Ausgabe 
(1.10.1939) Nr. 270
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vmiittZeitiW

parteiamtliche Tageszeitung

Tkis flmlsblatk des Negierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen

Anzeigen - Grundpreise';

Die 1 mm hohe und 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mm Hohe Zeile im Tertteil 75 ^/. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: InBremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Shke, Mahlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

flmtlirstes verkündungsbkatt des Beichsstattftalters in Oldenburg und Brennen

Nr. 270 / S. Mrgang

Sonntag, 1. September 1SZ9

Einzelpreis 15 Npf.

kinberusung des Neichstages

der italienische fluftenminister kommt auf kinladung der Neichsregierung nach verlin

tlano heule in -er Neichsliauplftadl

Sestern abend um 18 Utzr im Sonderzug von nom abgereist

Vor einer Negierungserklörung

Erster Eindruck der Neichstagseinberufung in London und Paris

Berlin, 1. Oktober.

DkiL. teilt mit: Det Deutsche Reichstag wird in der kommenden Woche zur Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung einberufen.

London kommt nicht;ur Nuke

bv. Kopenhagen, 1. Oktober.

Die deutschen Initiativen aus allen Gebieten läßt England nicht zu Atem kommen. Dieser Eindruck schält sich aus den Nachrichten über die Ciano-Reise nach Berlin und die Rcichs- kagseinberusung heraus, die das Londoner diplomatische Wochenende vollkommen beherrschen.

krtrablatter in Paris

zd. Bern, 1. Oktober.

Die Nachrichten von der'Einberufung des Deutschen Reichs­tags und von der Reise des italienischen Außenministers Gras Ciano nach Berlin wurden in Paris durch Extrablätter am Sonnabendnachmittag bekanntgegeben. Ihre Schlagzeilen lauten:Die Friedensoffensive Hitlers geht weiterl"

Neutrale staunen über das Lempo

Brüssel. 1. Oktober.

Die Aufmerksamkeit der Brüsseler politischen Kreis« richtet sich ausschließlich auf die weitere Entwicklung der inter­nationalen Situation. Das bisherige Schweigen der Londoner

Im Zeichen militärischer Kameradschaft

gilb.. 1. Oktober.

In dem kleinen Sitzungssaal der ehemaligen Polnischen Stadtbank von Siedler fanden zwei militärische Besprechungen zwischen deutschen und russischen Offizieren über die Demar­kationslinie, Ucbergabe und Uebernahme der einzelnen Orte und Landschaften statt.

Um 1 Uhr mittags, am 28. September, kamen sieben Offi­ziere der Sowjetarmee und ein Kommissar in schweren Autos, begleitet von Panzerwagen als Eskorte, in das Städtchen hin­eingefahren. Nach freundlicher Begrüßung fanden längere Verhandlungen statt, die vom Geist kameradschaftlicher Zusam­menarbeit getragen wurden. Von deutscher Seite wurde dem russischen Verhandlungsführer, einem Major des Stabes, u. a. mitgeteilt, daß allein in Siedlce vor dem Anrücken der deut­schen Truppen aus den Gefängnissen, Zuchthäusern und Lagern 800« Gefangene, zum größten Teil Schwerverbrecher, in die Freiheit entlassen wurden. Die Banditen hatten sich zusam- mengetan und sich sowohl nach Osten wie nach Westen in Gruppen zerstreut. Die Einwohnerschaft habe unter.ihrem Treiben sehr zu leiden gehabt. Es wurden dann Einzelheiten über Zeitpunkte und rein örtliche Verabredungen getrosten. Nachdem die einzelnen Zeiten entsprechend dem Stande der Uebernahme eingeteilt worden waren, verabschiedete man sich.

Um 16 Uhr trafen ein russischer Major und ein Hansitmcmn ein, die Sonderfragen regeln sollten. Die Nüssen boten sofort ihre berühmten langen Zigaretten mit Mundstück an und trugen dann im Verlaufe der Verhandlungen einige kleine Wünsche vor, die sich aus örtliche Fragen bezogen.^Sie baten im Lause des Nachmittags, einen deutschen Offizier nach Brest-Litowfk zu weiteren Besprechungen begleiten zu dürfen.

Der Eindruck dieser rein militärischen Zusammenkünfte war der einer selbstverständlichen Zusammenarbeit, bei der beide Teile auch sicherstellen wollten, daß bei der Uebernahme der neuen Abschnitte keine längere Truppenleere zu irgendeiner Zeit die Einwohner dem Terror von räuberischen Banden ausliefern würde. Der Wunsch wurde mehrere Male von beiden Seiten betont. Man trennte sich auch am Nachmittage wieder mit einem Hiindedruck nach einem historischen Ge­spräch, das die gleiche Austastung über die zu lösenden Aus­gaben gemeinsamer Art in Polen gezeigt hatte.

und der Pariser Regierung wird übereinstimmend damit in Zusammenhang gebracht, daß die Westmächte sich immer noch Hoffnungen machten, daß irgendein Wunder ihre Position in letzter Minute verbessern könne. Der Berliner Bericht­erstatter des belgischen Nachrichtenbüros weist darauf hin, daß die Verhandlungen zwischen Rußland und der Türkei noch nicht beendet sind, daß aber schon jetzt die Westmächte ihre Hoffnungen ausgeben müßten. Wenn der englisch-türkische Akkord noch nicht hinfällig sei so sei er doch unbestreitbar wirkungslos geworden. In einer anderen Meldung des bel­gischen Nachrichtenbüros wird betont, daß die Berliner neutralen Beobachter erstaunt seien über das Tempo, in dem sich die Entwicklung der diplomatischen Situation vollziehe. Die EntscheidungKrieg oder Frieden" werde wahrscheinlich sehr bald fallen. _

Mit der ungarischen 6ren;poli;ei in siililung

Budapest, 1. Oktober.

Das deutsche und das sowjetrnssische Militär haben am Grenzpaß von llzsok mit der ungarischen Grenzpolizei die Fühlung ausgenommen.

Berlin, 1. Oktober.

Auf Einladung der Reichsregierung trifft der König­lich-Italienische Außenminister Graf Ciano am heutigen Sonntagnachmittag aus dem Anhalter Bahnhof in Ber­lin ein.

Rom, 1. Oktober.

Gras Ciano ist am Sonnabend um 18 Uhr im Sonderzng nach Berlin abgereist. Zum Abschied des Außenministers hatten sich der Minister für Volksbildung Alsieri, der Staatssekretär im Außenministerium Bastianini sowie der deutsche Botschafter von Mackensen aus dem Bahnsteig ein- gefunden.

Der Außenminister wird von einigen Journalisten, dar­unter dem Anßenpoliiiker desPopolo d'Jtaiia", Polverelli, begleitet. Die römischen Abendblätter veröffentlichen die Nach­richt von der Abreise des Außenministers in großer Auf­machung. In der gesamten italienischen Oestentlichkeit wird die Deutschlandsahrt des Grafen Ciano mit gespanntem In­teresse verfolgt, um so mehr, als sie unmittelbar nach Ab­schluß des deutsch-russischen Paktes und kurz vor Einberufung des Reichstages erfolgt. In politischen Kreisen weist man auf die Schnelligkeit hin, mit der diese Fühlungnahme der Achsen-

Srofl-euMland flaggtzum Einzug -er deutschen Iruppen in Warschau!

Berlin, 1. Oktober.

Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Bolksaufkliirung und Propaganda geben bekannt:

Aus Anlaß des bevorstehenden Einzuges der deutschen Truppen in Warschau flaggen aus Anordnung des Führers alle öffentlichen Gebäude im ganzen Reich für die Dauer von sieben Tagen. Der Tag des Einmarsches wird durch Presse und Rundfunk bekanntgegeben. Die Bevölkerung wird aufgefordert, in gleicher Weise zu flaggen.

Die Beflaggung am Erntedanktag, 1. Oktober 1939, unterbleibt.

Ver sichrer dankt seinen Soldaten

kmpfang der veranttoorttichen overbekeklskaber in der Neichskanstei Verlockung von kriegsauszeichnungen

Berlin, 1. Oktober.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing aus Anlaß des Abschlusses des polnischen Feldzuges am Sonnabendnachmittag in der Neuen Reichskanzlei die für die Operationen verantwortlichen Oberbefehlshaber, General- seldmarschall Göring als Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Großadmiral vi. l>. o. Racder als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaloberst von Brauchitsch als Ober­befehlshaber des Heeres, Generaloberst Keitel als Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, außerdem vom Heere: Generaloberst von Rundstedt, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd, Generaloberst von Bock, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, General­oberst List, Oberbefehlshaber der 14. Armee, General der Infanterie Blaskowitz, Oberbefehlshaber der 8. Armee, General der Artillerie von Kluge, Oberbefehlshaber der 4. Armee, General der Artillerie von Reichcnau, Ober­befehlshaber der 19. Armee, General der Artillerie von Küchler, Oberbefehlshaber der 3. Armee, General der Ar­tillerie Halber, Ches des Generalstabes des Heeres,

von der Lustwasse: Generaloberst Milch, General der Flieger Kesselring, Oberbefehlshaber der Lustslotte, General der Flieger Löhr, Oberbefehlshaber der Luft­flotte 4, Generalmajor Jeschonnek, Chef des General­stabes der Lustwasse,

von der Kriegsmarine: Generaladmiral ^l l-

Erfolgreicher deutscher Handelskrieg

Übergabe des Vrückenkopfes von Modlin - wieder mekrere englische slugreuge abgeschossen

dnb. Berlin. 1. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Osten haben sich nach der Kapitulation v°" Mob- lin auch die im Brückenkopf von Modlin südlich der Weichsel befindlichen 269 Offiziere und etwa 500N Mann ergeben. 68 Geschütze, 183 Maschinengewehre und zahlreiches anderes Kricgsgeriit wurde erbeutet. .....

Im Westen an verschiedenen Stellen etwas lebhaftere Artillerictätigkeit.

Im Skagerrak und Kattegatt wurden rn den letzten beiden Tagen 45 Dampfer von deutschen Zerstörern und Torpedo­booten auf Bannware untersucht und ein Teil von ihnen ausgebracht. .

Zwei Schwärme von zusammen 12 britischen Kampfflug­zeugen versuchten in das deutsche Hoheitsgebiet an der Nord- sceküste cinzufliegen. Ein Schwärm griff in der Deutschen Bucht Zerstörer ohne jeden Erfolg an. Die britischen Flug­zeuge wurden durch Flakseuer vertrieben. Bombentreffer wur­den nicht erzielt. . . .

Den anderen Schwärm stellten deutsche Jagdflieger in der Nähe der ostsricsischen Inseln Wangerooge und Langeooge. Im Lustkampf wurden von sechs britischen Flugzeugen süns abgeschossen. Die Besatzungen zweier deutscher Jagdflugzeuge, die aus See notlanden mußten, wurden unverletzt durch deutsche Kriegsschiffe gerettet."

kngliindsr und sran;osen verloren S4 slugreuge

cknb. Berlin, 1. Oktober.

Den Engländern war auch gestern das Kriegsglück wenig hold. Schon am frühen Morgen erledigten deutsche Jager

(wie wir vorstehend berichten), zwei englische Kampf­flugzeuge, die sich zu weit in die Nordsee vorgewagt hatten. Am Vormittag versuchten süns britische Kampfflugzeuge bei Saarbrücken die deutsche Grenze zu überfliegen. Sie wurden samt und sonders von einem deutschen Jagdverband ab­geschossen. Derselbe Verband brachte mittags bei Bitsch ein französisches Flugzeug zum Absturz.

Insgesamt haben.die Franzosen im Lause des ersten Kriegs­monats 37 Flugzeuge durch die deutsche Jagd- und Flak­abwehr verloren. Die Engländer verloren im Lustkamps und durch Flakbeschuß 27 Flugzeuge.

Außerdem wurde, wie schon gemeldet, der Flugzeugträger Courageous" torpediert und ein zweiter Flugzeugträger durch einen schweren Bombentreffer zerstört. Es steht fest, daß die Zahl der hierbei vernichteten Flugzeuge die angege­bene Verlustzisser um ein Vielfaches überschreitet.

»Mekrere vomber nicht zurück"

Britisches Rekstyneministerium gibt die Verluste zu boe. Amsterdam, 1. Oktober.

Der erfolglose Angriss britischer Bomber aus Helgoland und ihre Vernichtung durch deutsche Jäger mutz vom bri­tischen Jnsormationsministcrium Wohl oder übel zugegeben werden. Has Ministerium teilte nämlich mit, daß mehrere englische Flugzeuge nicht zurückgekehrt seien.

brecht, Gruppenbesehlshaber Ost, Konteradmiral Schnie­fn i n d , Ches des Stabes der Seekriegsleitnng.

Der Führer brachte den versammelten Generalen und Ad­miralen seinen Dank, auch im Namen des gesamten Volkes, für die hervorragenden Leistungen in der Truppensührnng zum Ausdruck. Gleichzeitig beauftragte er die Oberbefehlshaber, den ihnen unterstellten Truppen die Anerkennung für ihre Tapferkeit und Einsatzbereitschaft zu übermitteln, die zu einem in der Geschichte einmaligen Erfolg geführt haben.

Mit der Verleihung von Kriegsauszeichnungen durch den Führer fand die eindrucksvolle Stunde ihren Abschluß.

Schiffsverkehr cnglanö-Norwegen unmöglich

Die deutschen U-Boote Passen gut aus

Kopenhagen, 1. Oktober

Mehrere norwegische Schiffe haben den Versuch, Konterbande nach England zu liefern, am Freitag mit dem Untergang be­zahlen müssen. Der DampferTakstaad" (3ö00 Tonnen) aus Arendal mit einer Holzladung sür England wurde morgens um 8.35 Uhr torpediert. Mittags wurde das ebenfalls nor­wegische SchiffJern" (1400 Tonnen) aus Haugesund, gleich­falls mit Holz für England beladen, durch eine Sprengladung, versenkt. Die Mannschaften beider Schisse erhielten genügend Zeit, in die Boote zu gehen. Sie sind wohlbehalten geborgen worden. Das U-Boot, das dieJern" versenkte, hatte vor­her den schwedischen DampferCalodonia" durchsucht, ihn aber als unverdächtig freigelassen. Der Kapitän derJern" bekundete:Die Leute auf dem U-Boot waren recht umgäng­lich. Sie bedauerten, daß sie gezwungen seien, das Schiff wegen seiner Ladung zu versenken.' Wir bekamen Zigarren und Zigaretten." Der Kapitän betonte in seiner Erklärung weiter: Sie können ruhig schreiben, daß es ganz unmöglich wird. Reisen über die Nordsee ohne Konvoy vorzunehmen. Dort liegt ein dichter Gürtel von U-Booten und paßt aus in Zu­sammenarbeit mit Flugzeugen."

Ein drittes norwegisches Schiff, dieSoleaß" (2200 Tonnen) mit einer Papierladung von Nordschweden nach Antwerpen lies unterwegs auf eine Mine. Die Besatzung von 15 Mann wurde gerettet. Die Reederei vermutet, daß es sich um eine englische Treibmine gehandelt hat. Möglicherweise ist das Schiss aber auch direkt in eines der englischen Minenfelder hineingefahren.

Die Kurse sür norwegische Schiffe sind bereits am Don­nerstag aus Grund.der wachsenden Risiken des Seeverkehrs stark gefallen.

Ungewöhnliche Szenen"

Belgrad, 1. Oktober.

Der frühere Warschauer Vertreter derPolitika" spricht in seinem Tagebuch vom 17. September, daß die deutschen Bom­ber mit unglaublicher Meisterschaft die Bombardierung durch­geführt hätten. Unter' dem gleichen Datum berichtet er über die Verfolgung von zwei mit Fallschirm abgesprungenen deut­schen Fliegern, die gerade gegenüber der jugoslawischen Ge­sandtschaft ,m Lazijenku-Park gelandet seien. Durch den War­schauer Rundfunk sei die Bevölkerung zur Jagd aus diese Flie­ger aufgefordert worden. Männer, Frauen, Kinder. Soldaten mit angeschlagenem Gewehr, Polizisten mit Revolver seien zum Park geströmt und hätten ihn durchsucht. Es sei zuunge­wöhnlichen Szenen" gekommen, als man nach langem Suchen die beiden deutschen Flieger gefunden habe. Ueber ihr weiteres Schicksal meldet ihr Blatt nichts. Dagegen berichtetPolitika". wie überall Barrikaden errichtet wurden und Warschau in die­sen Tagen immer mehr zu einer richtigen Festung geworden sei.

mächte sofort nach der Rückkehr des Reichsaußenministers von Rtbbsntrop aus Moskau erfolgt.

was sagt das flusland!

seil. Bern, 1. Oktober.

Die Nachricht, daß der italienische Außenminister Ciano in den kommenden Stunden in Berlin eintreffen wird. wird in politischen Kreisen der Schweiz als eine neue Sensation gewertet. Man ergeht sich dort in den verschiedenartigsten Deutungen über die möglichen Rückwirkungen dieses Be­suches, erwartet aber sicher eine neue wesentliche Beein­flussung des europäischen Geschehens. Die Grundlinien sür die möglichen Auswirkungen seien wohl.gerade in der letzten Rede des Duce angedeutet worden. Die Einberufung des Reichstages unterstreicht nach Schweizer Auffassung schon im voraus schlagartig die Bedeutung, die man dem Besuch des italienischen Außenministers in Berlin beimißt.

flao Klarte

L. v. Bremen, 1. Oktober 1939

stlle lriimpfe gegen die kriegslreiber

Gewaltig war der Widerhall des jüngsten welt­geschichtlichen Ereignisses, des Vertragsabschlusses zwi­schen Berlin und Moskau. Wenn überhaupt etwas ge­eignet war, die Scheidung der Geister in der Welt der­art zu vollziehen, daß die um das Wohlergehen der Menschheit ehrlich besorgten und um einen wahren und dauerhaften Frieden auf Erden redlich bemühten Mächte auf der «inen Seite sich gruppieren, während auf der anderen die politischen Hochstapler und Vabanque- Spieler im Interesse fetter Kriegsgewinne und jüdisch- freimaurerischen Mächteeinflnsses nach Weiterführung des Krieges schreien, so ist es der Abschluß des neuen deutsch-russischen Freundschaftsvertrages. Er gibt den ihrer hohen Verantwortung voll bewußten beteiligten Staatsfllhrungen zusammen mit der ebensosehr um den Frieden Europas besorgten italienischen Staatsführung alle Trümpfe gegen die Kriegstreiber in die Hand, und diese, die ihr ebenso jämmerliches wie-verantwortungs- loses Spiel verloren sehen, haben nur noch die Wahl, offenen Auges ihre Völker dem Verderben zuzuführen oder im letzten Augenblick der Stimme der Vernunft ge­horchend, den Weg zu beschreiten, den ihnen ihre sieg­reichen Gegner großherzig immer noch offenließen. Ob die Hasardspieler davon Gebrauch machen wollen, wird schon die allernächste Zeit erweisen. Die ungeheuerliche Verblendung, die bei Beurteilung des deutsch-russischen H-renndschaftspaktes aus der englischen und aus einem großen Teil der französischen Presse sich erkennen läßt, spricht allerdings nicht für den Sieg der Vernunft in London und Paris.

deutsche Langmut

Es liegt eine immerhin für die kriegslüsternen Poli­tiker Englands und Frankreichs unverdiente deutsche Langmut darin, daß Deutschland immer noch nicht den ihm ansigezwungenen, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln Krieg zu führen begonnen hat. Und frevelhaft dünkt es uns, diese deutsche Lang­mut zu mißachten und etwa für Schwäche zu halten, was nur selbstbewußte Ueberlegenheit ist. Ein Volk, das in 18 Tagen einen strategisch schwierigen Kriegszug mit der restlosen Vernichtung seines Gegners beenden konnte und im Begriff steht, nach vier Wochen eine Truppen triumphierend in die kapitulierte feind- Hauptstadt einmarschieren zu lassen, ein solches Volk ist sich keiner Schwäche bewußt, auch wenn es seinen weiteren Gegnern ganz allein gegenüberstünde. Nun

Unser Issessviesel

(Unsers bsutigs ^.nsAgsis nmkaüt 12 Ssitsn)

Außer den aus den Flugzeugträgern vernichteten Maschinen verloren die Engländer und Franzosen bisher 64 Flug­zeuge. " "

Erfolge*^^ Handelskrieg verzeichnet außerordentliche

kör°b-Deutschland flaggt zu dem Einzug der deut­schen Truppen ,n Warschau sieben Tage lang.

Der italienische Außenminister befindet sich auf dem Wege nach Berlin.

Der Reichstag wird in der kommenden Woche zur Ent­gegennahme erner Erklärung der Neichsregierung znsam- inentreten.

Der Führer empfing die verantwortlichen Oberbefehlshaber und dankte seinen Soldaten sür den Einsatz im polnischen Feldzug.

Die Weltpresse stellt zum Abschluß des Vertragswerkes Berlin-Moskau fest, daß Deutschlands Rücken nunmehr srer und stark sei.

Der deutsch-rumänische Handel erfährt eine weitere Aus­dehnung.

Am heutigen Tag des Erntedanks wird auch jeder Klein­steigern ""Drusen, den Nutzwert seines Landstücks zu

Das Ernährungsamt warnt eindringlich vor Mißbrauch zu Unrecht bezogener Lebensmittel-Bezug-Karten!

Ein Bremer Feldgrauer sah die polnischen Greuel in Bromberg.