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(16.9.1939) Nr. 255
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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Bremer

il Nr. 255 / 9. Zalirgany

Sonnabend, 16. September 19Z9

kinzetpreis 15Npf.

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Berlin. 18. September.

Bon amtlicher deutscher Seite verlautete

Der englische Premierminister Chainberlain hat am Don­nerstag im Unterhaus behauptet, die Erklärung des Führers im Reichstag, die das Bombardement offener Städte verbietet und den Armeebefehl bekanntgab, daß nur streng militärische Ziele zu bombardieren seien, sei durch eine inzwischen erlassene Ankündigung der Wehrmacht in das Gegenteil verkehrt wor­den. Es ist einzig dastehend, daß ein britischer Premierminister es wagt, vor dem versammelten Parlament seines Landes der Wahrheit derartig ins Gesicht zu schlagen.

Wir geben hiermit nachstehend der Weltöffentlichkeit die wahren Tatsachen bekannt:

1. Der Führer hat auf den Appell des Präsidenten Roose- velts zwecks Sumanisierung des Krieges am 1. September 1639 bestätigt, doch sich die deutschen Streitkräfte auf Kampf­handlungen gegen militärische Objekte beschränken würden, solange dies auch von seilen der Gegner strikt eingehalten würde. Die deutsche Armee und Luftwaffe haben in dem dem Deutschen Reiche ausgezwungenen Kriege gegen Polen diese Regeln nicht nur auf das genaueste eingehalten, sondern in unzähligen Fällen unter Nichtanwendung von militärischen Notwendigkeiten den Befehl des Führers befolgt.

2. Der klare Beweis für die humane deutsche Kriegsführung ist die Tatsache, daß bisher in Polen alle großen und kleinen Städte mit Ausnahme der militärischen Objekte. Lusthäfcn und Bahnanlagen und Brücken vollkommen unversehrt erhalten sind.

3. Dies ist um so bemerkenswerter, als die polnische Regie­

rung ohne jede Rücksicht auf ihre Bevölkerung und Städte dazu geschritten ist, Ortschaften ohne jede militärische Zweck­mäßigkeit zum Stützpunkt ihrer Aktionen zu machen. So ist z. B. derzeit Warschau, obwohl militärisch vollkommen ein­geschlossen und strategisch ohne Bedeutung, von polnischen Truppen und bewaffneten Banden besetzt, die aus der Stadt heraus die umzingelnde deutsche Armee bekämpfen. Aber hier­mit nicht genug, hat die polnische Regierung durch ihre maß­gebenden Instanzen in ganz Polen, und zwar sowohl in den ossizicllen polnischen Blättern als auch durch Aufrufe an die Bevölkerung ossen zum Franktireur- und Bandenkrieg auf­gefordert. >

So hat z. B. der polnische Oberst Roman Umiastowski am 2. September um 19.30 Uhr..über den Warschauer Rundfunk 'folgenden Aufrns erlassen:Die Polen haben Ruhe bewahrt und sogar die unbcwaffneten Personen haben, wo es zu kämpfen gab, gekämpst. Wir fordern die Zivilbevölkerung aus, wenn deutsche Flugzeuge abgeschossen werden, die Piloten gefangenzunehmen. Sollten sie sich wehren, so sind sie sofort zu erschlagen. Die Fallschirmjäger landen mit Sprcng- material, womit sie versuchen, an militärisch wichtige Objekte heranzukommen. Wenn ein deutscher Fallschirmjüaer - an­getroffen wird, soll er sofort an Ort und Stelle erschlagen werden."

Am 8. September 21.08 Uhr erklärte der Sender Warschau: In dem Kampf gegen Deutschland arbeitet die «polnische Be­völkerung Hand in Hand mit den polnischen Soldaten, in­dem sie überall Barrikaden errichtet und mit allen Mitteln die, deutschen Aktionen und Stellungen bekämpst.

Sender Warschau II und Sender Warschau 3? 48 verkün­deten am 8. September um 19.45 Uhr:Hiermit fordern wir die Einwohner aller Städte und Dörfer aus, sofort mit dem Bau von Barrikaden u,nd Tankfallen zu beginnen. Die Barri­kaden sind aus verschiedenen Materialien zu errichten, aus alten Wagen, aus gefällten Bäumen usw. Tankfallen sollen an den Ortseingängen gebaut werden Sie müssen zwei Meter tief und sechs Meter breit'sein, damit auch der Tank hinein­fällt, Außerdem hat die Bevölkerung Benzjw und andere schnell brennbare Mittel in der Nähe der Tankfallen zu halten damit der Tank sofort unschädlich gemacht werden kann und damit er Feuer sängt. Mit dem Bau von Tauk- sallen soll aber so lange noch gewartet werden, bis die eige­nen Truppen in Sicherheit sind."

Kurzwellensender London 688 ain 9. September um 0.80 Uhr:Wir erwarten, daß der Kamp' lür Warschau schwer sein wird, aber wir haben hinter uns nicht nur die Armee, sondern alle Bürger, die in der Lage sind. das Gewehr zu tragen."

Kurzwellensender Miami am 9. September unm 5.05 Uhr: Während Her deutsche Rundfunk den Einmarsch deutscher Truppen in Warschau meldet, verkündet der Warschauer Radio, von Budapest gehört wie die Einwohner aufgeiordert werden bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen." .

London GSA. vom 101 September um 20.30 Uhr: /Die pol­nische Hauptstadt, die von Tausenden von Zivilisten vertei­digt wird. hält noch immer den deutschen Angrifsen stand."

Tender Warschau 2 am 1l. September um 20.41 Uhr und Sender Wilna:Bei den Angriifen auf Warschau land ein deutscher Tank ein unrühmliches Ende. Die Zivilbewöl- kerung machte ihn kampfunfähig."

Sender Lemberg am 11. September:Die . übrigen pol­nischen Städte versprengten Panzereinheiten durch ihre be- waüneten Bürger."

Der polnische Sender in Wilna verbreitet am ll. September die Aufforderung des polnischen "Zivilkommissars Birnacki zum

Meuchelmord an Deutschen:Jeder schlage mit dem zu, was er gerade in der Hand hat."

5. Die bestialischen Grausamkeiten, die die Aufforderung der polnischen Regierüng zum Franktireurkrieg unter der Bevölkerung hervorgerufen hat, sind der Welt bekannt. Die durch zwei Agenten des Secret Service angezettelten Morde der Bartholomäusnacht-von Bromberg an über 1000 Deutsch­stämmigen, die Niedermetzelung von ungezählten Deutschen in Posen und im ganzen Korridorgebiet, die heimtückische Er­mordung verwundeter deutscher Soldaten durch die polnische Zivilbevölkerung, die unzähligen Fälle,' in denen deutsche Sol­daten ihr Leben durch die Hecken- und Dachschützen verloren haben, die qualvolle Ermordung von Fliegern, die, in Gefahr, sich mit dem Fallschirm zu retten versuchten, sprechen eine deutliche Sprache.

6. Polen, der Bundesgenosse Großbritanniens, hat sich also nicht nur nicht an die niit unbeschreiblicher Heuchelei immer wieder von England proklamierte humane Kricasführung ge­halten, sondern jeglichem Gesetz von Menschlichkeit und Men­schenwürde ins Gesicht schlagend, hat die polnische Regierung zur bestialischsten Kricgssührung aufgefordert, die es in der Geschichte der modernen Zivilisation gibt Soeben erst wird der Reichsregierung ein neuer Fall von polnischer Volker- rechtsverletzung bekannt, indem nachgewicsenermaßen bei den Kämpfen am Ostcingang von Jaslo aus Richtung Pilsno über die Jaslonka Gclbkreuzbomben verwandt wurden. Dieser Bor­sall ereignete sich am Freitag, 8. September, 8 Uhr abends, beim 1. Geb. Pi. 82. Das Bataillon hatte 14 Gelbkrcuzkranke, wovon zwei Pioniere bereits gestorben sind. Entgegen den feierlichen vertraglichen Verpflichtungen hat also die polnische Regierung Gelbkrcuzgas verwandt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Se r sülzrer an -er galizischen front

Ilebergang zweier Äimsionen angesichts stdolf Hitlers über ben Sän

Führerhauptquartier, 16. September.

Der Führer begab sich gestern von leinen» Hauptquartier zu den deutschen Truppen nach Galizicn, die bei der Ver­folgung und Zermürbung der polnischen Hceresverbände un­erhörte Marschleistungen vollbrachten. Der Führer wohnte im Laufe des Tages dem Uebergang zweier Divisionen über den Sän bei. Es waren die gleichen Truppen, die bereits in den ersten Tagen des Vormarsches die polnische Bunkerlinie im ostoberschlcsischcn Industriegebiet im tapferen Ansturm durch­brachen und die nun. in Gewaltmärschen den schnellsten Ver­bänden folgend, den polnischen Widerstand an der Tiidsront in unaufhaltsamem Vormarsch zertrümmern.

Ein eineinhalbstündiger Flug bringt uns in das Herz Ga- liziens. Aus diesem Flug haben wir Gelegenheit, die einzig­artigen Marschleistungen der deutschen Truppen zu bewun­dern. die in knapp zwei Wochen kämpsend Entfernungen dnrchinessen haben, wie sie im Kriege in diesem Tempo noch niemals bewältigt wurden Wir überstiege»^ das ostober- schlesische Industriegebiet in dem überall die, Schlote rauchen, die Gruben, Zechen und Hochöfen in Betrieb sind. Tann passie­ren wir in etwa 500 Meter Höhe Krakau mit dem Wawel. wo jetzt deutsche Soldaten die Ehrenwache am Grabe Pil- sudskis halten nachdem die Polen in ihrer Verblendung das polnische Vermächtnis ihres größten Führers zu ihrem eige­nen Verderb so - schmählich verrieten. Weiter ostwärts geht unser Flug nach Tarnow und Rzesznw. Wir slckennen deut­lich den auch durch 20 Jahre polnischer Herrschaft nicht ver­wischten kulturellen Hochstand dieser galizischen Gebiete, ver­glichen mit den armseligen Törsern Kongrcßpolcns, die wir in den Bezirken »in Lodz und Radon» angetroffen haben.

Ueberatt merkt man. daß Galizicn srüher unter österreichi­scher Verwaltung stand. Die Städte sind sauber, die Häuser

beispielloser krsolg unserer Luftwaffe

Zagdyruppe Senhen vernichtete 74 polnische slugieuge

Berlin. 16. September

Die Jagdgruppe des Hauptmanns Gentzen hat in den letz­ten Tagen 74 polnische Flngzeuge vernichtet, davon 28 im Lustkamps, den Rest aus der Erde.

flm sreitag polnische slugreuge vernichtet

Berlin, 16. September

Trotz ungünstiger Wetterlage wurde von Kampsverbänden der deutschen Luftwaffe durch weitere wirkungsvolle Unter­brechungen verschiedener Bahnlinien und starke Beschädigun­gen mehrerer Bahnhöfe der Rückzug der Polen außerordentlich erschwert. Auch vereinzelt auftretende Marsch- und Trans­

portkolonnen ostwärts der Weichsel wurden mit Bomben und MG. angetzrifsen und zersprengt, Straßen und Straßen­kreuzungen erheblich zerstört. Im ukrainischen Raum wurden auf dem Flugplatz Luck els Flngzeuge am Boden zerstört, zwei in der Lust abgeschossen. Ueber Brody sind acht polnische Flugzeuge nach kurzem Kampf brennend zum Absturz ge­bracht, drei Flugzeuge am Boden vernichtet. Weitere sieben polnische Flugzeuge sind bei den Operationen des Heeres un­versehrt in unsere Hände gefallen. Dainit hat der Gegner am gestrigen Tage 31 Flugzeuge, und zwar hauptsächlich Jäger, verloren.

Die an sich schon geringe feindliche Iagdabwehr ist dadurch weiterhin erheblich geschwächt worden.

polnische Vurchbruchsoersuche gescheitert

, In die festung vrest-tilowsk eingedrungen

/ Berlin, 16. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am 14. September überschritt die Siidgruppe des deutschen Ostheeres die Straße LembergLublin.

Die sehr starken und sich derzweisclt wehrenden, um K u t n o eingeschlossenen polnischen Kräfte versuchten gestern nochmals, iiach Südostcn durchzubrechen. Auch diese Angrifft schlugen fehl. Ostwärts der Weichsel nähern sich unsere Truppen vom Norden, Osten und Südostcn der Warschauer Vorstadt P r a g a. Auch dort wurden Tnrchbruchsvcrsuchc nach Osten abgewiesen. Die auf die Festung Brest-Litowsk angesetz­ten Truppen sind vom Norden in die Bcfestigungszone ein­gedrungen. Die Forts sind zum Teil gesprengt. Die Zitadelle ist noch vom Feinde besetzt.

Die Stadt Gdingcn ist in unserer Hand. Secstreitkräste griffen in den Kamp» um Gdingen und auf der Halbinsel Hcla wirkungsvoll ein. Die Einfahrt in den SLdhafen von Gdin- gcn wurde erzwungen.

Die Luitwaffe griff trotz schlechter Wetterlage Bahn­linien, und Bahnhöft mit Erfolg an und unterstützte den Kamps des Heeres gegen die um Kutno eingeschlossene seind- llchc Armee durch Bomben- und Tiefangrisse.

Im W c st c n: feindliche Artillerietiitigkcit ostwärts Saar­brücken. Feind, der am 12. 9. bei Schweix (Grenzort süd­lich Pirmoicns) angegriffen hatte, ging unter dem Eindruck unseres Artillerieseuers wieder über die Grenze zurück. Luft­angriffe aui deutiches Reichsgebiet sanden nicht statt."

Neutrale Schiffahrt unerträglich belästigt

.HelSenliafler" MockoSe-kinsah der britischen Kriegsschiffe kleine folgen mit großen Auswirkungen

e. Kopenhagen. 16. September.

Die Unsicherheit aus der Nordsee ist infolge der mit über­triebener Gewaltsamkeit - und auch Wohl Besorgnis! durch­geführten Blockierung der Tchissahrtswege durch englische Wachtschisse unerträglich geworden. Ueberall spionieren die Briten herum, durchschnüffeln harmlose neutrale Frachter nach Konterbanden und drangsalieren die Reisenden.

So wird jetzt aus Kopenhagen gemeldet, daß selbst auf der Route IslandDänemark kein Schiff mehr seiner Fracht sicher ist. Dänisckie Fahrgäste eines Dampfers gleicl^r Natio­nalität berichtend daß ihr kleines L-chiss. das am 7. September von Thorshavn ausgelaufen war. unterwegs von vier britischen Kreuzern zugleich (!) gestoppt und vom Kiel bis zur Mastspitze durchstöbert wurde Nicht weniger als 13 Ostiziere hätten die Schissspapiere unter die Lupe genom­men ehe der Däne weiterdampsen durste. Wahrlich viel Ge­schrei um wenig und diesmal gar keine Wolle!

Angesichts solchen amtlich kriegerischen Argwohns gegen alles, was unter neutraler Flagae aui der Nordsee schwimmt die Briten brächten es sicherlich »ertig Rettunasboote mit - Schinbrüchigen aus Kriegsmaterial !ür Deutschland" > zu untersuchen! dar» es nicht wundernehmen wenn auch Norwegen ernstliche Befürchtungen wegen seiner Neu­

tralität hegt. Oslo hat. wie die ZeitungAstenposten" kund­gibt, bisher nicht wie Schweden die ausdrückliche Anerken­nung seiner Neutralitätserklärung durch London erhalten. Es darf also mit vollem RechtMißverständnisse" auf Englisch heißt das Schikanen, llebergrisfe und Piratereien veranschlagen, wenn nicht die »eierlichc Zusicherung seitens Englands erfolgt. W i r behaupten allerdings, daß auch diese an den Tatsachen, wie England sie zu sehen beliebt, nichts ändert. Beweis: Siehe die frechen Drohungen und Tätlich­keiten der Engländer gegen feierlich garantierte Neutrale schon seit Ausbruch des Konfliktes.

Es mag zunächst wenig ernsthaft anmuten, wenn man in Ain sterdam den vorzeitigen Tod von 50 000 jungen Enten auf Englands Schuldkonto setzt. Was steckt aber dahinter? Es ist ein Beispiel für viele: die holländischen Kleintierzüchter müssen wegen Futtermangels ihr Kleinvieh vorzeitig in un­rentablem Zustand schlachten und verschleudern. Das Er­gebnis: starke Schädigung der holländischen Wirtschaft, da die stetig weitergreisende Deziinierung des Geflügelbestandes durch die Blockade die Eristenz tqusender Kleinbetriebe vernichtet. Man kann sich ausmalen, daß auck dLr holländische Land- mann die HerrlOmiten jenseits der Salzsee ins Pfcstcrlond verwünscht Es wird solange,noch schlimmer kommen auch der holländische Geduldsfaden reißtl

- Neun polnische Panzerwagen vernichtet

In einem erfolgreichen Gefecht nordostwärts der Festung Brest-Litowsk wurden neun feindliche Panzerkampswagen zer­stört.

Schwere Verluste der polnischen Kriegsflotte

Berlin, 16. September

Das letzte noch vorhandene Polnische Unterseeboot ist in der Nacht zum 15. September aus der Reede in Reval vor Anker gegangen, uin sich dort internieren zu lassen.

Bei einen» mit großem Schneid durchgeführten Augriss einer Stuka-Stafscl aus den Haftn Heisternest wurden durch Bom­ben ein Minensuchboot und zwei Kanonenboote versenkt. Eilt größeres Boot explodierte, zwei weitere Schisse wurden schwer beschädigt.

Polnische Negierung wandert weiter "

Mehrzahl der diplomatischen Vertretungen schon in Rumänien

änd. Czernowitz, 16. September.

Der Sonderberichterstatter der Agencia Stefani meldet, daß die polnische Negierung das diplomatische Korps gebeten hat, Zaleszczyki zu verlassen, angeblich um den von der Front kommenden polnischen Verwundeten Platz zu machen. In der rumänischen Stadt Czernowitz seien am Freitag nün auch die diplomatischen Vertretungen von Belgien, Schweiz, Holland, Schweden, Bulgarien sowie die Botschafter von Frankreich und Japan eingetroffen.

Wie »nan von den nach Rumänien gekommenen Diplomaten erfährt, ist die polnische Regierung jetzt im Begriss. nach dem Polnisch-rumänischen Grenzort Kuth überzusiedeln.

Nach einer Meldung aus Czernowitz ist dort der berüchtigte polnische General Haller, der bekannte Gegenspieler Pilsndskis, in Begleitung von zwei polnischen Offizieren eingetroffen und hat sich auf ein Gut in der Nord-Bukowina begeben.

B u k a r e st, 16. September.

Die rumänisch-polnische Grenze ist jetzt von rumänischer Seite hermetisch abgeschlossen. Ein illegaler Grenzübergang ist, wenn nicht unmöglich gemacht, so doch außerordentlich er­schwert worden. Nur Inhaber ordnungsgemäß ausgestellter Pässe mit Visum werden ins Land gelassen.

Es sind größtenteils Ausländer, die nach Stillegung der von Lemberg »»ach Czernowitz führenden Bahnverbindung im Kraft- wagen die Grenze passieren. Die Gesandten Bulgariens, Däne­marks und Brasiliens trasen bereits in Bukarest ein. TaS Personal der französischen Botschaft mit dein Militärattache Amangaut kam am Mittwoch an. Von führenden polnischen Persönlichkeiten sind der Präsident der Staatsbank. Birka, und der Vizepräsident Nowak nach Rumänien geflüchtet.

Veutsches kigenium freigegeben

Peking. 16. September.

Dos in Tievtsin beschlagnahmte deutsche Eigentum wurde ist- 1 o« inponüche" Druck hin wieder »reigegeben Große deutsche Werte wurden au» diese Weise gerettet.

sind mehrstöckig, die Straßen sind gepflastert und auch in den Dörfern tritt das ärmliche Strohdach gegenüber dem besseren Schindeldach zurück.

In der Nähe von Jaroslaw nördlich von Przernysl landen wir. Die Stimmung der Divisionen, die hier ein­gesetzt sind, ist hervorragend. Es sind ostmärkische Truppen, die hier marschieren. Sie haben ungeheure Marschleistungen hinter sich. Seit 14 Tagen hatten sie keine Ruhe. Sie lassen dem Feind auch sticht eine Stünde Zeit, sich wieder ,zu sam­meln. Sie marschieren und marschieren. 40. 5H. 60 Kilometer am Tag. Man merkt ihnen jedoch kaum eine Ermüdung an. als sie am Führer vorbeiziehen. Sie statten ihm in die­sen Tagen ihren Dank dafür ab, daß er sie vor einem Jahr heimholte ins Reich Wir stehen an der großen Brücke über den Tan. die von den Polen bei ihrem Rückzug gesprengt und verbrannt wurde und neben der jetzt schon wieder eine ieste Holzbrücke gebaut ist. die auch die schwersten Geschütz- lüge und Tanks trägt

Es ist ein wunderbares Bild, diese deutschen Soldaten der Ostmark an ihrem Führer und Obersten Befehlshaber seind- wärts vorbeiziehen zu sehen. Glänzend ist ihre Haltung. Sie kom­men singend die bis zum Flußufen sich senkende Straße herab. Sie singen die alten deutschen Soldatenlieder und die Lieder, die diese Schlacht in Polen schon geboren hat. Mit sestem Blick marschieren sie vorbei. Sie sind sich der Leistungen bewußt, die sie schon hinter sich haben, und man spürt deutlich, sie werden sich mit diesen Taten noch nicht zufrieden geben. Hell klingt ihr neues Lied zum Führer empor:Wir sind Solda­ten und wollen Soldaten bleiben!"

Der Führer grüßt jede einzelne Kompanie, die an ihm vor­beizieht. Er grüßt die marschierenden Insanteristen, die Mann­schaften an den Geschützen, an den MGs, die Männer der schweren Artillerie, der Panzerabwehrwassen, der Feldartillerie, der Flugzeugabwehrtruppen alle, die im gleichen grauen Ehrenkleid zusammen vor dem Feinde stehen. Schon stehen wir weit über eine Stunde an diesem Platz, und noch immer

stark «etteetmrktt-«! rrk 8arUe«k«e-!

Wie war -"das doch mit Chamberlainshumaner Kriegszielsetzung"? Beteuerte der britische Cchefdema- goge nicht mit scheinheiligem Augenaufschlag noch vor wenigen Wochen (und ließ er es nicht von seinem Schreiberling King Hall in allen möglichen Lesarten variieren), niemand in England denke daran, dem deutschen Volk einen Schaden oder gar ein Leid anzu­tun? Kein Deutscher ist auf diesen in zweiter Auflage herausgekommenen Schwindel hereingefallen. Die Lüge war trotz verzweifelter Anstrengungen des Londoner Jnfor- mations- flies: Vergistungs-) Ministeriums nicht an den Mann zu bringen. Die jetzt von der britischen Re­gierung für richtig gehaltene Entscheidung, auch die Lebensmittel zur Konterbande zu rechnen, bestätigt die hebräisch-freimaurerische Hinterhältig­keit der englischen Oberschicht um Chamber­lain. Halifax. Churchill und Eden mit durchschlagender Ueber,zeugungskraft. Die Londoner Konterbande-Erklä­rung bedeutet nämlich nicht mehr und nicht weniger als der niederträchtige Versuch, Deutschland durch Aus­hungerung seiner Gesamtbevölkerung und die Neutralen durch rücksichtslose wirtschaftliche Isolierung der kapi­talistisch-imperialistischen Politik Iuda-Albiöns gefügig zu machen. Diese Absicht wird nunmehr jedenfalls vor aller Welt mit erstaunlicher Kaltblütigkeit demonstriert. Von berufener deutscher Seite ist nun zwar eindeutig nachgewiesen worden, daß jener ver­brecherische Versuch infolge der auf Befehl des Füh­rers erfolgten weitschauenden Maßnahmen der leitenden Männer unseres Ernührungssektors restlos zum Scheitern verurteilt ist als Ausdruck der schmutzigen» Gesinnung Chamberlains und seiner Tra­banten sowie als Kardinalbeispiel der skrupellosen An­wendung teuflischer John-Bull-Methoden ist die eng­lische HungerblKckade ober nichtsdestoweniger in Grund und Boden zu verdammen. Ja, der Wille, einem ganzen Volk samt seinen Kindern. Müttern und Greisen die unmittelbaren Lebensgrundlagen in brutalster Form zu entziehen, ist sogar noch verabscheuungswllrdiger als ein voin Zaune' gebrochener Gas- und Vazillenkrieg! England wird vor dem Forum der Weltgeschichte für diese von ihm zynisch organisierte Freveltat zur Ver­antwortung gezogen werden. Das Mht ebenso fest wie die Tatsache, daß Europas Feind Nr. 1 sein Ziel nicht erreichen wird! mit.

IIIII»MIIMI»MIIIIIIIIIIIIM,I,,IIII,

Unser Isgssssissol

(Dis üsutiAs ^usZads umtallt. sschs Lsibon)

Teutsche Truppen drangen in die Festung Brest-Litowsk ein; Polnische Kriegsschiffe wurden versenkt.

In Gegenwart des Führers überquerten zwei Divisionen den Sän.

Ueber den heroischen Einsatz unserer Luftwaffe im pol­nischen Raum werden beispiellose Einzelheiten gemeldet. Täglich werden neue polnische Verbrechen ausgcdeckt. England vergreift sich an Polens Goldbestand.

Rumänien schloß die Grenze nach Polen.

Der englisch-russische Handel ist »attisch abgebrochen.

Die Tatsachen des polnischen Franttireurkrieges strafen Chamberlain vor der Weltössentlichkeit Lügen.

Der Führer erließ auch für die Zivilbevölkerung eine Amnestie.

Die Haushaltskarten, die Sonntag zur Berteilung kom­men, berechtigen zur Einlösung der Lebensmittelkarten für den neuen Bicrwochenabjchnitt.

Im Anzeigenteil der vorliegenden Ausgabe sind die NSV.- Tiensillellen benannt, in denen ab heute Anträge aus 'nnstoss- und Schuhwarcn gestellt werden tonnen.

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