Ausgabe 
(10.9.1939) Nr. 249
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parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der 5reien kjansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsbkatt des Reichsstattkialters in Oldenburg und vremen

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Nr. 249 / 9. Jahrgang

Sonntag, 19. September 19Z9

öinzelpreis 13 Npf.

tisern wie die sront steift die ifeimat

wir alle find frontkampfer!"

feindliche flieger abgeschossen

Vritisches Kampfflugzeug und französische flusklürer vernichtet

die große Nede des Seneralseldmarschalls

Berlin, 10. September.

Nach dem Eindringen deutscher Truppen in Warschau sprach Hermann Göring zum deutschen Volk. In einer Grohkundgebung der Gefolgschaft der Rheinmetall-Borsig- Wcrke in Bcrlin-Tegel hielt der Generalfeldmarschall vor der gesamten schassenden Nation Rechenschaft und Abrech­nung zur politischen, wirtschaftlichen und militärischen Lage des Reiches. Hermann Göring führte folgendes aus:

Meine lieben Volksgenossen und Arbeitskamevaden! Es ist vielleicht etwas ungewöhnlich, daß wir hier mitten am Tage in Kriogszeiten eine solche Versammlung abhalten, und doch werdet ihr und alle, die jetzt in Deutschland am Lautsprecher hören, verstehen und begreifen, daß es mir in dieser Stunde ein Herzensbedürfnis ist, zum' deutschen Volke zu sprechen, und daß ich wenn ich auch Hunderte und aber Hunderte von Malen in Versammlungen zu dem deutschen Volke ge­sprochen habe noch nie das Bedürfnis so stark fühlte und innerlich so gewaltig bewegt war und bin, wie in diesem Augenblick, da ich zu euch und durch ei ich zum deutschen Volke über die gewaltigen Dinge sprechen darf, die uns heute alle bewegen. Ich habe mit Absicht diesen Betrieb dazu ge­wählt. Hier steht ihr vor mir, und zwischen euch ragen heraus die Leistungen eurer Arbeit, die gewaltigen Rohre un­serer Flakgeschütze die jetzt das Fundament der Sicherheit unseres Reiches darstellen. Unter den Arbeiten, die sie erstellt haben, ist weiß Gott in diesem Augenblick der richtige Platz, zum deutschen Volke zu sprechen.

Zwei gewaltige Fronten zeichnen sich ab: draußen

die front des Soldaten und hier Sie front des deutschen prbeiters,

in erster Linie -es deutschen Rüstungsarbeiters. So stehen die beiden Fronten Deutschlands. Wie aber sehen die Fronten unserer Gegner aus? Ich will hier nicht des längeren über die Vorgeschichte sprechen, die zu dem Kampfe geführt hat. Die ist ausführlich von der Reichsregierung in Presse und Rundfunk und in der unvergleichlichen Ansprache des Füh­rers niedergelegt worden. Aber ich möchte Loch daraus hin­weisen, daß der Ursprung und Ausgangspunkt ein Aner­bieten gewesen ist, wie es wirklich in der Weltgeschichte nur einmalig dasteht. Ein großes, gewaltiges Volk, das wieder zur Stärke und Macht gelangt ist und in seinen Grenzen über 83 Millionen Menichen beherbergt, bietet einem ehe­maligen Gegner, der nicht etwa im ehrlichen Kampfe, son­dern als Leichenfledderer im größten Unglück Deutschlands diesem Deutschland Gebiete herausgerissen hat, die zu allen Zeiten urdentsch gewesen sind diesem Gegner bietet es, vergessend all das, was geschehen war, noch einmal die Hand, um zu einem wirklich dauernden Frieden zu kommen. Es schlägt nichts anderes vor, als daß eine deutsche Stadt, die nicht einmal diesem Gegner gehört, wieder in den Bereich Deutschlands zurückkehrt und daß zwischen dem deutschen großen Land und seiner Provinz Ostpreußen eine Straße und eine Bahn den Verkehr sicherstellen soll, zumal dieses gleiche Deutschland für den anderen anerkannt hat, daß er einen eigenen Zugang zum Meere besitzen soll.

Es ist geradezu unvorstellbar, daß eine Großmacht, die über derartige Machtmittel verfügt, sich zu einem so weit­gehenden Entgegenkommen bereiterklärt.

wir haben kein Ultimatum gestellt,

obwohl niemand bestreiten kann, daß es in unserer Macht gelegen hätte, zu erklären: in so und so viel'Stunden werden die und die deutschen Wünsche erfüllt. Wir haben erklärt: Wir wollen darüber sprechen und verhandeln, aber ein unver­rückbares Ziel Deutschlands bleibt es, daß Danzig zurückkehrt und die Verbindung zwischen Reich und Ostpreußen hergestellt werden muß. In einer wirlich nun unvorstellbaren Weise wurde dieses Anerbieten abgelehnt, ein Anerbieten, daS ja dadurch noch ganz gewaltig unterstrichen wurde, daß gleich­zeitig dem ehemaligen Gegner ein aus viele Jahre berechneter Pakt gegeben werden sollte und somit Deutschland praktisch auf Gebiete verzichten wollte, die deutsch waren und noch zu Millionen deutsch bevölkert sind. Von diesem Anerbieten sagte der Führer mit Recht, daß überhaupt nur er es machen konnte, weil nur er die Autorität besaß, dieses Anerbieten geben zu können. Wie gesagt, in einem einfach nicht mehr wägbaren Entschluß hat die polnische Regierung das abgelehnt. Man steht hier vor einem Rätsel. Ein Kleinstaat, der gewiß durch verschiedene Umstände im Laufe der letzten Jahre etwas auf­gepumpt wurde, so daß er einer Großmacht ähnlich sah vergleichbar mit den bekannten quietschenden Figuren am Jahrmarkt, in die man zunächst hineinbläst, bei denen man aber sehr vorsichtig sein muß, daß die Lust nicht wieder her­ausgeht. Dieser wirkliche Kleinstaat den man doch nicht als

Pas dem Mordbuch

a. Kattowitz, 10. September.

Tatsachen, die wir nie wieder vergessen können, haben sich in den Tagen des Abwehrkampfes gegen Polen in unsere Hirne und Herzen eingeprägt. Aus den Eehieten, in denen die Polen alle Telefonvcrbindungen und andere Nachrichten­möglichkeiten vernichtet haben, kommen täglich neue Mel­dungen über die zum Himmel schreienden Untaten polnischer Mörder. So wurden im Bielitzer Gebiet am Vortage des Einmarsches der deutschen Truppen alle führenden Per­sönlichkeiten des Deutschtums, soweit man ihrer noch habhaft werden konnte, aus den Häusern geholt und erschossen.

Besonders viehisch wurde das führende Mitglied der Jung- deutschen Partei, Johann Picsch, aus Alexanderseld. zuge­richtet. dem die Augen ausgestochen, die Zunge herausgerissen. Nase und Ohren abgeschnitten, der Bauch und die Lenden aufgeschlitzt wurden.

Den führenden Jungdeutschen Jenkner aus Lobnitz und Gillner aus Kamitz erging es ähnlich. Mindestens 25 Volks­deutsche Führer und Unterführer sielen in diesem - Gebiet den bestialischen Mordbrennern zum Opfer. Zu den Ver­schleppten und Vermißten, deren Zahl auch nicht annähernd festzustellen ist, gehören der Vorsitzende der Deutschen Partei Franz Schobert und sein Sohn aus Bivlitz

Söring In den Nkeinmetall Vorsig-Werken

Großmacht bezeichnen kann erdreistet sich, dem mächtigen Deutschen Reich eine derartige Antwort zu geben.

Aber wenn man nun genauer nachblickt, so kann man viel­leicht da und dort doch verstehen, warum diese Antwort gegeben worden ist. Denn es ist ja nicht allein Polen, das diese Antwort gegeben hat, sondern hinter diesen Polen er­hebt sich der Schatten jenes Reiches, das immer und überall Deutschland entgegengetreten ist, wo Deutschland seine berechtigten Interessen gefordert hat.

Wo immer Deutschland seinen Platz zu behaupten versuchte, trat ihm der Brite entgegen, obwohl es ihn überhaupt nichts anging. Denn wir haben auch nicht britische Interessen ver­letzt. Wir haben die britischen Interessen aus dem Welt­meere in allen fünf Erdteilen anerkannt. Wir haben aner­kannt, daß diese Briten heute ein Fünftel der ganzen Erde besitzen. Sie selber haben aber nicht einmal den Anstand gehabt, anzuerkennen, daß eine deutsche Stadt wieder deutsch werden sollte.

Wenn sie sich jetzt herausreden, man hätte das im Ver­handlungswege erreichen können nichts gäbe es, was man nicht so hätte lösen können so ist das Geschwätz, das hinter­her kommt. Damals hätten sie reden sollen, als Las Angebot bestand. Damals konnten sie dem Polen sagen: Die For­

derung Deutschlands ist berechtigt, du hast sie zu erfüllen, oder unser Schutz ist nicht mehr dein. Aber im Gegenteil,

England kal polen aufgeputscht

Dem Engländer geht es ja nicht um Polen. Das ist ihm so gleichgültig, wie ihm die Türkei gleichgültig gewesen ist. wie ihm alle anderen aus dieser Welt gleichgültig sind außer ihn selbst. Sondern es geht ihm darum, daß dieses Deutsch­land in keiner Weise mehr einen weiteren Machtzuwachs bekommen soll. Das allein ist für ihn die entscheidende Frage gewesen. Er erzählt heute, es ginge um moralische Grund­sätze. um Grundsätze des Rechtes, und daß die Gewalt nicht Herr werde. Das sagt ein Reich, das sich überhaupt nur auf Gewalt ausgebaut hat, das heute noch Völkerstämme und Rassen in allen Erdteilen der Welt unterdrückt.

Ausgerechnet England redet von moralischen Grundsätzen und von Abweisung det Gewalt. Es ist sürwahr in der Welt­geschichte und besonders in den letzten Jahrzehnten viel ge­logen worden, aber was jetzt in die Welt hinausposaunt wird, das übersteigt doch bei weitem alles, was wir bisher gewohnt waren.

Was will nun der Gegner? Der Engländer hat es klar «usgesprochen. Er will solange kämpfen, bis das Nazi-Regime verschwunden ist. (Rufe: Pfui!) Chamberloin hat in rühr­seligen Tönen erklärt, er möchte noch den Tag erleben, an dem er Hitler verschwinden sieht. (Schallendes Gelächter.)

Nun, ich weiß nicht, ich habe schon von Methusalemschcn Alter gehört, aber ich glaube, daß das bei ihm dann noch sehr weit Lbertrosfen werden muß, um das zu erleben. Eng­land hat uns den Krieg erklärt. Es sagt nicht, dem deutschen Volk, sondern: Adolf Hitler und dem Nazi-Regime. Wenn sie aber schießen, dann schießen sie aus das deutsche Volk und nicht aus das Nazi-Regime. Diese alte Walze kennen wir nun doch schon seit langem. Man will nur die Regierung treuen, und wenn das deutsche Volk sich dieser Regierung entledigt, dann wird England Gnade walten lassen. Es geht ja England nicht um die Regierung die ist ihm vollkommen gleich­gültig, es geht England einzig und allein darum, daß Deutschland nicht groß wird. Das müßt ihr euch merken. Einzig und allein darum geht es! Sie sind satt und voll, sie haben alles, aber sie wollen nichts hergeben. Wie der Drache in der Siegsried-Sage liegen sie auf ihren Schätzen, um ja nicht einen anderen den geringsten Anteil daran zu lassen. Und dann sprechen sie von Moral und tun scheinheilig, als ob sie kleine Völker verteidigen müßten, nachdem sie so viele

Brüssel, 10. September.

Die britische Unverschämtheit in der Nichtachtung neutraler Interessen kommt wiederum in einem kaum noch zu über- bietbaren Dorfall zum Ausdruck. Das belgische Landesver- teidigungsministcrium teilt mit:

Das belgische Gebiet ist in dieser Nacht von ausländischen Flugzeugen überflogen worden. Drei von ihnen sind von unseren Luftstreitkrästen verfolgt worden. Ein englischer Bom­ber wurde zur Landung gezwungen; ein anderer Bomber, der von zwei unserer Jagdflugzeuge eingekreist wurde, wurde eben­falls durch Leuchtraketen aufgefordert, zu landen. Ein belgisches Jagdflugzeug, gegen das der verfolgte Apparat das Feuer eröffnete, ist zerstört worden. Die beiden Insassen haben sich im Fallschirm gerettet und sind verletzt. Diese Verletzung

polnischer Vanditen

Jetzt erst wird auch ein in Wirsitz von den Polen vor ihrem Abzug angelegtes, nur durch Zufall verhütetes Kapital­verbrechen bekannt. Die Polen versahen die dortige Brücke mit einer zehnfachen Tynamitsprengladung, die nach dem Urteil von Fachleuten genügt hätte, die ganze Stadt in Trümmer zu legen. Die Verhütung dieses Unglücks ist dem Zufall zu verdanken, daß in der mit Pulver gefüllten, bis zu einem entfernten Schilderhaus gelegten Rohrleitung eine Lücke entstand, und dadurch die Zündung nicht funktionierte.

Mehrere tausend unschuldiger deutscher Menschen, vor allem Frauen und Kinder, hätten sonst zur Befriedigung polnischer Nachsucht ihr Leben lassen müssen.

In einem zerstörten Polnischen Kampfwagen fand sich eine der furchtbaren Brandbomben, die ihre Ziele stets restlos vernichteten. Sie bestehen aus halb mit Benzin oder Benzol gefüllten Literslaschen, die mit langen Hcinf- psropfen verschlossen werden. Diese Flaschen wurden mit angezündeten Psropfen aus die Häuser geschleudert; Löschver- suche der Bewohner wurden mit Maschinengewehrseuer ver­eitelt. Am Freitag wurde bei Niewenbruch ein deutscher Ossizier hinterrücks von sechs polnischen Zivilisten erschossen; es gelang, das Mordgcsindel zu verhaften. Am gleichen Tage siel bei den Kämpfen vor Neustadt ein Sanitäts-Untcrvfsizier in die Hände der Polen. Als sie durch unsere Truppen aus ihren Stellungen getrieben worden waren, sand man den Unteroffizier entmannt und verblutet

Berlin, 1l>. September

Gestern nacht wurde in Nordwestdeutschland der Anflug feindlicher Flugzeuge aus nordwestlicher Richtung gemeldet. Im Küstengebiet geriet der Gegner an das Abwehrfeuer unserer Flakartillerie. Die feindlichen Flieger bogen in süd­westlicher Richtung aus und traten den Riickslug über Holland an. Bombenabwürfe haben nicht stattgefunden. An der holländischen Grenze wurden zur Abwehr der feindlichen Flugzeuge deutsche Nachtjäger eingesetzt. Ein englisches Kampfflugzeug stürzte an der Straße SchönstedtNeberstcdt ab. Die sünfköpsigc Besatzung sprang mit Fallschirmen ab und wurde gefangen genommen.

Französische Ausklärungsslugzeuge versuchten gestern Er- kundigungsslüge diesseits der Grenzen durchzuführen. Sie wurden durch unsere Jagdflieger und durch Flakartillerie abgewehrt. Drei französische Flugzeuge wurden abgeschossen. Auf einem deutschen Flugplatz landete ein französisches Kampf­flugzeug. Drei Offiziere wurden gefangen genommen.

Verluste der kiimpfenden Gruppen in polen weiterlpn gering

Berlin, 10. September.

Trotz teilweise sehr heftiger Kämpfe sind die Verluste der Truppe in Polen weiterhin gering. Sie betrugen nach amt-

kleine Völker unterdrückt und gefressen haben. Dieser Gegner und das muß jetzt klar erkannt werden, meine Volks­genossen will uns

auf drei verstliiedenen Kriegsschauplätzen

bekämpfen. Es ist der militärische Kriegsschauplatz, es ist der wirtschaftliche Kriegsschauplatz und es ist der innenpolitische Kriegsschauplatz, d. h. jener, auf dem sich ihre verlogene Pro­paganda auswirken soll, wo von den: Gegner versucht wird, das Volk aufzuwühlen, es zur Revolution zu bringen, da­durch innerlich zu schwächen und es schließlich zum Erliegen zu bringen.

Ich komme zum militärischen Kriegsschauplatz und damit zur militärischen Lage. Es ist zunächst so, daß wir drei Äcilitärische Gegner in diesem Augenblick besitzen: Polen,

England und Frankreich. Im Westen türmt sich eine ge­waltige Stellung aus, der sogenannte Westwall Der Kamps­abschnitt, der überhaupt hier nur in Frage kommen kann, ist der zwischen Basel und Luxemburg, Ivenn der Gegner, was er feierlich erklärt hat. gleich Deutschland die Neutralität der von ihm so sehr geschützten kleinen Staaten^ tatsächlich anerkennt und anerkennen wird. Hinter diesem Abschnitt von etwa 250 Kilometer Länge, der in einem gewaltigen, tief gegliederten Festungsshstem geschützt ist, stehen' deutsche Divisionen, und es ist unvorstellbar und das weiß auch der Gegner genau so gut wie wir daß er hier durchstoßen kann.

Der zweite Kriegsschauplatz ist das Meer. Auch hier ist die deutsche Bucht so geschützt, daß der Engländer mit seinen großen Flotten er weiß es genau nicht hineinfahren kann; denn es droht ihm ja nicht nur eine Gefahr unter dem Wasser, die ihm schon unbehaglich ist, sondern es droht ihm auch eine Gefahr aus der Lust, die ihm noch unbehaglicher ist. (Lebhafter Beifall.) Auch hier kann er Deutschland unmittel­bar nicht bedrohen. Die Ostsee wird aber für ihn gesperrt bleiben; denn Deutschlands Marine besitzt heute bereits die Kraft, ihn am Eindringen in die Ostsee zu hindern.

(Fortsetzung auf Seite 2)

unserer Neutralität hat einen energischen Protest der belgischen Regierung bei der englischen Regierung zur Folge gehabt." Der Zwischenfall ereignete sich zwischen Mons und Maubeugc.

Die beiden belgischen Flieger sind glücklicherweise nur leicht verletzt.

Diesmal dürfte es selbst für britische Dcrdrehungskünste schwierig sein, sich aus der Asfäre zu ziehen, die völlig gegen England spricht, ist doch einwandfrei erwiesen, daß der bri­tische Bomber zuerst schoß.

Und wieder in Vünemark

Kopenhagen, 10. September.

Gestern früh sind, diesmal beiTondern. britische Bomber gesichtet worden. Das ist die dritte offenkundige Verletzung dänischer Hoheitsgebiete durch England in knapp einer Woche! Trotz der heuchlerischen Entschuldigungen nach dem Esbjcrg- Bombardement seitens der britischen Regierung zeigt sich auch hier wieder:Die Katze läßt das Mausen nicht!" Nur werden ihr von jetzt ab die Dänen genau wie die Belgier und Holländer energisch auf die Pfoten klopfen, denn gemäß der ZeitungPolitiken" wird Dänemark auf alle Flieger und andere militärische Einheiten schießen, die seine Neutralität verletzen.

vrutale vedrokung der neutralen Schiffahrt

Irre. Kopenhagen, 10. September

Die neutralen Länder, besonders die nordischen, sind durch den englischen Blockadeversuch gegen Deutschland stark be­troffen und beunruhigt. Die Londoner Anweisungen an die Neutralen verheißen ein Conboy-Shstem, verlangen aber einst­weilen das Anlaufen der Kontrollhüsen Kirkjall, Weymouth und The Down sowie Gibraltar und Haifa. Andernfalls wird den Neutralen angedeutet, daß sie sich dem Risiko aussetzen würden, daß eine Durchsuchung auf hoher See nicht mehr durchführbar sei. Diese Drohung mit sofortigem Versenken wird durch den Hinweis unterstrichen, daß die englische Re­gierung ihr Recht als kriegführende Macht bis zum' äußersten anwenden wolle.

Apenrade, 10. September.

Das vor Esbjcrg liegende ^englische Minenfeld hat die dä­nische Fischerei völlig lahmgelegt. Durch die Minensperre ist auch der sehr umfangreiche Exporthandel erloschen. Im Hafen herrscht Tvdcsruhe. Schon jetzt steht fest, daß die Lahmlegung dieser zwei für die Stadt außerordentlich bedeutsamen Wirt­schaftszweige sich katastrophal für Esbjerg auswirken wird.

licher Feststellung des Oberkommandos des Heeres in der Zeit vom 4. bis 0. s. an Toten 0,039 v. H., an Verwundeten 0,17 v. H., das heißt, es entfallen aus je 10 000 Mann vier Tote und 17 Verwundete.

Aus die ersten sechs Kampftage errechnet betrugen die Verluste auf je 10 000 Mann 9 Tote und 40 Verwundete. Es wird darauf hingewiesen, daß diese Derluftzisfern den Durchschutttshundertsatz von sämtlichen, im Osten eingesetzten Truppenteilen des Heeres darstellen. Bet Truppenteilen, die besonders harte Kämpfe zu bestehen hatten, waren die Ver­lustziffern naturgemäß höher, während sie bei anderen sich in entsprechend niedrigeren Grenzen hielten.

Nüstungsindustrien Polens in deutscher kand

Berlin, 10. September.

Zu dem bereits bekannten Verlust fast der ganzen polnischen Schwerindustrie kommen Verluste wichtiger weiterverarbeiten- der Werke. So liegen in dem eroberten Kielce große, un­mittelbar für die Rüstung wichtige Werke. Die Nordwestecks des sogenannten zentralen polnischen Industriegebietes ist von unseren Truppen bereits am Donnerstag erreicht worden- Dieses Gebiet stellt mit zahlreichen modernen Rüstungswerken das bedeutendste Nüstungsgebiet Polens nächst Warschau dar.

Im eroberten Bromberg befindet sich ein großes Kabel­werk sowie zwei Werkzeugmaschinensahriken, in Graudenz das größte Gummiwerk Polens.

A f/eee tlEeriiE/

Der britische Anschlag auf den gesunden Menschenverstand

Trotz der klar erwiesenen Schuld Churchills.im Falle der Versenkung des britischen DampfersAthenia" mit Amerikanern an Bord (!) der hinterhältige Erste Lord der Admiralität gab selbst das Kommando zum Torpedoschuß versucht die für Dernebelung der Wahr­heit zuständige britischePropaganda"stelle in geradezu kindischer Weise noch immer ein deutsches ll-Boot für die Torpediernng derAthenia" verantwortlich zu machen. Dabei heben die britischen Lügenst rate gen mit verdächtiger Wichtigkeit hervor, daß sich englische Kriegsschiffe zur Zeit der Versenkung des Dampfers in ausreichender Zahl in seiner Nähe aufgehalten hätten. Es bedarf nun wirklich keines besonderen Scharfsinnes, um einzusehen, daß es für ein deutsches U-Boot, wenn ein solches tatsächlich in den fraglichen, Gewässern gewesen wäre, kein besseres Ziel als eben ein britisches Kriegs­schiff hätte geben können. DieLogik" der Londoner Kriegsverbrecher aber will es zum Erstaunen der Mit­welt anders: sie will das Unmögliche zum Ereignis stempeln und glauben machen, daß ein deutsches U-Boot den fetten Bissen eines englischen Kriegsschiffes ver­schmäht hätte, um einem harmlosen Passagierdampfer zu Leibe zu rücken. Ein« solche Handlung wäre jedoch für jeden gesunden Menschenverstand (über den freilich die britischen Bumercmgwerfer nicht verfügen) in zwei, facher Hinsicht töricht und wahnwitzig: mit ihr würde Deutschland sich selbst in ein schweres Unrecht gesetzt und außerdem auf eine wirkliche Schädigung des Geg­ners verzichtet haben. Es ist schon zu dumm, Herr Churchill, uns für so dummverkaufen" zu wollen! mit.

Veutsche 0stgren;e endgültig gesichert

Berlin, 10. September.

Dank des unaufhaltsamen Vordringens der Truppen aus dem östlichen Kriegsschauplatz ist die deutsche Ostgrenze end­gültig und für alle Zeiten gesichert. Der Oberbefehlshaber des Heeres hat daher dem Führer gemeldet, daß die Not­wendigkeit zur Ausübung vollziehender Gewalt innerhalb der deutschen Reichsgrenze im Osten nicht mehr gegeben ist. Lediglich in der Provinz Schlesien' nördlich der Oder muß an dem bisherigen Zustand aus technischen Gründen noch kurze Zeit festgehalten werben.

Der Führer und Oberste Befehlshaber hat daher angeordnet, daß die rückwärtige Grenze des Operationsgebietes mit Aus­nahme von Schlesien nördlich der Oder ab 9. September 0 Uhr an' die deutsche Grenze vorverlegt wird. Der Ober­befehlshaber des Heeres dankt allen Volksgenossen, daß sie opser- und einsatzbereit die Wehrmacht jederzeit freudig unter­stützt und damit auch ihren Teil zum Gelingen des großen Werkes beigetragen haben

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Unser 7ssessmss«I

(Dnssrv ttsrttiZs ^us§obs vmksltt 10 Lsitsv)

Der Bromberger Vlutsonntag wurde von englischen Agen­ten organisiert.

Englische Ncutralitittsbrcchcr schössen über belgischem Ge, biet ein belgisches Flugzeug ab; auch die dänisch« Neutralität wurde von England erneut verletzt.

Die deutsche Flak schoß im Westen zahlreiche feindlich« Flieger ab.

Die Verluste der kämpscnden deutschen Truppen in Pole» sind weiter gering.

Die Reihe der an Volksdeutschen verübten bestialischen polnischen Grausamkeiten ist noch immer nicht abgec schlössen.

Mit seiner großen Rede in den Nheinmetall-Borsigc Werken sprach Hermann Göring dem ganzen deutsche« Volk aus der Seele.

Für die gesamte weibliche deutsche Jugend wurde dtt Arbcitsdicnftpslicht verkündet.

Die Eheschließung für Einberufene wurde wesentlich ev leichtert.

Die Brzugschcinpflicht für Spinnstoff- und Schuhwarc« wurde aufgelockert.

Ein gan;er Srt sollte in die Luft gesprengt werden sichrende Volksdeutsche umgebracht

Mion alsSeschüher" kleinerer Staaten

Englische Neutrolitiitsbrecher schießen belgisches slugreug über Velgien ab