tzrsKe!nt7malwöchenN??h
Monatsbezug E 2,30 einsch. Zustellgebühr- Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 46,76 e^-/ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 äH/ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u.Sonntg. 51115. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr,- Schriftleitung Dienstag und Freitag 12Ve—13Vr Uhr.
parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Lreien liansestadt Vremen
SlnsibigSN - Gründprekser
Die 1 nun hohe und 22 vam breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 nun hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte
Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 Nachlaßstaffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: InBremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Shke, Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
flmkliches verkundungsblatt des NeichsstattlMers in Oldenburg und Bremer
Nr. 2öZ / S. Zalirgayg
Sonntag, 24. September 1SZ8
Linzelpreis 15 Npf.
r
'Mp
blökte vemichtunasschlacht der Keschichte
der webrmachlsbericht über Vorgeschichte, pnlage. Verlaus und pbschluß des ?elb;uges in polen
Unser Soldat aufs höchste bewichrt
Vie Zabl der polnischen Sesangenen nähert sich der halben Million
Losung für das italienische Volk
.vie Politik Italiens entspricht seinen nationalen Interessen, politischen Vereinbarungen und Pakten'
dnb. Berlin. 24. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Der Feldzug in Polen ist beendet. In einer zusammenhängenden Reihe von Vernichtungsschlachten, deren größte und entscheidendste die im Weichselbogen war. wurde das polnische Millioncnheer geschlagen, gefangen oder versprengt. Keine einzige der Polnischen aktiven oder Reserdedivisiönen. keine ihrer selbständigen Brigaden usw. ist diesem Schicksal entgangen. Nur Bruchteile einzelner Verbände konnten sich durch die Flucht in die Sumpf,gebiete Ostpolens de» sofortigen Vernichtung entziehen. Sie erliegen dort den fowjetrussischen Truppen.
Von der gesamten polnischen Wehrmacht kämpft zur Zeit nur mehr ein geringsiigiger Nest aus hoffnungslosem Posten in Warschau, in Modlin und aus der Halbinsel Hela. Daß er das noch kann, verdankt er ausschließlich der gewallten Schonung unserer Truppen und unserer Rücksichtnahme aus die polnische Zivilbevölkerung.
Anlage und Ablaus der Operationen
Als sich seit dem Frühjahr 1939 die Anzeichen verstärkten, daß Polen, bauend auf die ihm zugesicherte fremde Hilfe, in der Verfolgung seiner weitgespannten nationalen Interessen auch einen Wasscngang mit dem Deutschen Reich nicht scheuen würde, wurden in sorgfältigen Prüfungen die wahrscheinlichen Operationsabsichten Polens zu klären versucht. Die aus der polnische« Literatur und aus der Tagesjournalistik gewonnenen Eindrücke gaben in Verbindung mit den unterdes bekanntgewordenen militärischen Maßnahmen der polnischen Heeresleitung ein ungefähres Bild der Absichten der polnischen Führung. In einer Reihe von Besprechungen des Führers ... , mit den Oberbefehlshabern, des Heeres, der Marine und der / Luftwasse, ihren Generalstäbschefs und den Chefs des Ober- -W kommandos der Wehrmacht wurden die sich daraus sür die deutsche Wehrmacht ergebenden operativen Gedanken erörtert und geklqxt.
Oroüullmii ich KnvdeD
^koner nlabsi-st von Look
WMM
MKMH
1. Polnische Absichten
Schon die Versolgung der allgemeinen und wehrwissenschast- lichen Literatur Polens vermittelte ein Bild der Vorstellungen, das sich der polnische private und staatliche Chauvinismus über die künftige Entwicklung -es polnischen Staates gemacht hatte. Publizistische Forderungen der Tagespreise sowie rednerische Ergüsse Polnischer Militärs verstärkten diese Eindrücke. Der im Zuge der polnischen Mobilmachung in Erscheinung tretende Ausmarsch der polnischen Streitkräste dürste als letzte Bestätigung dieser Ansichten gelten.
Die polnische Heeresleitung lebte in llnterfchätzung der deutschen Wehrkraft in dem Glauben, daß es ihr mit Rücksicht auf die Bindung starker deutscher Kräfte im Westen des Reiches gelingen würde, den Krieg im Osten zumindest > in einem gewissen Ausmaß offensiv führen zu können. Der beherrschende Gedanke war, den Freistaat Danzig sofort zu besetzen, Ostpreußen von drei Seiten anzugreifen und als vom übrigen Reich abgeschnürte Insel einzunehmen.
Zu diesem Zweck fand folgende Kräftegruppierung statt: Eine polnische Armee im Raum nördlich von Warschau, ebenso befähigt, einen etwa drohenden deutschen Vormarsch aus Ostpreußen gegen Warschau zu hemmen, wie stark genug, den eigenen Angriff durchzuführen. Diese polnische Gruppe sollte rechts flankiert werden durch eine beachtliche Krästeansamm- lung, die aus östlicher Richtung Ostpreußen bedrohen konnte, am linken Flügel durch eine sehr starke Armee im Korridor. Die Aufgabe der Korridorarmee war, den Freistaat Danzig zu besetzen, um dann auch von dieser Seite offensiv gegen Ostpreußen vorgehen zu können.
Um dieser Operation die notivendig« Rückendeckung zu geben, wurde im Raume von Posen die weitaus stärkste pol-, nische Armee ausgestellt. Sie sollte im Falle eines deutschen Angrisses gegen den Korridor mit ihren überlegenen Kräften die Flanke dieses Angrisses bedrohen. Sie konnte aber ebenso der südwärts von ihr aufmarschierenden schwächeren polnischen Armee jederzeit zu Hilfe eilen. (Forts, auf Seite 21
Osueiulobeist von Liuueliitsell
Osnvi-nlolisi-st Kvitel
AMW
W'M
Rom. 24. September
- Anläßlich des Empfanges der führenden politischen Leiter von Bologna im Palazzo Venezia hat Mussolini seit Monaten zum ersten Male wieder in einer Rode zur Lage Stellung genommen.
„Wir treffen uns hier", so erklärte der Duce im wesentlichen. „in einer stürmischen Zeit. die nicht nur die europäische Karte, sondern vielleicht die der Kontinente aufs Spiel setzt. Es ist nichts natürlicher, als daß diese gewaltigen Ereignisse und ihre Rückwirkungen in Italien auch bei uns eine starke innere Anteilnahme ausgelöst haben." Von den von srei- maurerischcr und jüdischer Seite verbreiteten verlogenen Gerüchten ausgehend, führte der Duce aus. das italienische Volk wisse, daß man den Steuermann, besonders auf stürmischer Fahrt, nicht stören noch jeden Augenblick von ihm Nachrichten über den Kurs verlangen dürfe.
„Wenn ich einmal wieder aus dem Balkon erscheine", rief Mussolini, „und das ganze italienische Volk zusammenrufen werde, um meine Stimme zu hören, wird ' das nicht geschehen, um ihn: ein Bild der Lage zu entwerfen, sondern um ihm wie seinerzeit am 2. Oktober 1935 oder am 9. Mai 1936 Entsck-eidnngeu, und zwar Entscheidungen von geschichtlicher Tragweite, anzukündigen.
Vorläufig ist dies nicht der Fall. Unsere Politik ist in der Erklärung vom 1. September festgelegt worden, und es besteht kein Grund, sie abzuändern. Sie entspricht unseren nationalen Interessen, unseren politischen Vereinbarungen und Pakten und dem Wunsch aller Völker einschließlich des deutschen Volkes, den Konflikt zumindest zu lokalisieren. Ilebrigens befindet sich Huropa nach der Liguidierung Polens nock nicht tatsächlich im Kriege. D>« Massen der Hecke sind noch nicht aufeinandergeprallt. Man kann den Zusammenstoß vermeiden, wenn man sich darüber Reckp'nschast gibt, daß es eine sinnlose Illusion ist, Positionen aufrechterhalten oder
— noch schlimmer — wieder aufrichten zu wollen, die die Geschichte und der Dhnamismus der Völker verurteilt haben.
Oe,iei-uI ,1er Fuftillorie Holder-
Lresss-Lokkmann (K)
Oeiiei-aloder-st von kiindstedr
Die Regierungen von Paris und London haben gewiß trotz der klugen Ileberlegung, den Konflikt nicht ausdehnen zu wollen, bisher gegenüber der russischen „vollendeten Tatsache" nicht reagiert. Daraus ergibt sich aber, daß sie die moralische Rechtfertigung sür die Rückgängigmachung der vollendeten deutschen Tatsache in Frage gestellt haben. In einer Lage, die wie die derzeitige voller Unbekanntem ist, hat sich bei den Massen des echten italienischen Volkes spontan die Losung verbreitet: sich militärisch vorbereiten, um jeder Möglichkeit entgegentreten zu können, jeden möglichen Friedensversuch zu unterstützen und wachsam und schweigsam zu arbeiten. Das muß so sein und ist der Stil des, Faschismus
Der Duce hat, wie die amtliche Meldung über seine Rede im Palazzo Venezia hinzufügt, mit Rarer und fester Stimme gesprochen und seine Worte bei den wichtigsten Punkten und Stellen mit besonderem Nachdruck hervorgehoben. Nach seiner Rede, die oft durch stürmischen Beifall unterbrochen wurde, Haben die faschistischen Leiter eine begeisterte Treueknndgebung für den Duce veranstaltet.
t/ak
T. v. v. Bremen, 24. September
Vkne verspiel in Ver vestkichte
Groß und gewaltig ist das Bild der zusammenhängenden Schi acht enfolffe in Polen, das der zusammenfassende Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den Feldzug, der das Schicksal des polnischen Heeres bereits in der ersten Woche des Krieges entschied, gegeben hat. Der polnische Feldzug ist beendet, und die Welt erkennt erst aus diesem Bericht, mit welcher Präzision, aber auch mit welchem Einsatz von unsterblichem Heldentum und unerhörter Todesverachtung die deutsche Wehrmacht ihre Aufgabe in Polen erfüllt hat und wie ohne Beispiel in der ganzen Geschichte sowohl die riesige Schlacht selber als ihr glänzendes Ergebnis dasteht. Eannae: Das ist ein Begriff. Ein Heer von 86000 kampfgewohnten Römern wurde in dieser Schlacht durch Hannibal vernichtet. Ceüan: ist ein uns noch viel geläufigerer Begriff. Denn. eine starke französische Armee fand hier, strategisch auf die belgische Grenze zurückgeworfen, ihr Ende. Tannenberg ist in uns allen noch besonders lebendig, weil hier Rennenkampfs vorwärtsstürmende Armee von 100 000 Mann vernichtet wurde. Es sind große und gewaltige Kriegstaten, die an diesen Schlachtorten geschahen: aber sie stehen zurück hinter der einen Schlacht in Polen, die die Vernichtung der gesamten polnischen Armee bis auf kleine Ueberreste zum Ergebnis hatte. Fast eine halbe Million Gefangene und 1200 erbeutete Geschütze mit einem unübersehbaren Kriegsmaterial bleiben als Zeugen des deutschen Triumphes, und unvergänglicher Ruhm bedeckt die deutschen Truppen aller Stämme, die Formationen junger Aktiver und solcher älterer Jahrgänge in gleicher Weise. Für unseren Feind Unvorstellbares ist durch deutsche Kraft und militärischen Geist verwirklicht worden, und der Bericht über den polnischen Feldzug, der ebenso prägnant wie der Feldzug selbst ist. dieser Bericht wird eines der meistgelesensten Dokumente unserer Tage bleiben. Der Feldzug selber aber wird als ein in der Geschichte bisher noch nie dagewesenes strategisches und taktisches Phänomen eingehen, als eine Kriegstat, aus der noch in Jahrhunderten die Militärs aller Länder ihre Lehren ziehen. Daß es die politischen St-va t e g e n v o n h e u t e in London und Paris nicht tun wollen, ist um so verwunderlicher, geschieht indes zu ihrem eigenen Schaden.
verslocktkett oknegleichen
Mit einer Verstocktheit, die aus den gleichen Wurzeln stammt, wie die allen politisch veWMMg denkenden
Il»»IMIIIIMM»MU»IIIM»UIII»III»MIM»»III»III»II»»IIIl»»IIIII»II»»»II»II
Unser Vsgesspiegel
(Ankers ksutigs FusZads umkallt 12 Ssitsv)
Der Wehrmachtsbericht über den Feldzug in Polen legt Vorgeschichte. Anlage und Verlaus der größten Vcrnich- tungsschlacht der Kriegsgeschichte dar.
Modlin und Warschau wurden getrennt abgeriegelt.
Daladier und Chamberlain trafen sich zu einer Be- iprechung in England.
Ueber die britischen Seeräubermcthoden liegen neue Meldungen vor.
Mussolini gab den Italienern die Losung.
Das Blatt des Vatikans wird wegen feiner Hetzberichte aus Polen vom italienischen Staatsministcr Farinacci zurechtgewiesen.
Der deutsche Getreidcbedars ist völlig gedeckt: auch di Hackfruchternte wird sehr gut ausfallen.
Die Kurzarbeiterunterstützung ist neu geregelt worden. Eine Tabelleniibersicht erläutert die Bezugsmengen un d,c Handhabung des ab morgen gültigen Lebensmittel kartenshftems.
Morgen tritt für den Bezug von Seife und übermorgen für den Vezug von Hausbrandkohle eine neue Verordnung
Das Küstengebiet von Smyrna Erdbeben heimgesucht.
wurde durch ein schweres