierte Verbände unternahmen im Beisein des Kronprinzen und Marschall Balbos Marschübungen in Richtung auf die libysche Grenze.
Vielsagendes Lelegramm Zwelkowilschs
Jntensiv?-r»»M der Zusammenarbeit
rcl. Rom, 16. August
. Der jugoslawische Ministerpräsident Zwetkowitsch, der in diesen Tagen einer Einladung des Staatssekretärs im Korporationsministerium. Cianetti, Folge leistend, die sozialen Fürsorgeeinrichtungen und Dopolavoro- Organisationen in Trieft besichtigte, hat beim Verlassen des italienischen Bodens- ein Telegramm an Mussolini gerichtet, in dem er seine Bewunderung über „die gewaltigen Anstrengungen" ausspricht, die Italien zur Erreichung einer „vollständigen sozialen Gerechtigkeit" unternommen hat.
Das Telegramm des jugoslawischen Ministerpräsi denten gewinnt aber im gegenwärtigen Augenblick internationaler Spannungen und verzweifelter Versuche der Demokratien, die unerschütterliche Festigkeit der Achse zu bezweifeln und zu erschüttern, durch die Be- krästigung der italienisch-jugoslawischen Freundschaft eine aktuelle politische Bedeutung. Wenn Zwetkowitsch von den „aufrichtigen Gefühlen und dem Willen des jugoslawischen Volkes" spricht, die „freundschaftlichen Beziehungen zum Zwecke einer Jutensivierung der gegenseitigen Zusammenarbeit immer mehr zu vertiefen und zu verstärken", so wird dieses klare Freundschaftsbekenntnis zu Italien und damit zu den Mächten der Achse in den Demokratien gerade jetzt als eine deutliche Absage an alle kriegshetzerischen Pläne gegen die Achsenmächte in Südosteuropa wohl verstanden werden, um so mehr als es unmittelbar aus die Salzburger Besprechungen des italienischen Außenministers folgt.
kmbeMtzung »stastens gefordert
Sie Moskauer Verkandlungen — Sie Maske fiel — krlegsfpnfaren der „prawda'
(Orsktbericbt unseres bonckonsr Vertreters)
London, 16. August.
Am dritten Tage der Moskauer Generalstabsbesprechungen haben die Sowjets, übereinstimmenden Informationen zufolge, die Katze aus dem Sack gelassen und eine Ausdehnung der Abmachungsbasis auf den Fernen Osten verlangt. Es handelt sich, so wird in Londoner diplomatischen Kreisen erklärt, um eine Erweiterung des Themas über die Grenzen dessen hinaus, was bei Entsendung der Militärdelegation vorgesehen war.
Neue Instruktionen und größerer Verhandlungsspielraum für die Delegierten seien daher nötig. „An wohl- informierter Stelle" rechnet man mit beschleunigter Absenkung der gewünschten Instruktionen, um Verhandlungen auch auf der neuen Linie zu ermöglichen. Konkret gesehen handelt es sich, wie „Daily Telegraph" zugibt, um eine Erörterung der Haltung, die England und Frankreich im Falle eines Kriegsausbruches zwischen der Sowjetunion und Japan einnehmen würden.
Die „Times" zitiert etwas betroffen aus der „Prawda" Betrachtungen, die offensichtlich dazu bestimmt seien, die russische Oeffentlichkeit für einen neuen Krieg
vorzubereiten. „Der Krieg der Sowjetunion gegen den Faschismus wird der gerechteste und gesetzlichste aller Kriege der Menschheit sein . . . Die besten Mittel der Verteidigung bestehen in einer heftigen Offensive zur vollkommenen Vernichtung des Gegners in seinem eigenen Gebiet . . ."
England gibt, wenn es auf diese gegen Japan gerichteten Vorschläge zu der gleichen Zeit eingeht, wo es in Tokio Verständigungsbereitschaft vortäuscht, einen geradezu klassischen Beweis seiner doppelgleisigen Politik. Gleichzeitig scheint sich ein Wandel in der Haltung gegenüber Tokio vollzogen zu haben. Die dort verheißene Bereitschaft zu Verhandlungen auch über die chinesischen Wirtschafts- und Währungsfragen wird in London teilweise schon wieder in Abrede gestellt oder mindestens abzuschwächen versucht. Statt dessen werden große Erwartungen auf die französisch-englischen Militär- gespräche in Singapore gelegt, die mit dem Eintreffen des französischen Eeneralgouverneurs von Jndochina in Singapore eröffnet werden sollen. Der französische Abgesandte wird die Verteidigungsanlagen inspizieren und mit dem Leiter der britischen Fernoftstreitkräfte verhandeln.
Me Ischertzen sotten für Polen könipfen
Neue unerhörte Lerror-Metfioden im 0lsa-6ebiet — erbarmungslos geprügelt und über die vrenze gejagt
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(Orabtbsriebt nnssrss kragsr Vertreters)
rä. Prag, 16. August.
Der Terror der Polen im Olsagebiet hat den größten Teil der tschechischen Bevölkerung aus dem Lande gedrängt. Was noch übrig blieb, wird seit einigen Tagen nun neuen Drangsälierungen unterzogen. So fordert man die Männer tschechischer Nationalität auf, vor den Behörden zu erscheinen und erklärt ihnen dann, daß es ihre Pflicht sei, in dem „bevorstehenden Feldzug gegen Deutschland" auf polnischer Seite mitzukämpfen. Unter Drohungen wird von ihnen verlangt, in einen bewaffneten Verband einzutreten und sich einer militärischen Ausbildung zu unterwerfen.
Lehnt ein Tscheche ab. sich als Kanonenfutter mißbrauchen zu lasten, so wird er wegen angeblicher Sabotage endlosen Verhören unterzogen, unbarmherzig geprügelt und schließlich ausgewiesen. Sein gesamtes Eigentum hält man dabei skrupellos zurück.
Schließung deutscher Betriebe
Thorn, 16. August.
In den letzten Tagen wurde wieder eine Anzahl deutscher Betriebe geschlossen oder mindestens beschränkt. Dem Volksdeutschen Gastwirt Otto Kwiatkowski in Ostburg bei Argenau, sowie dem Gastwirt Max Stein- barth in Schöngrund wurde die Konzession - zum Aus
schau! alkoholischer Getränke entzogen. Durch Entscheid des Starosten von Schubin wurde die Bäckerei des Volksdeutschen Leopold Tempi aus Mieczkowo. Kreis Schubin. geschlossen. Als Grund für die Schließung wurde, wie in zahlreichen anderen Fällen, angegeben, daß die Bäckerei nicht den sanitären Anforderungen entspräche. Am 31., Juli wurde die Deutsche Molkereigenossenschaft in Rogo, Kreis Thorn, geschlossen. Als Grund wurde angeführt, daß das Wasser für Molkereizwecke unbrauchbar sei. Man hat immerhin mehrere Jahre gebraucht, um dies festzustellen. Ebenso wurde die deutsche Privatmolkerei in F-ordon von den Behörden geschlossen. Die Schließung wurde durch Anschlag überall bekanntgegeben. Für den Fall, daß der Anordnung nicht unbedingt und sofort Folge geleistet würde, ist eine Strafe von 2000 Zloty angedroht worden.
Die Verhaftungen von Volksdeutschen nehmen in letzter Zeit immer größeren Umfang an. So wurden in der Nacht zum Sonntag in Kulm zwölf bekannte Volksdeutsche, darunter der Leiter der Deutschen Volksbank, Büttner, verhaftet.
polnische Zollinspektoren entlarvt
Danzig, 16. August
Die Danziger politische Polizei hat die beiden polnischen Zollinspektoren Wladislaw Slowikowski und Ro
man Gulakowski festgenommen, die aus dem Wasserwege mit Hilfe eines polnischen Zollbootes Flugblätter aus Polen nach Danzig gebracht haben. In diesen Flugblättern wird in deutscher Sprache gegen den Danziger Gauleiter Albert Förster gehetzt. Das Flugblatt ist eine einzige Schmährede. Unterzeichnet sind die Flugblätter von einem sogenannten „Exekutiv-Ausschuß der Dan ziger Freiheitsfront".
Mehrere hundert FluÄllätter sind im Laufe der letzten Tage durch die Post an die einzelnen Haushaltungen in Danzig versandt worden. Doch schon vor ihrem ersten Erscheinen in Danzig wußte die polnische Presse von vielen Blättern und der sogenannten Freiheitsfront zu berichten. Sie verbuchte den Eindruck zu erwecken, als >eien diese Hetzflugblätter in Danzig selbst hergestellt worden und als gäbe es auf dem Gebiet der Freien Stadt tatsächlich ein« Vereinigung, die den Anschluß Danzigs an das Reich verhindern wolle. Das neue polnische Manöver war aber zu durchsichtig und zu plump. Nach eingehenden Ermittlungen der politischen Polizei wurde nunmehr eindeutig festgestellt, daß die Blätter in Polen gedruckt worden sind. Die beiden ver hafteten polnischen Zollinspektoren, die. in Danzig statio. niert waren, befinden sich im Poltzeigefängnis. Fest genommep wurde auch der Bootsfllhrer Alksander Gorny des polnischen Zollbootes, mit dem die Flug blätter nach Danzig gebracht wurden.
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Danzig ^eit je eine deutsche Stadt
Als in Versailles das Machwerk zusammengebaut wurde, das dann als sogenannter „Friedensvertrag" Deutschland aufgezwungen wurde, besorgte den gänzlich umorientierten Ententegewaltigen der Führer der polnischen National-Demokraten, Roman Dmowski, die geschichtlichen, wirtschaftlichen und völkischen Unterlagen für die ostdeutschen Provinzen, auf die Polen Anspruch erhob. Natürlich war nach Dmowski alles Land östlich der Oder „heilige urpolnische Erde" und Danzig eine der polnischsten Städte, die es überhaupt auf der Welt gab. Aber selbst einem Wilson erschien das gelieferte Zahlen- und Kartenmateriwl stark gefärbt. Die Forderungen Polens wurden etwas reduziert, wenn auch Polen immer noch durch Posen und den Korridor reichlich mit deutschen Gebieten bedacht wurde. Trotz der Proteste Dmowfkis und seines Genossen, des polnischen Pianisten Paderewski, konnten Südostpreutzen, Teile der Weichselniederung und Oberschlesien über ihre weitere Staatszugehörigkeit abstimmen, was auch prompt den Polen die befürchtete Blamage einbrachte. Für Danzig aber wurde auf Betreiben Lioyd Georges ein besonderes Statut ausgearbeitet, das diese deutsche Stadt zu einem Teil selbständig, zu einem Teil abhängig von Polen machte und zum letzten Teil unter die Fuchtel des famosen Völkerbundes (lies hier: Englands) brachte. England glaubte so auf leichte Weise in der Ostsee und damit für gang Osteuropa einen guten Stützpunkt zu gewinnen, ähnlich wie dies für das britische Imperium Malta und Gibraltar im Mittelmeer sind.
Die polnische Delegation in Versailles war mit dieser Lösung recht unzufrieden. Dmowski erklärte offen, daß die Erwerbungen aus dem Besitzstand des Deutschen Reiches „nur ein Handgeld auf ein größeres Polen" bedeuten könnten. Und seit 1919 bis heute ist auch trotz des späteren Freundschaftsabkommens mit dem national- sozialistische'n Deutschen Reich immer wieder von den Polen das Verlangen nach weiteren deutschen Gauen zum Ausdruck gebracht worden. Dabei wurde Danzig immer als das erste Ziel einer Annektier: bezeichnet. „Die erste Etappe auf diesem Marsch (gegen den deutschen Erbfeind) wird die Besetzung von Danzig sein" — erklärte erst kürzlich, Marschall Rydz-Smigly, der Eeneralinspektor der gesamten polnischen Wehrmacht.
Ein vernünftig denkender Mensch kann hier nicht mehr mitkommen. Denn Danzig ist ja eine rein deutsche Stadt. Selbst die Versailler Botschafterkonserenz, der man weiß Gott nicht viel Liebe und Aufrichtigkeit Deutschland gegenüber zusprechen kann, hat am 16. Juni 1919 der deutschen Delegation auf ihre Gegenvorschläge zu den „Friedensbedingungen in bezug auf Danzig" unter anderem die Antwort erteilen müssen: „Die Danziger Bevölkerung ist der großen Mehrzahl nach deutsch und ist das seit langer Zeit gewesen". Und da auch die Wahlen zum Danziger Senat immer wieder den rein deutschen Charakter der Stadt bewiesen, jede Volkszählung außerdem nie mehr als höchstens 3 Prozent Polen in Danzig aufdeckte, versteifen sich die Polen auf „geschichtliche Tatsachen". Danzig wäre demnach immer ein Bestandteil des polnischen Staates gewesen und nur zeitweilig „von den räuberischen Teutschen dem heiligen Mutterleib Polens entrissen worden" — einmal als der Teutsche Ritterorden Danzig besetzt hielt (von 1309 bis 1466), das anderemal, als durch die zweite Teilung Polens Danzig zu Preußen gehörte (1793 bis 1919). Es verlohnt sich wirklich, einmal ganz objektiv diesen polnischen Gerichtsbericht zu beleuchten.
Bor 1309 hätte also Danzig zu Polen gehört — ist die erste Behauptung. Wirklich — wir finden drei Daten, die dies bekräftigen sollen. Um die Jahr- tausendwende stößt Voleslaw Chrobry (992 bis 1025), der erste polnische König, an die Weichselmündung vor
..»IM»..
Unser Isgssrpisgsl
(Unsers ksntigs Ausgabe nwkakt 12 Seiten)
Bei den Moskauer Verhandlungen fordert Rußland die Einbeziehung Ostasiens.
In beispielloser Kriegshetze ergeht sich der „Petit Parisien".
Die italienische Presse erteilt Polen eindeutige Warnungen.
Himmelschreiende Terrormethoden wenden dir Polen gegen die Tschechen im Olsagebiet an.
In Danzig wurden zwei polnische Zollinspektoren beim Schmuggeln von Hetzausrufen ertappt.
Seit 1837 sind in Deutschland bereits 78 888 Rückwanderer aus dem Auslande eingetroffen.
Aus Einladung Dr. Leys werde» 23 888 deutsch« Arbeiter an dem Reichsparteitag des Friedens teilnehmen.
2n der Nordsee wurde ein deutscher Fischdampfe, von einem Engländer gerammt und versank.
Für den diesjährigen Rcichsparteitag hat die Bremer SA. eine Nachbildung des Rotesand- Leuchtturms von 15 Meter Höhe errichten lassen. Nach einer Verordnung des Reichsarbeitsministers kann auch im Altreich das Verwundeten-Abzeichen wieder verliehen werden.