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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt ürs Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmMches VerkünSungsblatt des Neichsstattl,alters in Oldenburg und Vremen
Nr. Z0g / S. ZaHrgang
Dienstag, Z1. Oktober'1SZS
kinzelpreis 15 Npf.
Her Völkermord - die letzte ludemtzame
kin aufschlußreiches vriefdokument
knglands Schuld am Pranger
tschechische kmigranten und luden die wittMrigen Helfer knglands
Nationalirisches Wochenblatt geißelt die liinterliiiltige Politik öroßbritanniens
Berlin, 31. Oktober.
Die englisch« Presse hat in den letzten Wochen mit grobem Stimmaufwand immer wieder die Behauptung aufgestellt, daß im Protektorat Böhmen und Mähren eine revolutionäre Bewegung gegen Deutschland im Gange sei. Es sollten dort angeblich, Terrorakte aller Art, Attentate und Brückcnsprengun- gen vorgekommen fein, ja es hieß, daß sich schon regelrechte tschechische Armeen gebildet hätten, deren Bekämpfung die Anwesenheit von einer Million deutscher Soldaten und mehr notwendig mache, die auf diese Weise von der Front abgezogen werden müßten.
Durch neutrale Augenzeugen, vor allem Auslandsjournalisten, denen man Reisen kreuz und quer durch Böhmen und Mähren ermöglichte, wurde der Beweis geführt, daß alle diese Behauptungen aus freier Erfindung beruhen und daß die Lage im Protektorat ruhig uiid konsolidiert ist. Das tschechische Volk geht seiner Arbeit nach in dem Bewußtsein, daß seine Regierung durch den Abschluß eines Staats- vertrgges mit Deutschland richtiger handelte als die einstige polnische Regierung, die sich von englischen Kriegshetzern in einen hoffnungslosen Kamps gegen Deutschland vorschicken ließ. Der politische Sachkenner konnte aus den englischen Falschmeldungen über die Lage im Protektorat unschwer entnehmen, daß der englische Wunsch der Vater der lügnerischen Nachrichten war. Und es gehört gar nicht so viel Kombinatwns- gabe zu der Folgerung, daß England tatsächlich alle Mittel einzusetzen versuchte, um wirklich zu dem Ergebnis zu kommen, das die Lügenmeldungen über einen Au^tand im Protektorat erkennen ließen.
Bei diesem Versuch, Unruhe zu stiften, bediente, sich England der Faktoren, die ihm zur Verfügung stehen. Das ist nicht das tschechische Volk, aber es sind 1. die tschechischen Emigranten vom Schlage Benesch ivsusky und
2 die emigrierten tschechischen Anden, die bei einer Anzahl Von in Böhmen und Mähren zurückgebliebenen Juden will
fährige Heller finden.
Aus diese Elemente haben deshalb die deutschen Sicherheiis- behörden einmal ihr besonderes Augenmerk gerichtet.
Nun Wurde bei einem Angestellten der jüdischen Kultusgemeinde in Prag neben anderem schwer belastendem Material auch ein Bries gefunden, der die Zusammenhänge tschechischer Juden mit der Kriegshetzcrzentrale in London eindeutig aufdeckt. Der Brief gibt dazu noch ein schlüssiges Bild darüber, wie Engländer von den Juden und Juden von den Engländern denken und eingeschätzt werden. Es tut sich hier das Bild dieser sauberen Kumpanei in einer Deutlichkeit aus, die nichts zu wünschen übrig läßt.
Der Bries ist ein Dokument von größter politischer Bedeutung, weil er aus der Perspektive des emigrierten tschechischen Juden gesehen die Dinge in England mit einer geradezu verblüffenden Klarheit darlegt. Maßgebende englische Staatsmänner finden dabei eine Charakterisierung, die ihnen wahrscheinlich wenig Freude machen wird. Der jüdische Briefschreiber, der nur für seinen Nassegenosseri in Prag zu schreiben glaubte, ist von einer frappierenden, brutalen Offenheit, weil er glaubte, kein Matt vor den Mund nehmen zu brauchen.
Wir übermitteln das Dokument hiermit der Oessentlichkeit. Es ist ein Bries, geschrieben am 18. Oktober 1839, offensichtlich in London, gerichtet an den Angestellten der jüdischen Kultusgemeinde in Prag, Rcchtsanwalt Dr. Zdenek Thon, wohnhaft Prag 12, geschrieben in tschechischer Sprache, unterzeichnet mit einem dem Empfänger offenbar sehr vertrauten Bornamen. der wahrscheinlich Jaro, eine im Tschechischen
Vrei englische Schisse versenkt
bö. Amsterdam. 31. Oktober.
gebräuchliche Abkürzung sür Jaroslav, lautet Der Bries hat folgenden Wortlaut:
„Mein lieber Zdenek!
Du hast Dich gewundert, daß Du beinahe drei Wochen ohne Nachrichten bist; allerdings konnte ich nicht srüher schreiben, da die bisherigen Verbindungen allzu riskant waren, wie 'ür Dich so auch für unsere Freunde. L. versuchte es dreimal, die Grenze zu überschreiten, doch war die Kontrolle zu streng. Jetzt sandte I., welcher die Schweizer Staatsbürgerschaft erlangte, den Vertreter seiner Schweizer Firma, welcher die Verbindung ausrecht erhält. Er wird Dir persönlich weitere Informationen geben. Ihn wirb die Gestapo bestimmt nicht ausziehen, damit keine diplomatischen Verwicklungen entstehen.
Ich hoffe, daß er Dich gesund antrifft.
Obzwar es mir gut geht — ich bekam nämlich Aufträge sür die Territorialarmee — so gedenke ich doch gerne der schönen Abende in Eurem Hause und der Abende mit Slavek und Eva. Die Engländerinnen sind allzu unzugänglich. Unser Geld ist ihnen zwar nicht unsympathisch, unsere Bundesgenossenschaft verlangen sie, hinter uns aber rümpfen sie die Nase. Darüber aber im nächsten Briefe mehr, den ich will Euch jetzt das Bvld entwerfen,'wie es hier nach der MMnlberlain-Ncde mis- sieht.
(Fortsetzung aus Seite 2)
Dublin, 31. Oktober
Das nationalirische Wochenblatt „Leider" nimmt in verschiedenen Artikeln eingehend zur Politischen Lage , Stellung und kennzeichnet dabei in unmißverständlicher Klarheit die verbrecherische Politik Englands. Das Blatt stellt u. a. fest:
„Als die Engländer ihre Einkreisungspolitik begannen, hatten sie sich endgültig für den Krieg entschieden. Als das deutsch-russische Abkommen abgeschlossen wurde, hätten sie immer noch versuchen können, den Frieden zu erhalten. Statt dessen aber haben sie die polnische Regierung in ihrer törichten Widerspenstigkeit bestärkt."
Zu Polen gewandt, schreibt das gleiche Blatt: „Das Ver- sailler Polen darf nie wieder ausgerichtet werden. Seine Errichtung vor 20 Jahren war ein Verbrechen an der Welt, ein Verbrechen, dessen Fluch jetzt blutig zur Reise gekommen ist. Die Lenker Polens haben keine nationalen, sondern ausschließlich imperialistische Ziele verfolgt. Ein polnisches Polen und ein reiner Tschechenstaat würden niemals einen Krieg verursacht haben, und sie könnten heute noch frei und wohlhabend dastehen. Wenn zwei solche Staaten in diesem Jahre aus einer Friedenskonferenz-geschaffen worden wären, so hätte es eine lange Ruhepeviode in Europa gegeben. Eine Friedenskonferenz wäre jedoch zu keinem Schluß gekommen, ohue daß Deutschland und Italien nicht einen iairen, großzügigen Anteil an der Kolonialwelt zugesprochen bekommen hätten."
Ueber die Frage der Kriegsschuld ist sich das Dubliner Blatt ebenfalls nicht im unklaren. In einem weiteren Leitartikel
Mr. Smuts wenig beliebt
Me.Walirkoit über die »verfassungstreue" der Südafrikanischen Union
s. Amsterdam. 31. Oktober.
Einer der größten Eisenfresser, die England außerhalb seines Jnsclreiches sür sein internationales Kriegskonzert aus Lager hat, ist der ehrenwerte Mr. Smuts, der sich als Generalissimus und gegenwärtiger Machthaber der Südafrikaner gewaltig kriegslüstern gebärdet. Auch in neutralen Kreisen hat man sich diesen jeder Friedenspolitik abholden Mr. Smuts schon lange aufs Korn genommen.
Nunmehr liegt ein aufschlußreicher Bericht aus der Zeitung „Die Bürger" vor, der aussehenerregende Einzelheiten über die Haltung Smuts' im September 1838 aus Tageslicht zieht. Damals soll mit Zustimmung der britischen Regierung von der Clique um Smuts beschlossen worden sein, daß Südafrika es nicht nötig habe, sich in den europäischen Krieg einzumischen, da damals während der Septemberkrise begründete Aussicht zur friedlichen Beilegung bestand. Dadurch, daß Minister Stehn diese Tatsache groß hinausposaunte, sollte der Eindruck erweckt werden, als habe General Hertzog im September 1838 nur deshalb die neutrale Linie eingehalten, weil die britische Regierung es so gewollt habe. Ein Jahr später jedoch habe Hertzog selbst den Beweis geliefert, daß er es mit der Neutralitätspolitik ernst meint. In Wirklichkeit würde ^ie Erklärung Steyns nur aus die Haltung Smuts zutreffen. Smuts habe 1838 sich nur deswegen mit Hertzog solidarisch erklärt, weil die Tschechenkrise voraussichtlich keine Gelegenheit bieten würde, die Neutralitätspolitik auch tatsächlich durchzuführen. Nur deshalb habe er für Herzog gestimmt, weil ihm die Absicht Englands- bekannt war, der Tschechoslowakei nicht beizuspringen. Dieses Manöver habe nur den Zweck gehabt, seine innenpolitische Stellung in der Südafrikanischen Union zu festigen, bis der Tag^ommen würde, an dem England Deutschland den Krieg doch erklären würde.
Dann zeigte Smuts tatsächlich sein wahres Gesicht und deckte die falschen Karten aus, mit denen er Hertzog gegenüber im letzten Jahre gespielt, hatte.
Daß diese dunklen Machenschaften des Mr. Smuts auch in der Südafrikanischen Union selbst hinlänglich berüchtigt sind.
bewies wieder eine Niesenversammlung, die in der südafrikanischen Stadt Upington abgehalten wurde. Hier wie in ähnlichen Versammlungen wurde öffentlich erklärt, daß die Tage der Regierung Smuts gezählt seien. Das erwachte südafrikanische Volk werde es nicht länger dulden, „daß seine Freiheit von einem Klüngel von Empireknechten mit Füßen getreten wird!"
England ist dies natürlich sehr unangenehm. Das Lügen- ministerium bietet sämtlich« Methoden aus, um eine Art „Verfassungstreue" der Südafrikaner zu konstruieren. So meldete Reuter über eine Rede des südafrikanischen Verteidigungsministers ,Pirow, die er am 1. Oktober in Standerton hielt, daß Pirow seine Landsleute aufgefordert habe, „der Verfassung treu zu bleiben".
Tatsächlich hatte der Redner aber gesagt, daß die völlige Abtrennung der Union von England zwar viel Schwierigkeiten und Opfer mit sich bringen würde, er aber dennoch diese Trennung sür erreichbar halte.
Gleichzeitig verwahrte sich jetzt der Verteidigungsminister dagegen, daß in Johannesburg amtlich behauptet worden sei das südafrikanische Heer stehe, geschlossen hinter Smuts. „Wenn man meint, daß die 180 000 Soldaten der Südafrikanischen Union Smuts Politik unterstützen, so irrt man gewaltig." Wenn ein Besehl erfolgen sollte, der mit der Verfassung nicht in Uebereinstimmung steht, werde etwas ganz anderes qe- Ichehen!
Bezeichnend sür die Stimmung des Angeblich England verschworenen Südasrikas ist «in Zwischensall, der sich nach einer Amsterdamer Meldung Anfang Oktober in Warrenton ereignete, Studenten verhängten wahrend einer Theaterausführung zwei im Saale hängende Bilder des englischen Königspaares mit der Begründung, daß der Inhalt des gespielten L-tuckes nicht diesen beiden Bildern entspräche. Die anwesenden Engländer und Juden verließen unter Protest den Saal worauf die Aufführung ohne Störung bei verhängten Bildern zu Ende ging..
Das englische Motorschiff Malabar (8500 Tonnen) ist aus dem Atlantischen Ozean von einem deutschen 11-Boot versenkt worden. 70 Uebcrlcbendc wurden in einem Hasen der englischen Westküste an Land gesetzt. Fünf Heizer sollen, wie Reuter mitteilt, ums Leben gekommen sein. Außerdem wurden am Montag zwei größere englische Fischdampfer aus der Nordsee versenkt. Die Vcsatztzngsmitglicder konnten in beiden Fällen gerettet werden.
feindliches flugzeug im kmsland abgeschossen
Bremen 3l. Oktober.
Gestern nachmittag um 2 Uhr wurde über dem Einstand ein englischer Fernaufklärer durch deutsche Jäger abgeschossen. Die Besatzung, drei Mann, kam bei dem Absturz ums Leben. Der Apparat verbrannte.
Keine Veränderung der tage
Berlin, 31. Oktober.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„An der Westfront keine Veränderung der Lage".
Scharfe Agitation gegen das Waffenembargo
für und wider das Seseh ;ur Vurchbeechung der USfl.-Neutralität
brv. Kopenhagen, 31. Oktober Ein Leitartikel der Kopenhagener „Politiken" zur Frage der Aushebung des amerikanischen Waffenembargos betont, man dürfe gegenüber den allgemeinen Erwartungen, daß die Entscheidung über die Aenderung des Neutralitätsgesctzes bereits gefallen sei, immerhin nicht übersehen, daß die Mitglieder des Repräsentantenhauses den Stimmungen zugänglicher seien als die Senatoren, und daß im Kongreß wie auch im Lande eine scharfe Agitation im Gange sei, die vielleicht Früchte getragen habe. Selbst die von England und Frankreich erwartet« Mehrheit sei nicht gerade groß.
Das Gesetz zur Durchbrechung der USA.-Neutralität offenbart allerdings in seiner jetzigen Gestalt Mängel und Zwie-
Unerhört rascher Aufbau im Osten
ver Neiil,s1inan;minisler sprach in Van,ig — Ver deutsche lkarakter der besreiten Sebiete
Danzig, 31. Oktober.
Am Schluß seiner Jnsoriiiatiousrcise durch das befreite Danziger Gebiet sprach Reichsfiuanzminister Graf S-ch wertn- Krosigk vor der Gefolgschaft der Reichssinanzvcrwaltung in Danzig, die zu einer öffentlichen Kundgebung versammelt war.
Gauleiter Förster dankte dem Reichsfinanzminister für seinen Besuch. Danzig wäre in den Jahren des Kampfes in schwere Not gekommen und auf das polnische Lebensniveau herabgc- drückt worden, wenn nicht immer wieder das Reich und speziell der Reichsfinanzminister geholfen hätten. Dafür wolle er. der Gauleiter, in dieser Stunde offiziell Danzi-gs Dank aussprechen. Der Gauleiter wies auf die notwendigen Aufbauarbeiten hin. Viel Geld müsse in diese Arbeit gesteckt werden, aber die Struktur der Provinz sei so glücklich, daß dieses Geld allerbestens angelegt sein werde.
Graf Schwerin-Krosigk, mit herzlichem Beifall begrüßt betonte, wie lies innerlich ckr leibst an dem Schicksal und der Entwicklung der alten deutschen Stadt Danzig beteilig« gewesen sei. Er wies dabei auf das unerhörte Tempo hin, mit dem der Aufbau im besreiten Gebiet aufgenommen i«
Schon hätten Stratzenbautrupps die verwahrlosten polnischen Straßen vorgenommen, schon gebe es wieder Straßen, die denen glichen, die man im Altrcich fände. Innerhalb von zwei Tagen hätten die Pioniere bei Graudcnz eine Brücke geschlagen — wie die Volksdeutschen dort sagten, schneller, als es den Polen gelungen sei, die alte zu zerstören. In unvorstellbarer kurzer Zeit sei jetzt bereits eine zweite sogar eisgangsicherc Brücke errichtet worden, die ain Mittwoch dem Verkehr übergeben werde.
Dasselbe Tempo habe er auch tu den Aemtern gesunden. Der zweite große Eindruck, den er von seiner Reise mitgenommen habe, .sei der deutsche Charakter der besreiten Gebiete, das Empfinden, daß alles, was hier an Wertvollem geleistet worden sei. deutscher Arbeit, zu verdanken sei. Es sei den Polen nicht gelungen, in zwanzig Jahren diesen deutschen Charakter des Gaues zu zerstören, so sehr sie sich bemüht hätten, das Knlturnivea» herabzuziehen auf das Niveau der sonstigen polnischen Wirtschaft, Eines jedoch sei ihnen gelungene mit tiefer Erschütterung habe man an Hand der Zahlen aus jedem Kreis und jeder Stadt ersehen können, wie die Deutschen seit der Weltkriegszeit in diesem einst überwiegend d-ntLHen Gebwt zahlemnäjftg zurückgegangen feie«.
spaltigkeiten. die auch in den Vereinigten Staaten nicht übersehen werden. Sein Inkrafttreten ist bedingt durch die — bereits ergangcne — Erklärung des Präsidenten oder des Kongresfes, daß ein KriegSznstand besteht. Durch die Freigabe von Wasfenverkäufen an Iriegfülftende Mächte gegen Barzahlung wird das bisherige Waffenausfuhr-verbot außer . Die Beförderung, muß aus Schissen kriegführen
der Machte vor sich gehen, amerikanischen Schiffen ist sie verboten^ Diese Bestimmung wird praktisch nur von England und Frankreich durchgeführt werden können, soweit der deutsche Handelskrieg hier nicht erschwerend und verhindernd eingreift Durch die Bestimmung, daß auch andere Vorräte oder Pas,agiere von amerikanischen Schissen nur nach Häfen rm Atlantik südlich des 35. Meridians befördert werden dür- fen, wird England ebenfalls in gewisser Weise begünstigt, ebenso durch die Gewährung von Jnlandstransporken nach dem im Kriegszustand befindlichen Kanada.
Das Gesetz bevollmächtigt den Präsidentei, zur Festlegung von Gefahrenzone» um neutrale «der kriegführende Häfen, deren Befahrmig amer Manischen Schiffen verboten ist- die Jfolatiouisten wollen jedoch diese Vollmacht ausschließlich dem Kougreß zugestelxn. Der An- unk-'Verkauf sowie Austausch ^"Wertpapieren, Bonds und Obligationen kriegführender Machte wird durch das Gesetz iin-tevsagt, ebenso die Hergäbe von Krediten oder Anleihen an kriegführende Mächte oder deren Vertretungen. Auch Geldsammlungen für die kriegführenden Staaten, sofern sie nicht 'ür charitative Zwecke bestimmt find, weiden untersagt. Weiter ist der Präsident zur Ein- fchraukung der Benutzung amerikanischer Häfen durch bewasf- nete Handelsschiffe oder ll-B-oote der Kriegführenden kwoll- uiächtigt, Amerikaiierii ist es verboten, auf den Schissen der kriegführenden Staaten zu reisen, amer-ikauische Handelsschiffe dürfen nur mit Kleiuwasien ausgerüstet werden Die beiden letzten Punkte sollen die Gewähr bieten, daß die Wiederholung eines „Lusitania"-Falles ausgeschlossen bleibt.
Bei Betrachtung der Gesetzesvorlage bleibt als wirksamstes Element des Reutralitätsgedankens das Kreditvcrbot bestehen, das bei konsequenter Durchführung den Alliierten eine Masse aus der Hand nimmt, die sie im Weltkrieg gegen uns einsetzen konnten. Allerdings kann man verstehen, daß Amerika, das heute noch aus die Rückzahlung der Weltkriegsschulden wartet, mit neuen Kreditgewährungen heute vorsichtiger geworden ist.
schreibt es: „Die Tragödie an der ganzen Geschichte ist, daß das Unglück niemals hätte aus Polen hereinzubrechen brauchen, wenn seine törichte Regierungsclique sich nicht als Werkzeug der englisch-französischen Politik hergegeben hätte. Diese Politik fragte ja nach dem katholischen Polen genau so viel wie etwa nach dem mohammedanischen Sansibar. Es grenzte für Polen an Wahnsinn, sich einmal in der Zange zwischen Rußland und Deutschland zu sehen und sich andererseits zu gestatten, mit beiden auf Kriegsfuß zu leben und dabei sich aus den englischen und französischen Schutz zu verlassen."
An anderer Stelle schreibt „Leader" noch u. a.: „Englands und Frankreichs Politik war es, an den Ostgrenzen Deutschlands zwei Staaten einzusetzen, die dem Reich bitter ssind waren, und die zum Angriff geradezu einluden. Es war ihre Politik, die Oesterreich daran verhinderte, sich natürlich und frei mit dem Reich zu vereinen. Sie haben das Unglück über Polen heraufbeschworen. Die schwerste Verantwortung am Krieg tragen unserer Ansicht nach England und Frankreich."
Englands Liebe sür wurzelloses Emigrantenlum
rck. Berlin, 31. Oktober.
Die Veröffemtlichun-g jenes Briefes, der aus London von einem emigrierten tschechischen Juden unter dem Decknamen „Jaro" einen einen jüdischen Rechtsanwalt in Prag gerichtet worden ist, der zugleich noch als Angestellter der jüdischen Kultusgemeinde angehört, mutz als ein bedeutsames und aufschlußreiches politisches Dokument gewartet werden, da aus seinem Inhalt noch einmal mit aller Klarheit hervorgeht, wer die englische Politik bis zn der vor acht Wochen erfolgten Kriegserklärung an Deutschland und schließlich bis zu dem gerade für die Westmächte katastrophal zu nennenden wirtschaftlichen Zustand dieser Tage geführt hat. Es ist der lehre Verzweiflungskampf des Judentums um die Wiederherstellung der ihm durch Deutschland verlustig gegangenen Macht. England hat sich vor diesen Kriegswagen gespannt, utzd Frankreich mußte sich notgedrungen ebenfalls die Ketten anlegen lassen, damit dieses durch Jhden vom erhöhten Sitz aus dirigierte Kriegsgefährt in Bewegung bleibt. Dies nur noch einmal kurz über jene Kräfte, die an dem nun seit acht Wochen andauernden Kriegszustand in Europa in erster Linie interessiert sind und den sie, wenn möglich, auf die ganze Welt auszubreiten mit allen Mitteln bestrebt sind.
Doch was spielt sich unter anderem am Rande der augenblicklichen Situation ab? Zweifellos ist die diplomatische und politische Situation, in der sich das Groß- deutsche Reich heute befindet, sowie die durch den Freundschastspakt zwischen Deutschland und Rußland herbeigeführte Umgruppierung der Kräfte in Europa den Engländern höchst unangenehm.
Teile des Kontinents, so hauptsächlich Mittel- und Osteuropa, befinden sich, nach englischer Ansicht, in einem zu ruhigen Zustand, und das englische Lügenmimste- rium hat es stch zum Ziel gesetzt, hier eine Aenderung herbeizuführen. Meldungen von der Zusammenziehung deutscher Truppen an der schweizerischen, belgischen und holländischen Grenze, sowie Nachrichten über den bevorstehenden Einmarsch deutschen Militärs in diese neutralen Länder sollen diesem englischen Zwecke dienen. Die neueste Nachricht, daß auch Moskau Einmarschpläne in Bestarabieu habe, liegt in der gleichen Richtung. Sie sollen Panik Lei den kleinen und mittleren Staaten, die sich zur Neutralität bekannt hgben, hervorrufen Dementis aus der Schweiz. Belgien. Holland und Rumänien haben -die,e -englischen Nachrichten als das entlarvt, was sie sind, nämlich als plumpe Lügen.
Hauptsächlich ist den Westmächten aber die in Böhmen und Mähren in verhältnismäßig kurzer Zeit erreichte Koniolidierung der Verhältnisse ein Dorn im Auge. Zunächst verbuchteyuan von London und Paris, durch lügenhafte Behauptungen die Welt in den Glauben zu ver- setzen, daß es in Böhmen und Mähren täglich Aufstande gäbe und die Dscbechen stündlich Protestkundgebungen gegen die deutschen Verwaltungsorgane und damit gegen das Deutsche Reich veranstalteten. In Deutschland wellende a'usländlsche Berichterstatter be-
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Unser Issesrviesel
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An der Westfront blieb die Lage unverändert.
Teutschen Seestreitkriiftcn sielen erneut drei englische Schiffe zum Opfer.
Ueber dem Emsland wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen.
In scharfer Form prangert ein nationalirisches Wochenblatt die hinterhältige Politik Großbritanniens an.
Das Vriefdokument eines tschechischen Juden deckt das verbrecherische Zusammengehen Englands mit dem internationalen Judentum auf.
Mussolini empfing «die italienischen Richter im Palazao Vcnezia. "
Der scheidende japanische Botschafter Oshima richtete ein Abschiedstelegramm an den Führer.
In einer Rede in Danzig würdigte der Reichsfinanzminister den unerhört raschen Aufbau im Osten.
In Deutschland wurde die 13. Hörermillion überschritten. Korpsführcr Hühnlein sprach vor den in Lodz eingesetzten RTKK.-Stürmen der Motorgruppe Nordsee.
Ab t. November ergeben sich gegenüber der bisherigen Bezugsscheinregelung für Seife einige Abweichungen.
Hermann Göring erwarb die Steinbock-Plastik des Bremer Bildhauers Professor Ernst Gorsemann.
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