Ausgabe 
(23.9.1939) Nr. 262
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

srs ckei»1 7-ma-l wöchentlich

Monatsbezug E 2,30 einsch. Zu­stellgebühr; Postbezugspreis monatl. 8,30 ME (einschl. 46,76 ^ Post­zeitungsgebühr) zuzügi. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Wesev- Ems GmbH., Bremen, Eeeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u.Sonnig. 5 1115. Sprech z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr- Schriftleiiung Diens­tag und Freitag 12V-IMe Uhr.

vomerZeiliW

parteiamtliche Tageszeimng

vas flmrsblatt des Negierenden Nurgermeisters der 5reien Hansestadt vremen

Anzeigen - Grundpreise)

Die 1 nun hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 öH/. Die 78 nun breite und 1 nun hohe Zeile

im Tertteil 75 Ermäßigte

Grundpreise (für kleine, Famiuen- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­

stellen: InBremen: Am Geeren Nr.-6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21. In Syke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Meinem

flmtliches verkündungsbkatt des Neichsstaltiialters in Vldenburg und vren«'

Nr. 2S2 / 9. Zalirgang

Sonnabend, 2Z. September 19Z8

kinzelpreis 1S Nps.

/

knalands hmwerbloümde aussichtslos!

Deutschland plant auf lange Sicht

Mt der neuen vezugsregelung für Lebensmittel sind alle vorsorglichen Maßnahmen getroffen «Lieber bescheidene, aber dafür gesicherte Nationen"

Viplomaten verließen Warschau Unter deutschem Schuh nach Königsberg geleitet Sefangenen- und Veutezahlen wachsen ständig

Ausbruchsversuche zurückgewiesen

(Die ElnMheiren d.er neuen Bezul^siichern-reglÄ'UN'g veröffent­lichen wir im bvMchen Teil.)

die demarkationslinie festgelegt

pisia, Narew, Weichsel und Sän »rennen das deutsche sieer und die Note strmee

Sesteigerte Lieferbereitschaft Numüniens

Warenaustausch wird noch enger gestaltet cigurtu über den deutsch-rumänischen Wirtschaftsverkehr

Berlin, 23. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Bewegungen der deutschen und russischen Truppen aus die vereinbarte Demarkationslinie vollziehen sich planmäßig und im besten Einvernehmen. Bei Lemberg wurden die dort kämpsendcn deutschen Truppen durch russische Verbände abgelöst.

Die als Ergebnis der Schlacht bei Tomaszow bereits gemeldeten Gefangenen- und Bcutezahlen wachsen noch stän­dig.

Mehrere polnische Ausbruchsversuche aus Praga wurden abgewiesen. Auf der Strecke Warschau Siedlce wurde bei Kaluszhn nach kurzem Gefecht ein feindlicher Panzerzug ge­nommen.

187 Angehörige des Diplomatischen Korps und 12VÜ sonstige Ausländer konnten am Donnerstag Warschau auf dem von den deutschen Kommandobehörden bestimmten Wege verlassen. Sie wurden von deutschen Offizieren empfangen und in be-

schaftlich in der Form der Ablösung. Dieses Verfahren ist zuerst vor Lemberg angewandt worden. Man macht von ihm nunmehr auch bei anderen wichtigen Städten und allen An­lagen von verkehrstechnischer und wirtschaftlicher Bedeutung Gebrauch, so daß jede Form von polnischer Sabotage und Banditentum unmöglich gemacht wird. Dieses' Hand-in-Handt Arbeiten der beiden großen Armeen wird dem durch den Wahnwitz der ehemaligen polnischen Regierung ruinierten Land schnell die Ruhe bringen, deren die dort lebende Be­völkerung so dringend bedarf.

Es sind freilich seit Beginn der durch die Polen vom Zaun gebrochenen Kampfhandlungen erst drei Wochen ver­gangen. Aber die Intensität der Kämpfe, die über das Land hinweggezogen sind, war sehr groß. Der populäre Ver­gleich, daß nach Beginn des Weltkrieges in Polen ein volles Jahr Krieg geführt wurde (Warschau wurde am 5. August 1915 von den deutschen Heeren eingenommen!), ist schief. Denn das deutsche Ostheer hat den Herbstseldzug von 1939 mit einer ganz anderen Intensität zu führen vermocht als vor 25 Jahren. Die technische Ausrüstung der Truppe, die damals von einer schwachen und gedankenlosen Staatssiih- rung vernachlässigt worden war. ist heute aus das höchste vollendet. Der sichere Schutz, den der Westwall gewährleistet, machte jetzt im Osten einen anderen Einsatz möglich als 1914.

Aber auch abgesehen von Panzertruppen und Luftwaffe, hat schon allein das Infanterie-Regiment im Jahre 1939 eine technische Ausstattung, die ihm gestattet, in den mili­tärischen Ablauf der Ereignisse anders einzugreifen als 1914. Die Großzügigkeit, mit der der nationalsozialistische Staat die Wehrmacht unter Berücksichtigung aller technischen Er­fordernisse und bei immer erneuter Nachprüfung der größten Zweckmäßigkeit ausstattete, hat sich bei den Schlachten in Polen aufs höchste bewährt, Sie hat geholfen, den Feind mit Blitzesschnelle niederzuwerfen und dabei im Einsatz der eige­nen Truppen kostbares Blut zu sparen.

i-ä. Berlin, 23. September England hat den Blockadckricg gegen Deutschland begonnen. Es will uns genau wie 1914 aushungern. Es will den Hungerkrieg gegen wehrlose Frauen und Kinder führen, um aus diese Weise dieinnere Front" mürbe zu machen. Der deutsche Arbeiter soll seelisch und moralisch zerrüttet werden. Doch diesmal verrechnet sich England gründlich.

Wie wird sich der von England tu Szene gesetzte Hunger- krieg auf Deutschland auswirken? Wir können bei dieser Fragestellung von den Feststellungen ausgehen, die kürzlich Generalfetdmarschall Hermann Göring in seiner großen An­sprache an die Arbeiter getroffen hat. Hermann Göring hat mit Recht in überzeugenden Worten auf die großen Lücken hingewiesen, die der von England beabsichtigten, Blockade anhosten.

Während seinerzeit die Blockade eine totale war, wober noch hinzu kam, daß wir im Inneren nicht dagegen vor­bereitet waren, sieht die Situation heute doch so aus, daß wir erstens vorbereitet sind und zweitens der Blockade- ring ein ganz anderes Aussehen hat.

Wir erinnern uns jener Stelle der Rede des Generalseld- morschalls:Die Blockade ist verdammt dünn. Im Norden können sie uns nicht blockieren, im Osten können sie uns nicht nur nicht blockieren, sondern da haben wir gerade günstige wirtschaftliche Abschlüsse getrosten, die uns außerordentlich helfen werden. Denn wenn sie schon der Meinung sind, daß wir keine Rohstoffe haben , daß Rußland keine hat, kön­nen sie mit dem besten Willen nicht behaupten. Aber nicht nur Rußland wird uns mit diesen Rohstoffen beliefern kön­nen. Wir verfügen nun auch über den polnischen Wirtschafts­raum und leben schließlich mit dem Südostraum gleichfalls in Frieden." Diese Feststellungen des Generalfeldmnrschalls kenn­zeichnen mit nüchternen Worten die Lage, wie sieftseute ge­geben ist und die nicht vergleichbar ist mit der von damals. Die gegenwärtige Situation ist somit grundlegend verschie­den von der damaligen. England wird sich gründlich verkalku­lieren, und man kann ohne weiteres sagen, daß die berüch­tigte englische Kricgshetzcrcliqne aufs falsche Pferd gesetzt hat. Zudem wird der Versuch der englischen Kricgshctzcr und Plu- tokratcn, die deutschen Frauen und Kinder auszuhungern, an der Tatkraft des Führers des nationalsozialistischen Deutsch­lands sowie an der Entschlossenheit des eine einzige Schick- salsgemeinschast bildenden deutschen Volkes zerbrechen. Jetzt zeigt sich erst so recht, was es bedeutet, daß eine vorsorgliche Staatssührung in den Jahren nach der Machtübernahme, in erster Linie in den letzten zwei Jahren, große Vorräte ange­legt hat. Nehmen wir nur die Getreidereserve, die uns in die Lage versetzt, auch bei geringeren Ernten Mindcrerträgc aus Jahr hinaus auszugleichen. Die vorjährige Rekordernte ist noch in aller Erinnerung, und die diesjährige steht der vor­jährigen nicht viel nach. Aus Grund der vorhandenen Vor­räte ist uns daher die wesentlichste Sorge für die Zukunft ge­nommen.

Für den nationalsozialistischen Staat kommt es in erster Linie darauf an, für eine gerechte Verteilung des Vor­handenen zu sorgen. Die Einführung der Brot- und Mehl­karten mit der Inkraftsetzung des endgültigen Ernährungs­rechts nach der kurzen Uebergangszeit ist eine absolut ge­rechtfertigte Maßnahme. Denn nichts wäre verkehrter als Fehler, die während des Weltkrieges begangen worden sind und die vor allem in Richtung der zu späten Durchführung einer geregelten Verteilung lagen, zu wiederholen. Solche Fehler werden dieses Mal vermieden und es wird schon vom ersten Tage an auf dem Ueberflußgebiet Ordnung geschaffen. Die Einführung der Brotkarten ist also ausschließlich eine Folge der Planung aus lange Sicht. Die großen nationalen Brotgetreidereserven sollen erhalten bleiben, damit sie uns das tägliche Brot sichern, wenn wir einmal geringere Ernten erleben sollten. Im übrigen entsprechen die für Brot und Mehl vorgesehenen Rationen dem sriedcnsmäßigen Durch­schnittsverbrauch. Die Grundlage des deutschen Brotes bleibt das Roggenbrot. Hierbei sei eingeschaltet, daß in ganz Europa aus Lebensmittelkarten übergegangen wird. Der Vor­teil liegt jedoch unverkennbar auf unserer Seite, da kein Land über einen Apparat verfügt, wie wir ihn im Reichs­nährstand mit seiner Verteilungsorganisation haben.

Wir sind gewappnet. Wohlgcmerkt gewappnet nicht nur für einige Monate, sondern wenn es sein muß, aus Jahre hwauL, Der, von England uns gegenüber eröffnete Wirt­schaftskrieg kann uns nicht auf die Knie zwingen. Das Wort des Führers, daß wir nicht kapitulieren, hat volle Bedeutung.

Uns geht es so wie' einem guten Kaufmann, der vor­sichtig kalkulieren muß, um für den Fall aller Fälle gerüstet

dazustehen. Liegt es doch nicht in unserer Hand, die Unver­nunft der Gegner zu zügeln. Wir wollen nichts vom franzö­sischen Volk. Wir verstehen auch nicht, aus welchem Grunde jetzt Frankreich und England noch gegen uns Krieg führen wollen.

Der Führer hat seine Friedensbereitschast so unendlich oft unter Beweis gestellt. Er hat erst jetzt wieder in Tanzig ein­dringlich an die Vernunft der anderen appelliert. Sie sollen aber wissen, daß, wenn man uns zu einem anderen Verhal­ten zwingt, sie uns auf allen Gebieten bestens vorbereitet und gerüstet im wahrsten Sinne des Wortes finden. Daß wir es, militärisch gesehen, sind, daran dürften sie Wohl nach Aus­gang der Ereignisse in Polen nicht mehr zweifeln. Daß wir aber auch, wirtschaftlich betrachtet, vor allem ernährungs- mäßig allen Eventualitäten getrost ins Auge schauen können, das mögen die Gegner von heute an ebenfalls zur Kenntnis nehmen.

VN8. Berlin, 23. September.

Die deutsche Regierung und die Regierung der UdSSR. haben die Demarkationslinie zwischen dem deutschen Heer und der Roten Armee festgelegt. Die Demarkationslinie verläuft entlang den Flüssen Pisia (ein in Ostpreußen ent­springender Nebenfluß des Narew), Narew, Weichsel und Sän.

Zum Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht schreibt der Deutsche Dienst:

Die Demarkationslinie, die zwischen der deutschen Regie­rung und der Regierung der Sowjetunion festgelegt wurde, ist klar und einfach gezogen. Bei einer im allgemeinen nord- südlichcn Richtung, wie sie aus den Siedlungstäumen beider Völker sich ergibt, halt sie sich von den Karpatcn bis an die ostpreußische Grenze an den Lauf großer Flüsse, den Sän, die Weichsel, den Narew und die Pisia. Indem man an so ein­deutige geographische Begriffsbestimmungen anknüpfte, wur­den alle weiteren Verhandlungen überflüssig. Es brauchen keine Kommissionen den weiten Raum zu bereisen, um nun festzustellen, an welchem Platz im Gelände die Linie, der Mar­kierung auf der Generalstabskarte entsprechend, gezogen wer­den muß. Von der San-Ouclle am Uzsoker Karpatcnpaß bis zur ostpreußischcn Grenzecke südlich Johannisburg ist durch Flutzliiuse eine klare Abgrenzung zwischen der deutschen und der Roten Armee festgelegt.

Die Uöbersinkunft über diese Demarkationslinie ist nicht etwa neuesten Datums. Sie bestand vielmehr, seit die Re­gierung der UdSSR. den Einmavschbefehl gab. In der Moskauer Besprechung zwischen deutschen und sowjetrussischen Offizieren waren jetzt nur noch die Einzelheiten der Ablösung und der Uebergabe von Gefechtsabschnitten zu regeln. Sie wurden innerhalb kürzester Frist einer Frist, die nicht nach Tagen, sondern nach Stunden zählt besprochen und vereinbart. Die Uebergabe der bisher von deutschen Truppen besetzten Gesechtsabschnitte vollzieht sich inzwischen kamerad-

Berlin, 23. September.

Der ehemalige rumänische Wirtschastsminister und Groß- industrielle Ion Ligurtu, der als Vizepräsident des rumäni­schen Abgeordnetenhauses eine führende Rolle in der rumä­nischen Politik spielte, benutzte einen längeren Aufenthalt in Deutschland, um mit führenden deutschen Persönlichkeiten in Fühlung zu treten. Minister a. D. Cigurtu empfing vor sei­ner Abreise den Berliner Berichterstatter desSüdost-Echo" zu einer längeren Aussprache.

"Aus die Frage, ob die doutsch-rumä-wtschen Wirtschafts­beziehungen durch den Krieg vielleicht beeinträchtigt werden könnten, sagte Exzellenz Gigurtu:

Ich glaube, daß der deutsch-rnmänstche Warenaustausch keineswegs gestört, sondern im Gegenteil noch enger ge­

staltet worden wird. Was die Lieferungen Rumäniens nach Deutschland betrifft, fo kann ich sagen, daß wir viel liefern können und wollen. Das einzige, was ich selbst nicht so gut beurteilen kann, ist, ob Deutschland imstande sein wird, die fast unbegrenzten Liefevnngsinöglichkciteii Rumäniens durch entfprcchende Exporte zu kompensieren. Doch könnte ich mir vorstellen, daß Deutschland heute viel mehr als je für die Lieferung nach Rnmänien frei hat, da alle jene Waren, be­sonders Maschinen und Investitionsgüter, die bisher nach einigen anderen Ländern gegangen sind zur Ausfuhr nach den nal^n neutralen Staaten, also lÄMWers fm. Ru meinten, heute einem der größten Handelspartner Deutschlands, frei­stünden, Ein gesteigerter deutsch-rumänischer Warenaustausch wird der Hebung des rumänischen Wirtschaitsniveaüs sehr zugute kommen.

Der deutsch-rumänische Wirtschaftsvertrag vom März dieses Jahres, der von einsichtigen Wirtschaftskreisen Rumäniens immer schon lebhaft begrüßt wurde, ist die beste Voraus­setzung für - diese Entwicklung. Rumänien - wird in wirt­schaftlicher Hinsicht durch diese enge Zusammenarbeit in kurzer Zeit schon ein ganz neues Gesicht bekommen. Ich kann mir vorstellen, daß auch vielfach deutsche Experten,,und Wivt- schastsführer regen Anteil an den Weiterausbau unserer Wirt­schaft nehmen, und daß diese Zusammenarbeit unter entspre­chender Berücksichtigung der nationalen Gefühle der Rumänen stets klaglos vor sich gehen werde.

Zur rumänischen Auflassung über wirtschaftliche Neutralität sagte der Minister a. D. Cigurtu:

Neutralität bedeutet für uns mindestens dasselbe gute Ver­hältnis, das vor dem Kriege zwischen unseren beiden Ländern geherrscht hat. Es ist selbstverständlich, daß wir uns in unserem sriedenSmäßigen Handeln mit dem Deutschen Reich von niemandem beeinträchtigen lassen. Im Ziel der Kräfte Mrttel- und Osteuropas erachten wir die Großmacht Deutsch­land, die immer wirtschaftliche Interessen im Südosten haben wird, als geeignet, das Gleichgewicht zu stabilisieren und zu erhalten.

Zum Schluß der Unterredung sagte Exzellenz Cigurtu zur allgemeinen europäischen Lage und zum deutsch-rumänischen Verhältnis:

Rumänien hat Interesse an einem Großdeutschland, wie auch Deutschland ein Interesse daran haben muß, daß die Donaumündungen in den Händen eines neutralen Landes sind.

Ich habe scststcllcn können, daß es alle Persönlichkeiten Deutschlands nicht fassen können, warum Frankreich diesen Krieg führt, da Deutschland gar keine Ansprüche gegen Frankreich hat. Für uns als Kleinstaat ist es selbstverständ­lich am günstigsten, wenn dieser Krieg sobald wie möglich ein Ende findet. Die Tschecho-Slowakei und Polen sind nach unterer Ansicht nur deshalb in eine mißliche Lage gekommen, weil sie es nicht lassen konnten, am gefohrvollen Ränkespiel der internationalen Großmaebtvnliti» "

reitgestellten Zügen noch in der Nacht nach Königsberg be­fördert. Sämtliche Ausländer sind wohlbehalten und un­verletzt.

Im Westen nur vereinzelte Stoßtruppunternehmunge«. Ein französisches Jagdslugzeug wurde im Lustkamps abge­schossen."

Am Freitagvormittag sind in Königsberg etwa 170 Ver­treter der ausländischen Missionen in Warschau und etwa 1299 sonstige Ausländer, die einer Aufforderung des Ober­kommandos des deutschen Heeres folgend, Warschau am Don­nerstagabend verlassen hatten, in Begleitung von Vertretern der Deutschen Wehrmacht, des Ausländischen Amtes und der NS.-Volkswohlsahrt in Königsberg eingetroffen. Von hier aus übernimmt das Auswärtige Ämt die Weiterbeförderung der Diplomaten und Ausländer in ihre Heimatstaaten.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Einzigartige Bewährung im Feldzug in Pole«

Nicht einmal zwanzig Tage hat der Feldzug in Polen gedauert, der jetzt mit der größten Vernichtungsschlacht der Geschichte zu Ende ging. Das deutsche Ostheer hat in den 18 Tagen bis zum völligen Zusammenbruch der polnischen Front eine Leistung vollbracht, die sich den großen Taten des deutschen Soldatentums aller Zeiten würdig anreiht. Blicken wir zurück auf diese ersten Wochen des Krieges, so sehen wir in ihnen die einzig­artige Bewährung des neuen deutschen Volksheeres, sei­nes soldatischen Geistes, seiner modernen Kriegstechnik und der überlegenen Strategie der deutschen Heerführer.

Immer noch ist die schnelle Verfolgung des geschlagenen Gegners bis zu seiner endlichen völligen Vernichtung soldatisches Hochziel der deutschen Wehrmacht gewesen, ein Ziel, das sich während des Weltkrieges in der Schlacht bei Tannenberg gegenüber einer gegnerischen Armee erreichen ließ, das im polnischen Feldzug aber von der jungen nationalsozialistischen Wehrmacht gegen­über den gesamten polnischen Streitkrästen erreicht wer-

veileik der Neichsregierung zum Lade talinesrus

änb. Berlin, 23. September.

Anläßlich der Ermordung des rumänischen Ministerpräsi­denten Ealinescu ist der deutsche Gesandte in Bukarest beauf­tragt worden, der königlich rumänischen Regierung die An­teilnahme der Deutschen Neichsrcgierung zu übermitteln. Im Namen des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop hat der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker in Begleitung des Chefs des Protokolls, Gesandten von Docrn- berg dem königlich rumänischen Gesandten in Berlin, Crutzcseu, sem Beileid persönlich zum Ausdruck gebracht.

170 000 Gefangene als Erfolg einer einzigen Schlacht ist eine Leistung, die einmalig in der Kriegs­geschichte aller Zeiten und Völker ist, ebenso einmalig nne das völlige Niederkämpfen und die Vernichtung eines gegnerischen Heeres in der Zeit von 18 Tagen.

Gewiß, ohne Flugzeug und Motor wäre diese über­ragende Leistung in so kurzer Zeit kaum möglich ge­wesen, ohne die Grundlage der tadellosen Ausbildung des deutschen Soldaten hätte man von ihm nicht die Leistungen verlangen und erwarten können, die in diesem Feldzug gefordert wurden. Ohne den Opferqeist, die Ausdauer und den Mut des deutschen Infanteristen wäre es nicht möglich gewesen, dem polnischen Gegner stets auf den Fersen zu bleiben und ihn immer wieder dann entscheidend und schnell zu treffen, wenn er den Versuch machte, sich irgendwo festzusetzen, um Widerstand zu leisten. '

Aber wichtiger noch als moderne Kriegstechnik und die überlegene Führung scheinen uns in diesem Kampf die seelischen und geistigen Kräfte gewesen zu sein. die in den Taten und Erfolgen des neuen deutschen Soldatentums wirksam wurden. Nicht zuletzt hat die unmittelbare Anwesenheit des Führers in der vorder­sten Linie diese Kräfte gestärkt und unterstützt, geweckt aber wurden sie bereits in der Zeit, da jeder einzelne dieser kampfenden Männer noch im zivilen Rock den

»IMIIIIIIIIMIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIMMIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIMIIIIIIIMIIIIII»»»

Unser 7sg«ssv>eset

(Unsers keutiZs ^usZaks uwkaüt seefts Zeiten)

Die zwischen Deutschland und Rußland vereinbarte Demar­kationslinie läuft längs des Narew und der Weichsel. Polnische Ausbruchsversuche in Warschau mißglückten.

Die ausländischen Diplomaten haben Warschau verlassen und be,luden sich in deutscher Obhut.

Der Führer besuchte seine Nordtruppen.

Pinsk wurde von Sowjettruppen besetzt.

Der türkische Außenminister ist nach Moskau abgereist.

Trotz des Krieges wurden zwei neue Reichsautobahntcil- strecken eroftnet.

Die Reichsregierung hat zum Tode Calinescus ihr Bei­leid ausgesprochen.

Ter deutsch-rumänische Warenaustausch wird noch enaer als bisher gestaltet.

Französische Flugzeuge verletzten die Neutralität der Schweiz.

Die neue deutsche Bezugsregelung für Lebensmittel ver­urteilt Englands Aushungerungsplan zur völligen Aus­sichtslosigkeit.

D» bremische Staatshaushalt 1939 erschien im Bremischen

* -

äüäiselies ^linten>V6Ü) Von äsn deutschen Iruppen ^vuräe in äer^älis von Lreüf-Iüto^vslc diese >Varschauer 6-lietto-düdin Lajis. OeldluuZ aufZeZrifken. 81s versuchte, in der Uniform eines polnischen Soldaten 2 U üüchten unä ^vnräe als ^nknürerin einer der Araus.i insten Norddandev wiedererkannt. I'rotr: kürer echt jühKkhtzn Frechheit gelang es ilir nicht, äie ^aten chxuleuZnen. ?X-Loesi§ (krssse-Hokkmann)

!«

li

'l