Ausgabe 
(9.9.1939) Nr. 248
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vliMl ZelliM

parteiamtliche Lageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Sreien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtürhes verkundungsdkatt des Beichsstatthatters in Oldenburg und VremM

Nr. 248 / 9. Jahrgang

Zsnnsbend, 9. September 19ZS

kinzelpreis 1S Npf.

r.

Veulsche Iruppen in Warschau

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Unaufhaltsamer Vormarsch in polen

Nechtsbrüche am laufenden Sand

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Sei Sandomir; den südöstlichen weichselbogen erreicht — krfolge in Südpolen

Neue Neutralitütsverlestungen knglands gegenüber Holland, Vanemark und Norwegen

Berlin, 8. September.

Die deutschen Truppen setzten gestern ihren Vormarsch ««aufhaltsam fort. Nach kurzem heftigem Kampf wurde «an deutschen Panzertruppen an der Strecke Tomaszow— Warschau der feindliche Widerstand gebrochen. Noch am Vormittag wurde der Ort Mszczonow erreicht. Bereits am Nachmittag erreichten die deutschen Truppen die ehe­malige polnische Hauptstadt. Das Oberkommando der Wehrmacht berichtete: „Deutsche Truppe« am 8. Sep­tember 17.15 Uhr in Warschau eingedrungen." In Süd­polen haben schnelle Truppen die Weichsel bei Sando- mir und bei Kalwaria südostwiirts Warschau erreicht.

In den Waldgcbicten südostwiirts der Pilica wurden ver­sprengte Teile einer polnischen Division gefangengenommen. Dabei befanden sich drei vollständige Batterien mit Bespan-

"*Die holländische Presse stellt das schnelle Vordringen der deutschen Truppen in Polen in den Vordergrund der Bericht­erstattung. Das „Handclsblad" bringt einen Bericht seines Berliner Korrespondenten von der deutschen Ostfront, in der hervorgehoben wird, daß die polnische Lustwafse in vier Tagen praktisch ausgeschaltet worden sei.

vewunderung für die deutschen Gruppen

Schweizer Sender verkünden die Ereignisse in Warschau O. 8ck. Bern, 9. September.

Ueber den Rundfunk wurde in der Schweiz in den ersten Abendstunden des Freitag das Eindringen deutscher Truppen­teile in Warschau bekannt. Die Meldung ging wie ein Lauf­feuer von Mund zu Mund, so daß man gegen 20 Uhr in Bern in den Straßen aus dieses gewaltige Ereignis hin bereits angesprochen wurde. Wenige Stunden zuvor hatten die schweizerischen Blätter noch in Artikeln erklärt, daß die Lage Polens unhaltbar sei, wenn die polnischen Truppen in Westpolen nicht mehr östlich über Warschau hinaus auf dem Rückzug den Anschluß an die übrigen Teile der polnischen Armee finden könnten. Man erklärt nun hier am Freitag­abend überall, daß mit dem Einzug deutscher Truppenteile in Warschau die Lage der polnischen Westarmee mehr als verzweifelt fei. Aus allen Gesprächen hört man ein unge­heures Erstaunen über die einzigartige Leistung der deutschen Truppen.

„von höchster vedeutung"

Dr. v. P>. Rom, 9. September.

Die militärischen Ereignisse an der Ostsront stellen — npch italienischem Urteil — zur Zeit jedes politische Vorkommnis in den Schatten. Dem Eindringen deutscher Truppen ,n Warschau wird in Rom militärisch und politisch höchste Bedeutung zugemessen. Alle Blätter veröffentlichen, bewundernde und ausführliche Kommentare zu den militäri­schen Ereignissen.

Ungeheure Sensation in vrüsfel

werde. Die polnische Regierung, so heißt es weiter, sei nicht nach Lublin geflüchtet, dort befänden sich augenblicklich ledig­lich das Autzenministerium und die diplomatischen Vertreter. Die übrigen Negierungsorgane hielten sich in kleineren Städten Östpolens. hinter der Linie der Flüsse Bug und Sän aus. Die Regierung versuche jetzt von Lublin. Wilna und Leinberg aus, die Bevölkerung glauben zu machen, datz die, Räumung Westpolens aus „strategischen Notwendig­keiten" erfolgt sei. Ferner werde von amtlicher Seite ver­sichert, das polnische Heer setze den Kamps mutig sort. Amtlich werde ferner erklärt, datz sich an der Führung durch Rhdz- Smiglh nichts verändere. Es seien lediglich mehrere Pilsudski- Anhiinger aus neue Posten in die Regierung berufen worden.

Die Juden, heißt es in dem Bericht, „kämpften" mit dem Mut der Verzweiflung an der Seite Polens. Polnische Bürger deutscher Staatsangehörigkeit würden in Lodz und an andere» Orten unter strenger Bewachung gehalten und man verhehle aus polnischer Seite keineswegs sein'en Haß gegen sie. Schließlich stellt das Blatt fest, datz Anzeichen dasür vor­lägen, daß sich,die Ukrainer separierten.

Berlin. 9. September.

Ein deutscher Offizier, der als Augenzeuge mit den ersten einmarschierenden deutschen Truppen die Folgen des Brom- berger Blutsonntags sah, sprach vor der deutschen Presse.

„Was ich Ihnen zu sagen habe, führte er aus, ist t>as Un­geheuerlichste und Grausigste, was ich je bisher in memem Leben gesehen und gehört halbe. In Bromberg und um Brom- berg ist eine shstoiiiatische Menschenschiächterei betrieben >vvr- den, für die mir jede Vergleichs Möglichkeit fehlt und bei der in der viehischsten und unvorstellbarsten Weise die Mehrzahl der Deutschen, deren man am letzten Blntsonntag habhaft werden konnte ermordet worden ist.

Es war ei» Bild unvorstellbaren Grauens, das sich den deutschen Truppen bot. So wurden aus einem Platz bei­einander liegend acht oder neun Frauen gefunden, die, wie der Zustand der Leichen ergibt, vor, zum Teil auch noch nach der Ermordung von den entmenschten Verbrechern ge­schändet worden sind. In vielen Fällen sind Frauen und Mädchen nicht nur hingemordet, sondern auch zerstückelt wor­den. Einer Greisin von über 70 Jahren wurde die linke Brust abgeschnitten, das Herz herausgerissen und in eine Schale, mit

Wü. Bremen. 9. September.

Die skandalösen Neutralitätsverletzungen durch England nehmen jetzt in derart schnellem Tempo an Zahl und Frech­heit zu, daß wir bereits zehn derartige Fälle vorbedachter Angriffe aus die Souveränitätsrechte kleinerer Staaten seitens Albion-Juda zu verzeichnen haben. Die letzten slagranten Mißachtungen allgemeingültiger zwischenstaatlicher Verpflichtungen durch England reihen sich den vorangegan­genen unerhörten Provokationen nachdrücklich an und lassen keinen Zweifel darüber, daß England nicht im geringsten gewillt ist, fremde 'Neutralität zu achten:

In neutralen holländischen Gewässern bei Sumatra wurde der deutsche Dampfer „Franken" von englischen Flugzeugen angegrisscn, ohne jedoch beschädigt zu werden.

Der Dampfer ist inzwischen im Hasen Padang aus Sumatra eingelaufen. (Das Haager Abkommen von 1907 verbietet aus­drücklich kriegerische Handlungen in territorialen Gewässern!) Sodann kommen aus Kopenhagen zahlreiche Einzel­meldungen über eine erneute einwandfrei festgestellte

der man das Blut aufgefangen hatte, geworfen. In «nein anderen Falle sind drei Generationen einer Familie aus­gerottet worden, übrig geblieben sind die Urgroßmutter und ein Urenkelkind. Für alle diese Schandtaten liegen dokumen­tarische Beweise durch Photographische Ausnahmen vor.

Ein ehemaliger preußischer Reserveoffizier war mit mehreren hundert Deutschen, die man zusammengetrieben hatte, durch die Stadt auf eine Anhöhe am Rande Brombergs gehetzt worden. Dort erklärten ihnen die Polen: „Jetzt sollt ihr pol­nische Humanität kennenlernen. Ihr seid frei, geht nach Hause." Vorher aber hatte man ihnen die Ausweise abge­nommen, und wer in Bromberg in der Zeit der Terror- herrschaft ohne Ausweis war, galt von vornherein als vogel- srei. Die Deutschen versuchten in Gruppen von 10 bis 15 Leuten nach Hause zu kommen, unterwegs aber wurden sie von einer marschierenden polnischen Militärkolvnne unter Führung von Offizieren gestellt und zur AusweisHstung auf­gefordert. Da sie das nicht konnten, wurden sie an die Wand gestellt. So geschah es auch mit der Gruppe, der der ehe­malige preußische Reserveoffizier angehörte.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Uebersliegen dänischen Gebietes und zwar wurden Teile Nordschleswigs und Südjütlands bis hinauf nach Esbjerg und Kolding von mehreren britischen Kamfslugzeugen überflogen.

Der etwaige Versuch der Londoner Lügenzentrale, sich mit der Entschuldigung, die englischen Flieger hätten sich Ver­slogen, aus der Asfäre zu ziehen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, da die entsprechenden Gebiete Dänemarks inzwischen eine weithin sichtbare Neutralitätsmarkierung vor­genommen haben. Die dänischen Flaggen auf den gekenn­zeichneten Gebäuden sind, wie ausprobiert wurde, sogar noch aus einer Höhe von 3000 Meter deutlich erkennbar.

Schließlich überflogen nach einem Bericht der Osloer Zeitung „Arbeiderbladet". britische Militärflugzeuge an einem einzigen Tage dreimal norwegisches Hoheitsgebiet.

Diese Neutralitätsverletzung wurde von einem großen zweimotorigen Doppeldecker über der norwegischen Insel Kvitsöh, am Ausgang des Ryfhlke-Fjordes, verschuldet. Das Flugzeug flog, nachdem es von den in der Nähe liegenden Schiffen Photographische Aufnahmen machte, landeinwärts über den Bok-Fjord, um sich dann in westlicher Richtung wieder dem Meer zuzuwenden. Bemerkenswert ist, daß jeg­liche Kennzeichen am Flugzeug fehlten. Die beiden anderen Verletzungen der norwegischen Neutralität erfolgten mehrere Stunden später über der gleichen Insel Kvitsöh und d.em Bok-Fjord. Zwei norwegische Jagdflieger waren beim zwei­ten englischen Flugzeugbesuch aufgestiegen, ohne jedoch das britische Kampfflugzeug unschädlich machen zu können.

Was wir schon bei den ersten Völkerrechtsbriichcn Englands feststellten, ist nunmehr auch nach außen hin klar erwiesen: Großbritannien tritt die Neutralität anderer Staaten, denen gegenüber es sich noch vor kurzer Zeit eine höchst überflüssige „Beschützer"-Nolle anmaßte, in aller Form planmäßig mit Füßen! Diese skrupellosen Uebergrisfe, die in den heim­gesuchten Ländern eine wachsende Unruhe hervorgerufen haben, fordern um so mehr den lebhaften Protest der zivilisierten Welt heraus, als John Bull während des spanischen Bürgerkrieges mit moralinsaurer Miene unentwegt Einspruch gegen den Angriff spanischer Flugzeuge aus Handclsdampfcr in spani­schen Gewässern einlegte. Doch die jüdisch-frci.maurerischen Machthaber und Verführer des englischen Volkes pfeifen in Wirklichkeit auf die von ihnen scheinheilig propagierten „Humanitätspostulate", die ihnen lediglich zur Tarnung ihrer verbrecherischen Gesinnung dienten. Nun aber gibt es in London diplomatische Proteste am laufenden Band, ja, nun sind die Rechtsbrecher bis ins Jnnernstr ihres teuflischen Wesens erkannt! Für alle Zeiten!

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rä. Berlin, 9. September.

Spfer polnischen Mordlerrors klagen an

Unabsehbare Kette von bestialischen Sreuettalen an Volksdeutschen in den nunmehr

vom Mob geräumten Vrtschasten

0er vlulsomrlag von Vromberg

organisierte Menfchenschlöchterei durch polnisches Untermenschenlum

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Brüssel, 9. September.

Die Nachricht von dem Eindringen der deutschen Truppen in Warschau hat in gang Brüssel eine ungeheure Sensation aus­gelöst. Sie wunde gegen 20 Uhr über den Runds unk der Osffentlichkvit bekanntgegeben. Die Abendblätter kamen soiori mit Extrablättern und riesigen Schlagzeilen heraus. Die Men­schen auf den Straßen »wollten die 'Meldung zunächst gar nicht glauben. Es entstanden lebhafte Debatten, in denen man immer wieder den Ausruf „unmöglich!" hörte. -Die Be­wunderung der gewaltigen Leistungen der deutschen Truppen ist allgemein.

Vas lhaos aus Polens Straßen

Riga, 9. September

Ein Kennzeichen für die Zustände, die aus den polnischen Straßen herrschen, bietet ein Erlaß des polnischen Zivilkom­missars an die Woiwoden und die ihm unterstellten Verwal­tungsstellen. Sie werden darin aufgefordert, alle mechanischen Fahrzeuge und sonstigen Gegenstände, die von der flüchten­den Bevölkerung liegengelassen wurden und die Straßen ver­stopfen, fortzuräumen Ebenso sollen umherirrende Haustiere besonderen Sammelstellen zugeführt werden.

„velastungsprobe Polens"

Amsterdam, 9. September

Der „Telegraaf" bringt einen Bericht eines Warschauer Korrespondenten, nach dem mit dem weiteren Vordringen der deutschen Truppen nach Osten der innere Zusammenhang des polnischen Staates immer schwerer auf die Probe gestellt

». Berlin, 9. September.

SS ist kein Zweifel daran, datz jeder einzelne deutsche Sol. dat den Befehl des Führers zu einer Kriegssührung mit ehr­lichen Mitteln bis ins kleinste befolgt hat. Das hat sogar die britische Nachrichtenagentur Reuter anerkannt, und das will etwas heißen. Polen aber hat sich von den Regeln einer humanen Kriegssührung entfernt. Die grauenvoll zerfetzten Leichen, die in den Straßen eroberter Städte von den Leiden der Volksdeutschen Zeugnis ablegen, die toten Körper deut­scher Offiziere, die die Truppen beim Vormarsch mit ausge- stochenen Augen und abgeschnitten Rasen auffanden, haben uns die Gewißheit gegeben: Polen will nicht den

humanen Krieg! Während die deutschen Truppen die polnischen Gefangenen anständig behandeln, dem Befehl des Führers entsprechend unbefestigte Orte keinesfalls bom­bardieren und die Zivilbevölkerung mit ihrem Hab und Gut unangetastet der Schandtaten jener entmenschten Geschöpfe, für deren Straflosigkeit England die Ga­rantie zu übernehmen sich erdreistete. Es steht als ein unauslöschliches Schandmal der britischen „Kultur" fest, daß die gräßlichen Leiden der mit britischer Hilfe 191920 vom Baterland gerissenen und von den Verbündeten Groß­britanniens nun bestialisch in Massen gemordeten Deutschen aus das Konto der gewissenlosen Kapitalistcncliqne in London zu buchen sind, die mit ganzen Völkern kaltschnäuzig operiert, als ob es Börsenpapiere seien.

Eine andere Stätte des Grauens ist der in der Richtung nach Crone sich erstreckende Wald. Ileberall sind flach« Löcher im Boden und daneben liegen die armen Opfer, die hier verscharrt worden waren. Gruppen zu Bieren, Fünfen,

«erfolgreicher Bombenabwurf bei Veblin"

Sie Zerstörung einer wichtigen weichseibrücke südöstlich von Warschau

. . ., 9. September.

Die südöstlich von Warschau über die Weichsel führende Brück« bei Dcblin (Hwangorod) ist von den Polen stark be­festigt und als militärischer Stützpunkt ausgebaut worden. Ein Kampsverband schwerer Bomber erhielt den Auftrag, diesen wichtigen Stützpunkt durch Bomben zu vernichten und den auf dem Vormarsch befindlichen deutschen Truppen den Weg zu ebnen.

Diesmal haben wir uns auf einem ostprcußischen Einsatz- hasen 'cingesunden, um an dem Flug teilzunehmen. Es ist am srühen Nachmittag. Die Besatzungen sind angetreten und erhalten durch die Staffelkapitäne die notwendigen Informa­tionen. Die Lage wird kurz besprochen, die Uhren werden Verglichen und wenige Minuten später rollt der Kampsver- band zum Startplatz. Die Motoren heulen auf und schon hebt sich die erste Kette vom Rollfeld und gewinnt Zusehens an Höhe. Kette aus Kette folgt, und bald befindet sich der ganzi^ Kampfverband in südöstlicher Richtung fliegend auf dein Wege zum befohlenen Ziel.

Wir haben die ostpreußischc Grenze überflogen und können von oben her deutlich pcn Unterschied zwischen deutschem und polnischem Land seststcllcn. Hier saubere Gehöfte, ordentlich bestellte Aecker, dort kümmerliche Hütten, wenig Land, das unter dem Pslnge steht. Unser Kurs führt uns über Mlawa, das als stark befestigter Platz durch die deutschen Bomber vernichtet wurde. Weiter überfliegen wir die Ortschaften Plonsk, Skierniewice, Koztenice und dann haben wir unser

Ziel Deblin erreicht. Waren wir bisher in 6—7000 Meter Höhe geflogen, so gehen wir jetzt bis aus 4000 Meter herunter. Wir fliegen eine Schleife um das Ziel.

Inzwischen hat uns die polnische Flak erkannt und an dem hellen Schein der aus der Erde ausleuchtenden Feucrschlünde erkennen wir, daß uns schwer« Flak zur Begrüßung Salve aus Salve entgegenschickt. Die Granaten krepieren unter uns, was wir an den schwarzen Rauchwolken sehen können, ohne uns jedoch Schaden zuzufügen. Dann rauschen die ersten Bombenladungcn auf das Ziel herab. Die erste Reihe der ersten Kette trifft genau. Feuerschein und gelblicher Qualm beweisen, daß das Ziel erfaßt ist. Kette aus Kette schickt ihre Bombenlast zur Erde. und wenig später sind die Flak­batterien verstummt. Auch die Bahnstrecke Warschau — Deblin — Lublin wird noch erfolgreich mit Bomben belegt, dann drehen wir wieder zurück auf Nordwestkurs. um den Heimathafen anzufliegen.

Gleichzeitig bemerken wir über Dcblin einen anderen ost- p.reußischen Kampfverband mittlerer Bomber, die zur weiteren Unterstützung des schweren Verbandes über den gleichen Zielen ihre Bomben abluden. Znr Sicherung beider Ver­bände flog eine Gruppe leichter Jäger mit. die die Ausgabe hatte, feindliche Lutfstreitkrästc abzuwehren, doch zogen die polnischen Flieger es nor. sich den deutschen Jägern nicht zum Kamvt zu stellen. Ohne jeden Verlust erreichten die vst- preußifchen Kampfgruppen am späten Nachmittag wieder ihre Heimathäfen.

grauenvoll entstellt, die deutsche Flakartilleristen ausgruben, um ihnen wenigstens eine Ruhestatt zu bereiten. Die grauen­vollen Massengräber erstrecken sich weil in den Wald hinein. 25 Männer wurden bisher gesunden, die Suche geht weiter. Schwarzgekleidete Frauen mit Blumen in den Händen, irren umher und suchen die Gräber, in denen ihre ermordeten An­gehörigen verscharrt wurden. Einem dreijährigen deutschen Mädchen haben vertierte polnische Roivdies mit einer Schere beide Augen ausge stachen

Von der Croner Straße im Vorort Brombergs sind nur drei Volksdeutsche Männer am Leben geblieben. Einer konnte die Mörder bestechen, ein anderer hat sich mit seiner Fa­milie zwei Tage lang in die Erde eiugegraben und versteckt gehalten! Unendliches Leid haben die entmenschten Horden über Frauen und Familien ihrer Opser gebracht.

Bei einer der Militärstellen, bei denen das Volksdeutsche Leid hilfeslehend laut wird, trifft man eine alte Frau und ihren Nachbarn. Ihrem siebzigjährigen Mann hat das pol­nische Gesinde! den Kopf abgeschnitten. Man hört hier von Treibjagden auf deutsche Frauen und Männer, von jungen Polenburschen, die in Volksdeutsche Wohnungen ein­drangen und alles abknallten, was ihnen in den Weg kam. Aus den Straßen aber zieht der Strom der Volksdeutschen, die mit Karren und Kinderwagen vor dem Terror flüchteten, wieder den befreiten Orten entgegen; sie wissen nicht, ob sie in der Heimat ihre Lieben, ihre Häuser, ihr Eigentum wie­derfinden werden. Aber die Freude über die Erlösung -und das grenzenlose Vertrauen zum Führer spricht dennoch aus den von unsäglichem Leid gezeichneten Zügen.

Ostwärts der Pilica wurden am 7. September vorüber­gehend in Polnische Hände gefallene deutsche verwundete Sol­daten bei erneutem Vorgehen tot mit ausgestochenen Augen und aufgeschlagenen Schädeln vorgefunden. In das zwischen Lauenburg und Neustadt gelegen« Dorf Lusin drangen irreguläre polnische Banden ein, um an den Volksdeutschen Rache zu nehmen. Ein Deutscher wurde, während seine Frau sliehen konnte, aus dem Bett geholt und in viehischer Weste gemordet. Ihm wurde zunächst der Bauch aufgeschlitzt, an­schließend wurden ihm acht Kugeln in den Körper gejagt. Im Dickicht eines Grenzwaldes fand man die Leiche eines deutschen Soldaten, dem die Polen mit seinem eigenen Sei­tengewehr ein über handgroßes Loch aus der Brust ge­schnitten hatten, so daß der Soldat unter qualvollen Leiden starb.

In der Gegend von Margonin, zum Beispiel im Dors Grabow, wurden von den Polen sämtlich« Brunnen ver­giftet. In den am Rande der Netzeniederung gelegenen Orten des Kreises Kvlmar rauchen noch heute die Trümmer der in Schutt und Asche gelegten Gehöfte, deren Bewohner unter dem schweren Beschüß durch polnische Maschinengewehre flüchten mußten. Das Vieh läuft herrenlos in den Wäldern und Wiesen umher. In Puda, Kreis Obornik, ist der An­siedler Paul Krüger bestialisch erschlagen worden, der Volks­deutsche Förster Jachmann wurde in der Försterei Wischin, Kreis Kalmar, von polnischem Mob erschossen, in Margonins- dorf ist der deutsche Landwirt Oswald Herzog von Frank­tireurs durch Brustschuß schwer verwundet worden.

Diese „Heldentaten" sind von den Polen ohne jeden Grund an deutschen Menschen begangen worden. Es ist bezeichnend, daß die anständigen Elemente unter der zurückgebliebenen Polnischen Bevölkerung sich durch das verbrecherische Gesinde! ebenso bedroht gefühlt haben wie die Teutschen. In Kolmor war sogar eine paritätische Ortswehr aus Teutsche» und Polen ausgestellt, die nach dem Abzug des polnischen Militärs und der Zivilbehörden das Eigentum der Dentschstämmigen und der Nattonalpnken in Schutz nahm.

Die vor einigen Tagen erlassene Kriegswirtschaft-verord­nung besaßt sich in ztvei sehr wichtigen Abschnitten mit den Löhnen und Preisen. Bereits durch den Gebrauch der Bezeich­nung Kriegslöhne und Kriegspreise ist hinreichend die Rich­tung gekennzeichnet, die die Lohnpolitik einzuschlagen hat Die nunmehr angelaufene Lohnpolitik ist eine andere als dir bislang betriebene An die Spitze der neuen Bestimmungen über Kriegslöhne ist der Passus gestellt, daß die Reichstreu­händer und Sondertreul,änder der Arbeit nach näherer Wei­sung des NeichsavbeitSministers die Arbeitsverdienste sofort den durch den Krieg bedingten Verhältnissen anpassen und durch Tarifordnung Löhne, Gehälter und sonstige Arbeits­bedingungen mit bindender Wirkung nach oben sestsetzen. Der Grundgedanke ist somit also der, das Einkommen dem kriegsnotwendigen Stand anzupassen. Die Verordnung gilt wohlgemerkt gleichermaßen iür die Angestellten, und zwar hinaus bis zum Generaldirektor, so daß also nicht nur die Löhne der Arbeiter von den neuen Bestimmungen betroffen werden, sondern ebenso die Gehälter der Angestellten ein­schließlich der leitenden. Für den Arbeiter speziell ist die Bestimmung des 8 18 Absatz 3 der Kriegswirtschaftsverord­nung von ausschlaggebender Bedeutung, wonach Zuschläge sür Mehrarbeit, Sonntags-, Feiertags- und Nvchtavbeit nicht mehr zu zahlen sind; denn der. Fortfall der Zrffchläge spielt für den Arbeiter eine besondere Rolle. Die bislang gezahlten Zuschläge machen einen sehr beträchtlichen Betrag aus und es ist daher durchaus gerechtfertigt, daß diese Beträge für die Kriegsfinanzierring freigemacht -werden. Aus der anderen Seite kommt das überwiegende Gros der Arbeiterschaft in deifi Genuß der durch die Kriegswirtschastsverordnung festgesetz­ten Steuervergünstigung, da ein Bruttoeinkommen bis ca. 2400 RM. kriegssteuersrei bleibt. Sehr bedeutungsvoll ist

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Unser VssSLLvkssv!

(I 7 N 8 SVS lisutixs -4us§g.bs umkg.Lt ssefis Zeiten)

Die Engländer schössen über England zwei ihrer eigenen Flugzeuge ab.

England verletzte erneut die Neutralität Dänemarks, Hollands und Norwegens.

Die polnische Westarmce ist von den deutschen Truppen abgeschnitten.

Deutsche Truppen drangen in Warschau ein.

Südöstlich von Warschau zerstörten deutsche Bomber eine wichtige Weichseibrücke.

Im südlichen Polen haben unsere Truppen bei Sandomicz den Weichselbogen erreicht.

Ueber den Bromberger Vlutsonntag werden erschütternde Einzelheiten bekannt.

Neutrale Auslandsjournalisten berichten über die polni­schen Franktireur-Greuel.

Die Kontrolle des Krastsahrerverkehrs wird Vergnügungs­fahrten und Bequemlichkeiten radikal unterbinden.

Auch sür Mehl wird nunmehr, um Mißbrauch zu ver­meiden. die Bezugscheinpslicht eingeführt.

Bremens älteste Einwohnerin verstarb im Alter von fast 101 Jahren. *