Ausgabe 
(17.10.1939) Nr. 286
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vmilkk Zkllim

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der §reien Hansestadt vremen

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im Textteil 75 Ermäßigte

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Vldenburg und Vremen

Nr. 286 / 9. Jakrgang

Dienstag, 1?. Oktober 19Z9

kinzelpreis 13 Npf.

Lügner tliamberiain am Pranger

In London sitzen die Kriegstreiber

W flllein kngland torpedierte die sriedensvorschlöge Mussolinis - Frankreichs Negierung

durch brutalen britischen druck überrumpelt '

>il!»

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Berlin. 17. Oktober

Amtlich wird mitgeteilt:

Durch seine letzte Rede vor dem Unterhaus hat der britische Ministerpräsident Ehamberlain endgültig den Beweis dasür erbracht, datz er nicht nur ein gewissenloser Kriegs Hetzer ist. sondern auch nicht davor zurückscheut. sich bei der Ver­teidigung der schlechten Sache seines Landes glatter Lügen zu bedienen.

Herr Ehamberlain steht nicht an. zu behaupten. Deutsch­land sei es gewesen, das die bekannten von Mussolini ,n letzter Stunde unternommenen Bemühungen um eine sriedliche Regelung des deutsch-polnischen Streitfalles zu Fall gebracht habe. Obwohl der Weltöffentlichkeit nach­gerade zur Genüge bekannt ist, daß es die britische Regie­rung war. die den letzten Versuch der Fricdensrettung vereitelte, erscheint es im Hinblick aus den Chamberlain- schen Fälschungsversuch nützlich und erforderlich, sich noch einmal den wahren Sachverhalt bctrcssend die Musso- linischen Friedensinitiative ins Gedächtnis zurückzurufen.

Getrieben von höchstem europäischem Verantwortungs­bewußtsein,-hatte sich Mussolini an die französische und eng­lische Regierung mit dem Vorschlag gewandt, durch Einbe­rufung einer Konserenz zur abschließenden Revision des Lersailler Schandvertraqes den insolge der Zuspitzung des deutsch-polnischen Konfliktes drohenden Ausbruch ernes europäischen Krieges zu verhindern.

Die französische Regierung erteilte eine positive Antwort. Ihre Haltung wurde der Lesfentlichkeit durch das Havas- Kommumque vom 2. September sowie durch Originalmeldun­gen mehrerer französischer Blätter am 2. September zur Kenntnis gebracht. Ein Teil dieser Meldungen brachte zum Ausdruck, 'daß die positive französische Einstellung zu der Mussolini-Initiative trotz des inzwischen auf Grund der mili­tärischen polnischen Grenzverletzungen zwischen Deutschland und Polen erfolgten bewafsneten Zusammenstoßes aufrecht­erhalten werde. Ein besonders unverdächtiger Zeuge hier­für ist der frühere französische Ministerpräsident Leon Blum, der in einem im „Populaire" vom 9. September veröffent- lichten Interview erklärte, die „französische Regierung sei bis an die Grenzen des Möglichen, ja sogar darüber hinaus gegangen, sie habe ihre Verhandlungsbemühungen selbst nach dein deutschen Einmarsch in Polen fortgesetzt."

Unter dem Eindruck der positiven französischen Haltung übermittelte der italienische Botschafter in Berlin der deut­schen Negierung am 2. September vormittags den Konferenz- vorschlag seines Regierungschefs und zwar mit dem aus­drücklichen Zusatz: „Für den Gedanken, der ursprünglich vom Duee ausgegangen ist, setzt sich heute besonders Frankreich ein". Dem italienischen Botschafter wurde sofort erwidert, daß auch die Reichsregierung der italienischen Anregung be­reitwilligst zustimme. Unmittelbar daraus gelangte nach Ber­lin die Nachricht, daß das in Frage stehende Havas-Komym- nique zurückgezogen worden sei.

Was war inzwischen geschehen? Die englische Regierung wollte unter allen. Umständen den Krieg. Um den sich in letzter Stunde zeigenden Friedensausweg, der in Paris die Abgcordnetenkreise bereits zu Freudenausbrüchen und Frie- dcnsfeiern geführt hatte, endgültig zu versperren, hatte sie in Paris alle Minen springen lassen und unter der Drohung, sie werde die französische Politik öffentlich desavouieren, war es ihr gelungen, die französische Regierung umzustimmen Um Frankreich endgültig festzulegen, erklärte Ehamberlain einige Stunden später, am Nachmittag des 2. September im Unter­haus, daß die britische Regierung die Vorschläge Mussolinis ablehne. Infolge dieser intransigenten britischen Haltung sah sich die italienische Regierung gezwungen,'der Reichsregierung '

am Abend des 2. Septembers mitteilen zu lassen, daß sie ihre Friedensinitiative nunmehr als hinfällig ansähe.

Daß die Friedensbemühungen Mussolinis durch England und durch England allein torpediert worden sind, und daß auch italicnischerseits der von Ehamberlain in typisch engli­scher Manier versuchten Verncbelung dieses klaren Tatbestan­des entgegengetreten wird. ergibt sich aus einer Meldung des Giornale d'Jtalia" vom 12. Oktober, wo es unter der Ueber- schrift „Eine notwendige Richtigstellung über die Zurückwei­sung der Vorschläge des Duee" mit Bezug auf die Chamber- lain-Rede heißt:

„Hinsichtlich der Initiative zur Lösung des Konfliktes in den letzten Augusttagen, auf die sich der britische Pre­mierminister bezogen hat, ist es nötig und angebracht, festzustellen, daß es nicht richtig ist, was Ehamberlain gesagt hat, daß Deutschland die Vorschläge des Duee zu­rückgewiesen habe."

Diese Bescheinigung der Chamberlainschen Lügenhaftigkeit spricht für sich selbst und bedarf keines weiteren Kommentars.

wieder vomben auf britische Kreuzer

Neuer deutscher flngriff auf englische Kriegsschiffe im sirtk of sortlz - Zwei feindliche

Jagdflugzeuge abgeschossen

Berlin, 17. Oktober

Am 16. Oktober griffen in der Zeit zwischen 14.30 und 13.30 Uhr deutsche Bomber englische Kriegsschisse, die im Firth os Forth lagen, an. Zwei britische Kreuzer wurden von Bomben schweren Kalibers getroffen. Der Angriff fand trotz schweren englischen Abwehrfeuers statt. Von den britischen Jagdflugzeugen, die ihrerseits zum Angriff aufstiegen, wur­den durch unseren Kampfverband zwei abgeschossen. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Neue deutsche krfolge im Handelskrieg

Berlin, 17. Oktober.

In London wird bekanntgegeben, daß ein britischer und zwei französische Handelsdampser versenkt wurden. Das eng­lische Schiss „Loch Avon" (9200 Tonnen) wurde im Atlantik versenkt. Mannschaft und Passagiere konnten von der engli­schen Kriegsmarine gerettet werden. Ferner wurde der sran-, zösische Dampfer „Bretagne" (10100 Tonnen) versenkt. Die

Schlachtkreuzer „Nepulfe" torpediert

erneuter erfolg des deutschen U-Vootes, welches das englische Schlachtschiff „Nogal 0ak" versenkte

Berlin. 17. Oktober

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Das U-Boot. durch welches das britische Schlachtschiff „Royal Oak" versenkt wurde, hat den britischen Schlacht­kreuzer „Repulse" angegriffen und torpediert."

Der torpedierte englische Schlachtkreuzer „Nepulse" ist 32 000 Tonnen groß und wurde im Jahre 1916 vom Stapel gelassen. Bezüglich seiner Modernität steht das Schlachtschiss in der englischen Flotte an vierter Stelle und wird nur noch

von der „Nenown", die zwsi Monate später vom Stapel lies, „Hood" sowie den Nachkriegsbauten „Nelson", „Rodney" über- trosfen. Die Bestückung der „Repulse" besteht aus sechs 38,1-cm-Geschützen und zwölf 10,2-cm-Geschützen. Die Torpedo- Armierung besteht aus acht Torpedoausstoßrohren. Das Schiff führt vier Flugzeuge an Bord. Die Besatzung, beträgt 1200 Mann. Die Länge des Schiffes 229 Meter, Geschwindig­keit 31,5 Seemeilen, während die „Royal Oak" nur 22 See­meilen fuhr.

Der torpsckierte 6ngli8clie 8cklscktkr6urer8 „Kepul8e"

^rckiv

/

weitere englische Selbkreuzlager entdeckt

Neue Tatsachen widerlegen keuchlerische Londoner dementis - Seireidelager mit Sistgas verseucht

Berlin. 17. Oktober.

Amtlich wird verlautbart:

In ihren Morgenausgaben vom 12. Oktober hat die deutsche Presie in auMH?ttchen Darlegungen der Weltössentlichkeit den schlüssigen Beweis übermittelt, daß erstens von polnischen Truppen Gistgas angewandt worden ist. und daß zweiten- dieses Giftgas von England geliefert wurde. ^

Die ersten Feststellungen über diesen ungeheuerlichen L.at- bcstanb waren bereits am 17. September 1939 O^ronen wor­den. Internationale ürztt-iche Autoritäten und neutra e Journalisten wurden hinzugezogen um eine Ewandsreie und restlose Klarstellung der verschiedenen H-alle u°n Anwen­dung von Gistgas herbeizuführen Erst dann winden der Weltössentlichkeit die furchtbaren Einzelheiten dieses Der- brechens an der Menschheit von uns bekanntgegeben.

Wie hat nun England auf die eingehenden deutschen He fl- stellunqcn, aus das Gutachten des Schweizer Prosesiors Ru- dols Stachelin, Basel, wie aus die Z"lgnisse der Vertreter der „Ehicagv Daily News", der „A,sociated Preß und Baster Na- tivnalzeitung" und von „Stockholms Tidningen geantwortet?

Das britische LUgenministerium hat am 12 . Oktober über das Reuter-Büro die Behauptung verbreiten lagen, „Grotz- b.ritannicn habe niemals Gas in irgendeiner Form an Polen geliefert" l'1 Dies ist alles, was England au, d,e ,ns ein- zclnc belegten deutschen und neutralen Feststellungen über Verwendung von Gistgas in Polen und die Lieferung durch England zu sagen hatte.

Anscheinend hat die Schwere der Beschuldigung und die Wucht der Tatsachen diesmal selbst dein englischen Lugen- ministcrium die Sprache verschlage» so baß es außer diesem nichtssagenden Dementi keinerlei Tatsachen oder Material vor­zubringen in der Lage war. um diese furchtbare Anschuldi­gung zu entkrästigcn oder zu beschönigen. „„„

Es ist einleuchtend, daß ein so schwerwiegender Vo kcr- rcchtsbruch wie die Verwendung und Lieferung von Giftgas von England nicht durch ein Dementi dieser Art aus der Welt geschasst werden kann. D,c Verwendung von Giftgas gehört zu den verabschcuungswurdigstcn Methoden d« Krlcgs- siihrung. Sie widerspricht den internationalen Abkommen über Gaskriegführung vom l7. Juni lüro. und seine Liefe­rung gerade durch England. dc„cn maßgebenden Politiker dauernd die Humanität der Kriegssuhrung predigen, stt c.n erneuter Beweis für die Heuchelei und sprupcllosen Metho­den der Kricgssiihrung dieses Landes. i

Wir haben indes nicht nur die Frage zu stellen, inwiefern England glaubt, sich dieser schwerwiegenden Frage durch eine lakonische Antwort entziehen zu können, sondern wir haben heute erneut gegen England die schwere Anklage der verbreche­rischen Easkricgsführung erhoben, denn: inzwischen sind neue Feststellungen getroffen worden, wonach Gistgas nicht etwa nur in dem in der deutschen Veröffentlichung vom 12. Oktober genanten Ort Jaslo verwandt wurde, sondern auch an zahl­reichen anderen Stellen in Polen. In diesen Fällen konnte wiederum nachgewiesen werden, daß die Kistgasbomben bzw. die Gistgasslüssigkcit ebenfalls aus dem Munitionslager in der Nähe von Gotenhasen stammt. daS nachweislich die durch englische Schisse nach Gotenhasen gebrachten Munitions­lieserungen enthielt.

Folgende neue Tatsachen können wir heute der Weltöffent­lichkeit unterbreiten:

1. Bei dem Ort Mlawa südlich Ostpreußens ist ein weiteres riesiges Lager mit mehreren tausend Gelbkreuzminen gefun­den worden, die nachweisbar englischer Herkunft sind und in den Einzelheiten genau den bei Oxhöst gefundenen Gelb­kreuzminen entsprechen Nach den Feststellungen der pharma- kologisch-toxikologischen Abteilung der Militärärztlichen Ma- demie in Berlin haben sämtliche Stichproben, die aus den riesigen Gelbkreuzminenbeständen des Lagers bei Mlawa ge­macht wurden, ergeben, daß es sich um Dichlordiüthylsulfid derselben Gattung handelt, das in den englischen bereits früher gefundenen Gelbkreuzminen verwandt wurde. Zur Stunde läßt sich die genaue Zahl der bei Mlawa gefundenen englischen Gelbkreuzminen noch nicht völlig übersehen, da bei dem Abtransport mit entsprechender Vorsicht vorgegangen werden muß. Es steht bereits jetzt fest. baß dieses zweite große englische Gistlager an Umfang das Lager bei Gotenhasen bei weitem übertrifft.

2. Zu welchen Teufeleien die Polen das ihnen von England geliesertc Gelbkreuz verwandt haben, erweist im übrigen ein Vorfall in der Ortschaft Kuczbork (20 Kilometer westlich von Mlawa). Es wurde hier Getreide vorgefunden, dessen Be­nutzung als Viehfutter der Bürgermeister von Kuczbork ver­boten hatte. Da dieses Getreidelagcr verdächtig erschien, wurde es beiseite geschafft und untersucht. Etwa 10 Stunden hier­nach stellten sich bei den an den Aufräumungsarbciten Be­teiligten Blasenbildungen am gesamten Körper ein.

(Fortsetzung aus Leite S)

türkischer flußenminister erneut im Kreml

» Moskau. 17. Oktober.

Der türkische Außenminister Savacoglu wurde am Montag um 16 Uhr Moskauer Zeit vom sowjetrussischen Regierungs­chef und Außenkommissar Molotow zu einer Besprechung im Kreml empfangen. Damit sind die seit dem 13. Oktober unter­brochenen Verhandlungen wiederaufgenommen.

Diese Tatsache verdient um so mehr Beachtung, als der Londoner Rundfunk noch gestern nachmittag mitteilte, saracoglu habe Moskau verlassen und werde im Laufe des gestrigen Tages eine Zusammenkunft mit dem rumänischen Außenminister auf dem Schwarzen Meer haben.

türkische Kriegsflotte in den Vaedanellen

England beunruhigt über Ankara

> Istanbul, 17. Oktober

Die türkische Kriegsflotte ist vom Marmarameer. wo sie zu Uebungen versammelt war, nach den' Meerengen ausge- lnuleu Sie hat sich vor Canakale. der nach Westen gerichteten Hauptsestung der Dardanellen, versammelt.

Die Tatsache, daß die türkische Flotte am Eingang der Dardanellen versammelt ist. wird in London als unheilvolles A'An s"r d'° Wcstmächte beurteilt. Da auch die russisch- turkc,chen Besprechungen in Moskau trotz der englischen Vor­aussagen immer noch nicht beendet sind. hegt man in London schlimmste Befürchtungen. Verschiedene Blätter vor allem „News Chroniclc" und „Daily Expreß" sind voll von Ver­mutungen und Gerüchten über den Inhalt der Moskauer Gespräche.

Mieder eine Zwecklüge entlarvt

Amsterdam, 17. Oktober.

g-ie vom Pariser Rundfunk verbreitete und vom Londoner Rundfunk übernommene Meldung, daß deutsche Flugzeuge Holland überflogen haben sollen ist eine glatte Ersindunq Auf Rucksrage^bei holländischen Stellen wird bestätigt daß kein deutsches Flugzeug über holländischem Boden gewesen ist Lie,e schnell erfolgte Klarlegung der deutsck,en amtlickien Ltellen und der Holländischen Negierung deckt erneut eine engliichc Falschmeldung aus, die das Lügenministerium zur Irreleitung der neutralen Mächte in die Welt streute um seine eigenen, bereits mehrmals sestgestellten Neutralitätsvcr- letzungen zu verschleiern.

Besatzung wurde bis auf 15 Mann gerettet. Schließlich wurde auch der französische Dampfer „Louisiana" (6903 Tonnen) ver­senkt. Auch hier konnte die Besatzung gerettet werden.

Truppenbewegungen im Osten abgeschlossen

Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht

Berlin, 17. Oktober

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Nachdem die Truppenbewegungen zur Besetzung des deut­schen Interessengebietes in Polen beendet sind, wird das Ober­kommando der Wehrmacht über den Osten nicht mehr berichten.

Im Westen nur geringe Gesechtstätigkeit und schwaches Ar- tilleriestörungsseuer. Am Rhein südwestlich Rastatt wurden die Franzosen durch Hochwaffcr gezwungen, ein Panzerwerk zu räumen.

In der Luft nur geringe eigene und feindliche Flugtätigkeit in Grenznahe."

Mk 40 «Stkee/

knglcniclr 5 ssksiD 5 cliost im V/cmI(sn

3/ L. v. Lremeu, 17. Olrtobsr

„Nur so weiter!" So schrieben wir in unserer Sonn­tagsnummer. wo wir im Hinblick auf die Bilanz der deutsch-englischen Kriegführung während der ersten sechs Wochen darauf hinwiesen, datz von insgesamt 37 großen Kriegsschiffeinheiten Englands bereits drei ganz große vernichtet und mindestens zwei bis drei schwer beschädigt sind. Als ob das Schicksal unserer Aufmunterung sobald als möglich nachkommen wollte, ist fast gleichzeitig mit der „Royal Oak" auch das repräsentativste Kriegsschiff der englischen Flotte die „Repuls e" mit 32 000 Tonnen und einer Geschwindig­keit von 31,5 Knoten einem deutschen Torpedo zum Opfer gefallen.

Da, wie schon gesagt, die britische Kriegsflotte ins­gesamt 37 große Einheiten besitzt (siehe Tabelle in unserer gestrigen Nummer), von denen nun mindestens sechs ausgeschieden sind, so ist damit rein zahlenmäßig gesehen bereits ein Sechstel der vermeintlich uniiber- windbaren Armada kampfunfähig. Rein tonnenmäßtg gesehen gestaltet sich das Verhältnis des Verlustes der britischen Flotte zu der Eesamttonnage der großen Ein­heiten noch weit schlimmer. Sind es doch gerade die größten Schiffe unter den 37, die den bisherigen Ver­lust Englands ausmachen. So hat das Schlachtschiff „Hood", dessen Beschädigung das englische Lügen­ministerium endlich zugeben mußte, allein 42 100 Ton­nen und ist damit mit Abstand von 8000 Tonnen gegen­über dem nächst größten Schlachtschiff ^Nelson" (mit 33950 Tonnen) das größte Schiff der britischen Flotte. Die „Royal Oak" hat wie bekannt 29150 Tonnen, die „Art Royal", deren Verlust Lügner Churchill noch ängstlich verheimlicht. 22 600 Tonnen, „Lourageous" 22 500 Tonnen und endlich die neuerdings als torpe­diert gemeldete „Repulse" 32 000 Tonnen. Das sind insgesamt über 148 000 Tonnen, zu denen noch min­destens zwei durch Flugzeuge schwer beschädigte oder auch versenkte 10 OOO-Tonnen-Kreuzer kommen. Rund 170 000 Tonnen von insgesamt 757 170 Tonnen, das sind sogar schon über ein Fünftel der Eesamttonnenzahl der schweren Einheiten der britischen Kriegsflotte, die in den sechs Wochen des Krieges kampfunfähig wurden. Dabei sind-die nun neuerdings gemeldeten ersolgreichen Angriffe eines deutschen Luftkampfverbandes und dessen Treffer aus zwei britische Kreuzer noch nicht berück­sichtigt.

Es ist also rein tonnenmäßig gesehen schon eine ganze und zwar stattliche Flotte durch unsere U-Boote' und Flieger den Engländern verlorengegangen. Und man kann ruhig sagen, daß dieser Verlust dem Verlust einer schon sehr sehr bedeutsamen Schlacht gleichkommt, zumal sich ja auch an der Zahl cher Toten, die sich bestimmt bereits 2000 nähert, ein Verlust kundgibt, der bereits den fünften Teil der Toten ausmacht, die Deutschland im gesamten großen polnischen Feldzug zu verzeichnen hat.

„Wir Deutschen können diesen Krieg mit England aus­halten. Wie lange England ihn aushält. wird sich zei­gen." Das Wort, das wir in unserer Sonntagsausgabe am Schluß unseres Leitaufsatzes schrieben, gilt heute mehr denn je. Und so sehr sich Herr Churchill,'der Ober-

MNUMIINIIMMNNMIINMNIMMMIMMNIMIIMMIMIIIIIIIIIIIMIIIIIMIIMIMI

Unser 7ss«»o>e«e>

(Die ksutigs umkgkt oekk Zeiten)

Der englische 32 600-Tonnen-Schlachtkreuzcr „Repulse" wurde von deutschem Il-Voot torpediert.

Im Handelskrieg versenkten deutsche U-Boote wieder drei feindliche Frachtschisse

.Krag° der Ablehnung des Friedensdorschlaqes Mussolinis wurde Ehamberlain als infamer Lüaner entlarvt. "

Die Zusammenzichung der türkischen Flotte in den Dar­danellen erregt starke Beunruhigung in London.

Die Belieferung Polens mit Gistgas durch England wird durch neue Beweise erhärtet.

Durch Auffindung weiterer Opser der Polnischen Greuel­taten wächst Englands Blutschuld von Tag zu Tag.

Die ersten Lettlanddeutschcn trafen in Gotenhasen ein. Der Rcichssührer ss teilt die Meldepflicht für alle Fran­zosen bei der nächsten Ortspolizeibchörde mit.

Am Hulsbcrg ereignete sich ein tödlicher Vcrkehrsunsall.

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