Ausgabe 
(2.9.1939) Nr. 241
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vremn Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fiansesta-t Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmlliches Berkündungsblatt des Beichsstattlzalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 241 /S. Ztchrgang

Sonnabend, 2. September 1SZ9

kinzelpreis 15 Npf.

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Vas Seseh von Versailles ist für uns Veutsche kein 0esek!" /Ver Pakt verlinMoskau bedeutet eine ungeheure wende für die

Zukunft " /kin November ISIS wird sich niemals mehr in der deutschen Seschichte wiederholen!"

Mit scharfem Schwert und starkem Kerzen

. Berlin, 1. September

Die Nachricht von der Einberufung des Reichstages hatte sich in der Reichshauptstadt mit Windeseile her­umgesprochen. Als gegen 9.00 Uhr morgens bereits die Anfahrt der Abgeordneten zur Krolloper begann, stan­den in den Straßen der Hauptstadt große Menschen­massen. Tausende strömten zusammen, um der Abfahrt des Führers zum Reichstagsgebäude beizuwohnen. Kurz vor 10.00 Uhr verließ der Führer mit seiner Beglei­tung die Reich.kanzlet und begab sich in die Krolloper. Aus seinem Wege dorthin wurden ihm von der Bevöl­kerung stürmische Ovationen bereitet.

In der Krolloper

Erwartungsvolle Spannung liegt in dieser entschei- dungsschweren Stunde über der Krolloper. Unter dem mächtigen goldenen Hoheitszeichen, das von der Wand grüßt, haben sich die Abgeordneten des Eroßdeutschen Reichstages zur Sitzung zusammengefunden. Das Forum des deutschen Volkes erwartet den Führer.

Unter den Abgeordneten sind viele, die den braunen Rock mit dem feldgrauen Soldatenkleid vertauscht haben. Offiziere und alle Mannschaftsgrade sind in den Reihen zu finden. Allmählich haben sich auch die Minister- bänke gefüllt.

Ver siistrer im feldgrauen Nock

Schweigend, mit erhobenem Arm, grüßen die Abgeord­neten den Führer, aber alß Adolf Hitler den Reichs­außenminister und den Großadmiral mit Handschlag be­grüßt und auf der Ministerbank Platz genommen hat, da bricht spontan die Begeisterung, die Liebe für den Führer durch. Der Jubelorkan, der durch die Krolloper braust, ist ein überwältigendes Zeichen des Vertrauens zu dem Manne, der das Schicksal des Reiches auch in dieser Stunde fest in seinen Händen hat.

eeneralfeldmarschall Söring

eröffnet die Sitzung:Ich habe Sie erst heute nacht um 8 Uhr einberufen können", so erklärt er.Dank der Organisation ist es aber gelungen, eine große Zahl von Abgeordneten hier zu versammeln. Ueber 100 Abgeord­nete stich allerdings heute nicht unter uns, weil sie dort stehen, wo der Deutsche heute am besten seine Pslichr dokumentieren kann: In den Reihen unserer Wehrmacht.

fldolf stiller steil das Wort

Der Führer steht am Rednerpult. Der feldgraue Rock, den er zum ersten Male über der schwarzen Hose trägt und das Eiserne Kreuz an diesem Ehrenkleid, das er vier Jahre trug. bezeugen am besten den Ernst der Stunde.

Die Führerrede hat folgenden Wortlaut:

Abgeordnete, Männer des deutschen Reichstages! Seit Monaten leiden wir alle unter der Qual eines Problems, das uns einst das Versailler Diktat beschert hat und das nunmehr in seiner Ausartung und Ent­artung ^unerträglich geworden war.

Danzig war und ist eine deutsche Stadt!

Der Korridor war und ist deutsch!

Alle diese Gebiete verdanken ihre kulturelle Er­schließung ausschließlich dem deutschen Volk, ohne das in diesen östlichen Gebieten tiefste Barbarei herrschen würde.

Danzig wurde von uns getrennt! Der Korridor von Polen annektiert! Die dort lebenden deutschen Minder­heiten in der qualvollsten Weise mißhandelt! Ueber eine Million Menschen deutschen Blutes mußten schon inchen Jthren 1919/20 ihre Heimat verlassen!

Wie immer, so habe ich auch hier versucht, auf dem Wege friedlicher Revisionsvorfchläge eine Aenderung des unerträglichen Zustandes herbeizuführen. Es ist eine Lüge, wenn in der Welt behauptet wird» daß wir alle unsere Revisionen nur unter Druck durch­zusetzen versuchen. 15 Jahre, bevor der Nationalsozialis­mus zur Macht kam, hatte man Gelegenheit, auf dem Wege friedlichster Verständigung die Revisionen durchzuführen. Man tat es nicht! In jedem ein­zelnen Falle habe ich dann von mir aus nicht einmal, sondern oftmals Vorschläge zur Revision unerträglicher Zustände gemacht. Alle diese Vorschläge sind, wie Sie

Breslau, 2. September.

Am Freitag früh. Wir befinden uns auf einem Flughafen in Mittelschlesien.. Ein Blick durch das ge­öffnete Fenster einer Baracke zeigt den Gruppen- kommandeur mit seinen Staffelkapitänen über Karten gebeugt die letzten Befehle erteilen. Es geht zum er­sten Feindslug. Die Stimmung unter den Offizieren und Unteroffizieren ist hervorragend. Sie warten alle aus den Moment des Einsatzes; denn sitzen, warten und nichts tun ist nicht ihre Art. Sie sind kampswillige Sol­daten Adolf Hitlers. Ä

Es hat wenig Schlaf gegeben. Neben mir sitzt ein Oberleutnant, der im Spanienkrieg hervorragend ein­gesetzt war und erzählt, er freue sich, wieder mit der­selben Besatzung eingesetzt zu werden. Nun gibt der Kommandeur den Befehl fertigzumachen und die Maschinen zu besteigen. Der Einsatz ist klar. Es gilt, die deutsche Oftgrsnze vor dem polnischen Größenwahn zu verteidigen. Das Ziel unserer Gruppe ist die Stadt Radom. südlich von Warschau, in deren Nähe ein Mili­tärflughafen liegt. Die drei Staffeln starten. Als die

wissen, abgelehnt worden. Ich brauche sie nicht im ein­zelnen aufzuzählen: die Vorschläge zur Rüstungsbegren­zung, ja wenn notwendig, zur Rüstungsbeseitigung, die Vorschläge zur Beschränkung der Kriegsfiihrung, die Vorschläge zur Ausschaltung von in meinen Augen mit dem Völkerrecht schwer zu vereinbarenden Methoden der modernen Kriegsfiihrung. Sie kennen die Vor­schläge, die ich über die Notwendigkeit der Wiederher­stellung der deutschen Souveränität über die deutschen Reichsgebiete machte, die endlosen Versuche, die ich zu einer friedlichen Verständigung! über das Problem Oesterreich unternahm und ^ätir über das Problem Sudetenland,Böhmen und Mähren.

Es war alles vergeblich! Eines aber ist unmöglich: zu verlangen, daß ein unerträg­licher Zustand auf dem Wege friedlicher Revision bereinigt wird und dann die fried­liche Revision konsequent zu ver­weigern.

Es ist auch unmöglich, zu behaupten, datz der­jenige, der in einer solchen Lage dann dazu über­geht, von sich aus diese Revisionen vorzunehmen, gegen ein Gesetz ver stützt.

(Fortsetzung auf Seite 2.)

deutsch-polnische Grenze überflogen wird, scheinen uns helle Sonnenstrahlen entgegen. Leider ist das Wetter weiterhin nicht mehr so günstig wie beim Start.

Ueber Polen hat sich eine dichte Wolkenschicht gebil­det, die nur stellenweise durchbrochen ist. Als wir in die Nähe unseres Zieles kommen, durchstoßen wir die Wol­kenschicht bis auf tausend Meter. Während die erste und dritte Staffel die Umgebung des Zieles abstreifen, hat die zweite Staffel den Flughafen erkannt und wirft ihre Bomben mit Erfolg ab. Die Polen scheinen überrascht worden zu sein; denn während des ganzen Fluges be­merken wir nicht die geringste Abwehr durch Flak oder Flugwaffe.

Nach einigen Schleifen geht es wieder in Richtung Heimat. Auf dem Heimflug wird schnell ein polnischer Bahnhof, auf dem Truppenverladungen bemerkt wur­den, mit Bomben belegt.

Das Wetter wird immer ungünstiger, so daß nur mit großer Mühe auf dem Heimathafen gelandet werden kann. Herzlich werden die Kameraden von den Zurück­gebliebenen begrüßt. Der Kommandeur gibt seiner Freude darüber Ausdruck, daß alle seine Soldaten wie­der wohlbehalten heimgekehrt sind.

krfter semdflug nach polen

Mit oemsaien sraffein unterwegs vombarvemenr mttitürischer Ziele von Nadom

l

Oberkommando der Wehrmacht berichtet

Vie deutschen Iruppen an allen sronlen im Vormarsch / krsolge der Luftwaffe

j Berlin, 1. September.

! Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

, «Im Zuge der deutschen Kampfhandlungen aus Schlesien,

^ Pommern und Ostpreußen wurden an allen Fronten schon

Freitag die erwarteten Anfangserfolge erzielt.

' Die von Süden über das Gebirge vorgegangenen Truppen

haben die Linie Neumarkt Such« erreicht. Südlich Mährisch- Ostrau ist die Olsa bei Teschen überschritten. Südlich des Indu­striegebietes sind unsere Truppen in Höhe von Kattowitz im zügigen Vordringen. Die aus Schlesien angesetzten Truppen sind im flüssigen Vorgehen in Richtung Tschenstochau und nörd­lich davon.

Im Korridor nähern sich unsere Truppen der Brahe und haben die Netze bei Nakel erreicht. Dicht vor Graudenz wird gekämpst.

Aus Ostpreußen vorgehende Kräfte stehen tief auf polni­schem Gebiet im Kampf.

Die deutsche Luftwaffe hat in wiederholten kraftvollen Einsätzen die militärischen Anlagen auf zahlreichen polnischen Flugplätzen, so z. B. Rahmei Putzig Graudenz Posen Plock Lodz Tomaszow Radom Ruda Katto- witz Krakau Lemberg Brest Terespol angegriffen und zerstört.

Außerdem unterstützten mehrere Schlachtgeschwader wir­kungsvoll das Vorwärtskommen des Heeres.

Die deutsche Luftwaffe hat sich damit Freitag die Luftherr­schaft über dem polnischen Raum erkämpft, obwohl starke Kräfte in Mittel- und Westdeutschland zurückgehalten wurden. Teile der deutschen Seestreitkräfte haben Positionen vor der Danziger Bucht eingenommen und sichern die Ostsee.

Das in Neufahrwasser liegende SchulschiffSchleswig- Holstein" nahm die von den Polen besetzte Westerplatte unter Feuer.

In Gdingen wurde der Kriegshafen durch die Luftwaffe bombardiert."

Onssr V/ills wirc! jsdsr stiot wskcisn"

I. L. v. Bremen, 2. September.

Von allen guten Geistern verlassen, hat Polen, voin Wahnwitz unerhörter U Überheblichkeit ge­trieben, den aus staatsmännischer Weisheit, Gute und Gerechtigkeit geborenen Friedensvorschlag des Führers zur Wiedergutmachung eines in Ver­sailles Deutschland angetanen schweren Unrechts ausgeschlagen. Polen hat des Führers großherzi­gen Vorschlag nicht nur abgelehnt, sondern dar­über hinaus demonstrativ Deutschland die kalte Schulter gezeigt, indem es über Gebühr lange Deutschland aus eine Antwort warten ließ, inzwischen aber mobil machte und in leichtfertigster Weise seine Freischärler und auch reguläre Trup­pen in deutsches Grenzgebiet sandt*.

Kein Mensch darf sich wundern, wenn Deutsch­lands Geduld, die bereits in den letzten Monaten und Wochen einer geradezu übermenschlichen Probe ausgesetzt war, nunmehr endlich riß und auf des Führers Befehl ab gestern früh die pol­nischen Angriffe auf deutsches Gebiet und deut­sches Volkstum ebenso tatkräftig wie zielbewußt zurückgeschlagen werden. Wie tief die Befriedi­gung darüber im deutschen Volke ist, hat zur ge­schichtlichen Stunde, in der gestrigen Reichstags­sitzung der den Führer bei seiner Rede um- rauschende Beifall der Sendboten des deutschen Volkes, der Reichstagsabgeordneten, gezeigt. Aus des deutschen Volkes tiefstem Herzen war gerade diese Rede gesprochen, die Adolf Hitler an sein Volk richtete angesichts einer Welt, die einesteils nicht leugnen kann, daß des Führers Vorschlag das Aeußerste war, was ein Volk von Ehre in der heutigen politischen Lage und bei dem berech­tigten Anspruch Deutschlands auf Danzig und den Korridor machen konnte, die aNdernteils aber ge­radezu darauf lauert, aus schwarz weiß und aus weiß schwarz zu machen.

Der böse Wille Polens, der, gestützt auf die Hoff­nung einer Hilfe der Westmächte, und vor allem Englands, sich gerade in den letzten entschei- dungsvollen Stunden des bis zur Siedehitze ge-

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Unser Tssesspiesel

(Unsers llsutiZe LmsAgbe umkg.Lt 10 Leiten)

Der Führer gab in der großen Reichstagsrede sei­ner unbeugsamen Kampfentschlossenheit mitreißen­den Ausdruck.

In Abwehr der polnischen Angriffshandlungen auf deutsches Gebiet ist der Vormarsch der deutschen Truppen in polnisches Gebiet planmäßig begonnen worden.

Die deutsche Luftwaffe bombardierte militäris Ziele Polens.

Danzig ist durch Reichsgesetz ins gekehrt.

Die entschlossene und klare hat in der ganzen Welt lassen.

Polen wollen Volksdeuts des Landes verschleppe Polen beschoß die osfe Frankreich und Engt machung angeordnet.

London steht im Zeiche Zur Verordnung sür di des lebenswichtigen Bedä wurde die 5. Durchführung. Eine amtliche Bekanntmach ren Pflichten der Kraftfah Mit dem erfolgten Aufru ist bis auf weiteres die zuführen.

Das Abhören ausländische;