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Vcemn Muno
parteiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsbkatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremer
j Nr. 252 / S. Jahrgang
Mittwoch. 1Z. September 1SZS
kinzelpreis 15Npf.
Unübersehbare veute an öefangenen und Kriegsmaterial südlich von Nadom
fluch temberg vor dem soll
Schnelles Vordringen der Deutschen
Posen, thorn, Snesen, ffolzensalza, Sambor besetzt / 54 polnische Flugzeuge zerstört
Luft. Berlin, 13. September.
Die deutschen Truppen an der Südsront sind in schnellem Vordringen aus Lcmberg. Siidostwärts von Przemysl haben Gebirgstruppen die Stadt Sambor genommen und stehen damit am Dnjcstr. Schnelle Truppen haben sich nordöstlich Von Prhzemhsl in den Besitz von Krakowiec gesetzt.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die große Schlacht in Polen geht westlich der Weichsel ihrem Ende entgegen.
Die Südtrnppc dringt in Gewaltmärschen gegen und über dem Sän vor. Gebirgstruppen haben im äußersten Siidfliigel Ehhrow südlich Przemysl erreicht. Im Raum zwischen Zwolen, Radom und der Lhsa Gora streckt der Feind die Wassen» Geschütze und Kricgsgeriit von wenigstens vier Divisionen stehen als Beute in Aussicht. Die Gcsangenenzahl ist noch nicht zu übersehen. Auf dem Ostuser der Weichsel südlich Warschaus nahmen Panzertruppcn eine Anzahl schwerer Geschütze, darunter vier 21 -Zentimeter-Mörser.
Verzweifelte Versuche der um Kutno eingeschlossenen starken feindlichen Kräfte, nach Süden durchzubrechen, wurden Vereitelt. Der Ring auch um diese feindliche Gruppe ist geschlossen.
Nördlich der Weichsel nähern sich unsere Truppen der Festung Modlin.
Nach hartem Kampf ist der Feind auch nordostwarts Warschaus geworfen. In der Verfolgung haben unsere Truppen mit der Masse die Bahnlinie Warschau—Bialhstok überschritten, mit vorgeworfenen Abteilungen die Bahnlinie Warschau—Siedler erreicht.
Verbände der Lustwasse wurden wie am Vortage zur Unterstützung des Heeres bei Kutno und zur Störung der rückwärtigen Verbindungen des Gegners ostwärts der Weichsel mit gutem Erfolg eingesetzt. Eine Sturzkampsgruppe hat die Ostausgänge von Warschau abgeriegelt. Der Bahnhof Bialhstok wurde zerstört.
Großendors im westlichen Teil der Halbinsel Hela und ferne Hafcnanlagen sind von leichten Seestreitkrästen in Besitz genommen.
Im Westen örtliche Vorpostenkämpfe zwischen Saargemiind und Hornbach.
Luftangriffe auf das Reichsgebiet ereigneten sich am Montag nicht.
Im Laufe des gestrigen Tages ist der Widerstand der südlich Radom eingeschlossenen polnischen Streitkräste gebrochen worden. Die Beute an Gefangenen und Kriegsmaterial ist auch nicht annähernd zu übersehen.
Durch das Vorgehen unserer Truppen in den Provinzen Posen und Westpreußcn wurden in den letzten Tagen Posen, Thorn, Gnescn, Hohcnsalza und zahlreiche andere Städte beseht. Damit ist auch in dieser Gegend das ehemals deutsch« Gebiet nahezu restlos in deutscher Hand.
polnische Gruppen von der Luftwaffe angesriffen
Berlin, 13. September
Jagdflieger und Sturzkampfgruppen unserer Lustwasse ivcr- den auch heute in der großen Schlacht in Polen im Raftm um Kutno gegen den eingeschlossenen Gegner eingesetzt und erleichterten durch ihre Angriffe das Vorgehen des Heeres.
Kampsvcrbiinde haben durch Bombenabwürfe die Bahnstrecken Sambor—Lemberg, Strhj—Lemberg, Krasnik—Lublin, Warschau—Luckow, Bilsk—Ezeremcha mehrfach unterbrochen. Aus den von Warschau nach Osten und Südosten führenden Straßen wurden Marsch- und Wagenkolonnen wirksam bekämpft.
Ueber der Luftvcrteidigungszon« West wurden drei französische Aufklärer abgeschossen, und zwar zwei von der Flakartillerie und einer von den Jagdfliegern, wobei ein Flieger- kapitän in Gesangcnschaft geriet.
Die Aampfverbände der deutschen Lustwasse haben polnische Truppenansammlungen bei Kutno—Klodawa und Krosniewice— Hobal—GosthniN" erfolgreich bekämpft. Mehrere Verbände griffen das Eisenbahn-Dreieck von Praga sowie die aus Warschau nach Radhzin, Tlnszcz. Siedler und Deblin führenden Eisenbahnlinien an. Brennende Bahnhöfe, unterbrochene Bahnstrecken, schwer beschädigte Eiscnbahnbrückcn, zerstörte Straßenkreuzungen und Straßenbrücken, explodierte Muni- tzionStransPorte, versprengte Marsch- und Lastkraftwagenkolonnen sind das Ergebnis dieser Angriffe.
Die Gegenwehr der polnischen Fliegertruppe wird immer schwächer. Um ihr aber auch die letzten Möglichkeiten zum Eingreifen zu nehmen, wurde die Luftwaffe auch gegen die Reste der Dodenorganisation eingesetzt. Bei den Angriffen
ftnlipolnische vewegung wächst
Rom, 13. September.
Nach einer Meldung des „Messaggero" aus Czernowitz sind Nachrichten eingetroffen, wonach die antipolnische Bewegung in der ukrainischen Bevölkerung Ostgaliziens immer größeren Umfang annehme. Im übrigen geben die Blätter eine Stesani- Meldung aus Kowno wieder, nach der in Weißrußland besonders in der Gegend von Pinsk und Baranowicze stärkste Unzufriedenheit herrsche. Die Bevölkerung weigere sich, sich in das polnische Heer einreihen zu lassen.
aus die Flugplätze Rodek, Deblin, Luck und Lemberg wurden 34 polnische Flugzeuge aus den Rollfeldern zerstört, zwei Flugzeuge im Lustkamps abgeschossen.
Unsere Flugzeugbesatzungen dürfen darauf stolz sein, durch ununterbrochenen fortgesetzten Einsatz am Erfolg der großen Schlacht in Polen entscheidend beteiligt gewesen zu fein.
erfolgreiche ftperalionen der slowakischen Iruppen
Preßburg, 13. Svptsmlber
Die slowakischen Truppen haben, wie aus dem slowakischen Heeresbericht hervorgeht, im Ostabschnitt der Front starke feindliche Widerstände gebrochen und den Feind in einem Frontalangriff gezwungen, 20 Kilometer weit zurückzuweichen. Dadurch haben sich die slowakischen Truppen in ihrem Frontabschnitt eine günstige Operationsstellung gesichert. Auch auf der Linie Krosno—Sanok befindet sich der Feind in ständigem Rückzug. Der Flugplatz in Krosno steht in Flammen. Me slowakische Lustwasse entwickelt lveiter eine rege Tätigkeit und hat jeden Aktion sversuch der polnischen Flieger unterbunden.
Mit besonderer Genugtuung stellt der slowakische Heeresbericht abschließend die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Einheiten der deutschen Wehrmacht fest.
Im Austrage der militärischen Befehlsstelle haben die slowakischen Behörden in Teilen des an die Slowakei grenzenden und vielfach von Slowaken bewohnten polnischen Staatsgebietes die Zivilverwaltung übernommen. Die slowakische Regierung hat den Rat der politischen Verwaltung Lukaohich zum Regierungskvmmissar für diese Gebiete bestellt.
tzuma will Warschau vernichten
polnischer Sonera! bewaffnet Schwerverbrecher / tlzamberlains Mutschuld
inü. Bremen, 18. September.
Die Saat der Verhetzung des polnischen Volkes durch England, planmäßig vorbereitet und durchgeführt vom Londoner Brunncnvergistungsministerium. geht in einem erschreckenden Maße vor allem in Warschau und in Nordostpolen auf. Wie jetzt bekannt wird, ist es beim Eindringen der deutschen Truppen in die polnische Hauptstadt aus deren Straßen und Plätzen zu unbeschreiblichen Ausschreitungen des entfesselten Mobs gekommen. Dieser Ausbruch der niedrigsten Haßinstinkte polnischer Banden trifft nunmehr in vollem Matze auch das eigene Volk.
Wie erinnerlich, besetzten die deutschen Panzertruppen zunächst den südwestlichen Teil Marschans, wobei sie feststellten, daß in den Hauptstraßen unter Verwendung von Straßen-' bahnen und Lastkraftwagen Barrikaden in einet Höhe bis zu 3 Meter errichtet worden waren, hinter denen die Zivilbevölkerung vom Abschaum der Stadt zu verbrecherischem Guerillakrieg gegen die ritterlich kämpfenden deutschen Truppen gepreßt wurden und noch werden. Der polnische General Czuma hat nämlich, nachdem der englische Rundfunk die Bromberger Mordtaten im wahrsten Sinne des Wortes verherrlicht hat, seinerseits in Verbindung mit der korrupten sozialdemokratischen Partei Polens das Gefängnis Mokotow geöffnet und die Insassen, zum größten Teil notorische Schwerverbrecher, zwecks Organisierung des Franktireurkvieges mit Waffen aller Art auf die ahnungslose Bevölkerung losgelassen. Das Schreckensregiment, das diese Banden unter dem Vorwand der Rcquirierung von Barrikadenmaterial ausüben, wird ewig ein Schandfleck in der Geschichte Polens bleiben. Gegenüber den Verzweislungsschreien der Mütter und Kinder Warschaus hat der General Czuma nur die im
Sarins beim sülzrer und seinen Fliegern
verichlerstattung über die Maßnaftmen für die Neichsverteidigung
Lni>.12. September.
Genevalfeldmarfchall Göring suchte Dienstag vormittag den Führer in seinem Hauptquartier auf und erstattete ihm in einem zweistündigen Vortrug Bericht über den weiteren Einsatz der Luftwaffe und über die Maßnahmen, die er als Vorsitzender des Ministerrates für die Reichsverteidignng bisher getroffen hat.
Im Anschluß daran begab sich der Generalfeldmarschall in seinem Flugzeug zu den Frontverbänden der Lustwasse, die in den letzten Tagen im Raume zwischen Warschau und den Karpaten eingesetzt waren. Er dankte seinen Fliegern aus verschiedenen Einsahhäfen für die gewaltigen Leistungen, die seine Erwartungen und auch die des deutschen Volkes voll gerechtfertigt hätten und zeichnete im Namen des Führers eine Reihe von Besatzungen, die besonders schneidige Taten vollbracht haben, mit dem Eisernen Kreuz aus.
Aus den Anfahrtswegen wurde der Feldmarschall' von der in Städten und Dörfern dichtes Spalier bildenden Bevölkerung mit Hellem Jnbsl begrüßt. Es war der Dank der Grenz- bevölkernng für die Einsatzbereitschaft, die Kampsesfrsudigkeit und die Erfolge, seiner Luftwaffe.
kine kntftiieidung Kermann öörings
Stellvertreter und Stabsleiter des Generalbevollmächtigten für die Reichsvcrwaltung bestellt.
Berlin, 13. September
Der Vorsitzende des Ministerrates sür die Reichsverteidignng, Gcneralscldmarschall Göring, hat zum Stellvertreter des Generalbevollmächtigten sür die Reichsverwaltung Rcichsminister Dr. Frick, den Reichssührer st und Ches der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern, Himmler, und znm Stabs- lciter des Generalbevollmächtigten sür die Reichsverwaltung den Staatssekretär im Reichsministerium des Innern, Dr. Stuckart, bestellt.
Me Neutralen 7 stch nicht fangen!
knglands gefährliches Spiel — vedeutsame gemeinsame kntschließung der Sslo-Staaten
L. Berlin, t3. September
Wer sich einmal das peinliche Schuldkonto Englands betrachtet, auf dem gegenüber einer Unzahl von gewissenlosen Neutralitätsverletzungen lediglich lahme Entschuldigungen oder noch mehr hinterlistige Anwürfe gegen Deutschland zu buchen sind, kann die wachsende Empörung und schroffe Haltung der britischcrseits brüskierten Neutralen verstehen.
England, das sich so gern tantenhafte Autorität in allen Völkerrcchtssraocn anmaßt, treibt sein Doppelspiel zwischen heuchlerisch verkündeter „Achtung aller Neutralität" und spitz- büberischen Verhöhnung derselben derartig auf die Spitze, daß man schon sagen darf: „Der Neutrale muß viel leiden!" Allerdings hat der britische Großmachtdünkel schon soviel kräftige Abfuhren hinnehmen müssen, daß die Weltmeinung, und nicht nur die erklärt neutrale, den Störenfried immer klarer durchschaut. Es besteht also begründete Aussicht, daß eines Tages die Neutralen aufhören werden, sich nach den immer wiederkehrenden Vergewaltigungen ihrer Hoheitsrechte mit bloßen diplomatischen Ausflüchten der Briten zufriedenzugeben, Die jüngsten Neutralitätsverletzungen sind nicht geeignet. alle betroffenen Länder, darunter besonders Belgien, Holland und Dänemark, noch weiter nachgiebig und englischen Einflüsterungen zugänglich zu halten. Dennoch lügt man jenseits des Kanals lustig weiter, obgleich sich das Lü- gengespinst bereits bedrohlich über dem eigenen Hals zusammenzieht.
Es „soll" laut Meldung des Pariser „Figaro" ein rnit Explosivstoffen beladeneS deutsches Flugzeug aus dem belgischen
Veutschlands wirtschaftlicher Seneralstab
Mustergültige Voraussetzungen für Sei» totalitären krieg in Veutsttzland
Bern, 16, September
Im „Bund" und anderen Blättern beginnt ein Berliner Korrespondent eine Artikelserie über die Praxis des totalitären Krieges. Die Redaktion des „Bund" schickt die Bemerkung voraus, der totalitäre Krieg bestehe organisatorisch in einem Leistungsausgleich zwischen Front und Heimat, In seinem ersten Artikel weist der Korrespondent darauf hin, daß sich die Umgestaltung der Produktionskräfte in Deutschland mit größter Schnelligkeit und stärkerer Konsequenz, also im ganzen mit größerer Wirkung durchführen lasse als in manchen anderen Großstoaten, weil die autoritäre Führung der deutschen Wirtschaft die bisher schon^ bestand, unerläßliche Orga n i sationssormen bereits geschaffen und sich habe einspielen lassen. Zum anderen
hätte der wirtschaftliche Generalstab, den Hitler vor einigen Jahren berief, gerade diese umfassende Umstellung in großen Zügen schon vorbereitet. Die Kriegswirtschaftsverordnung mit ihrem Appell an den Leistung?- und Opferwillen aller Ve- völkerungsschichten bezeuge, daß Hitler der bruchlosen Einheit zwischen Führung und Volk ebenso sicher sei, wie der Stärke der Staatsmacht.
Der Nationalsozialismus habe Maßnahmen getroffen, aus denen die breiten Volksschichten die Ueberzeugung gewinnen, daß keine Person und keine Institution außerhalb der Sparmaßnahmen und der Opferleistung geblieben ist. Auch habe das nationalsozialistische Regime Spekulanten, Preistreiber, Kriegsgewinnler usw. besonders hart an die Strippe genommen.
Flugplatz Evöre heruntergeholt worden sein. Warum, so entrüstet sich das offensichtlich von Churchill und Trabanten inspirierte Blatt, verschweigt Belgien diese „deutsche Ncu- tralitätsverletzung", wo doch die „Versehen verirrter englischer Flieger" so empfindliches Echo in der belgischen Oessentlichkeit finden? Nun, Belgien hatte es nicht'nötigt Sie Wahrheit zu verschleiern: Laut Dementi des belgischen Vcrtcidigungs- ministeriums war nämlich gar kein deutsches Flugzeug zu landen bemüht worden, weil es eben nicht da war! Ebenso hatte das an sich schon bittere Dementi die'Folge, daß die belgische Presse diesen Fall dazu benutzte, den west- Plntokratischen Lügensabrikanten energisch auf die Pfoten zu hauen und die trüben Mätzchen anzuprangern, mit denen die westliche Hetzpresse Deutschland als wilden Mann in den Augen der Neutralen hinzustellen verflicht. Am allerbittcrtestcn war aber die erneute Aufforderung des belgischen Verteidigungsministeriums an die Oessentlichkeit, „sich- vor der Verbreitung phantastischer Nachrichten zu hüten und ihnen keinen Glauben zu schenken." Wer sich in den eigenen Hals lügt, erstickt leicht daran!
einmütige stbwetzrfront
Eine Berlautbarung der Oslo-Besprechungen gibt Großbritannien eindeutig zu verstehen, daß sich alle Staaten der neutralen Mächtegruppe einig darüber sind, eine britische Aussicht über ihre eigenen und zwischenstaatlichen Wirtschaftsbeziehungen nicht anzuerkennen. So haben z. B. Dänemark und Norwegen ein Abkommen über den Austausch von Zucker und Salpeter vorgesehen, wie überhaupt bei jeder besonders unter den nordischen Ländern durch britischen Druck zu erwartenden Knappheit ein entsprechender Austausch sofort wirksam werden soll. In Brüssel wurde von gut unterrichteter Seite erklärt, daß die unverschämte englische Aufforderung an die Oslo-Staaten, sie hätten die Menge der zu ihrer Existenz benötigten Waren anzugeben (!) energisch zurückgewiesen werde.
Die Oslo-Staaten würden diese (wahrlich echt) britische Anfrage, die einen verzweifelten Druck Englands auf die neutralen Staaten wegen Einstellung ihres Transitverkehrs mit Deutschland bedeute, mit einem Protest und der Erklärung beantworten, daß ein solches Verfahren unzulässig sei und der Neutralitätspolitik widerspreche. Ebenso soll eine einmütige Entschließung gegen die flagranten englischen Ge- bietsverletznngen gegenüber den Neutralen «»folgt fein.
(Siehe auch Seite, S)
Radio verkündete Antwort, er wolle aus der Stadt einen Trümmerhaufen machen, in dem kein Lebewesen verschont bleiben solle.
Im Zentrum Warschaus richtete übrigens die Artillerie- beschießung seitens der Polen schweren Schaden an; zahlreiche Gebäude wurden völlig zerstört. Neutrale Berichterstatter bestätigen, daß die Wasserversorgung völlig unterbunden ist. Eine Panik größten Ausmaßes rief die Explosion eines von der Polnischen Artillerie beschossenen Gasbehälters he.rvor. In den nicht vom polnischen Artilleriefeuer heimgesuchten Häusern verüben Sträflinge und Halbwüchsige Mord- und Raubübersälle am hellichten Tage. Vor allem sind Plünderungen an der Tagesordnung, Die in den noch nicht bedrohten Stadtteilen zu Zehntausenden zusammenströmenden Flüchtlinge sehen mit Schrecken und Entsetzen den nächsten Stunden entgegen, sind sie doch davon überzeugt, daß General Czuma im Gegensatz zur Kampfesweise der deutschen Truppen die Zivilbevölkerung der sicheren Vernichtung, und zwar dem Moloch des polnischen Wahnsinns, preisgibt.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Veutsttzes Note kreuz an das Inlernalionale Komitee
Dringender Wunsch nach Entsendung von Vertretern
Berlin, 13. September.
Das Deutsche Note Kreuz hat an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Gens das folgende Telegramm gerichtet: Entgegen der strengen Beachtung aller völkerrechtlichen Bestimmungen und Gesetze der Menschlichkeit bei deutschen Kampfhandlungen verüben Polen im Rückzug vor deutscher Besatzung aus Volksdeutsche grausamste Unmcnsch- lichkeiten. Deutsches Rotes Kreuz hat dringenden Wunsch, daß das Internationale Komitee Vertreter entsenden möchte zu eigener Bezeugung bei völliger Freiheit der Feststellung. Znstimmendensalls Benachrichtigung und unverzögerte Abreise von größter Dringlichkeit. Deutsches Rotes Kreuz.
Lee Aikeee öakiate«
Von Helmut 8llnc!srmonn
Die Wucht, die Schnelligkeit und die Präzision unseres polnischen Feldzugs hat der Welt Bewunderung abgenötigt. Niemand vermag sich dem Eindruck der genialen strategischen Leistung und der überragenden Truppensüh- rung zu entziehen, die Liesen einzigartigen Vormarsch zu so raschen und durchschlagenden Erfolgen geführt haben. Die wiedererstandene deutsche Wehrmacht hat den Beweis einer Schlagkraft gegeben, die unsere Gegner nicht ahnten, und die selbst unsere kühnsten Hoffnungen übertraf.
Wir wußten zwar, daß die nationalsozialistische Wehrmacht in den wenigen Jahren ihres Aufbaues mit den besten Waffen ausgerüstet und , einer hervorragenden Ausbildung teilhaftig wurde. Wir waren uns bewußt des soldatischen Geistes, der unsere Nation erfüllt, und des Ethos der unbedingten Pflichterfüllung, das jedem unserer Soldaten-zum höchsten Lebensgesetz geworden ist. Aber wir vergaßen, den heiligen Fanatismus zu würdigen, der geboren ist aus der Erkenntnis der geschichtlichen Größe unserer Zeit und der die Tapferkeit unserer Truppen beseelt, wie er ihren Marsch beflügelt.
Wer Gelegenheit gehabt hat, in diesen Tagen den im höchsten Tempo und ohne Pause durchgeführten Vormarsch unserer Soldaten unmittelbar mitzuerleben, der weiß, welche übermenschlichen Leistungen dabei von jedem unserer Kämpfer — vom Schützen bis zum General — vollbracht worden sind. Wenn-es zuerst-gatt,-gleich im ersten wuchtigen Gegenangriff den Feind 'zu erschüttern. so wurde dann die pausenlose Verfolgung der-flüch-
Illlllllllll>llinininill,nilll>ll>llllll>ll>l>inillllll»»»liniinntt»»»nn!mnnnn!nn
Unser Issvsspisssl
(Ois bsntiZs Ausgabe uwkakt ssebs Lsitsn)
Die deutschen Truppen besinden sich im Vordringen aus Lcmberg; Thorq. Gnescn, Posen, Hohcnsalza in den deutschen Provinzen Westpreußen und Posen sowie Sambor am Dujepe wurden besetzt. Im Raume um Nadom haben sich die polnischen Streitkräste ausgelöst.
Der polnische General Czuma will Warschau dem Erdboden gleichmachen.
Die deutsche Lustwasse vernichtete abermals 34 polnische Flugzeuge.
Das Deutsche Rote Kreuz hat sich zur Prüfung der polnischen Bestialitäten an das Genfer Internationale Komitee gewandt.
In Rußland konnte ein englisch-polnischer Spion gefaßt und abgeurteilt werden.
In einer gemeinsamen Brüsseler Entschließung haben die Neutralen den unverschämten Ucbcrgrifsen Englands eine Abwehrsront entgegengestellt.
Ein Nugenzeugenbericht aus Brombcrg schildert die polnischen Bestialitäten.
Hermann Göring erstattet dem Führer an der Front Bericht.
In Hamburg wurde eine die Verdunkelung verbrecherisch ausnützende Bande festgenommen.
Der Reichssinanzminister hat die Bestimmungen für die Ausschreibung der Lohnsteuerkarten 1940 erlassen.
Die Höchstmengc sür Fleisch- und Fleischwaren je Kopf und Woche ist aus 800 Gramm festgesetzt worden. Kautschukbereifungen verfallen der Beschlagnahme.
Der Polizeipräsident kündigt scharfe Maßnahmen gegen betrunkene Verkehrsteilnehmer an.
Nach einem Erlaß des Rsichsjiigermeisters wird die Jaqd weiter ausgeübt.