Ausgabe 
(19.10.1939) Nr. 288
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parteiamtliche Tageszeitung

Bas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Sreien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsbiatt des Neichssratchaiters in Oldenburg und Bremen

Nr. 268 / g. Jahrgang

Bonnxrstag, 19. Oktober 19Z9

kinzelpreis 15 Bpf.

Deutsche U-Voochelden beim sichrer

begeisterter kmpfang in verlin

Mtterkreur des kisernen Kreuzes für Kapitänleutnant prien

So treffen deutsche lorpedos!

kindrucksvoller flugenzeugenbericht über die Vernichtung dertourageous"

Berlin, 19. Oktober

Der Führer empfing gestern mittag in feinem Arbeits­zimmer in der Neuen Reichskanzler im Beisein des Ober­befehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, den Kommandanten Kapitänleutnant Prien und die Besatzung des erfolgreichen N-Bootes, das mitten in der Bucht von Scapa Flow den Schlachtkreuzer ..Repulse" uird das SchlachtschiffRohal Oak" torpediert hat.

Kapitänleutnant Prien meldete dem Führer die ange­tretene Besatzung des U-Bootes zur Stelle. Der Führer be­grüßte jeden einzelnen der Offiziere und Männer der Be­satzung durch Handschlag.

In einer Ansprache brachte der Führer sodann seinen und den Dank der ganzen deutschen Nation für diese Tat zum Ausdruck. Er erinnerte daran, daß die Männer, die heute vor ihm ständen, diese einzigartige Leistung aus jenem Platz vollbrachten, auf dem einst die deutsche Flotte durch eine schwache Regierung ausgeliefert wurde in der trügerischen Hoffnung, sie vielleicht zurückerhalten zu können, und aus dem dann ein deutscher Admiral diese Flotte vor der letzten Schande bewahrt und gerettet hat.

Die große und kühne Tat der Männer, die er glücklich sei, heute Persönlich begrüßen zu können, habe das ganze deutsche Volk in seinem unerschütterlichen Vertrauen aus den Sieg nur noch bestärkt.

Der Führer gab in bewegten Worten seinem und des gan­zen deutschen Volkes Stolz auf die Männer der deutschen U-Bootswafse Ausdruck. Was sie geleistet hätten, sei die stolzeste Tat, die überhaupt ein deutsches U-Boot unternehmen und vollbringen konnte. Sie habe nicht nur ganz Deutsch­land auf das Tiefste bewegt, sondern ihr Ruhm sei in die ganze Welt hinausgegangen.

Der Führer überreichte sodann dem Kommandanten, Ka­pitänleutnant Prien als höchste Auszeichnung, die es 'für «inen deutschen Soldaten geben kann, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Diese Auszeichnung ehrt zugleich auch die ganze Besatzung.

Kapitänleutnant Prien erstattete sodann dem Führer aus­führlichen Bericht über seine Erlebnisse in der Bucht von Scapa Flow. Anschließend waren der Kommandant und die Besatzung des U-Bootes Gäste des Führers zum Mittagessen in seiner Wohnung.

Iriumpftrug durch die Hauptstadt

Von einer begeisterten Menschenmenge stürmisch gefeiert, traf von dem Empfang durch den Führer die heldenmütige Besatzung des siegreichen deutschen U-Bootes von Scapa Flow mit ihrem Kommandanten, Kapitänleutnant Prien an der Spitze, aus dem Flughafen Tempelhos ein, um dann unter dem Jubel der Berliner Bevölkerung, die sich zu ungezählten Tausenden aus den Ansahrtsstraßcn bis zum Hotel Kaiserhos eingesunden hatte, ihren Einzug in die Reichshauptstadt zu halten.

Kurz nach 11 Uhr setzte die von Flugkapitän st-«Oberführer Baur gesteuerte Maschine des Führers, die viermotorige Grenzmark" auf dem Rollfeld auf, und in kurzen Abständen folgten die zwei weiteren Maschinen mit den übrigen Mit­gliedern der U-Bootsbosatzung. Im gleichen Augenblick waren alle drei Flugzeuge von den begeisterten Menschen dicht um­ringt.

Kapitän zur See Siemens hieß nunmehr die tapferen Männer namens des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine und aller Soldaten der Marine im Standort Berlin herzlich will­kommen.Wir sind froh und tief beglückt", so sagte er u. a., Sie für einige Stunden unter uns zu wissen und Ihnen sowie Ihren hervorragenden Kommandanten Auge in.Auge gegenüberzustehen. Mit Ihrer mutigen Tat, die von einem so unerhörten Erfolg gekrönt wurde, haben Sie nicht nur die ganze Welt in Erstaunen gesetzt, sondern auch denen, die es traf, einen heillosen Schrecken un-d einen gewaltigen Re­spekt eingeflößt. Sie haben damit die unvergeßlichen U-Bootstaten des Weltkrieges um ein neues Ruhmesblatt ver­mehrt und den Namen Ihres N-Bootes und Ihren eigenen Namen in die Geschichte des Seekrieges eingeschrieben. Sie haben erneut bewiesen, daß bei der Erringung soldatischer Waffenerfolge nicht die Zahl und die Größe militärischer Aus­rüstung ausschlaggebend ist, sondern der unbeugsame Wille zur Tat." Dann schritt Kapitän Siemens die Front ab und begrüßte leben einzelnen durch Handschlag.

Anschließend ging es in langer Wagenkolonne, unter dem stürmischen Jubel der den Flugplatz und die Anfahrtsstraßeu dicht umlagernden Berliner Bevölkerung zum HotelKaiser­hos" Es war ein Empfang,»wie sich ihn die mutige Besatzung Nicht schöner »nd herzlicher hätte denken können, ein Empfang, der sich zu einem wahren Triumphzng gestaltete.

Als um X12 Uhr der erste offene Wagen mit dem Boots­kommandanten sichtbar wird, schlügt ihm eine Welle begeister­ten Jubels entgegen, »nd mit derselben Freude werden auch die folgenden Wagen mit der Mannschaft begrüßt. Im Hotel empfing die über und über mit Blumen g schmückte» U-Boots- helden ein BTM.-Mädchen und überreicht dem Kommandan­ten einen schlichten Herbstblumenstrauß. Auch hier »Verben die Matrosen mit ihren Offizieren herzlichst begrüßt.

Inzwischen hat die Mannschaft vor dem Hotel im Marsch­verband Ausstellung genommen. Nun kennt die Begeisterung der. Berliner keine Grenzen mehr. Obwohl eine starke Hun­dertschaft der Polizei zur Absperrung ausmarschiert war, reicht ihre Kraft nicht aus, um sich dem Ansturm der Be­geisterten entgegenzustemmen. Ihre Kette wird durchbrochen und im Nu sind die Matrosen von der jubelnden Menschen­menge umdrängt. Nur langsam gewinnt die Polizei wieder Boden und verschafft den angetretenen Matrosen Platz. Als kurz darauf der Kommandant, Kapitänleutnant Prien. im Hotelcingang achtbar' wird, stürzen wieder die Berliner vor und nur mit Blühe kayn sich Kapitänleutnant Prien den Weg zu seiner Maunschast bahnen.

Die scharfen Kommandos gehen beinahe unter in den Heil- Rufen. als sich die il-Bootsbesatzung, an ihrer Spitze der Ka­pitänleutnant, in Marsch setzt, um nach der Reichskanzlei zu marschieren. Langsam öffnet sich das große Portal zur Neuen Reichskanzlei und unter dem Jubel der Zurückgebliebenen marschiert die tapfere N-Vootsbesatzung in den Ehrenhos ein.

cknb. Amsterdam, 19. Oktaler.

lieber die Versenkung des britischen FlugzeugträgersCvu- rageous" am >7. September durch ein deutsches U-Boot gibt jetzt Kznpitän Philippo des holländischen OzeandampfersLen- dcun" eine eindrucksvolle Augenzeugeuschclderung.

An diesem denkwürdigen Toge konnte in den Mittags­stunde» von Bord derVeudam" beobachtet werden, wie der britische HandelsvampserKafivistan" 37ö Seemeilen westlich des Kanals durch ein deutsches ll-Bocck versenkt wurde. Die Maunschast wurde durch den amerikanischen DnmcpserAme­rican Banker" gerettet. Bereits wenige Stunden später wurde vom holländischen Schiff aus in einer Entfernung von etwa sieben Seemeilen der britische FlugzeugträgerCouragevus" gesichtet, der von zwei Kreuzern begleitet war. Drei englisch« Bomber hätten nun den holländischen Dampfer überflogen und seien dann wieder an Deck derCouragevus" nieder­gegangen. Eine Zeitlang habe sich nichts Besonderes ereignet.

Plötzlich sei jedoch beobachtet worden, wie sich dieCou- ragcous" durch künstliche Rauchentwicklung einem unsicht­baren Gegner habe entziehen wolle». Nur wenige Sekunden später sei aber eine ohrenbetäubende Explosion aus dem bri­tischen Flugzeugträger erfolgt. Eine riesige Rauch- und Feuer­säule sei gen Himmel gestiegen, und im Lause weniger Augen­blicke sei dann dieCouragevus", nachdem sich das Schiff, tödlich getroffen, noch einmal aufgebäumt hatte, gekentert. Wie eine Wand habe sich dabei das riesig« Flugzeugdcck in die Lust erhoben, um dann nach hinten abzusacken, während die

Xspitsnleutnsnt krien unck ckie Lesatrunx 8«ine8 Il-Soo1e8, ckss cks8 briti8cke Scklscktscckikkkoysl vslc" unck cken Scklacktkreursrkepulse" torpeckierte, traten mit ckem kllugreuß in cker keiclwksuptstsckt ein: vie er8te LeZrüllunZ cker 8ie«reicken Hl-Sootinann8ckatt ant ckem kiugkaken Dempeikok. ?re88S-Ickc>kkrnann

Berlin, 19. Oktober.

Am Nachmittag des triumphalen Tages, den die Sieger von Scapa Flow in der Neichshouptstadt verbrachten, folgten der Kommandant und die Besatzung des erfolgreichen deutschen U-Bootes einer Einladung des Neichspressechess Dr. Dietrich zu einem Tee-Empsang im Kreise der deutschen und der aus­ländischen Presse, an dem auch der Berliner Vertreter der Bremer Zeitung" teilnahm. Dabei gab der Kommandant des U-Bootes, Kapitänleutnant Prien, nochmals einen überaus lebendigen, oft von stürmischem Beisall unterbrochenen und

Nichts Neues von llzamberlain

kine recht dürftige Wochenübersicht sm Unterhaus

änd. Amsterdam, 19. Oktober.

Zm Unterhaus gab Chamberlain Mittwoch nachmittag sei­nen üblichen Wochenüberblick über die politische und mnr- täris6)e Lage. Tah sie diesmal besonders durstig ausgefallen ist, entschuldigt Clwmberlain damit, daß angeblich-noch keine Anzeichen aus Berlin über die Haltung der deutschen Regw- rung zu den Fragen vorliegen die er zu definieren versucht habe. Osicnbar werden dem englischen Ministerpräsidenten neuerdings auch so wichtige Nachrichten wie das deutsche Echo aus seine unverschämten Herausforderungen unterschlagen

Zur See. erklärte Ehamberlaiu. sei die Angrisss- und Ver- teidigungstätigkeit unnachgiebig fortgesetzt worden. Er inußte dabei zugeben, daß- die Flotte in Ausübung ihrer Ausgabe schwere Verluste an Offizieren und Mannschaften erlitten hat. Als billigen Trost >ür das Parlament und die englisch Oes- sentlichkeit wiederholte er dann ohne neue Emsalle den Phan­tasiebericht des Ersten Seelords Churchills dessen Wunsch­träume nirgendwo in der Welt noch Glauben finden. Wenn Chambcrlain behauptete, daß die Regierung ohne Zögern ihre Verluste in vollem Umiangc veröüentlcche dann strasen ihn ollern die Berichte der neutralen Presst, zum Teil sogar die Augenzeugenberichte der eigenen Presse empfindlich Lugen. Das gleiche gilt für die Behauptung, daß die englische Lu t- wasse keine Verluste erlitten habe. die so absurd ist daß sie selbst von der englischen Bevölkerung nicht geglaubt wird. aus keinen Fall von den Cdinburghern, die ja Augenzeugen der Kampshandlungen waren.In diesen ernsten zeigen durlen wir uns keiner dummen Prahlerei hingeben . erklärte Cham-

^Osfenbar^stlt^er die Wiederholung der einfältigen Lchwin- delmcldu»gcn seines Scclords für keine dummen Prahlereien. Es gehört schon eine gehörige Portion Unverfrorenheit dazu,

der englischen Öffentlichkeit gegenüber abstreiten zu wollen, daß dieRepulse" torpediert wurde, und das ausgerechnet an einem Tage, wo der tapfere Kommandant des siegreichen deutschen U-Bootes vor der deutschen und der ausländischen Presse eine genaue Schilderung seines Angrisses mit den lückenlosen Feststellungen der erfolgte» Treffer auch auf der Repulse"» gegeben hat. Herr Chamberlain mag sich gesagt sein lassen, daß wir und die Welt dem Wort eines deutschen Offiziers mehr Glauben schenken als dieser ganzen englischen Regierung.

Ganz wohl ist dem englischen Premierminister offenbar bei seiner Erklärung selbst nicht gewesen, denn er hat weiteren schmerzlichen Einbußen der Grand Fleet dadurch vorzubeugen versucht, daß er seine Wochenübersicht mit der Erklärung schloß, es gäbe im Kriege viele Ueberraschuugen, uild sie könne» nicht immer ang-nchm sein. Eine Feststellung, die wir auf England bezogen, einmal vollinhaltlich unterschreiben können.

Wie wenig diese Wochenübersicht auch das Parlament zu beeindrucken vermochte, ging aus den Worten des Oppositions­führers Attlce hervor, der die Hoffnung aussprach, daß dem Parlament bald ein Bericht über den Verlust derRohal Oak" vorgelegt' werde, daß eine Erklärung für die Tatsache gegeben würde, daß man den Lustangriss aus Firth of Forth erst in seiner vollen Bedeutung erkannt habe, als sich die Deutschen schon über diesem Gebiet befanden und daß die Labour-Parth auch mit der wirtschaftlichen Organisation nicht .zufrieden sei.

Ein bißchen viel Enttäuschung über eine so dürftige Wochen­übersicht.

Besatzung und Flugzeuge in einem wilden Wirbel in die Flu­ten gefegt worden seien.

Der holländische Dampfer habe 11 Rettungsboote ausgesetzt, doch sei es nicht gelungen, Uebcrlebeude zu finden. Die Ge­retteten seien bereits durch englische Kriegsschiffe ausgenom­men worden. Der holländische Kapitän nimmt an. daß ein großer Teil der Besatzung derCouragevus" in der bis zu 5 Zentimeter dicke» Heizölschicht umgekommen ist, die sich nach der Versenkung au der Wasseroberfläche gebildet habe. Die schwimmenden Besatzungsangchörigeu seien durch die giftigen Ausdünstungen des Heizöls getötet worden. Der holländische Kapitän spricht in diesem Zusammenhang von einem aus­sichtslosen Kamps um das Leben. In dieser Oelschicht sei auch das Schiffstagebuch derCouragevus" schwimmend durch die Holländer gesunden worden. Das Tagebuch habe der Kapitän versiegelt und später den englischen Behörden übergeben. Die englische Admiralität habe dafür dem holländischen Kapitän ein besonderes Anerkennungsschreiben zukommen lassen.

Bei den Siegern von Scapa slow

U-Vootskommandant prien berichtet vor der 7n? und ftuslandspresse Neichspressechef Vr. Meirich

begrüßt die tapfere U-Voots-Vesahung

mit Begeisterung aufgenommenen Bericht über den wage­mutigen und so ungewöhnlich erfolgreichen Vorstoß mitten in den Hauptliegeplatz der englischen Kriegsflotte, den Hafen von Scapa Flow.

Neichspressechef Dr. Dietrich hieß die tapferen Männer will­kommen, die die Welt und uns mit einer so ruhmreichen Tat überraschten und die dafür als Krönung dieses ereignis­reichen Tages aus dem Munde des FührerS den Dank ihres Obersten Befehlshabers und des ganzen deutschen Volkes ent­gegennehmen konnten. Für die Männer der Presse, die auch an der Front ständen, uyi das große Geschehen für ihre Leser festzuhalten, und die bei der Erfüllung ihrer ver­antwortungsvollen und schweren Ausgabe auch ihren Blut­zoll gezahlt hätten, sei es- besonders wertvoll, in unmittelbarer Fühlungnahme mit den Männern von der Il-Bootwasfe in Gedankenaustausch zu treten.

Kapitänleutnant Prien, der stolz das ihm vom Führer ver­liehene Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes trug, gab dann noch einmal in soldatischer Kürze, aber mitreißend lebendig und anschaulich eine Schilderung der Großtat, die den Ruhm der deutsclxn Marine und der tapferen Führung und Besatzung dieses deutschen U-Bootes unvergänglich gemacht hat.

Der Treffer auf derRepulse" konnte von dem Komman­danten genau festgestellt werden. Kurz danach flog dann dieRohal Oak" in die Lust, und der Kommandant berichtete den erschütternden übermächtigen Eindruck, den die Ver­nichtung dieses gewaltigen Schisses aus den Kommandanten machte. Wassersäulen, weit über die Mastspitzen schössen em­por, Fcuergarben in allen Farben des Regenbogens wurden sichtbar, und Schvrnsteintcilc, Maststücke und Teile des Briickcnausbaues wirbelten durch die Lust. Als sich die Oualmwolten verzogen hatten, konnte der Kommandant fest­stellen, daß dieRepulse" mit ihrem Vorschiff tief im Wasser lag und also ein gewaltiges Leck abbekommen haben mußte.

Dem Dank der Pressevertreter, die die packende Schilderung mit Beifallsstürmen ausnahme», gab Reichspressechef Dr. Dietrich beredten Ausdruck. In kameradschaftlichem Bei­sammensein berichteten Offiziere Und Besatzung des U-Böotes dann begeistert und begeisternd, freimütig und in vielen fesselnden Einzelheiten von dem Lebe» an Bord, von früheren erfolgreichen Fahrten gegen den Feind, vom Handelskrieg und von dem unvergeßlichen Empfang, den ihnen die deutschc Heimat bereitet hat.

Für die Teilnehmer dieser Stunden der Kameradschaft war das Beisammensein mit den Siegern von Scapa Flow ein unvergeßliches Erlebnis und ein eindruckstieser Beweis für den Geist, der die Männer unserer stolzen Kriegsmarine be­seelt. (Eine ausführliche Schilderung des Kapitänleutnants Prien verössentliche» wir im Innern des Blattes.)

PM 4 iee jsaötäky

Hns 2tzVl5ctisntdiIcmT cjsi- InnskSki k'iont

Von

Helmut Lünckermscnn, ksicti8lcuuptLmt8!eitsr cker

Seit über sechs Wochen stecht Deutschland im Zeichen des Krieges. Ein wunderbarer Siegeszug liegt hinter uns. Die deutschen Soldaten halben in diesen Wochen ge­zeigt, mit welchem Fanatismus sie zu schlagen verstehen, einem Fanatismus, wie er nur die Kämpfer für eine Idee und die Verfechter des Rechtes zu beseelen vermag. Die ruhmreiche Tradition deutschen Frontkämpfertums hat eine herrliche Wiedergeburt erlebt. Deutschland hat das von seinen Söhnen erwartet, d.ie stolzesten Hoff­nungen haben sich erfüllt. Gleichzeitig aber hat unser Volk der Weit in Geist und Tat Beweise seiner ern - sten Entschlossenheit und einer großartigen Energie gezeigt!

Aus den-Hauptstädten der beiden anderen Nationen, die als unsere Gegner ebenfalls in das Zeichen des Krieges gestellt sind, erfahren wir, wie es dort aussieht. Gemeinsam mit uns haben sie Dunkelheit auf den Stra­ßen, Wassereimer vor den Haustüren, Bezugscheine und Lebensmittelkarten. Was sie zusätzlich genießen, ist bis Schließung von Theatern und Vergnügungsstätten. Was ihnen nicht beschieden ist, ist neben sehnsüchtig erwarteten Berichten von Erfolgen ihrer Heere, Flugzeuge und Kriegsschiffe der große sozialistische Grundgedanke, der uns persönliche Schicksale leicht ertragen läßt, während ihre liberalistische Lebensauffassung ihnen das Ertragen von Opfern erschwert. Es ist ein Treppenwitz, daß es gerade die Engländer sind, die ihrem Volk als einzige Kriegshoffnung den angeblich bevorstehendeninneren Zusammenbruch Deutschlands" vorgaukeln. Sie mögen sich berichten lassen, wie das deutsche Volk in diesen Krieg gegangen ist, wie es sein Leben umgestellt, und wie es sich eingerichtet hat, um im Vertrauen auf seine Soldaten in aller Entschlossenheit und Siegeszuversicht dem sicheren Zusammenbruch der Kriegshetzer, dieser größten Verbrecher gegenüber allen Völkern, abzuwarten.

wir haben uns eingerichtet

Wer Deutschland heute erlebt, der kann nicht bestrei- ten, daß wir uns wirklicheingerichtet" haben. Die Chamberlainsche Versicherung, daß der Kriegdrei Jahre" dauern würde, mag in seinem eigenen Volk peinliche Uebcrraschung hervorgerufen haben, in dem unseren hat sie erfreulich dazu beigetragen, daß jeder Volksgenosse an alle Fragen der inneren Vorbereitung mit dem richtigen Ernst und unter voller Entfaltung seiner ganzen Energie herangegangen ist. Die letzten Unverschämtheiten des englischen Ministerpräsidenten haben außerdem in unserem Volk jene produktive Entrüstung hervorgerufen, die tausend Fragen des täglichen Lebens leichter lösen hilft. Wenn es einen Orden für Energieankurbelung im deutschen Volk geben würde der englische Ministerpräsident müßte das Großkreuz erhalten. Mit ihm wären auch jene Lon­donerPropagandisten" dieser Auszeichnung würdig, die es so meisterhaft verstanden haben, dem deutschen Volk nachzuweisen, daß sich an den englischen Parolen seit 1!>18 nichts geändert hat.

Was sich aber geändert hat ist unser Volk. Das gleiche Polt, das vor 20 Jahren an der Tragik einer

Unser

(Ois beutix-s umknlU nebt Leiten)

U-Bootkommandant Prien wurde nach begeistcrtci Einpsang in Berlin vom Führer mit dem Ritterkrer des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet

Der Held von Scapa Flow berichtete über seinen crsoli reichen Angriff im englischen Kriegshafen Chamberlain sprach im Unterhaus, ohne etwas zu sage

Im Westen machten die deutschen Truppen zahlrcick Gefangene

In derAthcnia"-Assäre wurde Churchill erneut al Lügner festgenagelt

Der Reichsvcrkehrsminister eröffnete den Eisenbahr derkehr über die neue Dirschauer Weichselbriickc durch da befreite Westpreutzen ^

DerErika"-Komponist ist auch der Schöpfer der i sensationellem Matze bekannt und beliebt gewordene neuen Marschmusik zu dem alten Lönslicd .. . . den wir fahren gegen Engelland"

Zwei Stürme der Motorgruppc Nordsee des NSKL wurden ,m besetzten Gebiet als Verkehrspolizei ringe,ct