Ausgabe 
(25.10.1939) Nr. 294
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parteiamtliche lageszeitung

Vas flmtsbiatt des Negierenden Vürgermeisters der freien Hansestadt Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsdlatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Nremen

Nr. 294 / 9. lakrgang

Mittwoch. 25. Oktober 19Z9

kimeloreis 15 Npf.

Nibbenttop rechnet mit tlsamberlain ab

„Deutschland wird nicht eher die Waffen niederlegen, bis die Sicherheit des Kelches gewährleistet ist "

britische Kriegsschuld von München bis heute

«das deutsche Volk ist heute fldols Hitler und fldolf Hitler ist das deutsche Volk"

I Reich erleichtert z» haben. Besonders in den kritischen Tagen und Wochen dieses Jahres hat sich Partcigenosse Förster auf diesem schweren Vorposten bewährt. Seine Ruhe, seine Zu­versicht und sein unbeirrbarer Optimismus haben sich nicht nur aus die Partei, sondern aui ganz Danzig übertragen und waren damit entscheidend sür die Kaltblütigkeit, die ausge­zeichnete Haltung und Disziplin seiner Bevölkerung. Die tapfere Haltung der H-Heimwehren, ihr bewährter Einsatz bei dem Kamps um die Westerplatte. um die polnische Post, bei den Kämpfen an der Grenze in Zoppot, an der Erstür­mung von Dirschau und bei sonstigen Kampfhandlungen sind Ruhmestaten, die heute unlösbar mit der Geschichte der Be­freiung deutschen Bodens von Polnischer Unterdrückung ver­bunden sind. Danzig hat mit der Heimkehr zum Reich lange warten müssen, es mutzte viel Geduld haben, aber eine um so herrlichere Zeit wird nun für diese schöne Ostseestadt im Grotzdcutschen Reich anbrechen.

Niemals aber wir- 0anjig je wieder oom Neich getrennt werben

Wenn ich soeben von dem heutigen Tage als dem denkwür­digen Tag der'Gründung in Danzig sprach, so hat dieses Datum aber auch in anderer Hinsicht noch eine besondere Be­deutung. Der englische Premierminister Chamberlain hat in seiner letzten Rede vor dem englischen Parlament versucht, Danzig zum Sündenboek sür den Nusbruch des deutsch-polni­schen Krieges zu stempeln indem er in echt britischer Ucber- heblichkeit und in sprichwörtlicher Unkenntnis englischer Mi­nister über die wahren Verhältnisse in dieser Stadt behauptete, die Stadt Danzig und damit Deutschland und nicht Polen sei verantwortlich sür die Zuspitzung der Beziehungen zwischen Deutschland und Polen im August und sür den heutigen Kriegszustand.

Dieser bcwutzt falschen englischen Behauptung gegenüber halte ich es sür nötig, gerade vor Ihnen, meine Danziger Volksgenosse», nochmals einen kurzen Abriß der Zusammen­hänge zu geben, durch die dem Führer Wider seinen seit Jahren bekundeten Willen des Ausgleichs mit den Polen dieser Krieg im wahrsten Sinne des Wortes ansgezwungen wurde.

Seitdem der Führer im Jahre 19.14 mit dem polnischen Marschall Pilsudski eine Neuorientierung des deutsch- polnischen Verhältnisses vornahm, hat Deutschland Polen nie­mals einen Zlveisel darüber gelassen, daß im Rahmen des neuen freundschaitlichen Verhältnisses früher oder später das Danzig- und Korridor-Problem einer Losung zugesührt wer­den müßte.

Vie Vranglalierung deutscher Volksgenossen in polen

durch örtliche Behörden nahm immer krassere Formen an, und vor allem der polnischen Presse wurde nunmehr in ver­stärktem Matze von der Regierung freier Laus gelassen zu einer Hetze gegen das Deutschtum und gegen das Teutsche Reich, die immer unerträglichere Formen annahm. Dies ging so weit, daß deutschfeindliche Demonstrationen vor der deut­schen Botschaft in Warschau an der Tagesordnung waren.

Am 21. März 1939 wies ich den damaligen polnischen Bot­schafter Lipski in Berlin warnend aus diese Dinge hin und erklärte, dah ein neuer Versuch unternommen werden müsse, die deutsch-polnische Politik in das richtige Kleis zu bringen. Ich wiederholte hierbei Herrn Lipski nochmals das bekannte deutsche Angebot zur Lösung des Danzig- und Korri­dorproblems und ergänzte es noch in einigen Punkten zu­gunsten polnischer Interessen. Zu gleicher Zeit luden wir den polnischen Autzenminister Beck nach Berlin ein. um in ge­meinsamer Beratung die Basis sür ein umfassendes Vertrags­werk. das die deutsch-polnischen Beziehungen ein sür allemal

Orden des kriegsoerdienstkreuzes gestiftet

sür Verdienste, die keine Würdigung durch dos eiserne Kreur finden — kine Verordnung des sichrer-

Genau vor einem Jahr, das heißt also am 24. Oktober 1938, war es als ich im Auskrage des Führers den ehe­maligen polnischen Notschalter Lipski nach BerchteS- gaben kommen ließ. Ich unterbreitete ihm unter Hinweis aus den Willen des Führers, das deutsch-polnische Verhält­nis aus eine geschichtlich tragbare und endgültige Basis zu stellen, an diesem Tage den bekannten

Vorschlag der politischen Wiedervereinigung Vanjigs mit dem Neich

während Danzig wirtschaftlich bei Polen bleiben sollte. Fer­ner sollten erterritvrinle Auto- und Eisenbahnverbindungen wechselseitig zwischen den polnischen und deutschen Terri­torien hergestellt werden. Beide Länder würden dagegen ihre gegenseitigen Grenzen endgültig anerkennen, und der deutsch­polnische Nichtaugrisssvertrag von 1934 sollte aus 25 Jahre verlängert werden.

Dieser Vorschlag wurde dann am 5. Januar 1939 vom Führer persönlich dein damaligen polnischen Außenminister Beck in meiner Gegenwart und in Gegenwart des Bot­schafters Moltke und des Botschafters Lipksi in Berchtesgaden wiederholt. Der Führer wies bei dieser Gelegenheit noch be­sonders daraus hin, daß es keinem deutschen Staatsmann vor ihm und wohl auch schwerlich einem nach ihm je wieder möglich sein würde, einen solchen Verzicht aus den Korridor auszusprechen. Am nächsten Tage in München, solnie später am 26 Januar bei meinem Besuch in Warschau wurde dieses Angebot nochmals eingehend zwischen Herrn Beck und mir besprochen Bei diesen Gelegenheiten wurde von den Polnischen Vertretern in keinem Falle dieses An­gebot abgelehnt, sonder» es wurde unter Hinweis aus ge­wisse Schwierigkeiten innerpolitischer Art erwidert, daß man dasselbe eingehend prüfen müsse und daß man auch pol- nischerseits eine endgültige Bereinigung des deutsch-polnisckien Verhältnisses erstrebe.

Während dieser Monate nun war, sehr im Widerspruch zu den von Denlschlnnd in irenndschastlichem Geist geführten diplomatischen Verhandlungen und mit dem Besu-chaustauschen zwisckien Berlin und Warschau, im deutsch-polnischen Verhält­nis aus verschiedenen Gebieten nicht die erwartete Entlastung, sondern «ine dauernde Versteifung festzustellen. Die Ausbürge­rung Deutfchstüinmiger aus dem damaligen Polen wurde immer intensiver betrieben. Alle deutschen Einsprüche in der deutsch-polnischen Minderheitenkommissio» blieben nicht nur unbeantwortet, sondern wurden osfensichtlich in zunehmendem Maße von dieser Kommission sabotiert.

klären sollte, sicherzustellen. Ich habe bei dieser Gelegenheit dem polnischen Botschafter nahegelegt, zur Klärung der Si­tuation sofort persönlich nach Warschau zu fahren. Ich wollte im Hinblick aus die merkwürdige polnische Haltung in ver­schiedenen Fragen vermeiden, datz der Führer den Eindruck erhalte. Polen wolle sich einfach nicht verständigen.

(Fortsetzung aus Seite S)

Keine besonderen Kampfhandlungen

Berlin, 25. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„An der Front keine besonderen Kampfhandlungen."

(vraktbsriobt unseres vanrixsr Vertreters)

rur. Danzig, 28. Oktober.

Der Traditionstag der Danziger Nationalsozialisten erhielt in diesem Jahre seine besondere Prägung durch die Anwesen­heit des Reichsaußenministers von Ribbentrop. Im Artushos. dem schönsten Festraum Danzigs, wo der Führer kürzlich seine große Rede hielt, waren am Nachmittag die Alte Karde und die Träger des Gauehrenzeichens versammelt. Unmittelbar vom Flugplatz, wo der Reichsautzenminister um 18 Uhr ein­traf. begab er sich in die Festhalte, wo minutenlanger Jubel den Minister empfing.

In seiner Begrüßungsansprache würdigte Gauleiter Förster die besonderen Verdienste des ReichSanßenministers um Dan­zig Der 24 Oktober habe nicht nur seine Bedeutung durch die an diesem Tage im Jahre 1931 erfolgte Neugründung der NSDAP in Danzig Am gleichen Tage vor einem Jahre, so betonte der Gauleiter, habe der Reichsaußenminister in Berch­tesgaden zum erstenmal dem polnischen Botschafter die Forde­rung nach Rückkehr Danzigs gestellt An diesem seinem eigenen Ehrentage, an dem vor neun Jahren der Führer Albert Förster mit einem Sonderaustrag nach Danzig entsandte, gab er vor den ältesten National­sozialisten Danzigs einen llebcrblick über die erfolgreiche Ent­wicklung bis zum Besuch des Führers in Danzig.

Unter Beifall und Zurufen wies der Gauleiter Förster auf die großen Aufgaben hin, die jetzt der nationalsozialisti­schen Kämpfcrschar dieses Gaues erneut gestellt worden seien. Mit hinreißender Begeisterung versicherten die alten Kämpfer ihrem Gauleiter ihre treue Gefolgschaft und ihren letzten Ein­satz, „Wir alten Nationalsozialisten", so schloß der Gau­leiter , haben vor allem unseren Volksgenossen in der kom­menden Arbeit mit bestem Beispiel voranzugehen und ich weiß, baß ich mich auf euch verlassen kann,"

Von einem Jubelsturm begrüßt, ergriff dann Rcichsaußen- ministcr von Ribbentrop das Wort.

NeichsaußeNnnnister von Nibbentrop führte aus:

„Meine Volksgenossen!

Schon lange ist es her, als ich vom Parteigenossen Förster zum ersten Male eingeladen wurde, in der damals sogenann­ten „Freien", in Wirklichkeit aber schwer bedrückten Stadt Danzig zu sprechen. Mehrere Male mußte wegen außen­politischer Vorgänge, über deren Mangel wir in den letzten Jahren ja nicht gerade zu klagen hatten meine Reise ver­schoben werden, bis eines Tages dann doch mein lange ge­hegter Wunsch, Danzig kennenzulernen, über Nacht in Er­füllung ging. und zwar in einer unvorhergesehenen Weise in Erfüllung ging

Ich konnte den Einzug des Führers in das befreite Danzig miterleben! Unvergeßlich wird es mir intmer sein, wie unser Führer, als siegreicher Feldherr aus Polen kommend, in Ihrer schönen Stadt seinen Einzug hielt und von der Tan- ziger Jugend mit glänzenden Augen und von Ihnen allen mit einem Jubel und einer Begeisterung ohnegleichen be­grüßt wurde. Nach über 29 Jahren, größter Schwierigkeiten und schwerster Unterdrückung ist Danzig nun wirklich frei geworden. Für diese große und endgültige Lösung der Danzig- und Korridorsrage, die als eines der schwersten und perfide­sten allen Unrechts von Versailles aus dem deutschen Volk lastete, gilt

Sem sichrer unfer heißer Sank!

Der heutige Tag, der 24. Oktober, ist in der Geschichte Dan­zigs besonders denkwürdig. Es ist der Tag. an dem der Par- teigeuosse Förster im Jahre 1939 in Danzig eintraf und die endgültige Gründung des „Gaues Danzig" der NSDAP. vor­nahm. Die alten Parteigenossen, die heute hier anwesend sind. kennen die erste Etappe'dieses Kampses der Gewinnung Dan­zigs sür die nationalsozialistische Bewegung, der von der Par­teileitung im Reich als der Kam-pf aus einem deutsllien Außen- posten immer mit besonderem Interesse und besonderer Wärme verfolgt wurde. Die Machtübernahme i>m Reich am 30. Januar 1933 bedeutete auch für den Gau Danzig einen neuen Auf­schwung, indem die Ideen Adolf Hitlers sich nun tagtäglich mehr durchsetzten und bald ganz Danzig ersassen sollten.

Die zweite Etappe des nationalsozialistischen Kampfes war gekennzeichnet dupch die Losung „Rückkehr zum Reich!" Dieser Zeitraum von 6)4 Jahren war sür die Danziger Führung außerordentlich schwierig. Sie hatte die Ausgabe, einerseits das Deutschtum in Danzig gegen den dauernden wirtschaft­lichen und politischen Druck der Polen zu erhalten und immer mehr für das Ideengut des Führers zu gewinnen, und an­dererseits entsprechend der vorn Reich verfolgten Potitik der Verständigung mit den Polen ein erträgliches Verlzältnis zum damaligen polnischen Staat aufrechtzuerhalten. Es würde heute abend im Nahmen dieser Kundgebung zu weit rühren, aui die vielen Scluvierigleiten. Rückschläge Kompromisse, Kri­sen und Schlimmeres, an denen die Geschichte Danzigs inner­halb der 6>4 Jahre übervoll ist. näher einzugehen. Eins aber möchte ich heute abend doch sagen:

Danzig und seine Führung haben sich in dieser Zeit geradezu als vorbildliche Kämvfer des Führers gezeigt und - als der zuständige Minister, sür den Danzig immer eine Art außen­politisches Schmerzenskind war. dar? ich dies Wohl sagen — so manches diplomatische (HlanzstüÄ fertiggebracht. Hin und her geworfen zwischen der selbstverständlichen Lohalität gegenüber der Verständigungspolitik des Reiches mit Polen, dem dauern­den Druck Poiens. seine ihm im Friedensvertrag eingeräumten Rechte wirtschaftlicher und volitischer Art weiter auszubauen, den Beschlüssen weltiremdcr. unfähiger, ja, oft böswilliger Vol­kerbundsinstanzen gegen die der Danziger Scnatsprästdent Greiser einen dauernden schweren und aufopferungsvollen Kamps zu führen hatte und gegenüber den inneren marrsit,- schen Feinden, die nach der Machtergreifung das Feld ihrer Tätigkeit zum Teil nach Danzig verlegt hatten, war es be­stimmt nicht immer leicht, den richtigen Weg zu finden. Es ist ein Gebot der Fairheit. bei dieser Gelegenheit aus d,e ge­rechte und suveriore Amtsführung des letzten Bölkerbundskom- missars, des Schweizer Professors Burckhardt, hinzuweisen, der immer bestrebt war. einen gerechten Ausgleich der Interessen herbeizuführen, und dessen Tätigkeit eine rühmlich? Ausnahme im Ber-sieich zu manchen seiner Vorgänger darstellte.

Vas ocoße Verdienst der notionalsoiialistisüien sichruno Vanziys

und damit des Gauleiters Parteigenossen Förster ist es aber, datz er es s-rtigbrachte. trotz dieser manchmal säst unüber­windlich scheinenden Schwierigkeiten Danzig rein deutsch er­halten und dem Führer damit die Heimholung der «ladt ins

Berlin, 25. Oktober.

Der Führer hat durch Verordnung oom 18. Oktober 1339 für Verdienste in dem uns aufgezwungenen Krieg, die keine Würdigung durch das Eiserne Kreuz finden können, den Orden des Kriegsoerdienstkreuzes gestiftet, das in zwei Klassen, in Bronze und Silber, verliehen wird. Für Verdienste bei Einsah unter feindlicher Was- fenwirkung oder in der militärischen Kriegssührung wird das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern, für Ver­dienste bei Durchführung von sonstigen Kriegsaufgaben ohne Schwerter verliehen.

Die Verordnung des Führers hat folgenden Wortlaut:

„Als Zeichen der Anerkennung sür Verdienste in dem uns ausgczwungencn Krieg, die keine Würdigung durch das Eiserne Kreuz sindcn können, stifte ich den Orden des Kriegs- verdienstkrcuzes.

Artikel I.

Das Kriegsverdicnstkreuz wird in folgender Abstufung ver­liehen:

KriegSvcrdicnstkrcuz Zweiter Klasse,

Kriegsvcrdienstkrcuz Erster Klasse.

Die Verleihung erfolgt entweder mit Schwertern oder ohne Schwerter.

Artikel II.

1. Das Ordcnszeichcn ist ei» achtspitziges Kreuz, das ein run­des Mittelschild mit dem Hakenkreuz und einer Eichenlaub- umrandung trägt.

2. Die Rückseite des Mittelschildes der Zweiten Klasse trägt die Jahreszahl 1939.

3 Die Zweite Klasse des Kriegsverdienstkrcuzcs ist bronzen, die Erste Klasse ist silbern.

Artikel III.

Das Kriegsverdicnstkreuz wird verliehen s) Mit Schwertern für besondere Verdienste beim Einsah unter feindlicher Wasscnwirkung oder sür besondere Ver­dienste in der militärischen Kriegssührung,

d) ohne Schwerter sür besondere Verdienste bei Durchführung von sonstigen Kriegsausgaben, bei denen «in Einsah unter feindlicher Wasscnwirkung nicht vorlag.

Artikel IV.

Die Verleihung des Eisernen Kreuzes (1939) oder der Spange zum Eisernen Kreuz des Weltkrieges schließt die Ver­leihung der entsprechenden Klasse detz Kriegsverdienstkreuzes aus. Wird das Eiserne Kreuz oder die Spange zum Eisernen Kreuz des Weltkrieges nach «rsolgter Verleihung des Kriegs- verdienstkreuzcs verliehen, so ist die entsprechende Klasse des Kricgsverdienstkreuzes abzulegen.

Artikel V

1. Die II. Klasse des Kriegsverdienstkreuzes wird am Bande an der Ordensschnalle oder im zweiten Knopfloch des Wasscnrocks getragen. Das Band hat «inen schwarzen Mittelstreifen und aus jeder Seite anschließend je einen Weißen und einen roten Streifen.

2. Die I. Klasse des Kricgsverdienstkreuzes wird ohne Band auf der linken Brustseite getragen.

Artikel VI

Der Belichenc erhält eine Besitzurkunde.

Das Kriegsverdienstkreuz verbleibt nach Ableben des Be- lichenen als Erinnerungsstück den Hinterbliebenen.

Artikel VII

Mit der Durchführung der Verordnung beauftrage ich den Ehes des Oberkommandos der Wehrmacht und den Reichs­minister des Innern sür ihren Bereich in Berbindung mit dem Staatsminister und Ehes der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers.

Berlin. 18. Oktober 1939.

Der Führer gez. Adolf Hitler.

Ehes des Oberkommandos der Wehrmacht gez. «eitel.

Der Reichsminister des Innern gez. F r i ck.

Der Staatsminister und Ehes der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers gez. Dr. Meißner."

Nie-

k?ibdsntrops klare ösvvsisiülikung

ll. L. v. Vremen. 25. Oktober.

Deutschland ist stählern fest entschlossen, den ihm von England aufgezwungenen Krieg bis zum siegreichen Ende zu führen. Das war der unter unendlich be­kräftigendem Beifall der Zuhörer in Danzig vor sich gegangene eherne Ausklang der Ribbentrop-Rede an dem sür Danzig besonders denkwürdigen Tag. da vor neun Jahren Gauleiter Förster eintraf, um die Grün­dung des Gaues Danzig der NSDAP. vorzunehmen.

„Deutschland wird die Waffen nicht eher niederlegen, bis die Sicherheit des Reiches in Europa gewährleistet ist und die Garantien dafür geschaffen sind, daß ein solcher Angriff auf das deutsche Volk für alle Zeiten ausgeschlossen ist."

Das war der Schwur, den nicht nur ganz Danzig bei der denkwürdigen Kundgebung, sondern den alle am Rundfunk mithörenden deutschen Volksgenossen im Geiste in die Hand des Führers ablegten. Die Zeit des Verhandelns ist vorbei, nachdem England in frivoler Kriegslüsternheit das Friedensangebot des Führers ausgeschlagen hat, und es ist die Zeit zum Handeln ge­kommen, die England zeigen wird, wie es sich wieder einmal bei seiner Einstellung zum nationalsozialistischen Deutschland gründlich verrechnete.

Nicht aus Schwäche — das hat Reichsaußenminister von Ribbentrop nochmals und mit Stolz betonen kön­nen — hat der Führer am 6. Oktober der Welt den Weg zum Frieden gewiesen, sondern aus hohem Ver­antwortungsbewußtsein für das Wohlergehen der euro­päischen Menschheit und für die gesamte Welt.

England wollte nichts wissen von des Führers Frie- densweg und Ehamberlain und seine Clique, die seit Jahren bereits den Krieg gegen Deutschland heimlich vorbereiteten, glaubten nur ihre Vorgänger von 1914/18 nachahmen zu müssen, um abermals Deutschland aus die Knie zu zwingen. Sie haben sich getäuscht, und sie ahnen das vielleicht heute schon. Aber sie werden es erst demnächst deutlich genug erkennen. Indes wer­den sie die furchtbare Schuld an dem Kriege, die auf ihren Schultern lastet, um so weniger abstreifen kön­nen, als der deutsche Reichsaußenminister gestern in seiner Rede Satz für Satz den lückenlosen Be- w e'i s für diese Schuld lieferte.

Deutschland hatte alles getan, um mit Polen in einem guten Verhältnis zu bleibe«.:, und nur Eng­land und allein England ist es gewesen, das Polen von allem Anfang an in niederträchtigster Weise auf­hetzte. keinerlei Abmachung die zu einem dauernden Friedensverhültnis der beiden Nachbarn hätte führen können, zu treffen. In unmißverständlicher Weise zeigte der deutsche Außenminister der Welt auch. wie Eng­land alles tat, um Deutschland nicht mit Frankreich zu. einem dauernden Vertrauensverhältnis kommen zu lassen. Es wird den Herren an der Themie gestern be­sonders übel in den Ohren geklungen haben, als Herr Ribbentrop sie daran erinnerte, wie es wiederum Eng­land gewesen ist. das ein jung aufkeimendes deutsch­französisches Vertrauensverhältnis zielbewußt zerstörte, nachdem England — und das ist wiederum bezeichnend —geradezu selbstloses deutsches Angebot zur Her­beiführung englisch-deutscher Freundschaft, ein Angebot auf Waffenhilfe für England, mit den Worten ausge- schlagen hatte: „An Deutschland iei England nichts ge­logen!"

Man muß sich überlegen, was es für Deutschland hieß, ohne jegliche eigenen aggressiven Absichten auf irgendeinem Gebiet in der Welt seine bewaffnete Macht England zur Verfügung zu stellen, lediglich zur Siche­rung des britischen Empires und mit dem guten Willen, einen Beitrag zur natür­lichen und friedlichen Evolution Euro­pas zu liefern. Nein, England wollte von Deutschlands nichts wissen, weil es weder den Frieden noch eine Evolution zugunsten der Welt wollte. Eng­land wollte vor allem nicht, daß Deutschland jemals wieder zu Atem kommen könne. England wollte Deutsch­land dauernd verelendet, versklavt und ge- achtet sehen, so wie ihm das im „Friedensvertrag" von Versailles mit niederträchtigster Gemeinheit ge­lungen war.

Das deutsche Volk sollte ein Bettlervolk, ein ge­knechtetes Volk, ein sterbendes Volk werden. Das

MNINMMNNMNIMIIIIMNNIMMIIIIIIMIIIIIMUMIMMNMMMMIIIIIllllllllll»

Unser sssesspisssi

(Die ksuligs Fnsgsbs umfallt sollt Leiten)

In Danzig rechnete Reichsautzenminister von Ribbentrop scharf mit Chamberlain ab und betonte Deutschlands Entschlossenheit, den Kamps bis zum siegreichen Ende zu führen.

Eine Verordnung des Führers stiftete den Orden des Kriegs-Verdienstkreuzes.

Die Hitler-Jugend erließ umfangreiche Ausbildungsvor­schriften.

Stabschef Lutze weilte bei Dr. Tiso.

Wieder wurde ein britischer Handelsdampser versenkt. Ueber die Verleumdungsklage in USA. gegen den Lügner Churchill werden nähere Einzelheiten bekannt.

Ein deutscher Arbeiter richtete an Englands Kricgshctzcr Nr. 1, Churchill, einen Osscnen Bries.

Die. japanische Ren-Währung wurde vom Pfund losgelöst. Der Rcichsverkehrsminister erläßt eine Verordnung zur verschärften Kontrolle der Kraftfahrzeuge.

In Bremen finden, wie andernorts, dir st-Totenkopsstandarte statt.

Untersuchungen sür