Ausgabe 
(6.9.1939) Nr. 245
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parteiamtliche Hageszeitung

Jas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien kjansestadt Nremen

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblakt des Neichsstattifalters in Oldenburg und vremer

Nr. 245 / 9. Jalirgang

TNittwoch. 6. September 19Z9

kimelureis tZ Npf.

k

Wie sie lügen, liehen zM morden!

polen füsilieren deutsche slieger

Warschaus hetze restlos entlarvt

flis Spione erschossen Sanitäter und Verwundete abgeschlachtet

flmerikanischer Journalist und Vrdensprior strafen polnische Negierung Lügen

M Berlin, 6. September.

W Noch zittert im ganzen deutschen Volk die ungeheure sch Empörung über die gestern bekanntgewordene grausige Mord-

1 tat an dem deutschen Fliegeroffizier nach, der mit dem Fäll­st schirm im polnischen Hinterland notlanden mutzte, und schon

- werden neue Greueltaten der vom Blutrausch verblendeten

polnischen Soldateska gemeldet, die jeglichem Kriegsrecht brutal ins Gesicht schlagen. Die Propaganda im polnischen Heer, keine Gefangenen mehr zu machen und jeden deutschen Soldaten, der lebend in polnische Gewalt gerät, kurzerhand ! zu erschiehen, hat bereits ihre Früchte getragen. Mit jener

l echt britischenSachlichkeit", in der das zynische Wohlwollen

für die ungeheuerliche Mißachtung jeglichen Kricgsrechts seitens der Polen unverkennbar mitschwingt, wurde über den englischen Rundfunk mitgeteilt, datz im Verlauf von Kampf­handlungen 31 Angehörige deutscher Fallschirmtruppen von polnischem Militär gefangengenommen und sofort-hingerichtet worden sind.

!§.Polen betrachte diese -FMchivmtouppen als Spione lind t' würde sie entsprechend behandeln" eine Au>sf-afs-un-g, die i'. offensichtlich den englischen Begriffen von den Rechten und j,p Pflichten Kriegführender nicht zuwiderläuft!

P Zu diesem ungeheuerlichen Bruch völkerrechtlicher Bestun- , mnngen Mrd folgendes festgestellt:Die Fcillschirmtru-ppe >1t ein regulärer Bestandteil verdeutschen Luft­waffe und hat als solclier bekanntlich im Beisein der in Berlin akkreditierten Waffenattaches wiederholt an Para­den teilgenommen. Deutschland hat also nie den Versuch ge­macht. die Aufstellung einer Fallschirmtvuppe zu verheim­lichen. Als Speztaltruppe der deutschen Luftwaffe norden die Fallschirm-männer sMrstverMndlick/uniformiert und bewaffnet >. bei Kampfhandlungen eingesetzt. Jnllschirmtruppen können daher in keinem Fall als Spione angesogn oder behandelt werden.

Nach Artikel 29 der Hanger Oandkriegsordnnng vom -p 1« Oktober 1907, die sowohl für Deutschland als auch iür England. Frankreich und Polen verbindlich ist, gilt als V Spion nur, wer heimlich oder unter falschem Vorwaud cm -t Operationsgebiet einer kriegführenden Macht Nachrichten ein­zieht oder einzuziehen versucht, in der Absicht, sie der Gegen­partei mitzuteilen. Diese Begriffsbestimmung, des -pwn- trisft auf die Angebörigen der Fallschirmjäger schon deshalb nicht zu, weil sie nicht der heimlichen Nachrfchtenbeschaifung s . zu dienen bestimmt' sind.

l Wenn Angehörige der Iallfchirmtrnppe in besonderen Fällen zur Nachrichtenbeschassung eingesetzt werden sollen, könnten i' sie da sie Militärpcrsonen in Uniform sind, ebenfalls nicht , als Spione 'betrachtet werden. Solche Personen dürscn, wenn st. sie in stns Operationsgebiet des kindlichen Heeres eingedrun- gen sind, um sich Nachrichten zu verschafsen. nach Artikel 29 st, Absatz II der Haager Landkriegsor'dnung nicht als Spione betrachtet, werden.

, Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, sind bisher st deutsche Fallschirmabspringer überhaupt noch nicht hinter den ! ' polnischen Linien abgesprungen. Es ist lediglich in einzelnen Fällen die Besatzung von angeschossenen oder havarierten Flugzeugen mit Fallschirmen aus den beschädigten Flugzeugen ' abgesprungen. Wenn der polnische Rundfunk meldet, datz

31 deutscheFallschirmabspringer" abgeschossen worden sind, dann kann es sich nur um Flngzeugbesatzungen handeln, die mit Fallschirmen notgelandet sind.

Es ergibt sich also der empörende Tatbestand, datz not- - gelandete deutsche Flieger von polnischen regulären Truppen

l susiliert worden sind, datz der Rundfunksender Warschau sich

l dieser Tat rühmt, und datz der Rundfunksender London diese

barbarische Handlungsweise, die allem Kriegsrecht Hohn-- spricht, wohlwollend kommentiert und damit unterstützt."

^ Dieser seigen Niedertracht, die nur aus dem fanatischen Deutschenhaß eines in feinen niedrigsten Instinkten ausgc- ! putschten, irregeführten Volkes wie Polen zu begreifen ist,

steht die ritterliche Haltung des deutschen Soldaten gegenüber, wie er sich seines niedergekämpften wehrlosen Gegners an- i nimmt und sogar versucht, ihn unter Einsatz des eigenen

Lebens zu retten, nachdem ihm die Waise aus der Hand gerungen wurde.

Ein Fall, der sich am Montagnachmittag ereignete, soll hier beispielhaft sür die selbstverständliche Pflichterfüllung st zeugen, die der deutsche Soldat gegenüber den Geboten der Menschlichkeit beobachtet. '

VoutlHe Mtterlichkeit gegenüber welzrlofem seind

Ueber der Dvggerbank wurde ein englisches Bombenflugzeug von einem deutschen Seeaufklärer abgeschossen. Trotz hohen Seeganges und schwieriger Sichtverhältnisse wasserte das deutsche Flugzeug und rettete den englischen Piloten aus der sinkenden englischen Maschine, So führt unsere Wehrmacht den ihr- ausgezwnngenen Krieg!

Hier wird die Erinnerung wachgerufen an den Untergang des Lustschisses L 19, das im Wtzltkricg-e nach einem Luft­angriff aus England schwer beschädigt in Seenot geriet und mit seiner tapferen Besatzung unterging, weil der Fischdampfcr King Stephan" jede Hilfeleistung gegenüber den völlig wehr­losen Teutschen höhnisch ablehnte, Angesichts der Begünsti­gung der polnischen ungeheuerlichen Gefangeneninvrde durch die englische Rnn^fnnkpropaganda scheinen sich die sragwür-

Ver sütirer bei den Verwundeten der Vstsront

Führer-Hauptquartier, 6. September.

Aus einem Bahnhof hinter der Ostfront, aus depr der Son- derzug des Führers kurzen Aufenthalt hatte, traf Dienstag mittag zur gleichen Zeit ein Vcrwundetentransportzug aus dem Wege von der Front nach dem Inneren des Reiches ein Der Führer ließ sich sofort von dem Leiter des Transportes über Zusammensetzung des Zuges und Bestimmungsort Be­richt erstatten und ging sodann durch jeden einzelnen Wagen des Transportes. An jedem Bett und bei jedem Verwundeten fragte der Führer nach Einzelheiten über die Schwere der» erlittenen Verletzungen und ihre Ursache. Der Führer sprach mit den verwundeten Soldaten, denen man die übergroße Freude über diesen unerwarteten Besuch an den Augen ab­las, seinen Dank für ihr tapferes Verhalten aus, und oftmals erinnerte er dabei auch an seine eigene Verwundetenzcit im Weltkrieg. Mit festem Blick und leuchtenden Augen antwor­teten die verwundeten Soldaten dem Führer auf seine Fragen. Aller Schmerz war in diesem Augenblick v- ' w der Führer mitten unter ihnen weilte.

digen Begriffe von britischerHumanität" in keiner Weise gewandelt zu haben!

Der brutalen Mißachtung jeglicher Menschlichkeit gegenüber dem gefangenen Gegner reiht sich würdig die entsetzliche

polnische Muttat gegen das Ventsche Note kreu;

bei Crone an der Brahe an: Die berüchtigte polnische Ka- vallericbrigade Poinvrskie, die bereits zahllose lieberfülle auf wehrlose Volksdeutsche, Brandstiftungen, Plünderungen und Notzüchtigungen vollsührt hat und jetzt zu den im nördlichen Korridorgebict umzingelten polnischen Divisionen gehört, hat im Schlitze der Wälder nordöstlich von Crone eine deutsche Sanitätskomp'nnie übersatten. Obwohl alle Fahrzeuge der Tanitütskompanie groß und weithin erkenntlich das rote Kreuz aus weißem Grunde trugen und der Führer der deut­schen Snnitätstöinpanie eine große Rotekreuzfahne schwenkte, stürzten sich die entmenschten Horden in einem wilden Feuer- überfall auf die Kolonne, in der deutsche Verwundete zurück- transpvrtiert wurden.

Erbarmungslos schössen die Strauchritter die unbewajjnetcn Bcglcitmannjchastcn nieder, stürzte» sich auf die einzelnen Wagen und rissen die wehrlosen Verwundeten von den Trag­bahren, um sie schonungslos abzuschlachten. Nur acht Sani­tätern gelang es, in die Wälder zu flüchten und die furcht­bare Meldung nach Krone zu bringen.

Dieser viehische Massenmord stellt einen ellat-anten Bruch der Genfer Konvention des Roteil Kreuzes dar. Sämtliche Ermordeten trugen die lveiße Binde mit dem Roten Kreuz lind führten entsprechend den Genfer Bestim­mungen keine Waisen bei sich. Daß die Polen osjen>bar von höherer Stelle Anlveisung erhalten haben, das Zeichen des Noten Kreuzes nicht mehr zu schonen geht aus einer ive-i- tclen Blut-tat hervor, bie im Abschnitt Tnchel westlich Gram- denz in einem in der Kampflinie liegenden Gehöft an einer deutschen Krankenschwester verübt wurde.

Als die deutsche Helferin in einer Tracht als Rotckrcuz- schwcstcr den Hos des Anwesens überschritt, um für soeben gesangengcnommcne p o I ni s ch e Verwundete Wasser zu holen.

Berlin, 6. September.

Im Austrage von Reichsminister Dr. Goebbels wurde der Chefkorrespondent der amerikanischen Associated Preß P. L. Lochner bei seinem Fluge nach Tschcnstochau von Ministerialrat G. W. Müller begleitet, der uns folgenden Bericht gibt:

Seit drei Tagen ruft es der Warschauer Sender durch den Aether, und die Presse der Demokratien greift die Meldung begierig und in sensationeller Aufmachung aus:Deutsche

Truppen haben das von der gesamten katholischen Welt vcr-- chrte Gnadenbild der Schwarzen Madonna von Tschcnstochau zerstört. Das Kloster am Hellen Berge, in dem das Bild

wurde sie von polnischen MG.-Tchützen zusammengeschossen. Auch diese Untat, die an der gesamten deutschen Front eben­so wie der Ucbersall aus die Sanitätcrkompanie wütende Em­pörung auslöste, geschah im Angesicht der Fahne des Roten Kreuzes, die weithin sichtbar über dem Gehöst wehte.

polnische Mordbrenner im kreise Kalmar

Bewassnete Banden polnischer Aufständischer, die sich tags­über in den Wäldern des Kreises Kolmar versteckt halten, brechen nachts mordend, plündernd und brennend in die deutschen Ortschaften ein. So ist bei den Brandstiftungen in Josessruh eine 90 Jahre alte Frau im Bett verbrannt. Ganze Ortschaften wurden eingeäschert Volksdeutsche, die den flüchtenden Aufständischen Gespanne stellen mußten, dar­unter alte Leute und Halbwüchsige, wurden mitentiührt, wie sich überhaupt die Fälle von Menschenraub Hänsen, Aktjve Polnische Truppen unterstützten die Mordbrenner bei ihren Schandtaten und veranstalteten mit MG.-Feuer -Treibjagden auf die deutsche Bevölkerung, die in den Netzewiesen Zuflucht sucht.

Vie 7. polnische Division aufgerieben

kättowitz und königstzütte besetzt

Berlin, 6. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Das deutsche Ostheer brach am 4. September aus allen Fronten den feindlichen Widerstand und stieß »naushaltsam weiter vor. Der Gegner geht stellenweise in Unordnung und schwer erschüttert zurück. Gefangenen- und Beutczahlcn meh­ren sich und lassen sich zur Zeit noch nicht übersehen. Die 7. polnische Division wurde siidostwärts Tschcnstochau aufge­rieben, der Divisionsstab gefangen.

Im Süden wurde im scharfen Nachdrängen die Verfol­gung aus Krakau sortgesetzt, der Skawa-Abschnitt bei Wadowice überschritte», weiter nördlich Iaworzno ge­nommen, Uebcrstiirzt räumt der Feind das ostobcrschlesijche Industriegebiet. Bei Sicradz wurde der Nebergang über die Warta erzwungen.

Im Norden versucht die umklammerte polnische Korridor- armee in verzweifelten Einzclaktionen den eisernen Ring z» sprengen: seit gestern häufen sich die Anzeichen der beginnen­den Erkenntnis über die hoffnungslose Lage der Polen. Die Befestigungen in Kraudenz wurden genom­men. Die bei und südlich Kulm unter den Augen des Füh­rers und Obersten Befehlshabers über die Weichsel gesetzten Truppen sind auf dem Ostuser in raschem Vordringen. Bei Mlawa nahmen die ostprcutzischen Truppen in hartem Kamps Manü gegen Mann die Stadt und die dortigen Be­festigungen. Der geschlagene Feind weicht nach Süden.

Die Kriegsmarine hat die Sichcrungsmatznahmen sür die deutsche Küste planmäßig durchgeführt.

Die Lustwasse beherrscht den Luftraum. 40 polnische Flug­zeuge, darunter 15 im Luftkamps, wurden abgeschossen. In zunehmendem Matze wird durch die Lustangrisse aus feindliche Marsch- und Eisenbahnkolonncn ein planmäßiger Rückzug des Gegners vereitelt.

An der Nordse 4 k ü st e griffen am Montag gegen 18 Uhr englische Kampfflugzeuge modernster Bauart Wil - hclmshavcn und Cuxhaven, sowie die in den Flußmündungen liegenden Scestreitkräftc an. Die Jagd- und Flakabwchr von Kriegsmarine und Luftwaffe setzte so früh­zeitig und wirksam ein, daß der Angriss auf Cnxhaven Uber-

- krneuter starker vodengewinn

Haupt vereitelt wurde, während die Bombenabwürfe in Wil- hclmshavcn keinen Schaden anrichteten.

Darüber hinaus wird gemeldet, datz die bei Graudenz aus dem Ostuser der Weichsel in südlicher Richtung angrei­fenden deutschen Kräfte mit beispiellosem Elan bereits die Gegend beiderseits Rehden gewannen. Auch das Vorgehen der bei Kulm über die Weichsel gegangenen Truppen nach Südosten ist in raschem Fortschreiten. Der bei Mlawa in hartem Kamps geschlagene Feind wurde in schneller Verfol­gung weiter nach Süden zurückgeworfen. Mit welchem Schneid die deutschen Soldaten die ihnen vom Führer gestellte Aus­gabe zum Schutze deutschen Volksbodens im Osten erfüllen, erhellt die Tatsache, datz Lie im Gegenangriff nach Polen ange­ätzten deutschen Truppen bereits in den ersten drei Tagen bis zu lOO Kilometer in Feindesland eingedrungen sind. Ein­zelne Truppenteile sind täglich 30 Kilometer durch eine Grenz­zone schlechtester Wege und unter dauerndem feindlichen Widerstand vorwärts gekommen.

Auch das ostoberschlesische Industriegebiet ist jetzt zum größten Teil von deutschen Truppen besetzt und wird zur Zeit von polnischen Insurgenten und Aufständischen gesäubert. Deutsche Truppen sind in Kättowitz und Königs­hütte eingerückt. Der größte Teil der Industrieanlagen siel unbeschädigt in deutsche Hand. Durch die schnelle Inbesitz­nahme des Gebietes konnten die von den Polen beabsichtigten Zerstörungen verhindert werden.

Auch gestern konnte unsere Lustwasse wieder ersolgrcich in die Kampfhandlungen eingreifen. Allein bei den Lustkämpsen des gestrigen Vormittags im Raume Warschau Lodz wur­den elf polnische Flugzeuge abgeschossen.

In gleicher Weise kann auch die Kriegsmarine wieder mit einem schönen Erfolg aufwarten. Von den in der Danziger Bucht stehenden deutschen Seestreitkräften wurde ein drittes polnisches U-Boot vernichtet.

vromberg und örauden; geräumt

Wie der Warschauer Rundfunk meldet, waren die polni­schen Truppen gezwungen, die Städte Bromberg und Grau­denz nach heftigem Widerstand auszugeben.

knglands Schuld am Krieg

flmtliktze Vokumente über Sie letzte ptzase der deutsttz-polnisttzen Krise

Berlin, 6. September

Wie DNB. erfährt, erscheint soeben ein amtliches Weiß­buch über die letzte Phase der deutsch-polnischen Krise. Die in dem Weißbuch veröffentlichten Dokumente ergeben, kurz zusammengefaßt, das folgende Bild:

Polens Provokationen beginnen

Ansang August erhielt die Reichsregicrung Kenntnis von dein Schriftwechsel zwischen dem Vertreter Polens in Danzig und dem Senat der Freien Stadt, wonach die Polnische Re­gierung die Zurücknahme einer angeblichen, in Wahrheit gar nicht erlassenen Anordnung des Senats hinsichtlich der Tätig­keit der polnischen Zollinspektoren mit kurzer ultimativer Frist und unter Androhung von Vergeltungsmaßnahmen gefordert hatte. Dies gab der Neichsregierung Veranlassung, der pol­nischen Regierung am 9. August mitzuteilen, daß eine Wieder­holung solcher ultimativen Forderungen eine Verschär­fung in den deutsch-polnischen Beziehungen herbeisühren wurde, sür deren Folgen allein die polnische Regierung ver­antwortlich sein werde.

Zugleich wurde die polnische Regierung darauf aufmerksam gemacht, daß die Aufrechterhaltung der don Polen gegen Danzig getroffenen wirtschaftlichen Maßnahmen die Freie Stadt zwingen würde, sirb noch anderen Ein- und Ausfuhr- möglichkeiten umzusehen. Die polnische Regierung beant­wortete diese Mitteilung der Reichsregicrung mit einem der deutschen Botschaft in Warschau übergebenen Aide-Memoire vom 10. August, das in der Feststellung gipfelte, Polen werde jede Intervention der Reichsregierung in Danziger Ange­

legenheiten, die dortigen polnischen Rechte und Interessen schä­dige, als Angrissshandlnng ansehen.

ltzamberlain mischt sich ein

Am 22. August richtete der britische Ministerpräsident Neville Chamberlain unter dem Eindruck der Meldungen über den bevorsteifenden Abschluß eines NichtangrifssvertrageS Mischen Deutschland und der Sowjetunion ein persönliches Schreiben an den Führer. Darin wurde einerseits der feste Entschluß der britischen Regierung, ihre Bündnis-pflicht gegen­über Polen zu erfüllen, und andererseits die Auffassung zum Ausdruck gebracht, daß es geboten sei, zunächst wieder eine Atmosphäre des Vertrauens herzustellen und die deutsch­polnischen Probleme auf dem Wege von Verhandlungen durch ein international z» garantierendes Abkommen zu lösen.

Der Führer legte in seiner Antwort vom 23. August die wahren Ursachen der deutsch-polnischen Krise dar. Er wies insbesondere aus seinen großzügigen Vorschlag vom März dieses Jahres hin und stellte sest, daz die damals von Eng­land aus verbreiteten falschen Nachrichten über eine deutsche Mobilmachung gegen Polen, die ebenso unrichtigen Behaup­tungen über deutsche Angrisfsabsichten gegenüber Ungarn und Rumänien und endlich die Polen zugesicherte Garantie Eng- § lands und Frankreichs die polnische Regierung dazu ermutigt ^ hätten, nicht nur das deutsche Angebot abzulehnen, sondern ! eine Welle von Terrorakten gegen die deutsche Volksgruppe in Polen zu entfesseln und Danzig wirtschaftlich abzudrosseln. Zugleich erklärte der Führer, datz Deutschland sich durch keine wie auch immer gearteten Einschüchterungsversuche davon abbringen lassen werde, für die Wahrung seiner Lebensrechte einzutreten. (Fortsetzung auf Seite 2)

hängt, soll so behauptet die polnische Greuelpropaganda in einen Pscrdestall umgewandelt worden sein.

So soll der ganzen zivilisierten Weht wieder einmal ein- stepännnert werden, daß deutsche Soldaten nichts Besseres sind als Barbaren, bie sinnlos Kulturgüter vernichten. Diesmal aber geht die Rechnung der internationalen Lügenfabriken nicht aus. Kaum hat die Greuelhetze um die-Schwarze Mutter Gottes von Tschenstochau begonnen, da genehmigt Reichs- minister Dr. Goebbels, daß einer der in Berlin tätigen aus­ländischen Journalisten, in freier Wahi durch seine Kollegen bestimmt, mit einem Flugzeug selbst nach dem Kloster am Hellen Berge fliegen könne. Mit eigenen Augen solle er feststellen, ob das polnische Nationalheiligtum tat­sächlich zerstört worden ist, ober ob es erhalten geblieben ist.

(Ueber den Verkauf der Fahrt Lochners berichten wir auf Seite 2)

ÜeeaL» «ii 4iee lüaikteit/

rcl. Berlin, 6. September.

Die Lüge von Tschenstochau ist zusammengebrochen, eine Lüge, die ersunden war, um Deutschland rn der Welt anzu­schwärzen und um neurrale Länder im Sinne der englischen Propaganda gegen das deutsche Volk aufzuhetzen. Es ist nicht die einzige Lüge, die aus dem Lager der englisch-polnischen Fricdensbrecher kam, es ist eine von vielen und ihre Be­seitigung, die n-och rechtzeitig gelang, verhütete größeres Un­heil.

Die Lüge von Tschenstochau ist zusammengebrochen. Aber die Lüge ützer den Untergang derAthenia" geistert noch durch die Lüelt, wachgehalten von den Kräften, die sie er- i-anden. ^Auch diese Lüge wird fallen, well die Wahrheit sich bahnbrechen muß. Spüren wir einmal der englischen Pro­paganda aus ihren Wegen nach, und verfolgen wir den Weg dieser Tendenz-meldungen durch die Welt, während der zwei Tage, die bis jetzt seit dein Untergang derAthenia" Ver­gangen sind. Die erste Meldung, die aus dem neugeschaffe­nen^ englischen Prvpa-gaudaministerium kam. besagte, daß das Passagierschiss 200 Nieilen westlich von den Hybriden torpe­diert sei imd baß um das Schicksal der 1 lOO Passagiere die schwersten Besorgnisse berechtigt seien. Die erste Giftspritze tat ihre Wirkung. Dann trat Churchill vor das Unterhaus und mischte in die Au-fregnng der Welt das Gift der neuen Lüge: ein deutsches U-Boot hat dieAtheni-a" torpediert und es geschah, was geschehen sollte: -24 Stunden brauste ein Sturm der Entrüstung durch Amerika, ein Sturm, der eine Heftigkeit annahm, daß sich Churchill schmunzelnd die -Sünde reiben konnte. Erst später, als die ersten beiden Nachrichten ihre Wirkung schon^getan hatten, kam die Meldung hinterher, daß von den 1400 Jahr-gästen alle bis an-s zwei gerettet ieien.

Deutschland stellte sofort fest, daß 1. die Streitkräfte der deutschen Kriegsmarine strikten Befehl haben, jede Angriffe auf Neutrale zu vermeiden, 2. daß in Deutschland die Be­fehle des Führers ausgeiührt würden und 3. daß in der Nage der Unglücksstellc und in der weiteren Umgebung über­haupt kein deutsches Kriegsschiff gewesen ist. Dennoch ging die Hetze weiter. Sie mußte weitergehen, damit ihr Urheber ihre wijteren Ziele erreichten, dennoch aber ist bei dieser W schlau eingefädelten Angelegenheit eine Reihe von dunklen Punkten unaufgeklärt geblieben, die es ermöglichen, den gan­zen Schwindel derAthenia"-Aisäre aufzurollen und Licht in die dunkle» Machenschaften der britischen Kriegshctzer zu brin-. gen. Vielleicht beantwortet Herr Churchill oder der englische 4'ropagandaministcr Mac Plillam, der bis 1918 der erste Mitarbeiter Lord Northcliffes (!) und später der Chef der königlichen Kommission sür Schwachsinnige und Geisteskranke war und als solcher für seinen Posten die denkbar besten Vor­aussetzungen mitbringt folgende Fragen:

1. Wann ist dieAthenia" ausgelaufen?

2. Welches Ziel hatte dieser Dampfer bei seiner Un­glücksfahrt.

3. Wo wurde di«Athenia" torpediert?

4. Sind eingehende Untersuchungen über die Torpedieruna angestellt worden und hat man festgestellt, um was sür einen Torpedo es sich überhaupt gehandelt hat?

5. Ist denn das Schiss wirklich untergegangen?

6. Sind die mysteriösen Aussagen einiger Matrosen, die ein U-Boot gesichtet haben wollen, nachgeprüft und präzisiert worden? Ist man in England bereit, ihre 'Namen zu nennen?

7. Wie erklärt es sich die Admiralität, baß aus dem weiten Ozean gerade zur rechten Zeit und gerade an der richtigen stelle so viele Schiffe waren, die die Passagiere derAthenia"

»IIII»»»IIIIIIIINIIIIIIIlIIIIlI»I»IIIII»»I»»»I»»IIIII,III

Unser Issessmegei

(vnssi-6 kerctiAS J-NSZsds urnkaüt saolrs Zsitsn)

Ein deutsches Weißbuch nagelt Englands Schuld am Kriege fest.

England hat in weiteren Fällen die Neutralität kleinerer Staaten frech verletzt.

Warschau steht im Zeichen einer Panikstimmung der Be­völkerung.

Von England verhetzte Polen ermordeten deutsche Fall­schirmabspringer.

Ein amerikanischer Journalist und ein Ordensprior ent­larven die polnische Greuelhetze.

Die luststrategische Unterlegenheit Englands gegenüber Deutschland ist klar erwiesen.

In Schanghai und in Palästina vergriff sich englisch­jüdischer Mob an deutschem Eigentum.

Der Führer weilte bei Verwundeten der Ostfront.

Kättowitz und KönigIhütte wurden von deutschen Truppen besetzt.

Für die gesamte zivile Reichsverteidigung wurden Rrichs- verteidigungskommissare eingesetzt.

Der Reichsfinanzministcr erließ die ersten Ausführungs- bcstimmnngen über den Kriegszuschlag, zur Einkommen­steuer.

Bei Fliegeralarm ist erst recht kein Licht anzuzünden!

Der Bremer NSV -Bahnhossdienst gewährleistet sür durch­reisende Frauen und Kinder vorbildliche Betreuvng.