Ausgabe 
(26.10.1939) Nr. 295
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parteiamtliche Lageszeitung

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 295 / 9. Jahrgang

vonnerstag, 26. Oktober 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

Nie Kriegsschuldigen am Pranger

Mbbentrops starkes stuslandsecho

Sggg Morde von England angeftistet

„Schwere Zeiten werden für kngland kommen"

Und immer noch wächst die Liste der in polen ermordeten Volksdeutschen

Berlin. 26. Oktober.

In der italienischen Presse nimmt die Rede des Ncichsaußcnministcrs als das bedeutsamste Ereignis der letzten Tage die erste Stelle ein. In ausführlichen, zum Teil wört­lichen Auszügen, wird sie von den Blättern wiedergegeben und in den Schlagzeilen als vernichtende Abrechnung mit der anti­deutschen Politik Englands als Bestätigung des deutschen Entschlusses, die englische Herausforderung anzunehmen, ge­kennzeichnet. Die Beweisführung dafür, daß England seit Jahren insgeheim und planmäßig den Krieg gegen Deutsch­land vorbereitet hat und sich schließlich mit seiner Garantie an Polen nur noch den Borwand zum Kriege gegen Deutsch­land verschaffen wollte, sei — so wird betont — mit Ler er­schöpfenden Darstellung der englischen Politik der letzten Jahre und der unmittelbaren Vorgeschichte des Krieges vollständig gelungen.

Man denkt dabei in Italien besonders auch an die von Ribbentrop festgestellte Sabotierung des von Mussolini am 2. September unterbreiteten Planes durch Chambcrlain. Mit dieser Bcweissührung sei. ein für allemal die Verantwortuizg Englands an der weiteren Entwicklung der Ereignisse geklärt. Daß der Reichsanßenminister unter den Beispielen des für das britische Imperium zum System gewordenen Wortbruchs an erster Stelle den englischen Betrug an Italien aus dem Ver- sailler Vertrag nannte, ruft in Italien lebhaftesten Widerhall hervor: das italienische Volk hat weder diesen Wortbruch noch die von England während des abcssinischen Kriegszuges her­aufbeschworenen Sanktionen vergessen.

Unterstrichen werden weiter die Ausführungen über die Kriegsvorbereitungen Englands und die durch Englands Schuld zum Scheitern gebrachte Fricdcnsinitiative des Duce. Im übrigen legen die Blätter besonderen Nachdruck aus die eindeutige Feststellung, daß das Reich den ihm von England aufgczwungenen Kamps, bis aus Aeußerste führen weide. „Corriere della Sera" unterstreicht die Freundschaft Italiens, die Bemühungen des Duce zur Vermeidung des Konflikts und die Anklage an England, dem deutschen Volk den Lebens­raum zu verweigern.

Die erste Reaktion auf die Ribbentrop-Ncde aus London trägt den gewohnten Stempel der Lüge. Aus die schweren Anklagen, die der Reichsanßenminister wegen des Wortbruchcs gegen die britische Regierung erhoben hat, geht man über­haupt nicht ein. Man beschränkt sich aus den Hinweis, daß die englische Politik in den offiziellen Dokumenten nieder­gelegt sei. Die Rede habe, so argumentiert man weiter, im übrigen keine neuen Elemente hervorgebracht.

Die Pariser politischen Kreise gaben am Mittwoch zur Tanziger Nibbcntroprede erstaunlich gewundene Erklärungen ab, die das schlechte Gewissen. das man in Paris. hat. nur allzu deutlich enthüllen. Interessant ist daran nur die phan­tastische Behauptung, Ribbentrop habe „die Friedensangebote Englands zurückgewiesen" und damit den Westmäcbtcn nun tatsächlich „den Krieg erklärt". Derartig verlogener Kedanken- gänge muß man sich in Paris bedienen, um den Fricdens-

weilere britische Schiffsveriuste

London. 26. Oktober.

Die britische Handelsflotte ist erneut von schweren Ver­lusten betroffen. Nach einer Meldung der amerikanischen Ma- rinekommission hat der USA.-Dampser „Kran City" die Be­satzung zweier englischer Frachter und zwar die gesamte Be­satzung des 3828 Tonnen großen Frachtdampsers „Ledbury" sowie fünf Ueberlebcnde des 2474 Tonnen großen Dampfers „Menin Ridge" gerettet. Beide Schisse wurden von deutschen U-Booten im nördlichen Atlantik versenkt. Darüber hinaus wurde in der Nordsee der 4460-Tonncn-Dampfer „Tasna" von einem deutschen U-Boot versenkt. Der Dampfer ist in Swansca registriert und gehörte der Gesellschaft „La Tunisienne".

Der Londoner Rundfunk bestätigt die Versenkung des in Glasgow registrierten, erst 1937 erbauten 7296 Tonnen großen Dampfers „Clanchisom".

Sowjetrulsischer und rumänischer Vampser angehalten

Istanbul, 26. Oktober

In. türkischen Kreisen wird mit Besorgnis festgestellt, daß England jetzt dazu übergegangen ist, die neutrale Schiffahrt in Richtung aus die Dardanellen zu kontrollieren.

Vor einigen Tagen wurde der rumänische Exprcßdampfer „Bessarabia" vor der Einfahrt zu den Dardanellen außerhalb der türkischen Dreimeilenzone von einem englischen Untersee­boot durch einen Warnungsschnß gestoppt. Dann wurde die Passagierliste und die Ladung des Schisses untersucht. Das Schiff wurde freigelassen

Gestern wurde der sowjctrussische Post-Expretzdampser „Swanctia" durch einen englischen Zerstörer an der gleichen Stelle, zwischen den Inseln Skhros und Mhtilcns, angehalten. Ein englischer Offizier ließ sich die Passagierlistr zeigen und untersuchte die Ladung des russischen SchifseS. Später wurde auch dieses Schiff freigegeben.

Rom, 26. Oktober

In einer Artikelserie über die Wehrmacht der europäischen Großmächte kommt das Blatt der italienischen Wehrmacht „Le sorze armatc" in einer ausführlichen Würdigung der deutschen Wehrmacht zu dem Schluß, daß die Tradition der deutschen Wehrmacht, die intensive und moralische und körperliche Ertüchtigung der Jugend, bor wie nach der aktiven Dienstzeit, die riesigen Reserven an Menschen, die Möglichkeit einer ungemein starken Bewaffnung und die von eindeutigstem Kampfgeist getragene .Kriegslehre aus der Gesamtheit der deut­schen Wehrmacht ein gewaltiges .Kriegsinstrument schassen.

Imponierender als alle Zahlenangaben sei der Geist des deutschen Heeres, wie ihn General von Brauchitsch anläßlich des 25. Jahrestages des Weltkriegsbeginns herausgestellt habe.

Die deutsche Flotte habe im Verlaus der Sceoperationcn im gegenwärtigen Konflikt bereits mehr als eindeutige Beweise ihres Wertes erbracht. Das Unternehmen der U-Boote gegen den aus das stärkste befestigten fernen Ankerplatz von Tcapa Flow sei eine Tat, die einen kühnen Wagemut und eine Schulung bestätigten, wie man sie sich besser nicht vorstellen

willen des französischen Volkes zu ersticken. Wesentlich ist, daß mit Recht bisher niemand in Frankreich die Ausführun­gen Chamberlains für „Friedensangebote" gehalten hat, son­dern daß sogar auch der amtliche französische Kommentar darin die Zurückweisung der Friedensvorschlägc des Führers gesehen hatte.

Auch die spanischen Zeitungen „Arriba" und „Ha" geben die Rede Ribbentrop? in sehr umfangreichen Auszügen wieder. ..Ha" unterstreicht die vom Reichsanßenminister an­geführten Einzelheiten seien schwere Schläge gegen die Ber- drehnngsversnche von London und Paris. Die Aufzählung der vergeblichen Anstrengungen des Führers, mit England einen ireundschastlickzen Ausgleich zu finden hätten tiefen Eindruck gemacht Wenn Deutschland nun den Kampf, zu dem es ge­zwungen sei, aufnehme, su kämpfe es gegen den britischen Imperialismus, und zwar auch als Verteidiger aller, die unter englischer Gewaltherrschaft stehen

Der Krieg werde, so schlicht das spanische Blatt seine Be­trachtung, von Deutschland mit solcher Stärke und Entschluß­kraft geführt werden, daß die Welt staunen werde. Das Por­tugiesische Regierungsorgan „Diario da Manha" veröffentlicht den Wortlaut der Rede aus der Titelseite mit einem Bild des Neichsaußenmi»isters.

(Siehe auch Seite 21

könne. Aber auch in quantitativer Beziehung sei Deutschlands Stärke zur See bestimmt nicht zu unterschätzen.

Nach 'Auszählung der deutschen Einleiten betont das Blatt, daß die deutsche Kriegsmarine eine mächtige, aus das aller- mvdernste ausgerüstete Waffe daistelle, deren beachtliche Wir­kungskraft durch die jüngsten Erfolge ossenknndig bewiesen sei.

Die Luftwaffe habe derartige Fortschritte vollbracht, daß sie blitzartig in die vorderste Reihe der mächtigsten Lustwafsen der Welt vorgestoßen sei. Unter Generalscldmarschall Göring sei die deutsche Lustwasfe aus dem Nichts entstanden und innerhalb von vier Jahren zu gigantischen Ausmaßen ange­wachsen. Zu der bisherigen Erzeugung sei mit der Eingliede­rung von Böhmen und Mähren noch ein hochbedeutender Machtsaktor für die deutsche Luftfahrt hinzugekommen.

Einer der Hauptsaktorcn der derzeitigen militärischen Stärke Deutschlands sei aber in der glänzenden Ertüchtigung der Ju­gend zu suche». Man müsse anerkennen, daß die national­sozialistische Partei mit ihren Formationen und der politi­schen, moralischen und militärischen Erziehung ihrer Mit­glieder das Bild Deutschlands in entscheidender Weise zu be­einflussen gewußt habe.

Posen. 26. Oktober.

Obwohl die Liste der Volksdeutschen Llutopser des Polen- Terrors infolge der anhaltenden Suchaktion noch nicht ab­geschlossen werden konnte, haben die bisherigen Erhebungen doch schon zu einem Ergebnis geführt, das die ganze Grauen- hastigkeit des von den Polen an der wehrlosen deutschen Zivilbevölkerung verübten Massenmorde veranschaulicht.

Der Leiter der „Zentralstelle für die Aussindung und Ber­gung ermordeter Volksdeutscher" veröffentlicht im „Posener Tageblatt" einen Aussah, in dem festgestellt wird, daß bis jetzt die Zahl von mehr als 8666 ermordeten Volksdeutschen, unter denen sich viele Greise, Frauen und Kinder befinden, einwandfrei nachgewiesen werden konnte. Davon entfallen allein bis jetzt etwa 1666 Opser aus die Stadt Bromberg.

Die „Zentralstelle" in Posen organisiert weiter Expeditionen zu den Massengräbern und Scharrstellen in Mittclpolen, wo die meisten deutschen Jnternierungszüge aus den Westgcbieten ihr blutiges Ende fanden. Man muß damit rechnen, daß die genannte Zahl der Volksdeutschen Blutopser nach Abschluß der Erhebungen sich noch bedeutend erhöhen wird.

Das „Posener Tageblatt" erschien am Dienstag wieder mit Trauerrand. In den Dörfern Wierzbie und Noznowo in Mittelpolen, die an der Strecke des deutschen Jnterniernngs- zuges liegen, fand man fünf weitere verstümmelte Leichen von Volksdeutschen, deren Herkunst, Name und Stand nicht mehr

festzustellen war. Im Dorfe Kotusch, Kreis Schmiege!, müssen 21 verschleppte Deutsche, die von ihrem Jnternierungsma>'ch bis heute nicht zurückgekehrt sind, aus das Konto polnischer Mordbanditen gerechnet werden. Viele deutsche Dörfer haben ähnliches Leid erfahren. In Ritschenwalde bei Posen trug man die Reste dreier Menschenleiber, denen polnische Bestien Hände, Arme und Ohren abgehackt hatten, zur letzten Ru.he in der Heimaterde. Durch die Friedhofsstille klang der Schwur des trauernden Deutschtums: „Nie mehr sollen polnische Unterdrücker und Mörder über uns herrschen. Wir wollen verbissen darum kämpfen, unseren Nachkommen das Schicksal zu ersparen, das unsere Kameraden traf."

Da» Hem'-rsa

Vsigs!rlictis5 Ii/Ionövsi clsr V/srtmöcliks

k. Llii. Bremen, 26 . Oktober.

Was wir im Anschluß an die große Danziger Rede v. Ribbentrops zur lückenlosen Beweisführung des Ministers festgestellt haben .— daß sie an Klarheit und Ueberzeugungskraft nichts zu wünschen übrig ließ —, das spiegelt sich auch in den führenden Blättern des Auslandes wider. Der Beauftragte des Führers hat sowohl mit der plastischen Herausstellung der schweren Kriegsschuld Englands wie in der Betonung der deut­schen Entschlossenheit, nach der planmäßigen Heraus­forderung durch Großbritannien nunmehr die Sicher­heit des Reiches mit Waffengewalt zu gewährleisten, in den uns befreundeten Ländern und in den neutralen Staaten ein außerordent­lich lebhaftes Echo gefunden. Besonders nach­haltig ist die Zustimmung Italiens zu den durchschla­genden Argumenten v. Ribbentrops: wir verzeichnen nicht' zuletzt die erneute Empörung der faschistischen Achsen-Macht über den Ableugnungsve-rsuch Chamberlains in der Frage der britischen Sabotage des historischen Friedensplanes Mussolinis. England, der angeprangerte perfide Kriegstreiber, trägt die volle Verantwortung für die Entwicklung zur jetzigen Situation — das ist die Schlußfolgerung -richt nur der italienischen Blätter, sondern auch der Grundton, der aus den übrigen Auslandsstimmen herausklingt. Und die Presse der feindlichen Staaten? Sie hat es mit Ge­walt darauf abgesehen, sich unsterblich lächerlich zu machen Englische und französische Zeirungen versteigen sich nämlich zu der überaus törichten Behauptung, die Rede des Reichsaußenminiisters diene dem Zweck einer innerpolitischen Auffrischung des deutschen Volkes. Mit dies»«' widersinnigen, doch nichtsdestoweniger durchsichti­gen Bemerkung wagen die judenhörigen Blätter ihre Leser zu chloroformieren, obschon alle Welt aus dem wuchtigen Verlauf der Danziger Kundgebung entnehmen konnte, daß v. Ribbentrop nicht im geringsten auf das deutsche Volk einzuwirken brauchte, sondern sich im Gegenteil zum Sprachrohr des unbeugsamen Selbstbehauptungswillens Großdeutsch- lands machte. In den Demokratien des Westens mag die Nachfrage nach Kampfersprißen zur Vortäu­schn ng einer dort nach wie vor nicht vorhandenen guten Volkslaune von Tag zu Tag größer werden — Deutsch­land kann auf solche Kunstmittelchen verzichten! Denn die deutsche Nation steht mit stählernem Kampfeswillen und stärkster Siegeszuversicht wie e>n Mann hinter ihrem Führer. Daß sich die englischen und französischen Draht­zieher übrigens nur'so stellen, als sei ihnen der Sinn der außenpolitischen Erklärungen Ribbentrops entgan­gen, beweist die Betonung der „englisch-französischen Solidarität" mit der man sich gegenseitig Mut zuzu­sprechen versucht. Denjenigen Presseorganen der feind­lichen Länder aber, die im Auftrage schlecht beratener Regierungsstellen und unter beispielloser, Verdrehung

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Unser leoessviesvl

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Westlich Völklingen wurden feindliche Nachhuten über die Grenze zurückgeworfen.

Französische und englische Zeitungen versuchen vergebens, die Danziger Rede des ReichSautzcnministcrs zu bagatelli­sieren.

Das Auslandsecho der Abrechnung Ribbentrops mit Chambcrlain unterstreicht die FricdcnLsabotage der Wcst- mächte und die Kampsentschlossenheit des deutschen Volkes. In der Frage der Belieferung Polens mit englischem Gift­gas wird der lügenbeilissene Ehamberlain durch Tatsachen widerlegt.

Wieder wurden mehrere britische Handelsschiffe von deut­schen U-Lootcn versenkt.

Die Engländer besaßen die Frechheit, einen sowjctrussischen Postdampser zu durchsuchen.

In Polen wurden bisher 3666 von England verschuldete Morde nachgewiesen.

Die indischen Forderungen sollen heute im Unterhaus be­sprochen werden.

Rußland liefert Deutschland 1 Million Tonnen Futter- getreide.

Kann jemandem die Arbeit gekündigt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Beitrag von Dr. Möhrina- Bremen in der „BZ.".

Mit dem l. November wird Bremen-Stadt um mehr als die Halste ihres bisherigen Flächeninhalts aus 177.43 „km gewachsen sein.

Die nach Bremen eingegliederten Gemeinden führen unter der Bezeichnung „Dienststelle ... der Stadtverwaltung Bremen" ihre gemeindlichen Ausgaben im Nahmen ihrer bisherigen Zuständigkeit bis aus weiteres fort.

Die Preise für Seife und Waschmittel wurden festgesetzt.

Kußland liefert Veutschland suttergetreide

kine Million können im taufe von zwei Monaten — visher größter öelreideabschluß

land ansrechte.rhn.lten. Vor allem lieferte Deutschland weiter­hin Kohlen nnd andere Rohstoffe, aus die die Schweiz nach dem Ausfall der Lieferungen von England und Frankreich besonders angewiesen war Der zunehmende deutsch-schwei­zerische Handelsverkehr bedeutet aber nicht nur die Anerken­nung eiüer naturgegebenen Jntereiiengemrinichast. sondern vor allem auch die eindrucksvolle Bestätigung der deutschen These, wonach die Neutralität den Fortgang der Handels­beziehungen einschließt.

Das Abkommen mit Moskau ist ein weiteres Beweisstück in dieser Reihe Es stecht gleichzeitig die englische Propa­ganda vor aller Welt Lügen. Gerade in letzter Zeit wurden von London dauernd Behauptnügen in die Welt gesetzt, daß Deutschland weder politisch noch wirtschastlich von Rußland etwas erwarten könne, im Gegenteil. Rußland könne „selbst kaum leben". Wie der Reichsanßenminister in seiner Dan­ziger Rede diesen englischen Schwindel aus politischem Ge­biet schlagend widerlegen konnte, so hat es das deutsch- russische Ketreidelieiernngsabkvmmen auf wirtschastlichem Ge­biete getan. Es wird sogar iür die hartgesottenen englischen Lügeniabrikanten sehr schwer sein, den größten Getreide- abschluß. der jemals zwischen zwei Ländern vereinbart wurde, in einen deutschen Mißerfolg nmzulügen und als Beweis deutsch-russischer Gegnerschaft hinzustellen. Eine Milliv» Ton­nen Futtergetrcide, die im Laufe der nächsten zwei Monate nach Deutschland rollen werden, sprechen sür die zweifellos aufmerksam beobachtende Umwelt eine deutlichere Sprache der Tatsachen, als alle englischen Propagandamanöver. Das Bild rundet sich durch den außerordentlichen Erfolg der Wie­ner Herbstmesse ab, an der sich das neutrale Ausland über alle Erwartungen hinaus beteiligt hat.

zu tragen. Der Reichssührer 11 hat ferner den Auftrag erhal­ten. die zur Gestaltung neuer deutscher Siedlungsgebiete er­forderlichen Umsicdlnngsmaßnahmen zu treffen und damit im Zusammenhang stehende Ausgaben zu lösen. Der Reichsfüh­rer 11 wird sich zur Durchführung seines Auftrages der vor­handenen Behörden und Einrichtungen bedienen.

stus der Vistküche der kriegsheher

Brüssel, 26. Oktober.

Mehrere belgische Zeitungen weisen daraus hin, daß ein Interview General Francos vom 3. Oktober von den Nachrichtenagenturen der Westmächte in übelster und bös­willigster Weise verfälscht und entstellt worden sei. Aus dem jetzt vorliegenden Text der Erklärung General Fiancös gehe hervor, daß die Havas-Agentur absichtlich den Text verdreht habe, um die internationale össcntliche Meinung über die wahre Bedeutung der Worte General Francos zu täuschen.

Nach den von den feindlichen Lügenagentnren verbreiteten Gerüchten mußte der Eindruck erweckt werden, daß General Franco der Sache der Alliierten nicht völlig ablehnend gegen­überstehe. Aus dem jetzt von mehreren belgischen Zeitungen oerössentlichten Wortlaut geht hervor, daß Franco in diesem Fall den Krieg gegen Deutschland a»ss schärfste mißbilligt.

Nlil der Neutralität Velgiens unvereinbar

Brüssel, 26. Oktober.

Mehrere belgische Zeitungen haben sich in der letzten Zeit gegen die der Neutralitätspolitik Belgiens zuwider lausende französische Einilußnahme aus die belgische Presse gewandt. Insbesondere wurde der Verdacht ausgesprochen daß einige belgische Zeitungen sich an französische Interessen ver­kauft hätten Besonders wurde auch der „Soir" angeqrisse» weil dessen außenpolitische Betrachtungen im Quai' d'Orsay hergestellt werden, ein Zustand, der — wie verschiedene bel­gische Zeitungen feststellen - im krassen Widerspruch zur Neutralität Belgiens steht.

Der flämische „Standaard" schreibt u. a., die regelmäßige und unablässige Vecinflusiung der belgischen öffentlichen Meinung durch die Pariser Propaganda sei tödlich sür die belgische Nentralitätshaltung und sür das Nationalgesiihl Belgiens. Das Blatt beschwert sich auch darüber, daß die französischen Zeitungen in Belgien zu einem lächerlich geringen Preis verkauft oder sogar kostenlos abgegeben werden. Die belgische Regierung würde gut daran tun, die Ursachen dieses Zu­standes genauer zu untersuchen.

Der bulgarische Ministcrrat billigte eine Regierungserklärung für Innen- und Außenpolitik, in der es u. a. heißt daß die Regierung die in den letzten Jahren befolgte innere und äußere Friedenspolitik fortsetzen werde. Fest entschlossen die Neutralitätspolitik fortzuführen, werde dic'Rcgierung wie bis­her mit den Großmächten und anderen Ländern gute und freundschaftliche Beziehungen unterhalten.

OroßöeutschkrmSs mMtiirische Starke

Vas Wall der italienischen flrmee würdigt das gewaltige kriegsinstrument der deutschen Wehrmacht

M - s k a u. 26. Oktober.

Wie man hört, ist schon vor einigen Tagen im Rahmen der in Moskau zurzeit stattfindenden Wirtschastsverhandlungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein Kaufvertrag über die Lieferung von Futtcrgetreide an Deutschland abge­schlossen worden. Aus Grund dieses Vertrages wird ab sofort sowjctrussisches Futtcrgetreide in Höhe von einer Million Ton­nen nach Deutschland geliefert. Es dürfte sich bei diesem Ab­schluß, der deutscherseits durch den Präsidenten der Rcichs- gctreidcstelle, Herrn Daßler. getätigt wurde, um den größten Gctrcidcabschlnß handeln, der jemals zwischen zwei Ländern vereinbart wurde. Die Lieferung des Futtcrgctrcides soll nun in den nächsten Tagen beginnen und im Lause von zwei Monaten beendet sein.

Während England mit seiner verlogenen Propaganda der Welt die angebkiche Wirksamkeit seiner Blvckadewasfe gegen Deutschland einzureden versucht, antwortet Deutschland mit Tatsachen, die in der Welt größeren Eindruck machen wer­den. Die englische Blockadepolitik ist schon jetzt gescheitert »nd wendet sich darüber hinaus immer mehr gegen die Blockade- politiker selbst. Das bestätigen zwei neue Ereignisse, nämlich die beinahe gleichzeitig mit der Schweiz und mit Rußland von Deutschland abgeschlossenen neuen wirtschostlichen Ver­einbarungen. Das Zusatzabkommen zum deutsch-schweizerischen Verrechnungsverkehr ermöglicht einen stärkeren deutsch-schwei­zerischen Warenaustausch, an dem beide Staaten das größte Interesse haben. Die Schweiz konnte von Kriegsbeginn an ihren sür sie lebenswichtigen Handelsverkehr mit Deutsch-

seindlilhe Nachhuten westlich völklingen über Sie 6ren;e;urükkgeworfen

Berlin, 26. Oktober

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Westlich Völklingen wurden feindliche Nachhuten in Stärke einer Kompanie, die sich noch ons deutschem Boden befanden, angegrisfen und über die Grenze zurückgeworfen.

Sonst keine besonderen Ereignisse."

Vor sichrer verlieh Vr. Lisa das Vroßkreu; vom Vrden Veutscher fldler

Berlin, 26. Oktober.

Der Führer hat dem slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Joses Tiso das Großkrenz vom Deutschen Adler verliehen. Die Ueberreichung erfolgte heute in feierlicher Form durch den deutschen Gesandten in Preßburg. -

Neue flujgaben des Neichsjührero ss

Mit der Durchführung der Umsiedlung betraut

Berlin, 26. Oktober.

Der Führer hat den Reichssührer 11 durch Erlaß vom 7. Ok­tober ds. Js. beauftragt, für die Rückführung der endgültig in Reich heimkehrenden Auslands- und Volksdeutschen Sorge