Ausgabe 
(18.10.1939) Nr. 287
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parteiamtliche Tageszeitung

Bas flmrsvlatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

Die 1 ram hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 H/- Die 78 mm breite und 1 mw Hohe Zeile im Tertiest 75 -M. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: InBremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21. In Svke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 28? / g. Jahrgang

Mittwoch, 18. Oktober 18ZS

kmzelpreis 1S Npf.

In der bucht von Scnoa flow torpediett!

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die Kühne sät des deutschen u voots

9tohe Weltkriegstradition mit Sem durchschlagenden Nngriff aus die «Nogal Oak" und die «Nepulse sortgesetzt - Heimkehr der siegreichen Besatzung

w. Bremen, 18. Oktober.

Scapa Flow, jene englische Bucht, in der die stolze deutsche Hochseeflotte des Weltkrieges von den eigenen Kommandanten versenkt wurde, damit die traditions- reichen und kampferprobten Einheiten nicht in die Hände der Feinde siel eine Tat, die stets ein Ruhmesblatt der deutschen Kriegsmarine bleiben wird hat eine neue Bedeutung im deutschen Volke er­halten.

Kapitänleutnant Prien, der Kommandant des deutschen U-Bootes, das das englische SchlachtschiffNoyal Oak" ver­senkte und den englischen SchlachtkreuzerRepulse" torpe­dierte, ist wie jetzt nach feiner glücklichen Heimkehr bekannt wird in einem unvergleichlich kühnem Vorstoß mitten in die durch Minen- und Netzsperren gesicherte Bucht von Scapa Flow eingedrungen und hat hier aus den dort vor Anker liegenden britischen Kriegsschiffen das SchlachtschiffReal Oal" und den SchlachtkreuzerRepulse" herausgeschossen. Es gelang dem deutschen U-Boot sich der englischen Gegenwehr zu entziehen, so daß es gestern morgen gegen S Uhr in einem deutschen Hasen einlaufen konnte. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder ist zur Be­grüßung des kühnen Kommandanten und seiner tapferen Be­satzung dorthin abgereist.

Hohe stuszeichnung für den Kommandanten und die vesatfung des siegreichen U-öootes

Berlin. 18. Oktober.

Der Lberbesehlshaber der Kriegsmarine Dr. h. c. Raeder Hot den Kommandanten und die Besatzung des Untersee­bootes. das das SchlachtschiffRohal Oak" und den Schlacht­kreuzerRepulse" torpediert hatte, mit Eisernen Kreuzen I. und II. Klasse ausgezeichnet.

Kommodore dönih Konteradmiral

Berlin. 18. Oktober.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat den Befehlshaber der Unterseeboote, Kapitän zur see und Kommodore Dönitz, in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche U-Bootswasse zum Konteradmiral befördert.

drohe vestürrung in kngland

Amsterdam, 18. Oktober.

Die starke Beunruhigung und die Nervosität, die die Ver­senkung derRohal Oak" in England ausgelost hat, findet ihren Niederschlug in der Londoner Presse. Was besondere Beunruhigung auslöst, ist die Tatsache, datz die Admiralität noch keine Einzelheiten über die Versenkung verossentlicht, die Oessentlichkeit also noch völlig im Dunkeln darüber tappt, wie der Verlust entstanden ist. Ohne Unterschied bedauern die englische» Zeitungen diese Ungewißheit. Man werß nicht einmal genau, um welche Zeit das Schiff gesunken ist.

Vielfach bringen die Zeitungen - zum Ausdruck, man habe bisher angenommen, daß ein so großes Schiff wie dieRohal Oak", das Mit Toopedowülsten ausgestattet gewesen sei, em oder zwei Dorpedoschüsse hätte aushalten müssen. Bezeich­nend für dix Stimmung in der Bevölkerung ist die Tatsache, daß derDaily Her<M>" seinen Bericht überschreibt:Die Admiralität schweigt 3 6 Stunde n l a n g Die Bestürzung, die das Sinken dieses großen schlachtschis.es ausgelöst hat, kommt aber besonders deutlich imDcnlh Erpreß" zum Ausdruck. Er schreibt, daß man am Sonntag in der Admiralität deswegen lange Konserenzen abgehalten

habe. Seit Sonnabendnachmittag 3 Uhr habe die Admiralität die Oessentlichkeit nichts weiter wissen lassen als die Liste der Neberlebenben. Niemand, habe die Ueberlebenden der ..Rohal Oak" sprechen dürfen.

Wahrscheinlich habe man gute Gründe für dieses Schweigen. Die Katastrophe derNoyal Oak" habe für die Admiralität eine außerordentlich delikate Lage geschossen. Sie müsse sehr ernste Entschlüsse fällen.

DerDaily Expreß" ist in seinem Kommentar besonders ehrlich. Er sagt offen, daß es eine Katastrophe sei, und daß man das nicht leugnen solle. England müsse auf schwere Rückschläge in Kriegszeiten vorbereitet sein.

Recht bezeichnend ist der Kommentar derTimes" zum Ver­lust derRohal Oak". Während man früher immer davon gesprochen hatte, daß England die See beherrsche, sagt die Times" jetzt nüchtern und sachlich:Die Herrschaft aus See wird nicht leicht gewonnen. Wer sich der Masse der Seemacht bedient, muß bereit sein, den Preis hierfür zu bezahlen, und dieser Preis ist ab und zu der Verlust wertvoller Schiffe wie derCourageous" im vergangenen Monat und jetzt der Rohal Oak" mit all ihren wertvollen Menschenleben."

Neuer Angriff deutscher vomber

Anketten der britischen Schlachtslotte ersakren die Schlagkraft unserer cuftslreitkräste

wieder mekrere lreffer erzielt

Berlin. 18. Oktober

Gestern stießen deutsche Luststrcitkriiste bis aus Scapa Flow vor. Die in der Bucht liegenden Einheiten der briti­schen Schlachtslotte wurden mit Erfolg angegriffen. Neben anderen Kriegsschiffen erhielt ein englisches Schlachtschiff Tresser von Bomben schweren und mittleren Kalibers. Bei dem daraussolgenden Lustkamps wurde ein seindliches Jagd­flugzeug von unseren Bombern abgeschossen. Trotz schwersten feindlichen Flakseuers gelang es bis aus eine Maschine allen deutschen, wieder unversehrt die Heimathäfen zu erreichen.

der deutsche flngriff auf den siech of sorch

Die Franzosen gehen zurück Fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ersolgreicher Handelskrieg

.Berlin. 18. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Lause des 16. 16. räumten die französischen Truppen den größten Teil des von ihnen bisher besetzten deutschen Ge-

tkamberlams Sistgas-flktien

wer verdiente am Siftgasmord! Sensationelle knchüllungen

rck. Berlin, 18. Oktober.

Mit Entsetzen hak die zivilisierte Weit vernommen, daß im Osten entgegen alten Regeln des Völkerrechts, insbesondere unter flagrantem Bruch des internationalen Abkommens über die Gaskriegführnng vom 17. Juni 1W5, Gelbkreuzgas gegen deutsche Lwldaten verwendet worden ist. Aus den unantast­baren Zeugnissen und unwiderlegbaren Beweisen neutraler Aerzte und Journalisten ist die Schuld Englands eindeutig hervorgegangen. Was tat England, als ihm bewiesen wurde, daß die GeMrenzvorväte im Minenleger bei Oxhöft aus britischen Schissen nach Polen gekommen waren? Es demen­tierte kurz und lakonisch! Reuter weiß von nichts, wie auch die verantwortlichen Stellen -nichts weiter zu tun wußten, als sich gegen die erdrückende Last schwerster Anklagen und schlüssiger Beweise mit einem Achselzucken zu verteidigen. Das zieht nicht, meine Herren! Hier wird Rede und Antwort gestanden. Die Zeiten sind vorbei, da England mit einer hochfahrenden Geste dringende Auskünfte Veriveigern tonnte! Die neuesten Veröffentlichungen der deutschen Presse über' weitere Funde englischer Gistkampsstosfe uad weiterer Opfer dieser viehischen Kampsweise fordern Englands klare Stellungnahme eindeutig in die Schranken.

Wer hat Interesse an diesem entsetzlichen Kampfmittel? Wer sorgte dafür, datz Polen mit ihm versorgt wurde? Wer trägt die ganze Last der Verantwortung? Zur Beantwortung dieser Fragen zeigen einige Hinweise den Weg:

Am 23. Mai 1935 hat die königlich-britische Kommission zur Untersuchung der englischen Rüstungsindustrie einen Ätzungsbericht abgefaßt, aus dem hervorgeht, wessen Geld in der britischen Rüstungsindustrie allgemein und in der chemi­schen Kampsstoffindilstrie im besonderen steckt, wer also daran interessiert sein kann, daß diese Betriebe recht großen Absatz und recht sette Dividenden haben. An erster Stelle der Aktien­besitzer stand ein Herr namens Neville Chamberlain. damals seines Zeichens Finanzminister, heute verantwortlich nicht nur für die britische Politik, sondern für alles das, was seit den Tagen der ersten Garantiegespräche zwischen London und Warschau an Grausamkeiten, Zerstörungen und Schädi­gungen in Europa und auf den Weltmeeren eingetreten ist.

Wieder im HeimaHiafen

Me Bezwinger der englischen SchlachtschiffeNogal Oak" undNepulse" von Sroßadmirat Vr. k. c. Boeder willkommen gelzeißen

Herr Neville Chamberlain besaß damals nicht weniger als 6666 Aktien derJmpcrial chemical Industries", des größten britischen Unternehmens für die Herstellung chemischer Kampf- stosse. Wirft nicht das ein ganz besonderes Licht auf die von Reuter aus höhere Anweisung so eifrig bestrittencn xGistgas- lieferungen Englands an Polen?

Doch nicht nur das, ist es nicht bemerkenswert und inter­essant, im Zusammenhang mit der FrageWer verdient am Kriege?" zu erfahren, daß nach dem gleichen Bericht der könig­lichen Kommission, der Right honourable Neville Chamberlain 11 660 Aktien der Vickers-Armstrong in Besitz hatte, 11666 Aktien eines der größten Rüstungsbetriebe der Welt! Und wenn man in den Listen der Bickers-Aktivnäre weiter blättert, so erfährt man auch, daß eine Reihe recht angesehener hoher und höchster Persönlichkeiten des britischen öffentlichen Lebens Vorzugsaktien ihr eigen nennt, darunter auch weitere Mit­glieder der Regierung.

Ist es nicht ein Symptom britischer Moralhenchelei, daß gerade der Bischof von St. Andrews in seinem Geldschrank nicht weniger als 2166 Aktien der Jmpcrial Chemical Indu­stries hat. ein Geistlicher mit Gistgasaktien?

Die Veröffentlichung des Kommissivnsberichtes liegt vier Jahre zurück. Wie wäre es. wenn uns das britische Jnsor- mationsministerium zu diesem Thema folgende Fragen be­antworten würde, damit die Welt klar sieht, ob mancherlei Vermutungen zu Recht bestehen:

1. Welches der britischen Kabinettsmitglieder ist noch heute oder war bei Ausbruch der Krise an dem Absatz von Gift- gaskampsstosscn finanziell interessiert?

2. Wieviel verdienten die an den Rüstungsindustrien be­teiligten Kabinettsmitglieder in der Zeit zwischen dem Sep­tember des vergangenen Jahres und heute an Rüstunqs- prositen?

3. Welche maßgebenden Männer der britischen Politik sind in den letzten Monaten in das Rüstungsgeschäft eingestiegen und welche haben ihren Aktienbesitz in dieser Zeit erhöht?

Wir sehen einem Generaldementi des zuständigen Temen- tierministeriums mit Spannung entgegen. Wir schlagen der Einfachheit halber vor, das Vorhandensein von Giftgäsfabri- ken in England ganz allgemein zu bestreiken und die Jm- perial Chemical Industries als eine Erfindung der deutschen Presse zu bezeichnen. Das würde uns genügen.

. . ., 17. Oktober. Die' Well steht noch unter dem Eindruck der Nachricht, daß

ein deutsches N-Boot das englische 29 6g6-Tonnew«chlacht,chist Rohal Oak" versenkt und den schnellen britischen «chlacht. kreuz»Repulse" mit 32 666 Tonnen Naumrnhatt torpediert und kampfunfähig gemacht hat.Ein schwarzer ^ng sur britische Flotte".Deutsche Ueberlegenhert in der Nordsee, künden die Schlagzeilen größerer Zeitungen m den neutralen Staaten. Sachverständige der gleichen -tauten stsunen iiber die Leistungen der deutschen U-Bootwa,se. Die Erregung s noch l icht abgctlungen. da kehrt das siegreiche U-Boot von der Fcindsahrt zurück in seinen Heimathafen.

Ein sonnenheller Vormittag bereitet sich am Oktober über einen deutschen Nordseehafen aus, an dessen Mole Pl

das U-Boot und seine tapfere Besatzung, empfangen werden soll Im Hintergrund verschwindet dw ^adt rn wunst unv Ranch der Werftanlagen, aus denen der lebendige ^mpn s dm

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Arbeit in die

- Stille der Hafeneinsahrt hinüberklingt. Offiziere von einer Ü-Bootslottille stehen hier, eine Nlwrdnnng der Kriegsmarine und ein Musikkorps Ain der anderen -ecke des Beckens erscheinen immer mehr Arbe.iter von den Baus und Werstaiilagen. Sie lassen für Minuten ihre Arbeit »» l - um die Männer der deutschen U-Bootwasse zu begrüßen. Von der Anfahrtsstraße her naht Grvtzüdmiral wr. h. c. der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, mck dem SeEhaber der Unterseeboote, Konteradmiral wonitz. Er empfangt die Meldung der Ehren-Abordming und lchrccket ickußend dm Front äb. Minuten später kommt w dem schmichig-graiim Wasser vor der Einfahrt "ein dunkler -treuen immer naher.

^Äuf^dem^Vordeck°^und achtern steht die Mannschaft an­getreten In ihrem Oelzeug. aus dem pe in der ganzen Heil nicht herausgekommen sinch stehen die Männer an Deck des kleinen graublauen VrwteS, in dem sie dem englischen Feind so empfindliche Schläge versetzt haben fleckig und »oll Oe unrasiert, wie sie Täg und Nacht ihren anstrengeiide I

versehen haben, iahren sie mit ihrer Waste in die Schleust ein Ihre Körper straffen sich. als e,n Hurrah al- Gruß über das Wasser hallt und das Musikkorps dw Lieder der NatiM' spieltDeutschland. Deutschland über alles das gilt chmn. denn siegreich haben sie die Flagge des grotzdeut chen Re ches gegen den Feind getragen Nach wenigen Minuten Anlege­manövers springt der Kommandant des ^-Bootes an Land .^--5 schüttelt ibm Großadmiral Raeder d,e Hand m

überbringt ihm die Grüße des Führers. Auf dem Achterdeck tritt die gesamte Besatzung an. Der Großadmiral begibt sich auf das Boot. Jedem einzelnen Besatzungsmitglied gibt Groß­admiral Dr. Raeder die Hand. schaut den Männern in die Augen, die zu einem.schweren Unternehmen seindwärts be­sohlen wurden und jetzt »ach der Vollendung des Auftrages heimkehren. Der Großadmiral spricht zu den Männern:Ich bin hierhergekommen, um Sie im Namen des deutschen Volkes und im Namen des Führers, der mich damit beanstragt hat, zu begrüßen. Wir sind alle stolz auf Ihre Tat unter Ihrem hervorragenden Kommandanten.

Der Führer hat den Befehlshaber der U-Boote, der dieses Unternehmen erdachte, zum Konteradmiral befördert, und den Kommandanten dieses Bootes will der Führer noch auszeich­nen!" Der Großadmiral zollt der Art und Weise, mit der die Besatzung gegen den Feind vorging, noch einmal Dank und Anerkennung. Er tritt dann zurück, und der Befehlshaber der ll-Boote, der soeben beförderte Konteradmiral Dönitz, spricht kurz zur'Besatzung. Er überreicht dem Kommandanten das Eiserne Kreuz Erster Klasse und jedem Besatziingsmitglied mit einem Händedruck das E. K. II.Der Kommandant wird mir noch die Männer nennen/ die sich bei diesem schwierigen Unternehmen besonders hervorgetan haben,'damit sie noch mit dem Eisernen Kreuz l. Klasse ausgezeichnet werden".

Ernst und voller Stolz sind die Gesichter der Männer. Sie sind Soldaten Adolf Hitlers und haben in diesem Krieg, den England dem deutschen Volk anszwang, Britannien empfind­lich geschlagen. Sie taten ihre Pflicht! Aber ganz Deutschland ist stolz, in seiner U-Bootwafse solche Männer zu besitzen.

Das U-Boot legt ab und fährt durch den Hasen zu seinem Liegeplatz. DaS Mnslkkorps hat auf dem Vordeck Ausstellung genommen. Mit klingendem Spiel geht es in schneller Fahrt durch die Safeiianlagen Ueberall hat es sich herumgesprochen. Ueberall springen Mgnner und Frauen ati die Kaimauer. Be­satzungen von Einheiten der Kriegsmarine sind an Deck an­getreten. Sie alle grüßen die Zurückkehrenden die von der erfahrenen Ehrung fast noch befangen erscheinen. Es ist ein Triumph für sie. mit ihrem Boot an den jubelnden Menschen­mengen vorüber zu fahrenIch bin stolz aus euch. ihr habt eure Pflicht getan: und ich gestehe, es war das schönste Unter­nehmen meines Lebens", sagte ihnen ihr Kommandant, als sie im U-Boothafen festgemacht haben.

Einige Tage Ruhe und Heimaturlaub dann geht es wieder mit neuer Kraft gegen den englischen Feind.

rotalblorkade Beutschlairds unmöglich!

Moskau, 18. Oktober.

Die söwjetamttiche ZeitungJÄvostijä" enthält einen aus- Mrllichen Artikel des bekannten Speziaki'sten der Seekviegs- tlheorie nnd Mitgliedes der Mademic der Wissenschaften, Iwanow, über den zur Zeit i-m Gänge besinMchen Seekrieg.

Dabei kommt der Verfasser aus Grund einer objektiven Ana­lyse der Sachlage zu dein Ergebnis, datz Deutschliand wohl im­stande sei, schwere Schläge gegen die Seeverbindungswege des britischen Imperiums zu führen, wahrend England die Blockade gegen Deutschland bei weitem nicht vollständig und effektiv genug durchführen könne. Die deutschen Unterseeboote hätten in der kurzen Zeit seit Kricgsbeginn nicht nur der Handelsschifsahrt ihrer Gegner schweren Schaden zugefügt, son­dern auch der englischen Kriegsflotte überaus empfindliche Schläge versetzt. Durch Ereignisse, wie die Versenkung der Courageous" und derRohal Oak", die man früher in der Seckriegstheorie nicht für möglich gehalten habe, hätte die deutsche U-Boot-Wasse überzeugend demonstriert, datz sieeine sehr reale Bedrohung darstelle für die Hanptkräste der eng­lischen Flotte".

Das wichtigste Mittel Englands im Seekrieg gegen Deutsch­land sei die Blockade, für die den Engländern eine der deut­schen zahlenmäßig weit überlegene ilebersecstotte znr Ver­fügung stehe, jedoch könne heute nicht mehr die Rede davon sein. daß die englische Blockade,-wie dies im Weltkrieg der Fall war, vollständig und deshalb effektiv genug sei. In die Ostsee konnten die englischen Teestreitkräste,' so stellt der Ver­fasser des Artikels scst, bis jetzt nicht eindringenund wer­den dorthin auch in Zukunft nicht eindringen". Der deutsche Handel mit den Ostseestaaten bleibe also unbehindert. Von ungeheurer Bedeutung" sei ferner für die Durchbrechung der Blockade die Neutralität Italiens sowie die Herstellung der gemeinsamen Grenze mit der neutralen, jedoch mit Deutsch­land frelmdichastlich verbundenen Sowjetunion, von der Deutschland die ihm nötigen Rohstoffe erhalten werde. Der Verfasser kommt deshalb zu dem Schluß, daß in der gegen­wärtigen Lage die.vollständige Blockade Deutschlands 'durch dessen Gegner trotz des zahlenmäßig starken Uebergewichtes ihrer Ueberseeflottcn ein Ding der Ilninöglichkeik ist.

Die Berechnungen der Gegner Deutschlands, ähnlich wie im letzten Krieg die kriegswirtschaftlichen Hilfsquellen durch eine lange Blockade abzuriegeln, haben sehr wenig Aussicht aus Verwirklichung. Andererseits hat Deutschland große Mög­lichkeiten, militärische Operationen gegen die lebenswichtigen Verbindungslinien seiner Gegner, in erster Linie Englands zu führen".

bietes im Vorfeld unserer Befestigungen und gingen an und über die Grenze zurück.

Die englischen Scestreitkrästc wurden am Montag erneut und mit Erfolg angegriffen.

Zwei von den in Firth os Forth liegenden englischen Kriegsschiffen erhielten Bombentresser schwersten Kalibers. Dieser Erfolg konnte erzielt werden trotz heftiger feindlicher Gegenwehr durch Flakseuer und Jagdflieger.

Bei der Neberwachung des deutschen Lustraumes wurden am Montag fünf feindliche Flugzeuge, darunter zwei eng­lische, abgeschossen.

Nach Meldung des deutschen U-Boots-Kommandanten fan­den die Torpedierungen des SchlachtschiffesRohal Oak" und des SchlachtkreuzersRepulse" in der Bucht von Scapa Flow statt.

Der Handelskrieg in Nord- und Ostsee zeitigte in der letzten Woche wirksame Ergebnisse. Im Atlantik sind nach englischen Quellen allein zwischen dem 13. und IS. 16. sieben Dampfer mit 84 396 Tonnen versenkt worden, darunter der größte französische TankdampferEmile Miguet"."

Britischer Flotte in ihrem Schlupfwinkel schweren Schaden zugefügt

Der D.eutsch-e Dienst schreibt:

Die Torpediernng der englischen Erostkampsschiffe Royal Oak" und ^Repulse" in Her Bucht von Scapa Flow durch «in dentschss U-Voot stellt stch als eine der kühnsten Taten dar, die die Seekriegsg«schichte über­haupt verzeichnet.

Man stelle sich dieses Bravourstück deutscher See­leute einmal plastisch vor. Ein deutscher ll-Bootkom- mandant, Kapitänleutnant Prien, unternimmt das ganz ungewöhnlich kühne und fast aussichtslos er­scheinende Wagnis, mit seinem Boot in den wohl am stärksten gesicherten britischen Kriegshafen einzudringen, er gelangt auch tatsächlich durch die englischen Minen-

Morgen spricht unter Sauletter!

Gauleiter und Reichsstatthalter Carl Rover spricht am morgigen Donnerstag, 19. Oktober, um 29.39 Uhr im grogen Elockensaal in einer WHW.-Kundgebung der Kreisleitung Bremen der NSDAP.

selber und andere gegen die deutsche ll-Bootsgefahr ge­troffenen umfangreichen Sicherungen in die Nähe der dort vor An-ker liegenden englischen Hochseeflotten-Ein- heiten, und es gelingt ihm das Unglaubliche: Er schießt zwei der größten und -kampfkräftigsten englischen Kriegsschiffe aus einem größeren Flottenverbande her­aus!

Diese Tat ist so unerhört und so großartig, daß sie den hervorragendsten Heldentaten aus der langen Ge­schichte des Weltkrieges würdig an die Seite gestellt werden kann. Für die Engländer mag es als ein her­bes Mißgeschick erscheinen, daß diese neue deutsche Ruhmestat genau an der gleichen Stelle geschah!, a»n der Admiral von Reuter mit der Versenkung der alten deutschen Kriegsflotte den Briten eine fette Beute ent­riß. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht und der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine haben die Leistung des U-Bootes durch die Beförderung des Befehlshabers der Unterseeboote bzw: der Aus­zeichnung des Kommandanten und der Besatzung des ruhmgekrönten Bootes mit dem Eisernen Kreuz I. und ll. Klasse gebührend gewürdigt.

Mit der Ankunft des U-Bootes, das die beiden bri­tischen Eroßkainpfschiffe torpediert hat und der aus­führlichen Berichterstattung seines Kommandanten ist auch die Lüge des britischen Marineministers Winston Churchill, wonach angeblich^ nur dieRoyal Oak", nicht aber dieRepulse" getroffen sein sollte, wie >o viele andere Lügen des gleichenehrenwerten" Herrn in sich zusammengebrochen. Bei dieser Lüge war Churchill zu­nächst der Umstand zu Hilfe gekommen, daß der deutsche U-Bootskommandant .aus Sicherheitsgründen natur-

..IMIUIIM..

(Ois llsntigs /cusgabs runkaüt sooks Ssitsn)

Die deutsche Luftwaffe griff gestern erneut Einheiten der britischen Schlachtflokte mit Erfolg an.

Die britischen KriegsschiffeRohal Oak" undRepulse" wurden in ihrem Schlupfwinkel Scapa Flow torpediert. Die Besatzung des siegreichen U-Bootes wurde nach ihrer Heimkehr von Großadmiral Raeder ausgezeichnet.

Der deutsche Heeresbericht meldet den Abschuß von fünf feindlichen Flugzeugen.

Deutsche Rückwanderer aus Lettland trafen in Danzig ein.

Sensationelle Enthüllungen prangern Chamberlain als Besitzer von Giftgasaktien an.

England wirst indische Truppen nach Singapore.

Wieder wurden hundert bestialisch ermordete Volksdeutsche in Polen ausgesunden.

Die deutsche Bersorgungslage gestattet es, bei der Durch­führung des Kartensystems für Lebensmittel vom 23. Ok­tober bis 19. November eine Reihe von Verbesserungen durchzuführen.

Die erste Reichsstraßensammlung in unserem Nordsecgau war ein einzigartiger Erfolg.

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