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ollMIZÜllM
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt Ües Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 285 / 9. Zakrgang
Montag. 16. Oktober 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
Deutschlands stntwott auf die vlockade
Vie Kraft unseres stußenhandels
liefe Niedergeschlagenheit in London
kröffmmg der Wiener internationalen Messe durch Neichswirtschastsminister Funk
ttiurchM will keine kinzelkeiten über die Versenkung der „Nogal Oak" bekanntgeben
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Wien, 16. Oktober.
In feierlichem Rahmen wurde am Sonntag die 37. Wiener internationale Messe als erste Kriegsmesse Grohdeutschlands vom Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft, Rcichswirt- schastsminister und Reichsbankpriisident Funk. eröffnet.
Gauleiter Bürckel begrüßte an der Spitze der Ehrengäste den Relchswintschastsnüntster. Sein besonh-erer Gruß galt auch den Vertretern der an der Messe beteiligten Staaten, dem Minister a. D. Prantsch (Rumänien), dem Gesandten Cernak (Slowakei) und Nickel (Ungarn) sowie den Generalkonsuln und Konsuln van Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Italien, Jugoslawien. Luxomlbuvg, Holland, der Schweiz und der Türkei.
Ferner konnte Gauleiter Bürckel die zahlreich erschienenen Vertreter des Staates, darunter den Vertreter des Reichs- a-ußemninisters, Generalkonsul Döhle, der Partei, der Wirtschaft und der Wehrmacht begrüßen. Bürckel betonte die Messe ! sei ein Ausdruck des ehrlichen Wollens Deutschlands, mit allen Völkern wirtschaftlich zusammenzuarbeiten, soweit sie sich nicht des Krieges gegen Deutschland schuldig machten.
Abschließend sprach ReichSwirtschaftSmiubster Funk. dessen Ausführungen mit lebhaftem Beis-all aufgenommen wurden. Der Minister führte dabei im wesentlichen aus:
„Wenn ich heute die Grütze des Führers sowie der Reichs- regiernng zur Eröffnung der 37. Wiener Messe überbringe, so spreche ich zugleich der deutschen Ostmark den Dank für die hervorragende Ausrüstung der Messe — der dritten nach der Heimkehr ins Reich — aus. Wien schickt sich heute an. neue Wirtschaftsbande zu befreundeten Nationen zu knüpfen und alte zu festigen, in einem Augenblick, da unsere Gegner im Westen alles daransetzen, um bewährte traditionelle Beziehungen zu zcrreitzen und ein mit sleitziger Arbeit ausgebautes Wirtschastsgefüge zu zerstören.
Weil Versailles dank der genialen Taten Adolf Hitlers zuschanden ging. soll Deutschlands Vernichtung nunmehr in einem zweiten Waffengang versucht werden.
Zur „Humanisierung" dieses Vorhabens soll ein Blockade- ring um Deutschland dienen, um Deutschlands Güteraustausch möglichst abzüdrosseln. Daß bei dieser Gelegenheit notwendigerweise auch das Wirtschaftsleben der neutralen Staaten Schaden nehmen muß, bekümmert unsere Gegner nicht. Ja. es ist ihnen dies sogar ein nicht unwillkommener Anlaß die Völker der nichtkriegführenden Staaten auch noch für ihre Interessen einzuspannen. Dieser Versuch muß ebenso erfolglos bleiben wie die Blockade selbst.
keine bemerkenswerte Tätigkeit im Westen
Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht
Berlin. 16. Oktober.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Im Osten keine besonderen Ereignisse.
Im Westen schwache Störungsscuer feindlicher Artillerie, das erwidert wurde.
Am 13. Oktober ist in der Gegend von Virkenseld ein A weiteres feindliches Flugzeug abgeschossen worden. Am k 14. Oktober keine feindliche und eigene Flugtat,gleit von Be- l deutung.
Wie die britische Admiralität schon durch Rundfunk bc- t kanntgab. wurde das Schlachtschiff „Royal Oak" durch em I deutsches U-Vovt versenkt. Bisher konnte die britische Admiralität die Zahl von nur etwa 376 Ueberlebenden bckannt- ! geben.
In der Nacht vom 14. zum 15. Oktober über norddeutschem ' Gebiet vernehmbares Motorengeräusch hat an einigen Stellen > eigenes Flakseuer ausgelöst.
Die Bedeutung der Wiener Veranstaltung Wird noch da- l durch unterstrichen, daß sich Italien, die Slowakei. Ungarn, k Bulgarien und die Türkei mit eigenen Sonderschaucn be- t teiligem und ckier Messe hierdurch ein imposantes, »nternatro- l nales Gepräge verleihen. ... . . ...
Diese Schau ausgesuchter Qualitätserzeugnisse, aus der sich s sechs Länder in edlem Wettstreit um die wirtschaftliche Lei- ' stuna zusammenfinden, ist gerade in heutiger Kriegszeit eine
machtvolle Kundgebung für den friedlichen Ausbauwillen, der , alle Staaten des mittet- und südenropäischen Raumes heft seelt. Daß insbesondere das nationalsozialistische ^.entschtand t von diesen Gedanken und Gefühlen erfüllt ist, beweist wohl l nichts so eindrucksvoll wie der.Vorschlag unseres Führers für , eine wirtschaftliche Friedenssicherung und eine neue wirt- s schriftliche Ordnung der Welt, die der Förderung des Wohlstandes der Völker durch wirischaft- ft liche Zusammenarbeit dienen soll. ft Wien hat nunmehr eine Mission zu erfüllen, die zu Hvchst- v leistungen verpflichtet. An der geschichtlichen Völkerskr-aße, die i- donauaufwärts von Osten nach Westen zieht und am Lchnitt- "" punkr der Nord-Süd-Linie gelegen, hat diese altehrwurdige 's Stadt henke mehr denn je die Bedeutung eines zentralen j? Handelsplatzes für Mitteleuropa und den Südostranm Die ! im Bau befindlichen K a n a l p r o j e k t e Rhein-Main- h Donau und Oder-Donau werden 'den alten Handcls- 4 wegen für den Großvcrkehr geeignete neue und vor allein 1 billige Wasserstraßen hinzufügen. In einigen Jahren wird « Wie» seiner wirtschaftlichen Bedeutung und seiner zentralen g geographischen Lage entsprechende Ibmschlagsmöglichkeiten und I den größten Binnenhafen Europas besitzen, z Was Friedrich L i st. der Freund dieser Stadt, vor hundert ! Jahren seherisch erkannte, wird damit Wirklichkeit In den Autostraßen des Führers, in den großzügigen Kanalbauten, vor ollem aber im Grvßdeutschland Adolf Hitlers selbst sind Lifts Pläne und Träume nunmehr Wirklichkeit geworden, Im zweiten Buch seines „Nationalen Systems" sagte List einmal: „Manusaktnren, Handel und Schiffahrt gehen einer Zukunft entgegen, welche die Gegenwart so weit überragen - wird. als die Gegenwart die Vergangenheit überragt, nur muß man den Mut haben, an eine große nationale Zukunft zu glauben und in diesem Glauben vorwärts schreiten.
In diesem Glauben hat Deutschland im Jahre 1933 seine darnicdcrlicgende Wirtschast wieder ausgebaut und "i den doraussolgcnden Jahren einen in der Geschichte der Volker einzigartigen Ausstieg erlebt.
Wir haben auch in der Handelspolitik neue Wege be- schritten. neu allerdings nur hinsichtlich der Anwendung >m , zwischenstaatlichen Verkehr, denn die Erkenntnisse, nach denen ^ unser Außenhandel ausgerichtet wurde, entsprechen nur alten ' soliden Kausmannsgrundsätzen trotzdem ein , rüstete man sich in den Ländern, in denen man dank eine- l kolonialen Vesikes und iniolae eines enormen n-
pitalreichtums noch nach den hergebrachten a-ußenhandels- politischen Spielregeln arbeiten konnte, darüber, daß wir es überhaupt wagen konnten, als erste, zeitgemäße und zweckmäßige Lösungen zur Ueberwindung unserer Wirtschasksnöte zu finden.
Das Bessere ist ja immer der Feind des Guten. Multilaterale Handelsverträge, Meistbegünstigung und Freizügigkeit des Zahlungsverkehrs sind gewiß hervorragende Instrumente der Förderung des Welthandels. Noch vorteilhafter für die Pflege der Wirtschaftsbeziehungen wäre jedoch nach unbestrittener Meinung aller Völker der Erde eine lange Periode der friedlichen Zusammenarbeit gewesen. Solange man sich skrupellos über diese umstrittenen Erkenntnisse hinwegsetzt, können und müssen wir ruhig bei unseren so sehr umstrittenen Handelsmethoden bleiben.
Das bilaterale Vertragsshstem Deutschlands ist auf den natürlichen Voraussetzungen der gegenseitigen Bedarfsdeckung und Bcdarfsbefricdigung ausgebaut und orientiert sich an den wirtschaftlichen Ergänzüngsmöglichkcitcn der vertragschließenden Parteien. Die Vorteile sind beiderseitig. Das ist das Geheimnis dieses Erfolges, den wir vor allem bei der Ausgestaltung unserer Wirtschaftsbeziehungen zum Südosten verzeichnen können. Alles Erfolge, die man uns in den Ländern nicht verzeihen kann. die den Welthandel in Erbpacht zu haben glauben.
(Fortsetzung auf Seite St
boe. A m st e r d a m. 16. Oktober.
Die britische Admiralität bestätigt den schweren Verlust von annähernd 866 Angehörigen der Marine. Aus Churchills ausdrücklichen Wunsch hin werden nach wie vor alle Einzelheiten über die Versenkung der „Rohal Oak" unterdrückt.
Lediglich die „Su-ndah Times" gibt einen dürftigen Hinweis. Der Marine-Korrespondent des Blattes schreibt, wahrscheinlich habe' sich das Unglück in den frühen Morgenstunden des Sonnabends ereignet. Aller Voraussicht nach sei ein deutsches U-Boot in der Dunkelheit in kurzer Entfernung vor dem Schlachtschiff aufgetaucht und habe kurz hintereinander zwei Torpedos abgefeuert.
Die Londoner Korrespondenten der neutralen Blätter berichten übereinstimmend, daß die Nachricht von der Versenkung des Schlachtschiffes in der englischen Bevölkerung eine vernichtende Wirkung gehabt hat. Man lege sich allgemein die Frage vor, wie der erfolgreiche U-Vootangriss überhaupt möglich sein konnte, da das Schlachtschiff von Torpedobooten und Zerstörern begleitet gewesen sei. Man erinnert sich noch sehr gut an den Ausspruch Churchills aus dem Weltkriege, nach dem der Verlust eines Schlachtschisses für England dasselbe bedeute, wie für Deutschland der Verlust einer Infanterie-Division.
Unterhaus und Oberhaus werden am Dienstag bis Donnerstag Sitzungen abhakten. Auf der Tagesordnung steht der ' übliche Wochenbericht des Premiers über die Lage. Churchill
«wir werden bis ;um letzten kiimpfen!"
Sauleiter Nöoer bei seinen kameraben von der se-er — lW;iere gaben der presse krläuterungen
Wilhelmshaven, 16. Oktober.
„Mit dem unerschütterlichen Glauben an den Sieg und mit der ganzen Kraft eines starken Mannestums", so rief der Gauleiter den Männern der Presse im Nordscegau Weser-Ems zu, „müssen Sie sich einsetzen in diesem Kamps unseres Volkes um Sein oder Nichtsein. Und — ich darf es Ihnen sagen — ich kann der Presse meines Gaues nur das beste Zeugnis ausstellen und ihr gleichzeitig meine Anerkennung aussprechen. Einen Dank gibt es nicht, denn alles, was wir tun, das tun wir ja für Deutschland und für unseren Führer! Diszipliniert und ausrecht haben sich die Männer der Presse in den bisherigen Kriegstagen gezeigt, daß dies so bleiben wird, ist meine feste Ueberzeugung".
Die Hauptschriftleiter der Tageszeitungen im Gau Weser- Ems hatten sich, wie bereits gestern mitgeteilt, mit dem Gau- propagandaleiter Pg. Schulze, dem Gau-presseamts-leiter Pg. Aßling, dem Pressereferenten des Reichspropagandaamtes Weser-Ems Pg. Fronja, den Pressesachbearbeitern der Gliederungen der Bewegung und der obersten Landesbe- hövden in der Kriegsmarinestadt Wilhelmshaven zu. einer vom R-oichspropagandaamt Weser-Ems veranstalteten Pressetagung zusammengefunden, au: der die verantwortlichen Männer im Gau zu den Hauptschristleitern sprachen. An der Tagung nahm auch der Stellvertretende Gauleiter, Ministerpräsident Joel teil. Neben dem Gauleiter und dem Landesbauernführer sprach — wie gleichfalls bereits berichtet — Gauhauptstellenleiter Tiemens vom Amt für Volkswohl- sahrt zu den Pressemännern und gab vor ihnen als den Vermittler zu ihrer Leserschast den Rechenschaftsbericht des vergangenen Winterhilsswer-kes im Gau Weser-Eins und gleichzeitig den Beginn des Kriegswinterhilfswerkes im Nord- seeg-au bekannt.
Die Rede des Gauleiters an die Männer der Presse war getragen von der ganzen Leidenschaft eines starken Herzens, die nichts anderes kennt als nur: Deutschland. Die Würfel sind jetzt gefallen — so sagte der Gauleiter. England hat die Maske angelegt und uns den Fehdehandschuh hingeworfen. Damit kämpft das Judentum durch seine Trabanten gegen das saubere und starke Deutschland. Jetzt haben wir uns zum Kamps zu stellen!
Wenn Deutschland einmal kapitulieren mußte, so lag das nicht an den Soldaten der kämpfenden Front. Denn diese tapferen Feldgrauen haben gegen 56 Länder der Erde gckiimpft und — ausgehalten. Der Niederbruch entstand durch das Versagen der inneren Front, durch das Versagen der Heimat. Denn die Soldaten hatten ihre Idee, ihren Frontgeist, ihren Geist der Kameradschaft, die Heimat hatte nichts, an das sie sich halten konnte.
Heute ist das anders, grundlegend anders Wir haben die beste Wehrmacht der Welt. Wir haben eine Heimatfront, die fest und unerschütterlich steht, die weiß, um was es geht, die weiß, daß wir in diesem Kamps siegen müssen, wenn wir- nicht für ewig als Volk von dem Bild der Erde verschwinden wollen. Und die äußere Front und die innere Front wissen: Wir werden niemals kapitulieren, niemals!
Das perfide England, das sich aus einer sicheren Insel glaubt und nicht spürt, daß es heute keine Inseln mehr gibt; diese heuchlerischen Gesellen, die nur schwach hinter der Maske des Biedermannes die ganze Gemeinheit und Brutalität Englands verbergen können, ahnen ja gar nicht, welch eine Umwandlung, welch eine Neuordnung sich auf allen Gebieten im deutschen Volk vollzogen hat,
1933 gelangte der Führer zur Macht. Techs Jahre unermüdlicher Arbeit, heißesten Schaffens und eisernster Willensanstrengung des ganzen Volkes unter der Führung Adolf Hitlers brachten Deutschland zu dem. was es heute ist Stark, mächtig und gefürchtet, sehr gefürchtet von weiten Teilen der Welt. Aber auch geachtet von vielen Nationen, die irr herzlicher Sympathie zu uns stehen. In weiser Voraussicht ist es dem Führer gelungen, die Hoffnung unserer Gegner aus einen Zweifrontenkrieg zunichte zu machen. Heute haben wir den Osten unseres Reiches gesichert und können uns mit ganzer Kraft im Westen einsetzen, um diesen uns ausgezwungenen Kamps abzuwehren.
Wir werden kämpfen, kämpfen bis zum Letzten. Ilnd es wird uns nichts geschenkt werden. Aber wir werden siegen! Wir müssen siege»! Das weiß heute jeder von uns. Das weiß die große scstgesiigtc deutsche Volksgemeinschaft, deren Gemeingut der Gedanke geworden, daß Blut dicker ist als Wasser, lind auch das weiß das ganze Volk: Wenn wir nicht siegen sollten, dann wäre das ganze weitere Leben sür uns wertlos, sinnlos. So stehen wir znm Aompf bereit!
Und nur eine Bitte haben wir: Möge uns der Himmel unseren Führer erhalten, möge die Hand des ewigen Herrgotts über diesem starken und großen Mann bleiben, der uns fest zusammenfügte und uns unüberwindlich machte! Wir kämpfen mit dem Führer und sür den Führer. Wir kämpfen für einen Frieden der Gerechtigkeit!
Diese glaubensstarken Worte des Gauleiters als Beauftragten des Führers für unseren Nordseegau waren aus dem Herzen all der Männer gesprochen, die sich Tag für Tag mit dem geschriebenen und gesprochenen Wort vor das Volk stellen und es weiter aufrütteln zur Stärke und zur Ilnbezwinglich- Lcit. Diese Männer der Presse wissen ja um die Größe des Reiches, daß es zu verteidigen gilt. Tag für Tag greifen sie zur Feder und melden dem Volk die wichtigen Entscheidungen des Führers. Tag für Tag stellen sie aber auch richtig, wenn eine lügenhafte Welt mit Schmutz- und Schmähschreiben die Lüge zur Wahrheit stempeln will. Diese Männer wissen: Wir sind vorbeüeitet, vorbereitet für einen Kampf auf Leben und Tod. Vorbereitet sür einen Kamps, in dem wir Sieger bleiben werden.
Bon diesen Vorbereitungen auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft konnte Landesbauernführer Jaques Groeneseld in schlichten, sachlichen Worten berichten. Durch den Fleiß des Bauern und den Segen des Himmels, so sagte Pg. Groeneseld, können wir mit noch höheren Reserven in ein neues Erntejahr gehen.
- Wir haben vorgesorgt: Deutschlands Erniihrungswirtschaft ist unangreifbar!. Und damit ist die erste Bresche in den teuflischen Aushungerungsplan Englands geschlagen. Bei unseren ganzen Berechnungen sind wir stets davon ausgegangen: Was haben wir gelagert und was können wir auf unserem deutschen Boden ziehen!? Unsere Vorratswirtschast hak sich niemals auf Einfuhren verlassen, die durch abgeschlossene Handelsverträge von den Neutralen zu uns gelangen können. Wenn sie kommen, sie werden dankbar begrüßt. Aber wir sind durch uns selbst stark genug, daß niemals der Hunger an unsere Türen pochen wird, mögen die Engländer von einem noch so langen Krieg sprechen.
Und außerdem: Wir haben eine wirtschastseigene Futterbasis, wir haben eigene Düngemittel, eigene Maschinen und vor allem sind durch die Hoskarte alle Bauern ersaßt, daß auch hier die Organisation alle Bahnen aus das richtige Ziel lenken kann.
Der Bauer braucht sich in dieser Zeit nicht etwa auf eine , Krcegsbauernwirtschaft umzustellen, er kann weiterarbeiten in seiner bisherigen Art, nur eines müssen wir ihm sagen: Seid noch fleißiger! Setzt euch noch mehr ein! Beachtet auch die kleinsten Hilfsmittel, die euch durch die Buuerschaften gegeben werden, denn sie alle wirken sich auf den günstigen Stand der weiteren Ernten aus. Bauern, macht weiter so! Das ist es, was wir dem Bauern zu sagen haben.
Wenn wir heute Bezugscheine eii»,eführt haben, so wollen wir nie vergessen, daß die Bezugscheine Garantiescheine sind. Sie geben allen dje Gewähr, daß sie auch wirklich all das erhalten, was auf diesen Karten als lieferbare Menge angegeben ,st. Jeder Deutsche erhält die gleichen Mengen, denn jeder Deutsche trügt ja die gleichen Opfer und jeder Deutsche ist von der gleichen Einsatzbereitschaft beseelt. Wenn wir im Weser-Ems auch ein Ueberschußgebiet a» Getreide, 6'leisch, Butter. Milch und Kartoffeln sind, so verzehren wir doch nicht mehr als jeder andere Deutsche in einem Gebiet daß vielleicht nicht so durch den landwirtschaftlichen Ertrag ausgezeichnet ist. Sollten sich in der ersten Zeit hier und da organisatorische Mängel ergeben haben, wir werden diese Mangel beseitigen Wir lernen immer noch dazu und wir werden diese Lehren zweckdienlich zu verwerten wissen. Vielleicht werden noch einige Aenderungen eintreten. So wird es in der nächsten Zeit etwas mehr Butter, dafür etwas weniger Margarine geben, aber das sind ja alles kleine Sachen die Hauptsache ist: Unsere Ernährn,igswirtschast steht dank der Fürsorge des von, Führer beauftragten Reichsbauern- ,fuhrers so, daß wir niemals dem Hunger preisgegeben sein werden. Trotzdem hat jeder die Pflicht, äußerst sparsam hauszuhalten. Nichts, auch nicht das kleinste Gramm dars nm- kommen. Der Staat sorgt für jeden, so daß Hamstereien und °h.^."chbs nur die Volksgemeinschaft zersetzendes wirklich nicht
Am Nachmittag besichtigten die, Männer der Presse d neuen großartigen Hasenneilbailsin in Wilhelmshaven m horten in dem Kommandogebände der Marinestcrtion d> Nordsee von aktiven Offizieren der drei Wehrmackästeile E lautorungen über den Einsatz der Waffen und über d
Grundsätze der Landkriegs- und Seekriegsstrategie. Diese Au iührungen waren von besonderem Interesse und gewährte den Hauptschriftleitern einen tiefen Einblick in diese An
gaben lind gaben den Männern der Presse so U>as nöti,
Rüstzeug für die verantwortungsvolle Aufgabe, die die Unte richtnng der öffentlichen Meinung darstellt. Gaupropagandl lecker Pg. Schulze und der Preisereferent des Neichsprow gandaamtes Weser-Ems Pg. Fronja dankten den einzelne
Rednern und gaben als Dolmetschen der Pressemänner d Versicherung, daß die gesamte Presse im Nordseegau sich ei, setzen wird bis zum letzten Mann in diesem Kamps d- deutschen Volkes! Jedev auf seinem Platz
wird in seiner Eigenschaft als Marineminister dabei recht unangenehmen Anfragen ausgesetzt sein. Man wird ihm vorhalten, daß während des Weltkrieges kein einziges Kriegsschiff von dieser Größe einem deutschen U-Boot zum Opfer gefallen istj Außerdem wird m-cm ihm Vorwürfe machen, daß seine bei der Vevsenku-n-g des Flugzeugträgers „Coura- geons" abgegebene Erklärung, es habe sich um ein Z-u-s-ammen- tresfen unglücklicher Umstände gehandelt, nicht den Tatsachen entspräche. Durch die Versenkung der „N-oyal Oak" gewinnt in England die Ueberzeugung an Boden, daß auch das große Flngzeu-gmnttevschiss „Arc Rohal" verloren ist. Bekanntlich wird dieser Verlust von der englischen Admiralität immer noch peinlichst verschwiegen. Ein unbeabsichtigtes Eingeständnis entschlüpft allerdings der „News Ehronicle"; das Blatt beschwert sich nämlich in einem Leitartikel, daß der englische König so wenige Soldaten auszeichne und schrieb: Die deutschen Flieger seien „nach Versenkung der ,Arc Royal'" sofort ausgezeichnet worden.
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ßrst Sfttgo8 Iisssrn,.cjcmn 6is kftsvsltat Isugnsn k. Slii. Bremen, 16. Oktober.
Die öffentliche Weltmeinung hat auf die deutschen Enthüllungen über die Belieferung Polens mit Giftgas seitens England sofort mit Erschütterung und Abscheu reagiert. Die Verurteilung des britischen Völkerrechtsbrechers war und ist um so schärfer, als das amtliche deutsche Beweismaterial unter Hinzuziehung neutraler Sachverständiger auf Grund peinlichster Untersuchung gewonnen und in erdrückender Fülle veröffentlicht wurde. Die Londoner Regierung, die angesichts der besonderen Schwere des Vorwurfs nun wirklich einmal hätte Farbe bekennen müssen, besitzt die Unverfrorenheit, sich auch jetzt noch aufs hohe Roß zu setzen und die ungeheuerliche Lieferung des englischen Gelbkreuzes an den ehemaligen polnischen Vasallen mit sage und schreibe zwei Zeilen zu leugnen. Dieses „Dementi" bestätigt ungewollt die Richtigkeit der deutschen Feststellungen, denn ein „Gegenbeweis", ohne jegliches Beweismaterial unterstreicht nur noch die so belastenden Ermittlungen über die Eiftgasversorgung Polens. Bei der Sichtung und Prüfung der Heeresbeute in Polen sind übrigens noch weitere Bestände des aus dem Lande Churchills stammenden Eiftgasmaterials zutage gefördert worden. Damit rundet sich das Bild der verbrecherischen britischen Verantwortungslosigkeit eindeutig dahingehend ab, daß sich England auf der einen Seite von der Berliner Regierung versprechen ließ, Deutschland werde kein Giftgas verwenden, während es andererseits gleichzeitig Polen heimlich mit diesem furchtbaren KampfmittÄ versorgte. Das Ganze nennt man englische Humanität!
»
Die festgefügte Einheit von Führung und Volk in Deutschland gehört zu den Dingen, über die das britische Lügenministerium nicht hinwegkommt. Immer wieder fällt es der naiven Versuchung zum Opfer, in Anlehnung an den eigenen Zwiespalt zwischen Regierung und Regierten in Albions Reich durch plumpe Schwindelmanöver s. Ig. Churchill dem irregeführten englischen Volk vorzureden, hinter dem Nationalsozialismus stände n i ch t die gesamte deutsche Nation. Das krampfhafte Bestreben, hier politische Gegensätze zu konstruieren, schreckte, wie die Einschaltung des jüdischen Hetzers Knickerbocker zeigte, sogar vor den gemeinsten Verleumdungen führender Nationalsozialisten nicht zurück. Die Abfuhr, die jener Auchjournalist durch die deutsche und die neutrale Presse erhielt, haben sich die Londoner Lllgensabtikanten jedoch keineswegs zur Lehre genommen: das britische Reklameministerium ließ nämlich trotz des Reinfalls Knickerbockers die „Mitteilung" verbreiten, die nationalsozialistischen Führer würden sich mit ausländischer Butter eindecken, sich auf diese Weise den allgemeinen Einschränkungen entziehen und somit „das deutsche Volk betrügen". Dabei war Chamberlains Liigenzentrale unvorsichtig genug, die Breadforder Firma Arthur He.ntzen zu nennen, die den „führenden Nationalsozialisten" angeblich Butter geliefert haben soll. Diese Firma erbrachte zum Leid-
Unser Issessvkegel
(vis bsutiZs LnsZads uwkaüt ssebs Feiten)
Die Versenk»,,,-, des englischen Schlachtschiffes „Rohal Oak" hat in England schwere Niedergeschlagenheit ausgelöst.
Die gesamte neutrale Presse verlangt von Churchill Aufklärung über den Verbleib der „Arc Rohal".
Das italienische Blatt „Milizia Faszista" hebt die militärische Unbesiegbarkeit Deutschlands hervor. Reichswirtschastsminister Funk unterstrich bei der Er- öffnung der Wiener Messe die Leistungsfähigkeit des deutschen Außenhandels.
Beim Wehrmachts-Wunschkonzert stiftete Reichsminister Dr. Goebbels 1566 Volksempfänger.
Gauleiter Rover sprach in Wilhelmshaven zu den Männern der Presse des Gaues Weser-Ems.
Die von deutschen Eiscnbahnpionieren errichtete neue Weichselbrucke bei Dirschau wird am Mittwoch dem Verkehr übergeben.
Die erste Reichsstraßcnsammlung fürs Kriegswinterhilfs- werk in Bremen war ein voller Erfolg.
In sämtlichen Ortswaltungen Bremens fanden Einschrei- bungs- und Freisprechungsfeiern statt.
Einen eindrucksvollen und sicheren 5:l-Sicg errang die deutsche Fußball-Nationalelf gegen Jugoslawien.
Der 9. Boxländerkamps zwischen Deutschland und Ungarn ergab einen deutschen Gesamtsieg von 9:7.