Ausgabe 
(12.9.1939) Nr. 251
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parteiamtliche Tageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden Vurgermeisters der 5reien kjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsbkatt des Neichsstattiialrers in Oldenburg und Vrenren

Nr. 251 / S. Jahrgang

Vienstag, 12. September 1SZS

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Führerhauptquartier, 12. September. Der Führer hat sich auch gestern wieder im Flugzeug an die vorderste Front begeben, dorthin, wo zur Zeit die Ent­scheidung der großen Schlacht in Polen sich unaufhaltsam vollzieht, die Ernte der beispiellosen Tapscrkeit und Lsscnsiv- krast der deutschen Truppen heranreift. Dieser zweite Front­slug des Führers siihrte mitten hinein in das Operations­gebiet zwischen Lodz und Warschau, wo die eingeschlossenen polnischen Truppen sich verzweifelt bemühen, nach Osten durchzubrechen.

Wieder wie Sonntag landet der Führer auf einem der Feld- .flugplütze wenige Kilometer hinter der Front. Die stäche polnische Ebene, die ausgedehnten Stoppelfelder geben her­vorragende Flugplätze ab. Diesmal ist es der Platz einer Zerstörerformation. Der Kommandant kann zur Begrüßung dem Führer voll Stolz die Ergebnisse des gestrigen Feind- fluges. melden: Diese ein« Formation hat an einem Tage 4t polnische Flugzeuge vernichtet und dabei zahlreiche weit östlich gelegene polnische Flugplätze zerstört. Voll Freude hört der Führer diese Meldung tapferen deutschen Fliegertuchs.

6o«i;e firbeit der Luftwaffe

Auf der Fahrt in die vorderste Front begegnen wir den Spuren der deutschen Luftangriffe Besonders in.Rawa, dem Punkt, der sür die deutschen Truppen der Schlüssel für den ^entscheidenden Vorstoß auf Warschau war, sind die militärisch-- i wichtigen Objekte nur noch wirre Trümmerhaufen aus Stein und Stahl. Hier haben die deutschen Bomben ganz« Arbeit gemacht. Wir finden aber auch ebenso wie am Sonn­tag zahlreiche Zeugnisse des Bandenkrieges. Die deutschen Truppen hätten ja in den ersten Lagen ihre mit ungeheurer - Ene-rgic geführten Vorstöße nicht die Möglichkeit, sämtlich«

" Widerstandsnester systematisch zu erledigst!. Sie kämmten das Land gleichsam wie eine dünne, ununterbrochen vor­gehende Treiberkette durch. Jetzt kommt das große Aus­räumen. Wir begegnen ununterbrochen langen Gefangenen- zügen, die von deutscher Feldpolizei nach hinten geleitet werden. Bald sind es einzelne Gruppen und Grüppchen. die in geringem Abstand einander folgen, bald geschlossene Transporte von Hunderten und Taufenden. 'Die wahre Zahl- der bereits Gefangenen und der noch in den Wäldern umherirrenden Polen wird erst in einigen Tagen einiger­maßen feststellbar sein. Eins ist allerdings hielte schon sicher: Aus den Straßen nach rückwärts marschieren die Trümmer einer geschlagenen Armee.

Nicht mehr ;u sprengender eiserner Ning

Noch größer allerdings wird die Zahl der Gefangenen werden, wenn auch die Divisionen versprengt und entwaff­net sind, die heute noch im Raume zwischen Lodz und War­schau mit letzten Vcrzlveislungsangriffen gegen die eisern^ Umklammerung des deutschen Heeres anrennen. Je weiter Wir an die Front kommen, desto deutlicher erkennen wir. Wie dieser unzerreißbare eiserne Gürtet immer stärker und fester wird Unaufhörlich ziehen hier irische Truppenmassen «ach Norden: Infanterie, Feldartitlerie, Flak, schnelle Trup­pen und schwere Artillerie bewegen sich rasch und unaufhalt­sam nach vorn, um das End«- der Palen zu beschleunigen.

,Fsr sichrer kommt!"

Wir überholen in rascher Fahrt die vorrückenden Kolonnen. Mit Jubel begrüßen die Truppen den Führer. Das Heil- Rufen reißt nicht ab. Mit Blitzesschnelle eilt die Kunde un­serer Wagenkolonne voraus:Der Führer kommt!" Wie leuch­ten die Augen unserer tapferen Soldaten, die nun seit zehn Tagen in ununterbrochenem Vorgehen sind. Es ist kein müdes Gesicht zu sehen, braungebrannt und in straffer Hal­tung grüßen sie den Führer, als er an ihnen vorübersährt. Doppelt freudig marschieren die Truppen nun weiter. Sie wissen, der Führer, der erste Frontsoldat des Reiches, ist mitten unter ihnen. Unter seinen Augen werden sie ihre Siege er­kämpfen.

In der Stellung der schweren firmierte

In den- Straßengräben liegen vereinzelt polnische Geschütze, polnische Munitionswagen, Ausrüstungsgegenstände und auch einige polnische Tanks, zerschossen und bewegungsunfähig, zum

Teil ausgebrannt. Die deutschen Panzer haben sie zusammen­geschossen. Aus den Häusern längs der Straße wehten noch überall die Weißen Fahnen der Uebergabe. Dann mehren sich die Zeichen des Kcnupses. Aus den Feldern stehen feuerbereit deutsche schlvere Batterien, geschützt von Flaksormationen. Der Führer fährt mitten durch diese vorderste Stellung der Divisionsartillerie. Stach weiter vorn treffen wir auf einen Divisionsstab. Er ist in einem halbzersallenen Bauernhaus untergebracht, durch dessen schütteres Strohdach die Sonne ins Innere schaut.

Voll Stolz kann der Divisionsgcneral dem Führer melden, daß alle Versuche der Polen, die hier mit dem Mute der Ver­zweiflung anrannten, im deutschen Feuer unter schweren Ver­lusten zusammengebrochen sind. (Fortsetzung aus Seite 2)

polen schießen Warschau in Vremd

sranktireurkrieg steigert kngianSs vlutschuld ins Unermeßliche

Wilna, 12. September

Alle in Wilna eintreffenden Meldungen besagen, daß War­schau immer mehr zum Schauplatz eines sinnlosen Kampfes wird. Die wahnwitzige Hetze der polnischen Regierung, die durch Rundfunk, Presse und Flugblätter unter der Zivil­bevölkerung betrieben wird, trägt ihre ersten blutigen Früchte.

Das gange Leben der umkämpften städt ist erstürben. Nebeocill tüvinen sich auch in der Innenstadt die Barri­kaden. Wagen der Straßenbahnen. Fuhrwevke und das aufgerissene Straßenpstaster, sollen den endgültigen Fall der schon weitgehend von den deutschen Truppen umzingelten Stadt hinausschieben. Diese Barrikaden werden aufsorde- rungsgemäß von der bewaffneten ZioilbevöWevnng nicht nur errichtet, sonder» auch besetzt gehalten. Das grausame und

strnMche zum Meuchelmord

Notwendiger Kampf gegen das vandenunwesen

s. Berlin. 12. September.

Noch geht die grauenvolle Kunde von der Vrombcrger Blutnacht und all den anderen Schreckenstaten polnischer Untermenschen durch die gesamte Kulturwclt England selbstverständlich gebührend ausgenommen. noch schreit die Schuld der Warschauer Regierung an diesem alle mittelalter­lichen Kriegsgreuel übertreffenden organisierten Massenmord an Wehrlosen nach Sühne, und schon wieder gellen die Mord- ausrufe des englisch-polnischenBcrteidigungskomitees" über den Wiknaer Sender, diesmal aus der Giftküche des berüch­tigten polnischen Zivilkommissars Birnacki. Nach der Auffor­derung, die von deutschen Flugzeugen zur Warnung und Be­ruhigung der Polnischen Nichtkiimpsrr abgeworfenen Flug­blätter zu verbrennen, werden die Heckenschiitzen hinter der Front weiter aufgeputscht:Kämpft auch gegen die deutschen Diversanten (d. h. die zu Einzelaktionen angesetzten deutschen Soldaten und waffenlose Volksdeutsche) hinter der Front. Jeder schlage mit dem zu. was er gerade in der Hand hat. und niemand iiirchtc die Folgen iür solch eine vaterlän­dische (!!) Tat." Und schon wird aus Vrest-Litowsk gemeldet, daß wieder drei Deutsche hingemcuchelt wurden. Auch dieses Blut Unschuldiger komme über England!

In Amsterdam wird aber aus Wilna gemeldet, daß bei allen Polen, die der Planmäßigen Mordhetze ihrer von Eng­land gestützten. Gewalthaber noch nicht erlegen sind, sich die Empörung über diese polnisch-britische Barbarei spontan Lust

macht. So kam es zu Zusammenrottungen der Zivilbevölke­rung,. die ossenlnndig e n g l a n 0 > e ,i-n,d l >,ch e Stimmung trugen, «prechchöie wie- ..Die Engländer und feige. Sie brechen ihr Wort und verraten uns Polen" beweisen, daß män auch in Polen das wahre »laskenlose Gesicht des eng­lischenWassenbruders" zu durchschauen beginnt.

Unser Berichterstatter Graf Ezernin hatte Gelegenheit, in Tschenstvchan und Umgebung das Treiben der Franktireure zu beobachten. Ihr Vorgehen war minier das gleiche. In Tschenstvchan selbst, also in der Stadt, schössen sie Salven auf vorüberfahrende Kolonnen oder in die Fenster von Häusern hinein, die sie von unseren Truppen beietzt wußten und versuchten dann, das Weite zu gewinkten.

Manchmal gelang es ihnen auch, sich an einen einzelnen Soldaten heranzuschleichen, der sich gerade an einem Brunnen oder sonstwo wusch, um ihm mit einem Rasiermesser die Kehle durchzuschneiden. Alle diese Elemente grüßen mit dem deutschen Gruß rnsenCheil Chitlcr" und überfallen unsere Soldaten des Nachts mit dem Rasiermesser. Nur äußerste Strenge und rücksichtslose Strafe kann diesem Bandenwesen begegnen. Wer mit einer Waffe dazu zählen natürlich Rasiermesser angetrossen wird. wird rücksichtslos an die Wand gestellt und erschossen. Rgzzien linden zu diesem Zwecke überall durch die Polizei und st statt, und verdächtige Elemente werden soiort festgenommen. So ist es innerhalb von drei bis vier Tagen gelungen, in Tschenstvchan und Umgebung dieses Bandenwesen fast restlos auszurotten.

Unsere Luftwaffe überall siegreich

Kampfflieger griffen erneut Sie polnischen vtchnlinien an

Berlin, 12. September

Unsere Lus-Kvafse hat am 9. September in Polen reiche Beute gemacht. Wie schon gemeldet, würden bei Lubltn sieden Flugzeuge abgeschossen und acht Flugzeuge durch Bomben­abwurf verui-chtet. Nachträglich wird bekannt, daß ein anderer Verstand am selben Tage bei LustUn sieben weitere Mngzenge zum Absturz gebracht hat.

Außer dem Eisenbahnknotenpunkt Lusttin wurden von den deutschen Kampffliegern die Bahnhöfe Samor-Lombcrg, EhhvmvPrzemysl, RnstnikNisko, ferner die Bahnlinien RzeszowLemstevg, SandomierzPrzeworsk, die Bahnkreu­zungen bei Dielce und Luckow und die Flughäfen bet Sta­nislaw und Lemberg Mit Erfolg angsgrUfsen. Unsere Verluste waren trotz der regen Tätigkeit sehr gering: ein Augzeng mußte hinter den pblntschen Linien notlanden, zwei welle« aus eigenem Gebiet.

Die am 10. September erfolgte erfolglose Beschießung des Flugplatzes Saarbrücken durch französische Artillerie wurde

tfturckill W1 dieftrheiria" nicht rußen

Neueste Lüge rerplatft klare seststellung des klberkommandos der Kriegsmarine

Berlin, 12. September.

Die französische Nachrichtenagentur Havas hat die Versen­kung derAthenia" erneut in dem Bestreben aufgegriffen, den Untergang dieses Lchisfes als eine Tat deutscher U-Boote Hinzustellen. Die Agentur behauptet, daß,.der.deutsche Admiral- stab- die U-Boote angewiesen habe, bereits zu Beginn der Krise in See zu stechen. Dies beweise die Versenkung der Athenia" bei den Hebenden am zweiten Tag der Feindselig­keit in einer Gegend, wo kein deutsches U-Boot, das am Tage der Eröffnung des Krieges von seinem -Stützpunkt ausgelau­fen wäre, sich insvlge der Entsernnng hätte besiuden können. Die Agentur will ihre These mit der Behauptung begründen, daß schon seit dem 15. August die Anwesenheit der beiden deutschen U-Boote ^U 26" undU 27" unter dem Befehl

von Kapitän von Friedeberg in Island gemeldet worden sei, und daß es sehr wahrscheinlich sei, daß eines dieser U-Boote dieAthenia" ohne Warnung versenkt habe.

.Hierzu teilt das Oberkommando der Kriegsmarine mit: Die deutschen U-BooteU 26" undU 27" haben in der Zeit

dom 21, bis 2t. Juli dem isländischen Hasen Reykjavik einen inoffiziellen Besuch abgestattet. Die beiden deutschen U-Boote sind danach in ihre Heimathäfen zurückgekehrt. ,!U 27" lies am 29. Juli wieder in Wilhclmshadcn ein.U 26" am

30. Juli in Kiel. Beide U-Boote sind demnach längst vor Ausbruch des Konflikts in ihre Heimathäfen zurückgekehrt. Sie besandcn sich auch bei Ausbruch des Konflikts in heimatlichickl Gewässern. Der Versuch, die Versenkung derAthenia" mit der Fahrt der beiden deutschen U-Boote nach Reykjavik in

ursächlichen Zusammenhang zn bringen, kann daher nur als eine neue bösartige Unterstellung angesichts des Znsammen- bruchs aller Bemühungen gewertct werden, die Versenkung derAthenia" deutschen Kriegsschisse» zur Last zu legen.

Hierzu schreibt der Deutsche Dienst: Bisher hat nur ein Torpedo des Herrn Churchill sein Ziel nicht verfehlt: der Tor­pedo der die Versenkung derAthenia" zur Folge hatte. Der Torpedo aber, den Herr Churchill in dem skrupellosen. Be­streben, das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika in Krieg gegen Deutschland zu hetzen, gegen das Reich ab­

schoß, indem er versuchte, unter den niederträchtigsten Argu- mentierungcn Deutschland die ruchlose Versenkung der Athenia" zu unterschieben, und sich selbst ein Alibi zu ver­schaffen. hat wie 'ein Bnme-rang aus den Ersten Lord der britischen AtzMiraliiat zurückgeschtagon. Alte Methoden, Üie der Kriegstrciber Churchill in Szene setzte, um sein frevel­haftes Spiel zum Ziele zu führen, haben rechtzeitig von Deutschland eine Richtigstellung und Zurechtweisung erfahren, an deren Stichhaltigkeit die Welt nicht zu zwcisetn vermag.

Angesichts des Zusammenbruchs seines verbrecherischen Unterfangens hat Herr Churchill nun geglaubt, eine wahr­haft , verzweifelte Situation" durch ein Muhendes Manöver retten zu können. Er hat sich die Koordinierung des fran­zösischen und englischen Nachrichtendienstes zunutze gemacht und die französische Havas-Agentur beauftragt, eine neue Lüge in die Welt zu setzen, die an Hand klär belveisbarer Tatsachen unve-rzüglich von, Oberkommando der Kriegsmarine mit aller Deutlichkeit widerlegt werden konnte. Wer lügt, muß zu der Lüge stehen. Diesmal aber hat es nicht geklappt'

Der Meister der Lüge hat kläglich versagt, wenn man nicht glauben soll, daß der britische Geheimdienst ungleich schlechter ist als sein Ruf. Denn wer mit falschen Taten operiert, nimmt sich selbst den Wind aus den Segeln. Am 15. August, das heißt an dem Tage, an dem Havas zufolge die Anwesenheit der beiden deutschen N-Boote in Island ge­meldet worden sei, hatten U 2« und U 27 bereits seit drei Wochen Reykjavik verlasse».

Durch' stas Dsmentzi des Oberkommandos der Kriegsmarine bricht diese jüngste Lüge des amtlichen Englands in sich zu­sammen. Wir wollen nicht verfehlen festzustellen, daß es schlecht nm die Sache stehen muß, die -Herr Churchill nist so viel Eifer und Stack,druck startete, wenn London überstürzt angefertigte, geradezu hilflos wirkende Grenelmeldungen her­ausgibt. die in allen Einzelheiten ebenso schnell wie klar zu widerlegen sind.

Es bleibt schon dabei, was die nicht zu überhörende Stimme desPopolo »'Italic, sagte:DieAthenia" würde noch heute auf dem Wasser sckwimmen, wenn nicht omerikaniscke Passagier« an Bord gewesen wären."

von zwei Flugzeugen geleitet, die beide von deutschen Jagd­fliegern abgeschossen wurden.

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oöring begibt sich an Sie front

Berlin, 12. September

Gcneralscldmarschall Göring hat nach Erledigung der vor­dringlichsten Arbeiten, die ihm als Vorsitzenden des Minister- rates für die Rcichsverteidigung obliegen, gestern abend sein Hauptquartier verlassen und sich an die Front zu den Ver­bänden seiner Lustwassc begeben.

Lomra am Narew genommen

Berlin, 12. September.

Lomza am Narew wurde nach hartnäckigem scindlichen Widerstand genommen. Ostpreußische Landwehr war entschei­dend an der Erzwingung des Narewübcrgangcs bei Wizna beteiligt und bewies hier ihren hervorragenden Angriffsgeist.

Veutsche lruppen vor See sestung MoSlin

Berlin. 12. September.

Nördlich der Weichsel nähert sich dle Truppe iin Vorgehen ohne Feindwiderstand der Festung Möblim. Me'WeiDelbrücke liegt bereits unter deutschem Artillericseuer.

SenSer Warschau I unS kattowiff in Seutscher kanS

Berlin, 12. September

Nachdem die bisher polnische Sendeanlage Kattowitz (Welle 388,8 Meter, 758 Kilohcrz) am 5. September und dix südwest­lich von Warschau in Naszyn stehende Sendeanlage War­schau I (Welle 1339 Meter, 234 Kilohcrz) am 8. September von deutschen Truppen besetzt worden sind, ist von deutscher Seite für die beiden don den Polen sehr erheblich beschädigten Scndeanlagen ein provisorischer Betrieb eingerichtet worden. Der Sender Kattowitz wird in deutscher und polnischer Sprache betrieben, der Scndkr Warschau I in polnischer Sprache. Beide Sender gelten als deutsche Sender.

Ein französischer Rundfunksender hat die Behauptung aus­gestellt, ein deutscher Sender habe aus der Welle des Senders Luxemburg Nachrichten über die deutsche Armee gesendet. Hierzu muß festgestellt werden, daß Deutschland sich ini Gegen­satz zu gewissen anderen Ländern streng an den Luzerner europäischen Nnndfiinkvertrag gehalten und keine Welle be­nutzt hat, die sich nicht in seinem Besitz befindet oder durch Be­setzung von feindlichen Gebieten ihm zugefallen sind.

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e. Oslo, 12. September

Aus einer Mitteilung vonNorwegens Haydels-. und Schissahrtszeitung" geht hervor, daß die. Spwjetüüion jetzt auch ihrerseits den englischen Schikanen gegen die Sandels- schissahrt der UdTTR. die gebührende Antwort erteilt. Die Anordnung z. B, daß alle sowjetrussischen Schisse, die Holz von nordrussischen Plätzen nach England bringen, sofort um­zukehren haben, wird dem dieses Rohstoffs dringend bedürfti­gen Großbritannien einen schweren Schlag gegen seine lebens­wichtige Versorgung zufügen.

Im übrigen beweist die eilige Beförderung starker sowjet- rusfischer Truppenkontingente an die polnische Grenze auch die Reservistrneinbcrusungen werden mit größter Beschleuni­gung fortgesetzt daß Stalin nicht gewillt ist. sich einen ge­wichtigen Einfluß aus die europäische Politik durch englische Machenschaften abriegeln zu lassen.

mörderische System der nichtmMtür-ifchen Doch- und Keller- schützen soll hier in der polnischen Hauptstadt aufs höchW ausgebaut werden. ,

Die von London ausgehaltene Regierung geht dabei auch rücksichtslos über Leben und Eigentum der eigenen Bürger hinweg, die sich nicht in dieses Mordsystem drängen lasten. Während die deutschen Flugzeuge bei ihren Bombenabwürfen ausschließlich militärisch wichtige und befestigte Punkte der Stadt belegten, schießt die polnische Artillerie rücksichtslos in die Wohnviertel hinein.

'An viele» Stellen stelzt so Warschau durch die Beschießung aus polnische» Geschützen tu Brand. Der wahnwitzige Barri- kadeichau hat jede Hilfetüti-gkeit der Feuerwehr unmöglich gemacht. Vorzweiielt versuchen die Einwohner dieser Bezirks mit Wassereimern und Sandsücken den Kam-ps gegen die immer stärker um sich greifenden Fencrsbrünste aufzunehmen. Das Feuer srißtl ständig weiter. Die B r a n d ge s ch os fe der polnischen 'Artillerie krachen weiterhin in die polnische Hauptstadt und in die eigene Zivilbevölkerung hinein.

'Auch am Lftnfer der Weichsel, in der Vorstadt Pvaga, werden von den Polen Schützengräben auKgehobsn.

K/ie »ksek rose ärttoer He-see?

Die I^lisclsilsgs c!sr polmrcirsn

. Berlin, 12. September.

Wenige Tage nach Beginn des deutschen Einmarsches in Polen meldete der Heeresbericht, daß die Verbände der im Osten operierenden Teile der deutschen Luft­waffe uneingeschränkt die Luftherrschaft über den pol­nischen Raum in Besitz genommen hatten. Diese Tat­sache war mit entscheidend für den staunenswerten Vor­marsch der deutschen Ostarmee. Es wäre aber ein gro­ßer Irrtum und würde der Bedeutung des deutschen Erfolges nicht gerecht werden, wenn man annehmen wollte, die Polen hätten nur eine kleine oder grund­sätzlich minderwertige Luftflotte besessen. 2m Gegenteil: Polen war in der Luft sogar recht gut gerüstet. Die italienische FachzeitschriftLe vie dell Aria" bezifferte Anfang September die Stärke der polnischen Luftflotte auf rund 1250 einsatzbereite Maschinen. Nach anderen Angaben besaß Polen Anfang 1939 1600 Flugzeuge der ersten Linie. Die polnische Luftwaffe war in drei Bri­gaden zu je zwei Regimentern gegliedert. Die Boden­organisation verfügte über 400 Flugzeuge.

Tatsache ist, daß auf der vorjährigen Internationalen Luftfahrt-Ausstellung in Paris die Stände der Polen seihst die Fachwelt überraschten insofern, als eine An­zahl von neuen Konstruktionen gezeigt wurde, die für ein Land wie Polen immerhin beachtlich waren. Inwie­weit diese Typen jetzt überhaupt zum Einsatz gelangt sind, ist nicht zu übersehen, da kaum größere Serien davon die Fabriken verlassen haben dürften.

Seit dem Jahre 1923 etwa ist in Polen eine eigene Flugzeugindustrie zu verzeichnen, deren Hauptstütze die PZL.-Werke (Panstwowe Zaklady Lotnicze) in Warschau waren. Die Fabrik liegst am Warschauer Flugplatz Okezie und ist für die polnische Produktion völlig ver­loren. Weitere Flugzeugbau-Werkstätten befinden sich in Lublin, aber auch hier dürfte die Arbeit kaum noch fortgeführt werden, so daß für Polens Luft-flotte ein Neubau und Nachschub von Kampfflugzeugen bereits nicht mehr möglich ist. Wie aus Berichten deutscher Flieger über Luftkämpfe mit den Polen hervorgeht, führte der Gegner besonders den Iagdeinsitzer PZL.- P. 24 ins Treffen. Das ist ein Eindecker mit über dem Rumpf liegenden , Flügeln, der mit seinem nicht ein­ziehbaren Fahrgestell keinesfalls als modernste Bauart angesehen werden kann. Neuere polnische Militärflug­zeuge sind der dreisitzige Fernaufklärer und leichte Bomber PZL.'-Sum" (Wels"), das zweimotorige und zweisitzige Jagdflugzeug PZL.-Wilk" (Wolf"), das Aufklärungsflugzeug PZL.-Mewa" (Möwe"), das offensichtlich einer englischen Konstruktion nachgeschossen wurde- -u»d schließlich der zweimotorige Bombep PZL.- Los" (Schwung"), ein Ganzmetall-Langstreckenbomber für vier Mann Besatzung, der zwanzig '50-Kilogramm- Bomben aufnehmen kann.

Marschall Rydz-Smigly hatte veranlaßt, daß auf die Verstärkung und Modernisierung der Luftwaffe Polens größter Wert gelegt wurde, so daß Polens Luftwaffe keineswegs ein unbeachtlicher Geaner war Trotzdem gelang es ihm nicht, der deutschen Luftwaffe wirkungs­voll entgegenzutreten. In Polen hat unsere junge Luft­waffe einen demonstrativen Beweis ihrer Unüberwind- lichkeit geliefert.

Unser Vssessoivsel

(Ois IisutiZs KusZabe nmksLt soests Lsitsn)

Im Osten geht unter den Augen des Führers die Ent­scheidungsschlacht dem siegreichen Ende zu.

Gcncralseldmarschall Göring hat sich an die Ostsront be­geben.

Die Polen steckten ihre eigene Hauptstadt durch Be­schießung in Brand.

Die deutschen Truppen nahmen im Norden Lomza am Narew und überschritten im Süden den Sän. Lublin ist von Hungersnot bedroht.

Deutsche Kampsslicger griffen erneut erfolgreich polnische Bahnlinien an.

Die Sowjetpressc bezeichnet die Lage der Polen als hoffnungslos.

Die Polnische Regierung fordert die Zivilisten weiterhin zum Massenmord aus.

Die Türkei hat ihrem Willen zur Neutralität Ausdruck verliehen.

Dir Liste der bczngschcinsreien Textilwaren liegh nunmehr in ihren Einzelheiten vor.

Auch Wucherer und Schieber (und diese besonders) werden von der Verordnung gegen Volksschädlinge ersaßt.

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