Ausgabe 
(16.10.1939) Nr. 285
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheint 7mal wöchentlich

Monatsbezug E 2,30 einsch. Zu stellgebühr. Postbezugspreis monat! K 2.30 E (einschl. 46.76 ^ Post >4 zeitungsgebübr, zuzügl. 42 ^ Ve > stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. p Eine Behinderung der Lieferung § rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Eauverlag Weser- Eins GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121. Nachtr. u.Sonntg.

1 A S p r e ch z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr; Schriftleitung Diens­tag und Freitag 121/r 131 /r Uhr.

ollMIZÜllM

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt Ües Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

Anzeigen - Grundpreise:

Die 1 mw hohe und 22 mw breite Zeile im Anzeigenteil 13 -H/. Die 78 nun breite und 1 raw hohe Zeile im Tertteil 75 ^ Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß- staffel c. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: In Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115; Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Svke Müblendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 285 / 9. Zakrgang

Montag. 16. Oktober 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

Deutschlands stntwott auf die vlockade

Vie Kraft unseres stußenhandels

liefe Niedergeschlagenheit in London

kröffmmg der Wiener internationalen Messe durch Neichswirtschastsminister Funk

ttiurchM will keine kinzelkeiten über die Versenkung derNogal Oak" bekanntgeben

-i

N

v

-

Wien, 16. Oktober.

In feierlichem Rahmen wurde am Sonntag die 37. Wiener internationale Messe als erste Kriegsmesse Grohdeutschlands vom Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft, Rcichswirt- schastsminister und Reichsbankpriisident Funk. eröffnet.

Gauleiter Bürckel begrüßte an der Spitze der Ehrengäste den Relchswintschastsnüntster. Sein besonh-erer Gruß galt auch den Vertretern der an der Messe beteiligten Staaten, dem Minister a. D. Prantsch (Rumänien), dem Gesandten Cernak (Slowakei) und Nickel (Ungarn) sowie den Generalkonsuln und Konsuln van Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finn­land, Italien, Jugoslawien. Luxomlbuvg, Holland, der Schweiz und der Türkei.

Ferner konnte Gauleiter Bürckel die zahlreich erschienenen Vertreter des Staates, darunter den Vertreter des Reichs- a-ußemninisters, Generalkonsul Döhle, der Partei, der Wirt­schaft und der Wehrmacht begrüßen. Bürckel betonte die Messe ! sei ein Ausdruck des ehrlichen Wollens Deutschlands, mit allen Völkern wirtschaftlich zusammenzuarbeiten, soweit sie sich nicht des Krieges gegen Deutschland schuldig machten.

Abschließend sprach ReichSwirtschaftSmiubster Funk. dessen Ausführungen mit lebhaftem Beis-all aufgenommen wurden. Der Minister führte dabei im wesentlichen aus:

Wenn ich heute die Grütze des Führers sowie der Reichs- regiernng zur Eröffnung der 37. Wiener Messe überbringe, so spreche ich zugleich der deutschen Ostmark den Dank für die hervorragende Ausrüstung der Messe der dritten nach der Heimkehr ins Reich aus. Wien schickt sich heute an. neue Wirtschaftsbande zu befreundeten Nationen zu knüpfen und alte zu festigen, in einem Augenblick, da unsere Gegner im Westen alles daransetzen, um bewährte traditionelle Beziehun­gen zu zcrreitzen und ein mit sleitziger Arbeit ausgebautes Wirtschastsgefüge zu zerstören.

Weil Versailles dank der genialen Taten Adolf Hitlers zuschanden ging. soll Deutschlands Vernichtung nunmehr in einem zweiten Waffengang versucht werden.

ZurHumanisierung" dieses Vorhabens soll ein Blockade- ring um Deutschland dienen, um Deutschlands Güteraus­tausch möglichst abzüdrosseln. Daß bei dieser Gelegenheit not­wendigerweise auch das Wirtschaftsleben der neu­tralen Staaten Schaden nehmen muß, bekümmert un­sere Gegner nicht. Ja. es ist ihnen dies sogar ein nicht un­willkommener Anlaß die Völker der nichtkriegführenden Staa­ten auch noch für ihre Interessen einzuspannen. Dieser Ver­such muß ebenso erfolglos bleiben wie die Blockade selbst.

keine bemerkenswerte Tätigkeit im Westen

Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht

Berlin. 16. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Osten keine besonderen Ereignisse.

Im Westen schwache Störungsscuer feindlicher Artillerie, das erwidert wurde.

Am 13. Oktober ist in der Gegend von Virkenseld ein A weiteres feindliches Flugzeug abgeschossen worden. Am k 14. Oktober keine feindliche und eigene Flugtat,gleit von Be- l deutung.

Wie die britische Admiralität schon durch Rundfunk bc- t kanntgab. wurde das SchlachtschiffRoyal Oak" durch em I deutsches U-Vovt versenkt. Bisher konnte die britische Admi­ralität die Zahl von nur etwa 376 Ueberlebenden bckannt- ! geben.

In der Nacht vom 14. zum 15. Oktober über norddeutschem ' Gebiet vernehmbares Motorengeräusch hat an einigen Stellen > eigenes Flakseuer ausgelöst.

Die Bedeutung der Wiener Veranstaltung Wird noch da- l durch unterstrichen, daß sich Italien, die Slowakei. Ungarn, k Bulgarien und die Türkei mit eigenen Sonderschaucn be- t teiligem und ckier Messe hierdurch ein imposantes, »nternatro- l nales Gepräge verleihen. ... . . ...

Diese Schau ausgesuchter Qualitätserzeugnisse, aus der sich s sechs Länder in edlem Wettstreit um die wirtschaftliche Lei- ' stuna zusammenfinden, ist gerade in heutiger Kriegszeit eine

machtvolle Kundgebung für den friedlichen Ausbauwillen, der , alle Staaten des mittet- und südenropäischen Raumes he­ft seelt. Daß insbesondere das nationalsozialistische ^.entschtand t von diesen Gedanken und Gefühlen erfüllt ist, beweist wohl l nichts so eindrucksvoll wie der.Vorschlag unseres Führers für , eine wirtschaftliche Friedenssicherung und eine neue wirt- s schriftliche Ordnung der Welt, die der Förderung des Wohlstandes der Völker durch wirischaft- ft liche Zusammenarbeit dienen soll. ft Wien hat nunmehr eine Mission zu erfüllen, die zu Hvchst- v leistungen verpflichtet. An der geschichtlichen Völkerskr-aße, die i- donauaufwärts von Osten nach Westen zieht und am Lchnitt- "" punkr der Nord-Süd-Linie gelegen, hat diese altehrwurdige 's Stadt henke mehr denn je die Bedeutung eines zentralen j? Handelsplatzes für Mitteleuropa und den Südostranm Die ! im Bau befindlichen K a n a l p r o j e k t e Rhein-Main- h Donau und Oder-Donau werden 'den alten Handcls- 4 wegen für den Großvcrkehr geeignete neue und vor allein 1 billige Wasserstraßen hinzufügen. In einigen Jahren wird « Wie» seiner wirtschaftlichen Bedeutung und seiner zentralen g geographischen Lage entsprechende Ibmschlagsmöglichkeiten und I den größten Binnenhafen Europas besitzen, z Was Friedrich L i st. der Freund dieser Stadt, vor hundert ! Jahren seherisch erkannte, wird damit Wirklichkeit In den Autostraßen des Führers, in den großzügigen Kanalbauten, vor ollem aber im Grvßdeutschland Adolf Hitlers selbst sind Lifts Pläne und Träume nunmehr Wirklichkeit geworden, Im zweiten Buch seinesNationalen Systems" sagte List einmal:Manusaktnren, Handel und Schiffahrt gehen einer Zukunft entgegen, welche die Gegenwart so weit überragen - wird. als die Gegenwart die Vergangenheit überragt, nur muß man den Mut haben, an eine große nationale Zukunft zu glauben und in diesem Glauben vorwärts schreiten.

In diesem Glauben hat Deutschland im Jahre 1933 seine darnicdcrlicgende Wirtschast wieder ausgebaut und "i den doraussolgcnden Jahren einen in der Geschichte der Volker einzigartigen Ausstieg erlebt.

Wir haben auch in der Handelspolitik neue Wege be- schritten. neu allerdings nur hinsichtlich der Anwendung >m , zwischenstaatlichen Verkehr, denn die Erkenntnisse, nach denen ^ unser Außenhandel ausgerichtet wurde, entsprechen nur alten ' soliden Kausmannsgrundsätzen trotzdem ein , rüstete man sich in den Ländern, in denen man dank eine- l kolonialen Vesikes und iniolae eines enormen n-

pitalreichtums noch nach den hergebrachten a-ußenhandels- politischen Spielregeln arbeiten konnte, darüber, daß wir es überhaupt wagen konnten, als erste, zeitgemäße und zweck­mäßige Lösungen zur Ueberwindung unserer Wirtschasksnöte zu finden.

Das Bessere ist ja immer der Feind des Guten. Multi­laterale Handelsverträge, Meistbegünstigung und Freizügigkeit des Zahlungsverkehrs sind gewiß hervorragende Instrumente der Förderung des Welthandels. Noch vorteilhafter für die Pflege der Wirtschaftsbeziehungen wäre jedoch nach unbe­strittener Meinung aller Völker der Erde eine lange Periode der friedlichen Zusammenarbeit gewesen. Solange man sich skrupellos über diese umstrittenen Erkenntnisse hinwegsetzt, können und müssen wir ruhig bei unseren so sehr umstritte­nen Handelsmethoden bleiben.

Das bilaterale Vertragsshstem Deutschlands ist auf den natürlichen Voraussetzungen der gegenseitigen Bedarfsdeckung und Bcdarfsbefricdigung ausgebaut und orientiert sich an den wirtschaftlichen Ergänzüngsmöglichkcitcn der vertragschließen­den Parteien. Die Vorteile sind beiderseitig. Das ist das Ge­heimnis dieses Erfolges, den wir vor allem bei der Ausge­staltung unserer Wirtschaftsbeziehungen zum Südosten ver­zeichnen können. Alles Erfolge, die man uns in den Ländern nicht verzeihen kann. die den Welthandel in Erbpacht zu haben glauben.

(Fortsetzung auf Seite St

boe. A m st e r d a m. 16. Oktober.

Die britische Admiralität bestätigt den schweren Verlust von annähernd 866 Angehörigen der Marine. Aus Churchills ausdrücklichen Wunsch hin werden nach wie vor alle Einzel­heiten über die Versenkung derRohal Oak" unterdrückt.

Lediglich dieSu-ndah Times" gibt einen dürftigen Hin­weis. Der Marine-Korrespondent des Blattes schreibt, wahr­scheinlich habe' sich das Unglück in den frühen Morgenstunden des Sonnabends ereignet. Aller Voraussicht nach sei ein deutsches U-Boot in der Dunkelheit in kurzer Entfernung vor dem Schlachtschiff aufgetaucht und habe kurz hinterein­ander zwei Torpedos abgefeuert.

Die Londoner Korrespondenten der neutralen Blätter be­richten übereinstimmend, daß die Nachricht von der Ver­senkung des Schlachtschiffes in der englischen Bevölkerung eine vernichtende Wirkung gehabt hat. Man lege sich allge­mein die Frage vor, wie der erfolgreiche U-Vootangriss über­haupt möglich sein konnte, da das Schlachtschiff von Tor­pedobooten und Zerstörern begleitet gewesen sei. Man er­innert sich noch sehr gut an den Ausspruch Churchills aus dem Weltkriege, nach dem der Verlust eines Schlachtschisses für England dasselbe bedeute, wie für Deutschland der Ver­lust einer Infanterie-Division.

Unterhaus und Oberhaus werden am Dienstag bis Don­nerstag Sitzungen abhakten. Auf der Tagesordnung steht der ' übliche Wochenbericht des Premiers über die Lage. Churchill

«wir werden bis ;um letzten kiimpfen!"

Sauleiter Nöoer bei seinen kameraben von der se-er lW;iere gaben der presse krläuterungen

Wilhelmshaven, 16. Oktober.

Mit dem unerschütterlichen Glauben an den Sieg und mit der ganzen Kraft eines starken Mannestums", so rief der Gau­leiter den Männern der Presse im Nordscegau Weser-Ems zu, müssen Sie sich einsetzen in diesem Kamps unseres Volkes um Sein oder Nichtsein. Und ich darf es Ihnen sagen ich kann der Presse meines Gaues nur das beste Zeugnis ausstellen und ihr gleichzeitig meine Anerkennung aussprechen. Einen Dank gibt es nicht, denn alles, was wir tun, das tun wir ja für Deutschland und für unseren Führer! Diszipliniert und ausrecht haben sich die Männer der Presse in den bisherigen Kriegstagen gezeigt, daß dies so bleiben wird, ist meine feste Ueberzeugung".

Die Hauptschriftleiter der Tageszeitungen im Gau Weser- Ems hatten sich, wie bereits gestern mitgeteilt, mit dem Gau- propagandaleiter Pg. Schulze, dem Gau-presseamts-leiter Pg. Aßling, dem Pressereferenten des Reichspropaganda­amtes Weser-Ems Pg. Fronja, den Pressesachbearbeitern der Gliederungen der Bewegung und der obersten Landesbe- hövden in der Kriegsmarinestadt Wilhelmshaven zu. einer vom R-oichspropagandaamt Weser-Ems veranstalteten Presse­tagung zusammengefunden, au: der die verantwortlichen Männer im Gau zu den Hauptschristleitern sprachen. An der Tagung nahm auch der Stellvertretende Gauleiter, Mi­nisterpräsident Joel teil. Neben dem Gauleiter und dem Landesbauernführer sprach wie gleichfalls bereits berichtet Gauhauptstellenleiter Tiemens vom Amt für Volkswohl- sahrt zu den Pressemännern und gab vor ihnen als den Vermittler zu ihrer Leserschast den Rechenschaftsbericht des vergangenen Winterhilsswer-kes im Gau Weser-Eins und gleichzeitig den Beginn des Kriegswinterhilfswerkes im Nord- seeg-au bekannt.

Die Rede des Gauleiters an die Männer der Presse war ge­tragen von der ganzen Leidenschaft eines starken Herzens, die nichts anderes kennt als nur: Deutschland. Die Würfel sind jetzt gefallen so sagte der Gauleiter. England hat die Maske angelegt und uns den Fehdehandschuh hingeworfen. Damit kämpft das Judentum durch seine Trabanten gegen das sau­bere und starke Deutschland. Jetzt haben wir uns zum Kamps zu stellen!

Wenn Deutschland einmal kapitulieren mußte, so lag das nicht an den Soldaten der kämpfenden Front. Denn diese tapferen Feldgrauen haben gegen 56 Länder der Erde gckiimpft und ausgehalten. Der Niederbruch entstand durch das Ver­sagen der inneren Front, durch das Versagen der Heimat. Denn die Soldaten hatten ihre Idee, ihren Frontgeist, ihren Geist der Kameradschaft, die Heimat hatte nichts, an das sie sich halten konnte.

Heute ist das anders, grundlegend anders Wir haben die beste Wehrmacht der Welt. Wir haben eine Heimatfront, die fest und unerschütterlich steht, die weiß, um was es geht, die weiß, daß wir in diesem Kamps siegen müssen, wenn wir- nicht für ewig als Volk von dem Bild der Erde verschwinden wollen. Und die äußere Front und die innere Front wissen: Wir werden niemals kapitulieren, niemals!

Das perfide England, das sich aus einer sicheren Insel glaubt und nicht spürt, daß es heute keine Inseln mehr gibt; diese heuchlerischen Gesellen, die nur schwach hinter der Maske des Biedermannes die ganze Gemeinheit und Brutalität Eng­lands verbergen können, ahnen ja gar nicht, welch eine Um­wandlung, welch eine Neuordnung sich auf allen Gebieten im deutschen Volk vollzogen hat,

1933 gelangte der Führer zur Macht. Techs Jahre uner­müdlicher Arbeit, heißesten Schaffens und eisernster Willens­anstrengung des ganzen Volkes unter der Führung Adolf Hit­lers brachten Deutschland zu dem. was es heute ist Stark, mächtig und gefürchtet, sehr gefürchtet von weiten Teilen der Welt. Aber auch geachtet von vielen Nationen, die irr herz­licher Sympathie zu uns stehen. In weiser Voraussicht ist es dem Führer gelungen, die Hoffnung unserer Gegner aus einen Zweifrontenkrieg zunichte zu machen. Heute haben wir den Osten unseres Reiches gesichert und können uns mit ganzer Kraft im Westen einsetzen, um diesen uns ausgezwungenen Kamps abzuwehren.

Wir werden kämpfen, kämpfen bis zum Letzten. Ilnd es wird uns nichts geschenkt werden. Aber wir werden siegen! Wir müssen siege»! Das weiß heute jeder von uns. Das weiß die große scstgesiigtc deutsche Volksgemeinschaft, deren Gemeingut der Gedanke geworden, daß Blut dicker ist als Wasser, lind auch das weiß das ganze Volk: Wenn wir nicht siegen sollten, dann wäre das ganze weitere Leben sür uns wertlos, sinnlos. So stehen wir znm Aompf bereit!

Und nur eine Bitte haben wir: Möge uns der Himmel unseren Führer erhalten, möge die Hand des ewigen Herr­gotts über diesem starken und großen Mann bleiben, der uns fest zusammenfügte und uns unüberwindlich machte! Wir kämpfen mit dem Führer und sür den Führer. Wir kämpfen für einen Frieden der Gerechtigkeit!

Diese glaubensstarken Worte des Gauleiters als Beauf­tragten des Führers für unseren Nordseegau waren aus dem Herzen all der Männer gesprochen, die sich Tag für Tag mit dem geschriebenen und gesprochenen Wort vor das Volk stellen und es weiter aufrütteln zur Stärke und zur Ilnbezwinglich- Lcit. Diese Männer der Presse wissen ja um die Größe des Reiches, daß es zu verteidigen gilt. Tag für Tag greifen sie zur Feder und melden dem Volk die wichtigen Entscheidungen des Führers. Tag für Tag stellen sie aber auch richtig, wenn eine lügenhafte Welt mit Schmutz- und Schmähschreiben die Lüge zur Wahrheit stempeln will. Diese Männer wissen: Wir sind vorbeüeitet, vorbereitet für einen Kampf auf Leben und Tod. Vorbereitet sür einen Kamps, in dem wir Sieger bleiben werden.

Bon diesen Vorbereitungen auf dem Gebiet der Ernährungs­wirtschaft konnte Landesbauernführer Jaques Groeneseld in schlichten, sachlichen Worten berichten. Durch den Fleiß des Bauern und den Segen des Himmels, so sagte Pg. Groene­seld, können wir mit noch höheren Reserven in ein neues Erntejahr gehen.

- Wir haben vorgesorgt: Deutschlands Erniihrungswirtschaft ist unangreifbar!. Und damit ist die erste Bresche in den teuf­lischen Aushungerungsplan Englands geschlagen. Bei unseren ganzen Berechnungen sind wir stets davon ausgegangen: Was haben wir gelagert und was können wir auf unserem deut­schen Boden ziehen!? Unsere Vorratswirtschast hak sich niemals auf Einfuhren verlassen, die durch abgeschlossene Handelsver­träge von den Neutralen zu uns gelangen können. Wenn sie kommen, sie werden dankbar begrüßt. Aber wir sind durch uns selbst stark genug, daß niemals der Hunger an unsere Türen pochen wird, mögen die Engländer von einem noch so langen Krieg sprechen.

Und außerdem: Wir haben eine wirtschastseigene Futter­basis, wir haben eigene Düngemittel, eigene Maschinen und vor allem sind durch die Hoskarte alle Bauern ersaßt, daß auch hier die Organisation alle Bahnen aus das richtige Ziel lenken kann.

Der Bauer braucht sich in dieser Zeit nicht etwa auf eine , Krcegsbauernwirtschaft umzustellen, er kann weiterarbeiten in seiner bisherigen Art, nur eines müssen wir ihm sagen: Seid noch fleißiger! Setzt euch noch mehr ein! Beachtet auch die kleinsten Hilfsmittel, die euch durch die Buuerschaften gegeben werden, denn sie alle wirken sich auf den günstigen Stand der weiteren Ernten aus. Bauern, macht weiter so! Das ist es, was wir dem Bauern zu sagen haben.

Wenn wir heute Bezugscheine eii»,eführt haben, so wollen wir nie vergessen, daß die Bezugscheine Garantiescheine sind. Sie geben allen dje Gewähr, daß sie auch wirklich all das erhalten, was auf diesen Karten als lieferbare Menge ange­geben ,st. Jeder Deutsche erhält die gleichen Mengen, denn jeder Deutsche trügt ja die gleichen Opfer und jeder Deutsche ist von der gleichen Einsatzbereitschaft beseelt. Wenn wir im Weser-Ems auch ein Ueberschußgebiet a» Getreide, 6'leisch, Butter. Milch und Kartoffeln sind, so verzehren wir doch nicht mehr als jeder andere Deutsche in einem Gebiet daß vielleicht nicht so durch den landwirtschaftlichen Ertrag ausgezeichnet ist. Sollten sich in der ersten Zeit hier und da organisatorische Mängel ergeben haben, wir werden diese Mangel beseitigen Wir lernen immer noch dazu und wir werden diese Lehren zweckdienlich zu verwerten wissen. Viel­leicht werden noch einige Aenderungen eintreten. So wird es in der nächsten Zeit etwas mehr Butter, dafür etwas we­niger Margarine geben, aber das sind ja alles kleine Sachen die Hauptsache ist: Unsere Ernährn,igswirtschast steht dank der Fürsorge des von, Führer beauftragten Reichsbauern- ,fuhrers so, daß wir niemals dem Hunger preisgegeben sein werden. Trotzdem hat jeder die Pflicht, äußerst sparsam haus­zuhalten. Nichts, auch nicht das kleinste Gramm dars nm- kommen. Der Staat sorgt für jeden, so daß Hamstereien und °h.^."chbs nur die Volksgemeinschaft zersetzendes wirklich nicht

Am Nachmittag besichtigten die, Männer der Presse d neuen großartigen Hasenneilbailsin in Wilhelmshaven m horten in dem Kommandogebände der Marinestcrtion d> Nordsee von aktiven Offizieren der drei Wehrmackästeile E lautorungen über den Einsatz der Waffen und über d

Grundsätze der Landkriegs- und Seekriegsstrategie. Diese Au iührungen waren von besonderem Interesse und gewährte den Hauptschriftleitern einen tiefen Einblick in diese An

gaben lind gaben den Männern der Presse so U>as nöti,

Rüstzeug für die verantwortungsvolle Aufgabe, die die Unte richtnng der öffentlichen Meinung darstellt. Gaupropagandl lecker Pg. Schulze und der Preisereferent des Neichsprow gandaamtes Weser-Ems Pg. Fronja dankten den einzelne

Rednern und gaben als Dolmetschen der Pressemänner d Versicherung, daß die gesamte Presse im Nordseegau sich ei, setzen wird bis zum letzten Mann in diesem Kamps d- deutschen Volkes! Jedev auf seinem Platz

wird in seiner Eigenschaft als Marineminister dabei recht unangenehmen Anfragen ausgesetzt sein. Man wird ihm vorhalten, daß während des Weltkrieges kein einziges Kriegsschiff von dieser Größe einem deutschen U-Boot zum Opfer gefallen istj Außerdem wird m-cm ihm Vorwürfe machen, daß seine bei der Vevsenku-n-g des FlugzeugträgersCoura- geons" abgegebene Erklärung, es habe sich um ein Z-u-s-ammen- tresfen unglücklicher Umstände gehandelt, nicht den Tatsachen entspräche. Durch die Versenkung derN-oyal Oak" gewinnt in England die Ueberzeugung an Boden, daß auch das große Flngzeu-gmnttevschissArc Rohal" verloren ist. Bekannt­lich wird dieser Verlust von der englischen Admiralität immer noch peinlichst verschwiegen. Ein unbeabsichtigtes Eingeständ­nis entschlüpft allerdings derNews Ehronicle"; das Blatt beschwert sich nämlich in einem Leitartikel, daß der englische König so wenige Soldaten auszeichne und schrieb: Die deut­schen Flieger seiennach Versenkung der ,Arc Royal'" sofort ausgezeichnet worden.

AU

ßrst Sfttgo8 Iisssrn,.cjcmn 6is kftsvsltat Isugnsn k. Slii. Bremen, 16. Oktober.

Die öffentliche Weltmeinung hat auf die deutschen Enthüllungen über die Belieferung Polens mit Gift­gas seitens England sofort mit Erschütterung und Ab­scheu reagiert. Die Verurteilung des britischen Völker­rechtsbrechers war und ist um so schärfer, als das amt­liche deutsche Beweismaterial unter Hinzuziehung neu­traler Sachverständiger auf Grund peinlichster Unter­suchung gewonnen und in erdrückender Fülle veröffent­licht wurde. Die Londoner Regierung, die angesichts der besonderen Schwere des Vorwurfs nun wirklich einmal hätte Farbe bekennen müssen, besitzt die Unverfroren­heit, sich auch jetzt noch aufs hohe Roß zu setzen und die ungeheuerliche Lieferung des englischen Gelbkreuzes an den ehemaligen polnischen Vasallen mit sage und schreibe zwei Zeilen zu leugnen. DiesesDementi" bestätigt ungewollt die Richtigkeit der deutschen Feststellungen, denn einGegenbeweis", ohne jegliches Beweismaterial unterstreicht nur noch die so belastenden Ermittlun­gen über die Eiftgasversorgung Polens. Bei der Sichtung und Prüfung der Heeresbeute in Polen sind übrigens noch weitere Bestände des aus dem Lande Churchills stammenden Eiftgasmaterials zutage gefördert worden. Damit rundet sich das Bild der verbrecherischen bri­tischen Verantwortungslosigkeit eindeutig dahingehend ab, daß sich England auf der einen Seite von der Ber­liner Regierung versprechen ließ, Deutschland werde kein Giftgas verwenden, während es andererseits gleichzeitig Polen heimlich mit diesem furchtbaren KampfmittÄ versorgte. Das Ganze nennt man englische Huma­nität!

»

Die festgefügte Einheit von Führung und Volk in Deutschland gehört zu den Dingen, über die das bri­tische Lügenministerium nicht hinwegkommt. Immer wieder fällt es der naiven Versuchung zum Opfer, in Anlehnung an den eigenen Zwiespalt zwischen Regie­rung und Regierten in Albions Reich durch plumpe Schwindelmanöver s. Ig. Churchill dem irregeführten englischen Volk vorzureden, hinter dem Nationalsozia­lismus stände n i ch t die gesamte deutsche Nation. Das krampfhafte Bestreben, hier politische Gegensätze zu konstruieren, schreckte, wie die Einschaltung des jüdi­schen Hetzers Knickerbocker zeigte, sogar vor den gemeinsten Verleumdungen führender Nationalsozia­listen nicht zurück. Die Abfuhr, die jener Auchjournalist durch die deutsche und die neutrale Presse erhielt, haben sich die Londoner Lllgensabtikanten jedoch keineswegs zur Lehre genommen: das britische Reklameministerium ließ nämlich trotz des Reinfalls Knickerbockers dieMit­teilung" verbreiten, die nationalsozialistischen Führer würden sich mit ausländischer Butter eindecken, sich auf diese Weise den allgemeinen Einschränkungen ent­ziehen und somitdas deutsche Volk betrügen". Dabei war Chamberlains Liigenzentrale unvorsichtig genug, die Breadforder Firma Arthur He.ntzen zu nennen, die denführenden Nationalsozialisten" angeblich Butter geliefert haben soll. Diese Firma erbrachte zum Leid-

Unser Issessvkegel

(vis bsutiZs LnsZads uwkaüt ssebs Feiten)

Die Versenk»,,,-, des englischen SchlachtschiffesRohal Oak" hat in England schwere Niedergeschlagenheit ausgelöst.

Die gesamte neutrale Presse verlangt von Churchill Auf­klärung über den Verbleib derArc Rohal".

Das italienische BlattMilizia Faszista" hebt die mili­tärische Unbesiegbarkeit Deutschlands hervor. Reichswirtschastsminister Funk unterstrich bei der Er- öffnung der Wiener Messe die Leistungsfähigkeit des deut­schen Außenhandels.

Beim Wehrmachts-Wunschkonzert stiftete Reichsminister Dr. Goebbels 1566 Volksempfänger.

Gauleiter Rover sprach in Wilhelmshaven zu den Männern der Presse des Gaues Weser-Ems.

Die von deutschen Eiscnbahnpionieren errichtete neue Weichselbrucke bei Dirschau wird am Mittwoch dem Ver­kehr übergeben.

Die erste Reichsstraßcnsammlung fürs Kriegswinterhilfs- werk in Bremen war ein voller Erfolg.

In sämtlichen Ortswaltungen Bremens fanden Einschrei- bungs- und Freisprechungsfeiern statt.

Einen eindrucksvollen und sicheren 5:l-Sicg errang die deutsche Fußball-Nationalelf gegen Jugoslawien.

Der 9. Boxländerkamps zwischen Deutschland und Ungarn ergab einen deutschen Gesamtsieg von 9:7.