Erscheint 7mal wöchentlich
Monatsbezug E 2,30 einsch. Zustellgebühr: Postbezugspreis monatl. 2,30 E ieinsM 46.76 Post-
zeitungsgebübri zuzügl 42 Bestellgeld Bezugspreis ist im voraus zahlbar Postscheck: Hamburg 1 7272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121. Nachtr. u.Sonntg. 5 11 15. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr: Schriftlektung Dienstag und Freitag 12'/-—13'/, Uhr.
oremei Zeitung
parteiamtliche Lageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der freien Hansestadt vremen
8?
Anzelgen-Grundprekse:
Die I min hohe und 22 vaw breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zeile
im Tertteil 75 Ermäßigte
Grundpreise lfür kleine. Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 Nachlaß- staffel L. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts
stellen: InBreinen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachkruf und sonntags: Fernsprecher 51115: Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21. Vn Silke. Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Nr. 295 / 9. Jahrgang
vonnerstag, 26. Oktober 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
Nie Kriegsschuldigen am Pranger
Mbbentrops starkes stuslandsecho
Sggg Morde von England angeftistet
„Schwere Zeiten werden für kngland kommen"
Und immer noch wächst die Liste der in polen ermordeten Volksdeutschen
Berlin. 26. Oktober.
In der italienischen Presse nimmt die Rede des Ncichsaußcnministcrs als das bedeutsamste Ereignis der letzten Tage die erste Stelle ein. In ausführlichen, zum Teil wörtlichen Auszügen, wird sie von den Blättern wiedergegeben und in den Schlagzeilen als vernichtende Abrechnung mit der antideutschen Politik Englands als Bestätigung des deutschen Entschlusses, die englische Herausforderung anzunehmen, gekennzeichnet. Die Beweisführung dafür, daß England seit Jahren insgeheim und planmäßig den Krieg gegen Deutschland vorbereitet hat und sich schließlich mit seiner Garantie an Polen nur noch den Borwand zum Kriege gegen Deutschland verschaffen wollte, sei — so wird betont — mit Ler erschöpfenden Darstellung der englischen Politik der letzten Jahre und der unmittelbaren Vorgeschichte des Krieges vollständig gelungen.
Man denkt dabei in Italien besonders auch an die von Ribbentrop festgestellte Sabotierung des von Mussolini am 2. September unterbreiteten Planes durch Chambcrlain. Mit dieser Bcweissührung sei. ein für allemal die Verantwortuizg Englands an der weiteren Entwicklung der Ereignisse geklärt. Daß der Reichsanßenminister unter den Beispielen des für das britische Imperium zum System gewordenen Wortbruchs an erster Stelle den englischen Betrug an Italien aus dem Ver- sailler Vertrag nannte, ruft in Italien lebhaftesten Widerhall hervor: das italienische Volk hat weder diesen Wortbruch noch die von England während des abcssinischen Kriegszuges heraufbeschworenen Sanktionen vergessen.
Unterstrichen werden weiter die Ausführungen über die Kriegsvorbereitungen Englands und die durch Englands Schuld zum Scheitern gebrachte Fricdcnsinitiative des Duce. Im übrigen legen die Blätter besonderen Nachdruck aus die eindeutige Feststellung, daß das Reich den ihm von England aufgczwungenen Kamps, bis aus Aeußerste führen weide. „Corriere della Sera" unterstreicht die Freundschaft Italiens, die Bemühungen des Duce zur Vermeidung des Konflikts und die Anklage an England, dem deutschen Volk den Lebensraum zu verweigern.
Die erste Reaktion auf die Ribbentrop-Ncde aus London trägt den gewohnten Stempel der Lüge. Aus die schweren Anklagen, die der Reichsanßenminister wegen des Wortbruchcs gegen die britische Regierung erhoben hat, geht man überhaupt nicht ein. Man beschränkt sich aus den Hinweis, daß die englische Politik in den offiziellen Dokumenten niedergelegt sei. Die Rede habe, so argumentiert man weiter, im übrigen keine neuen Elemente hervorgebracht.
Die Pariser politischen Kreise gaben am Mittwoch zur Tanziger Nibbcntroprede erstaunlich gewundene Erklärungen ab, die das schlechte Gewissen. das man in Paris. hat. nur allzu deutlich enthüllen. Interessant ist daran nur die phantastische Behauptung, Ribbentrop habe „die Friedensangebote Englands zurückgewiesen" und damit den Westmäcbtcn nun tatsächlich „den Krieg erklärt". Derartig verlogener Kedanken- gänge muß man sich in Paris bedienen, um den Fricdens-
weilere britische Schiffsveriuste
London. 26. Oktober.
Die britische Handelsflotte ist erneut von schweren Verlusten betroffen. Nach einer Meldung der amerikanischen Ma- rinekommission hat der USA.-Dampser „Kran City" die Besatzung zweier englischer Frachter und zwar die gesamte Besatzung des 3828 Tonnen großen Frachtdampsers „Ledbury" sowie fünf Ueberlebcnde des 2474 Tonnen großen Dampfers „Menin Ridge" gerettet. Beide Schisse wurden von deutschen U-Booten im nördlichen Atlantik versenkt. Darüber hinaus wurde in der Nordsee der 4460-Tonncn-Dampfer „Tasna" von einem deutschen U-Boot versenkt. Der Dampfer ist in Swansca registriert und gehörte der Gesellschaft „La Tunisienne".
Der Londoner Rundfunk bestätigt die Versenkung des in Glasgow registrierten, erst 1937 erbauten 7296 Tonnen großen Dampfers „Clanchisom".
Sowjetrulsischer und rumänischer Vampser angehalten
Istanbul, 26. Oktober
In. türkischen Kreisen wird mit Besorgnis festgestellt, daß England jetzt dazu übergegangen ist, die neutrale Schiffahrt in Richtung aus die Dardanellen zu kontrollieren.
Vor einigen Tagen wurde der rumänische Exprcßdampfer „Bessarabia" vor der Einfahrt zu den Dardanellen außerhalb der türkischen Dreimeilenzone von einem englischen Unterseeboot durch einen Warnungsschnß gestoppt. Dann wurde die Passagierliste und die Ladung des Schisses untersucht. Das Schiff wurde freigelassen
Gestern wurde der sowjctrussische Post-Expretzdampser „Swanctia" durch einen englischen Zerstörer an der gleichen Stelle, zwischen den Inseln Skhros und Mhtilcns, angehalten. Ein englischer Offizier ließ sich die Passagierlistr zeigen und untersuchte die Ladung des russischen SchifseS. Später wurde auch dieses Schiff freigegeben.
Rom, 26. Oktober
In einer Artikelserie über die Wehrmacht der europäischen Großmächte kommt das Blatt der italienischen Wehrmacht „Le sorze armatc" in einer ausführlichen Würdigung der deutschen Wehrmacht zu dem Schluß, daß die Tradition der deutschen Wehrmacht, die intensive und moralische und körperliche Ertüchtigung der Jugend, bor wie nach der aktiven Dienstzeit, die riesigen Reserven an Menschen, die Möglichkeit einer ungemein starken Bewaffnung und die von eindeutigstem Kampfgeist getragene .Kriegslehre aus der Gesamtheit der deutschen Wehrmacht ein gewaltiges .Kriegsinstrument schassen.
Imponierender als alle Zahlenangaben sei der Geist des deutschen Heeres, wie ihn General von Brauchitsch anläßlich des 25. Jahrestages des Weltkriegsbeginns herausgestellt habe.
Die deutsche Flotte habe im Verlaus der Sceoperationcn im gegenwärtigen Konflikt bereits mehr als eindeutige Beweise ihres Wertes erbracht. Das Unternehmen der U-Boote gegen den aus das stärkste befestigten fernen Ankerplatz von Tcapa Flow sei eine Tat, die einen kühnen Wagemut und eine Schulung bestätigten, wie man sie sich besser nicht vorstellen
willen des französischen Volkes zu ersticken. Wesentlich ist, daß mit Recht bisher niemand in Frankreich die Ausführungen Chamberlains für „Friedensangebote" gehalten hat, sondern daß sogar auch der amtliche französische Kommentar darin die Zurückweisung der Friedensvorschlägc des Führers gesehen hatte.
Auch die spanischen Zeitungen „Arriba" und „Ha" geben die Rede Ribbentrop? in sehr umfangreichen Auszügen wieder. ..Ha" unterstreicht die vom Reichsanßenminister angeführten Einzelheiten seien schwere Schläge gegen die Ber- drehnngsversnche von London und Paris. Die Aufzählung der vergeblichen Anstrengungen des Führers, mit England einen ireundschastlickzen Ausgleich zu finden hätten tiefen Eindruck gemacht Wenn Deutschland nun den Kampf, zu dem es gezwungen sei, aufnehme, su kämpfe es gegen den britischen Imperialismus, und zwar auch als Verteidiger aller, die unter englischer Gewaltherrschaft stehen
Der Krieg werde, so schlicht das spanische Blatt seine Betrachtung, von Deutschland mit solcher Stärke und Entschlußkraft geführt werden, daß die Welt staunen werde. Das Portugiesische Regierungsorgan „Diario da Manha" veröffentlicht den Wortlaut der Rede aus der Titelseite mit einem Bild des Neichsaußenmi»isters.
(Siehe auch Seite 21
könne. Aber auch in quantitativer Beziehung sei Deutschlands Stärke zur See bestimmt nicht zu unterschätzen.
Nach 'Auszählung der deutschen Einleiten betont das Blatt, daß die deutsche Kriegsmarine eine mächtige, aus das aller- mvdernste ausgerüstete Waffe daistelle, deren beachtliche Wirkungskraft durch die jüngsten Erfolge ossenknndig bewiesen sei.
Die Luftwaffe habe derartige Fortschritte vollbracht, daß sie blitzartig in die vorderste Reihe der mächtigsten Lustwafsen der Welt vorgestoßen sei. Unter Generalscldmarschall Göring sei die deutsche Lustwasfe aus dem Nichts entstanden und innerhalb von vier Jahren zu gigantischen Ausmaßen angewachsen. Zu der bisherigen Erzeugung sei mit der Eingliederung von Böhmen und Mähren noch ein hochbedeutender Machtsaktor für die deutsche Luftfahrt hinzugekommen.
Einer der Hauptsaktorcn der derzeitigen militärischen Stärke Deutschlands sei aber in der glänzenden Ertüchtigung der Jugend zu suche». Man müsse anerkennen, daß die nationalsozialistische Partei mit ihren Formationen und der politischen, moralischen und militärischen Erziehung ihrer Mitglieder das Bild Deutschlands in entscheidender Weise zu beeinflussen gewußt habe.
Posen. 26. Oktober.
Obwohl die Liste der Volksdeutschen Llutopser des Polen- Terrors infolge der anhaltenden Suchaktion noch nicht abgeschlossen werden konnte, haben die bisherigen Erhebungen doch schon zu einem Ergebnis geführt, das die ganze Grauen- hastigkeit des von den Polen an der wehrlosen deutschen Zivilbevölkerung verübten Massenmorde veranschaulicht.
Der Leiter der „Zentralstelle für die Aussindung und Bergung ermordeter Volksdeutscher" veröffentlicht im „Posener Tageblatt" einen Aussah, in dem festgestellt wird, daß bis jetzt die Zahl von mehr als 8666 ermordeten Volksdeutschen, unter denen sich viele Greise, Frauen und Kinder befinden, einwandfrei nachgewiesen werden konnte. Davon entfallen allein bis jetzt etwa 1666 Opser aus die Stadt Bromberg.
Die „Zentralstelle" in Posen organisiert weiter Expeditionen zu den Massengräbern und Scharrstellen in Mittclpolen, wo die meisten deutschen Jnternierungszüge aus den Westgcbieten ihr blutiges Ende fanden. Man muß damit rechnen, daß die genannte Zahl der Volksdeutschen Blutopser nach Abschluß der Erhebungen sich noch bedeutend erhöhen wird.
Das „Posener Tageblatt" erschien am Dienstag wieder mit Trauerrand. In den Dörfern Wierzbie und Noznowo in Mittelpolen, die an der Strecke des deutschen Jnterniernngs- zuges liegen, fand man fünf weitere verstümmelte Leichen von Volksdeutschen, deren Herkunst, Name und Stand nicht mehr
festzustellen war. Im Dorfe Kotusch, Kreis Schmiege!, müssen 21 verschleppte Deutsche, die von ihrem Jnternierungsma>'ch bis heute nicht zurückgekehrt sind, aus das Konto polnischer Mordbanditen gerechnet werden. Viele deutsche Dörfer haben ähnliches Leid erfahren. In Ritschenwalde bei Posen trug man die Reste dreier Menschenleiber, denen polnische Bestien Hände, Arme und Ohren abgehackt hatten, zur letzten Ru.he in der Heimaterde. Durch die Friedhofsstille klang der Schwur des trauernden Deutschtums: „Nie mehr sollen polnische Unterdrücker und Mörder über uns herrschen. Wir wollen verbissen darum kämpfen, unseren Nachkommen das Schicksal zu ersparen, das unsere Kameraden traf."
Da» Hem'-rsa
Vsigs!rlictis5 Ii/Ionövsi clsr V/srtmöcliks
k. Llii. Bremen, 26 . Oktober.
Was wir im Anschluß an die große Danziger Rede v. Ribbentrops zur lückenlosen Beweisführung des Ministers festgestellt haben .— daß sie an Klarheit und Ueberzeugungskraft nichts zu wünschen übrig ließ —, das spiegelt sich auch in den führenden Blättern des Auslandes wider. Der Beauftragte des Führers hat sowohl mit der plastischen Herausstellung der schweren Kriegsschuld Englands wie in der Betonung der deutschen Entschlossenheit, nach der planmäßigen Herausforderung durch Großbritannien nunmehr die Sicherheit des Reiches mit Waffengewalt zu gewährleisten, in den uns befreundeten Ländern und in den neutralen Staaten ein außerordentlich lebhaftes Echo gefunden. Besonders nachhaltig ist die Zustimmung Italiens zu den durchschlagenden Argumenten v. Ribbentrops: wir verzeichnen nicht' zuletzt die erneute Empörung der faschistischen Achsen-Macht über den Ableugnungsve-rsuch Chamberlains in der Frage der britischen Sabotage des historischen Friedensplanes Mussolinis. England, der angeprangerte perfide Kriegstreiber, trägt die volle Verantwortung für die Entwicklung zur jetzigen Situation — das ist die Schlußfolgerung -richt nur der italienischen Blätter, sondern auch der Grundton, der aus den übrigen Auslandsstimmen herausklingt. Und die Presse der feindlichen Staaten? Sie hat es mit Gewalt darauf abgesehen, sich unsterblich lächerlich zu machen Englische und französische Zeirungen versteigen sich nämlich zu der überaus törichten Behauptung, die Rede des Reichsaußenminiisters diene dem Zweck einer innerpolitischen Auffrischung des deutschen Volkes. Mit dies»«' widersinnigen, doch nichtsdestoweniger durchsichtigen Bemerkung wagen die judenhörigen Blätter ihre Leser zu chloroformieren, obschon alle Welt aus dem wuchtigen Verlauf der Danziger Kundgebung entnehmen konnte, daß v. Ribbentrop nicht im geringsten auf das deutsche Volk einzuwirken brauchte, sondern sich im Gegenteil zum Sprachrohr des unbeugsamen Selbstbehauptungswillens Großdeutsch- lands machte. In den Demokratien des Westens mag die Nachfrage nach Kampfersprißen zur Vortäuschn ng einer dort nach wie vor nicht vorhandenen guten Volkslaune von Tag zu Tag größer werden — Deutschland kann auf solche Kunstmittelchen verzichten! Denn die deutsche Nation steht mit stählernem Kampfeswillen und stärkster Siegeszuversicht wie e>n Mann hinter ihrem Führer. Daß sich die englischen und französischen Drahtzieher übrigens nur'so stellen, als sei ihnen der Sinn der außenpolitischen Erklärungen Ribbentrops entgangen, beweist die Betonung der „englisch-französischen Solidarität" mit der man sich gegenseitig Mut zuzusprechen versucht. Denjenigen Presseorganen der feindlichen Länder aber, die im Auftrage schlecht beratener Regierungsstellen und unter beispielloser, Verdrehung
»»MlINNMINMMNMIIIMNMMMIMMIIttMIMIINMMMMMIIMIIIIIIIIIIII»»
Unser leoessviesvl
lDis lientigs Ausgab« umksllt aebt 8siten1
Westlich Völklingen wurden feindliche Nachhuten über die Grenze zurückgeworfen.
Französische und englische Zeitungen versuchen vergebens, die Danziger Rede des ReichSautzcnministcrs zu bagatellisieren.
Das Auslandsecho der Abrechnung Ribbentrops mit Chambcrlain unterstreicht die FricdcnLsabotage der Wcst- mächte und die Kampsentschlossenheit des deutschen Volkes. In der Frage der Belieferung Polens mit englischem Giftgas wird der lügenbeilissene Ehamberlain durch Tatsachen widerlegt.
Wieder wurden mehrere britische Handelsschiffe von deutschen U-Lootcn versenkt.
Die Engländer besaßen die Frechheit, einen sowjctrussischen Postdampser zu durchsuchen.
In Polen wurden bisher 3666 von England verschuldete Morde nachgewiesen.
Die indischen Forderungen sollen heute im Unterhaus besprochen werden.
Rußland liefert Deutschland 1 Million Tonnen Futter- getreide.
Kann jemandem die Arbeit gekündigt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Beitrag von Dr. Möhrina- Bremen in der „BZ.".
Mit dem l. November wird Bremen-Stadt um mehr als die Halste ihres bisherigen Flächeninhalts aus 177.43 „km gewachsen sein.
Die nach Bremen eingegliederten Gemeinden führen unter der Bezeichnung „Dienststelle ... der Stadtverwaltung Bremen" ihre gemeindlichen Ausgaben im Nahmen ihrer bisherigen Zuständigkeit bis aus weiteres fort.
Die Preise für Seife und Waschmittel wurden festgesetzt.
Kußland liefert Veutschland suttergetreide
kine Million können im taufe von zwei Monaten — visher größter öelreideabschluß
land ansrechte.rhn.lten. Vor allem lieferte Deutschland weiterhin Kohlen nnd andere Rohstoffe, aus die die Schweiz nach dem Ausfall der Lieferungen von England und Frankreich besonders angewiesen war Der zunehmende deutsch-schweizerische Handelsverkehr bedeutet aber nicht nur die Anerkennung eiüer naturgegebenen Jntereiiengemrinichast. sondern vor allem auch die eindrucksvolle Bestätigung der deutschen These, wonach die Neutralität den Fortgang der Handelsbeziehungen einschließt.
Das Abkommen mit Moskau ist ein weiteres Beweisstück in dieser Reihe Es stecht gleichzeitig die englische Propaganda vor aller Welt Lügen. Gerade in letzter Zeit wurden von London dauernd Behauptnügen in die Welt gesetzt, daß Deutschland weder politisch noch wirtschastlich von Rußland etwas erwarten könne, im Gegenteil. Rußland könne „selbst kaum leben". Wie der Reichsanßenminister in seiner Danziger Rede diesen englischen Schwindel aus politischem Gebiet schlagend widerlegen konnte, so hat es das deutsch- russische Ketreidelieiernngsabkvmmen auf wirtschastlichem Gebiete getan. Es wird sogar iür die hartgesottenen englischen Lügeniabrikanten sehr schwer sein, den größten Getreide- abschluß. der jemals zwischen zwei Ländern vereinbart wurde, in einen deutschen Mißerfolg nmzulügen und als Beweis deutsch-russischer Gegnerschaft hinzustellen. Eine Milliv» Tonnen Futtergetrcide, die im Laufe der nächsten zwei Monate nach Deutschland rollen werden, sprechen sür die zweifellos aufmerksam beobachtende Umwelt eine deutlichere Sprache der Tatsachen, als alle englischen Propagandamanöver. Das Bild rundet sich durch den außerordentlichen Erfolg der Wiener Herbstmesse ab, an der sich das neutrale Ausland über alle Erwartungen hinaus beteiligt hat.
zu tragen. Der Reichssührer 11 hat ferner den Auftrag erhalten. die zur Gestaltung neuer deutscher Siedlungsgebiete erforderlichen Umsicdlnngsmaßnahmen zu treffen und damit im Zusammenhang stehende Ausgaben zu lösen. Der Reichsführer 11 wird sich zur Durchführung seines Auftrages der vorhandenen Behörden und Einrichtungen bedienen.
stus der Vistküche der kriegsheher
Brüssel, 26. Oktober.
Mehrere belgische Zeitungen weisen daraus hin, daß ein Interview General Francos vom 3. Oktober von den Nachrichtenagenturen der Westmächte in übelster und böswilligster Weise verfälscht und entstellt worden sei. Aus dem jetzt vorliegenden Text der Erklärung General Fiancös gehe hervor, daß die Havas-Agentur absichtlich den Text verdreht habe, um die internationale össcntliche Meinung über die wahre Bedeutung der Worte General Francos zu täuschen.
Nach den von den feindlichen Lügenagentnren verbreiteten Gerüchten mußte der Eindruck erweckt werden, daß General Franco der Sache der Alliierten nicht völlig ablehnend gegenüberstehe. Aus dem jetzt von mehreren belgischen Zeitungen oerössentlichten Wortlaut geht hervor, daß Franco in diesem Fall den Krieg gegen Deutschland a»ss schärfste mißbilligt.
Nlil der Neutralität Velgiens unvereinbar
Brüssel, 26. Oktober.
Mehrere belgische Zeitungen haben sich in der letzten Zeit gegen die der Neutralitätspolitik Belgiens zuwider lausende französische Einilußnahme aus die belgische Presse gewandt. Insbesondere wurde der Verdacht ausgesprochen daß einige belgische Zeitungen sich an französische Interessen verkauft hätten Besonders wurde auch der „Soir" angeqrisse» weil dessen außenpolitische Betrachtungen im Quai' d'Orsay hergestellt werden, ein Zustand, der — wie verschiedene belgische Zeitungen feststellen - im krassen Widerspruch zur Neutralität Belgiens steht.
Der flämische „Standaard" schreibt u. a., die regelmäßige und unablässige Vecinflusiung der belgischen öffentlichen Meinung durch die Pariser Propaganda sei tödlich sür die belgische Nentralitätshaltung und sür das Nationalgesiihl Belgiens. Das Blatt beschwert sich auch darüber, daß die französischen Zeitungen in Belgien zu einem lächerlich geringen Preis verkauft oder sogar kostenlos abgegeben werden. Die belgische Regierung würde gut daran tun, die Ursachen dieses Zustandes genauer zu untersuchen.
Der bulgarische Ministcrrat billigte eine Regierungserklärung für Innen- und Außenpolitik, in der es u. a. heißt daß die Regierung die in den letzten Jahren befolgte innere und äußere Friedenspolitik fortsetzen werde. Fest entschlossen die Neutralitätspolitik fortzuführen, werde dic'Rcgierung wie bisher mit den Großmächten und anderen Ländern gute und freundschaftliche Beziehungen unterhalten.
OroßöeutschkrmSs mMtiirische Starke
Vas Wall der italienischen flrmee würdigt das gewaltige kriegsinstrument der deutschen Wehrmacht
M - s k a u. 26. Oktober.
Wie man hört, ist schon vor einigen Tagen im Rahmen der in Moskau zurzeit stattfindenden Wirtschastsverhandlungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein Kaufvertrag über die Lieferung von Futtcrgetreide an Deutschland abgeschlossen worden. Aus Grund dieses Vertrages wird ab sofort sowjctrussisches Futtcrgetreide in Höhe von einer Million Tonnen nach Deutschland geliefert. Es dürfte sich bei diesem Abschluß, der deutscherseits durch den Präsidenten der Rcichs- gctreidcstelle, Herrn Daßler. getätigt wurde, um den größten Gctrcidcabschlnß handeln, der jemals zwischen zwei Ländern vereinbart wurde. Die Lieferung des Futtcrgctrcides soll nun in den nächsten Tagen beginnen und im Lause von zwei Monaten beendet sein.
Während England mit seiner verlogenen Propaganda der Welt die angebkiche Wirksamkeit seiner Blvckadewasfe gegen Deutschland einzureden versucht, antwortet Deutschland mit Tatsachen, die in der Welt größeren Eindruck machen werden. Die englische Blockadepolitik ist schon jetzt gescheitert »nd wendet sich darüber hinaus immer mehr gegen die Blockade- politiker selbst. Das bestätigen zwei neue Ereignisse, nämlich die beinahe gleichzeitig mit der Schweiz und mit Rußland von Deutschland abgeschlossenen neuen wirtschostlichen Vereinbarungen. Das Zusatzabkommen zum deutsch-schweizerischen Verrechnungsverkehr ermöglicht einen stärkeren deutsch-schweizerischen Warenaustausch, an dem beide Staaten das größte Interesse haben. Die Schweiz konnte von Kriegsbeginn an ihren sür sie lebenswichtigen Handelsverkehr mit Deutsch-
seindlilhe Nachhuten westlich völklingen über Sie 6ren;e;urükkgeworfen
Berlin, 26. Oktober
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Westlich Völklingen wurden feindliche Nachhuten in Stärke einer Kompanie, die sich noch ons deutschem Boden befanden, angegrisfen und über die Grenze zurückgeworfen.
Sonst keine besonderen Ereignisse."
Vor sichrer verlieh Vr. Lisa das Vroßkreu; vom Vrden Veutscher fldler
Berlin, 26. Oktober.
Der Führer hat dem slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Joses Tiso das Großkrenz vom Deutschen Adler verliehen. Die Ueberreichung erfolgte heute in feierlicher Form durch den deutschen Gesandten in Preßburg. -
Neue flujgaben des Neichsjührero ss
Mit der Durchführung der Umsiedlung betraut
Berlin, 26. Oktober.
Der Führer hat den Reichssührer 11 durch Erlaß vom 7. Oktober ds. Js. beauftragt, für die Rückführung der endgültig in Reich heimkehrenden Auslands- und Volksdeutschen Sorge