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parteiamtliche Tageszeimng
Das Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen
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der NatwnalsoMisten Bremen-
flmtliches verkündungsbkatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremri
Nr. 280 / S. Jahrgang
Donnerstag, 21. September 18Z9
kinzelpreis 13 Npf.
olmsche fteer ist vernichtet!
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Vperattonen im listen abgeschlossen
Historischer tagesbesestl des VberbefeHlsHabers des Heeres
Ves sichrere klares Weltecho
Sie kinsicht in die UnHaltbarkeit der in Versailles geschaffenen VerHSltnisse wächst
cknb. Berlin. 21. September.
Der Oberbefehlshaber des Heeres erließ folgenden Tagesbefehl an das deutsche Heer:
Soldatenl Die große Schlacht im Weichselbogen ist beendet. Das polnische Heer ist vernichtet. Die Operationen gegen Polen sind damit abgeschlossen. In noch nicht drei Wochen ist die militärische Entscheidung an der Ostfront erzwungen worden.
Soldaten der Ostfront! In unerhörtem Siegeslaus halt ihr das polnische Heer zerschlagen. Weder Panzer und Betonbauten, weder brückenlose Flüsse, zerstörte Wege noch der sich zäh und hartnäckig verteidigende Feind oder die feigen heimtückischen Uebersälle konnten das Heer aushalten. Die energisch und oft vom zahlenmäßig überlegenen Gegner geführten Angriffe zerschellten an eurer Entschlossenheit.
Soldaten aller Dienstgrade und aller Waffengattungen haben gleichen Anteil an den Erfolgen. In treuer Wassenbruder- schast mit der Luftwaffe, die alles daransetzte, dem Heer zu helfen, und deren rücksichtsloser Einsatz in den Erdkämpfcn zum schnellen Ersolg ausschlaggebend beitrug, sind große Taten vollführt. Außerordentliche Ansorderuimen sind an Führung und Truppe gestellt worden. Die Leistungen haben die in euch gesetzten Erwartungen noch Lbertrossen.
Tatkraft und Verantwortungssreudigkeit der Führung, nie versagende Pflichterfüllung und Einsatzbereitschaft der Truppe haben stets den hohen Wert des deutschen Heeres bestimmt. Sie waren ein heiliges, von den Vätern überkommenes Soldatenerbe. was das junge nationalsozialistische Heer übernommen hat. Jeder einzelne von euch, Offizier, Unteroffizier und Mann, hat bewiesen, daß er dieses Vermächtnis einer großen Vergangenheit treu bewahrt hat.
Soldaten der Westfront! Eurer festen Abwehrbereitschaft ist es zu verdanken, daß die Operationen im Osten ungestört vom Westgegner verlaufen sind. Durch euren starken Schutz hat die Führung die Rückenfreiheft erhalten, den Schwerpunkt der Kriegsfiihrung auf den Ostkriegsschauplatz zu verlegen. Ruhig und sicher konnte sie hier die schnelle militärisch« Entscheidung herbeiführen. Denn wir alle wußten, daß uns bei unserem
Berlin. 21. September.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Die Schlacht im Weichselbogen, die vor etwa einer Woche bei Kutno begann und sich dann nach Osten gegen die Bzura zog, erweist sich nunmehr als eine der größten Bernichtungsschlachten aller Zeiten.
Die Zahl der Gefangenen hat sich am Dienstag allein an der Bzura auf 108 NUN Mann erhöht und wächst ständig an. Dazu traten noch außerordentlich hohe blutige Verluste des Feindes.
Das erbeutete Kriegsmaterial ist unübersehbar. Ernsterer Widerstand wird im ganzen von uns besetzten Polen nur mehr in und südlich Modi in sowie in Warschau geleistet.
harten Kamps gegen den Osten im Westen nicht nur Beton und Stahl schützten, sondern daß hier deutsche Soldaten standen. unerschütterlich bereit, uns alle Gefahr fernzuhalten und jedem Ansturm zu trotzen.
Soldaten des Heeres! Ihr habt in Ost und West ein glänzendes Zeugnis für den Geist und die Stärke des deutschen Heeres abgelegt. Und unsere Gegner mögen wissen, daß der deutsche Soldat, wenn die Verteidigung der Lebensrechte des deutschen Volkes es weiterhin erfordert und der Führer es befiehlt. in demselben Geist kämpfen und siegen wird.
Der Oberbefehlshaber des Heeres, von Brauchitsch, Generaloberst."
Berlin, 21 September.
Tie Schweizer Zeitung „Suisse" gibt in.einer Pariser Meldung auszugsweise eine Information des „Matin" wieder. Sie lautet: „Was geschieht in der Gegend von Aachen? Die Deutschen entwickeln dort seit Tagen eine Tätigkeit, die wir aufmerksam verfolgen. Handelt es sich um bevorstehende Angriffe in dieser Gegend? Oder handelt es sich um eine viel ernstere Eventualität und damit um das Schicksal Belgiens selber!?"
Genau zwölf Stunden nach der Führerrede, in der dieser nochmals genau und eindeutig feststellt, daß Deutschland gegenüber den Weltmächten keine Kriegsziele verfolgt, versuchen die Schmutzfinken der westlichen Hetz- und Lügenpresse. Deutschland eine Absicht zu unterschieben, die geradezu ungeheuerlich ist. Wer hat bisher vom ersten Tag der Feindseligkeiten an stets und strikt die Neutralität geachtet und peinlichst jeden Zwischenfall vermieden und den Neutralen das
Unsere in der Verfolgung des Gegners bis zur Linie Strhj — Lembcrg — Brest — Bialhstok vorgestoßenen Truppen werden nunmehr nach der Vernichtung der dort befindlichen letzten Reste der polnischen Armeen wieder planmäßig aus die zwischen der deutschen und russischen Regierung endgültig festgelegten Demarkationslinie zurückgenommen.
Die Kämpfe bei Gdingen wurden am Dienstag mit
der Einnahme des Kricgshasens abgeschlossen. Aus diesem
sielen mehrere tausend Gefangene in unsere Hand. Das
Schulschiff „Schleswig-Holstein" und Streitkräfte des Führers der Minensuchboote griffen wirksam in diese Kämpfe ein.
Der Einsatz der Luftwaffe beschränkte sich an der
ganzen Front aus Ausklärungstätigkeit. »
Im Westen nur örtliche Spähtruppunternehmungen." (Ausführlicher Bericht über die.glanzvolle deutsche Waffentat an der Bzura im Innern des Blattes.)
a. Berlin, 21. September.
Roch am 1. September stellte der Führer im Hinblick aus Polen die Ziele der deutschen Aktion heraus, die die Sicherstelln ng eines friedlichen deutsch-polnischen Zusammenlebens aus völlig neuen Grundlagen bedeuten: die Lösung der Tan- zig- und der Korridor-Frage. Nach 18 Tagen waren die wichtigsten Grundlagen zur Verwirklichung dieser Ziele vorhanden: Danzig war endgültig ins Reich zurückgekehrt. Polen, soweit von Volksdeutschen bewohnt, in deutscher Hand.
In dieser Situation hielt der Führer seine Danziger Ansprache an das deutsche Volk und an die Welt. Neben dem Dank an Wehrmacht und Volk. dem tiefbewegten Bericht über
Gefühl der Sicherheit geschenkt? Ganz allein nur Deutschland! Das muß schärfstens unterstrichen werden. Und wer hat andererseits sich zu unzähligen Uebergrissen — offenkundig mit ganz bestimmten Absichten — verleiten lassen? Auch hier gibt es nur eine völlig eindeutige Feststellung: Ganz allein England, das wiederum wie in allen seinen bisherigen Schacherkriegen anderer Völker Blut für seine Ziele einzusetzen gedachte, und dem auch die Neutralität nichts galt. wenn es durch ihre Verletzung den sich gesteckten Zielen nähern konnte.
England ist heute durchschaut. Die Produkte der Gift- und Gveuelmischerei seines Lügemninisteriums ziehen nicht mehr, wenn sie in London erscheinen. Auch die Neutralen wissen das. So wählt man also neuerdings den Umweg über Paris. Vielleicht denkt man sich. durch die Meldung des „Matin" würde man einerseits den unwilligen Bundesgenossen Frankreich einschüchtern und andererseits den Neutralen Sand in die Augen streuen. Aber man merkt die Absicht. Heute tritt in Washington der a in e rrkanischc Kongreß zusammen. Es muß, nachdem der „Athenia"-Fall als plumpester Schwindel aufgedeckt wurde, eine neue Lüge'gesunden werden, die dem amerikanischen Bolk sagen soll, daß Deutschland der Angreifer ist, der Unterdrücker, und England lediglich der Beschützer der Neutralen, der armen von Deutschland angegriffenen kleinen Staaten.
Lügen, Lügen und nochmals Lügen, das sind Englands einzige Waffen, die, und wenn sie nach so stumpf und abgenutzt sind. immer wieder eingesetzt werden. So knüpft denn auch der „Mattn" an seine Meldung gleich einen Zusatz seines Londoner Korrespondenten, daß Deutschland bei Umgehung der Maginotl'inie durch einen neutralen Staat Frankreich anzugreifen gedenke. Durch nichts ist klarer die wahre Quelle dieser Nachricht zugegeben. Auch hier arbeitet wieder einmal das englische Lügenmirnsterium mit den . Gerichten seiner Sudel- köche. Sv etwas verfängt nicht mehr. meine Herren. Lügen haben — wie es sich auch hier wieder zeigt — verdammt kurze Beine
Wie im übrigen diese neue Brunnenvergistnng aus Neutrale wirkt, geht aus einem Zusatz hervor, den die „Suisse" an die „Matin"-Meldungen knüpft: Diese Informationen dürfen, obgleich sie von Parts und London gegeben wurden, nur mit äußersten Vorbehalten aufgenommen werden. w.v.
Einsatz und Leistung beider in den vergangenen Tagen und der damit gegebenen geschichtlichen Wende lag das Hauptgewicht seiner Ausführungen aus der Auseinandersetzung mit den britischen Kriegstreibern. Der Führer bekräftigte vor allem — und das haben alle Beteiligten jenseits unserer Grenze verstanden — den im Namen des gesamten deutschen Volkes am 1. SeptSmber ausgesprochenen Satz: „Ein Wort habe ich nie ke n n e n ge le r n t: K a p i t u l a t i o nl".
Die tragenden Gesichtspunkte dieser historischen Rede, aus der die Ueberzeugung des ganzen deutschen Volkes sprach, find in aller Welt mit größter Spannung ausgenommen worden. Die Weltpreise als Spiegelbild der öffentlichen Meinung aller Länder zeigt in ihrer Aufmachung der Führerrcde, welche Bedeutung man den Ausführungen Adolf Hitlers beimißt. In ihren Kommentaren überwiegt die vernünftige Einsicht in die Unhaltbarkeit der durch den Versailler Vertrag geschaffenen VerHSltnisse, aber auch in die Unverantwortlichkeit. mit der verbrecherische Kriegshetzer die Völker in einen Jnteressenkrieg gegen Deutschland zu treiben versuchen. (Einen ausführlichen Querschnitt durch die Weltpresse veröffentlichen wir auf Seite 2.)
„Vom sicheren Port läßt sichs gemächlich raten"
k. IM. Bremen, 21. September.
„Es wäre die höchste Schande für einen Polen, wollte er sein Leben von dem Schicksal se.ines Vaterlandes trennen!" — Mit diesen Worten empfahl sich vor einigen Monaten ein Pole seinem Volk, ein Pole, der sich in zügelloser Selbstüberhebung sogar die Nachsolgeschaft Pilsudskis anmaßte: der großsprecherische Marschall Rydz- Smiglp. Als er in gespreizter Pole mit nicht mehr zu überbietender Scheinheil igle it von der „höchsten Schande für einen Polen" sprach, fühlte er sich allerdings im Schutz der verhängnisvollen britischen Garantie. Heute, da ihn seine „Vaterlandsliebe" und sein „Todesmut" an die Spitze seiner sümpfenden Truppen hätten stellen müssen, hat er sich durch die rechtzeitige Flucht m sichere neutrale Gefilde „begeben". Womit er die inder Tat höchste Schande wählte, sein Leben von dem Schicksal seines Vaterlandes zu trennen. Schmachvoller ist noch nie ein Volk von seiner eigenen Führung verraten, kläglicher und perfider noch nie ein Skaat von seinen leitenden „Männern" im Stich gelassen worden. Ein Marschall entpuppt sich, statt ein Vorbild heldenhafter soldatischer Haltung zu bieten, nach dem blamablen Hervortreten seiner Unfähigkeit auch noch als jämmerlicher Feigling. Nicht die Gelegenheit, sich nach dem von ihm mitverschuldeten militärischen Fiasko wenigstens charakterlich seines Titels würdig zu erweisen, ergriff er, sondern er kannte, in rasendem Tempo zur rumänischen Grenze eilend, nur die eine Sorge, sein eigenes kleines Ich in Sicherheit zu bringen! Ja, während die zu sinnlosem Widerstand verführten Reste der polnischen Armee die Warschauer Politik des Wahnsinns mit ihrem Blute büßten, wählte der „erste Soldat" dieser vernichteten Armee einen rumänischen Erholungsort zu seinem Quartier... Auch die lächerlichen Erklärungen des polnischen Botschafters in London und des polnischen Gesandten in Bern. Rydz-Smiqly leite inmitten seiner Truppen „immer noch" die militärischen Operationen an der Front, können den Skandal nicht mit dem Mantel der Lüge zudecken. Die polnischen Truppen wissen es selbst nur zu gut, daß ihr Marschall im Gegensatz zum tapferen General Skladkowski das Weite suchte. Und zwar als erster!
Fern vom Schuß teilt Moscicki mii Rydz-Smigly das bittere Los des Kuraufenthalts in ach so fremdem Land. Nun, keine bessere Gesellschaft hätte sich fü-r den Uniformmarschall denken lassen als der ehemalige Präsident der gewesenen polnischen Republik. Da man die Waffen aus der Hand geworfen hat. heißt die Parole der beiden: Dreckschleuder bereitstellen! Um dem Faß den Boden auszuschlagen, erdreistet sich der Expräsident von seiner rumänischen Zufluchtsstätte aus eine „Prokla-
MMNMMIMMMNMMI,IMMUN,MIMNIIMI,II,IMMUN,MIMMIMIIIMN,UNI
Unser Vsssssoisssl
(Ilnssrs bsutixs ^usZuds umkuüt sseks Seiten)
Ein Tagesbefehl des Oberbefehlshabers des Heeres stellt fest: Das polnische Heer ist vernichtet.
An der Bzura wurden bis gestern über 100 000 polnische Gefangene eingebracht.
Von Brauchitsch weilt an der Westfront.
Die Rote Armee hat weitere Städte Ostpolens besetzt, während die deutschen Truppen aus die vereinbarte Demarkationslinie zurückgehen.
Die cnglandfcindliche Stimmung in Polen wächst von Tag zu Tag.
Eine italienisch-griechische Vertrauenskundgcbung beseitigte Spannungen im östlichen Mittclmeer.
Die Durchführung des Nomonhan-Abkommens bekräftigte d,e vollständige Einigung zwischen Japan und Rußland. Das englische Lllgcnministcrium versucht Amerika mit einer Schwindclmeldung über „deutsche Angrisssabsichten aus Belgien" in den Krieg zu ziehen.
Stabschef Lutzc unterstreicht die totale Wehrkraft des deutschen Volkes.
Dr- Ley sprach zu den Amtslcitern und Gauobmännern der DAF.
In Weimar wurde ein Brandstifter zum Tode verurteilt. Kreisleiter Blanke sprach zu den Aktivisten der Bewegung über die Bereitschaft der Partei.
1300 Bremer Hitlerjungen verließen ihren Standort, um »n der Erntebergung zu helfen.
v»s bekreitv vuiuÜL jubelt ckem kAiln-er «u. Die slts cksutscbo Stuckt vsnrüK ivsr in ein Llssr von kkslcoiikrsurckuliiioii Aetuuolit, ckie Lovöllrsi-uvZ küllts ckis Struüsv uvck Neuster uuä judslts äsm b'übrsr bei seinem LiusuZ in ckis bskrsite Stuckt su. (?resse-8okkmg,vn)
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Ober 1VVVVV Sefangene an der vzura
kne der größten Vernlchtungsschlachten alter Zeiten - flußerordentlich doste Verluste der polen
klne bösartige Vrunnenvergistung
Vas englische Lügenministerium schickt den „Matin" vor — Man laselt wieder von einem „deutschen flngriss aus velgien" — kin sür USfl. bestimmtes Manöver