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vmnei UllW
parteimmtiche Tageszeitung
vas flnüsUatt des Negierenden Wirgermeifters der Freien ficmsestadr Vremea
AnzestzL« - Grünhpid^e)
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der Nationalsozialisten Vremens
flmrkches VerkünSungsbk« des Neichsstatchalters in Videndurg und Vremea
Nr. 292 / 9. Jahrgang
Montag, 2Z. Oktober 19Z9
kinzelpreis 1S Npf.
Ii«ieksnH>nir^s« Nr. Soelrirels nimmt ^kurekill ins Oeket
^Sleli, Vube, und gib flntwort!"
kin britischer krzlügner vor dem Mchterftichl der Weltöffentlichkeit
Wer stak die „sttliema" versenkt l IVie Verlian-lunoen mit der USSSN.
Sie Welt verlangt pröztte flntwort auf Vr. Soebbels' fragen
äul>. Berlin, 23. Oktober.
Reichsminister Dr. Goebbels richtete Sonntag abend 20.15 Uhr im deutschen Rundfunk einige Fragen an den Ersten Lord der britischen Admiralität, Winston Churchill. Er erhob diese Fragen vor der breitesten Öffentlichkeit, weil er sie mit den Forderungen verknüpfte, daß sie auch vor der breitesten Öffentlichkeit beantwortet werden. Dr. Goebbels wies auf die genau belegten Anklagen hin, die die deutsche Presse und der deutsche Rundfunk seit Tagen und Wochen gegen Herrn Winston Churchill erhebt, ohne daß dieser persönlich antwortete.
Dr. Goebbels erklärte: Herr Winston Churchill glaubt offenbar, daß es in der äußerst schwerwiegenden Angelegenheit, die wir mit ihm auszumachen haben, mit einem harmlos sich gebenden Dementi getan wäre. Davon kann jedoch in diesem Stadium der Dinge keine Rede mehr sein. Denn erstens sind unsere Anklagen gegen ihn so genau fixiert und durch ein- wandsreieste neutrale Zeugnisse so präzise belegt, daß ste überhaupt nicht in Bausch und Bogen dementiert werden können. Und zweitens besitzt ein Dementi ausgerechnet des Herrn Churchill weder in Deutschland noch in der neutralen Welt noch sogar in England nach seinen bekannten historisch belegten Lügen irgendeine Glaubwürdigkeit.
Es ist nicht einmal das Papier Wert, aus das es geschrieben wird. Und drittens verlangen wir Präzise Antworten auf Präzise Fragen.
tzerr tkurchill ist der flngeklagle.
Er steht vor dem Tribunal der Weltöffentlichkeit; und dieses will mit uns wissen, ob in Zukunft eine Figur fernes Schlages überhaupt noch das Recht besitzt, an die össentliche Meinung zu appellieren. Und darum ergreife ich heute abend in, Falle Churchill noch einmal das Wort.
Herr Winston Churchill versucht die massiven Angriste der deutschen Presse und des deutschen Rundfunks mit einer Handbewegung in den Wind zu schlagen. Aus das Wort eures deutschen Ministers aber wird er antworten müßen, wenn anders er durch sein Schweigen nicht auch ein Geständnis ablegen will. Seine Antwort ist uns willkommen, weil wir sie jederzeit widerlegen können; sein Schweigen aber ist ein Eingeständnis seiner Schuld die allerdings einzigartig dasteht in der ganzen Geschichte.
Wir haben auch keine Veranlassung, ausgerechnet ihm etwas zu schenken. Er ist der Haupttreiber dieses Krieges. Es ist sein Werk; ja er rühmt sich dessen noch. Die Volker klagen ihn an. Er ist sozusagen eine europäische Gesahr geworden. Er soll sich also in der Angelegenheit, die wir Deutsche mit ihm auszumachen haben, nicht verstecken und so tun, als hieße er Hase, wohnte im Walde und wüßte von nichts. Wir werden ihn schon stellen, so geschickt er sich auch zu tarnen versucht. Wir haben eine langjährige Uebung darin, mit Leuten seines Schlages umzugehen. Wir wissen auch. in welche Behandlung sie genommen werden müßen.
Und wenn wir in unserer Politik hier und da ein hartes Wort gegen ihn gebrauchen, so deshalb, weil er zu jenen Menschen gehört, denen man erst die Backenzähne einschlagen muh, bis sie das Lügen aufgeben und die Wahrheit sagen.
Leute wie Herr Winston Churchill können sich mit ihrer Verlogenheit überhaupt nur behaupten und durchsetzen,, wenn sie keinen überlegenen oder doch wenigstens ebenbürtigen Gegner haben. Das ist im letzten Kriege der H-all gewesen, und deshalb war auch die Methode Churchills damals so er olgreich. Heute aber ist das gang anders. Heute stehen Herr« Winston Churchill deutsche ^ a t r o n a l s o z r a- listen gegenüber. Die sind rn ihrer langen Geschichte schon
von Mbbenirop spricht in VanM
Berlin, 23. Oktober.
Anläßlich des Tages der Alten Kiimpser der NSDAP. Tan- zig spricht wie bereits angekündigt — der Neichsaußen- minister von Ribbentrop am 24. Oktober in Danzig. Die Rede wird um 20.15 Uhr von, Rundfunk übertragen.
mit sovielen Gegnern fertig geworden, daß sie keinen Augenblick daran zweifeln, auch ihn zur Strecke zu bringen.
saule flusresten gelten stier nicht mestrr
und wenn Herr Winston Churchill jetzt auch versuchen möchte, den Spieß umHikehren und aus Anklage Gsgenanklage zu machen, so kann das bei uns nur noch ein Lächeln erregen. — Und nun zurSachc! (Fortsetzung aus Seite 2)
wetteret positiver Verlauf / Volkskommissar rewosian kommt nach Deutschland
Snb. Moskau. 23. Oktober.
Die deutsch-sowjetischen Wirtschastsverhandlungen in Moskau nehmen den erwarteten positiven Verlaus. Botschafter Ritter hat sich nach Klärung der einleitenden grundsätzlichen Fragen nach Berlin zurückbegeben, während die deutsche Delegation unter Führung des Gesandten Schnurre die Arbeiten mit der Sowjetregierung fortsetzt. In den nächsten Tagen wird eine größere sowjetische Kommission unter Führung des Volkskommissars Tewosjan nach Deutschland abreisen, um die Fragen zu studieren, die mit der deutschen Ausfuhr nach der Sowjetunion zusammenhängen.
Stolze vilanr des wstw. in der Neichsstaupkstadt
rä. Berlin. 23. Oktober.
Das Kriegswinterhilsswerk des Gaues Berlin wurde am Sonntagvormittag im Rahmen einer Feierstunde im Berliner
entlarvt
ikisfiistrliche Wiedergabe der Seutststen Schilderungen in der gesamten USfl.-presse
Newyork, 23. Oktober.
Der Lab.-Bericht über Churchills Verantwortung für den Untergang der „Athenia" wird in der gesamten Presse der Bereinigte!! Staaten ausführlich wiedergegeben. J>iigwlschen erfuhr die eidesstattliche Erklärung des USA..-Bürgers Anderson durch das jetzt erst bekanntgewordene Zeugnis einer weiteren Ueberlebenden eine einwandfreie Bestätigung.
Die zum Scripps-Howard-Konzern gehörige Newhorker Abendzeitung „World Telegram" meldet nämlich, daß die NSA.-Bürgerin Helen McDonald aus Hartford im Staate Connecticut schon zwei Tage nach dem Untergang der „Athenia" berichtete, daß der britische Zerstörer, der sie auf- gesischt gatte, mehrere Schüsse aus die „Athenia" abfeuerte. Dies geschah angeblich, um das Wrack wegen Gefährdung der Schissahrt zu beseitigen.
Die USA.-Zeitungen enthalten sich weiterhin jeden Kommentars, verzeichnen jedoch^ gewissenhaft sämtliche von deutscher Seite gegen Churchill erhobenen Beschuldigungen. Dabei findet die Tatsache, daß die „Athenia" volle 14 Stunden nach der Jnnenexplosion noch schwamm gnd wahrscheinlich noch länger leckgeblieben wäre, falls nicht britische Zerstörer eingegriffen hätten, größte Beachtung.
Rom, 33. Oktober.
Die sensationellen Enthüllungen über die Versenkung der „Athenia" werden auch von der römischen Presse in großer Aufmachung wiedergegeben. Schon in den Ueberschriftrn wird die Tatsache hervorgehoben, daß die Ladung aus Sprengstoffen bestand: und daß das Schiff von Einheiten der britischen Kriegsmarine versenkt wurde. Durch die ausführliche Wiedergabe der Erklärungen des amerikanischen Augenzeugen kann sich der Leser weiterhin ein klares Bild von den brutalen Methoden Mister Churchills machen.
tsturchill, -er „fl1stenia"-flrittlerist
Amsterdam, 23. Oktober.
Nachdem durch die eidesstattlicheti Erklärungen amerikanischer Augenzeugen einwandfrei festgestellt wurde, daß die „Athenia" durch britische Zerstörer im Auftrage des Ersten Seelovds der britischen Admiralität, Winston Churchill, versenkt wurde, ist dieser, wie die „London Gazette" meldet, ehrenhalber zum Oberst der Artillerie ernannt worden.
Me Slowakei dankt dem sichrer
Nach der Nückgliederung der geraubten Sebiete — sreudenkundgebungen im ganzen Lande
Preßburg, 23. Oktober
Die Nachricht über die Zustimmung des Führers zur Rückgliederung des seinerzeit von Polen entrissenen slowakischen Gebietes hat in der ganzen Slowakei große Begeisterung ausgelöst. Obwohl die slowakischen Sonntagsblätter wegen ihres frühen Redaktionsschlusses den Inhalt der Unterredung des Führers mit dem slowakischen Gesandten in Berlin, Cernak, nicht mehr veröffentlichen konnten, hat sich die diesbezügliche Rundsunkmeldung mit Blitzesschnelle verbreitet und vielerorts zu spontanen Freudenkundgebungen Anlaß gegeben.
Dir slowakische PoMk,'so erklärt man, habe damit einen neuen Beweis für ihre Nichtigkeit erhalten. Von dem Augenblick an, in dem Adolf Hitler den Schutz des slowakischen Staates übernommen und damit seinen Bestand erst gesichert hat, habe das slowakische Volk seitens des Deutschen Reiches eine ununterbrochene und geradlinige Kette von Beweisen einer ehrlichen und großzügigen Freundschaft erlebt. Trotz Krieg und anderer Wirrnisse stehe die'Slowakei ruhig und innerlich, gefestigt da und liefere damit ein Beispiel für das
knglanS auf dem Wege zur Inflation
Warnrufe -es „vailg Herold" — griechische Handelsschiffe sotten aussteifen
Kos. Amsterdam, 23. Oktober. Abgesehen von mehrfachem blindem Luftalarm in Gegenden der schottischen Ostküste verlies das englische Wochenende ßerlick ruhig. Trotzdem gönnten die englischen Blatter der oölkerung keine Ruhe, obwohl die englischen Nerven gerade den letzten Wochen durch die deutschen Luft- und N-Boot- griffe auf das äußerste in Anspruch genommen worden rcn Einen ziemlichen Schock hat vor allem der "2mlh cald" den Engländern mit der Feststellung versetzt daß d,e rtschaft nch aus dem besten Wege zu einer Inflation
inde ...
Wenn die Regierung, so kritisiert das Oppositwilsblatt, ,o iter wirtschafte und wenn die dauernden Erhöhungen der eise nicht ausgehalten würden, dann würde das Land unleidlich in eine fatale Art von Inflation h,nc,»getrieben cden Eine Kriegsinslation würde nicht nur sur Millionen nicken äußerste Not bedeuten, sondern müßte zu >virtscha,t- icni Zusammenbruch führen. Da schließlich der Wert der .lischen Valuta im Auslande immer weiter ,inken wurde, issc man mit einem erheblichen Rückgang des Ucbcrsee- vorts rechnen. Diesen Problemen sehe ßchd'c Regierung Mvber. Man könne sie nicht meistern nach dem Vorbild Schatzkanzlers, der sich einfach weigere, die Tatsache anzu- ennen. sondern nur durch wirtschaftliche Planung, rine weitere unangenehme Wochcnendüberraschung war die kündigung des Ernährungsminlsters. daß ..sur die nächsten qe" nur wenig Fleisch in den Schlächterläden zu haben sei. die gewohnten Einsuhrlieserungen vorübergehend imter- >cken seien! Außerdem macht sich rn der englischen Haupt- R der Mangel an frischem Gemüse immer 'tarker bemerkbar . Regierung hat angeordnet, daß der große Londoner Ge-
müsemarkt im Covcnt-Garden nur noch bei Tageslicht abgehalten werden dürfte. Da der Markt als wichtigste Eiiiknuss- quelle der Kleinhändler sich bisher aber gerade in den Stunden von vier bis acht llhr morgens abgespielt hat, sind die Gemüsehändler dadurch schwer geschädigt.
Wie schwer die britische Handelsschisfahrt bereits von dem deutschen U-Boot-Krieg getroffen worden ist, beweist eine Meldung des „Daily Herold". Der Athener Korrespondent des Blattes schreibt, die englische Regierung sei an griechische Schiffseigner herangetreten, um 50 v. H. der griechischen Handelsflotte zu chartern. Wegen der enormen.Kriegsrisiken habe England größere Summen bieten müssen. Der Korrespondent hosst, daß bald ein Abkommen Zustandekommen würde.
„Sundah Chronixle" erklärt, der Premierminister werde am Dienstag zu dieser Frage der Teuerung im Parlament Rede und Antwort zu stehen haben. Ein Beamter des britischen Erniihrungsministcriums habe dem Blatt erklärt, die Ursachen für die Preissteigerung lägen einmal in der Knappheit gewisser Lebensmittcl, die England aus anderen Teilen der Welt einführen müsse, und zum anderen im Ansteigen der Transportkosten sowie den hoh-n Kriegsrisikovcrsicherungs- sätzen. Auch das Kriegsgewinnlertum sei mit verantwortlich. Das Blatt gibt dann eine Liste von gewissen Warenpreisen, die zeigen sollen, in welchem Maße Preissteigerungen eingetreten sind. Danach ist der Pr-is für Zucker um über 100 v. H. und der Preis für Fische um mehr als das Doppelte gestiegen. Ueber zehn Millionen Arbeiter müßten zusehen, wie ihnen geholfen werde.
„Sundah Times" spricht in einem ähnlichen Artikel von „wachsender Besorgnis", die zu weitgehenden Gerüchten Anlaß gebe.
Wohlergehen und die Sicherheit, die der Weg an der Seite Deutschlands mit sich bringen. Mit dem tiefen Dank an Adolf Hitler und das Deutsche Reich verbinde sich im Empfinden der breiten Masse der slowakischen Bevölkerung die Anerkennung für Dr. Tiso, Dr. Tuka und General Catlos, deren klare und weitschauende Politik den jungen Staat auf einen so glücklichen Weg geführt hat.
Diesen Dank brachte auch der Oberbefehlshaber der Hlink-a- Garde und Propagaudachef Sanomach in einer Rede zum Ausdruck, die er am Sonntag in St. Georgen bei Prößburg hielt. Adolf Hitler habe vor der ganzen Welt bewiesen, so erklärt er, daß er Ehrlichkeit mit Ehrlichkeit und Leistung mit Leistung quittiere. In dem Augenblick, in dem von Paris und London aus im Zeichen der „Freiheit der Völker" die erneute Versklavung des slowakischen Volkes gefordert werde, habe sich der Führer als der wahre Verfechter gerechter völkischer Grundsätze erwiesen. Die Slowakei wisse, daß der Kamps im Westen auch ihr Kamps ist. Sie werde daher in ihrer ganzen Haltung nichts anderes kennen, als das Bekenntnis zu ihrem Beschützer Aböls Hitler und zu der von ihm eingeleiteten gerechten Neuordnung Europas.
Neuer italienischer Sesandter in Preßburg
Preßbnrg, 33. Oktober.
Die Autrittsaudienz, zu der Ministerpräsident Dr. Lisv am Sonnabend den neuernannten italienischen Gesandten bei der slowakischen Regierung, Gras Guido Ronealli di Moutorio, empfing, stand ixn Zeichen der Vertiefung der Beziehungen zwischen der slowakischen und der italienischen Nation.
Die „Slovenska Pravda" fordert in ihrer Sonntagsnninnrer die sofortige Errichtung eines starken slowakischen Kurzwellensenders, um die Slowaken im Anstand — vor allem in Amerika — über die währen Zustünde in der Slowakei unterrichten und die Lügenmeldnngen der von Paris und London ausgehaltenen Emigranten durch Tatsachenmaterial widerlegen zu können. Es genüge nicht, so führt das Blatt aus, im Volke selbst und im Parlament gegen die Agitation für die Wiedererrichtung einer tschecho-slowakisckien Republik Stellung zu nahmen, denn in der Slowakei befasse sich ohne hin niemand mit diesem Gedanken, »er den Auslands slowaken. die in den letzten Inhrzehntcn so viel für die Frci- heitsbestrebimgen des slowakischen Volkes getan hätten, müsse der Klaube an ihre Heimat erhalten bleiben.
Keine besonderen kreignisse im Westen
Bcrlin, 23. Oktober
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Im Westen außer geringer Artillerie- und Spähtrupptätigkeit keine besonderen Ereignisse."
Schwedischer Vampser versenkt
brv Kopenhagen, 23. Oktober.
Der schwedische Dampfer „Gustas Adoli (1450 Tonnen) aus Göteborg, der mit Stückgut nach England unterwegs war — ausschließlich Banngut — ist bei den Shetland-Jnseln versenkt worden. Die Mopsige Besatzung ist wm einem norwegischen Schiss ausgenommen worden.
Rathaus durch den stellvertretenden Gauleiter Görlstzer eröffnet. Vorher gab der Gaubeaustragte Mähler einen umfassenden Bericht über die Leistungen des verflossenen Winter- hilfswerks im Bereiche der Stadt Berlin.
Er betonte, daß sich Berlin als besonders gebesreudig erwiesen habe. Nicht weniger als 37 Mill. Reichsmark kamen ein, fast 9 Mill.. Reichsmark mehr als im Vorjahr, so daß die Reichshauptstadt in der glücklichen Lage war, 20 Mill. an NotstandSgaue zu überweisen. Trotzdem konnten auch in Berlin noch Leistungen erzielt werden, die für die soziale Arbeit des WHW. eine beredte Sprache sprechen. So wurden, allein 420000 Zentner Kartoffeln ausgegeben, über 200 000 Zentner Fisch und Fischkonserven und über 2 Mill. Zentner Kohlen. An Männer wurden 40 000 Anzüge verteilt, an Frauen etwa die gleiche Anzahl Mäntel und Kleider. Weiter wurden an Bedürftige 2stL Mill. Portionen warmes Essen ausgegeben. Zu der materiellen Betreuung kam die ideelle: über 1^4 Mill. Menschen wurden in Konzerte, Theater und Filmvorführungen geführt.
So wurde durch das Werk des WHW. zur Tat, was der Führer einst forderte: Niemand braucht zu hungern und
zu frieren, und allen wurde Freude gebracht.
k« )«te MM...
I^scis i'iors ösliriro — Lcjiwciclasi' ?rost iür clsn ^oilu
a. Bremen, 23. Oktober.
Der Inde Höre Belisha hielt die Zeit für gekommen, in seiner Eigenschaft als britischer Kriegsminister wieder einmal^ eine der Reden zu halten, die in ihrer absoluten Inhaltslosigkeit und schwülstigen Phrasen- haftigkeit, ihrer inneren Verlogenheit und künstlichen Stimmungsmache zu dem Einheitstyp der Ansprachen zeitgenössischer britischer Minister gehören. Er genierte sich nicht, dabei nochmals die abgespielte Platte von der „Tapferkeit der Polen, der man sich imm«r erinnern werde" aufzulegen und das übliche Wort von der Wiederherstellung Polens einzuflechten. Uns kommt das etwa so vor, als wenn die Katze die in der Falle gefangene Maus trösten möchte: „Warte nur, wenn ich dich erst befreit habe . . Es fehlte auch nicht an der Bemerkung, Nazideutlfchbamb müsse sich darüber klarwerden, datz „die Zeit" für die Westmächte arbeite. Immer andere für sich arbeiten lassen, das kennen wir schon; wenn man allerdings drüben weiterhin bemüht sein wird, die „Zeit" mit unfruchtbaren Ansprachen und ebenso sterilen Lügenmärchenerfindungen totzuschlagen, wird man mit dieser Mitarbeit nicht mehr lange rechnen können.
Nicht totzuschlagen ist jedoch der geradezu selbstmörderische, aber aus guten Gründen zur Schau getragene Pseudo-Optimismüs, mit der auch Belisha die Kriegs- lqge an der Westfront zu beurteilen bestrebt ist. Wir hören, daß sie sich „entscheidend zugunsten der Westmächte gewendet" habe, wir hören auch den unterdrücktem Seufzer der Erleichterung, wenn Höre BelWa in diesem Zusammenhang mitteilt, das briti,iche^.Expeditionskorps fei „unversehrt"; wir glauben sogar, daß es sich dieser Unverfthrheit bis zum letzten Poilu erfreuen wird. Das kostbare Korps ist, wie Velifha sagte, „in aller Heimlichkeit" nach Frankreich befördert worden — wahrscheinlich fürchtete man Neugierige, die die Häupter der Lieben einmal zählen mochten. Aber allen Zweifeln an dem guten Willen, außer der viel zitierten „Zeit" auch den Engländer selbst für den „Erfolg der Westmächte" arbeiten zu lassen, begegnete Belisha mit der beschwich- tkgenden Prophezeiung, dieses Korps stelle ja nur die Vorhut der „großen Armee" dar, die jetzt in England ausgebildet werde. Uns scheint, bis die Ausbildung so weit ist. wird wiederum nur eine lange „Zeit" .der be-
»IIIII»II»I»I»»»»»MIIIII»III»»II„II,IIIII»»,»„,l„,
Uns«« Vsgssssissel
(Nie bsutlZs Knsxabs umkaüt ssoks Ztzitsv)
In einer über alle deutschen Sender übertragenen Rede forderte Reichsministcr Dr. Goebbels von Churchill Rechenschaft über das Athcnia-Verbrechen.
In der USA. inird jetzt eine neue Entlarvung des Athen,«-Verbrechens Ehurchills bekannt.
Die_Wirtschastsverhandlungen Deutschlands mit der
UdSSN. nahmen einen positiven Verlauf.
Die Rückgliederung geraubter Gebiete wurde in allen Teilen der Slowakei in Freudenkundgebungen gefeiert.
Rußlands Antwort aus den Pakt der Westmächte mit der Türkei wirkt in England ernüchternd.
Englische Zeitungen sprechen von einem immer weiteren Abgleiten der britischen Währung zur Inflation.
Die Wiener Messe ergab äußerst umfangreiche Anslands- kanie.
Die Kriegsmarine stellt wieder Freiwillige ein.
Der Standort Bremen der Hitlerjugend führte gestern Jugcndappelle zur Schieß- und Geländedienst-Ausbilduna der Jahrgänge 1921/23 durch.
Deutschlands Fußballelf siegte in Sosia mit 2:1 gegen Bulgariens Nationalmannschaft.
Reben Werder und Blumenthal ist jetzt auch der BSV in Niedersachsens Kriegsgaumeisterschast eingereiht.