Ausgabe 
(24.10.1939) Nr. 293
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parteiamtliche Lageszeitung

Das fimtsdlatl Les legierende» vürgermeisters der Zieren Hansestadt Vremea

der Naüonalsozialisten Vremens

flmtNäies veririmdungsblatt des Neichsstattisalters in vldendurg und Vremea

Nr. 2SZ / g. Iaizrgang

Dienstag, 24. Oktober 1SZS

Linzelpreis 15 Npf.

tliurchM-die europäische öeftchr

Starker kindruck der Soebbels-Kede

Me Stimme der Sgnagoge

prestestimmen zur schonungslosen slnprangerung desfltlienia"-Verbrechers

englische Lügen in Frankreich und aller Welt

Berlin, 24. Oktober.

Die Anklage des Reichsministers Dr. Goebbels gegen den Falschspieler Churchill hat, wie die jetzt schon vor­liegenden Pressestimmen erkennen lassen, sowohl in den uns befreundeten wie in den neutralen Ländern das größte Aufsehen erregt. Die Mailänder Montag­blätter bringen die Rundfunkansprache zum Teil an erster Stelle auf den Titelseiten.Popolo d'Jtalia" er­klärt, der Reichspropagandaminister habe von Churchill präzise Antworten gefordert, die dieser nun auch vor dem Tribunal der öffentlichen Weltnreinung geben

Von st-Z erlogen

News Ehronirle fälscht« Fiihrerbesprechung mit Sven Hedin

Berlin, 24. Oktober.

Die Londoner ZeitungNews Chronicle" bringt eine Dar­stellung der kürzlich stattgesundenen privaten Unterredung zwischen dem Führer und Sven Hedin, die von AZ er­funden und erlogen ist. Der Zweck dieser neuen Fälschung ist leicht ersichtlich. Es soll abermals mit allen Mitteln versucht werden, zwischen Deutschland und Rußland wenn irgend möglich Mißtrauen zu säen.

Sven Hedin selbst gibt folgende Erklärung bekannt: Die englische ZeitungNews Chronicle" veröffentlicht eine Unter­redung, die ich mit ihrem Stockholmer Korrespondenten über meinen Besuch beim deutschen Reichskanzler gehabt habe. Ich mutz feststellen, daß dieNews Chronicle" meine Ausfüh­rungen völlig falsch wiedergegeben hat und meine persönlichen Auffassungen und Ansichten säl,chlicherweise als Erklärungen des Deutschen Reichskanzlers dargestellt hat. Besonders die­jenigen Stellen, die sich aus Sowjetrußland beziehen, sind keine Aeußerungen des Reichskanzlers, sonder» meine Pri­vate Meinung. gez. Sven Hedin."

»

Wieder ein Beispiel für die vom Londoner Lügen- ministerium inspirierten, ebenso skrupellosen wie leicht zu durchschauenden Methoden der Bölkervergiftung, mit denen England auf seine perfide ArtKrieg führt". Eintaasliigen, auf die die Blätter fliegen Blätter vom SchlageNews Chronicle", denen aufgetragen ist, die immer noch fehlende Kriegsstimmung im Lande mit allen Mitteln zu heben. Wo jedoch nichts ist, hat selbst eine Londoner Lüge den Boden unter den kurzen Beinen verloren.

Über alle deutschen Sender

Berlin, 24. Oktober.

Die Rede, die der Reichsaußenminister von Ribbeytrop heute in Danzig hält, wird um 2».1S Uhr von allen deutschen Sen­dern außer dem Deutschlandsender übertragen. Der Deutsch­landsender bringt die Rede um 23 Uhr. Die Rede wird ferner Vom deutschen Rundsunk in zahlreichen Fremdsprachen ge­bracht werden.

Neue Verletzung der Neutralitiit velglens

Berlin. 24. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

,^»n der Westfront außer Artillerie- und Spähtrupptätigkeit keine Kampfhandlungen.

Am 21. Oktober um 12.45 Uhr flog ein dreimotoriges bri­tisches Flugzeug, von Osten kommend, über den Bahnhof Kon- zen (25 Kilometer südöstlich Aachens) und über die in un­mittelbarer Nähe befindliche belgische Grenze nach Westen zurück."

Mieder vier srachter wrpedierk

bv Kopenhagen, 24. Oktober.

Bon englischer Seite werden am Montag zwei Schiffsvcrluste durch feindliche Aktion" zugegeben An der Nordküste Schott- lands wurde ein 1400-Tonnen-Dampfer von einem U-Boot versenkt. Bor der englischen Küste ist ein Küstcndampfer nach einer Erplvsion gesunken.

Darüber hinaus meldet die Mailänder ZeitungGazctta del Popolo", - der schwedische DampserBardaland" im At­lantik 42 Ueberlcbende des 7255 Tonnen großen englischen DampfersClan Chisholm" gerettet habe. Das Schiff sei von einem deutschen U-Boot versenkt worden.

Weiterhin wird, aus Newhork gemeldet, daß der amerika­nische Dampfer President Harding" 37 Mann des englischen TransportschiffesHeronspool" gerettet habe. Das Schiff sei am 12. Oktober 300 Meilen von der irischen Küste entfernt torpediert

müsse. Auch die holländische Montagpresse hebt die Anklagerede ausführlich hervor, wobei die Blätter gleichzeitig englische Ableugnungsoersuche veröffent­lichen. DasAlgemeen Handelsblad" stellt diesen eng­lischen Behauptungen die eidesstattlichen Aussagen des Amerikaners Andersen gegenüber, aus denen eindeutig hervorgeht, daß dieÄthenia" auf Befehl Churchills versenkt wurde. Auch im holländischen Rundfunk wurden die wichtigsten Stellen der Ausführungen Dr. Goebbels' verbreitet. Ebenso werden sie von der Kopenhage­ns r Montagpresse ausführlich wiedergegeben.Natio- naltidende" überschreibt den ArtikelGoebbels nennt Churchill die europäische Gefahr". In Argentinien haben sowohl die Anklagerede als auch die eindeutige Beweisführung Dr. Goebbels' starken Eindruck hinter­lassen. Nach der wochenlangen Hetzkampagne des briti­schen Liigenministeriums, das mit demÄthcnia"-Fall in Amerika die öffentliche Meinung aufzuputschen suchte, erregt die Anprangerung Churchills um so größeres Aufsehen.

Berlin, 24. Oktober.

Die P-riser Presse fährt fort, sich über die plumpen Lügen zu beklagen, womit man in Frankreich Krieg und Kriegszu­stand etwas volkstümlicher machen mochte. Das PariserJour­nal", das eben erst die ungeheuerlichen Londoner Lügen über die angeblichen Vorgänge an der Front hat anprangern sehen, beklagt sich über dieallzu vielen erfundenen Nach­richten, die angeblich aus neutralen Ländern stammen, und in denen so lächerliche Behauptungen über Deutschland aus­gestellt werden, wie etwa die, daß man in Deutschland einer Sondergenehmigung bedürfe, um sich einmal wöchentlich rasie­ren lassen zu können, öder daß es dem deutschen Volk immer noch völlig unbekannt fei, daß es sich überhaupt im Kriegs­zustand befindet". Wie ist das möglich? Wenn an nichts anderem, z. B. nicht an den Heldentaten der englischen Luft­flotte, so müßten die Deutschen den Kriegszustand doch an den vielen unrasierten Bärten der Lügen erkennen.

In einem anderen Sinne ist der PariserMatin" böse über dieallzu vielen Franzosen, die sich nicht mit dem be­gnügten, was ihnen von der französischen Tagespresse und vom Jnformationsministerinm geboten wird, die vielmehr immer noch zwischen den Zeilen losen und dabei feststellen.

«Im Valkan geschieht nichts okne Italien!"

Vie faschistische presse warnt vor Ven Machenschasten der Westmächte nach Abschluß des türkenpaktes

Rom, 24. Oktober.

Englands und Frankreichs verzweifelte Versuche, das Ab­komme» mit der Türkei als ein gegen niemand gerichtetes und ausschließlich den, Frieden dienendes Instrument dar­zustellen, werden von der italienischen Presse an Hand zahl­reicher Widersprüche der englischen Blätter als grobe Ent­stellung der Wahrheit und der Tatsachen entlarvt. Der BologneserResto del Carlino" betont, daß es zwecklos sei, daß man diesem Pakt Italien gewissermaßen als einen Höslichkeitspakt Präsentieren will, da es klar ist, daß er jenen Status quo im Mittelmeer verändert, den die Engländer (als stets eifrige Verteidiger der Verträge!) sich mit uns verpflichtet hatten zu respektieren.

Tevere" erklärt, auch Polen hätte man gegenüber Nuß- lang und Deutschland zu große Ausgaben anvertraut und die Türkei könne nurauf die große Hilfe" hoffen, die Polen in der Praxis zuteil wurde.Giornale d'Jtalia" schreibt, man könne nur sagen, daß Italien auch diese neue Episode, die sich in die verwirrten Ereignisse des euro­päischen Krieges einreihe, aufmerksam betrachte.

DieTimes" habe in diesem Zusammenhang erklärt, daß die Türkei nicht nur ihre Positionen als unabhängige Hüterin der Meerengen beibehalten, sondern auch im Bal­kan weiterhin eine vermittelnde und stabilisierende Funk­tion ausüben werde.Man kann dazu", wie das halbamt­liche Blatt abschließend betont,feststellen, daß im Balkan nichts ohne Italien versucht oder unternommen werden kann.

dessen lebenswichtigen und offenbar nicht nur wirtschaftlichen Interessen in jedem Gebiet heute klarer denn je zutage treten."

Wie sich die Ägenzia Stesani aus Sofia melden läßt, hat die Nachricht von der Unterzeichnung des Paktes in An­kara in Bulgarien keine Ueberraschung hervorgerufen. Die Reaktion, die das Ereignis in den politischen Kreisen von Sofia hervoU- .gerufen habe, sei klar. Nachdem die Balkanstaaten immer daraus bedacht waren, unter allen Ge­sichtspunkten ihre volle Unabhängigkeit zu bewahren, indem, sie von dem Abschluß solcher Verpflichtungen mit den Groß­mächten Abstand nahmen, die sie einem Kriegsrisiko aus­setzen könnten, bildet der Umstand, daß die Türkei diese grundlegende Richtlinie mit dem Abschluß eines regelrechten Bündnisses mit England und Frankreich, die überdies krieg-' führende Mächte sind, etwas Neues sowohl für Bulgarien, wie für die übrigen Balkanstaaten. Die englischen und französischen Behauptungen, wonach der Vertrag von An­kara in positiver Weise zur Erhaltung des Friedens aus dem Balkan beitrage, finden, so heißt es in der Stefani- Meldnng weiter, in den politischen Kreisen von Sosia keine Zustimmung.

Man sei hier im Gegenteil der Ansicht, daß der Vertrag die Keime für mögliche internationale Komplikationen ent­hält, was den Wünschen Bulgariens, das von einem auf­richtigen Friedenswillen beseelt ist und sich ganz seiner Auf­bauarbeit widmet, nicht im geringsten entspricht.

Verstärkter standet mit Deutschland

der lettische Außenminister über Sie veränderte Lage in Psteuropa

Riga, 24. Oktober.

Der lettische Außenminister Munters kam aus einer Tagung sämtlicher Wirtschaftskammern Lettlands aus die internationale Lage zu sprechen. Er wies daraus hin, daß der Krieg auch die neutralen Staaten immer stärker in Mitleidenschaft ziehe. Lettlands außenpolitische Lage habe sich grundlegend verändert. Polen sei als Faktor ausgeschieden. Nur noch zwei Großmächte: Deutschland und die Sowjetunion, bestimmen die Lage Ost- europas. Dabei habe sich das gegenseitige Verhältnis dieser Großmächte grundlegend im Sinne einer freundschaft­lichen Zusammenarbeit verändert. Wie aus der letz­ten Rede des deutschen Reichskanzlers hervorgegangen sei, habe Deutschland in den baltischen Staaten nur noch wirt­schaftliche Interessen, das bedeute, daß die politischen In­teressen Deutschlands an der nordöstlichen Grenze des Reiches aufhörten.

Dann behandelte der Außenminister den lettisch-sowjet- russischen Beistandspakt. Dieser Vertrag sei etwas völlig neues. Denn er sei ein Vertrag zweier Staaten von ganz verschie­denen Kräfteverhältnissen und verschiedener ideologischer Struktur.

Außenminister Munters setzte sich dann mit den Kritikern an dem Beistandspakt auseinander. Die Verhandlungen hätten gezeigt, daß der Sowjetunion die Sicherheit der ihr benach­barten Baltenstaaten nicht gleichgültig sei.

Der Krieg, so fuhr Munters fort. sei für alle schwer und unbarmherzig. Er werde nicht nur mit der Waffe, sondern auch auf wirtschaftlichem Gebiet geführt. Durch das Bann­warenverzeichnis der kriegführenden Mächte seien mittelbar auch die neutralen Staaten schwer betroffen. Die größte Be­deutung im lettischen Außenhandel hätten Deutschland und die Sowjetunion. Deutschland sei schvn immer der Versorg«: Lettlands auf verschiedenen Gebieten, darunter dem der Ma­schinen. Chemikalien und anderen gewesen, und von der Sowjetunion erhalte Lettland verschiedene Rvhstosse, so Pe­troleum und Benzin. Dem Handel Lettlands mit diesen beiden Großmächten müsse größte Aufmerksamkeit zuge­wendet werden. Wenn es Lettland gelinge, mit diesen beiden Großmächten erfolgreich Handel zu treiben und von ihnen Waren zu erhalten, die Lettland brauche, so könne man hof­fen, die schweren Zeiten zu überwinden.

Zum Schluß rief der Minister zur inneren Geschlossenheit und Steigerung der geistigen Kraft des lettischen Volkes auf, da davon die Zukunft Lettlands abhänge.

Judenvermögensabgabe auf 25 v. st. erstöstt

Seid, slugzeuge, Maschinen

Der Preis, den die Türkei für den Pakt erhielt

Zur krreichung der den Juden auferlegten Milliarde

Berlin, 24. Oktober.

Der Reichsminister der Finaüzen teilt mit: Den Juden war die Zahlung einer Kontribution von einer Milliarde Reichs­mark auferlegt worden. Dementsprechend ist von den Juden deutscher Staatsangehörigkeit und von den im Deutschen Reich lebenden staatenlosen Juden eine Judenvermögensabgabe er­hoben worden. Die Abgabe ist zunächst auf 20 v. H. des Ver­mögens festgesetzt worden. Eine Beschränkung oder eine Er­weiterung der Zahlungspslicht jvar sür den Fall vorgesehen, daß das Aufkommen von einer Milliarde Reichsmark über­schritten oder nicht erreicht werden sollte. Die bisherigen Zahlungseingänge lassen erkennen, daß der Betrag von einer Milliarde Reichsmark nicht erreicht werden wird. Zur Ver­vollständigung des Aufkommens ist daher die Erhebung eines weiteren Teilbetrages erforderlich. Durch eine Verordnung des Reichsministers der Finanzen ist die Abgabe von 20 v. H. aus 25 v H des Vermögens erhöht worden. Der Unterschreds- betrag von 5 v. H. des Vermögens ist am 15. November 1930 fällig und an diesem Tage von allen abgabepflichtigen Juden zu entrichten. Alle bisher über die Judenvermögensabgabe erganaenen Vorschriften finden auch aus diese Zahlung An­wendung. Für die Annahme von Wertpapieren wird ein be­sonderer Kurszettel ausgestellt werden. Der weitere Teilbetrag ist ohne besondere Aufforderung zu zahlen.

Neue Satzungen dir Neichsbank

. Der Präsident der Deutschen Neichsbank hat die von ihm auf Grund des neuen Reichsbankgesetzes erlassene Satzung der.

Deutschen Reichsbank bekanntgemacht. In der neuen Satzung sind wichtige Grundsätze der nationalsozialistischen Wirtschasts- aussassung verwirklicht worden. Insbesondere tritt an die Stelle des früheren Zentral- und der Bezirksausschüsse die durch Anteilseigner zu- besetzen waren, nunmehr ein Beirat der Deutschen Reichsbank und eine Reihe von Bezirksbeiräten. Es ist hier in gewissem Sinne eine Beratung der Reichsbank in Kraft getreten, als die Beiratsmitglieder keinesfalls An­teilseigner mehr z» sein brauchen. Der Präsident der Reichs­bank beruft sie und kann sie jederzeit auch wieder abberufen Der Beirat hat die Aufgabe, das Reichsbankdirektorinm in besonderen Angelegenheiten mit Rat zu unterstützen. Eine Einflußnahme aus die Verwaltung und den Geschäftsgang der Reichsbank findet nicht statt.

Auch die Anteilseigner sind in ihren Verwaltungsrechten im Sinne der nationalsozialistischen Grundsätze zurückgesetzt wor­den. Sie haben vor allem nicht mehr das Recht, über die Bilanz abzustimmen Andererseits hat es die Eigenart der Konstruktion der Reichsbank ermöglicht, eine Hauptversamm­lung ossiziell beizubehalten. Neu ist vor allem das, ähnlich wie bei der Reichsbahn nach der kürzlichen Neuordnung, nun auch bei der Reichsbank satzungsgemäß eine unabhängige Prüfung der Rechnungen und des Jahresabschlusses erfolgt. Hierfür wird ein besonderes, in seiner Prüfungstätigkeit unabhängiges Prüsungsamt der deutschen Reichsbank errichtet.

Paris, 24. Oktober.

Das PariserJournal" läßt sich von seiner Sonderbericht- erstatterin in Istanbul höchst aufschlußreiche Einzelheiten über die Hintergründe des englisch-französisch-türkischen Paktes mel­den. So ist der französischen Journalistin noch in den letzten Tagen in Ankara mehrfach gesagt worden, daß die Türkei als Gegenleistung von England eine größere Pfund-Sterlings- anleihe, 500 Bomben- und Ausklärungsflugzeuge sowie Lie­ferung und Aufstellung des gesamten Maschinenparks sür das große Metallindnstriezentrnm von Parabuk erhalten habe. Frankreich habe seinerseits der Türkei nicht nur den un­befristeten Besitz des Alexandrette-Gebietes zugesichert, sondern darüber hinaus wurde durch einen militärischen Bündnis- vertrag die Hilfe der französischen Truppen an der 900 Kilo- meter langen shrisch-türkischen Grenze garantiert.

sind A msterda in , 24. Oktober.

DerDaily Mail"-Korrespondent in der türkischen Haupt­stadt Ankara meldet, es sei in Ankara bestätigt worden daß die Vorbereitungen für eine englisch-französische Anleihe an die Türkei in Höhe von 60 Millionen Pfund jetzt abgeschlossen seien. 25 v. H. dieser Summe müßten sür Waffenlieferungen ausgegeben werden.

Neuer japanischer Botschafter in Berlin. Der Kaiserlich- Japanische Botschafter in Berlin, General Oshima, ist von der japanischen Regierung abgerufen worden. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige japanische Botschafter in Brüssel, Saburo Kuruso, ausersehen, dem das Agrement be­reits erteilt worden ist.

daß sowohl an der französischen Kriegsfront wie auch im In­nern des Landes nicht alles so rosig aussehe, wie man es gerne haben möchte. Durch diese Leute würden alle möglichen Gerüchte verbreitet, die Unruhe und Trauer hervorrufen."

Beide,Journal" undMatin". täuschen sich dabei in einem: Nicht ausneutralen Ländern" stammen jene gro­tesken Lügen, deren Weitergabe nach der Meinung desJour­nal" die Folge hat, daß siedas französische Volk in falsche Hoffnungen wiegen", es sind englische Lügen aus der Gift­küche der Herren Churchill und Mac Millan!

(Fortsetzung auf Seite 2)

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Die V/sIt stwoickst stirs Antwort c>u( clis /^nlclcigsisclE Dr. Loslolzslsff

k. lilii. Bremen, 24. Oktober

Der Hieb gegen Churchill saß das ist der Eindruck, den die .ebenso wuchtige wie gründliche An­klagerede des Reichsprop agand aministers Dr. Goebbels gegen den schuldbeladenen englischen Seelord in der Weltöffentlichkeit hinterließ. Wenn maßgebende Zeitun­gen des Auslandes ihre Meinung über die deutschen Fest­stellungen mit Nachdruck dahingehend zusammenfassen, daß der angeprangerteErste Lord der britischen Ad­miralität" antworten müsse, so ist damit auch von dritter Seite die unhaltbare Situation gekennzeichnet, in die der Verbrecher Churchill Großbritannien und seine Regierung hineinmanövriert hat. Der Fall Athenia" ist also tatsächlich ein Fall England ge­worden. Bevor der Entlarvte nach der niederschmettern­den Rede Dr. Goebbels Luft schöpfen konnte die Sprache hat er noch nicht wiedergefunden! glaubt das NachrichtenbüroPreß Association" in der Churchill-Assäre einen kleinenEntlastungs"-Bei- trag liefern zu müssen. Die. Tatsache, so meint dieser Pressedienst, daßvier Deutsche" bei derAthenia"- Katastrophe ertrunken seien, beweise, daß Churchill ent­gegen der deutschen Behauptung auf dem Schiff kein Reiseverbot für deutsche Passagiere erlassen habe. Ein schlechterer Dienst, als er mit diesem Hinweis erfolgt, kann dem größten Lügner aller Zeiten gar nicht er­wiesen werden! Die Namen jener vier Ertrunkenen Ehrlich, Künstlicher, Vraunschweiger und Lustig ver­raten nämlich, daß man hier hebräische Emi­granten zu deutschen Volksgenossen Hin­zu Ischen versucht. Sogar englische Zeitungen haben in diesem Zusammenhang von jüdischen Flücht­lingen gesprochen. Der von Churchill bestellte neueste Schwindel trägt somit nur. dazu bei (wenn das über­haupt noch möglich ist), die deutsche Anklage auch hin­sichtlich der von Churchill organisierten Fernhaltung unerwünschter Zeugen seiner Freveltat zu untermauern. Womit wieder eine faule Ausrede dieses gesinnungslosen Kriegshetzers als solche entlarvt worden ist. Uebrigens ruft es auch im Ausland lebhafte Empörung hervor, daß die verantwortlichen Männer Englands 6 Wochen lang die Beschießung derAthenia" durch britische Zerstörer peinlichst verschwiegen haben. Weshalb, so fragen wir die Londoner Giftmischer, wagt man es nicht, die Versenkung derAthenia" durch englische Kriegsschiffe weiterhin mit derSorge um die Sicherheit der Meeres­straßen" zubegründen"? Ist diese Motivierung selbst den britischen Vernebelungsstrategen zu fadenscheinig und zu durchsichtig?

*

Inzwischen ist Churchill von dem Herausgeber der ZeitungNew York Enquirer", William Griffin, vor aller Welt einer neuen Verleumdung über­fuhrt worden. Wie wir kürzlich mitteilten, wollte sich der englische Erzlügner plötzlich nicht mehr an sein interview mit Erissin besinnen können, in dem er dem amerikanischen Zeitungsmann erklärt hatte, USA sei

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Unser Issssspisgsl

(vis LsutiZe ^.usZads umlaüt soobs Leiten)

Die an Churchill gerichtete Anklagerede Dr. Goebbels' hat in der ganzen Welt starke Beachtung gesunden.

Die Londoner Behauptung, vier Deutsche seien bei der Athcnia"-Katastrophe ertrunken, entpuppt sich als neuer belastender Schwindel Churchills.

Die unverschämte Rede des Kriegsministers Hore-Belisha findet auch in Italien eine scharfe Zurückweisung.

London gibt mehrere neue Schifssverlustedurch feindliche Aktion" zu.

Bezeichnende Erpressungsversuche übte Blockademinister Crotz auf Belgien aus.

der englische

Der lettische Außenminister setzte sich für einen verstärkten Handel mit Deutschland ein.

In Kowno traf eine russische Militärkommission ein. Libau wird russischer Flottenstützpunkt.

Ueber die Unterredung Sven Hedins mit dem Führer wurden bon der britischen Giftküche infame Lügen ver­breitet.

Die Reichsbank erhielt neue Satzungen.

An der südafrikanischen Regierung Smuts wird von dk Afrikanern schärfste Kritik geübt.

Die Judenvermögensabgabe wurde von 20 aus 25 v j erhöht.

Für Studierende, die die Hochschule wechseln müssen sind unter gewissen Bedingungen wirtschaftliche Erleichterünaen ms Auge gefaßt. "

Bremer Schüler berichten derBremer Zeitung" von ihren Erlebnissen bei Grabungen am Dümmer.