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Miei UM
parteiamtliche Tageszeitung
Das fimisdkatl des NegierenSLn vürgermeisters der Zreien HanWavt vremen Nr. 297 / 9. Jahrgang
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Sonnabend, 28. Oktober 19Z9
der Nationalsozialisten Vrernens
dnttkches Verkimdungsblalt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Vremeo
kinzelpreis 15 Npt.
vmsche Wgasliefenino nicht zu leugnen
Verzweifelte fälschungsversuche
lzolze fluszeichnung durch den ^ülzrer
VasLondonerLügenmmisterium macht nicht einmal vordem einwandfreien ärztlichen Sutachten des Schweizer Professors Staehelin halt
das Mtterkreuz zum eisernen kreuz für verdiente Offiziere des Polen - seldzuges feierlicher kmpfang in der Neuen Neichskanzlei
änb. Berlin, 28. Oktober.
Nachdem die Reichsrcgierung den genauen dokumentarischen Nachweis sür die verbrecherische Anwendung von englischen Gistgaskampsstosscn in Polen erbracht hat, macht nunmehr die englische Propaganda verzweiselte Versuche, um die Anklage dieses Völkerrechtsbruches und der Wiedereinführung unmenschlicher Kampsmethoden von sich abzuwehren. Sie scheut dabei nach bewährten Mustern auch vor bösartigen Lügen und Entstellungen nicht zurück. ^ ^
So meldet Reuter aus London: „Professor Rudolf Staehelin von der Baseler Universität bestreitet den deutschen Bericht, er hätte einen Beweis geliefert, daß die Polen bei ihrer Kriegsführung in Polen ihre Zuflucht zu Gas genommen hatten. In einer Erklärung, die er dem Baseler Korrespondenten der „Times" abgegeben hat, sagte Staehelin: „Ich wurde zufällig von einem Patienten in Berlin nach Deutschland gerufen und konnte als Neutraler die Bitte der Berliner Universität nicht abschlagen, einen Fall von Gasvergiftung bei Jaslo in Polen zu untersuchen. Ich reiste in einem Militärflugzeug dorthin und stellte bei neun Soldaten, die an Gelbkreuzvergiftungen kitten, die Diagnose; aber ich fand kein Anzeichen, unter welchen Umständen die Vergiftung geschehen war. Ich fürchtete- meine Erklärung würde für die antienglische Propaganda mißbraucht werden.
Die deutsche Presse und Flugblätter sind mit der Post am Neutrale geschickt worden, in denen es heißt, ein Baseler Professor von europäischem Ruf hätte bewiesen, daß die Polen zur Gaskriegsführung bei Jaslo ihre Zuflucht genommen hätten. Das ist unwahr. Staehelin sagt, er fürchte, daß die ganze Angelegenheit möglicherweise die Vorbereitung zur Einleitung der GaSkriegsführKng durch die Deutschen sei und daß die Angelegenheit am. 9. November vor den Baseler Rat kommen werde!" . .. , ^ „
Soweit die Rsutermeldung. In Wirklichkeit hat Professor Staehelin folgendes Gutachten abgegeben und sich auch mit dessen Veröffentlichung ausdrücklich einverstanden erklärt:
Am 20. September habe ich in Jaslo zehn deutsche Soldaten untersucht und bei neun von ihnen mit Sicherheit die Folgen von Gelbkreuzvergiftung festgestellt, während beim zehnten die Erscheinungen nicht mehr so ausgesprochen waren, Vag man hätte die Diagnose mit Sicherheit stellen können. Ve, den neun Erkrankten mit sicheren Symptomen waren Veränderungen der Haut von so typischem Aussehen und solcher Lokalisatwn, datz es sich unzweifelhaft um eine Vergiftung mit einem Gift aus der Gelbkreuzgruppe handelt die vor etwas mehr als einer Woche stattgefunden haben mutz Bei den Vieren waren noch Zeichen leichter Entzündung der Augen und der Luftwege nachzuweisen und be, einem Erkrankten bestand noch eine Bronchitis. Das Vorherrschen der Hautsymptome führt zu der Annahme, datz das Gift der sogenannte Lostkampsstosf Dichlordiaethylsulsid-Psperit sein mutz. Sonst ist bis jetzt keine gleichwirkende Substanz bekannt. Nach Angabe erkrankten acht von den zehn Soldaten, als sie vor zwölf Tagen mit der Ausräumung eines Sprengloches auf einer Brücke beschäftigt waren, indem, nachdem die erste Ladung nur eine geringe Explosion zur Folge gehabt hatte, eine Gasbombe durch Fernzündung zur Explosion gebracht worden war. Zwei Soldaten hatten nur die Vergifteten auf dem Transport begleitet. Bei allen stellten sich die Symptome erst einige Stunden nach dieser Arbeit ein, und da die Soldaten keine Ahnung davon hatten, vergiftet zu sein, wurden
Artillerie- und Späktrupptätigkeit
Berlin. 28. Oktober.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Zwischen Mosel und Warndt an einzelnen Stellen auflebende Artillerictätigkeit.
An der übrigen Front nur örtliche Spahtrupptat,gleit und vereinzelt Störungsscuer."
See Oberste Sowjet einberufen
Außerordentliche Tagung am 31. Oktober
änb. Moskau, 28. Oktober
Wie amtlich verlautet, ist der Oberste Sowjet der UdSSR. zu seiner 8. außerordentlichen Tagung aus den 31. Oktober nach Moskau einberufen worden. Die Tagesordnung wird nicht bekanntgegeben, man darf jedoch Wohl annehmen, datz die außenpolitische Lage und die mit der Haltung der Sowjetunion im europäischen Kriege verbundenen Fragen dabei zur Sprache kommen werden.
die Kleider erst nachträglich vom Körper entfernt. Auch diese Umstände passen sehr gut zu einer Vergiftung mit Lostkamps- stoss.
Außerdem wurde mir mitgeteilt, datz noch drei Erkrankte anderswo in Behandlung wären und vier unter Lungen- erscheinungen gestorben seien, die alle an der gleichen Arbeit teilgenommen hatten.
Auch das Patzt zu einer Vergiftung durch Lostkampsstosf.
Berlin, den A. September 1939.
(gez.) Professor R. Staehelin."
V
Aus dieser Gegenüberstellung ergibt sich schlagend, datz die englische Lngenmaschinerie wicht einmal vor der unantastbaren Autorität Professor Staehelins halt macht und datz die Reutermeldung nichts weiter als das Produkt skrupelloser britischer Fälschung ist, ein Produkt, das sich den übrigen Erzeugnissen der Londoner Giftküche würdig anreiht.
cknb. Berlin. 28. Oktober.
Nachdem der Führer nnd Oberste Befehlshaber der Wehrmacht am 30. September unmittelbar nach Beendigung des polnischen Feldzuges die sür die Operationen verantwortlichen Oberbefehlshaber ausgezeichnet hatte, verlieh er am Freitag weiteren Offizieren, die durch ihren persönlichen Einsatz auf den Ausgang einer Kampshandlung entscheidend eingewirkt haben, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.
Der Führer überreichte diese hohe Auszeichnung in Gegenwart des Oberbefehlshabers des Heeres Generaloberst von Btauchitsch in seinem Arbeitszimmer in der Neuen Neichskanzlei folgenden Ossizieren:
Dem Chef des Oberkommando der Wehrmacht Generaloberst Keitel, dem Ches des Gcneralstabes des Heeres General der Artillerie Halber dem Ches des Generalstabes der Luftwaffe Generalmajor Jeschonnck, dem Kommandierenden General eines Panzerkorps und Inspekteur der schnellen Truppen General der Panzertruppen Guderian, dem Kommandierenden General eines Armeekorps General
«Im Schraubstock der britischen vlockade"
„Iswestija" unterstreicht knglands Verantwortung für das klend der neutralen Kleinstaaten
äob. Moskau, 28. Oktober
Unter der Ueberschrift „Die kleinen Länder im Schraubstock der Blockade" schildert die „Jswestija" in einem Sonder- artikel die wirtschaftliche Notlage der kleinen neutralen Staaten Europas, die durch die britischen BlockadebestiiiimuNgen aus das schwerste getroffen sind.
Schon in den ersten Wochen des Krieges hätten sich in den neutralen Staaten weit stärker als in den kriegführenden Ländern die Folgen der britischen Vlockade fühlbar gemacht, um so mehr, als diese Staaten keine Borratswirtschaft betrieben Hütten nnd ihre ganze Existenz von den Seeznfnhren abhänge.
Diese Staaten seien nunmehr durch die Maßnahmen Englands vom Seehandel so gut wie abgeschnitten, aus dem, wie im Falle Belgiens, Hollands und der skandinavischen Staaten — ihre ganze Volkswirtschaft beruhe. Die Versorgung dieser Länder mit Rohstoffen sei ebenso katastrophal wie die mit Lcbcnsmitteln und Gebrauchsgcgcnständcn. Ihre Handels- schissahrt sei lahmgelegt. Die Entbehrungen, die den Massen der Bevölkerung dieser Länder damit auferlegt wurden, seien wahrlich unübersehbar. Zudem seien diese Länder auch noch genötigt, ihre zerbrechliche Neutralität durch enorme Riistungs- ausgaben zu schützen, da sie von dieser Seite nur allzugern« als Kriegsschauplatz benutzt würden.
Nachdrücklich weist die „Jswestija" in diesem Zusammenhang darauf hin, daß England diesen schonungslosen Blockade- schraubstock erfunden hat und für das Elend verantwortlich ist, das damit sür die neutralen Kleinstaaten entstanden ist.
Nußland weist konlrollpolilik zurück
Rom, 28. Oktober.
Die russische Note an England findet in der römischen Presse, die den von der TNSS. verbreiteten Text unter großer
Aufmachung und an bevorzugter Stelle in vollem Wortlaut wiedergibt, stärkste Beachtung. „Giornale d'Jtalia" betont in einer 'mehrspaltigen Ueberschrift, daß „Rußland in einer offiziellen Note die englische Politik der L-chifsskontrolle zurückweist", während weiter hervorgehoben wird, daß Londons Maßnahmen gegen die internationalen Rechtsnormen verstoßen.
Im übrigen gilt das Interesse weiterhin den Auswirkungen der Rede des Reichsautzenministers. Was Frankreichs Reaktionen auf die Darlegungen Ribben- trops betrifft, so betont der Pariser Vertreter der „Tribuna", daß man sich trotz der Behauptungen der dortigen Presse, die englisch-französische Solidarität sei unzerstörbar, doch fragen müsse, ob es wahr sei, daß das französische Volk die Gefühle der berufsmäßigen Politiker teile und daraus dränge, für die Vernichtung des Nationalsozialismus und die Vereitelung „des wahnsinnigen deutschen Ehrgeizes einer Aufrichtung der nationalsozialistischen Vorherrschaft" zu kämpfen. Dies müsse man zumindest bezweifeln nnd könnte es bestimmt nicht beeiden.
Was die Pariser Versuche anlange, die italienische Politik dazu zu verleiten, den Block der neutralen Balkanstaaten anzuführen, so hege Paris die Hoffnung, Italien dadurch aus eine Position strenger Neutralität festzulegen. In der Tat fürchten die demokratischen kriegführenden Mächte in höchstem Matze, datz Italien aus Grund seiner wachsamen Position und seines entscheidenden Einflusses in ganz Ost- und Westeuropa als auch im Mittclmeer infolge seiner Lage als nichtkrieg- fuhrende Großmacht (was mit neutraler Macht nicht identisch sei) die neutralen Länder Südosteuropas und' anderer Sektoren zwingen könnte, seinen Geschicken zu folgen. Gerade deshalb sei man in Paris bestrebt, dafür zu sorgen, datz diese Geschicke in einer klar festgelegten neutralen Position feste Gestalt annehmen.
Wachsende Verlegenheit in London
täckerücke flusflüchte gegenüber See sowietrusstschen Protestnote
bv. Kopenhagen, 28. Oktober England hat gegenüber der sür London sehr unbequemen russischen Note gegen die englische Blockadepolitik ein neues „Argument" entdeckt: In Londoner diplomatischen Kreisen wird erklärt, das englische Vorgehen beruhe aus den gleichen Grundlagen, wie die während des Weltkrieges angewandten Blockadcmethpden, die damals von allen Alliierten einschließlich Rußland akzeptiert worden seien. Der kindische Versuch, das heutige Rußland aus die Rolle des zaristischen Reiches in seiner damaligen Stellung als Verbündeter der Alliierten festnageln zu wollen, zeigt die ganze Verlegenheit der englischen Stellung.
Zur Sowjetnote meldet übrigens „Daily Telegraph" in einem Moskauer Telegramm, das Bemerkenswerte an dem Vorgang sei vielleicht das Datum. Es liege ein bemerkenswerter Zufall vor mit dem Abschluß der Washingtoner Ver
handlungen über die Revision des Neutratttätsgesetzes und mit den „deutschen Drohungen" gegen England. Es handele sich openbar um ein neues Stadium der deutsch-russischen Zusammenarbeit. Molotows Behauptung, daß sowjetrussische Handelsschiffe nicht mit anderen Handelsschiffen verglichen werden tonnen, weil sie der Sowjetunion gehören und nicht individuellen Schiffreedereien, bezeichnet das englische Blatt in Ermangelung triftiger Gegengründe als „drollig". Während des .^"krieges habe Nordamerika eine große staotseigene Handelsflotte geschaffen, aber nie die Forderung auf einem besonderen Status aus diesem Grunde erhoben.' Nach den internationalen Bestimmungen kenne man nur die Teilung m KriegS- und Handelsschiffe. Die Svwjetschiffe hätten überdies auch ihre Hafengelder genau wie alle anderen bezahlt. Wenn Rußland den Wunsch habe, daß seine Schiffe frei fein sollten von Banngutnntersiichungen, dann brauchten ja alle neutralen Länder ihre Schisse sür die Dauer des Krieges rm.r M nationalisieren.
' Sas ist die englische „sreiheit
Südafrika von kngland mit aufgepflanztem Vajonett in den Krieg gelungen
Berlin. 28. Oktober.
Der bekannte südafrikanische Arzt und Parlamcntsabge- ordnete Dr. Stecnkamp. der gesinnt»,gsmiitzig zu den hinter Hertzog und Malan stehenden burischen Afrikanern gehört, hatte sür den Antrag Smuts' sür Teilnahme am Kriege aeaen Deutschland gestimmt. Nach einer Meldung aus Südafrika hat sich Stecnkamp jetzt veranlaßt gesehen, in einem Flugblatt seine Wähler darüber aufzuklären, warum er im Parlament für die Teilnahme am Kriege gestimmt hat.
Stecnkamp erklärt, datz er aus sicherer Quelle gewußt habe datz England entschlossen gewesen ,ei, ,m Falle einer südafrikanischen Neutralitätserklärung Truppen nach der »nion zu entsenden, die Leitung des Landes zu übernehmen und etwaigen Widerstand mit Gewalt zu brechen. Man sei gezwungen, mit England zu gehen, so erklärt Stecnkamp sonst werde nach Kriegsende die Selbstverwaltung beseitigt und das Land wie nach dem Burenkriege von England als Kronkolonie verwaltet.
Bedarf es eines weiteren Beweises, daß die Südafrikanische Union mit aufgepflanztem Bajonett ip den Krieg gezwungen worden ist?
„Veutskstland gab keinen flnloß ,um Krieg"
Nach einer Meldung aus Südafrika widerlegte Dr. Malan auf dem nationalen Parteikongreß in Bloemfontain die von General Smuts als Begründung für die Kr,egsteilnahme Südafrikas vorgebrachten Argumente:
Dr. Malan führte aus, datz es keinesfalls Deutschland sei, das die Sicherheit der kleinen Nationen bedroht. Was von dem Schutz der kleinen Nationen durch England z»> halten sei, wisse der Afrikaner genau, denn Südafrika habe seine eigenen trüben Erfahrungen mit der britischen Beschirmung gemacht. Noch absurder sei es, wenn Smuts aus die Heiligkeit der Verträge hinweise. Der sogenannte Versaillcr Vertrag, an dessen Zustandekommen Smuts mitgewirkt habe und um dessen Aufrechterhaltung es jetzt gehe, sei ein Instrument der Gewalt, der Unterdrückung und der Erniedrigung des deutschen Volkes, er sei der Fluch der Menschheit. Deshalb sei es ein Verbrechen, wenn Smuts das südafrikanische Volk auffordere, einen solchen Vertrag zu verteidigen. Wenn Smuts ferner behaupte, England kämpfe für die Rettung des Christentums, so sei es merkwürdig, daß als einzige Verbündete in diesem Kamps England das gottlose Frankreich und das Wcltjndentum habe und datz es ausgerechnet zur Rettung des Christentums die Türken umwerbe. Schließlich wies Dr. Malan auf die französische Absicht hin, schwarze Truppen gegen Deutschland zu verwenden Für jeden Afrikaner sei der Einsatz schwarzer Truppen gegen Weiße vcrabschcuungswürdig. Wenn daher ein Land verdiene aus Afrika herausgehalten zu werden, dann sei es Frankreich mit seiner die Existenz der Weißen in Afrika bedrohenden Eingcborcnenpolitik.
Ruf dem Kongreß der Hertzog-Anhänger in Kapstadt führte der mit General Hertzog zurückgetretene frühere Minister für Eingeborenenangelegenheiten, Fagan, aus, datz Deutschland der Südafrikanischen Union nicht einen einzigen Anlaß zum Kriege gegeben habe.
... und vestürzung in Paris
>. rb- Gens, 28. Oktober.
Die Moskauer Note, in der gegen die englische Vannliste protestiert wird. ist in Paris mit erheblicher Bestürzung aufgenommen worden. Man sieht darin den Schritt einer neutralen Großmacht von äußerster Bedeutung „nd befürchtet ernsthaft, datz dadurch nicht nur das recht komplizierte Verhältnis der Westmächtc zu Nutzland in eine schwierige Phase treten könnte, sondern datz das Verhältnis der Westmächtc zu den Neutralen überhaupt aufgerollt werden könnte.
Die gesamte Pariser Presse vom Freitag behandelt dieses Thema ausführlich. Dabei wird festgestellt, daß im Vergleich zum Weltkriege ein wesentlicher Unterschied besteht. 1914 so schreibt beispielsweise „Ordre", seien beinahe alle europäischen Staaten kriegführend gewesen. Heilte seien es im Gründe nur drei.
»kiii peilsckenstklag"
Brüssel. 28. Oktober.
Die Weigerung Sowjetrutzlands. sich der englischen Blockade zu unterwerfen, wird in Brüssel als der Auftakt zu einer englisch-russischen Auseinandersetzung angesehen, die sür die weitere Gestaltung der internationalen Lage von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein kann. Die Blätter weisen daraus hin, daß die russische Note einem Peitschenschlag ins Gesicht Englands gleichkomme. Die belgischen politischen Kreise sind der Ansicht, datz es von einem Tag aus den andern zu Zwischcnsällcn zwischen Rußland und England kommen könne, vor allem in den Dardanellen. Die Note Moskaus stelle eine einblütige Warnung dar. indem sie daraus hinweise, datz die sowjetrussische» Schisse Staatseigentum seien. Entweder ändere England seine Blockadetaktik, oder es nehme die Konsequenzen aus sich. die die russische Erklärung andeute.
der Infanterie Hoth, dem Kommandierenden General eines Armeekorps General der Infanterie Strauß, dem Kommandierenden General eines Panzerkorps General der Kavallerie Höpner, dem Kommandeur einer Infanterie- Division Generalleutnant Olbricht, dem Kommandeuer einer Infanterie-Division Generalleutnant v. Briesen, dem Kommandeur einer Panzerdivision Generalleutnant Reinhard, dem Kommandeur einer Gebirgsdivision Generalmajor Kubier, dem Kommandeur eines Infanterie-Regimentes Oberst Schmidt (August), dem Kompaniechef in einem Infanterie- Regiment Oberleutnant Steinhardt und dem Zugführer in einem Infanterie-Regiment Leutnant Stolz.
Der Führer brachte in einer kurzen Ansprache den versammelten Ossizieren, zugleich im Namen des ganzen deutschen Volkes, seinen Dank und seine Anerkennung für ihre außerordentlichen Leistungen zum Ausdruck und ersuchte die Kommandeure, diese Anerkennung auch ihren Truppen zu übermitteln. Anschließend waren die Offiziere Gäste des Führers zum Mittagessen in seiner Wohnung.
Die Leistungen und Taten der Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz werden im einzelnen in diesen Tagen in der „Bremer Zeitung" gewürdigt werden. -(Die erste Artikelfolge im Innern des Blattes).
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Von Oberstleutnant zV. Matthaei
Der „Feldzug der achtzehn Tage" in Polen wird strr alle Zeiten eine einzigartige Bedeutung haben: Mit einem einzigen zusammengefaßten gewaltigen Schlage setzte von drei Leiten die Bereinigung der östlichen Frage so nachdrücklich ein, daß schon nach knapp zweieinhalb Wochen im polnischen Raum völlig reiner Tisch gemacht war.
An den unerhörten Erfolgen dieses blitzartigen Feldzuges haben alle drei Wehrmachtteile — Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe — ihren stolzen Anteil. Die Durchbruchskraft aller Waffengattungen war von noch nie dagewesener Stärke, jeder Widerstand wurde im Keim zerschlagen.
Doch noch andere Gesichtspunkte bleiben maßgeblich. Und da erinnern wir uns wieder eines Wortes, das der Führer gang zu Beginn unseres Wiederaufstieges, nämlich am 1. Mai 1933, sagte: „Wir wollen uns den Wiederanstieg der Nation durch unseren Fleiß, unsere Beharrlichkeit, unseren unerschütterlichen Willen ehrlich verdienen! Du kannst, deutscher Volksgenosse, hinter deine Arbeit eine unerhörte Kraft stellen, wenn du die Arbeit verbindest mit dem Lebenswillen deines gesamten Volkstums!"
Jener 1. Mai stand unter dem Motto: Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter! Es ist notwendig, daß wir uns dieses Tages in der jüngsten deutschen Geschichte einmal erinnern; denn damals hat der Führer einen der größte«:! Siege errungen. Er gewann das Herz des deutschen Arbeiters, er rief ihn auf zum Kampf. Und der deutsche Arbeiter packte zu. Führung und Ausbildung der in Polen kämpfenden Truppen haben einen Höchststand gezeigt, wie er wohl in der Kriegsgeschichte aller Zeiten einzig ist.
Wie aber wäre das alles möglich gewesen, ohne das fleißige und treue, das opferwillige nnd einsatzbereite Schaffen derjenigen deutschen Männer nnd Frauen, die in lange«i Friedensjahren mit ihrer Hände Arbeit das Gerät, die Waffen und die Munition für die deutsche Wehrmacht gebeut und gestapelt haben! Eine solche Feststellung zu treffen ist um so nötiger, als gerade in diesem Fsldzug an die Treffsicherheit der Waffen, an die Güte des Geräts und der Munition Anforderung««! gestellt wurden, die die Kriegsgeschichte in diesem Ausmaß noch nie zu verzeichnen hatte. Denn wenn es gelang, in den schnellen und furchtbaren Schlägen jener 18 Tage ein ganzes feindliches Miüionenheer zu vernichten und ein ganzes feindliches Land zu erobern, so konnte das nur geschehen mit einer Truppe, die, indem sie die Befehle des Führers ausführte, sich unbediggt auf ihre Ausrüstung verlassen konnte. ''
Die Reinigungsarbeit im polnischen Raum mußte in kürzester Frist geschafft werden, und so konnte es gewiß gar keine Rücksichtnahme auf das Gerät und auf die Waffen geben. Unter letztem Einsatz hat die Truppe
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMMMMIIIIIIIIMIMII,„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„
Unser?ssessp»esel
(Die kentiZs Ausgabe umtobt ssalis Zeiten)
Das Londoner Lügenministerium versucht in der Frage der britischen Gistgaslieserungen das Sachverständigen- Gutachtcn zu fälschen.
Verdiente Offiziere des Polenseldzugcs wurden vom Führer nnt dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Die Moskauer „Jswestija" unterstreicht Englands Ver- antwortung sür das Elend in den neutralen Kleinstaaten. Südafrika wird von England mit ausgepflanztem Bajonett »n den Krieg gezwungen.
Der Oberste Sowjet wurde zum 31. Oktober nach Moskau einberufen.
Der USA.-Senat verwarf den Antrag auf Aufrechterhaltung des Neutralitätsgcsetzes mit 67 gegen 22 Stimmen. Die erste Reichsstratzensammlung des Kriegs-WHW. hat mit 15 Millionen Reichsmark alle bisherigen Ergebnisse weit iibertrossen.
509 Millionen Reichsmark aus.
Ab 1. November dürfen Feldpostpäckchen bis 1 Kilogramm wiegen.
Für die nach Bremen Eingemeindeten wird ab 1. November Stadtporto eingeführt.