Ausgabe 
(20.9.1939) Nr. 259
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vreMiNluna

parteiamtliche Lageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der §reien kjansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vrernens

flmtliches verkündungsblalt des Neichsstattstaiters jn Oldenburg und vremm

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Mittwoch. 20. September 1SZ8

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üeuMImd wird nie mehr kapitulieren!

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In achtzehn lagen bewies das deutsche Volk, daß es in keiner weise mit dem von ISIS zu vergleichen ist z vereit, den Fehdehandschuh der thurchill, kden und Vufs tooper aufzunehmen! / Schon Z00V0V polnische r Sesangene / Sie endgültige vesriedung Europas im Vsten wird niemand mehr verhindern können!

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rä. Danzig, 20. September.

- Der Führer sprach zur Welt. In der Schlußphase eines ebenso kurzen wie unerhört erfolgreichen Kampfes konnte er feststellen, daß eine endgültige Befriedung im Osten Europas ^ angebahnt sei. Seine Worte, die zugleich ein Dank an unsere tapfere Armee und das ganze deutsche Volk waren, unter­strichen überzeugend die Notwendigkeit und Richtigkeit des deutschen Handelns und wiesen die Haltlosigkeit der Ein­stellung der Westmächte auf. Das überglückliche Danzig, das seinem Befreier zuvor einen glühenden Empfang bereitet hatte, war der herrliche Schauplatz der gewaltigen geschicht­lichen Kundgebung.

Von seine Soldaten begab sich der Führer an einen Ort, der noch bis vor kurzem Kampfplatz war, politischer und dann auch militärischer, und der nun besviedet und befreit wurde: durch ihn selbst und durch seine Soldaten. Daß er in einem Zeitabschnitt, der die erhabene Größe und die Macht eines starken und einigen Volkes in nicht mehr steige vungs- fähig-er Weise aufzeigt, in die alte traditionsveiche und ruhm­volle Stadt seinen Einzug hielt, entschädigte die Danziger für alle so lauge zurückgehaltenen Wünsche.

Durch Extrablätter und Rundfunk war die Freudenbotschaft am Dienstag früh in alle Häuser Danzigs getragen worden. Da geriet die Stadt in Aufregung. Es hielt keinen mehr in den Häusern. Fieberhaft wurde daran gearbeitet, eine Straße prächtiger als die andere und ein Fenster schöner als das andere zu schmücken. Auch die Ortschaften aus dem Lande schmückten sich für den Führer. Girlanden und Spruchbänder üvrcgi,erten überall die Straßen. Fahnenmasten wuchsen in die Höhe und Blumen bekränzen die Säufer.

Nun ist Danzig wirklich die glücklichste Stadt. Jetzt ist die Stunde da, auf die sie viele Jähre gewartet hatte, und nun atmet die ganze Stadt auf: wir sind frei, der Führer kommt zu uns!

Schon in den Morgenstunden des Dienstags waren die Danziger aus der Straße. Aus allen Vororten, vom Lande, fetzte ein ungeheurer Zustrom in das Innere der Stadt ein. Der Langemarkt und die Langgasse, die in dem von Bennv Arendt geschaffenen Festschmuck prangen, sind schwarz von 'Menschen In vielen Reihen hintereinander gestaffelt stehen sie schon jetzt, um es sich ja nicht entgehen zu lassen, den Führer zu sehen, sondern man will ihm die ganze Liebe und Ver­ehrung und' den Dank, die Begeisterung und den Stolz zei- ,, gen. der die Herzen der Danziger erfüllt, die kür den Führer schlagen. Gauleiter Albert Förster hat die Parole ausgegeben,

- den Führer zu empfangen, wie noch kein Kaiser und König in dieser Stadt empfangen worden ist In wenigen Stunden ist es soweit. Danzig wartet auf den Führer.. Für Gauleiter Albert Förster ist der Tag, an dem er den Führer in Danzig ' al? den höchsten und größten Gast empfängt, der schönste sei­nes Lebens. Der Handschlag, den er mit dem Führer aus­tauscht, ist der Händedruck von 400 000 Menschen, die jahre­lang treue Wacht gehalten haben auf einem wichtigen Vor­posten des Deutschen Reiches.

^ Am Nachmittag betrat der Führer Danziger Gebiet. An der Grenzaussichtsstelle Renneberg begrüßte ihn Gauleiter Förster. Adolf Hitler dankte dem Gauleiter für das zähe, treue Ausharren Danzigs und für das unverbrüchliche Fest­halten an seinem Recht auf Rückkehr ins deutsche Vater­land. ^

Die Straße von Nenuebcrg nach Oliva und Zoppot ist L ein einziges Menschenspalier. Die Masten tragen die Haken- A' kreuzfahnen. auch von jedem der blumeugcschmückten Häuser Ks wehen die Flaggen Großdcutschlands, wie ein Orkan schwei­fst len dem Führer die Heilrufe entgegen. Glockenläuten mischt

England und die Sowjetunion

Protest der Westmächte in Moskau?

, a. London, 20. September.

" Bon englischer amtlicher Seite wird zu dem Vorgehen ^ der Sowjetunion in Polen eine Erklärung veröffentlicht, l- in der es heißt, daß „dieser Angriff aus einen Verbündeten der britischen Regierung in dem Augenblick, in dem er durch , die deutschen Streitkräfte niedergeworfen ist, nicht gerecht­fertigt werden kann". Weiter heißt es, die volle Bedeutung dieser Ereignisse sei,für die britische Regierung noch nicht ersichtlich: sie sei jedoch entschlossen, „ihre Verpflichtungen : - gegenüber Polen zu erfüllen". Der diplomatische Korrespon­dent der „Times" schreibt dazu, die Regierung werde sich wahrscheinlich daraus beschränken, das fait aecompli anzu­erkennen, Polen habe die Wcstmächte nicht gebeten, es gegen den russischen Einfall zu unterstützen. „Daily Herold" glaubt an eine gemeinsame Protestnote der Westmächte an Moskau bei Aufrechterhaltung der diplomatischen Beziehungen

sich in den grenzenlosen Jubel der befreiten Danziger. Tri­umphbogen und Spruchbänder spannen sich über die blu- menbestreute Straße, über' die der Führer fährt. Eine Kom­panie ss-Heimwehr steht vor dem Quartier Adolf Hitlers. Nach der Meldung durch General Heitz, des Militärbesehks- habers Danzig-Westpreußen, schreitet der Führer die Front ab. Unter dem beispiellosen Jubel der Bevölkerung betritt dann Adolf Hitler sein -Quartier.

Stundenlang haben weit über hunderttausend Menschen in den Straßen Danzigs geharrt. Nun ist die große Stunde an­gebrochen. Schon übertönt das leise Stimmengewirr auf dem menschenüberschwemmteu, überfüllten Langen Markt, von fern her die Jubelchöre, die des Führers Triumphsahrt durch die erlöste, überglückliche Stadt begleiten. Jetzt dröhnen unter den ehrwürdigen Patrizier-Häusern, über die eben nach gewaltig der Glockenklang von St. Marien hallte, die Ovationen der Freude und Begeisterung ein. Vor der prächtigen Fassade des

Artushvfes stelzt, in flammende Hakenkreuzfahnen gehüllt, die Redner-bühne. Bis dicht heran an den Artushof drängen die Tausende, lassen immer wieder -ihre Heilruse und Chöre des Dankes, der Liebe zum Führer schallen. Immer wieder dankt der Führer nach allen Seiten.

Gauleiter Forster spricht, an die denkwürdige Protest­kundgebung vor wenigen Wochen erinnert er, da er auf dem alten Historischen Langen Markt die Hoffnung aussprach, daS der Tag nicht mehr fern sein möge. an dem Danzig für immer Heimkehre ins Reich. Nun sei diese Sehnsucht ersüllt. Der Führer enttäuschte viele hunderttausend Hoffnungen nicht. Er erlöste Danzig. Aus überströmendem Herzen formt Albert Förster Worte des Dankes. Unendliche brausende Chöre des tiefsten Dankes der Danziger Bevölkerung hallen auf, vereinigen sich zu einer gewaltigen Huldigung für Adolf Hitler. Dann ergreift der Führer von Jubel umbrandet das Wort.

Ver Wortlaut der Nede des sülirers:

Mein Gauleiter! Meine lieben Danziger Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Diesen Augenblick erleben nicht nur Sie, es erlebt ihn auch das ganze deutsche Volk in tiefer Ergriffenheit. Ich bin mir der Größe dieser Stunde bewußt.

Ich betrete zum erstenmal einen Boden, der von deutschen Siedlern ein halbes Jahrtausend vor der Zeit in Besitz genommen wurde, als die ersten Weißen sich im heutigen Staate Newyork niederließen. Ein halbes Jahrtausend länger ist dieser Boden deutsch gewesen und deutsch geblieben. Er wird - dessen können alle überzeugt sein — auch immer deutsch bleiben!

Das Schicksal, das diese Stadt und dieses schöne Land be­troffen hat, ist das Schicksal ganz Deutschlands gewesen. Der Weltkrieg, dieser wohl sinnloseste Kampf aller Zeiten, hat auch dieses Land und diese Stadt zu seinen Opfern gemacht — dieser Weltkrieg, der nur Verlierer und keinen Gewinner hatte, der nach feiner Beendigung wohl alle in der Ueber­zeugung zurückließ, daß ein ähnliches Schicksal sich nicht mehr wiederholen dürfe, und der leider gerade von denen anschei­nend vergessen wurde, die schon damals die Haupthetzer und auch die Hauptinteressenten an diesem Völkergemetzel waren. Als dieses blutige Ringen zu Ende ging, in das Deutschland ohne jedes Kriegsziel eingetreten war, wollte man der Mensch­heit einen Frieden bescheren, der zu einer neuen Wieder- auierstehung des Rechts und damit zu einer endgültigen Beieiriaung aller Not sichren sollte. Dieser Friede wurde unserem Volke in Versailles aber nicht etwa zu freiem Ver­handeln vorgelegt, sondern durch «in brutales Diktat aufge- zwungen.

Die Väter dieses Friedens sahen in ihm das Ende des deutschen Volkes. Vielleicht glaubten viele Menschen in diesem Frieden das Ende der Not zu sehen, aber er war nur der Ansang neuer Wirren. Denn in einem aber haben sich die damaligen Kriegshetzer und Kriegsbecndiger getäuscht: nicht ein einziges Problem wurde durch dieses Diktat gelöst zahl­lose Probleme aber neu geschaffen. Es war nur

eine frage der Zeit

wann die zertretene deutsche Ration sich ausrasten würde, stm die ihr ausgczwungcnen Probleme nun ihrerseits selbst zur Lösung zu bringen.

Das wesentlichste Problem hat man damals überhaupt über­sehen: die Tatsache nämlich, daß die Völker nun einmal be­stehen, ob dies dem einen oder anderen britischen Kriegshetzcr Passen mag oder nicht. Es sind nun einmal 82 Millionen Deutsche hier in diesem Lcbensraum vereint. (Stürmischer Beisall.) Diese 82 Millionen Deutsch« wollen leben und sie werden leben, auch wenn das diesen Hetzern wieder nicht Passen sollte.

Deutschland wurde durch den Frieden von Versailles

das schlimmste Unrecht

zugefügt. Wenn heute ein Staatsmann eines anderen Volkes glaubt, behaupten zu dürfen, daß ihm das Vertrauen in das Wort deutscher Staatsmänner oder des deutschen Volkes fehle, dann haben im Gegenteil wir Deutsche das Recht, zu sagen, daß uns jegliches Vertrauen in die Zusicherungen jener fehlt, die damals ihre feierlichsten Versprechungen so erbärm­lich gebrochen haben. (Wieder erhebt sich langanhalte oder Beifall.)

Ich will nun gar nicht vom 11 nrecht von Versailles spre­chen — das Schlimmste im Völkerlcben ist vielleicht gar nicht das Unrecht, sondern vor allem der Unsinn, der Aberwitz und die Dummheit, mit denen man damals der Welt einen Frieden aufoktroyierte, der alle historischen und wirtschaftlichen, alle volklicyen und politischen Gegeben­heiten einfach überging.

Man hat damals Regelungen getrosten, bei denen man nachgerade bezweifeln muß, ob dir Männer, die sie ver­brochen haben, wirklich bei Vernunft gewesen sind. Bar jeder Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung der europäischen Lebensräume, bar auch jedes wirtschaftlichen Verständnisses, haben diese Menschen in Europa herumgewütet, Staaten zer­rissen, Landschaften zerteilt, Völker unterdrückt und uralte Kulturen zerstört.

Auch dieses Danziger Land war ein Opfer des damaligen Wahnwitzes, der polnische Staat als solcher ein Produkt die­ses Unsinns!

was fleutsäzland für diesen polnischen Slaat opsern mußte

ist vielleicht der Welt nicht genügend bekannt. Denn das eine mutz ich aussprechen: alle diese Gebiete, die damals Polen einverleibt worden sind, verdanken ihre Entwicklung aus­schließlich deutscher Tatkraft, deutschem Fleiß und deutschem schöpferischen Wirken. Daß man damals mehr als eine Pro­vinz vom Deutschen Reich riß, und sie diesem neuen pol­nischen Staat zuteilte, wurde mit völkischen Notwendig­keiten motiviert. Dabei hat später die Abstimmung überall ergeben, daß in diesen Provinzen niemand eine Sehnsucht ge­habt hatte, in diesen Polnischen Staat zu kommen. Polen, das aus den Blutopsern zahlloser deutscher Regimenter ent­standen war. hat sich aus Kosten alten deutschen Siedlungs­gebietes und vor allem aus Kosten jeder Vernunft und jeder wirtschaftlichen Möglichkeit ausgedehnt.

Es ist in den letzten 20 Jahren klar erwiesen worden: Der Pole, der diese Kultur nicht begründet hatte, war nicht ein­mal fähig, sie auch nur zu erhalten. Es hat sich wieder gezeigt, daß nur derjenige, der selbst knlturschöpserisch veranlagt ist, aus die Dauer auch eine wirkliche kulturelle Leistung zu be­wahren vermag. 50 Jahre weiterer polnischer Herrschaft wür­den genügt haben, um diese Gebiete, die der Deutsche müh­selig mit Fleiß und Emsigkeit der Barbarei entrissen hat, der Barbarei wieder zurückzugeben. Ueberall zeigen sich bereits heute die Spuren dieses Rückschrittes und Verfalls.

Polen selbst war ein Nationalitätenstaat: man hatte in ihm das geschossen was man dem alten österreichischen Staat als Schuld vorwarf. Polen war niemals eine Demokratie. Eine ganz dünne schwindsüchtige Obertlasse beherrschte dikta­torisch nicht nur fremde Rationalitäten, sondern auch das soge­nannte eigene Volk.

Es war ein Sewaltstaai,

regiert durch den Gummiknüppel der Polizei und letzten Endes auch durch Militär. Das Los der Deutschen in diesem Staat war entsetzlich. Dabei ist es noch ein Unterschied, ob ein Volk von einer minderen kulturellen Bedeutung das Unglück hat, von kulturell bedeutenderen regiert zu werden, oder ob ein Volk von hohem Kulturstand dem tragischen Schicksal unter­worfen wird, von einem kulturell minder entwickelten verge­waltigt zu werden. Den» in diesem minderen Volk werden sich alle nur denkbaren Minderwertigkeitskomplexe gegenüber dem besseren kulturtragenden Volk auswirken und abreagieren. Man wird dann grausam und barbarisch dieses überlegene Volk mißhandeln. Die Deutschen sind seit nun bald 20 Jahren Opfer eines solchen Schicksals gewesen.

Ich brauche hier nicht im einzelnen das Los der Deutschen zu schildern. Es war über alles t-vag-i-sch und schmerzlich. Trotz­dom halbe ich, wie überall so auch hier, versucht, eine Rege­lung zu- finden, die vielleicht zn einem billig» Ausgleich hätte sichren könnend

fortschreitende fluslösung -es Poleicheeres

Me Schlacht an der vzura erfolgreich beendet — fluch stier bereits SS SSS Sesangene

Berlin, 20. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: -

„Die Auslösung und Kapitulation der versprengten oder eingeschlossenen Reste des polnischen Heeres schreiten rasch vorwärts. Die Schlacht an der Bzura ist zu Ende. Bis­her wurden 50000 Gefangene und eine unübersehbare Beute eingebracht. Das endgültige Ergebnis läßt sich noch nicht annähernd bestimmen.

Eine kleinere feindliche Kampsgruppe wurde nordwestlich Lembergs vernichtet und dabei 10 000 Gefangene gemacht. Lemberg wurde zur Uebergabe aufgefordert. Vor War­schau nach Ausbleiben des polnischen Parlamentärs die Knmpstätigkeit wieder begonnen. Die Stadt wird von den Polen ohne Rücksicht aus die Bevölterupg, die über eine Million Menschen beträgt, verteidigt.

Die Lustwasse hat am Montag nur noch einzelne An- arisfsslüge durchgeführt. Im übrigen war ihr Einsatz an der Ostfront nicht mehr nötig.

An der Westfront im Raume von Saarbrücken an einzelnen Stellen schwache Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Kampfhandlungen in der Luft fanden nicht statt.

Die von der britischen Admiralität bekanntgegebene Ver­senkung des Flugzeugträgers „C o u r a g e o u s" ist durch die Meldung des angreifenden deutschen N-Bootes bestätigt worden."

ölgebiete von Vrotzobplj fast unoersestr! in deutscher stand

Berlin, 20. September.

Das von den deutschen Truppen besetzte Oelgcbiet von Drohobycz, südwestlich Sembergs, ist fast unversehrt in deut­sche Hand gefallen. Die dortigen Polnischen Truppen in Starke eines Infanterieregiments, eines Kavallerieregiments und einer Panzerwagenkompanie sind aus ungarisches Gebiet übergetreten.

Ich habe mich einst bemüht, in: Westen und im Süden des Reiches endgültige Grenzen zu ziehen und damit Gebiet um Gebiet der politischen Unsicherheit zn entreißen und für die Zukunft dort den Frieden zu sichern. Das gleist,« war ich auch hier im Osten zu erreichen bestrebt gewesen. Damals regierte in Polen ein Mann von einer unbestreitbaren rea­listischen Einsicht und Tatkraft. Es war mir gelungen, mit dem Marschall Pilsndski ein Abkommen zu erzielen, das den Weg zu einer friedlichen Verständigung der beiden Nationen ebnen sollte; ein Abkommen, das sich bemühte, unter vollkommenem Uebergehen des Versailler Vertrages wenigstens die Grundlage für ein vernünftiges tragbares Nebeneinander- leben sicherzustellen. Solange der Marschall lebte» schien es, als ob dieser Versuch vielleicht zu einer Entspannung der Lage beitragen könnte. Sofort nach seinem Tode setzte aber wieder ein

verstärkter Kampf gegen das Veutschtum

ein. Dieser Kampf, der sich in tausenderlei Formen äußerte, verbitterte und verdüsterte die Beziehungen zwischen den bei­den Völkern in steigendem Ausmaß. Es war auf die Dauer nur sehr schwer möglich, geduldig zuzusehen, wie in einem Lande, das an sich schon Deutschland das schwerste Unrecht zugefügt hatte, die dort lebenden deutschen Minderheiten in einer geradezu barbarischen Weise verfolgt wurden

(Fortsetzung auf Seite 2>

iä. Berlin, 20. September.

Unter dem Jubel hunderttausend«:: überglücklicher Menschen hielt der Führer als Befreier triumphalen Einzug in Danzig. Das ganze deutsche Volk, um die Lautsprecher geschart, durfte Zeuge sein der historischen Stunde, in der Adolf Hitler die ehrwürdige Hansestadt in das Reich zurückholte. Nach der Heimkehr der Ost­mark, der Befreiung des Sudetenlandes, der Rückgliede­rung Memels hat endlich nach Jahrzehnten der Ver­gewaltigung, der Schmach und der Not auch für Danzig und die durch Versailles gewaltsam losgerissenen Ge­biete im deutschen Osten die Erlösungsstunde geschlagen.

Der polnische Staat existiert nicht mehr. Die Zeit, in der Millionen Deutscher schutzlos dem barbarischen Terror eines fremden Eewaltregimes preisgegeben waren, ist vorbei. Und doch mischt sich in unsere Freude die bittere Erinnerung an diese schweren Jahre, in denen die jetzt befreiten Volksgenossen so unsagbares Leid zu erdulden hatten. Sie zogen erneut an unserem Geist vorüber, als der Führer in seiner Danziger Rede auf die Vergangenheit zurückblickte und noch einmal das Verbrechen schilderte, das die Diktatoren von Versailles am deutschen Volke begingen.

Unzählige Mate. hatte Adolf Hitler in unendlicher Ge« duld versucht, eine Heilung dieser stets blutenden Wunde herbeizuführen. Polen wollte weder eine Verständigung noch eine erträgliche Lösung. Aufgeputscht durch die bri­tischen Kri-egshetzer, feierten die einstigen Machthaber dieses Staates die ungeheuerlichsten Orgien des Größen­wahns und des Hasses. Die von ihnen ausgestreute Saat ging in furchtbarer Weise auf. Polen liegt in Trüm­mern, während seine Verderber in schimpflicher Flucht ihr Volk im Stiche ließen. Unter den Schlägen der deut­schen Armeen hat sich das Schicksal dieses widersinnigen Staats erfüllt, mit dem Einmarsch der russischen Truppen vollendet. Damit ist aber zugleich auch das verbrecherische Spiel der demokratischen Kriegsinteressenten, für die Polen ja nur Mittel zum Zweck war, in diesem Teile Europas endgültig verloren.

Kein Wunder, daß die durch Deutschland und Sowjet­rußland herbeigeführte Entscheidung über die Neuord­nung des osteuropäischen Raumes den demokratischen Politikern die Sprache verschlagen hat. Noch am Montag hatten ihre Gazetten behauptet, daß Rußland lediglich in Polen eingerückt sei, um den deutschen Vormarsch auf­zuhalten. In anderen Kommentaren war zu lesen, daß die Russen einen deutschen Angriff gegen sich selbst be­fürchtet hätten. Es lohnt sich nicht, aus diese Ausgebur­ten britischer Fassungslosigkeit und Verbohrtheit einzu­gehen. Die TeNde-nzlügen des Londoner Re-klameministe- riums wurden schnell genug durch harte Tatsachen de­mentiert.

Diese bestehen — auf kürzeste Formel gebracht — darin, daß durch die konstruktive Zusammenarbeit Deutschlands und Rußlands der europäische Kontinent von einer weiteren Geisel der Versailler Diktatoren be­freit und damit einer soliden friedlichen Ordnung ent- gegengeführt wird. Das „Gleichgewicht der Kräfte", das London stets zum eigenen Vorteil zu wahren suchte und es in die Lage versetzte, die Entwicklung Europas nach britischem Gutdünken zu kontrollieren, ist ein- für allemal vorbei. Das Einvernehmen zwischen Deutschland und Sowjetrußland umfaßt alle auf der Tagesordnung stehenden Probleme, die in Zukunft von ihnen allein ge­regelt und entschieden werden, soweit sie ihre Interessen berühren.

Darüber hinaus muß ferner vor allem auf das unge­heure wirtschaftliche Potential hingewiesen werden, das die Zusammenarbeit der beiden Großmächte in sich birgt. Der Versuch der britischen Regierung, durch eine Blockade die Wirtschaft und die Ernährung des deut­schen Volkes aufs schwerste zu gefährden, ist damit ein Schlag ins Wasser geworden. Wenn englische Blätter, wie die „Times", ihren Aerger dadurch abreagieren zu tonnen glauben, daß sie Deutschland und Rußland in unflätigster Weise beschimpfen und andererseits „flam­mendes Mitgefühl" für das von der britischen Regie­rung ins Unglück gestürzte polnische Volk heucheln, kenn-

Unser Tsgesspisget

(vis ksutigs ^usgabiz uwtsür gebt Lsitsv)

Die Schlacht an der Bzura ist erfolgreich beendet. Weitere Teile des polnischen Heeres kapitulierten.

An der rumänischen Grenze herrscht ein unbeschreibliches Chaos.

Englands Pcrsidie wird jetzt auch in weiten Schichten des sranzösischen und Polnischen Volkes durchschaut.

Das englische Psund rutscht in rasendem Tempo weiter ab. Englands Handelsschiffe meiden auch weiter das Mittel­meer.

Italien bezieht russisches Petroleum.

Der Führer rechnete in seiner großen Danziger Rede scharf mit den Kriegshetzern ab.

Der Stellvertreter des Führers weilt im Westen.

Ueber die Ausgabe der neuen Bezugskarten für Lebens­mittel unterrichtet eine wichtige amtliche Bekanntmachung. Der Reichsarbeitsminister erläßt die Ausführungsbestim­mungen über die Bezahlung des Ehren- und Veteranen­soldes.

Die Bremer HJ. rückt heut« zum Ernteeinsatz ab.