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Monatsbezug E 2,30 einsch. Zustellgebühr- Postbezugspreis monatl. 2,30 Mt (einschl. 46,76 ^ Post- zeliungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zaklbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Eins GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u.Sonntg. 511 15. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12V-—13'/? Uhr.
Am-saen - Grundpreise:
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V parteiamtliche Lageszeitung
Mrs pmrsblatk des Neglerendm Bürgermeisters der freien Hansestadt Vremen
Die 1 nun hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 rnm hohe Zeile
im Tertteil 75 Ermäßigte
Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 Nachlaßstaffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts
stellen: InBremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21. In Syke, Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches verkündungsbkall des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Nr. 274 / 9. Jahrgang
Donnerstag, 5. Oktober 19Z9
Einzelpreis 1S Npf.
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kntgegennakme einer krklärung der Neichsregierung
änl,. Berlin, 5. Oktober.
Der Deutsche Reichstag tritt am Freitag, K. Oktober, 12 Uhr mittags, zur Entgegennahme einer Erklärung der Neichsregierung zusammen.
diplomatische Zurückhaltung in London
drv. Kopenhagen, 5. Oktober.
Die diplomatische Aktivität in London ist nach der Unter- haussihung abgeebbt, zumal die amtlichen Stellen offensichtlich keinerlei Bedürfnis haben, die durch die parlamentarische Debatte hervorgerusene Erregung in der Öffentlichkeit über all die umstrittenen Fragen der Kriegssührung und der Kriegsziele fortsetzen zu lassen. In Regierungskreisen wird erklärt, man erwarte keine neue Entwicklung, bis Adolf Hitler im
Reichstag gesprochen habe. Bei all diesen Erwägungen spielt das deutsch-italienische Verhältnis eine sehr große Rolle.
krwartung mit Zensurlücken
jb. Gens, 5. Oktober.
Mit welch großer Spannung die Reichstagssitzung von der französischen Öffentlichkeit erwartet wird, läßt der Lagebericht deS „Petit Dauphinois" erkennen. Dieser beginnt in der Mltt- wochausgabe mit den Worten: „In A Stunden werden wir wohl die Friedensvorschläge Deutschlands und Rußlands kennen." Seit einigen Tagen, so fährt das Blatt fort, habe nach Ansicht der Pariser Parlamentarier die diplomatische Aktion die militärische völlig verdeckt. Daladier stehe dauernd mit London in Verbindung und sei für nichts anderes mehr zu haben. Nach diesen Zeilen solgt eine große weiße Zeusurlücke!
Seneral leraucki an den sührer
Berlin, 5. Oktober
Der Kaiserlich-japanische General Gras Terauchi hat aus München nachstehendes Telegramm an den Führer gerichtet:- ,-,Jm Begriff, Deutschland nach erlebnisreichen Tagen zu verlassen, drängt es mich. Eurer Exzellenz vom ganzen Herzen
für die Einladung zu danken, die mir diesen Besuch ermöglicht hat, daß ich dieses neue Reich gerade in einer Zeit wiedersehen durfte, da es unter Ihrer Führung in ernsten Kämpfen um große Ziele steht und alle geschichtlichen Tugenden so glänzend bewährt. Was ich an der äußeren wie an der inneren Front sah und erlebte, wird mir eine große unvergeßliche Erinnerung bleiben. Äiit aufrichtigen Wünschen kür glückliche Erfolge des befreundeten Deutschlands und seines genialen Führers bleibe ich Euer Exzellenz ergebener Gras Terauchi." ^
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Handelsflotte soll U-Boole rammen
Me britische flbmiralitiit bricht nach alter englischer Praxis das Völkerrecht
Berlin, 5. Oktober
Die britische Admiralität hat am l. Oktober folgende Warnung an die britische Handelsschifsahrt verbreitet: „Eimge deutsche U-Boote sind in den letzten Tagen von britischen Handelsschiffen angegriffen worden. Hierzu verkündet der deutsche Rundfunk, daß die deutschen U-Boote das internationale Gesetz bisher eingehalten haben, indem sie die Handelsschiffe warnten, bevor sie angriffen. Jetzt jedoch will Deutschland Vergeltung üben, indem es jedes britische Handelsschiff als ein Kriegsschiff betrachtet. Während das obige vollkommen unwahr ist, dürste dies eine sofortige Aenderung der deutschen Politik der U-Boots-Kriegssührung anzeigen Seien Sie darauf vorbereitet, dem zu begegnen. Admiralität."
Am Abend des 1. Oktober ist ergänzend hierzu folgende Warnung der britischen Admiralität verbreitet worden: „Die britische Admiralität gibt bekannt, daß die deutschen U-Boote eine neue Taktik verfolgen. Die englischen Schisse werden aufgefordert, jedes deutsche U-Boot zu rammen."
In vier lagen 72 Vampser aufgebracht
Veulsche Seestteilkriifte auf der Jagd nach verbotener IrÄtN — Jegliches vanngut gesperrt
Berlin, S. Oktober
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Im Osten kam es bei der Säuberung des Gebietes zwischen der bisherigen Demarkationslinie und der neu festgesetzten deutsch-russischen Jnteresscngrenze noch zu Kämpfen mit versprengten Teilen polnischer Truppen.
Im Westen herrschte außer schwacher feindlicher Artillerie- tätigkeit in Gegend Saarbrücken fast völlige Ruhe.
Im Handelskrieg wurden seit §em 80. 9. weitere 72 Dampfer von deutschen Seestreitkräften eingeholt. Ein Teil von ihnen wurde wegen Beförderung von Bannware in deutsche Hasen eingebracht."
Schnelle fllrferligung neutraler Schiffe
.... 5. Oktober
Unsere Torpcdobootsflottille prescht nach Norden. In der herrlichen Mondscheinnacht glitzert das brodelnde Kielwasser wie schäumendes Silber. Die Leuchtfeuer hüben und drüben
Nach dem Einmarsch in die Festung Warschau
Seneralangeiff auf den lfunger — deutsche Soldaten versorgen die Zivilbevölkerung
(Von Louäorbsrlebtsrstattor Uans 6rak Uszpobaeb)
rä. Bor Warschau, 5. Oktober.
Seit Stunden, schon die ganze Nacht, ziehen aus acht Straßen in Doppelkolonnen 16 Züge polnischer Soldaten aus Warschau. Die Reste der vernichteten polnischen Armee. Fast 116 006 waffenlose Soldaten verlassen die Festung, erdbraune Schlangen winden sich durch die Straßen, zwängen sich durch die Barrikaden, klettern über die straßenwärts gestürzten Häuserfronten, Stundenlanger Arbeit hat es bedurft, um Durchgänge durch die verbarrikadierte Stadt zu schassen, Sprengung auf Sprengung war notwendig, um Abmarschstraßen für die abrückenden Kolonnen frei zu machen.
In der Innenstadt drängen sich die Menschen um die Wasserausgabestellen vor den Paar Geschäften, die noch offen sind, ausgemergelte, halb verhungerte Männer und Frauen, Kinder wühlen in den Unrathausen, Durch die deutsche Postenkette hindurch rollen Riesenlastzüge der Demarkationslinie zu. Große Dreiachserkolonnen, begleitet von Panzerabwehr und Maschinengewehrkompanien. Ueber die deutsche Linie fährt den Truppen voraus der Hilsszug Bayern, um die Warschauer Zivilbevölkerung zu verpflegen. Aus sechs großen Plätzen der Stadt fahren die Wagen aus. Erstaunt sehen die Polen die große Karawane, sehen die begleitenden deutschen Soldaten, die ersten Männer in Feldgrau, die so weit in die einstige Hauptstadt Polens vorstoßen. Pak und Maschinengewehre werden in Stellung gebracht, um den Silfszug vor jeder Ueberraschung polnischer Banden zu sichern.' Ein Paar Meter weiter nur, jenseits der Demarkationslinie, stehen noch polnische Soldaten unter Gewehr, Truppen, deren Ausmarschzeit noch nicht gekommen ist und die die Waffen auch nicht niedergelegt hatten.
Die Pläne der großen Lastwagen werden heruntergelassen. Riesenkannen mit warmem Essen, in Stroh verpackt, werden sichtbar. Ganze Wagen mit Brotlaiben nehmen neben den Ber- Pslegungswagen Ausstellung, Ein paar hundert Menschen umstehen die Männer vom Hilsszug, betrachten die Borbereitun- ge.u, Sie verstehen den Sinn und Zweck der Wagen nicht. Ein Dolmetscher wird aufgeboten, der der Bevölkerung Mitteilung macht, daß zur Behebung der größten Not die Nationalsozialistische Volkswohlsahrt jetzt schon vor dem Einmarsch der deutschen Truppen tagtäglich warmes Essen und Brot kostenlos an die Bevölkerung verteilen wird. In fassungslosem Staunen stehen die Menschen, denen ihre geflohene Regierung vorgelogen hat, daß deutsche Soldaten Barbaren seien, zu jeder Schandtat fähig, grausam, hinterlistig, brutal. Tag um Tag haben diese Menschen die Schrecken des KriegeS erlebt, seit Wochen von ihren führenden Männern dem größten Elend Preisgegeben, halb verhungert, ohne Wasser, Heizung, ohne Brot in der zerschossenen Stadt vegetiert, und nun kommen die ersten deutschen Soldaten und ihre erste Tat ist: warmes Essen und Brot für die Millionenstadt,
Im Nu sind die Wagen des HMsznges umringt. In die «unmöglichsten Gesäße müssen die NSKK.-Männer die Suppe füllen, die Gier ist so groß, daß Stahll^Ime, die Schutz-büchsen der Gasmasken und andere -l-erumliegende Gesäße als Etz- naps dienen müssen. Aus Hunderten werden Tausende, keine halbe Stunde ist vergangen, und da ist der große Platz ein einziger wimmelnder Ameisenhaufen, auf den Zusahrtsstraßen stehen ktlometerlanae Schlangen, die sich Schritt um Schritt den Wagen des Silfszuges zuschieben. Das Gedränge wirb bedrohlich/ Der Urtrivb des Menschen, der Hunger, droht alle Bande zu sprengen. Polnische Polizei und Hilfspolizisten können dem Druck nicht standhalten, Offizier rmd Mann der Panzerabtrehrkompame, der Maschinengewehrkompanie müssen einspringen Mit aller Wucht werfen sie sich der gierenden Menge entgegen, die rücksichtslos die Lchvää^ren beiseite drängt Frauen und Kinder niederwalzt. Dreiste Jndenbuben versuchen Brot zu stehlen, die noch verslflosünen Reserve- wagen anfznhrechen, alten Frauen das ilbon erhaltene Brot zu entreißen. Polnische Soldaten mischen sich unter die Zivilbevölkerung, auch sie hoffen nach Tagen des Hungers ein stuck Brot, einen Teller Suppe zu bekommen. Nur mit größter
Energie und Strenge ist die tobende, vor Hunger wild gewordene Menge zu zähmen und die ordnungsgemäße Weiter- ansgabe zu sichern. Stunde um Stunde geht das so weiter, immer neue Menschen werden an die Wagen gepreßt von der drängenden Masse der Tausende vor geschoben. Die 'deutschen Loldaten haben hier einen schweren Kampf zu bestellen. .Hemmungslose Gier. Disziplinlosigkeit und grausamer Hunger machen den deutschen Soldaten selbst die Verpflegung der eroberten Stadt z» Stunden äußerster Anstrengung,
Bis auis Hemd durchnäßt, zerkratzt, zerbeult stehen die Männer stundenlang auf ihrem Posten, bettelnde Hände strecken sich über sie dem Wagen zu. Kaum ist die Suppe und das Brot ausgegeben, da kauern sich die verhungerten Mensclien schon in den Rinnstein, aus den Rasen der Anlägen, aus die Trümmer von Bomben und Granaten, zerstörten Autos, die in den Straßen stehen und schütten das erste warme Essen nach Tagen und Wochen in sich hinein, Lie versuchen, den Soldaten die Hände zu küssen, mit ein paar unbeholfenen deutsck^n Brocken ihren Dank zu stammeln, Grauenvoll muß das Elend in dieser Stadt sein, mrermeßlich das Leid, da? verbrecherischer Starrsinn über Warschau brachte.
Kaum einer dieser Männer und Frauen hat seit acht bis zehn Tagen etwas Warmes zu sich genommen, viele viele tagelang überhaupt nichts mehr zn essen gehabt. Die 'Deutschen heilen die Wunden, die der Krieg dieser Stadt schlug, und machen an der Zivilbevölkerung das wieder gut, was die polnischen Machthaber verbrochen haben, Deutschland hat gezeigt, daß es den Krieg nicht gegen die Zivilbevölkerung führt, daß es die gegen Deutschlands Willen in die Kriegshandhabung einbezogenen Zivilisten sofort tatkräftig unterstützt und die Millionenbevölkernng der Festung Warschau vor dem Verhungern beschützt.
Als die Dämmerung hereinbricht und die Nacht die lichtlose Stadt einhüllt, ist das Werk getan. 164 600 warme Essensportionen und 348 660 einpsiindigc Brote sind am ersten Tage ausgegeben worden. Der Hilsszug baut ab. Die Panzerabwehrkanonen, die Maschinengewehre werden eingezogen. „Kommt morgen wieder!" klingt es tausendstimmig der Kolonne nach, die sich durch die Barrikaden hindurch stadtauswärts windet. Todmüde und- froh sitzen aus den Fahrzeugen die dcntschen Soldaten, die einer hungernden Stadt Brot und Essen brachten.
weisen der Seefahrt den Weg wie in tiefstem Frieden. Kleine Fischerboote dümpeln mit spärlichen Lichtern rechts und links im Fahrwasser. Das Leben hier oben geht seinen alten Gang. Und dennoch ist Krieg. Nach dem Willen Englands auch für jene friedlichen Länder, die keinen anderen Wunsch haben, als durch Arbeit und Handel das Leben ihrer Völker zu erhalten, England hat jedoch anders entschieden. Es ist in den Krieg gegen Deutschland gegangen und hat zugleich den neutralen Ländern den Handelskrieg erklärt. Das Ziel, um das auch die Wirtschaft der unbeteiligten Völker vernichtet wird, ist die Aushungerung Deutschlands ohne Rücksicht auf Frauen, Kinder und Greise. Nur Engländer konnten diese infame Art der Kriegführung erfinden. Wir lehnen genau wie die neutralen Länder solche Methoden grundsätzlich ab. Und dennoch gibt es nur einen Weg, England wirksam zu begegnen:
Antwort mit gleichen Waffen, Antwort mit deutscher Gründlichkeit und mit deutscher Korrektheit. Unsere U-Boote führen einen Handelskrieg, der schon in den ersten Tagen kaum erhofften Ersolg hatte. Darüber hinaus gilt es zu verhindern, daß neutrale Länder Güter nach England bringen, die direkt oder indirekt die Kriegführung gegen Deutschland unterstützen. Zur Erfüllung dieser zweiten nicht minder wichtigen Ausgabe sind jetzt Torpedoboote und Zerstörer unterwegs.
Fernaufklärer haben regen Handelsverkehr gemeldet. Mit hohen Geschwindigkeiten sind unsere Boote ausgelaufen, und mit Argusaugen durchdringen unsere blauen Jungens die Nacht. Jeder weiß: „es liegt etwas an". Vom Kommandanten bis zum letzten Mann im Heizraum freut sich jeder, wieder aus Frontsahrt zu sein. Und die stille Hoffnung aller ist es, einen für England bestimmten Speckdampser zu schnappen und einzubringen.
Der Morgen graut, als der erste Dampfer gesichtet wird. Es ist ein großes, hell erleuchtetes Passagierschiff. Die Aufforderung zum Halten befolgt es schort. Ein geschultes Ilnter- suchungskommnndo unter der Führung eines Ossiziers springt in das ausgebrachte Boot. Ein Ueberführungskommando hält sich klar, um den Dampfer in einen deutschen Hafen einzubringen, falls er Banngut an Bord hat. Gespenstisch schaukelt das große Schiff mit seinen tausend Lichtern aus der bewegten See. Es ist ein Däne. Das Untersuchungskommando hat das herabgelassene Fallreep erklommen und begibt sich auf die vorgeschriebenen Stationen. Das Torpedoboot fährt indessen, von den Passagieren bestaunt, ein paar Runden um das Schift. Schnell sind die Formalitäten mit dein Kapitän erledigt. Das Untersuchnngskommando tritt zwar bestimmt, aber höflich und freundlich auf, denn es handelt sich bei seiner Aufgabe ja nicht um einen feindlichen Akt gegen eine neutrale Macht, sondern gegen England. Sobald sich herausstellt, daß die Papiere und die Ladung zu Beanstandungen keinen Anlaß geben, wird das Schiff entlassen. Deutschland kann den Neutralen zwar die Unannehmlichkeiten einer Fahrtunterbrechung und einer Durchsuchung nicht ersparen. Es legt jedoch Wert daraus, daß die Behinderung aus «in Mindestmaß beschränkt bleibt Im Gegensatz zu zahlreichen englischen Beispielen . . .
Weiter jagt das Torpedoboot nach Norden. Es ist Tag geworden. Vor uns, neben uns schaukeln dänische Fischerboote Ihre Besatzungen winken den Deutschen freundlich zu. Wieder rasseln die Alarmglocken im Boot. Wieder ist ein neutraler Dampfer voraus. Wieder vollzieht sich die Durchsuchung in einer knappen halben Stunde. Sechs neutrale Schisse sind bald angehalten, durchsucht und wieder entlassen. Dänen Finnen, Norweger. Zwar schütteln die Kapitäne zunächst ein wenig die Köpfe. Aber das Ilntersnchungskommando klärt sie dahin auf, daß es sich nur um die Beantwortung des englischen Vorgehens handelt. Bald haben die Schisfssührer ihre Fassung wieder.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Siegreiche Heimkehr aus polen
Leibstandarte ^ stdolf stiller bejiestt istre voriibergestende Sarnison in Prag
P r a g, S. Oktober.
Die Leibstandarte st Adols Hitler bezieht am 4. Oktober, zurückkommend aus dem Feldzug in Polen, wie planmäßig vor Kriegsausbruch für den 1. Oktober vorgesehen war, für einige Zeit ihre Garnison in Prag und wurde bei dieser Gelegenheit vom Reichsprotektor begrüßt, der bei diesem Anlaß den hervorragenden Anteil der Leibstandarte an dem raschen Ende des polnischen Feldzugcs würdigte. Anläßlich dieses Ereignisses erfahren wir über die Kampfhandlungen des Regiments in Polen folgendes:
Nachdem das motorisierte Regiment von Berlin-Lichterfelde ausgerückt war, trat es sofort am ersten Gesechtstage in die Kämpfe in Polen ein. Am er-sten Kriegsta-g war dem Regi
ment der Auftrag gestellt, den Pws-zna-Abschmtt für den Vor-
marsch der bei Groß-Wavtenlberg eingesetzten/deutfchen Kräfte zu öffnen. Der Auftrag w-urde besehl'saemäß durchgeführt. In den folgenden Tagen führte die StandMe einen Vorstoß gegen die Warthe durch Der Ueibcrgang über den Fluß wurde durch das Regiment erzwungen. In weiterem Verlauf erhielt das Regiment den Auftrag, weit Vvrgeftaftelt vor anderen Kräf
ten südlich Lodz vorbeizustoßen und den Kräften der 8 Armee den Weg nach Lodz zn öffnen. Bei der Lösung dieser Ausgabe kam es zu Parten Gefechten bei Pabian-ice, die vollen Erfolg hatten, Stach Erfüllung dieses Auftrages wurde das Regiment einem Korps der 16, Armee unterstellt, das den Vorstoß aus War-ichau durchzuführen hatte, und es wurde oon diesem Tage an be,:<^fechtshandln,igen eingesetzt, die im Raum westlich Warfchstus zur Ein-schließung starker polnischer Kräfte am - führten. Es gelang dem Regi-ment in den Ge-
sectMtagen ms z-um 20. September, den stark überlegenen Geg- ner über die Bzura abzuwerfen und mehrere Durcl/brnchsver- lllche der Polen an diesem Frontabschnitt zu verhindern Die Gefechte waren durchweg durch außerordentliche Härte qe- zumal es sich beim Gegner um Kräfte des Pil- sud,k-i.-Regii»ents handelte. Nach einem kurzen Ruhetag am 21. Lepteinibcr wurde das Regiment aus der Unterstellung des Korps gelost und einer Division zugeteilt, die die Einschließung der Festung Mvdlin »um illii-itran w - - -
-v st, 7,' om oie eriuillNiegung
der Festung Mvdlnr zum Auftrag hatte. Nach der Kapitulation der d-estnng hatten die Kriegshandlungen für das Regiment >hr Ende gefunden.
In dem Augenblick, da die Welt unter Hassen und Bangen die Chancen sür die Beendigung des sinnlos gewordenen Krieges abwägt und verantwortungsbewußte Männer nach Möglichkeiten eines Ausgleichs ausspähen, hat Winston Churchill also ein neues Attentat aus die noch kaum ,n Erscheinung getretenen Friedensaussichten unternommen. Um einen Anlaß zu finden, aus der ganzen Linie den Boden des Völkerrechts zu verlassen, schreckt der Erste Lord der Admiralität nicht davor zurück, deutsche Pressestimmen umzrftäl- schen, um den Eindruck zu erwecken, daß die deutschen See- streitkräste Anweisung erhalten hätten, jeden Engländer ohne Anrus und Warnung zu versenken. Schon als aus den britischen Handelsschiffen Geschütze und schwere MG.s eingebaut Wurden, mußte der Verdacht entstehen, daß England auch aus diesem Gebiet den gleichen Weg beschreiten würde wie im Weltkrieg. Damals war der Befehl, die Handelsschiffe zu bewaffnen, am 6. August IS14 erteilt, eine der ersten Kriegsmaßnahmen Englands. Damals wie heute konnte der Sinn dieser Anordnung nur sein. der nach Völkerrecht und Prisen- ordnung zulässigen Durchsuchung britischer Handelsschiffe bewaffneten Widerstand entgegenzusetzen. In den ersten Monaten des zweiten Weltkriegsjahres kam dann auch — zunächst geheim — der Besehl an die Handelsschiffe heraus, sie sollten versuchen, das sie anhaltende U-Boot zu rammen oder durch Artillerieseuer zu vernichten — also der Besehl zum offensiven Vorgehen, wie er jetzt wieder erlassen wurde. Damals wie heute ein Beweis, wie spürbar der Handelskrieg bereits in einem Lande geworden ist, dessen Nahrungsmittel- und Rohstoffversorgung von überseeischer Zufuhr abhängig ist.
Noch bevor sich die britische Admiralität entschloß, offiziell und allgemein die Unterscheidung zwischen Kämpfenden und Nichtkämpsenden illusorisch zn machen, haben einzelne Kapitäne bereits — offenbar in dem Glauben, damit im Sinne der Admiralität zu handeln — eigenmächtig Angriffe auf deutsche U-Boote unternommen, wie es der Fall der „Ma- narar" zeigt, deren Kapitän vor Lissabon ein deutsches U-Boot mit Geschiitzfeuer empfing, was jedoch den N-Boot-Komman- danten nicht dazu veranlaßte, von scinein Recht einer soforti-
Churchills neuestes Täuschungsmanöver
rck. Berlin, 5. Oktober.
Die einfache deutsche Methode, englische Propaganda- lügen dadurch zu widerlegen, daß neutrale Ausländer Gegenstand oder Oer-tlichkeit der Falschmeldung frei besichtigen können, hat nicht wenig zu den strotzen Nöten beigetragen, in denen sich der englische Lügenap-parat gegenwärtig befindet. In seiner Bedrängnis hat sich jetzt auch Winston Churchill entschlossen, diese wirksame Methode anzuwenden, allerdings mir einiger Vorsicht, denn der Unterschied besteht darin, datz Deutschland die Wahrheit^ans Licht bringen will, während Churchill die Wahrheit verstecken mutz. Den ersten Versuch die,er Art hat e-r schon hinter sich. Er verdient festgehalten zu werden. Da hat kürzlich ein deutsches Flugzeug mit seinen Bomben einen zweiten englischen Flugzeugträger schwer getroffen. Der Name des Schiffes ist leider nicht bekannt geworden, weil Schiffsnamen gewöhnlich von Flugzeugen aus nicht gut zu sehen sind. Nun hat der britische Marineminister dem amerikanischen Marine- attachä in London einen Besuch auf der „Arc Rorzal" erlaubt, und der Attachs konnte tatsächlich feststellen, datz auf dem Schiff kein Kratzer zu sehe« ,ei. geschweige denn ein schwerer Bombeneinschlag.
Wir sistd überzeugt, datz der Amerikaner genau berichtet hat, was er an Vovd der „ Arc Roya-l" sah, aber was hat Churchill in der langen Zeit stetr-i-eben, die zwischen dem deutschen Luftangriff auf englilfche Flatten- einheiten in der Nordsee und der Besichtigung des Flugzeugträgers verstrichen ist? Sollte er vielleicht einen anderen Flugzeugträger schnell „um-fivmievt" haben? Wir haben ein Recht zu diesem bösen Verdacht, denn Churchill hat diesen Trick während des Weltkrieges ich an einmal- angewandt und ihn nachher in seinen Kriegserinnernngen selbstgefällig eingestanden. Wir empfehlen deshalb Herrn Churchill, neutralen Persönlichkeiten einmal sämtliche Flugzeugträger zu zeigen, ois England laut Flottenhandbuch heute inr Dienst hat. Wir haben nie behauptet, datz England gär keine Flugzeugträger mehr besitze, denn 'auch mit diesem Trick verbucht die englische Propaganda, um die ganze peinliche Geschichte herumzukommen. Aber wir haben behauptet, datz autzer der versenkten „Eourageous" noch ein zweiter englischer Flugzeugträger mindestens sehr schwer beschädigt, wenn nicht gar versenkt sein müsse. Die „deutsche Methode" hat sich als ungeeignet erwiesen znr Umwandlung Churchillscher Lügen in bewiesene Wahrheiten ... Und jetzt hat Churchill wieder das Wort.
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Unser ^sgesspiesel
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Der Reichstag ist aus Freitag mittag. 12 Uhr, einberufen.
Teutsche Seestreitkriffte haben in vier Tagen 72 Dampfer m,t Banngut eingeholt.
Admiralität hat in völliger Mißachtung englischen Handelsschiffe angewiesen^ dcuffche U-Boote zu rammen.
d°r „Eourageous" liegt jetzt ein ausführlicher Bericht vor.
Argentinien besteht auf Rückgabe der von England geraubten Falklandinseln.
Die Kricgsunlust in Frankreich tritt immer deutlicher zutage.
Die Leibstandarte ff Adols Hitler bezicht ihre neue Garnison in Prag.
Kinderreiche Mütter werden in den Lebensmittelgeschäften bevorzugt abgefertigt. "
Buch in diesem Jahr findet eine Betriebsausnahme statt.
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