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parteiamtliche Tageszeitung
Nas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Veichsstatchalkers in Oldenburg und Vremen
Nr. 244 / 9. Jahrgang
Dienstag. 5. September 19Z9
Linzelpreis 15 Npf.
knglanel vvelvtzl «liv kvllänelisekv unel eli« «läniscks Neutralität
tine deutsche lagdstaffel vernichtet 15 polnische pugzeuge
Kriegswirtschaftsverordnung sichert die Verteidigungskraft des Neiches
Dort
Kein Opssr ist ru groD
Nas ist deutsche Überlegenheit
Nach ersolgreichem flngriff offne Verluste ffeimgekeffrl
cknd. Berlin, 5. September.
Am gestrigen Nachmittag wurden bei einem Lustkamps in der Nähe von Lodz von einer einzigen deutschen Jagdstaffel vier Bomben- und zwei Jagdflieger der Polen abgeschossen.
Daraus versuchte der dort auf der Erde befindliche polnische Fliegerverband sich dem Flugzeugangriff schleunigst zu entziehen. Ein Teil der deutschen Jagdflieger griff die Flugzeuge an. Neun polnische Maschinen blieben kampfunfähig am Boden. Die reichs- deutsche Jagdstaffel, die somit insgesamt fünfzehn polnische Flugzeuge vernichtete,
kehrte ohne Verluste heim.
Zusammenfassung allerKrSste
Ministereat für Sie Neichsverteidigung erläßt kriegswirtschastsverordnung
Berlin, 5. September
Unter dem Vorsitz des Generalfeldmarschalls Göring hat der Ministerrat für die Reichsverteidigung wichtige wirtschaftliche Maßnahmen beschlossen, die in der „Kriegswirtschaftsverordnung" vom 4. September 1939 zusammengefaßt sind. Die Verordnung, die dem Zweck dient, die Kräfte der deutschen Volkswirtschaft für die Sicherung der Grenzen und die Freiheit unseres Vaterlandes einzusetzen, enthält folgende Vorschriften:
dbambsrlam cismonsti-iert cisr V/sIt ssins moralische s^linclsrwsrtiglcsit
!. I(l. Berlin, 5. September.
Der Führer hat in einer eindringlichen, von dem ^Erlist der Stunde getragenen Mahnung an den Opfersinn unseres deutschen Volkes mit eindringlichen Worten appelliert, „wenn der Soldat an der Front kämpft, soll niemand am Krieg verdienen". Weiterhin heißt es in dem Aufruf des Führers: „Der Soldat an der Front
- soll aber auch wissen, daß in diesem Kampf erstmalig in der Geschichte nicht von dem einen verdient wird, während die anderen verbluten". „Was wir heute verlieren, ist ohne Bedeutung, wicht'g aber. ist, daß unser Volk seinen Angreifern widersteht und damit seine Zukunft gewinnt". Diese prägnante Sprache, wie sie nur der Führer kennt, dringt in jedes Ohr. sie begreift ein jeder, gleich wo immer er steht und gleichviel in welcher Stellung er sich befindet. Die Worte sind aber gleichzeitig Befehl. Auf Grund dieses Befehls richtet sich die Handlungsweise eines jeden deutschen Menschen in dieser schweren Zeit aus. Die Worte dringen gleichermaßen aber auch an das Ohr der Front, und unsere braven Soldaten, die dem Tode stündlich ins Auge schauen, wissen damit, daß die in der Heimat Zurückbleibenden dem Befehl des Führers entsprechend sich
, jene Opfer auferlegen, die würdig sind dem Opfer, das
- 'der Soldat bringt. —
Der Ministerrat für die Roichsverteidigung hat nunmehr, indem er dem Gebot der Stunde Rechnung trägt, ein Eesetzeswerk in Kraft gesetzt, das dem Ernst der durch den gewaltigen uns aufgezwungenen Abwehr- kampf bedingten Situation entspringt und den Willen ,, des Führers verkörpert. Die unter dem Namen „Kriegs- j Wirtschaftsverordnung" zusammengefaßten Verordnün- s> gen beziehen sich nicht allein auf wirtschaftliche Dinge, i sondern sie greifen tief in das Leben eines jeden ein- f zelnen ei. So betont auch die Präambel -er Kriegs- f wirtichaftsoerordnung nochmals nachdrücklichst, daß die s Sicherung der Grenze unseres Vaterlandes höchste Opfer , von jedem deutschen Volksgenossen erfordert. „Der Sol- !, dat schützt mit der Waffe unter Einsatz seines Lebens ! die Heimat. Angesichts der Größe dieses Einsatzes ist es selbstverständliche Pflicht jedes Volksgenossen in der s Heimat, alle seine Kräfte und Mittel Volk und Reich i zur Verfügung zu stellen. Die Verordnung ist aber nicht zuletzt auch deswegen erlassen, weil der Soldat das Bewußtsein haben muß. daß auch die Hei-
- mat entsprechende Opfer bringt. Niemand darf soviel . verdienen und niemand darf so leben, wie er gewohnt >/, war. im Frieden zu verdienen und zu leben. Das Opfer,
das verlangt wird. muß würdig dem Opfer des Soldaten sein. Der nationalsozialistische Staat fordert einen weit- gehenden Verzicht auf nicht lebensnotwendige Bedürf- ^ nisse, die Einschränkungen, die sich ein jeder aufzuerlegen hat, muß er spüren, wie gleichermaßen der Eewinn- verzicht zugunsten der Kriegsführung ein nicht weniger ! spürbarer zu sein hat.
Die Kriegswirtschaftsverordnung zerfällt in mehrere . Abschnitte, und zwar in die vier Abschnitte „Kriegs- schädliches Verhalten". „Kriegssteuern". „Kriegslöhne" und „Kriegspreise". Diese vier Abschnitte sind ein zusammenhängendes Ganzes, durch das sich wie ein roter > Faden vom ersten bis zum letzten Wort die Idee zieht, daß kein Deutscher in dieser Notzeit leben darf wie in Friedenszeiten. (Fortsetzung auf Seite 2)
Berlin, 5. September.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Von den aus Schlesien und südlich vorgehenden Truppen drängen nördlich der Hohen Tatra und südlich des Industriegebietes starke Kräfte dem auf Krakau zurückweichenden Gegner nach. Ostwärts Pleh wurde — wie bereits gemeldet — der Weichselübergang erkämpft. Nördlich des Industriegebietes folgen unsere Truppen dem zurückgehenden Feind über die Linie Koniepol— Kamiensk und über die Warthe nordöstlich Wielun. In, scharfen Vorgehen haben sie sich Sieracz auf 20 Kilo- meter genähert.
Die pommersche Kräftegruppe erreichte mit starken Kräften die Weichsel beim Kulm. Das Abschneiden der im nördlichen Korridor stehenden polnischen Kräfte ist damit vollendet. Der deutsche Angriff gegen die Festung Eraudenz ist im Nordosten in die Fortslinie eingedrungen.
1. Kriegsschädliches Verhalten wird unter Strafe gestellt. Schwerste Strafen drohen demjenigen, der Rohstoffe oder Erzeugnisse, die zum lebenswichtigen Bedarf der Bevölkerung gehören, vernichtet, beiseite schafft oder zurückhält. Das gilt auch für denjenigen, der Zahlungsmittel ohne gerechtfertigten Grund hamstert oder zurückhält.
2. Die Finanzierung der Reichsverteidigung ersordert die Einführung einer Reihe von Steuererhöhüngen. Dieses Opfer muß den Steuerpflichtigen auferlegt werden, um dem Reich die Mittel für seine außerordentlichen Aufwendungen in die Hand zu geben. Dabei ist grundsätzlich darauf Rücksicht genommen worden, daß die wirtschaftlich schwächeren Volksschichten nicht zusätzlich belastet werden. Es handelt sich um folgende Steuererhöhungen:
s) Das Reich erhebt einen Zuschlag zur Einkommensteuer in Höhe von 5V v. H. Einkommensteuerpflichtige, deren Einkommen 2400 Reichsmark im Jahr nicht übersteigt, sind von dem Zuschlag befreit.
d) Kriegszuschläge für eine Reihe von Genuß- mitteln. Dazu gehören Bier. Tabakwaren, Branntweinerzeugnisse und Schaumwein. Bei Bier und Tabakwaren belauft sich der Zuschlag aus 20 v. H. des Verkaufspreises. Der Preis für Schaumwein erhöht sich je nach der Art um 0,50 oder eine Reichsmark für die ganze Flasche.
Die aus Ostpreußen vorgehende Kräftegruppe nahm Przasnysz. Polnische Kavallerie, die nördlich Treuburg versuchte, in deutsches Land einzudringen, wurde zurückgeworfen.
Die deutsche Luftwaffe führte im Laufe des
3. September vermehrt ihre Angriffe auf militärisch wichtige Verkehrsanlagen und größere Truppentransporte durch. Der wiederholte Einsatz von Flak und Sturzkampfsliegern trug wesentlich zu dem raschen Erfolg der aus Schlesien vorgehenden Truppen bei.
Die Bahnverbindungen Kutnau—Warschau, Krakau— Lemberg, Kielce—Warschau, Thorn—Deutsch—Eylau wurden zerstört. Es sind zahlreiche Zugentgleisungen, Brände und Explosionen von Zügen festgestellt. Der Bahnhof Hohensalza liegt in Trümmern. In Okecie bei Warschau wurde das dortige Flugzeugwerk schwer beschädigt. Die dort von den Polen bereitgestellten Re- seroeslugzeuge wurden vernichtet. Bei einem Luftkampf über Warschau wurden sieben polnische Flugzeuge und
e) Schließlich ist ein außerordentlicher Beitrag der Länder, Gemeinden und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechtes an das Reich vorgesehen.
3. Die unumgängliche Anpassung der Vorschriften auf dem Gebiet des Ärbeitsrechtes, des Arbeitsschutzes und der Arbeitsbedingungen an die 'Erfordernisse der Kriegswirtschaft bringt Abschnitt III der Kriegswirtschaftsverordnung.
Die Reichstreuhänder der Arbeit haben hiernach das Entstehen unangemessen hoher Arbeitsverdienste zu verhindern und den Lohnstand den besonderen kriegswirtschaftlichen Bedingungen anzupassen. Es wird also in diesem Krieg nicht, wie im Weltkrieg, vorkommen können, daß derjenige, der in der Heimat verbleibt, überhöhte Verdienste erzielen kann, während seine Arbeitskameraden draußen für das Vaterland kämpfen. Die Reichstreuhänder der Arbeit haben den gegebenen Notwendigkeiten entsprechend die Löhne und Gehälter festzusetzen. Die von ihnen festgesetzten Lohn- und Gehaltssätze dürfen grundsätzlich nicht überschritten werden. An dem bewährten Grundsatz der Leistungsentlohnung wird festgehalten. Echte Leistung soll auch in diesen Zeiten ihren verdienten Lohn finden. Wer aber ohne nachgewiesene Leistung mehr an Lohn und Gehalt verlangt oder mehr zahlt, schädigt die deutsche Kriegswirtschaft. Verstöße dagegen werden bestraft.
(Wortlaut der Kriegswirtschaftsverordnung auf Seite 3)
ein polnischer Ballon ohne eigene Verluste abgeschossen.
Die Seestreitkräfte waren auch am Sonntag erfolgreich tätig. Zerstörer haben die im Kriegshafen von Hela liegenden feindlichen Schiffe unter wirkungsvolles Feuer genommen. Vor der Danziger Bucht wurde ein polnisches U-Boot versenkt. Luftangriffe gegen Edingen und Hela wurden erneuert und brachten hierbei den polnischen Zerstörer „Wicher" zum Sinken. Der Minenleger „Gryf" wurde schwer beschädigt.
Im Westen bisher keine Kampfhandlungen.
Durch das schnelle Zupacken der deutschen Truppen wurde der Pole verhindert, seine aus Eefangenenaus- sagen bestätigte Absicht durchzuführen, die ausgebaute Warthe-Stellung zu halten. Ostrowo, Krotoschin und Lissa sind in deutscher Hand.
Montag morgen haben erstmalig Truppen aus dem Reich aus dem Landwege ostprcußischen Boden erreicht.
Montag früh wurde ein zweites polnisches U-Boot von deutschen Seestreitkräften vernichtet.
k. tVlii. Daß der britische Ministerpräsident und Beauftragte der jüdisch-sreimaurerischen Kriegstreiber, Chamberlain, nicht die geringsten staats- männischen Fähigkeiten besitzt, hat er selbst in den letzten Tagen endgültig unter Beweis gestellt. Neben seinem für das englische Volk so verhängnisvollen Geisteszustand tritt mit schamloser Selbstenthüllung nun auch noch die menschlich-moralische Minderwertigkeit dieses Demagogen hervor. In seiner^ angekündigten Rede vor dem Unterhaus ließ sich Chamberlain nämlich von seinen Haßinstinkten gegenüber Deutschland zu einem außerordentlich aufschlußreichen Geständnis hinreißen, indem er seinem „heißen Wunsch" Ausdruck verlieh, noch den „Tag der Vernichtung Adolf Hitlers" erleben zu dürfen. Wir müssen Herrn Chamberlain und dem von ihm verführten englischen Volk die Enttäuschung bereiten, daß jener Wunsch n i e in Erfüllung gehen wird. Denn die deutsche Nation steht als eine bis zum Aeußersten verschworene Kampfgemeinschaft hinter seinem geliebten Führer, mit dem es eine unzertrennbare Einheit bildet. Auch wenn der verantwortungslose britische Ministerpräsident trotz seines schon jetzt hohen Alters noch einige Jahrzehnte leben sollte, wütde er lediglich das Erwachen des englischen Volkes und das über ihn, den Kabinettsvorsitzenden, hereinbrechende ausgleichende Strafgericht erleben können! Wahrlich, wir,beneiden die Briten nicht um diesen ihren Premierminister. Um den einmaligen Wesensunterschied zwischen dem genialen Neugestalte! Europas Adolf Hitler und dem wirklichen Feind der englischen Nation Neville Chamberlain zu erfassen, genügt die Feststellung: es ist völlig unmöglich, sich vorzustellen, daß etwa der Führer das leitende Mitglied einer fremden Regierung in derart zynischer Weise verunglimpfen würde. Das englische parlamentarische System hat mit der Schimpfkanonade Chamberlains wieder einmal weiterhin sichtbar unterstrichen, daß es nicht die Besten und Fähigsten, sondern eben den Abschaum der Menschheit an die Spitze, der Staatsführung gelangen ließ — zum Verderben der Betrogenen!
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Behalten wir auch hinsichtlich des Entschlusses Frankreichs, „sich zur Hilfeleistung an Polen verpflichtet zu fühlen", die entscheidende Tatsache im Auge, daß die Pariser Regierung unmittelbar vor dem unverschämten und frevelhaften Londoner Ultimatum an Deutschland Mussolinis Ver-
INNNIIIINIIIIIINIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIIMIIIIIIIIMIIIIMIIINIIIIIIIIIIIIIIIIMIII»
Unser Isgesspiege!
(Ilnssrs ksntiZs ^ns§g.iZ6 uinknüt 10 Leiten)
Angesichts des Führers haben die deutschen Truppen bei Culm mit heroischem Schwung die Weichsel überquert.
Der nördliche Korridor ist nunmehr völlig abgeschnitten.
Eine einzige deutsche Jagdstaffel vernichtete fünfzehn polnische Flugzeuge.
„Daily Telegraph" enthüllte wider Willen die englische Kriegsschuld.
Sowjetrussische Langstreckenflieger erzielten einen internationalen Rekord.
England hat die holländische und dänische Neutralität verletzt.
Deutschland respektiert die irländische Neutralität. Unsere Flak wehrte erfolgreich britische Flieger ab. Der Ministerrat für die Reichsverteidigung erläßt eine Kriegswirtschafts-Verordnung.
Die Luftschutzzentralstelle der Freien Hansestadt Vreinen stellt kostenlos Sand für Luftschutzzwecke zur Verfügung.
Der Bremer Polizeipräsident als örtlicher Lustschutzleiter stellt ausdrücklich fest, daß es sich bei den Fliegeralarmen um keine Probealarmierung handelt!
Nördlicher Korridor völlig abgeschnitten
przasngsz, Ostrowo, krotoschin und Lissa genommen — Luftwaffe zerstörte wichtige Vaffnverbindungen
Vrei polnische Kriegsschiffe versenkt