Ausgabe 
(3.10.1939) Nr. 272
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Tmal lvö che»lisch

Monatsbezug E 2,30 einsch. Zu- stellaebühr; Postbezugspreis monatl. 2,30 Ml (einschl. 46,76 Post-

zeitungsgebühr) zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u.Sonntg. 51115. Speech z.: Verlag: werkst. 1213 Uhr- Schriftleitung Diens­tag und Freitag 12V-13V- Nhr.

vlkMlikillW

Parteiamtliche Lageszeitung

Das flmrsblait des Negierenden Bürgermeisters der freien Hansestadt Bremen

Anzeigen - GrüiidprErZ

Die 1 nun hohe und 22 mua breite Zeile im Anzeigenteil 13 4H/. Die 78 wm breite und 1 mra hohe Zeile

im Tertteil 75 Ermäßigte

Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 1« Uhr. Geschäfts­

stellen: InVremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115: Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Syke, Mühlendamm Nr. L

Nr. 2?2 / g. Jastrgang

Dienstag, Z. Oktober 18Z9

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches Berkündungsblatt des BeilftsstattHalter s in Oldenburg und Bre>ü^t

Einzelpreis 15 Npf.

vraf tmno heute

Abschluß der verllner vesprechungen

Vor Neichsaußenminister geleitete den 6ast zum Valzntzos veneraloberst Keitel

überdrachte die 0rüße des süizrers

thurchills Nekord im heucheln

«Voltes stilfe - gegen vernünftige Vebülzren" / Wie der britische stolzer dem englischen Volk Sand in die flugen zu streuen versucht

äiib. Berlin, 3. Oktober.

Am Montagvormittag um 11 Uhr fand in der Reichs­hauptstadt eine weitere» abschließende Besprechung zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen v. Rib- bentrop und dem italienischen Außenminister Graf Ciano über die europäische Lage statt.

Am Montagmittag um 12 Uhr verließ Graf Ciano in Begleitung des Kabinettschefs Gesandten Ansuso und den Herren Marchese Lanza d'Ajeta und Marchese Marieni nach Beendigung seines auf Einladung der Reichsregierung er­folgten Besuches Berlin, um dem Tuce in Rom über seine Berliner Besprechungen Bericht zu erstatten.

Ter Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop ge- lertete Außenminister Graf Ciano vom Gästehaus der Reichs- reqierung zum Anhalter Bahnhof, wo sich zur Verabschiedung außer dem italienischen Botschafter in Berlin, Attolico, Mit­glieder der Reichsregierung und der Reichsleitung der Ns- DAP. sowie führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht eingesunden hatten. Ferner waren Mitglieder der Königlich-Italienischen Botschaft, Vertreter des Jaszio und der italienischen Kolonie anwesend.

Nachdem Außenminister Graf Ciano mit Reichsaußen- minister von Ribbentrop und Botschaster Attolico die ^ront der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie der st-Leibstandarte Adolf Hitler abgeschritten hatte, überbrachte der Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, die Grüße des Führers. Dann begab sich der italienische Minister des Aeußeren zum Sondcrzug, der pünktlich um 12 Uhr, nach herzlicher Verabschiedung zwischen den beiden Außenministern, die Bahnhofshalle verließ.

Auf der Rücksahrt nach Rom traf der italienische Außen­minister am Montagabend in München-Hauptbahnhos ein, wo er von führenden Persönlichkeiten begrüßt wurde. Um 21.05 M>r sehte der Sönderzug die Fahrt nach Rom fort.

Wie es nicht anders zu erwarten war, wurden die Berliner Besprechungen des italienischen Außenministers mit dem Führer und Reichsaußenminister von Ribben- t-vop i« einer Atmosphäre natürlichster Herzlichkeit

wieder englische Nieger über VSnemark

brv. K o pe n h a g e n , 3. Oktober.

Eine neue Verletzung der dänischen Neutralität durch eng­lische Flieger (genau nach dem Vorbild ähnlicher Vorgänge) ereignete sich am Montagmorgen über den Inseln Laland und Falster. Südsalster und Südostaland. Die Flieger, die wiederum wie früher offensichtlich dänisches Gebiet als Auf­marsch- oder Nückmarschstraße für einen Versuch zum Ein­slug nach Deutschland benutzten, warfen über den Inseln und über dem Meer große Mengen für Deutschland bestimm­ter Flugblätter ab. Der dänische Gesandte in London ist an­gewiesen worden, eine Demarche bei der englischen Regierung zu unternehmen.

boe. Amsterdam. 3. Oktober.

Der englische Premierminister Chamberlain hat die Ab­gabe seiner Unterhauserklärung aus heute verschoben. Eine Begründung für die Verschiebung wurde nicht gegeben. In politischen Kreisen weist man daraus hin. daß Chamberlain sich zwar mit den Auswirkungen des deutsch-russischen Ab­kommens beschäftigen werde, daß er aber wahrscheinlich noch nicht zu den Friedcnsvorschlägcn Stellung nehmen könne, da diese noch gar nichtunternommen" seien.

Recht bemerkenswert sind die Kommentare der Oppositivns- blätter.News Chronicle" gesteht offen ein, daß das deutsch- russische Abkommen das Mächteverhältnis zum Nachteil der Demokratien verändert habe Das Blatt fordert, daß die Re-

durchgeführt. Obschon sich die Unterhaltungen auf die gesamte politische Lage erstreckten, bedurfte es selbst­verständlich keiner besonderen Formalitäten, um die führenden Männer der unzerstörbaren Achse zu ihrem so bedeutsamen Gedankenaustausch zusammenbringen. Die positiven Stimmen aus den neutralen Ländern über die Tatsache, daß die nunmehr zum Abschluß ge­kommenen Berliner Besprechungen der Vorbereitung und Herbeiführung des Friedens galten, bestätigen er­neut die entscheidende Aktivität der Achse,

(Siehe auch Seit« 2»)

Berlin. 3. Oktober

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Sonntag vormittag sind die ersten deutschen Truppen ohne Zwischenfälle in Warschau eingerückt. Die Besetzung Pragas wurde am Sonntag beendet.

Der letzte Stützpunkt polnischen Widerstandes, die befestigte Halbinsel Hela. hat sich bedingungslos ergeben, noch bevor der von Heer und Kriegsmarine gemeinsam vorbereitete An­griff durchgeführt wurde. Die Besatzung von 250 Ossizieren. darunter der polnische Flottenchef Konteradmiral von Unruh, und 4000 Mann, wird Montag vormittag die Wafseii strecken.

Im W e st e n nur örtliche -k^tillerie- und Spähtrupptätig- keit. , "

Ein britisches Aufklärungsflugzeug wurde östlich von Pader- born abgeschossen."

Genau «inen Monat nach Ausbruch des deutsch-polnischen Konflikts hat auch der letzte Stützpunkt polnischen Widerstan­des, die befestigt« Halbinsel Hela, sich ergeben. Die Kapitula­tion dieses äußersten Ausläufers der polnischen Stellung in der Danziger Bucht ist erfolgt, noch bevor der planmäßig vorbereitete deutsche Angriff durchgeführt wurde. Der größte Grundsatz der deutschen Führung auf Prestigeerfolge zu ver­zichten, hat sich auch hier wieder als richtig erwiesen. Durch

ckub. Berkin, 3. Oktober

Das Oberkommando der Kriegsmarine teilt mit: Der dänische DampferVendia" wurde am 30. September vormit­tags von einem deutschen Unterseeboot in der üblichen Form zwecks Feststellung von Nationalität und Ladung zum Stop­pen ausgesordert. Er versuchte, sich der Durchsuchung durch die Flucht zu entziehen. Als der Dampfer daraufhin von dem Unterseeboot gestellt wurde, versuchte er das U-Boot zu rammen. Gegen diesen flagranten feindlichen Akt ging das

gierung die möglichen Friedensvorschläge, wenn diese positiv ausfallen würden, genau prüfe.

DerDaily Hcrald" fordert, daß man die Konsequenzen, die aus dem Abkommen entstehen könnten, genau erwäge, um eine weitere tragische Wiederholung jener kurzsichtigen Diplo­matie zu vermeiden, die die Hauptschwäche der englischen Außenpolitik unter der gegenwärtigen Regierung sei. England und Frankreich sähen sich einem deutsch-russischen Block gegen­über, der in der Lage sei wenn auch nur vorläufig (!) einen großen Teil von Osteuropa zu beherrschen. Es würde töricht sein, die Möglichkeit ernster Verwicklungen in Abrede zu stellen. Zum Schluß meint das Blatt, die Antwort, die die Regierung aus das russisch-deutsche Abkommen geben würde, dürfe keine übereilte Antwort sein.

Berlin, 3. Oktober

Der Oberkricgshetzcr Churchill hat am Sonntagabend im bri­tischen Rundfunk eine Rede gehalten, die so ziemlich den Höhe­punkt von englischer Verdrehung und Lüge darstellt. Offen­bar fühlte die englische Regierung das Bedürfnis, die hoff­nungslose Stimmung im Volk wieder etwas aufzufrischen und schickte dazu Churchill vor. Was dabei herauskam, ist eine derartig widerliche Mischung von Anrufung der Gotteshilse, selbstherrlicher Prophezeiungen und Lügen und wieder Lügen, daß man lebhaft an die jahrhundertelang geübte englische Heuchelei erinnert wird, die ja auchmit Bibel, Scheckbuch und Kanonen" die Welt eroberte.

Masseneinsatz hätte der Fall Helas sehr viel früher erzwungen werden können.

Das Oberkommando der Wehrmacht hat sich aber, da die Halbinsel für den Eesamtverlauf der Operationen ohne Be­deutung war, in den vergangenen Wochen daraus beschränkt, die Halbinsel durch Schulschiffe der KriegsmarineSchlesien" undSchleswig-Holstein" zu überwachen und niederzuhalten. Besondere Anerkennung verdienen ferner die deutschen leich­ten Seestreitkräfte. Im Feuer feindlicher Batterien haben deutsche Räumboote die polnischen Positionen von Minen ge­säubert und so die Ausgangsstellungen für den Angrifs ge­schaffen, dessen Beginn die bis dahin wenig belästigte Ver­teidigung nicht erst abgewartet hat.

Fn derselben Stunde, in der am Ende der Danziger Bucht die polnische Besatzung von Hela die Massen streckte und damit bestätigte, daß der Traum vompolnischen Meer" in ein Nichts zerronnen ist, zogen in die polnische Hauptstadt, die bereits am Sonntag von einer In­fanterie-Division besetzt worden war, Abordnungen aller Truppenteile ein, die bei Warschau gekiimpst hatten. Einen Monat, nachdem das deutsche Ostheer die polnischen Hebelgriffe mit dem Einmarsch beantwortete, befindet sich kein polnischer Soldat mehr unter Waffen.

Unterseeboot sofort mit Waffengewalt vor, indem es den Dampfer durch Torpedoschuß versenkte. Der überlebende Teil der Besatzung wurde durch das U-Boot aufgenommen, das die Geretteten dann aus einem herbeigerufenen dänischen Dampfer absetzte.

Es ist uns unbegreiflich, wie der Kapitän eines dänischen Dampfers, also der Vertreter eines neutralen Landes, das sich mit dem benachbarten Deutschland guter Beziehungen erfreut, sich einfallen lassen konnte, der völkerrechtlich einwand­frei ausgeübten Banngutkontrolle eines deutschen Kriegsschiffes gewaltsam zu begegnen. Es ist uns dieses Verhalten um so unbegreiflicher, als der dänische Kapitän ein gutes Gewissen hatte und ruhig sein Schiff hätte durch das deutsche U-Boot kontrollieren lassen können. Denn das Schiff war nur mit Ballast geladen, und seine Fahrt hätte nach der Kontrolle un­gehindert fortgesetzt werden können. Sollte am Ende der dänische Kapitän stur und ohne Verantwortungsbewußtsein, so von Haß gegen Deutschland erfüllt gewesen sein. daß er um jeden Preis das deutsche U-Boot rammen wollte? Wir können es kaum glauben, obwohl wir uns dessen Wohl bewußt sind, daß die Greuelhetze Englands in manch einfachen Ge­mütern dos neutralen Auslandes verheerend wirkt. Anstand, Vernunft und klarer Blick leiden Schaden und'es triumphie­ren zuletzt nur Haß und sinnloser Grimm. Wie immer wir die Sache betrachten wollen, wir müssen zur schärfsten Verur­teilung des Verhaltens eines Mannes kommen, von dem man seiner Verantwortung und seinem Stande nach etwas anderes als solcherlei unerhörte Einstellung zu einem streng an die Prisenordnung sich haltenden deutschen U-Boot erwarten mußte. Verdientermaßen ist das Schiff versenkt worden, und ein Glück sür den Kapitän ist es noch, daß wenigstens noch ein Teil seiner Mannschaft gerettet werden konnte. Für den unglaublichen Vorfall und den seiner Schiffsgesellschaft daraus erwachsenden Schaden mag er dieser Gesellschaft gegenüber und dem Staate, dem er angehört, eine Erklärung suchen. Befriedigen wird sie keinesfalls. g.

London plant Verschärfung des vlockadekrieges

bv. Kopenhagen, 3. Oktober.

Eine Mitteilung der englischen Admiralität an di« englische Handelsflotte besagt, daß England sich auf eine Bevschärfung des Handelskrieges vorbereitet. Die Mitteilung sucht die deutschen Hinweise auf Angriffe bewaffneter englischer Han­delsschiff« gegen U-Boote alsunsinnig" hinzustellen. Sie bereitet aber auf eine Aenderung im deutschen U-Bootkrieg vor und schließt mit der Aufforderung, di« englische Handels­flotte müsse bereit sein, dem zu begegnen. Eine Drohung, die praktisch die deutschen Hinweise auf eine Bewaffnung der englischen Handelsflotte bestätigt.

Wie stark England bereits die Bewaffnung seiner Handels­flotte gegen die U-Boote durchgeführt hat, zeigen Photos des PassagierdampfersMauretania" in der englischen Presse. Das Heck des Schisses ist mit einem großen Geschütz versehen. Außer den großen und mittleren Schiffen, die wie die Mauretania" gleichzeitig Passagier-, Munitions- und Waf- fentransporte übernehmen sollen, sind auch zahlreiche Fischereifahrzeuge sür die Bewassnung vorgesehen.

4-uüenmiiii?tvr Eisno beim k'ülilsi-. ver italienische LnLenininist ^ lieicnslrsnslsi; rechts Rsichsanüsnmrnistör von Itihhentrop.

G,-ak Oiano dein: Lrihrsr in iier teilen (?resse-llokkinalln)

lkamberlain-krklärung verschoben

Vailp Herold": keine übereilte flntwort!

Ne ersten deutschen Gruppen in Warschau

praga bereits besetzt Vie Halbinsel Hela Hat sich bedingungslos ergeben

dänischer dampser griff deutsches U Vool an

Ver Sampser mußte durch torpedoschuß versenkt werden

Churchill sagte gleich zu Beginn, England habe nun ein- mal den Krieg angefangen was absolut stimmt und werdemit Gottes Hilfe und alles, was man darunter ver­steht", als Verteidiger der Zivilisationbis zum Ende weiter­machen". Man beachte die direkt hohnvolle Formulierung und allem, was man darunter versteht". Was Winston Churchill unter der Gotteshilfe versteht, ist zweifellos, daß der liebe Gott vor allem die zahllosen Lügen des Herrn Churchill segnend in lautere Wahrheit verwandeln möchte. England hat ja schon immer mit Bibel und sogenanntem Christentum seine schmutzigen Geschäfte in aller Welt gedeckt. Nun meint man in London, auch diesmal könne die eifrige An­wendung dieser verschlissenen Kulisse nichts schaden.

(Fortsetzung auf Seite N

Da» »agae 8W

Das britische Liigenministerium und die deutsch­russische Wirtschaftsplanung

k. illü. Bremen, 3. Oktober.

Schnell ein neues Täuschungsmanöver!", komman­dierte MacMillan nach Bekanntwerden der umfassen­den deutsch-russischen Wirtschaftsplanung, und schon ver­suchten einige englische Blätter ihren Lesern weis­zumachen,daß die Wirtschaftskraft Rußlands ja gar nicht so entwicklungsfähig sei, wie es die Deutschen glauben machen wollen". Wir sind davon überzeugt, daß sich der einfache Mann in England trotz aller Ber- dunkelungsversuche der hetzenden Londoner Oberschicht noch soviel gesunden Menschenverstand bewahrt hat, rpn sich in wirtschaftlichen Elementarfragen kein T für ein U vormachen zu lassen. 2m Gegensatz zu anderen Londoner - Blättern gibtNews Chronicle" bereits offen zu, der Druck der englischen Blockade auf Deutsch­land sei durch die wirtschaftliche Unterstützung seitens Sowjetrußland stark verringert. Indem wir hier die wirtschaftlichen Grundlagen Rußlands, und zwar zu­nächst seine Bodenschätze, einer näheren Beurteilung unterziehen, wollen wir uns lediglich auf die allge­mein gültigen amtlichen Ermittlungen stützen.

Es kann den britischenPropagandisten" unmöglick entgangen sein, daß in der UdSSR. seit einiger Zeit 12 000 wissenschaftlich ausgerüstete Geologen in allen Tei len des Landes für hie Erforschung der Erdschichten ein­gesetzt sind und daß die Ergebnisse ihrer Arbeit bereit-« in zahlreichen Forschungsanstalten mit sichtbarem Er­folg der praktischen Auswertung entgegengeführt wer­den. So konnte in Sowjetrußland, besonders nach dei Reform der Bergbauleitung, die Förderung von Mine­ralrohstoffen stark gesteigert werden. Seit der Ueber­windung des Tiefstandes der Nachkriegsjahre ist di< durchschnittliche Jahresproduktion auf jenem Eebie verdreifacht (!) worden, wodurch Rußland als Berg- bauland und zwar nach Fördermenge und Förder- wert in der Welt seinen Platz hinter USA. ai zweiter Stelle einzunehmen in der Lage ist. Das Zie der Moskauer Regierung, Sowjetrußland unter Aus Nutzung aller natürlichen Möglichkeiten in wehrwirt- schaftlich lebenswichtigen Rohstoffen vom Auslande nich nur unabhängig zu machen, sondern darüber hinau- auch dre entsprechende Ausfuhr zu steigern, ist jeden erreicht. Diese Tatsache mag den englischer Blockadestrategen auf die Nerven fallen weqdisku treren läßt sie sich nicht.

Werfen wir, um konkrete Einzelheiten sprechen zi lassen, einen Blick in die Entwicklung des russischer Bergbaues von 1929 bis 1938. Die Förderung de^ ^dSSR'-Sternkohle stieg in diesem Zeitraum von fas 37 Millionen Tonnen auf 113 Millionen die bor Braun kohle von 2,8 Millionen auf 19,2 Millionen Tonne, llnd die des Erdöls von 14 Millionen Tonnen au 30,8 Millionen. An Kupfer wurden 1929 30 000 Ton neu, 1938 bereits 105 000 Tonnen gewonnen. Die För

»»IIIIIIIUII»IIIIIIIIIIIII»»IIIM»»IIIUUIIIIIIUI»IMIIII»IIIIIIIII»IIIII»»I»»III»I»

Unser Issessoiesel

(Unsers lisutüZs ^.nsZabs runkollt ssclls Ssitsu)

Die ersten deutschen Truppen zogen in Warschau ein; die Halbinsel Hela hat sich bedingungslos ergeben.

England muß seine Stellung im Fernen Osten ausgeben.

Chamberlain hat seine Unterhauserklärungen aus heute verschoben.

Churchill hielt eine Rundfunkrede, die alle seine bisherigen Meisterleistungen" in den Schatten stellt.

Ein dänis her Dampfer mutzte nach einer von ihm unter­nommenen Angrifsshandlung aus ein deutsches U-Boot versenkt werden.

Ein holländisches Kriegsschiff wurde von einem englischen Frachter gerammt.

Englische Flieger verletzten erneut die dänische Neutralität. Der italienische Außenminister befindet sich nach Abschluß der Berliner Vesprechungen aus der Rückreise nach Rom.

Der rumänische und türkische Außenminister werden in Konstanza zusammentreffen.

Tiso wurde zum Nachfolger Hlinkas gewählt.

Die chilenische Regierung bezeichnet die englischen Blockade­maßnahmen als Attentat aus ihre Souveränität.

Die Kriegsmarine nimmt wieder Einstellungen in die Offizier- und Marinebeamtcnlausbahn vor.

Das neue Marinelazarett Wesermünde wurde in Dienst gestellt.

Der Senator sür die Wirtschaft als Preisüberwachungs­stelle warnt vor Nichtbesolgen der Preisbestimmungen.