Ausgabe 
(6.10.1939) Nr. 275
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der §reien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblatt des Beichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 275 / 9. Jahrgang

Zreitag, ö. Oktober 19Z9

kinzelpreis 15 Nps.

der sichrer bei den Siegern der Ostfront

Vorbeimarsch der Truppenteile

Begrüßung auf dem warschauer slughafen Besuch im Velvedere

wir binden den stelmriemen fester

Bank und Anerkennung des sührers an die Soldaten der Ostfront

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cknb. Führerhauptquartier, 8. Oktober. Der Führer und Oberste Befehlshaber besuchte am Donners­tag die zur Einnahme von Warschau angesetzten und nun­mehr nach siegreicher Beendigung ihrer Operationen im Osten sür andere Ausgaben sreiwerdcnden deutschen Truppenver- bändc. Den Abschluß des Führerbesuches bei der Truppe bil­dete ein Borbeimarsch der an den Kämpfen um die ehemalige polnische Hauptstadt beteiligten Truppenteile vor dem Führer in Warschau.

Bei der Ankunft des Führers auf dem Flugplatz hatten zur Meldung beim Führer und Obersten Befehlshaber Ausstellung genommen: der Oberbefehlshaber "des Heeres. Generaloberst von Brauchitsch, Generaloberst Milch, der Oberbefehlshaber Ost, Generaloberst von Rundstedt, die Generalobersten Blaskowitz und von Reichenau, die Generale der Flieger Kesselring und Loehr, der Kommandant von Warschau, Generalleutnant von Eochenhausen, der Kommandant des Führerhanptquartiers, Generalmajor Rommel, der Chef der Sicherheitspolizei, st-Gruppensührer Heydrich.

Der Führer begrüßte die versammelten Generale und hohen Vertreter der Partei und des Staates und schritt dann unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front der angetre­tenen Ehrenkompanien des Heeres und der Luftwaffe ab.

Mit dem Führer trafen ein: der Chef des OKW-. General­oberst Keilet, Rcichssührer ft Himmler, Reichsminister Dr. Lammers, die Reichslciter Dr. Dietrich und Bormann, die Generalmajore Jodl und Bodenschatz, Obergruppenführer Sepp Dietrich, die persönlichen und militärischen Adjutanten deS Führers mit dem Chesadjutanten, Obergruppenführer Brück- ncr, und Oberst Schmundt.

Im einzelnen wird uns über den Führerbesnch berichtet: Wir überfliegen das weite Weichselland, in das nun der Friede eingekehrt «ist. Nichts erinnert mehr aus den Aeckern, Straßen, Feldern und Wiesen daran, daß hier vor kurzer Zeit die große Schlacht in Polen geschlagen wurde. In zwci- einhalbstündigem Flug erreichen wir den Zentraljlughasen Warschaus, Okccie. Auch der Flughafen ist bereits wieder völ­lig hergestellt. Das Flugfeld ist geebnet, nur die zerstörten Hallen geben noch Zeugnis von der Treffsicherheit unserer Lustwaffe. Dabei tobte hier ein besonders heftiger Kamps, liegt doch Okccie in unmittelbarer Nähe des Forts Mokotow.

Wir erinnern uns des Tages, da der Führer hier die Ope­rationen der deutschen Truppen gegen die schwer befestigten Forts und die ebenso schwer befestigte Vorstadt Mokotow ver­folgte. Noch einmal werden in uns die Kampfbilder dieser Stunde lebendig. Jetzt ist ticsc Stille, die nur unterbrochen wird von dem Dröhnen unserer Flugzcugmotoren.

Vom Flugzeug aus hatten wir Gelegenheit, die Folgen zu sehen, die der sinnlose Widerstand der polnischen Truppen nnd der von verantwortungslosen Elementen aufgepeitschten Zivilbevölkerung für diese Stadt gehabt hat. Wir erkennen das ungeheure Verbrechen, das von einer verantwortungslosen polnischen Führung an der Warschauer Bevölkerung verübt worden ist. Man hatte sich nicht nur darauf beschränkt, die Forts von Warschau in den Kamps einzusehen, Alan hatte mitten in den Anlagen und Parks, au: den Plätzen und in den Straßen auf den Dächern der Häuser Geschütze und Ma-, schiuengewehre, Artillericbeobachtungcu und Flakbattericu eingebaut. Alle diese Kampfstellungen mußten naturgemäß niedergekämpft iverdcn, nnd daß dabei die benachbarten Häu- sevviertel in Mitleidenschaft gezogen wurden, leuchtet ohne weiteres ein. Trotzdem sind die militärischen Kampfhandlun­gen gegen Warschau mit der größtmöglichen Rücksichtnahme durchgeführt worden.

Um 11.80 Uhr trefft der Führer aus denn Flughafen Qkecie ein. Es melden sich bei ihm. der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v o'n Brauchitsch, Generaloberst M i l ch , der Oberbefehlshaber Ost, Generaloberst von Rund siebt, die Generalobersten von Reichenau und Alaska- witz, die Flieger genevail Löhr und Kesselring, der Kommandant von Warschau, Generalleutnant von Cochen- hauseu. Fast alle tragen sie das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, das der Führer ihnen für ihre hervorragenden Ver­dienste bei der TrupPenfLhrnng verlieben hat. Je eine Ehren­kompanie des Heeres und der Luftwaffe ist angetreten. Unter den Klängen des Deutschland-Liedes und des .Horst-Wesiel-

Liedes schreitet der Führer die Front ab. Auch in den Ehren­kompanien trägt mancher Mann voll Stolz das Eiserne Kreuz auf der Brust. Es ist ein seierlicher Augenblick als der Füh­rer langsam unter den Klängen der Lieder, die uns die teuersten sind, die Front abschreitet.

Nach einer kurzen militärischen Besprechung i»n Befehls­wagen des Armeeoberkommandos begibt sich der Führer in die Stadt, jubelnd begrüßt von den Kolonnen der deutschen Truppen. Wir fahren durch Warschau, vorbei am Palais Brühl, dem polnischen Außenministerium und dem Hotel Europejski" und biegen dann in die Ujazdowfki-Allee ein, an der sich die meisten Botschasts- und Gesandtschastsgebäube er­heben. Sie sind zum größten Teil völlig unzerstört, weil die deutsche Heerführung es peinlich vermieden hat, dieses Viertel Warschaus zu bombardieren, obwohl auch hier aus polnischer Seite keine Rücksicht aus die Exterritorialität der Gebäude genommen wurde.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Berlin, K. Oktober.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat an die Soldaten der Wehrmacht im Osten fol- genden Tagesbefehl erlassen:

Soldaten der Wehrmacht im Osten! Am 1. September seid Ihr aus meinen Vessihl angetreten, um unser Reich vor dem polnischen Angriff zu schützen. In vorbildlicher Wafsenlameradschaft zwischen Heer und Luftwaffe und Kriegsmarine habt Ihr die Euch gestellte Aufgabe er­füllt. Ihr habt Euch mutig und tapfer geschlagen. Heute konnte ich die gegen die Befestigung Warschau eingesetzten Truppen begrüßen. Dieser Tag schließt einen Kampf ab, der von bestem deutschem Söldatentum berichtet. Mit mir dankt Euch voll Stolz das deutsche Volk.

In unerschütterlichem Vertrauen blickt die Nation, dank Euch, wieder aus seine Wehrmacht und ihre Füh-

In einem Monat 72 Flugzeuge

Schwere Verluste der Westmächte das hervorragende Ergebnis unserer Luftabwehr

Berlin, 6. Oktober.

Am 3«. 9. 1939 wurde als Ergebnis einer Jagdabwehr die Vernichtung von zusammen 14 feindlichen Flugzeugen an der Westfront und über der Nordsee gemeldet.

Die genaue Ueberprüfung des Verlaufes der Luftkämpfe an diesem letzten Tage des ersten Kriegsmonats hat nachträglich einwandfrei ergeben, daß die Verluste der Engländer nnd Franzosen nicht nur 14, sondern 23 Flugzeuge betragen, von denen 21 über der Westfront und zwei über der Nordsee ver­nichtet wurden. Die eigenen Verluste beziffern sich dagegen nur auf fünf Flugzeuge.

Die Luftkämpfe, die sich mit Unterbrechungen fast über den ganzen Tag erstreckten, wurden von unseren Jägern mit ganz besonderem Schneid durchgeführt. So wuvde, wie zum Teil bereits berichtet, ein geschlossener Verband von fünf feind­lichen Flugzeugen restlos vernichtet, aus einem anderen Ver­band von nicht weniger als 37 feindlichen Flugzeugen acht derselben abgeschossen, der Nest zur Umkehr gezwungen.

Ohne die hohen Verluste, die den Engländern noch bei der Versenkung und Zerstörung der beiden Flugzeugträger ent­standen sind, haben unsere westlichen Gegner im Monat Sep­tember insgesamt 72 Flugzeuge durch unsere Jagd- und Flak­abwehr verloren, von denen aus die Engländer 27 und aus die Franzosen 45 Flugzeuge entfallen.

Veutschlanb hätt sich an das Siftgasverbot

London, 6. Oktober.

Der englische Unterstäatssekretär Butter erklärte im Unter­haus, die deutsche Regierung habe der britischen durch den schweizerischen Gesandten in London mitteilen lassen, daß Deutschland am Genfer Protokoll von 1925, das die Verwen­dung von Gas und Bakterien verbietet, festhalten werde, vor­ausgesetzt, daß die britische Regierung das Protokoll ebenfalls einhalte.

Me wett blickt nach Deutschland

Vor der heutigen Neichstagssihung in der verliner krolloper

ick. Berlin, 6. Oktober.

Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man feststellt, daß sich das gesamte Interesse der Weltöffentlichkeit aus die heute um 12 Uhr in Berlin stattfindende Reichstagssitzung konzentriert. Die Presse sämtlicher neutraler Länder, von Skandinavien bis zum Nahen Osten, von Japan über den Pazisik hinüber bis nach Panama, Wo sich die Länder der beiden amerikani­schen Kontinente in diesen Tagen zu einer Konferenz ber­einigt hatten, kennt nur ei» Thema: Was wird der Führer der Welt zu sagen haben und welche Entscheidungen werden heute in der schon historisch gewordenen Krolloper in Berlin fallen?

Alle neutralen Pressestimmen soweit sie ehrlich um die Sache des Friedens bemüht sind lassen dabei im Grunde genommen nur einen Wunsch erkennen: Wird es«zwischen den Kriegen" gelingen, den Wahnwitz eines neuen Völker- gemetzels zu verhindern, oder wird die Clique der Kriegs­treiber über alle Vernunft und Einsicht triumphieren? Es gibt in der Tat in diesem Augenblick kein größeres Problem, das es wert wäre, daß ihm die Völker des ganzen Erd­balls ihr vitalstes und noch niemals stärker bekundetes In­teresse entgegenbringen. Dabei ist sich heute die ganze Welt über eines im klaren: Der polnische Krieg ist mit einer für

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MeMoskauerstbmackungenündiliresolgen

Ver Neithsaußenminister beantwortet fragen eines japanischen Sonderberichterstatters

-II-

cknb. Berlin. 6. Oktober.

Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbcntrop emp­fing gestern den Sonderberichterstatter und außenpolitischen Leiter der japanischen ZeitungenTokio Nishi Nishi" und

Osaka Mainichi" Herrn Kusuyama. Herr Kusuyama hatte Gelegenheit, folgende Fragen vom Rcichsaußcnnnnrster beant­wortet zu bekommen: <», ->

Wie beurteilen Sie, Herr Neichsaußenminlster, die Mos­kauer Abmachungen und ihre Folgen sür diö europäische Politik?"

Rcichsaußenministcr von Ribbcntrop antwortete:Ich bin sehr befriedigt über den Verlaus und das Ergebnis der Ver­handlungen zwischen Deutschland und der UdSSR., die zu einer Klärung der Verhältnisse im ehemaligen polnischen Gebiet und damit in Osteuropa geführt haben. Ich bin der Ueberzeugung, daß die Wiederherstellung von Ruhe und Ord­nung in' diesen Gebieten nicht nur zum Vorteil und zum Segen sür die in diesem Raum lebenden verschiedenartigen Völkerschaften dienen wird, sondern daß mit der Beseitigung dieses Unruheherdes Europas auch ein bedeutsamer Schritt zur Wiederherstellung des Weltfriedens getan ist. Ferner glaube ich, daß diese'Regelung allen Kriegshctzern der Welt eine Lehre ist und von allen friedliebenden Völkern nur auf­richtig begrüßt werden wird. Deutschland und Sowjetrußland haben in ihrer gemeinsamen Erklärung England und Frank­reich vor die Wahl gestellt, ob sie Krieg oder Frieden haben wollen. Es liegt an den Westmächten, sich zu entscheiden."

Welche Rückwirkung, glauben Sie. Herr Reichsaußen- minister, lverden diese deutsch-russischen Ndmachungen aus das deutsch-japanische Verhältnis einerseits nnd das fapamsch- russisihe andererseits haben?" ... ....

Ich habe" so antwortete der Re,chsai»«cnm>ni,ter.mit Genugtuung von dem vor einigen Wochen herbeigeführten Ausgleich von Nomonhan zwischen Japan und der Ud««:N, ^ Kenntnis genommen. Ich glaube, daß dieser erste Ausgleich einen positiven Beitrag zu einer Endgültigen Befriedung auch im Fernen Osten darstellt. Jeder weitere -chr,tt der beiden Länder in dieser Richtung wird von Deutschland warm begrüßt. Die deutsch-sowjetischen Abkommen von Mos­kau und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan

und Deutschland können diesen Bestrebungen nur förderlich sein."

Man sagt, Herr Neichsaußcnminister, daß Deutschland mit der deutsch-sowjetisclien Erklärung eine große Friebens- vjfensive eröffnet habe. Entspricht dies wirklich den Ab­sichten der deutschen Regierung?"

Antwort des Reichsautzei,ministers:Deutschland hat immer den Frieden und nicht den Krieg gewollt. Der polnische Krieg wurde uns, entgegen allen vernünftigen Angeboten des Führers, ausgezwungen. Ebenso war es im Westen nicht Deutschland, sondern England und Frankreich, die den Krieg erklärten. Wenn Deutschland daher immer noch be­reit ist zu», Frieden, so ist dies nichts Neues. Allerdings werden sich die Westniächte bald entscheiden müssen. Der sinnlosen Drohung englischer KriegshetzerVernichtung des Hitlerismus". die nichts anderes bedeutet als die Vernich­tung des deutschen Volkes, könnte sonst ebenso gut eine deutsche Losung, wie z. B.Vernichtung der englischen De­mokratie", entgegengestellt jverden, was die Vernichtung des britischen Imperiums bedeuten würde, und was mir ebenso sinnlos erscheint!"

Glauben Sie, Herr Reichsqußenminister, daß Japan bei dieser Friedensaktion irgendeinen Beitrag zur Wiederher­stellung des Weltfriedens leisten kann?"

Antwort des Reichsaußenministers:Ich glaube, daß das Gewicht Japans, als der beherrschenden Macht Ostasiens, bei allen großen Entscheidungen der Weltpolitik besonders in die Waagschale fällt. Es ist kein Zweifel, daß heute in vielen Ländern Kriegshctzer sitzen, die an dem Ausbruch des wirk­lichen Krieges in Westeuropa stärkstens interessiert sind. Ein Blick in die Presse, vor allem auch nach der Veröffentlichung der deutsch-russischen Fricdenserklärung, zeigt, wo diese Hetzer am Werke sind. Diese internationalen Hetzer heben heute das englische und das französische Volk gegen Deutsch­land, und morgen würden sie sich nicht scheuen, z. B. das amerikanische und japanische Volk auseinander zu hetzen."

Zum Schluß des Interviews sagte der Reichsanßenministcr: Ich bin sicher, daß man sich in Japan dieser Tatsachen be­wußt ist. Ich glaube daher, daß auch Ihre Nation ein Interesse an der Wiederherstellung des europäischen Frie­dens hat."

die ganze Welt überraschenden blitzartigen Schnelle zu Ende geführt worden. Die polnische Frage ist mit einer Gründ­lichkeit liquidiert worden, die es ausschließt, daß an diesem bisher erstrangigen Gefahrenherd Europas sich noch einmal ein Brand entzündet, der die Völker aus den Schlachtfeldern gegeneinander führen könnte. Dafür bürgen die Garantien zweier Großmächte, nämlich Deutschlands und Sowjetruß- -lands, die mit ihren 25Ü Millionen in der Lage sind, jede Antastung der einmal in Osteuropa geschassenen endgültigen Verhältnisse unmöglich zu machen.

Eine Spanne weltgeschichtlicher Entscheidungen liegt zwi­schen dieser damalige» Reichstagssitzung, i» der der Wille Deutschlands verkündet wurde, dem latenten Gcsahrenzustand in Osteuropa so oder so mit allen Mitteln ein Ende zu machen, und der jetzigen, über der die Fahnen des Sieges wehen. Unerhörtes ist in dieser kurzen Spanne von nur 37 Tagen geleistet worden, säst Beispielloses in der Geschichte aller Völker und Staaten, das da, wo es nicht größte Be­wunderung fand. zumindest mit fassungslosem und zunächst ungläubigem Staunen ausgenommen wurde.

In seiner damaligen großen Reichstags rede erklärte der Führer:Ich will von den deutschen Grenzen das Element der Unsicherheit, die Atmosphäre ewiger bürqerkriegsähnlicher Zustände entfernen. Ich will sorgen, daß in, Osten der Friede an der Grenze kein anderer ist, als wir ihn an unseren an­deren Grenzen kennen," Nur 18 Tage hat der polnische Krieg gedauert. Der Friede im Osten ist lfente für alle Zeiten ge­sichert.

Wann jemals hat die Einsatzbereitschaft eines ganzen Vo kcs schneller zu größeren Erfolgen geführt und wann jemal ist das von höchstem Verantwortungsbewußtsein getragene un als endgültig proklamierte Ziel des Führers dieses Volkes i einer grandioseren Weise erreicht worden als in dieser Zei spanne, die zwischen der letzten nnd der heutige» Reichstag! sitzung liegt?

Sticht, die deutschen Berechnungen haben sich als falsch e wiesen, sondern die Berechnungen aller derjenigen, die d Beginn der geschichtlichen Entscheidung im Osten den Vevsu machen zn^müssen glaubten, sich dem unabänderlichen La, der Geschichte entgegeuzustvmmenl Nicht ein monate- ob, jahrelanger Krieg ist in Ostenrvpa entbrannt. sondern o dieser verwundbaren Stelle unseres Kontinents ist ein neu« endgültiger Friede ausgerichtet worden, dem eine Ordnn» folgen wird, die den natürlichen Bedingungen nnd Gegelin l-eiten dieses Raumes entspricht.

Das Interesse, das die ganze Welt der heutigen Sitzung d. Teutschen Reichstages entgegenbringt, entspricht der Größe d, Stunden, die die Kroll-Opcr i» Berlin heute erleben Wird.

Sän; Italien in Erwartung

th. Rom, 6. Oktobe

Italien blickt am Vorabend der Führerrede, die von italienischen Sendern übertragen wird, mit gespannter Wartung nach Berlin. Mit großen Ueberschriften weisen römischen Blätter auf das bevorstehende historische Ereic hin, ohne den Versuch zu unternehmen, den Worten' Führers etwas vorwegzunehmen, da, wieLavvra Faszi bemerkt, bekannt sei, daß der Führer seine Karten nicht der Zeit ausdeckc. Auch Italien, das in dem Willen, Eur und der Welt einen Frieden aus der Grundlage wirkli Gerechtigkeit zu sichern, mit Deutschland einig gehe, harre voller Ruhe der Entwicklung, die nach dem historischen eignis der Führcrrede vor sich gehen wird. Ob Krieg i Friede sein werde, nachdem der Führer gesprochen habe, für- trügen die Demokratien die volle Verantwortung- > sei die Ueberzeugung, mit der Italien die Neichstaqssitzi erwarte, bemerkt Giornale d'Jtalca.

rung. Wir gedenken unserer Gefallenen, die wie die zwei Millionen Toten des Weltkrieges ihr eigenes Da­sein gaben, damit Deutschland lebe. Unter den Fahnen, die in stolzer Freude allerorts in deutschen Landen wehen, stehen wir enger denn je zusammen und binden den Helmriemen fester. Ich weih, Ihr seid zu allem be­reit im Glauben an Deutschland.

gez. Adolf Hitler.

Säuberung ostwärts der Weichsel

Der Bericht des Wchrmachtsobcrkommandos

Berlin, 6. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Osten wurde die am Mittwoch begonnene Säuberung des Gebietes ostwärts der Weichsel von versprengten polnischen Truppenteilen fortgesetzt.

Im Westen nur geringe Artillerie- und Luftaufklärungs- tätigkeit.

Wie sie gegen Volksdeutsche wüteten

Auch für das Grauen sind der seelischen Aufnahme- fähigkeit Grenzen gesetzt, wo der Mensch stumpf wird selbst gegenüber dem Massenmord in seiner schrecklichsten Gestalt. Wir haben dies bezeugt gefunden in jenen Wochen, die in der Bromberger Vlntnocht gipfelten. Tag für Tag überstürztem sich die Schveckensmeldungen aus den Gebieten, die vor dem Einmarsch der deutschen Truppen noch einmal dem grauenvollsten Vlutterror ent­menschter polnischer Bestien ausgeliefert waren. Man sagte die Zahlen der Opfer nicht mehr in ihrer ganzen entsetzlichen Bedeutung, wie man schließlich nicht mehr fähig war, trotz der grausigen Btlddokumente und Nugenzeugenberichte an soviel Scheußlichkeit und Perversi­tät zu glauben. Wie oft hat man hier und dort die Ansicht gehört:So gräßlich kann es doch gar nicht ge­wesen sein!" oder man hat gedankenlos von einer sensationellen" -propagandistischen Auswertung der ein­zelnen Mordtaten gesprochen. Wir sollen gewiß nicht vergangenen Schrecknissen neue Nahrung geben, in dem wir immer wieder das blutige Entsetzen dieser zahllosen

Neichstagserklärung im Nunbfunk

Berlin, 6. Oktober.

Der Großdeutsche Rundfunk überträgt die Reichstagssitzung mit der Rede des Führers am heutigen Freitag, 6. Oktober, um 12 Uhr aus allen seinen Sendern.

Wegen der- Rcichstagssitznug findet heute dos einstündige Glockenläitten zum Gedenken des Sieges und zum Gedenken an die Gefallenen nicht von 12 bis 18 Uhr, sondern unmittel­bar nach Beendigung der Nnndfmukübertr«gung der Neichs- tagSsitznug statt.

Morde an Anschuldige und Wehrlosen im der Erinne­rung wachrufen auch über diese Blutzeugen erhebt sich- ehern das Lebenstied der neuem Zeit, für die sie ihr Letztes opferm mußten aber vergessen dürfen wir nicht, daß solche bestialischem menschlichem Verirrungen nur aus der brutalen Unterjochung deutscher Vollsteile heraus möglich werden konnten. Darum werden auch die Toten von Bromberg immer eine grausige Mahnung sein. uns nie wieder der Willkür fremder Eroberer preiszugeben. Tagesdokumente jener Wochen blutigster Greuel, die wohl je im der Geschichte ersonnen und voll­führt wurden, reden noch heute ihre-stumme, aber um io eindringlichere Sprache. Vor uns liegt eine Nummer derDeutschen Rundschau" im Polen vom Dienstag, dem 3. Oktober. Sie enthält Todesanzeigen für Deut­sche. die Anfang September dem polnischen Bluthunden zum Opfer sielen. Erst heute vermögen die Hinter­bliebenem öffentlich Kenntnis zu geben von diesen Mordtaten. Welche Zeiten der Ungewißheit und der Verzweiflung liegen dazwischen. Vermißt, verschleppt, hinge meuchelt, irgendwo verscharrt hat man diese

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Unser Vsgsssvissel

(vis ksntigs Lnsgads umlakt gebt Ssitsi,)

Die Böller der ganzen Welt blicken anläßlich der heutigen Reichstagssitzung gespannt nach Berlin.

Daladier äußerte sich über Frankreichs Kricgszicle.

Lord Halifax sprach vor dem Oberhaus.

Der amerikanische General Johnson erteilte den Kricgs- hetzcrn eine scharfe Lektion.

Der Rcichsaußenministcr beantwortet Fragen eines sapa- nischcn Sonderberichterstatters.

Unsere Luftabwehr und unsere Jagdflieger vernichteten im Monat September insgesamt 72 feindliche Flugzeuge.

Die deutschen Truppen setzen die Säuberung ostwärts der Weichsel fort.

Der Führer besuchte seine siegreichen Truppen an der Ostfront.

In einem Tagesbefehl bringt der Führer Dank und An­erkennung seinen Truppen zum Ausdruck.

Die Empörung der neutralen Staaten über die eng­lischen Blockademaßnahmcn ist im Wachsen begriffen.

Ueber die Beschlüsse der Panama-Konserenz werden nähere Einzelheiten gemeldet.

Nach einer Verordnung des Neichsinnenministers ist kür Beamte eine erleichterte Eheschließung möglich gemacht.

Die Innere Front hat der NTV. der Partei riesige Be­treuungsausgaben gestellt.