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Meiner Muno
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Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches Nerkündungsblatt des Beichsstattkalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 21? / S. Zalirgang
Mittwoch, S. flugust 1SZS
kinzelpreis 13 Npf.
Polens Kamm schwillt weiter
das krgebnis der britischen flusputschung
«offengebliebene Nechnungentt" / Unverschämte Forderungen / Vie alte Lüge von
zwei Millionen Polen in Deutschland
Warschau, 9. August.
Im Zusammenhang Mit der Rede, die Marschall Rydz-Smigly am Sonntag in Krakau gehalten hat, begründet „Ilustrowany Kurjer Codzieny" (Illustrierter Krakauer Kurier) erneut in unverschämter Weise Polens imperialistische Ziele in Deutschland. In zynischen Worten erklärt das Blatt, man müsse sich von der falschen Einstellung frei machen, die dazu führt, dah alle Nationen seit Jahren der Ansicht sind, datz man Deutschland fortwährend etwas „opfern" (!) müsse.
Europa könne nicht damit einworstanden sein, daß es Deutschland gegenüber die Rolle des Räubers spiele» die dem Beraubten andauernd etwas abgeben müsse. Das polnische Schmutzblatt wagt dann eine geradezu groteske Verdrehung der Wahrheit, indem es behauptet, die Wirklichkeit sei anders. Deutschland sei der Räuber, „dem vor 2V Jahren ein großer Raub mißlungen ist", wobei es ganz vergißt, wie Polen durch Raub deutscher und anderer Gebiete züstandegekommen ist. Bei dieser Gelegenheit hätten damals die Ueberfallenen dem Räuber die Knochen gebrochen, ihm aber „edelmütig die Genesung" (lies Versailles) ermöglicht. Sollen sie heute noch dem gefährlichen Rekonvaleszenten eine Abfindung geben?
Das Blatt beschäftigt sich dann mit den „Kriegszielen" Polens: Wenigstens ein Frieden für Sll Jahre und die Sicherstellung eines geographischen Rahmens für den polnischen Staat. General Sosnkowski habe Polen und der Welt vor Äugen geführt, daß der Ver- sailler Vertrag, der nachi der Niederwerfung Deutschlands abgeschlossen wurde, keineswegs Grenzen geschaffen hat, die sich mit der nationalen Gerechtigkeit und den Bedürfnissen der polnischen Nation decken.
Ursprünglich polnische Gebiete seien autzerhalb des geopolitischen Rahmens des polnischen Staates geblieben, heißt es weiter, wobei die plumpe Lüge von angeblich „zwei Millionen Polen unter deutscher Herrschaft" aufgewärmt wird. Das Blatt gibt dann zu, daß die Eroberung Danzigs durch Polen von jeher zu den Zielen der polnischen Politik gehört hat, indem es von der jetzigen „halben Erledigung der Danziger Frage" spricht. Auch die Forderung nach Ostpreußen fehlt nicht; denn weiter heißt es, die für Polen negative Erledigung der Frage Ostpreußens in Versailles habe dazu geführt, datz Deutschland' schon ein Jahr später Europa mit der Frage irgendeines Korridors zu beunruhigen begann. Das Hetzblatt schließt seine aufschlußreichen Ausführungen mit einem deutlichen Hinweis auf „Polens offengebliebene Rechnungen".
* Die „Lorbeeren" seines Bruüerblat.tes „C z a s" ließen den „Krakauer Illustrierten Kurier" anscheinend nicht schlafen. Hatte der „Czas" mit einem Bombardement Danzigs gedroht, so ergeht sich der „Krakauer Illustrierte Kurier" im Rahmen der systematisch in Polen auf die Spitze getriebenen Kriegshetze in Forderungen unverschämtester Art nach deutschen Reichsgebieten. In zwei Dingen allerdings wollen wir den Ausführungen des polnischen Blattes zustimmen, wenn sie auch nicht so gemeint sind, wie wir sie lesen: In der Tat wäre es Zeit, daß Polen und feine ihm den Rücken stärkenden Beschützer sich von der falschen Einstellung frei machten, als ob man Deutschland etwas „opfern" solle. Keine Rede davon. Deutschland heischt kein Opfer, sondern sein Recht; und die Rolle des Räubers liegt nicht bei Deutschland,
sondern bei den Machern und Nutznießern von Bersailles, zu welch letzteren allerdings in erster Linie Polen gehört, dasselbe Polen, das in Wahrheit seine Befreiung vorn zaristischen Joche Deutschland zu verdanken hat.
Daß Polen in seiner Habgier und weit entfernt, Deutschland dankbar zu sein, aus des deutschen Reickes Leib Gebiete riß, um die heute der ganze europäische Streit entbrannt ist, das stempelt Polen vor den Augen jedes rechtlich denkenden Menschen zum Räuber und Banditen. Und darum, sagen wir, hat auch das polnische Schmutzblatt, trotz seiner geradezu grotesken Perdrehung aller Tatsachen, zum zweiten Male recht, wenn es von offengebliebenen Rechnungen spricht. Nur sollte es dabei mäzt vergessen, daß von Deutschland und nicht von Polen Rechnungen zu p r äsentieren sind. Es ist eine Unverschämtheit sondergleichen, ein polnisches Recht auf Ostpreußen zu proklamieren, wo aller Welt bekannt ist, dah Ostpreußen ein durch und durch und seit Jahrhunderten her urdeutsches Land ist. Und esast des weiteren eine Unverschämt
heit, heute noch die Lüge, daß angeblich zwei Millionen Polen unter deutscher Herrschaft leben, aufrechtzuerhalten. Wo sollen denn die zwei Millionen Polen in Deutschland sein? Etwa im deutschen Danzig oder im ebenso deutschen Ostpreußen? Es ist Wahnsinn, allerdings methodischer Wahnsinn, womit heute Polen hausieren geht.
Daß man in Polen längst schon Sinn und Verstand für politischen Anstand verloren hat, haben wir schon erkannt. Daß sich die Polen aber Nicht einbilden dürfen, ihren hemmungslosen Chauvinismus, ihre plumpen Lügen und ihre Beleidigungen Deutschlands, Hand in Hand gehend mit der Mißhandlung und mit der wirtschaftlichen Vernichtung alles Deutschen in Polen, in Ewigkeit fortsetzen zu können, das sei ihnen auch heute wieder gesagt. England aber soll sich sagen lassen, daß die unerhört freche Haltung des polnischen Eernegroßes nur durch die britische Aufputschung Polens möglich wurde und daß es Englands Schuld ist, wenn die polnische Habsucht und die polnische Frechheit jetzt schon alle Grenzen überflutet. Es mag Polens Sache sein, in der Hoffnung auf englische Hilfe sich in eine Lage hineintreiben zu lassen, die ihm zuletzt das- sichere Verderben bringt. (Der strafenden Hand der Geschichte wird Polens Großmannssucht nicht entgehen.) Mit der V e ra n two r t u-n g aber, Polen in das Verderben gezerrt zu haben, wird im Buche der Geschichte England einmal schwer belastet sein. ü.
llanziger Warnung an Warschau
flndauernder Zustand ti>gliä,er Kriegserklärungen unerträglich!
Danzig, 9. August.
Der „Danziger Vorposten" besaßt sich mit den Auslassungen des „Czas" und schreibt, seit Wochen werden alltäglich kriegerische Drohungen gegen Danzig ausgesprochen, so datz die hellhörige Danziger Bevölkerung sich angesichts der dauernden Ankündigungen trotz ihrer völlig gesunden Nerven durch den vorerst papiernen Kanonendonner des polnischen Kriegsalarms jeden Tag bei Ausstehen am Morgen aufs neue mit der Frage beschäftigen mutz, ob die kriegslüsterne polnische Soldateska nicht über Nacht den Üeberfall aus Danzig gewagt hat.
Dieser andauernde Zustand der täglichen Kriegserklärungen — und als solche müssen die Auslegungen des „Czas" gewertet werden — ist für uns Danziger unerträglich und kann auf ksinen Fall länger von Danzig hingenommen werden.
Wir haben Geduld und Großmut genug aufgebracht und bisher so getan, als ob wir die polnischen Kriegsdrohungen nicht hörten. Man kann aber nicht verlangen, dah wir den Mund verschließen, wenn eine ernst zu nehmende Warschauer Zeitung im Anschluß an eine Rede des polnischen Armecgenerals ankündigt, Danzig soll beschossen.werden. Wir haben die unverschämten polnischen Redensarten bisher nur als Eroß- mäuligkeit und Größenwahn bezeichnet, wir haben inzwischen aber feststellen müssen, daß die in der ganzen polnischen Öffentlichkeit anzutreffende Eroberungslust und der Eifer, das Reich und Danzig in der unflätigsten
Weise zu beschimpfen, eine direkte Gefahr für den europäischen Frieden darstellen. Wir halten es für unsere Pflicht, in diesem Augenblick der polnischen Kriegsdrohung nicht nur eine ernste Warnung auszusprech'en, sondern auch die ganze Welt darauf hinzuweisen, daß von polnischer Seite hier nachweislich bewußt und überlegt alltäglich der Zündstoff an ein Pulverfaß gelegt wird, das jederzeit explodieren könnte.
Die unverschämte polnische Sprache und die Drohung mit polnischen Geschützen gegen Danzig kann nur eine klare Antwort finden: Danzig hat sich — nachdem die militärische Eroberung der deutschen Stadt an der Weichselmündung von polnischen Politikern und Generälen prophezeit wurde — für eine Verteidigung eingerichtet. Noch niemals in der ruhmvollen und kricgs- erinnerungsreichen Geschichte der Hansestadt hat ein polnischer Soldat den Boden Danzigs betreten. Selbst als ein polnischer König, Stefan Batorq, mit seinem Heer Danzig besetzen wollte, blieb er als Geschlagener vor den Toren. Dieses geschichtliche Ereignis soll dem kriegslüsternen polnischen Volk zu denken geben. Danzig hat sich nicht nur aus eigener Kraft für die militärische Verteidigung eingerichtet, sondern weih sich im Schutz des starken Er^hdeutschen Reiches und der cinsatzsiihigcn deutschen Wehrmacht. Der polnische Kriegsalarm dars in Zukunft nicht ungestraft zum Tagesprogramm der europäischen Politik gehören. Die Danziger haben es satt, in dauernder Bedrohung zu leben; sie wollen die Augen einer großen Öffentlichkeit aus das wahnsinnige Kriegsspiel lenken, das Warschau seit Wochen in Szene gesetzt hat. (Siehe auch Seite 2)
llr. öoebbels und Vr. Meirich in Venedig
Nauschenver kmpfang der Lagunenstadt für die beiden Mitarbeiter des füstrers
Venedig, 9. August.
Am Dienstag trafen Reichsminister Dr. Goebbels und Frau und Reichspresseches Dr. Dietrich mit ihrem Gefolge in Venedig ein. Darunter befanden sich mehrere namhafte Vertreter der deutschen Presse. Die Lagunenstadt bereitete den hohen Ehrengästen einen triumphalen Empfang. Hoch und niedrig, alt und jung, die faschistische Partei, die Belegschaften der Fabriken, die Bauern der Umgebung feierten die Abgesandten des Führers.
Unter den Klängen der deutschen Nationalhymnen fuhr der Zug in die festlich geschmückte Bahnhofshalle ein. Dr. Goebbels, Frau Goebbels und Dr. Dietrich wurden vor ihrem Sonderwägen mit größter Herzlichkeit von dem italienischen Minister für, Propaganda und Presse. Alfieri. und seiner Gattin willkommen geheißen. Zum Empfang der beiden Mitarbeiter Adols Hitlers waren außerdem die engsten Mitarbeiter Minister Alfieris, ferner der Präfekt der Provinz Venedig. Orazi, der gleichzeitig Generaldirektor für das italienische Filmwesen ist. außerdem der Bürgermeister der Lagunenstadt sowie Graf Volpi, der Präsident der Internationalen Filmkunst, dazu die Vertreter der Mi
litär- und Zivilbehörden und der faschistischen Partei erschienen. Von deutscher Seite waren Delegativnsrat Dr, Dankworth aus Trieft, Konsul Hübner, Venedig, und der Ortsgruppcnleiter der NSDAP. Kahrs anwesend.
Die Leiden Reichsleiter schritten mit Minister Alfieri die Ehrencinhcit der Schwarzhemden ab, um sich dann durch ein Spalker von Jungjaschisten, vorüber au den Deutschen von Venedig auf den Platz an dem Bahnhof zu begeben. Hier hatten die Venediger Gliederungen der faschistischen Partei mit ihren Standarten und Abordnungen sämtlicher Waffengattungen des Heeres Aufstellung genommen.
Dr. Goebbels und Dr. Dietrich fuhren dann mit Minister Alfieri in einer Gondel, gefolgt von einer Gondel mit den Mitgliedern der deutschen Delegation durch den Kanal Grande. Alle Häuser standen in festlichem Schmuck der Flaggen des Reiches und Italiens. Aus den Fenstern der prächtigen Renaissance-Villen waren bunte Schmuckteppiche mit den Wappen der veniziani- schen Adelsgeschlechtei ausgebreitet. An den Ufern des Kanals Grande standen die Menschenmassen und jubelten den vorüberfahrenden deutschen Gästen zu. Alle Fenster waren mit einer jubelnden Menschenmenge dicht
besetzt. Auf den Plätzen hatten sich Gruppen von Landsleuten' in ihren vielfarbigen Trachten ausgestellt, die ebenso wie die Kinder mit Hakenkreuzfähnchen grüßten. An den Zug der Gondeln schlössen sich einige der großen altvenizianischen Prachtgondeln an mit der Besatzung von Kondolieren in der eigenartigen farbenfrohen Tracht, die nur bei den großen Festen auf dem Kanal Grande vorhanden sind.
In schneller Fahrt ging es bis zum Königsplatz an der Piazetta. Als sich der Zug der Gondeln näherte, wurden von Torpedobooten Salutschüsse abgefeuert. Die deutschen Staatsmänner wurden vom Volkskulturminister Alfieri zum Königspalast geleitet, von dem sie im Motorboot die Fahrt nach dem Lido fortsetzten.
Der überaus herzliche Empfang des Rcichspropaganda- ministcrs und des Reichspressechefs durch die Bevölkerung von Venedig wird von der römischen Abendpresse durch ausführlich bebilderte Sonderberichte stark unterstrichen. Uebereinstimmend betont man, daß man die zusammen mit dem Minister für Volkskultur Alfieri in Wien und München behandelten Argumente vertiefen werde, um auch aus kulturellem Gebiet eine immer engere Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Völkern der Achse zu gewährleisten, '
Die englische Agitation arbeitet mit allen Mitteln, um das Ziel der Einkreisungspolitik trotz aller politischen Schwierigkeiten in Moskau, Tokio, Warschau und Ankara doch nöchzu erreichen, und zwar nicht zuletzt auf dem Gebiet der Wirtschaft als dem nächst der Politik im „Weißen Krieg" wichtigsten Kampffeld. Wenn dabei selbst amtliche englische Stellen vor, gelinde gesagt, unverschämten Verdrehungen der Wahrheit nicht zurückschrecken, dann darf man sich nicht wundern, wenn Deutschland solche Methoden rücksichtslos an den Pranger stellt, wie es Staatssekretär Landfried kürzlich mit den Behauptungen des Staatssekretärs des englischen Ueberseehandelsamtes Hudson getan hat.
Herr Hudson hatte in mehreren Reden in den baltischen Staaten Ansang Juni mit falschen Zahlen- angaben die Behauptung von einem riesigen deutschen Dumpingexport ausgestellt, der eine Gefahr für den gesamten Welthandel bedeute, und er hatte weiter die gehässige Lüge verbreitet, daß die Qualität der deutschen Waren zu wünschen übriglasse.
, Er hat, wie gesagt, von Staatssekretär Landfried die entsprechende Abfertigung erhalten. Allzu lächerlich sind die Behauptungen über ein deutsches Dumping und über die „schlechte Qualität" der deutschen Waren als daß man sich noch einmal damit befassen sollte. Wohl aber muß man sich fragen, welches denn die eigentlichen Gründe für die „Märchen" des Herrn Hudson waren. Das bedingt, datz man zunächst einmal die Entwicklung der deutschen Ausfuhr betrachtet. Kein Mensch kann von einem bedrohlichen Umfang des deutschen Exports sprechen, wenn die deutsche Ausfuhr 1938 (ohne den Handel mit dem ehemaligen Oesterreich) mit 5257 Mill. RM. noch erheblich unter dem des Jahres 1982 (5739 Mill. RM.) liegt und nur um knapp 8 v. H. über der des Jahres 1933 (4871 Mill. RM.). Eher könnte man den Spieß umdrehen, denn die englische Ausfuhr liegt 1938 um nicht weniger als 28 v. H. über der Ausfuhr von 1933. Auch der Anteil der deutschen Ausfuhr an der Weltausfuhr mit 19,1 v. H. im Jahre 1938 gegen 10,2 v. H. im Jahre 1933, 12,4 im Jahre 1931 und 13,1 im Jahre 1913 zeigt recht deutlich, daß die deutsche Ausfuhr eher etwas hinter der Entwicklung der Weltausfuhr zurückbleibt als umgekehrt und ihre frühere Position noch keineswegs wieder erreichen konnte.
Wieso also diese deutsche Ausfuhr den gesamten Welthandel bedrohen soll, bleibt Herrn Hudsons Geheimnis, zumal ihr ja eine entsprechende deutsche Einfuhr gegenübersteht, die 1938 mit 5449 Mill. RM. sogar größer war als die Ausfuhr. Deren tatsächliche Entwicklung kann also nicht der wirkliche Grund für die englische Hetze gegen den deutschen Export sein. Und in der Tat ist dieser Grund auch nicht bei Deutschland zu suchen, sondern in der englischen Entwicklung selbst. Das heißt nicht etwa in der Entwicklung der englischen Ausfuhr — diese ist ja sogar noch etwas günstiger als die deutsche —, wohl aber in der Entwicklung der gesamten englischen Leistungsbilanz.
Der englische Außenhandel war ja von jeher passiv. Er wurde aber früher durch Einkünfte aus der Schifffahrt, aus langfristigen Kapitalanlagen im Ausland, aus Provisionen und sonstigen Quellen mehr als ausgeglichen, so daß die englische Zahlungsbilanz stets einen beträchtlichen lleberschuß auswies. 1913 beispielsweise war die Bilanz des englischen Warenhandels (Ausfuhr 525 Will. Pfd., Einfuhr 659 Mill. Pfd.) mit 134 Mill. Pfd. unter Miteinbeziehung des Silberhandels mit 132 Mill. Pfund, passiv. Dazu kamen 12 Mill. Pfd. Regierungszahlungen als weiterer Passivposten der Zahlungsbilanz, insgesamt also 144 Mill. Pfund. Dem standen aber gegenüber 94 Mill. Pfund Einnahmen aus der Schiffahrt, 210 Mill. Pfund aus langfristigen Kapitalanlagen, 25 Mill. Pfd. aus Provisionen usw. und 10 Mill. Pfund aus sonstigen Quellen, insgesamt also 339 Mill. Pfd. Die Aktivposten der Zahlungsbilanz waren damit um 195 Mill. Pfd. größer als die
Unser Tssessmenel
(Ilossrs ksutigs Ausgabe nmksllt 14 Leiten)
Die Folgen der britischen Aufputschung zeigen sich in erneuten unverschämten Forderungen polnischer Chauvinisten.
In scharfer Form wendet sich der „Danziger Vorposten" gegen die Großmannssucht der polnischen Zeitung „Czas".
In Danzig wurde ein polnischer Zollinspektor wegen Beleidigung des Führers abgeurteilt.
Ein jubelnder Empfang wurde Dr. Goebbels und Dr. Dietrich in Venedig zuteil.
Durch ein dreistes Gangsterstück raubten in Paris Banditen über eine Million Franken.
Die Windhose über dem Riesengebirge hat ungeheuren Schaden angerichtet.
Dr. Lcy kündigt den Bau einer Reichsschule für Feierabendgestaltung in der Vottswagenstadt Fallersleben an.
Für die Wehrmannschaften der SA. sind jetzt die neuen Uniformen festgelegt.
Der Bremer Nürnberg-Sonderzug fährt am 6. September, 13.50 Uhr, ab Hauptbahnhof.
Auf der Durchreise nach Salzburg kamen britische Militärsportler durch Bremen.
Ein Lürssen-Boot fuhr auf der Weser eine Weltbestleistung für Diesel-Motorboote mit 68,13 Stundenkilometer.
Oberleutnant Lemp wurde Eesamtsieger im Modernen Fünfkampf.